Im Schnitt besitzt jeder meiner Bekannten mindestens zwei bis drei digitale Kameras, die Fotofunktion des Smartphones noch nicht eingerechnet. Für unterwegs einen schmalen Knipser, für die Reise eine kleine Kamera mit Megazoom, für Unterwasser ein wasserdichtes Modell und für die anspruchsvolleren Fotos eine Spiegelreflexkamera oder neuerdings eine Systemkamera. Oft kommt noch ein kleiner Camcorder dazu, besonders beliebt bei Familien für die bewegten Bilder, wenn die lieben Kleinen die ersten Schritte wagen. Das Ergebnis vieler Knipsereien ist jedoch oft eher dürftig – meine eigenen sind davon nicht ausgeschlossen. Daher machte ich mich schlau und eignete mir ein paar einfache Tricks an.  Und siehe da – viele meiner Fotos sind nun wirklich ein Stück besser geworden, es hat sich also gelohnt. Das ein oder andere Bild ist mittlerweile sogar einen Fotoabzug wert, den man sich wunderbar als Leinwand ins Wohnzimmer hängen könnte.

Mein Lieblings-„Trick“ ist es, gezielt mit Tiefenschärfe zu arbeiten, also Motive scharf im Vordergrund zu haben, während der Hintergrund unscharf ist. Das ist einfacher als es sich anhört. Vor allem, wenn Personen das Motiv sind oder richtige Porträts geschossen werden, macht das richtig Eindruck. Aber auch kleine Gegenstände oder Details, die aus einer ungewöhnlichen Perspektive ins rechte Licht gerückt werden, kommen so richtig groß raus. Um den Effekt des unscharfen Hintergrunds hinzubekommen nimmt man am besten eine Spiegelreflexkamera, denn man muss die Blendenöffnung manuell einstellen. Also: Das Einstellungsrädchen auf „A“ oder „Av“ („Aperture“ für „Blende“) stellen, das ist die Halbautomatik, bei der die Blendenöffnung manuell bestimmt wird, die Belichtungszeit aber automatisch berechnet wird. Die Blende soll für die gewünschte Wirkung weit offen sein, das bedeutet: Man muss eine kleine Blendenzahl einstellen, zum Beispiel f/2.8 oder f/7.1. Eine leichte Telebrennweite macht den Effekt perfekt (also etwas zoomen, kein Weitwinkel!). Am besten probiert man verschiedene Blenden aus und sieht sich den Effekt am gleichen Bild an, dann versteht man das Ganze sofort.

Das ist nur einer von vielen Tipps – ein Blogger aus dem Bereich Fotografie hat seine ganz persönlichen zehn besten Tipps mal so dargestellt:

1. Geht raus und macht Fotos.
2. Geht raus und macht Fotos.
3. Geht raus und macht Fotos.
4. Geht raus und macht Fotos.
5. Geht raus und macht Fotos.
6. Geht raus und macht Fotos.
7. Geht raus und macht Fotos.
8. Geht raus und macht Fotos.
9. Geht raus und macht Fotos.
10. Geht raus und macht Fotos.

Da schließe ich mich dann einfach mal an.