Kinder wachsen heute in einer Zeit auf, in der sie von klein auf mit Medien in Kontakt stehen. Der richtige Umgang mit PC, Tablet und Smartphone sollte deshalb schon von kleinauf geübt werden. Zwar ersetzt das virtuelle Spielen nicht den Kontakt mit Gleichaltrigen, eröffnet aber neue Welten, von denen Kinder in mehrfacher Hinischt profitieren können.

Mit der Zeit gehen

Medien sind ohne Frage äußerst wichtig für das Kind. Ein Umgang sollte daher unter einer objektiven Aufsicht stattfinden. Altersgerechte Inhalte können das Wissen aus Kindergarten, Grundschule und Schule vertiefen. Spaß haben und Lernen können auf diese Weise spielerisch miteinander verknüpft werden. Wichtig ist es, die Auswahl der Medieninhalte zu beschränken, damit sich Kinder keiner Flut an Informationen ausgesetzt fühlen.

Kinder vor dem Computer

Virtuelle Welten erkunden in Online-Spielen

Die Funktionen von Spielen können sehr vielfältig aussehen. Vor der Nutzung sollten sich die die Eltern selbst mit dem ausgewählten Inhalt auseinandersetzen, insbesondere wenn für ein Spiel eine Anmeldung notwendig ist. Auch eine Kindersicherung kann eine maßvolle Nutzung fördern und vor bestimmten Inhalten schützen. Die Festlegung auf eine Zeit liegt bei den Eltern, die Nutzung des Internets kann beispielsweise auf zwei Stunden pro Tag begrenzt werden. Je nach Alter können solche Regeln angepasst werden.

Lernspiele können wie bereits erwähnt, das Wissen vertiefen oder wiederholen, aber auch neues Wissen vermitteln. Viele Betreiber geben sich bei der Gestaltung der Lerninhalte große Mühe und schaffen es auf spielerische Weise die Informationen sehr eingängig und interessant zu „verpacken“. Komplexere Spiele bedienen die Fantasie der Kinder, sie nutzen die Onlinewelt außerdem, um eigene Erfahrungen zu machen und sich etwas von den Erwachsenen abzugrenzen. Online-Universen sind auch Treffpunkte für Freunde, dort können gemeinsam Spiele gespielt und Abenteuer erlebt werden. Neue Kontakte ergeben sich bei so etwas wie von allein.

Medienkompetenz fördern

Kinder nehmen aus diesen Erfahrungen vielfältige Erkenntnisse mit. Teamwork führt bei vielen Dingen zum Erfolg, andere müssen sich auf einen verlassen können und auch man hat ab und an auf Partner und Verbündete zu vertrauen. Das bedeutet, dass der soziale Aspekt also nicht zwangsläufig leiden muss vor dem PC – im Gegenteil. Wenn Kinder in Maßen Online Spiele spielen, stärken sie damit nicht nur ihre Medienkompetenzen, sondern sogar soziale Fähigkeiten.

Spiele im realen Leben

Zu Bewegung und direktem Kontakt mit anderen gibt es virtuell kaum einen Ausgleich, höchstens die Wii mit ihren aktiven Spielen für zwei und mehr Spieler könnte das erfüllen. Kinder müssen selbstverständlich das Haus auch mal verlassen und sich mit richtigen Menschen, fern jeder Technik auseinandersetzen. Ihre feinmotorischen Fertigkeiten werden dabei über Spiele sehr gut geschult, der Umgang mit der PC-Maus reicht dafür definitiv nicht aus.

Kinder sollten stets altersgerecht gefordert werden, Training verhindert spätere Beeinträchtigungen. Das Sortieren von Perlen und Steckern kann ein Kind intensiv beschäftigen, außerdem sollte es Bilder ausmalen und Bastelarbeiten ausführen. Finger- und generell Bewegungsspiele mit anderen sind wichtig für die ganzheitliche Entwicklung. Größere Kinder schulen beim Fuß-, Feder- oder Volleyball, ebenso wie durch Seilspringen ihren Gleichgewichtssinn, ihre Grobmotorik und bauen Muskeln auf. Hinzu kommt, dass sich die Beziehung zwischen Kindern im direkten Kontakt schneller festigt – Auseinandersetzungen und gemeinsame Erfolge wirken verbindend.

Ausgleich zwischen realen und virtuellen Spielen

Kinder können sehr gut zwischen realen Spielen mit menschlichem Kontakt Menschen und einer virtuellen Welt unterscheiden. Bewegung ist extrem wichtig für die Entwicklung eines Kindes, Spiele und Sport, Basteln und spielerische Übungen fördern die körperliche Fitness, Gleichgewichtssinn und die Verknüpfung der Synapsen. Auch für die Sprachförderung ist der direkte Kontakt vor allem mit den Eltern sehr wichtig. Wiederholungen und Spiele können dabei im Onlinebereich allerdings unterstützend wirken. Medienkompetenz in Form von Spielen und anderen Aktivitäten gehört also mittlerweile zum Aufwachsen dazu, die Jüngsten sollten langsam an das Medium herangeführt und begleitet werden.