Die Leidenschaft der Deutschen für das Bohnengetränk ist ungebrochen. Angeblich kommt es für die meisten Bundesbürger eher infrage, auf Sex, Wein oder Sport zu verzichten, als auf ihr Lieblingsgetränk. Und das zu Recht, denn das schwarze Gold ist gesünder als sein Ruf.

Kaffee-Leidenschaft der Deutschen ist ungebrochen

Das Lieblingsgetränk der Deutschen ist Kaffee. Mit einem Jahresverbrauch von mehr als 150 Litern pro Kopf ist das Heißgetränk seit Jahren die Nummer eins der Getränke, noch vor Wasser und Bier. Kaffee bedeutet Geselligkeit und ist entspannender Genuss und Aufputscher gleichermaßen. Trotzdem ereilt viele bei dem Griff zum allmorgendlichen Becher nicht selten ein schlechtes Gewissen, schließlich verweisen schon Kinderlieder auf die schädliche Wirkung des Kaffeekonsums. Hier kann man Entwarnung geben: egal, ob der selbstgekochte Kaffee von Tchibo oder der schnelle Cappuccino unterwegs – Kaffee ist gesünder als sein Ruf.

Gesundheitscheck: Fakten zum Lieblingsgetränk

Dass Kaffee tatsächlich ungesund ist, lässt sich nach neueren Erkenntnissen nicht feststellen. Im Gegenteil: Neueste Studien weisen darauf hin, dass die Leidenschaft für das Heißgetränk sogar gesund ist. Leidenschaftliche Kaffeetrinker dürften die Warnung, bloß nicht zu viele Tassen am Tag zu trinken, demnach getrost ignorieren.

So weisen Studien des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung darauf hin, dass Kaffeetrinken das Risiko für Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen keineswegs erhöhe. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen auch niederländische Wissenschaftler. Nach ihren Untersuchungen hätten Tee- und Kaffeetrinker ein geringeres Risiko von Herzerkrankungen. Die Forscher des University Medical Center Utrecht berichten, dass zwei bis vier Tassen Kaffee am Tag das Risiko um 20 Prozent minderten. Tee sei allerdings noch besser – drei bis sechs Tassen könnten die Gefahr, an einem Herzleiden zu sterben, sogar um 45 Prozent reduzieren. Es gäbe auch keine schädliche Obergrenze für den täglichen Kaffeekonsum. Denn: Kaffee entzieht dem Körper keine Flüssigkeit. Jahrzehntelang stritten Forscher um die Frage, ob Kaffee dem Körper Wasser entziehe oder nicht. Mittlerweile ist man sich einig: nein. Das Koffein erhöht zwar kurzfristig die Filterfunktion der Nieren, das lässt aber rasch wieder nach.

Der Grund, warum Teetrinker oft gesünder seien als eingefleischte Kaffeefans, liegt demnach nicht am Bohnengetränk oder seinen Inhaltsstoffen. Vielmehr achten Teetrinker schlichtweg besser auf ihre Gesundheit. Kaffeetrinker rauchen beispielsweise deutlich häufiger und ernähren sich oft weniger ausgewogen.

Aber welche Stoffe machen den Kaffee denn nun so gesund? Wie auch im Tee wirken im Kaffee enthaltene Oxidations-Hemmer. Diese sogenannten Antioxidantien fangen freie Radikale ab, die als Ursache für den Alterungsprozess im Körper gelten. Daneben enthält Kaffee zahlreiche Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium. Und dann wäre da noch das Koffein, das für die anregende Wirkung des Kaffees verantwortlich ist.