Surfen, Telefonieren und E-Mails versenden: Was im deutschen Inland selbstverständlich ist, kann im Ausland schnell zur Kostenfalle werden. Bevor Sie mit Ihrem Smartphone in den Urlaub fahren, empfiehlt es sich daher unbedingt, einige grundsätzliche Dinge zu klären, um teure Überraschungen zu vermeiden. Zwar wurden die internationalen Roaming-Preise gerade erst gesenkt, dennoch sind gerade Reisen ins europäische Ausland oft mit hohen Kosten verbunden. Beachten Sie einfach die folgenden Tipps und Sie können sich auf einen entspannten Urlaub mit Ihrem Smartphone freuen.

Tipp 1 – Mobiles Internet abschalten
In jedem Fall sollten Sie das mobile Internet Ihres Smartphones abschalten, denn zahlreiche Apps und Dienste aktualisieren ständig Informationen wie Wetter und E-Mails – das kann zwar gerade im Ausland sehr nützlich sein, doch den Geldbeutel freut es nicht. Meist bietet das Betriebssystem des Gerätes in den Einstellungen einen entsprechenden Punkt, um die mobile Datenverbindung im Ausland zu unterbinden. Informieren Sie sich auch bei Ihrem Provider nach eventuellen Sonderkonditionen wie Tages- oder Wochenflatrates im Ausland. Damit können Sie problemlos im Internet surfen und Mails verschicken – ansonsten empfiehlt sich die Nutzung von kostenfreien WLAN-Hotspots, die insbesondere in Großstädten häufig zu finden sind.

Tipp 2 – Die SMS als günstige Alternative
Das Schreiben von SMS ist im Ausland mittlerweile bei weitem nicht mehr so teuer wie noch vor einigen Jahren. Derzeit ist der Versand einer SMS im Ausland zum Teil sogar günstiger als im deutschen Inland. Seit dem 1. Juli 2012 darf eine SMS aus dem EU-Ausland nicht mehr als 11 Cent kosten. Bevor Sie also zum Telefon greifen, um einen Anruf zu tätigen: Schreiben Sie doch einfach eine kurze SMS und Ihre Gegenüber weiß Bescheid. Bei wichtigen Telefonaten bieten sich ansonsten auch kostenfreie Dienste wie Skype oder FaceTime an, die zwar eine Verbindung mit dem Internet benötigen, bei einem passenden WLAN-Hotspot für Sie aber gänzlich kostenlos sind.

Tipp 3 – Günstige Netze im EU-Ausland nutzen
Innerhalb der Europäischen Union ist es grundsätzlich gleich, für welches Netz Sie sich entscheiden, denn die Preise sind hier mit dem jeweiligen Provider fest verhandelt. Im EU-Ausland hingegen gibt es zum Teil Exklusiv-Verträge mit einigen Netzanbietern, die beispielsweise Vodafone-Kunden finanzielle Vorteile gewähren. Es empfiehlt sich daher, vor dem Reiseantritt zu prüfen, ob und falls ja mit welchen Netzbetreiber der eigene Provider kooperiert. Im Urlaub sollten Sie dann die automatische Netzwahl ausschalten und das jeweilige Partner-Netz Ihres Anbieters auswählen.

Tipp 4 – Mailbox-Abfrage ausschalten
Früher galt die Mailbox als eine der größten Kostenfallen im Urlaub, denn schon wenn der Anrufer eine Nachricht hinterließ, wurde der Kunde zur Kasse gebeten. Mittlerweile hat die Europäische Union das verboten, doch immer noch gilt: Wer im Ausland seine Mailbox anruft, um Nachrichten abzuhören, der zahlt üblicherweise den Standardtarif. Eine Empfehlung ist daher, die Mailbox im Urlaub komplett auszuschalten – damit kommen Sie nicht in die Versuchung, hinterlassene Nachrichten abzuhören und können im Urlaub bequem ausspannen.

Tipp 5 – Ein Hinweis für Telefonie-Junkies und Vielreisende
Wer auch im Urlaub nicht auf lange Gespräche und mobiles Internet verzichten möchte, der ist mit einer Prepaid-Karte des jeweiligen Urlaubslandes gut beraten. Sie telefonieren dann zu Inlandspreisen und müssen sich nur wenige Sorgen um Ihre Kosten machen, denn Sie bezahlen im Voraus und haben damit immer die Kontrolle über Ihr Budget. Das kann sich übrigens auch für Vielreisende lohnen, die oft in einem bestimmten Land zu Gast sind.

Weitere nützliche Tipps für die reibungslose Smartphone-Nutzung im Ausland sind unter anderem die Internationalisierung der Rufnummern (also jeweils ein +49 für deutsche Rufnummer einspeichern) und die Mitnahme eines entsprechenden Adapters, falls das Urlaubsland andere Steckernormen verwendet. Achten Sie außerdem darauf, welche Frequenzen an Ihrem Zielort verwendet werden: In den USA und Kanada wird beispielsweise ein Triband-Gerät oder ein GSM-1900-Handy benötigt, um das problemlose Telefonieren zu ermöglichen.

Wir wünschen Ihnen einen entspannten Urlaub ganz ohne Smartphone-Kostenfalle!