Die Berliner Fashion Week öffnet am 19. Juni 2015 ihre modischen Pforten. Grund genug für uns, einmal genauer auf die Historie und die großen Vorbilder der aufstrebenden Modeshow zu blicken. Dabei zeigt sich, dass der Weg zu den größten Messen der Modewelt gar nicht mehr so weit ist.

Am Anfang lagen 800 Einladungen auf einem Tisch. Es waren die Briefe an die geladenen Gäste der allerersten Fashion Week in Berlin. Die exklusiven Gäste sollten sich schauen von elf Designern anschauen, die ihre Modeneuheiten präsentierten. Das war im Jahr 2007. Acht Jahre später ist die Fashion Week in Berlin schon lange kein Geheimtipp mehr. Designergrößen buchen Jahr für Jahr ihre Plätze im Programm der Modetage. Im Jahr 2015 ist die Modewoche größer als je zuvor und präsentiert sich als Global Player, der sich vor den großen Vier der Mode nicht zu verstecken braucht.

Geld regiert auch die Modewelt

Neben der Präsentation neuer Kreationen geht es bei einer Fashion Week in erster Linie um Geld. Viel Geld. Das beginnt schon bei den Preisen für eine Show. Entscheidet sich ein Designer dazu, seine Show in einem großen Zelt abzuhalten, werden 18.000 Euro fällig. Eine enorme Summe, die auch wieder eingespielt werden will. Wesentlich lukrativer ist die Fashion Week für die Stadt Berlin. Im Zeitraum vor und nach der Show fließen mehr als 120 Millionen Euro in die Stadtkassen. Auch deshalb ist Berlin darum bemüht, die stadteigene Modewoche so groß wie möglich zu machen. Die stetig steigende Zahl an Shows und Designern spricht für den Erfolg des deutschen Ablegers.

Verzichten müssen Modefans in diesem Jahr auf Michael Michalsky. Der Designer sagte seine Teilnahme ab und begründete den Schritt finanziell: „Wir sollten ab und zu hinterfragen, wie wir leben und was wir tun“, sprach Michalsky auf Nachfrage des Tagesspiegels. Das gesparte Geld setzt Michalsky ein, um die Ebola-Hilfe zu unterstützen. Ein modisches Highlight können Fans bei der Designschmiede von Benu Berlin bestaunen. Die kreativen Köpfe haben es sich zum Ziel gemacht, Mode nachhaltiger zu gestalten und nutzen bei den Entwürfen deshalb nur recycelte Kleidung. Was aus alter Mode so entsteht, sieht man bei der Berlin Fashion Week.

Schauspieler und Topmodels am Catwalk

Eine Modewoche von internationalem Format lebt jedoch besonders von den Stars, die am Catwalk sitzen und sich fotografieren lassen. Und Berlin konkurriert dabei mit den großen Vier aus Mailand, New York, Paris und London. Wie die Veranstalter im Vorfeld bekannt gaben, werden Katie Holmes, Supermodel Bar Refaeli, Chiara Ferragni und Schauspiel-Ikone Elizabeth Hurley erwartet. Trotz des Starandrangs muss die Berliner Fashion Week gegenüber den großen Modewochen noch aufholen. Wie groß die Modeshows aus Mailand, London, New York und Paris sind, zeigt die Infografik von vouchercloud.de.

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