Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwierigkeiten, Muskelschmerz und schlimmstenfalls das Burn-Out-Syndrom – dies sind Begleiterscheinungen, unter denen Berufstätige immer öfter leiden. Zu den Hauptursachen gehören Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, Leistungsdruck und Überarbeitung.

Fit im Büro

Pausen fördern die Effizienz am Arbeitsplatz. (Bild: AVAVA – Fotolia)

Auch wenn Arbeitgeber die gesetzlich vorgeschriebenen Pausenzeiten ihren Mitarbeitern zusprechen, sind diese in den wenigsten Fällen auch so effektiv, dass anschließend wieder mit neuer Energie an die Arbeit gegangen werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten Pausen intelligent eingerichtet und genutzt werden. Dies kommt dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber gleichermaßen zugute.

Konsequenzen bei langen Pausen oder Pausenwegfall

In der Regel begleitet lediglich eine Mittagspause den Arbeitsalltag. Das Frühstück, falls überhaupt, wird oftmals während der Arbeit, direkt am Büroschreibtisch, eingenommen, ohne diese niederzulegen. Manche Berufstätige arbeiten vollständig durch, um den Feierabend nicht zu gefährden. Andere wiederum nutzen ihre längere Pause für Besorgungen oder Erledigungen. Hier kann sich der Körper nicht entspannen und das Gehirn nicht abschalten, sondern der Zeitdruck, rechtzeitig wieder am Arbeitsplatz sein zu müssen, erhöht sogar den Druck. Man ist gestresst und die permanente Anspannung schlägt schnell in erhöhte Abgeschlagenheit und geringere Leistungsfähigkeit um.

Die hohe Nutzungsdauer des Internets und das lange Blicken auf den PC-Bildschirm strapazieren die Augen, das stundenlange Sitzen im Bürostuhl lässt Muskeln und Bewegungsapparat verkrampfen und versteifen, was zu Schmerzen führt. Eigene PCs und Handys werden oftmals auch im Job genutzt, was zusätzlich Geist und Körper beansprucht. Die Folge sind Kopfschmerzen und insbesondere Ermüdungserscheinungen, die eine Mehranstrengung bei der Arbeitsverrichtung erfordern und somit negativ auf Motivation und Konzentration wirken. Wer sich langfristig diesem Stress aussetzt, gefährdet zudem seine Gesundheit und Fehler in der Arbeitsverrichtung sind die Regel.

Kurze Pause für ein effektives Arbeiten

Kurze, aber mehrmalige Pausen über den Tag verteilt, sind insbesondere für die Gesundheit von Vorteil, wenn sie effektiv genutzt werden. Es ist erwiesen, dass die ersten zehn Minuten einer Pause die entspannendsten und effektivsten Wirkungen zeigen.

Kurze Pausen sorgen insbesondere an der frischen Luft und mit gezielten Bewegungsübungen für neuen Schwung. Muskeln können sich erholen und das Gehirn wird mit frischem Sauerstoff versorgt. Das vermeidet Kopfschmerzen, vermindert das Ermüdungsrisiko und beugt Beschwerden am Bewegungsapparat vor. Zudem regen frische Luft und ein kurzer Spaziergang die Durchblutung an, was Muskeln mit neuer Energie versorgt und das Gehirn wieder leistungs- und aufnahmefähig macht.

So unterstützen Arbeitgeber die optimale Pause

Damit Pausen positive Auswirkungen auf die Gesundheit und die Arbeitsqualität zeigen, sollten Berufstätige in diesen etwas Ablenkung finden. Arbeitgeber können ihren Beitrag dazu leisten, indem sie für diese Ablenkung sorgen. Das Aufstellen eines Kickertischs ist beispielsweise eine gute Möglichkeit den Arbeitnehmer, Ablenkung zu gönnen, um so den Kopf freizubekommen und anschließend wieder frisch an die Arbeit zurückkehren zu können. Auch sind Ruheräume von Vorteil, denn nur zehn Minuten dösen reichen schon aus, um die Seele baumeln zu lassen und sich, insbesondere von Routinearbeiten, zu regenerieren.