Der Kauf eines gebrauchten Autos ist immer auch Vertrauenssache – denn wer keine fachmännische Ausbildung besitzt, hat häufig keine Chance, versteckte Mängel zu erkennen. Das wissen leider auch die Gebrauchtwagenhändler und nutzen die Unwissenheit vieler Kunden schamlos aus. Schöpft man Verdacht, sollte vom Kauf lieber Abstand genommen werden.

Die klassische Frage nach der Unfallfreiheit ist häufig der erste Stolperstein. Windet sich der Gebrauchtwagenhändler wie ein Aal oder versichert er lediglich, dass er von einem Unfall nichts wisse, drängt sich schon ein Verdacht auf. In diesem Fall sollte genauer hingesehen werden: Mit einem entsprechenden Messgerät kann der Fachmann die Dicke der Lackschicht prüfen, was auf eine Nachlackierung hinweist. Auch ungleichmäßige Spaltmaße zeugen von einer Instandsetzung.

Bei den notwendigen Inspektionen sollte man sich ebenfalls nicht auf die Beteuerungen des Verkäufers verlassen, nur ein vollständig geführtes Serviceheft schafft Klarheit. Sollten Zweifel bestehen, ob die Einträge echt sind, ist auch eine Rückfrage bei der zuständigen Werkstatt möglich. Die kann in der Regel nachprüfen, ob das Fahrzeug tatsächlich dort gewartet wurde.

Ein weiterer beliebter Trick zur Erhöhung des Fahrzeugwertes sind Tachomanipulationen. Auch in Zeiten digitaler Tachografen ist eine Justierung kein Problem – und äußerst schwierig nachzuweisen. Dabei sollte der Kilometerstand zum Zustand des Innenraums passen. Hat ein Fahrzeug mit einer angeblichen Laufleistung von 50.000 km ein abgewetztes Lenkrad, durchgetretene Pedalgummis und abgenutzte Sitzpolster ist garantiert etwas faul. Wird an den Angaben des Gebrauchtwagenhändlers gezweifelt, sollte man sich alte Berichte zur Hauptuntersuchung oder das Serviceheft zeigen lassen. Hier wird immer auch der Kilometerstand dokumentiert. Fehlt ein solches Dokument und die Laufleistung ist auffällig gering, wurde garantiert manipuliert.

Grundsätzlich sollte vor jedem Kauf eine ausführliche Probefahrt gemacht werden. Außerdem ist besonders bei einem größeren Fahrzeugwert anzuraten, das Fahrzeug vor dem Kauf bei einem unabhängigen Sachverständigen prüfen zu lassen. Ein seriöser Händler wird nichts dagegen haben, die anfallenden Kosten sind mit etwa 50 Euro im Verhältnis zum Risiko gering. Dann steht dem Autokauf nichts mehr im Wege – beispielsweise auf Gebrauchtwagen.de. Hier ist das Angebot groß, die Seite übersichtlich. Vielleicht lauert hier der perfekte Wagen?