Es ist ein einfaches Prinzip: Wenn ich etwas suche, sei es nun ein Gegenstand oder ein Ort, dann frage ich jemanden. Sofort bekomme ich eine Information, wo ich hin muss und innerhalb kürzester Zeit habe ich mein Ziel erreicht – völlig einfach, ohne Probleme. Es fragt sich nun, warum Männer das nicht können. Wirklich, es scheint ein angeborenes Fehlverhalten zu sein, nicht in der Lage zu sein, nach etwas zu fragen. Wahrscheinlich, weil sie ja dann zugeben müssten, dass sie etwas nicht wissen oder Hilfe brauchen – ein Ding der Unmöglichkeit!

Auto in der Wüste

Mit Männern geht die Fahrt manchmal ins Nirgendwo. (Bild: aboutpixel.de / das Lastauto © ilker ilco)

Wissenschaftlich erwiesene Unbelehrbarkeit

Gerade beim Auto fahren nimmt diese Eigenschaft geradezu unvernünftige Züge an. Dafür liefert auch eine Studie vom Institute Fly Research endlich den Beweis über das, was wir Frauen schon lange wussten: Männer fahren pro Jahr 442 Kilometer Umweg! Im Schnitt fahren sie eine halbe Stunde herum, bis sie nach dem Weg fragen. Wenn sie das überhaupt tun. Schließlich tut erwiesener Maßen jeder zweite Mann so, als wüsste er den Weg genau. Ladies, da haben wir den Beweis! Aber der wird uns wohl leider auch nicht eher ans Ziel bringen, wenn Schatzi wieder „genau weiß, wo´s langgeht“…

Nach Sturhausen fahren Sie am besten über Eitelheim und biegen in Bockig links ab

Ankommen ist nicht garantiert

Egal, wo Mann am Ende landet: Nach dem Weg zu fragen, ist keine Option. (Bild: Ingor Normann – Fotolia)

Als mein Freund und ich mal wieder seine Großeltern in ihrem Kleingarten besuchen wollten, hatten wir selbiges Problem. Nach zwei Stunden im Auto hatten wir unser Ziel beinahe erreicht, doch die Kleingartenanlage zu finden, stellte sich etwas schwerer dar, als gedacht. Offenbar gab es eine neue Verkehrsführung oder die Hinweisschilder wurden entfernt, ich weiß es nicht!

Fakt war, wir kurvten herum, ohne unser Ziel zu erreichen. Die aussichtslose Lage erkannt, wagte ich es doch tatsächlich zu sagen „Lass uns doch jemanden fragen!“. Aber oh, mein Liebster ließ sich nicht belehren. „Ich frage doch jetzt hier keinen, wie sieht denn das aus? Außerdem ist eh grad keiner da, den man fragen könnte.“

„Als ob ich es nicht wüsste!“

Als ich ihn auf einen Opi samt Fahrrad hinwies, meinte er nur „Den frage ich doch nicht, der denkt ja noch, ich bin so jung und zu dumm.“ Auch meine Argumentation, dass er das sicher nicht denke, da wir ja hier fremd sind und es nicht wissen können, half nichts. Ich könne den Opi ja fragen, wenn ich wöllte. Mit der Begründung „Mann, meine Großeltern wohnen hier, da frage ich doch keinen, so als ob ich es nicht wüsste!“ war die Diskussion dann beendet und nach einer ganzen Weile sinnlosen Herumkurvens haben wir dann noch unseren Weg in die Gartenlaube gefunden. Und selbstverständlich haben wir uns verspätet, weil ich „ja wieder so lange im Bad gebraucht“ habe…