Schon öfter habe ich meiner Liebsten erzählt, dass ich mich in letzter Zeit ziemlich ausgebrannt und fertig fühle. Da meint sie doch gestern, dafür eine Erklärung zu haben:

„Du, ich habe gestern etwas gelesen.“

„Ja? Was denn?“

“ Du hast doch manchmal erzählt, dass du dich so fertig fühlst. So richtig kaputt.“

„Stimmt. Aber was hast du denn gelesen?“

„Das war ein Artikel über Leute, die ausgebrannt sind. So wie du vielleicht.“

„Ach, findest du mich ausgebrannt?“

„Nein, eigentlich nicht. Aber es geht ja auch mehr um deinen Job. Und du bist ja ziemlich fertig, wenn du nach Hause kommst.“

„So, bin ich das? Aber was stand denn in dem Artikel?“

„Das nennt sich Burn-out! Viele Leute sollen das haben. Es hat etwas mit einer Überlastung im Beruf zu tun.“

„Könnte gut sein. Ich habe das Gefühl, dass sich bei mir immer mehr Arbeit und Probleme auftürmen.“

„Die Menschen, die das betrifft, waren darin eigentlich recht positiv beschrieben. Sie wollen etwas bewegen, aber ziehen sich vielleicht zu viel Verantwortung auf den Tisch oder zu viele Aufgaben. Und dabei wollen sie doch nur das Beste.“

„Hm, richtig. Das will ich auch.“

„Und dann gibt es keine Anerkennung für diese Mühe. Kein Erfolg, oder keiner merkt etwas oder sagt etwas. Dann wird die Kraft immer weniger und sie kommen nicht mehr klar. Sie sollen dann in Depressionen verfallen, stand in dem Artikel.“

„Na ja, noch bin ich nicht so weit, hoffe ich wenigstens. Aber irgendetwas muss ich doch wohl falsch machen. Es kann doch nicht sein, dass ich meine Arbeit nicht schaffe!“

„Doch, das kann sein. Denn bei dem Bemühen, alles richtig zu machen, brennt man ja regelrecht aus! Irgendwo soll doch die Arbeit auch Spaß machen oder man müsste doch wenigstens sehen, dass etwas vorwärts geht!“

„Das stimmt schon. Aber wie könnte ich denn besser zurecht kommen?“

„Das lässt sich so allgemein nicht sagen. Am wichtigsten an dieser Stelle soll sein, dass der Mensch, um den es geht – also du -, wieder besser ins innere Gleichgewicht kommt. Denn nichts kann eigentlich so wichtig sein, dass man alles andere, was einem bisher Freude gemacht hat im Leben, vernachlässigt.“

„Und was schlägt der Artikel vor? Was kann ich tun?“

„Erst mal muss diese innere Anspannung abgebaut werden. Das artet ja in ständigen Stress aus, und du strengst dich schon so immer an. Du musst dich erholen. Dein Bedürfnis nach Erholung und Stressabbau ist das wichtigste. Ich denke auch, wenn du wieder etwas Luft holen kannst, siehst du die ganzen Probleme auch ganz anders und kannst vielleicht Wege für deren Lösung finden.“

„Könnte schon sein. Und wie kann ich mich am besten erholen?“

„Da gibt es viele Möglichkeiten. Stress soll man gut durch leichten Sport abbauen können. Du könntest schwimmen gehen, oder wir sollten etwas häufiger mal zusammen spazieren gehen. Radfahren ist auch nicht schlecht. Und hinzu kommen Entspannungstechniken vieler Art. Du könntest beispielsweise meditieren, mit mir zusammen Yoga machen, Quigong lernen oder meditieren. Könntest du dir das vorstellen?“

„Na, ich weiß ja nicht, ob mir das wirklich helfen würde. Wo hast du denn den Artikel gelesen?“

„Das war im Internet, unter http://www.psychologe.de/beratung/burn-out.“

„Oh, das ist also so ein psychologischer Quatsch?“

„Wieso ist das Quatsch? Ich war auch schon mal beim Psychotherapeuten. Der kann wirklich herausfinden, wie man dir helfen kann und was du vielleicht in deinem Leben ändern solltest, damit es dir besser geht.“

„Ich lese mir erst einmal diesen Artikel durch, ob das wirklich so drin steht. Schlecht wäre es schon nicht, sich mal mit jemandem zu unterhalten, der vom Fach ist.“