Meine Liebste hat ein äußerst seltenes Hobby: Schuhe. Wäre da nicht die schwierige Beschaffung… Läden suchen, voll und stickig, Personal mau, usw. Nun hat sie das Online-Shopping im Internet entdeckt.
“Du, wie geht das eigentlich so im Internet?”
“Was genau möchtest du denn tun?”
“Ich habe hier prima Flip-Flops gefunden, und nun?”
“Im Internet?? Auf welcher Seite denn?”
“Shop Web Buffi irgendwas www. Sieht schön aus.”
“Ahhh ja. Gut. Und was ist jetzt deine Frage??”
“Kann ich die jetzt da irgendwie bestellen?”
“Ja Schatz. Leg die Schuhe in den Warenkorb und geh zur Kasse.”
“Dein Fachchinesisch! Ich habe das doch noch nie gemacht!”
“Oh, äh… sorry, ich wusste gar nicht, dass…”
“Nee, lass nur. Ich finde das hier schon raus. So, mal schauen…”
“Da unten rechts jetzt klicken…”
“Lass mich doch mal machen! Kann ja nicht so schwierig sein.”
“Gut Schatz, aber wenn du Fragen hast…”
[Meine Liebste vergräbt sich und ich höre es ca. 347-mal klicken.]
“Du? Schatz? Ich habe jetzt 6 Paar Schuhe im Warenkorb.”
“Das freut mich… Kann man da auch Schuhschränke bestellen?”
“Nein, ich meine, ich will ja nur ein 1 Paar! Und jetzt?”
“Schmeiße einfach die Schuhe raus, die du nicht haben willst.”
“Das geht hier aber nicht. Blödes Internet, ich habs gewusst!”
“Ganz ruhig, Moment… Trage da anstelle der 6 eine 1 ein.”
“Ach so, ja, geht. Danke, jetzt komme ich wieder allein klar.”
“Soll ich nicht vielleicht doch…”
“Nein, aber vielen Dank Schatz. Geh, geh…!”
[Es verstreichen bestimmt 10 Minuten ohne einen einzigen Klick...]
“Du? Schatz? Was ist denn SSL?”
“Eine Verschlüsselungstechnik, die gewährleistet, dass deine persönlichen Daten sicher übertragen werden.”
“Aber die haben doch meine Daten noch gar nicht!”
“Nein, noch nicht, aber du wirst sie gleich eingeben müssen und das ist dann eben sicher.”
“Ich möchte doch nur die Schuhe kaufen, sonst nichts!”
“Ja, aber die müssen doch irgendwo hingeliefert werden, oder?”
“Das ist ziemlich kompliziert, finde ich. Also Bestellen klicken.”
“Ich geh dann mal wieder, Schatz…”
“Du kannst mich doch jetzt nicht alleine lassen! Hilf mir mal!”
“Aber du wolltest doch…”
“Jajaja, jetzt komm und sag mir die Anschrift von deiner Firma.”
“VON MEINER FIRMA??”
“Die wollen da eine Lieferadresse und ich bin ja nie hier.”
“Ach so, naja… Gut, also dann nimm diese Adresse hier…”
“Fein! So und jetzt brauche ich nur noch deine Kreditkarte.”
“BITTE?? M-E-I-N-E KREDITKARTE???”
“Ja ich habe doch keine und das geht hier nur mit Kreditkarte!”
“Ach und da muss ich jetzt noch DEINE Schuhe bezahlen, oder was?”
“Jetzt stell dich nicht so an, das sind nur 4,99 EUR.”
“Soll das heißen, du bestellst jetzt seit einer Stunde Schuhe für 5 Euro??”
“Genau diese gibts woanders aber nicht und es sind 12,89 EUR.”
“Schatz, ich bin deutlich über 30, bitte, bitte, mein Blutdruck…”
“Naja Versandkosten kommen ja noch dazu und…”
“Ist schon gut, hier, nimm meine Kreditkarte… Ich kaufe mir eine neue.”
“Geht denn das??”
“NEIN! NEIN, natürlich nicht! Du kannst ja auch kein Geld kaufen!”
“Ach so, schade. Warum regst du dich denn so auf?”
“Egal. Hast du sonst noch Fragen? SCHATZ??”
“Nö. Alles gut! Hoffentlich passen die Schuhe, die gabs nämlich nur noch in eine Nummer kleiner…”
Kopfschüttel…











Meine Liebste und ich wollen heute beim Bremer Triathlon als klatschende Zuschauer teilnehmen. Wir haben gedacht, das sei ein guter sportlicher Einstieg und darüber hinaus eine nette Sonntagsbeschäftigung. Das Wetter ist instabil; wir gehen bei Sonnenschein mutig trotzdem los. Wir sind ja nicht aus Zucker…
Meine Liebste hat einen tollen Job, aber sie muss dafür auch sehr viel arbeiten. Ich bin stolz auf sie, aber manchmal nervt es auch, wenn es abends sehr spät wird. Sie sitzt dann an ihrem Computer und tippt und tippt und tippt… Wir haben zuhause zwei Computerarbeitsplätze.
Meine Liebste kennt sich aus im Straßenverkehr und auch mit dem Autofahren im allgemeinen. Sie ist viel unterwegs und daher kennt sie alle Tricks im alltäglichen Kampf auf deutschen Straßen. Am Wochenende muss ich meistens fahren, da sie dann keine Lust hat. Wir kehren im Anschluss an ein paar gemeinsame Erledigungen nach Hause zurück.
Meine Liebste benötigt für unseren Herbsturlaub noch diverse Kleinigkeiten: einen leichten Sommerrock, Flip-Flops mit Blume drauf (wichtig) und vor allem “irgendwas schönes”. Also fahren wir in eine Fabrikhalle, die nur aus Outlet-Stores besteht. Ganz coole Sache übrigens.
Es war lange schonmal fällig; und jetzt haben meine Liebste und ich ein neues Bett angeschafft. Alle wichtigen Kriterien wurden beachtet: es ist elegant und groß, hat die richtige Farbe, die Matratzen super, dekoriert drumherum, neue Bettwäsche, und so weiter. Wir liegen abends drin.
Meine Liebste achtet sehr auf ihr Äußeres. Wie alle Frauen möchte Sie geliebt, beachtet und gelobt werden, und das natürlich auch hören. Des Mannes Kampf um die Gunst ist oftmals schwer und birgt Geheimnisse, die sich auch nach jahrelanger Erfahrung noch nicht gelüftet haben.
Meine Liebste hat wunderschöne lange dunkle Haare, die mit unterschiedlichen blonden Strähnen durchzogen sind. Das erfordert natürlich – oder leider – eine intensive Pflege. Wir sitzen morgens beim Kaffee in der Küche und unterhalten uns.
Erholungszeit am Ostseestrand, 34 Grad, ein laues Lüftchen weht meiner Liebsten und mir um die Nasen. Einfach am Wasser liegen, entspannen, lesen, träumen.
Der erste Tag unseres Kurzurlaubes, wunderbar. Meine Liebste und ich sind auf dem Weg zur Ostsee. Im Auto entwickeln sich immer attraktive Gespräche.
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