Guter Wein ist sehr begehrt und wird unter umständen teurer als Gold. Rotweine aus Burgund und Bordeaux erreichen astronomische Preise und sind somit ein beliebtes Anlageobjekt.

Konkurrenz für klassische Anbaugebiete

Während gute Weine oftmals nur in wenigen Ländern hergestellt wurden, ist die Konkurrenz mittlerweile sehr groß und die klassischen europäischen Anbaugebiete wie Wachau, Burgund und Rheingau bekommen kräftige Konkurrenz aus exotischen Regionen. Dazu gehören subtropische Länder wie Indien oder Thailand, aber auch europäische Länder wie Norwegen, Dänemark sowie Moldawien und Rumänien stellen immer bessere Weine her. Begründet wird dies zum einen mit dem Klimawandel, der dafür sorgt, dass Trauben in zahlreichen Gebieten reifer werden, aber auch das verbesserte Weinbergsmanagement trägt entscheidend zu dieser Entwicklung bei. Ebenfalls beitragend zur Entwicklung sind die millionenfach neuen Liebhaber, besonders in Asien, Südamerika und Osteuropa, wo die Wirtschaft dementsprechend boomt. Sowohl für die obere Schicht als auch den neuen Mittelstand dieser Länder ist Wein ein genussvolles Statussymbol, dass von zahlreichen Menschen genossen wird. Einer globalen Studie der Weinmesse Vinexpo zufolge soll der Weinkonsum innerhalb dieses Jahrzehnts um 8,6 Prozent weltweit steigen. Im Jahr 2014 soll der Rekordwert von 27,6 Milliarden Flaschen erreicht werden.

Herstellung

Zu den wichtigsten Produktionsschritten bei der Weinherstellung gehören die Maische, Gärung und das Keltern (Pressen). Die meisten Trauben besitzen ein nahezu farbloses Fruchtfleisch, lediglich die Traubenhüllen besitzen Farbstoffe. Je nach Traubensorte sind die Farbstoffe, rot, gelblich oder dunkelblau. Aus diesem Grund werden bei der Herstellung von Rotwein nach dem Quetschen und Rebeln die Schalen nicht vom Most getrennt. Auf der Maische werden sie anschließend bei einer Temperatur von 20 bis 30 Grad 4 bis 21 Tage gelagert. Je kürzer die Verweilzeit, desto rosiger der Wein. Die Beerenschalen verfügen zudem über Aromastoffe sowie Tannin, wodurch der Rotwein mehr Inhaltsstoffe als Weißwein besitzt. Für einen kräftig gefärbten Rotwein muss die richtige Menge an Gerbstoffen sowie möglichst viel roter Farbstoff aus den Schalen in den Wein gebracht werden. Der gärende rote Saft wird mehrfach gekeltert und zum Wein ausgebaut. Traditionell erfolgt dieses Verfahren in Eichenfässern. Dabei wird der Wein mehrmals umgefüllt und belüftet. Bei hochwertigen Weinen erfolgt nach der ersten alkoholischen Gärung eine zweite maleolaktische Gärung bei höherer Temperatur. Bei diesem Verfahren wird die scharfe Apfelsäure in milde Milchsure umgewandelt.

Lagerung

Innerhalb einer Wohnung können die meisten Weine nicht ideal gelagert werden, sodass Kompromisse eingegangen werden müssen. Ein guter Lagerplatz wäre der Schrank unterhalb der Treppe, Kleiderschränke oder gar die Garage, wobei man hier darauf achten muss, dass die Weine im Winter nicht einfrieren. Die Lagerung in der Küche wird nicht empfohlen, da es hier zu warm ist. Bei der Temperatur sollte darauf geachtet werden, dass sie möglichst stabil ist und sich nicht sprunghaft erhöht oder abfällt. Der ideale Temperaturbereich für nahezu alle Weine liegt zwischen 10 und 13 Grad Celsius. Feuchte Luft stellt für den Wein kein Problem dar, jedoch könnte sich an den Etiketten Schimmel bilden. Zu trockene Luft dagegen ist ein Problem, denn die Korken könnten schrumpfen. Sollte der Stauraum zu trockene Luft aufweisen, sollte ein Luftbefeuchter angeschafft werden. Weine werden in der Regel in dunklen Kellern aufbewahrt. Starkes und helles Licht kann besonders Weißwein negativ beeinträchtigen. Sollte somit kein dunkler Raum gefunden werden, hilft es, eine Decke über die Flaschen zu legen. Das passende Rezept zur Weinherstellung und viele weitere Ratgeber gibt es auf http://www.hilfe-im-netz.com.