Wer in Erwägung zieht, eine Brust-OP vornehmen zu lassen, sollte im Vorfeld einige Dinge gründlich durchdenken. Zunächst sollten man sich im Klaren über den maßgeblichen Grund sein, der zu der Entscheidung geführt hat. Durch einen operativen Eingriff geht man immer ein Risiko ein. Zudem haben viele Frauen eine falsche Vorstellung von dem Operationsergebnis. Die eigenen körperlichen Anlagen schränken die zu realisierenden Möglichkeiten bedeutend ein. Ein fachkundiger Arzt wird die Patientin daher in einem gründlichen Beratungsgespräch darüber aufklären, welche Vorstellungen realisierbar sind. Darüberhinaus erklärt er ausführlich die verschiedenen Operationstechniken, Materialen und geht auf die Risiken ein. Frauen die ein familäres Brustkrebsrisiko tragen, und sich eine Brustvergrößerung wünschen, sollten besonders vorsichtig sein. Durch die eingesetzten Implantate können bei der Krebsvorsorge die Mammografiebilder verfälscht werden. So übersieht der Arzt möglicherweise Auffälligkeiten. Es ist daher unbedingt notwendig, den Arzt auf die Implantate hinzuweisen. Bei Brustverkleinerungen besteht ein hohes Risiko sie Stillfähikeit zu verlieren oder nur noch eingeschränkt zu besitzen. Generell müssen Frauen, die sich nach der OP noch ein Kind wünschen bedenken, dass eine Schwangerschaft das Operationsergebnis dauerhaft verändert. Außerdem stellen die bei Brustvergrößerungen eingesetzten Implantate für den Körper einen Fremdkörper dar. Der Organismus umhüllt daher die Implantate mit einer Bindegewebskapsel, um den restlichen Körper vor den Fremdkörpern zu schützen. Dabei kann es in seltenen Fällen zu unangenehmen Kapselfibrosen kommen. Die Bindegewebshüllen drücken dabei zu stark auf die Implantate, wodurch sich diese verhärten und Schmerzen auslösen. Ein weiterer operativer Eingriff ist nötig, um die Bindegewebskapseln zu entfernen. Wie bei jeder Operation kann es auch bei einer Brust-OP zu Nachblutungen kommem. Im ungünstigsten Fall muss auch hier der Bluterguss operativ entfernt werden. Zu bedenken ist auch, dass Implantate durch äußere Gewalteinwirkung, die im Sport oder bei Unfällen auftreten kann, beschädigt werden können, und ausgetauscht werden müssen. Darüberhinaus besteht bei einer Operation immer ein Narkose- und Entzündungsrisiko.