„Der Kopf tut weh, die Füße stinken, höchste Zeit, ein Bier zu trinken.“ Und auch in jeder anderen Lebenslage! Ehrlich, es gibt doch kein Getränk, was den Männern lieber ist! Ich wage zu behaupten, ein Mann in der Wüste würde weiterziehen, wenn an der Wasserquelle ein Schild steht, das auf eine Bierquelle in zwei Kilometern Entfernung verweist.

Mein Schatz würde das sicher damit begründen, dass Bier ja ein isotonisches Getränk ist, also regelrecht gesund – ja genau und meine Flasche Rotwein ist auch gut für mein Herz und die Gefäße… „Hach, jetzt ein schönes Feierabend-Bier!“ bekomme ich ja schon ziemlich oft zu hören. Nichts gegen ein Getränk zum Feierabend, das hat man sich ja ab und an schon irgendwie verdient, aber jeden Abend dieses güldene Gesöff? Na ich weiß ja nicht.

Verschiedene Biersorten

Egal ob hell oder dunkel: Bier schmeckt Männern immer! (Bild: volff – Fotolia)

Unmännlich öffnen unmöglich

Was mir aber echt auf die Nerven geht, ist die Art und Weise, das Bier zu öffnen! Da schreckt er vor nichts zurück! Vom Besteck bis zur Fernbedienung wird alles zweckentfremdet, denn offenbar ist der Aufwand, den Flaschenöffner aus der Küche zu holen, zu groß – oder zu unmännlich. Fakt ist: Das Bier gehört zum Leben des Mannes, wie die Handtasche zum Leben der Frau – ohne geht einfach nicht!

Ich gönne meinem Schatz sein flüssiges Glück ja auch – schließlich will ich meinen Prosecco auch trinken, ohne schief angeschaut zu werden. Wobei der Unterschied im Konsumverhalten schon recht deutlich ist – während ich genau weiß, wann ich aufhören muss (Weiß ich wirklich!), dann kann mein Freund immer noch ein Bierchen vertragen.

Das Bier macht den Mann zum Tier

Was aber noch viel schlimmer ist: Die Biermenge steigt exponentiell zur Menge der beteiligten Männer an. Ist das fürchterlich, je mehr die sind, desto mehr saufen die! Generell bin ich der Überzeugung, dass die schlimmsten Seiten an den Männern ganz besonders zum Vorschein kommen, wenn sie in der Gesellschaft anderer Männer sind. Von der Ausdrucksweise bis zum Bier trinken – in der männlichen Gemeinschaft kommt mir mein Liebster manchmal doch sehr verändert vor.

Mit Bier anstoßen

Gesellig sein macht durstig. (Bild: Kzenon – Fotolia)

Aber dann hat er ja noch einen ganz besonderen Kumpel: seinen besten Kumpel. Den mag ich wirklich, muss ich ehrlich sagen, netter, süßer Kerl, ABER: Wenn der da ist oder wir mit dem Feiern gehen, dann fließt das Bier in Strömen – unter zehn Hopfentees geht da nichts. Und am nächsten Morgen „war das letzte Bier bestimmt schlecht“ – da hilft wohl nur ein Konterbier. Igitt, igitt! Doch ich sehe einen goldenen Lichtstreif im Bierglas: Er hat jetzt auch eine Freundin…