Elektroautos, oder auch E-Autos genannt, vereinen eine Vielzahl von Vorteilen auf sich. So bestechen sie in erster Linie durch die geringeren Betriebs- und Unterhaltskosten, aber auch durch eine langfristig günstige Steuerlast und preiswerte Versicherungsbeiträge. Hier kommt der Gesetzgeber dem Kunden und den Herstellern entgegen, einerseits als Anreiz zur Entwicklung und Marktreife des Autos und andererseits zur Kaufentscheidung bei Firmen und Endverbrauchern. Wie es um die Entwicklung bestellt ist, und wie die aktuellen Nachrichten darum sind.

Vorteile überwiegen

Die Vorteile, die für den Kauf und flächendeckenden Gebrauch von E-Autos stehen, sind vor allem hinsichtlich der Umweltfreundlichkeit gegeben. So gibt es keine direkten Emissionen bei der Fahrt und nahezu keinerlei Lärmbelästigung, wie sie diejenigen bemängeln, die entlang von Bundesstraßen oder viel befahrenen Landstraßen wohnen. Aber auch das Thema Wartung darf nicht zu kurz kommen, denn gerade hier schnappen die Hersteller gerne einmal tief in die Tasche, und das in regelmäßigen Abständen. So sind Elektromotoren in erster Linie weitaus weniger wartungsintensiv als zum Beispiel ein Verbrennungsmotor, gleichwohl dieser natürlich weit mehr Distanz auf dem Buckel hat als erstgenannter.

So ist es auch kaum verwunderlich, dass es natürlich noch viele Punkte gibt, die bewusst von einem Kauf abhalten. Der hohe Kaufpreis sei da zu nennen, denn hier gibt es beispielsweise das Modell Twike, das mit rund 15.000 EUR zu Buche schlägt. An sich ein geregelter Preis, wenn man die Entwicklungsarbeit dahinter betrachtet – für weite Reichweiten aber unzulänglich, und daher im Praxistest auch ein klares Negativmerkmal. Auch bei einer einigermaßen gut bestellten Infrastruktur, wo das Auto aufgeladen werden könnte, hapert es: so ist es immer noch Usus, dass die Ladezeit bei den eingesetzten Batterien teilweise bis zu zehn Stunden dauern kann. Betrachtet man dies und die Tatsache, dass die Batterien faktisch nach 3-5 Jahren ausgetauscht werden müssen, sieht man die Anstrengungen, die noch nötig sind.

Die EU will E-Autos weiter fördern

All dies bringt auch Politiker in Stellung, gerade auf europäischer Ebene und in so wichtigen Automobilstandorten wie Deutschland, Frankreich oder Spanien. Die EU-Kommission will daher dafür sorgen, dass der Ausbau eines flächendeckendes Tank- und Ladenetzes beschleunigt wird. Dies bezieht sich auf alternative Autoantriebe, beinhaltet also auch ausdrücklich Gas. Bei Neuigkeiten aus der Autobranche lohnt es sich daher, auch immer auf die sogenannten Zukunftstechnologien zu schielen. So wird bemängelt, dass im Jahre 2011 nur rund 2000 Ladestationen in Deutschland betrieben wurden. Hier hat man sich das ambitionierte Ziel von 150.000 Stellen bis zum Jahre 2020 gesetzt, so der Verkehrskommissar Siim Kallas im Januar 2013 in Brüssel.

Klar wird, wie sehr die Kommission damit auf die Hersteller abzielt. Dadurch, dass eine kritische Masse an Bezugspunkten von Strom und Gas geschaffen wird, soll die Massenproduktion in Gang gesetzt und günstige Preise geschaffen werden. Erreichen will sie das etwa mit einem einheitlichen Standard bei Ladesteckern und anderen Anschlüssen. Gleichzeitig kamen auch Wasserstoff-Antriebe in den Fokus: Hier will man komprimiertes Erdgas (CNG) und Flüssigerdgas (LNG) so an Tankstellen verbreiten, dass diese im Abstand von 150 bis maximal 400 Kilometer EU-weit verfügbar sind. Bei Flüssiggas (LPG) hingegen sieht man keinerlei Handlungsbedarf, da es für die neun Millionen Autos in der EU bereits 28.000 Tankstellen gebe.