Wenn es um alkoholische Getränke geht, greifen Frauen meist zu anderen Alkoholika als Männer. Doch unterscheidet sich eigentlich das Konsumverhalten der beiden Geschlechter wirklich so stark voneinander? Es stellt sich zudem die Frage, ob die Wirkung des Alkohols bei Männern und Frauen unterschiedlich ausfällt?

Der feine Unterschied

Sicher ist die physische Konstitution eines durchschnittlichen Mannes anders als die seines weiblichen Pendants. Im Schnitt vertragen die Herren der Schöpfung demnach sicher ein bisschen mehr Alkohol als Frauen. Es bleibt trotzdem die Frage, wie stark sich die Trinkgewohnheiten unterscheiden und welches Geschlecht öfter über die Stränge schlägt. Generell darf schon einmal festgehalten werden, dass Frauen recht selten Hochprozentiges konsumieren. Mixen steht bei ihnen indes ganz hoch im Kurs: ob leckere, kalte Erfrischungsgetränke aus dem Automaten oder etwaige Milchprodukte – die Hauptsache scheint zu sein, dass man den Alkohol nicht mehr zu stark durchschmeckt. Zudem erfreuen sich Schaumweine und Cocktails bei den Damen größter Beliebtheit. Männer halten es da eher klassisch. Selbstverständlich ist es zuvörderst das Bier, das bei Grillpartys und Fußball-Abenden in Strömen fließt. Hochprozentiges, und hier besonders Whiskey und Wodka, kommt aber auch recht häufig auf den Tisch. Mit Pauschalisierungen sollte man generell aber lieber vorsichtig sein, zumal es in Bezug auf das Konsumverhalten auch einige regionale Unterschiede gibt. Auf dem europäischen Kontinent trinken die Männer mittlerweile schon etwas weniger als noch vor ein paar Jahrzehnten. Die deutschen Frauen stehen – gleich hinter den Britinnen – auf Platz Zwei im weltweiten Konsumentenranking. Auch scheint es immer mehr Damen zu geben, die sich an den Wochenenden das Gläschen Schnapps gönnen.

Frauen werden schneller betrunken

Statistisch gesehen steigt Frauen der Alkohol – ob ihren körperlichen Voraussetzungen – schneller in den Kopf als Männern. Sie zeigen wesentlich früher die typischen Rauschsymptome. Erschwerend kommt dann noch hinzu, dass Frauen in aller Regel über einen höheren Anteil an Fettgewebe verfügen. Selbiges wird nicht so gut durchblutet – der Alkohol kann also schlechter abgebaut werden. Selbstverständlich gibt es immer auch Ausnahmen, doch im Durchschnitt ist die Blutalkoholkonzentration bei Männern bei der gleichen Konsummenge niedriger als bei Frauen. Nach einer durchzechten Nacht benötigen weibliche Konsumenten auch länger, um den Alkohol wieder abzubauen. Im Übrigen setzt dieser Prozess bei den Herren schon im Magen ein, während bei Frauen das Enzym Dehydrogenase erst im Darm aktiv wird. Die Anzahl dieser nützlichen Enzyme ist bei ihnen auch deutlich niedriger, sodass der Alkohol in einer reineren Form bis in den Kopf gelangt. Keine guten Voraussetzungen, um bei einem Wetttrinken an den Start zu gehen!