In Filmen wie „Sherlock Holmes“ (mit Jude Law und Robert Downey Jr.) wird den Zuschauern suggeriert, dass sich die Arbeit eines Detektivs hauptsächlich um Mord und Totschlag in Kombination mit wilden Schießereien dreht. Dabei hat er es im wahren Leben mit alltäglichen Fällen wie Ehebruch, Ladendiebstahl oder Schwarzarbeit zu tun.

Je nachdem, ob es sich bei dem Auftrag um ein persönliches Anliegen wie Unterhaltszahlungen oder Erbschaftsangelegenheiten handelt oder um geschäftliche Hintergründe wie Cyberkriminalität oder Versicherungsbetrug, können die Detektive für gewerbliche und private Fälle engagiert werden. Wie diese im Einzelnen vorgehen und wodurch sich die Ermittler in ihrem Tätigkeitsfeld von Sherlock Holmes unterscheiden, wollen wir wie folgt erläutern.

Der Privatdetektiv

Wenn ein Vater für seine Kinder keinen Unterhalt mehr zahlen will, eine Frau ihren Mann verdächtigt fremdzugehen oder eine Person vermisst wird, kommt der Privatdetektiv zum Einsatz. Er übernimmt alle Fälle, die sich um persönliche Angelegenheiten drehen, die privaten Kunden wiederfahren sind. Besonders oft wird er jedoch engagiert, um einen möglichen Ehebruch aufzudecken: In dem Fall oberserviert er die verdächtige Person und sammelt alle hieb- und stichfesten Beweise, die er seinem Auftraggeber (in der Regel sind es Frauen, die ihre Männer unter Obacht stellen lassen) anschließend vorlegen kann. Diese sind zudem auch vor dem Gericht gültig und können im Sorgerechtsstreit einbezogen werden.

Der Wirtschaftsdetektiv

Im Gegensatz zum Privatdetektiv betreut der Wirtschaftsdetektiv keine privaten Kunden, sondern nur Geschäftsleute. Oftmals wird er von Unternehmen engagiert, die ihre Mitarbeiter verdächtigen, einer unerlaubten Nebentätigkeit nachzugehen oder interne Daten zu missbrauchen. Aber auch Industriespionage, Produktpiraterie oder Mobbing gehören zu seinen Tätigkeitsfeldern, ebenso wie Versicherungsbetrug und Personenschutz, Schwarzarbeit und Konkursbetrug – den Einsatzmöglichkeiten sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Auch hier sammelt der Wirtschaftsdetektiv Beweismaterial, welches vor Gericht gültig ist, und observiert verdächtige Mitarbeiter oder Geschäftspartner.

Der Ladendetektiv

Zu guter Letzt gibt es auch noch den Ladendetektiv, der – wie der Name schon verrät – hauptsächlich in Geschäften anzutreffen ist. Zu seinen täglichen Aufgaben gehört es, Kunden zu beobachten und im Falle eines Diebstahls blitzschnell zuzuschlagen. Aber auch die Mitarbeiter des Ladens stehen oftmals auf der Liste des Detektivs, weil sie unter anderem verdächtigt werden, Waren zu stehlen. Selbst Lieferanten werden hin und wieder beobachtet, da auch in diesem Berufsfeld hochpreisige Produkte hin und wieder verschwinden. Mithilfe von versteckten Kameras und dazugehörigen Monitoren oberserviert er seine Mitmenschen und macht den Langfingern das Leben schwer.