Liebe macht nur ein bisschen blind
Das Kopfschüttel-Blog im Querschnitt seiner Gäste
(PDF)

Bremen, 14.04.2008 – „Liebe macht blind – aber nur ein bisschen“;
zu diesem und anderen Urteilen kommen die Besucher des Kopfschüttel-Blogs, die im März 2008 an einer Meinungsumfrage des Blogs teilgenommen haben.

3.387 Personen haben den elektronischen Fragebogen mit 15 Fragen ausgefüllt und dabei auch mehr als 1.500 ergänzende individuelle Kommentare hinterlassen.
41% der Leserinnen des Blogs sind Frauen; dieses Ergebnis entspricht dem statistischen Verteilungsgrad der derzeitigen allgemeinen Internetnutzung in Deutschland. Tendenz: steigend.

Männlein oder Weiblein

84% der Leserinnen und Leser sind 17-35 Jahre alt.
Etwa zwei Drittel dieser Gruppe sind die sogenannten „Twens“
(20-29), die sich in einem Lebensabschnitt befinden, der gewöhnlich von Ausbildungsabschlüssen, Studium und Berufsstart sowie beginnender Selbständigkeit, Beziehungsverantwortung, Lebensplanung und anderen wichtigen Grundlagen der Persönlichkeit und Zielfindung geprägt ist.

Damit ist der größte Teil der Leserschaft des Kopfschüttel-Blogs deutlich jünger als die Liebste (30) und ihr Kopfschüttler (38).

Altersverteilung

Seit Anfang 2006 dokumentiert der Kopfschüttler jede Woche in seinem Online-Tagebuch ausgewählte Gespräche zwischen seiner Liebsten und ihm.
Der besondere Charme der wechselseitigen und liebevollen Dialoge liegt in dem hohen Wiedererkennungswert, kombiniert mit dem unweigerlichen Gefühl, sich selbst schon einmal in einer ähnlichen Situation befunden zu haben.

selbst schon erlebt

Obwohl häufig die unglaublichsten Dinge in den Dialogen zu finden sind, schätzen mehr als 75% der Leserinnen und Leser die Erlebnisse als realitätsnah ein.

Dennoch gibt es Unterschiede, wie die geschlechtertypisierten Verhaltensweisen der Liebsten und des Kopfschüttlers interpretiert werden. Während sich ein Großteil der Befragten mehr oder weniger mit dem Kopfschüttler identifiziert, gilt dies keinesfalls für die Liebste; interessant insbesondere auf dem Hintergrund, da mehr als 75% sowohl der Frauen als auch der Männer erklären, dass sie die Verhaltensweisen als eindeutig frauen- und männertypisch einstufen.

Identifizieren mit

Typisches Verhalten

Darüber hinaus sind 72% der Meinung, dass die Liebste und der Kopfschüttler eine ganz normale Beziehung führen; und nur 3% gehen davon aus, dass die Geschichten allesamt erfunden sind.
Demnach bestätigen zwar insbesondere die Frauen der Liebsten ein normales Verhalten, sehen dieses aber nicht für sich selbst zutreffend.

Bei der Frage, ob die Liebste gegenüber dem Kopfschüttler egoistisch handelt, zeigen sich die Befragten unentschlossen:

Ist die Liebste egoistisch?

Ebenso, ob der Kopfschüttler bei den Wortwechseln stets das Nachsehen hat:

Verliert der Kopfschüttler jedes Mal?

Hintergrund dieser Ergebnisse ist, dass Kommunikation auf vielen verschiedenen Ebenen und stets innerhalb eines besonderen Kontextes stattfindet und es daher keine klare Antwort gibt, ob ein
– oftmals auch strittiger Dialog – ein positives oder negatives Ergebnis hat. Des Weiteren hängt die Bewertung gegensätzlicher Positionen auch von deren Bedeutung oder Brisanz für die Gesamtsituation ab.

Vielleicht sind es doch die leisen und zuweilen unerklärbaren Kapriolen einer Partnerschaft und der Liebe, die Selbstverständliches zum Besonderen machen und manchmal auch umgekehrt. Gefühle lassen Erlebnisse und Verhaltensweisen oftmals in einem anderen Licht erscheinen, als ihre sachliche Betrachtung und Analyse es vermuten ließe;  das unterscheidet den Menschen von der Maschine und macht das Kopfschüttel-Blog – in seiner Widersprüchlichkeit – unter anderem so reizvoll.

Ob Liebe wirklich blind macht, haben kürzlich Psychologen der University of California in Los Angeles an 60 Personen getestet und kommen zu dem Ergebnis, dass die Wahrnehmungs- und Beurteilungsfähigkeit eines verliebten Menschen gegenüber der Person seines Begehrens tatsächlich deutlich beeinträchtigt sein kann.
Die Leserinnen und Leser des Kopfschüttel-Blogs dürften sich dieser Frage auch eher skeptisch genähert haben, denn sie kommen zu einem fast ausgeglichenen Resultat zugunsten der Liebe und so verbleibt dieser damit immerhin noch eine hoffnungsvolle Chance.

Liebe macht ein bisschen blind

Die Länge der Kopfschüttel-Geschichten wird insgesamt als gut bis sehr gut empfunden.
Die Dialoge zwischen der Liebsten und dem Kopfschüttler sind zwar ein Abbild realer Situationen, müssen aber dennoch jedes Mal in eine veröffentlichungsfähige und lesbare Form sowie eine angemessene Länge gebracht werden, ohne dabei an Aussagekraft und Realismus zu verlieren.
Als Leitlinie gelten im Kopfschüttel-Blog 400 Wörter je Dialog.
Obwohl die Leserinnen und Leser insgesamt zufrieden sind, geht deren Tendenz und Vorliebe eher hin zu kürzeren Geschichten in Kombination mit hoher Qualität.

Länge der Geschichten

Mehr als 85% der Besucherinnen und Besucher haben angegeben,
sich im Kopfschüttel-Blog recht gut zurechtzufinden und haben keine Schwierigkeiten mit der Navigation.
Das ist ebenfalls nicht ungewöhnlich, da der wesentliche Kern, Zweck und Bestandteil eines Blogs ist, dass die neuesten Beiträge stets ganz oben stehen und daher ohne Suchaufwand sofort und ohne weiteres Zutun gelesen werden können.
Darüber hinaus ist das Kopfschüttel-Blog ein klares Textblog mit eindeutiger inhaltlicher und gestalterischer Linie (was trotz des eher schlichten Designs von mehr als 85% der Befragten als gut bis sehr gut und damit als für den Zweck sehr nützlich eingestuft wird).

Allerdings kennen sehr viele Gäste die verschiedenen Zusatzfunktionen des Blogs nicht, dazu gehören beispielsweise Gimmicks wie die „interaktive Liebste“, das „Liebste-Orakel“ oder die „Hörspiele“, Funktionen und Erweiterungen wie der „RSS-Feed“ oder die „Blogroll“, die „Mediadaten“ oder die „Mach-mit!“-Aktion.

Zusatzfunktionen im Blog

Diese Erweiterungen stehen selbstverständlich nicht im Vordergrund des Kopfschüttel-Blogs, finden aber dennoch unerwartet wenig Beachtung.

Gleichwohl haben 69% der Besucherinnen und Besucher das Blog schon einmal selbst weiterempfohlen, und das trotz der seit Anbeginn des Blogs strittigen Frage, ob es die Liebste überhaupt im realen Leben wirklich gibt.

Gibt es die Liebste wirklich?

Ca. 60% der Befragten betreiben eine eigene Internetseite, mehr als die Hälfte davon ein eigenes Blog. Dass die Leserinnen und Leser bei dieser Umfrage häufig selbst Bloggerinnen und Blogger sind, verwundert angesichts der gut vernetzten Blogosphäre (Gesamtheit der Weblogs und ihrer Verbindungen) nur wenig.

63% der Besucherinnen und Besucher haben das Kopfschüttel-Blog durch einen Link oder eine Empfehlung in einem anderen Blog oder einer Internetseite entdeckt.

Das Kopfschüttel-Blog entdeckt

Immerhin 18% der Gäste rufen das Blog durch manuelle Adresseingabe im Browser auf; das sind derzeit mehr als 400 pro Tag (ca. 2.200 Besucher insgesamt pro Tag).

Favoriten und Blogrolls

Die meisten Gäste besuchen das Kopfschüttel-Blog ca. 1-mal pro Woche oder weniger, 34% aber immerhin mehr als 3-mal.
Die Bedeutung des RSS-Feeds (Abonnement) hat in den vergangenen 12 Monaten sehr stark zugenommen und die Abrufzahlen steigen kontinuierlich (derzeit ca. 270.000 Feed-Abrufe pro Monat).

Besuche pro Woche

Besucher pro Monat

56% der Gäste verwenden den Firefox-Browser für einen Besuch,
32% den Internet Explorer (Auswertung von 200.000 Aufrufen).
Dabei surfen 59% mit ihrem privaten PC zuhause und immerhin 25% vom Arbeitsplatz aus; 16% sowohl als auch.
Die Hauptzugriffszeiten des Blogs sind montags bis donnerstags zwischen 12.00-15.00 Uhr und 20.00-22.00 Uhr.

Fazit:
Das zentrale Ergebnis der Kopfschüttel-Umfrage im März 2008 ist die schlichte Erkenntnis, dass das, worüber der Kopfschüttler und auch so viele Leserinnen und Leser ständig den Kopf schütteln, doch irgendwie ganz normal zu sein scheint.

Frauen und Männer passen zwar nicht immer gut zusammen und haben ganz sicher in vielen Fällen die unterschiedlichsten geschlechtertypischen und damit auch verrücktesten Standpunkte zu ein und derselben Sache, aber genau das scheint auch den Reiz an der Beobachtung zweier Menschen unterschiedlichen Geschlechts auszumachen. Sich selbst ins Verhältnis zu setzen, seine eigene Position oder Meinung zu den Erlebnissituationen Dritter zu bilden oder schlicht und einfach mit ein wenig Schadenfreude über jemand anderes herzlich lachen zu können, sind unter anderem Faktoren für die Motivation der Gäste, das Kopfschüttel-Blog immer mal wieder zu besuchen.

Doch trotz aller Gemeinsamkeiten zwischen Frau und Mann:
Frauen sind eben doch so ein bisschen anders, so ein wenig geheimnisvoll, so überaus reizvoll.
Es sind die alltäglichen charmanten Dinge der Frauen, die uns Männer nur zu einem bringen: zum Kopfschütteln.

Das Kopfschüttel-Blog
www.kopfschuettel.de

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Hier gibt es die Grafiken der Umfrageergebnisse als ZIP.