Anghörige, die aufgrund ihres Alters oder einer fortgeschrittenen Krankheit im Alltag auf Hilfe angewiesen sind, können durch ambulante Pflegedienste in vielen Dingen häuslich betreut und unterstützt werden. Bei der Wahl von geeignetem Personal sollte neben Qualifikationen und ständiger Verfügbarkeit vor allem Sympathie eine große Rolle spielen.

Häusliche Pflege als Hauptaufgabe

Die Entscheidung zur häuslichen Pflege von Verwandten ist für viele Angehörige nicht einfach, nicht nur, weil dies mit der eigenen Berufstätigkeit schwierig zu vereinbaren ist. Sowohl die körperliche als auch die psychische Belastung kann extrem sein. Aus diesen Gründen bestehen zusätzlich verschiedene Betreuungsmöglichkeiten. Einerseits können, bei  höheren Pflegestufen, Pflegeheime oder betreute Wohngemeinschaften als Alternative gewählt werden, andererseits kann die Entscheidung auch auf einen ambulanten Pflegedienst fallen, der den Pflegebedürftigen in seiner gewohnten Umgebung im Alltag unterstützt.

Dieses Dienstleistungsunternehmen beschäftigt dabei Mitarbeiter verschiedenster Qualifikationen, die nicht nur die Pflege des bedürftigen Menschen nach SGB XI übernehmen, sondern ebenso die Erfüllung sämtlicher anderer Aufgaben anbieten.

Anforderungen, die bei der Auswahl zu beachten sind

Es ist wichtig sich vorab Gedanken zu machen, in welcher Form die Pflege oder andere Dienstleistungen vollzogen werden sollen, um so genauere Details klären und eine bessere Patientenversorgung durch umfangreiches Versorgungsmanagment gewährleisten zu können.

Besonders der Eindruck, der beim ersten Aufeinandertreffen beider Parteien entsteht, ist entscheidend und kann bereits über Zusage oder Absage entscheiden. Ist die Sympathie gegeben, sollte der Blick auf den Mitarbeiterstamm gerichtet werden. Es gilt zu erfragen welche Erfahrungen und Qualifikationen das gesamte Pflegepersonal aufweist. Das Team sollte vor allem meist gleich bleiben, da eine sehr enge Nähe zwischen Pflegern und Pflegebedürftigem entsteht und aufgebaut wird. Als zusätzliche Kriterien gelten eine schnelle Erreichbarkeit sowie die Konzeptierung der Pflegebehandlung, die bereits zum Anfang geklärt werden sollte. Daneben sollte ein Kostenvoranschlag aufgestellt werden. Das Erstgespräch sollte weitestgehend alle Fragen beantworten und in einer ruhigen Atmosphäre stattfinden.

Pflegestufen sind leistungsentscheidend

Es gibt verschiedene Pflegestufen, die vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) nach Antragstellung vergeben werden. Diese werden je nach Bedarf in der Grundpflege, Mobilität und der Hilfe im Haushalt in die Stufen 1, 2 und 3 eingeteilt. Die Pflege kann als Sachleistung komplett vom Pflegedienst übernommen werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit eine Kombileistung in Anspruch zu nehmen. Die Angehörigen und der Pflegedienst teilen sich dabei das entsprechende Pflegegeld.

Einen guten qualifizierten Pflegedienst zu finden, gestaltet sich nicht immer einfach. Zur Entscheidungshilfe kann bei den Pflegekassen eine Liste erfragt werden, die auch im Internet zu finden ist. Die ambulanten Pflegedienste werden dabei einmal jährlich vom Medizinischen Dienst auf Qualität und Quantität geprüft und benotet.