Bislang war der Preisvergleich für im Internet immer dann einfach, wenn man genügend Zeit hatte oder wenn man der Plattform google shopping vertraute. Es gibt zwar eine Reihe weiterer Preisvergleichsdienste, die jedoch nur von den Shops genutzt werden, die ein entsprechends Budget an Werbung ausgeben, welches logischerweise wieder auf den Preis aufgeschlagen werden muss. Daher war der kostenlose Dienst von google shopping bislang für alle Händler eine willkommene Plattform und der Verbraucher konnte sich anständig über die gängigen Preise informieren.
In Kürze wird google shopping für die Händler kostenpflichtig. Somit werden automatisch einige tiefpreisige Händler verschwinden und der Kunde ist der Gelackmeierte. Ein Schelm, der dabei nicht daran denkt, dass dies den großen und mächtigen Shops gerade recht sein kann, die damit einen Teil der unliebsamen Konkurrenz verliert. In den einschlägigen Foren kann man dies auch schon genau so nachlesen. Die großen, oft internationalen Shops, werden dabei ihre Marktmacht weiter ausbauen und weitere Anbieter verdrängen. Doch ist nicht gerade die Vielzahl an unabhängigen Händlern und seriösen kleinen Shops das, was den deutschen Markt ausmacht und gegenüber anderen Ländern, auch europäischen Ländern (bspw. Österreich), hervorhebt. Warum kaufen Österreicher denn gerne bspw. Sportgeräte und Sportartikel in Deutschland ein? Weil sie uns Deutschen so gern haben? Sicherlich nicht, sondern weil wir mit unserer weit verzweigten Struktur einen ganz anderen Konkurrenzkampf als der österreichische Markt haben und somit vielmehr Händler mit unterschiedlichen Preisen zur Auswahl stehen.
Und diesen großen Vorteil für die Verbraucher wollen wir in Deutschland aufgeben, weil uns ein paar Global Players den Markt diktieren wollen?