Ausgeliebstet, wenn…

18. November 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sind in meinem Auto unterwegs zu Bekannten, die wir schon seit langem mal wieder besuchen wollten.
Zirka eine Stunde Fahrt nach Hannover, also genug Zeit, ein paar Gespräche zu führen. Allerdings sind wir auch bald da…

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich habe mir was überlegt.”
“Oha…”

“Warum sagst du denn jetzt OHA??”
“Naja, ähm, also wenn du schon sagst, dass…”

“Du weißt doch aber noch gar nicht, worum es geht??”
“Das stimmt wohl, aber…”

“Nichts aber, ich kann ja auch einfach gar nichts sagen!”
“Nein, nein, ich, also…”

“-”
“-”

“-”
“Liebste?”

“Nix Liebste!!”
“Aber…”

“Wenn das so weiter geht, dann hat es sich bald ausgeliebstet!”
“Ausgeliebstet??”

“Naja, du weißt schon.”
“Hä?? Was??”

“Jetzt stell dich doch nicht dumm!”
“Keine Ahnung, was??”

“Naja, ich meine, dann ist Schluss mit lustig!”
“Lustig??”

“Ende im Gelände!”
“Ähm…”

“Finito! Schicht im Schacht!”
“Das ist eine sehr bildhafte Sprechweise, Schatz.”

“Ausgeschatzt hat es sich dann!!”
“Ausgeschatzt??”

“Und Süße kannst du dir dann auch in die Haare und so!”
“Ach so, ich dachte schon, es hätte sich dann ausgesüßt.”

“Machst du dich über mich lustig??”
“Machst du dich über mich lustig??”
“Machst du dich über mich lustig??”

“Würde ich nie, mein Schnuppelhase…”

“Lass das und nenn mich nicht so! Es ist ernst!!”
“Was ist ernst??”

“Du bist böse zu mir!”
“Ich?? Ich höre dir doch bloß aufmerksam zu!?”

“Du mir??”
“Ja. Und ich stelle lediglich ein paar Rückfragen.”

“Es hat sich bald ausgefragt, mein Lieber!!”
“Und was dann??”

“Wie was und dann!”
“Naja, was passiert dann, wenn alles vorbei ist??”

“Mit uns?”
“Sprichst du denn nicht von uns??”

“Doch! Ich spreche natürlich von uns!”
“Sage ich doch!”

“Was genau jetzt??”
“Ich habe dich doch gefragt!”

“Hä??”
“Was gibt es denn da jetzt nicht zu verstehen??”

“Ich weiß überhaupt gar nicht mehr, wovon wir reden!”
“Ich auch nicht…”

“Echt nicht??”
“Ja, aber ich wusste es schon von Anfang an nicht…”

“Komisch, oder?”
“Was?”

“Da redet man miteinander und weiß gar nicht, worüber??”
“Du wolltest mir was erzählen…”

“Ach ja!”
“Schön, und was?”

“Ich habe mir was überlegt, das wollte ich sagen!”
“Oha…”

“OHA?? OHA?? O-H-A??”
“Oha.”

“Warum sagst du denn jetzt schon wieder OHA??”
“Och, also…”

“DU bist so doof!”
“Liebste, ich…”

“Wenn das so weiter geht, dann hat es sich bald ausgeliebstet!!”
“Ähm… Geht das jetzt wieder von vorne los alles??”

“Ja, aber mit einem Unterschied.”
“Aha, und der wäre??”

“Vergiss nicht, was du gerade sagen wolltest.”
“Ich??”

“Ja.”
“Ich wollte nichts sagen!? DU wolltest doch was sagen!?”

“Egal, merk dir einfach, wo wir stehengeblieben sind!”
“Warum??”

“Wir sind gleich da, lass uns nachher weiterreden.”

Kopfschüttel…

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Sag doch mal, hol ich dir!

16. November 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich kommen am Sonntagabend so gegen 20.45 Uhr nach Hause, nachdem wir einen Tag mit unseren Verwandten verbracht haben.
Irgendwie ist das eine blöde Uhrzeit; nicht gerade früh, aber auch nicht spät…
Was tun?

“Schatz, ich glaube, du möchtest noch fernsehen.”
“Was?? Süße, was ist denn mit dir los??”

“Wieso, was soll denn sein??”
“DU schlägst vor, dass ICH noch fernsehe??”

“Warum denn nicht?”
“Was ist los, hast du was angestellt??”

“Nein! Ich habe nichts angestellt! Warum??”
“Naja, ähm…”

“Ich dachte, du würdest das bestimmt gerne noch gucken.”
“Gucken?? Was denn?”

“Das Bourne Ultimatum. Auf RTL.”
“Oh! Und wann kommt der??”

“Läuft schon.”
“Läuft schon??”

“Läuft. Seit viertel nach acht.”
“Aber dann… Dann läuft der ja schon ne halbe Stunde??”

“Ja, na und?”
“Ähm…”

“Da ist doch bestimmt noch gar nichts passiert.”
“Schatz, gut ein Drittel des Filmes ist schon vorbei…”

“Wieso, ich meine, jeder weiß doch, was da passiert.”
“So?? Du kennst Jason Bourne??”

“Spielt der da mit?”
“Ähm, ja, der, ähm… Spielt da mit, ja…”

“Das war ja vorhersehbar.”
“Ja…”

“Also willst du den Film nun sehen oder nicht??”
“Nee; ich hasse es, erst nach einer halben Stunde einzuschalten.”

“Aber der soll super sein, der Film! Steht in der Zeitung!”
“Ja, ich weiß.”

“Also kennst du den schon oder was?”
“Klar.”

“Dann ist es doch erst recht OK, jetzt noch einzuschalten!”
“Nee, lass mal, danke.”

“Du guckst jetzt den Film und Basta!”
“Sag mal… Willst du mich irgendwie loswerden??”

“Nee, wieso?”
“Och, nur so ein Gedanke…”

“Du gehst schon mal aufs Sofa und ich hole Salzstangen.”
“Liebste! Da stimmt doch irgendwas nicht!?”

“Schatz, es ist alles in Ordnung!”
“Rück raus mit der Sprache!”

“Ich möchte dir nur einen Gefallen tun, sonst nichts!?”
“Aber…”

“Ich freue mich doch, wenn es dir gut geht!”
“Aha…”

“Ich bin so froh, dass ich dich habe und…”
“Ich freue mich auch, dass ich dich habe.”

“Ich hab dich soooo doll lieb!”
“Ich dich auch, Süße.”

“Gehst du jetzt aufs Sofa?”
“Ja.”

“Schön. Dann kannst du es dir gut gehen lassen.”
“Ja… Kommst du denn nicht mit??”

“Ich?? Nein. Mich interessiert der Film nicht so…”
“Na gut, aber was machst du denn dann jetzt??”

“Ich?”
“Du. Ja.”

“Ich ähm, ich wollte noch was alleine ausprobieren.”
“Aha, und was?”

“Naja, wie man Baumwolle bleicht und wieder weiß macht.”
“Wie man Baumwolle bleicht??”

“Ja. Das wollte ich immer schon mal ausprobieren…”
“Aber…”

“…mit Kaltentfärber, das ist keine leichte Sache!”
“Schön, aber wieso musst du denn…”

“…ist ja Baumwolle, denke ich, weil…”
“…Liebste! WAS zum Kuckuck willst du bleichen??”

“Ich WILL gar nichts!”
“Und was MUSST du bleichen, bitte?? Doch wohl nicht…”

“Schatz, du verpasst ja den ganzen Film!”
“Sag mal, sind meine Hemden nicht aus Baumw…”

“Salzstangen oder lieber Flips?? Sag doch mal, hol ich dir!”

Kopfschüttel…

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Unterbewusstsein

12. November 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste sitzt im Wohnzimmer auf dem Sofa und liest eine Zeitung, als ich am Abend von der Arbeit nach Hause komme.
Dabei hat sie das Heft genau vor der Nase; auch mein “Hallo” kann sie nicht dazu bewegen, das Heft zu senken…
Was das jetzt bloß wieder bedeutet…

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße…”

“Sag mal, weißt du eigentlich, wie man richtig flirtet?”
“Ähm…”

“Zum Beispiel, wie man ein gutes Gespräch führt?”
“Naja, also… Wieso, muss ich mit irgendjemandem flirten??”

“Ja, mit mir.”
“Mit dir??”

“Warum denn nicht??”
“Nun ja, warum nicht, stimmt irgendwie, wobei…”

“Du willst nicht mit mir flirten??”
“Schon, aber…”

“Was ABER!!”
“Es würde schon helfen, wenn du die Zeitung runter nimmst…”

“Ach so, na gut.”
“Sehr schön.”

“So, und jetzt müssen wir uns unterhalten.”
“Aha, und, ähm…”

“Du musst mich was fragen am besten, steht hier.”
“Ich muss was fragen??”

“Wer fragt, der führt, steht hier.”
“Na schön… Wie war dein Tag?”

“Das fragt man doch nicht, wenn man flirtet!!”
“Aha, gut, dann, ähm… Wo hast du denn diese schicke Bluse her?”

“Wieso fragst du mich das??”
“Naja, ich sollte doch, also…”

“Oder sollte das ein Kompliment sein??”
“Ähm, ja.”

“Ach so, ja, das steht hier auch. Komplimente sind Klassiker.”
“Und was steht da noch so?”

“Ehrlichkeit ist Trumpf.”
“Gilt das jetzt für Frauen oder auch für Männer?”

“Gibt es da einen Unterschied??”
“Nein, nein, ähm… Nein, nein…”

“Das Unterbewusstsein merkt, ob es der andere ernst meint.”
“Ich bin noch nie mit einem Unterbewusstsein ausgegangen…”

“Blödmann!”
“Haha!”

“Jetzt flirte doch mal mit mir!”
“Liebste, wir kennen uns doch aber schon ewig!?”

“Na und??”
“Naja, ich meine, Flirten ist doch sowas wie Kennenlernen, oder??”

“Tu doch einfach mal so, als würden wir uns nicht kennen!”
“Na schön.”

“Und?”
“Was und??”

“Warum sagst du jetzt nichts??”
“Ich warte lieber, bis du mich ansprichst.”

“Du kannst mich doch wohl mal was fragen??”
“Du sagst doch immer, ich soll keine fremden Frauen anquatschen!”

“Ja, das stimmt auch, aber mich darfst du. Ausnahmsweise.”
“OK, dann jetzt, also:”

“Ich bin sehr gespannt…”
“Hallo Puppe, heute schon was vor?”

“Ähm…”
“Ich hab meine Handynummer vergessen, bekomme ich deine??”

“DAS nennst du flirten??”
“Wieso? Ich arbeite schließlich beim ADAC.”

“Beim ADAC?? Was soll das denn jetzt??”
“Ja. Ich bin Abschlepper, verstehste?”

“Boah, ist mir schlecht plötzlich…”
“Ja, aber trotzdem schöne Bluse!”

“Du bist so doof!”
“Danke. Aber im Bett bin ich viel besser.”

“Hör auf jetzt! Das ist kein Flirten!”
“Du wolltest doch unbedingt!”

“Aber nicht so!”
“Sondern wie??”

“Frag doch mal ganz lieb, ob ich dich kennenlernen möchte?”
“Das ist ja langweilig…”

“Frag schon!”
“Hey Schönheit, möchtest du mich vielleicht kennenlernen?”

“NEIN! Und jetzt schieß innen Wind, aber zackig!”
“Ähm…”

“…und: du darfst ab jetzt jederzeit andere Frauen ansprechen!”

Kopfschüttel…

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Feuer und Flamme

9. November 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sind an diesem November-Sonntag auch am frühen Nachmittag noch nicht so richtig wach; dennoch: eigentlich ist es ein ganz schöner Tag.
Trotzdem ist das Sofa für mich heute der ideale Platz, um den Rest des Tages zu verbringen.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich dachte mir, wir machen einen Spaziergang.”
“Aha.”

“Draußen ist schönes Wetter.”
“Naja, geht so…”

“Wollen wir los?”
“Ich weiß nicht…”

“Du sitzt schon den ganzen Tag da rum!”
“Ja, und ich bin hier sehr zufrieden.”

“Hast du denn keine Lust, nach draußen zu gehen?”
“Naja, wenn ich es mir recht überlege, also…”

“Schön! Dann lass uns gehen!”
“Nein, nein, ich meinte das eigentlich anders, also…”

“Du gehst doch gerne mit mir spazieren, oder?”
“Ja, schon, aber…”

“Prima. Ich nehme mir einen Schal mit.”
“Och Schatz, muss denn das wirklich sein, ich meine…”

“Sag doch einfach, wenn du keine Lust hast!”
“Ich habe keine Lust.”

“Ach was, wenn wir erst mal unterwegs sind, kommt das schon!”
“Warum fragst du mich denn dann überhaupt??”

“Ich dachte, dass du was anderes antwortest.”
“Also nochmal: ich möchte hier heute einfach sitzen bleiben.”

“Kannst du ja auch.”
“Danke.”

“Wir sind ja in einer Stunde wieder da.”
“Liebste, kannst du nicht eine deiner Freundinnen, ich meine…”

“Soll das heißen, du willst nicht mit MIR spazieren gehen??”
“Nein, das soll nur heißen, dass du HEUTE jemand anderes…”

“Das finde ich ja jetzt total doof!”
“Ich wollte ja bloß einen Vorschlag machen!?”

“Als wir uns kennengelernt haben, war das nicht so!”
“Was!”

“Da hast du nicht einfach nur auf dem Sofa rumgesessen!”
“Wie bitte??”

“Wenn ich spazieren gehen wollte, warst du Feuer und Flamme!”
“Schatz, es geht doch NUR um heute, eine Ausnahme sozusagen!”

“Mir geht es ja auch nur um heute!”
“Man kann doch mal unterschiedlicher Meinung sein, oder??”

“Was hat denn das jetzt mit Meinungen zu tun??”
“Naja, ich meine, so Lust, Laune, Motivation und so!”

“Willst du damit sagen, dass ich dich demotiviere??”
“Nein, ich will heute einfach auf dem Sofa rumlümmeln, sonst nichts!”

“Blödmann!”
“Nervensäge!”

“Spielverderber!”
“Geh doch spazieren, wer hindert dich denn!?”

“Du!”
“Ich?? Da! Da ist die Tür, geh!”

“Aber du willst ja nicht, dass wir spazieren gehen!”
“Richtig! Das sagte ich bereits mehrfach!”

“Gut, dann bleib eben da sitzen.”
“DANKE!!”

“Mir ist aber langweilig…”
“Himmel, Schatz, du machst mich echt wahnsinnig…”

“OK, schön. Dann rufe ich jetzt Tine und Birgit an.”
“Genau. Braves Mädchen.”

“Bei Susi habe ich mich auch schon lange nicht mehr gemeldet…”
“Ruf sie alle an, sehr gute Idee.”

“Meinst du das ernst??”
“Ja, warum denn nicht?”

“Ich hätte gedacht, dass dir das nicht passt…”
“Nee, nee, ich halte das für eine sehr gute Idee.”

“Prima.”
“Gut.”

“Haben wir denn genug zu trinken?”
“Was? Wofür??”

“Na, wenn ich die alle zu uns einlade jetzt?”
“Was?? HIER HIN?? Du willst die ganzen Weiber alle HIER HIN…”

“Du hast doch gesagt, dass sei eine gute Idee!”
“Moment mal, ich dachte dass du mit denen spazieren gehen willst??”

“Nee, wieso?”
“Weil, weil…”

“Gib mal das Telefon bitte…”
“Aber Schatz, warte, Moment…”

“Gut, dass du nicht spazieren gehen wolltest! Danke!”

Kopfschüttel…

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Update-Server

4. November 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich entspannen an der Bremer Schlachte im Anschluss an einen 3-stündigen Einkaufsbummel durch die Bremer Innenstadt.
Was gibt es Schöneres, als an einem freien Tag mitten in der Woche in die Stadt zu fahren…
Nun ja, immerhin sind wir fast durch, zumindest betont die Liebste, sie habe jetzt alles.

“Schatz, wie spät ist es eigentlich?”
“Schau selbst, Süße:”

[Ich halte der Liebsten meine Armbanduhr vor die Nase, damit sie selbst nachschauen kann.]

“Ach, das ist ja toll!”
“Was bitte ist jetzt toll?”

“Es ist ja noch nicht einmal vier Uhr!”
“Ähm… Wie bitte??”

“Wieso?”
“Schatz es ist zwanzig nach vier!?”

“Ach was, es ist gerade mal so um vier Uhr.”
“Es ist 16.21 Uhr, um genau zu sein, also fast halb fünf!”

“Dass du immer alles so pessimistisch sehen musst!”
“Hallo?? Ich sage doch nur, was auf der Uhr steht??”

“Für mein Gefühl ist es erst so um vier, die paar Minuten da, pff!”
“Du bestimmst also anhand deiner Gefühle die Uhrzeit??”

“Klar, warum denn nicht?”
“Wenn mich jemand fragt, wie spät es ist, dann doch wohl, um…”

“Jetzt stell dich doch nicht so an, ist doch egal, wie spät es ist!”
“Das finde ich nicht, du hast mich schließlich gefragt.”

“Ich wusste gleich, dass es so um vier Uhr herum sein muss.”
“Es ist aber kurz vor halb fünf!?”

“Nein, es ist etwas nach vier.”
“Liebste, manchmal glaube ich, dass du ein Alien vom Mond bist…”

“Quatsch!”
“Doch. Das würde auch zu deinen Mondzeiten passen…”

“Also wenn, dann komme ich vom Mars.”
“Von mir aus auch das…”

“Oder von der Venus.”
“Wie auch immer…”

“Venus ist besser, ich komme von der Venus.”
“Schön. Also bist du eine Außerirdische, ja?”

“Wenn dir das Spaß macht, dann bin ich eine Außerirdische, ja.”
“Und dort haben die grünen Männchen DICH zusammengebaut??”

“Ist doch gut geworden, oder??”
“Jaja, doch… Die Hülle ist ganz gut, aber…”

“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Das Betriebssystem funktioniert noch nicht so richtig…”

“Betriebssystem??”
“Ja… Du bräuchtest mal ein Service Pack, Update oder Fix oder so.”

“Warum??”
“…um einige grundlegende Funktionen zu verbessern.”

“Zum Beispiel??”
“Zum Beispiel, um die Uhrzeit von einer Uhr ablesen zu können!”

“Bei uns auf der Venus gibt es wöchentliche Updates.”
“Ach, tatsächlich??”

“Ja. Jede Woche neue Funktionen und alles!”
“Komisch! Die scheinen aber bei dir gar nicht anzukommen!”

“Kein Wunder. Kann ja auch nicht.”
“So?? Und warum das??”

“Weil ich hier auf der Erde keine Verbindung zum Server habe.”
“Mist…”

“Aber dafür haben die auf der Venus eine Lösung gefunden.”
“Ja? Welche denn??”

“Die haben hier einen Laden für manuelle Updates eingerichtet.”
“Und wo ist der??”

“Bei H&M. Los, lass uns da hingehen, ich brauche Updates!”

Kopfschüttel…

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Zickzack

1. November 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich haben in der Wohnung überall Laminat, Parkett und Fliesen; nur unter dem Wohnzimmertisch liegt ein dunkelbrauner Teppich: das sei viel schöner für die Füße, sagt die Liebste.
Nachdem ich nun die ganze Wohnung gesaugt habe, plane ich, mich schön aufs Sofa zu setzen…

“Schatz, hast du eben gerade Staub gesaugt?”
“Ja, habe ich, Süße.”

“Im Wohnzimmer auch?”
“Ja.”

“Aha. Schön! Sehr gut!”
“Danke, Staub saugen ist auch eine schwierige Angelegenheit…”

“Hast du den Staubsauger schon wieder zurück gestellt?”
“Nein, er steht noch im Flur.”

“Ah, sehr gut.”
“Gut?? Liebste, was ist los mit dir??”

“Wieso? Was soll mit mir sein?”
“Kein: `räum den weg!´ oder `da steht er aber im Weg rum!´??”

“Nö, ich brauche ihn ja noch.”
“Jetzt?? Wofür??”

“Ich muss den Teppich im Wohnzimmer noch machen.”
“Habe ich schon. Oder glaubst du, den lasse ich aus??”

“Ich weiß, dass du den auch gemacht hast.”
“Und was soll das dann jetzt?”

“Du hast das Muster vergessen.”
“Wie bitte??”

“Das Muster, das auf dem Teppich entsteht.”
“Du meinst dieses Zickzack-Muster von der Düse??”

“Ja.”
“Und DESWEGEN willst du jetzt noch einmal, ich meine…”

“Wenn das Muster da nicht richtig ist, fühle ich mich nicht wohl!”
“Was??”

“Wenn da das Muster ist, dann weiß ich: alles ist sauber.”
“Es IST alles sauber!”

“Aber das Muster ist nicht richtig.”
“Na und??”

“Ich möchte da aber das Muster haben!”
“Das muss ich jetzt nicht wirklich verstehen, oder?”

“Nein.”
“Gott sei Dank…”

“Ich mache das eben schnell…”

[Meine Liebste schnellt an mir vorbei und holt den Staubsauger erneut ins Wohnzimmer.
Mittlerweile wundert es mich nicht mehr, dass die Liebste einen SAUBEREN Teppich erneut reinigt; als Mann lernt man ja mit den Jahren, dass Frauen da ihre ganz eigenen Maßstäbe haben...
Aber wenn ich mir jetzt so anschaue, mit wie viel Begeisterung und Sorgfalt die Liebste mit dem Staubsauber ein Zickzack-Muster in den Teppich macht, frage ich mich schon, ob sich ein Mann wirklich an alles im Leben gewöhnen (lassen) muss...]

“So, fertig.”
“Ja…”

“Sieht das jetzt nicht frisch und gut aus??”
“Tja, also, ähm…”

“Dass du für sowas aber auch nicht ein Fünkchen Gespür hast!”
“Doch, sehr schön, nur wenn man, ich meine…”

“Was meinst du?”
“…wenn man jetzt zweimal rüber gelaufen ist, ist es ja wieder weg!?”

“Da hast du ausnahmsweise mal absolut Recht.”
“Aha, und, ähm…”

“…und deswegen läufst du da jetzt erst mal nicht mehr rüber!”

Kopfschüttel…

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Schmeckt´s?

27. Oktober 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen am Esstisch im Wohnzimmer und beginnen, das Abendessen zu verspeisen, das die Liebste soeben gezaubert hat.
Putengeschnetzeltes mit Soße, Pilzen und Kartoffeln: das hat sie wirklich sehr lecker hingekriegt!

“Na? Schmeckt´s dir denn?”
“Sehr gut, Süße, sehr lecker!”

“Naja…”
“Naja?? Hey, das ist super!”

“Ich weiß nicht, also ich finde das nicht so dolle…”
“Tatsächlich? Also mir schmeckt´s.”

“Du kannst es ruhig sagen, wenn es dir nicht schmeckt!”
“Aber es schmeckt mir doch!?”

“Das glaube ich nicht.”
“Liebste, das ist SEHR lecker. Hast du gut gemacht.”

“Du hast ja auch nur ganz wenig genommen.”
“Wir haben doch auch gerade erst angefangen??”

“Normalerweise machst du dir den Teller immer voll!”
“Erstens stimmt das gar nicht und zweitens…”

“…zweitens finde ich das doof, dass du es nicht sagst!”
“Was sagen??”

“Dass es dir nicht schmeckt!”
“Es schmeckt mir aber! Entschuldigung, dass es mir schmeckt!!”

“Ehrlich?”
“Ja…”

“Holst du dir denn noch was?”
“Ja, ich hole mir noch was. Gleich zumindest.”

[Eine Viertelstunde später habe ich den dritten Teller leer geputzt.
Ich weiß gar nicht, was die Liebste hat, ich könnte mich da REINLEGEN!
Jetzt reicht es aber auch, ich zerdrücke das letzte Stück Kartoffel in der Soße und dann ist Schluss...]

“Du hast ja alles aufgegessen!?”
“Ja… Jetzt bin ich auch echt voll…”

“Und das, obwohl es dir nicht geschmeckt hat!”
“Schatz! Hör jetzt auf, ICH war wirklich sehr zufrieden!”

“Das sagst du ja bloß, damit ich nicht beleidigt bin.”
“Nein, ich sage es, weil es sehr lecker war, DARUM!”

“Also mein Fall war das echt nicht.”
“Das tut mir natürlich leid, aber mir hat es geschmeckt.”

“Das kann ich gar nicht glauben!”
“Hallo?? Ich habe alles aufgegessen, was willst du denn noch??”

“Das ist ja klar, dass du alles aufgegessen hast.”
“So?? Was soll das denn jetzt heißen??”

“Das hast du nur gemacht, um davon abzulenken, dass es dir nicht geschmeckt hat!”

Kopfschüttel…

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Den da!

19. Oktober 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich betreten am Abend das Hansa-Haus in Syke, um dort einen oder zwei Cocktails zu trinken.
Zuerst jedoch muss natürlich ein passender Tisch gefunden werden, und es ist schon recht voll hier für diese Uhrzeit…
Aber: wir haben Glück!

“Du Schatz, sollen wir den da nehmen, den Vierer-Tisch?”
“Klar, warum nicht, Süße.”

“Ist der nicht zu groß für uns?”
“Nö. Wir nehmen den einfach.”

“Und wo möchtest du sitzen?”
“Ich setze mich auf die Bank.”

“Und ich?? Wo soll ich sitzen??”
“Na setz dich doch da auf den Hocker!?”

“Nee, ich will auch auf die Bank.”
“OK, Süße…”

“Wobei das ja schon ein bisschen blöd ist so…”
“Wieso?”

“Na weil ich dich ja so gar nicht angucken kann!”
“Ich habe mich kaum verändert in den letzten Minuten.”

“Ich will dich aber ansehen können, wenn ich mit dir rede!”
“Ach? Reden wollen wir auch??”

“Ich setze mich doch auf den Hocker.”
“Schön. Von mir aus… Frauen…”

“So ist´s besser.”
“Ähm, Liebste, jetzt sitzen wir ja versetzt??”

“Na und?”
“Naja, ich meine, das ist ja jetzt auch doof, oder?”

“Dann setz dich doch zu mir rüber?”
“Und warum setzt du dich nicht einfach auf die andere Seite??”

“OK.”
“OK.”

“Mann, warum setzt du dich denn jetzt auch anders??”
“Ich dachte, ich soll tauschen??”

“Nein, ich wollte tauschen!”
“Was soll´s, dann setz dich wieder auf deinen alten Platz.”

“Ich finde es hier aber besser, glaube ich.”
“Liebste, das gibt´s doch gar nicht, klappt das heute noch!?”

“Warum maulst du mich denn jetzt an??”
“Weil du hier schon wieder einen Zirkus aufführst!”

“Wer hat sich denn umgesetzt, du doch!?”
“Ich??”

“Ja, du!”
“Ich setze mich jetzt noch EINMAL um, und dann ist Schluss!”

“Ich mache das aber nochmal ganz anders jetzt.”
“Anders??”

“Wir machen das einfach über Eck.”
“Über Eck??”

“Ich setze mich jetzt einfach hier auf die Ecke.”
“Auch gut. Und warum setzt du dich dann nicht, Süße?”

“Gleich, jetzt drängel doch nicht so!”
“Ich frage mich nur, warum du jetzt da noch stehst!?”

“Ich setze mich ja gleich.”
“Aha. Schön. Und was hindert dich jetzt daran, bitte??”

“Ich muss erst noch auf Klo.”
“Himmel, diese Frau, ich werde noch wahns…”

“Aber halt mir den Hocker frei!”

Kopfschüttel…

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Kapitän Spock

12. Oktober 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich haben beschlossen, einen Videoabend zu machen. Naja, eigentlich hat die Liebste mehr meinem ewigen Jammern nachgegeben…
Aber egal, wir stehen also in der Videothek vor den vielen Regalen und müssen nun zwei Filme aussuchen.

“Was wollen wir denn jetzt gucken??”
“Ähm, das wollte ich dich auch gerade fragen, Süße.”

“Hm… Also ich gehe mal da bei den Komödien stöbern.”
“Na gut, dann schaue ich mal hier bei den Neuigkeiten.”

“Was?”
“Wie was?”

“Du willst da hingehen?”
“Ja, wieso?”

“Und ich gehe dort hin??”
“Ja nicht??”

“Ich dachte, wir wollten was zusammen aussuchen!”
“Wollen wir ja auch, aber wir fangen ja gerade erst an!?”

“Das finde ich doof, wenn du hier bist und ich da!”
“Na schön, dann komme ich eben erst einmal mit zu den Komödien.”

“Nein, nein, schau du ruhig hier, wenn du unbedingt willst.”
“Nein, es ist kein Problem, ich gehe mit dir mit.”

“Brauchst du aber nicht!”
“Aber du hast mich doch gebeten??”

“Habe ich nicht.”
“Nicht??”

“Nein, ich sagte nur, dass ich das schöner fände.”
“Also gehen wir dann jetzt zusammen zu den Komödien oder nicht!?”

“Na das fängt ja schon ganz toll an!”
“Wieso, was ist denn??”

“Ich wusste, warum es keine gute Idee ist, mit dir in eine…”
“Liebste, wir werden ja wohl EINMAL einen Film aussuchen können!”

“Aber du willst ja immer andere Sachen sehen, als ich!”
“Das weißt du doch noch gar nicht!?”

“Ich sehe doch, was du dir zuhause so anschaust!”
“Was denn??”

“Na zum Beispiel dieses ‘Stirb endlich’ da…”
“STIRB LANGSAM, der Film heißt STIRB LANGSAM.”

“Oder so, von mir aus. Und dann das mit der Nummer.”
“Was für eine Nummer??”

“Na der heißt doch ‘Stirb endlich 4.0′, oder nicht?”
“LANGSAM! Es heißt LANGSAM 4.0.”

“Jaja, aber Vier Punkt Null, was soll denn das??”
“Wie meinst du das??”

“Naja, gibt es auch 3.1, oder 4.5.2 oder so?”
“Nein, gibt es nicht…”

“Eben, da ist doch schon der Titel Schwachsinn!”
“Der Titel ist doch völlig egal, es geht um den Film!”

“Pff! Das ist genauso doof wie Star Wars.”
“Was?? Star Wars?? Was ist denn jetzt damit nicht in Ordnung??”

“Naja, übersetzt heißt das doch Sternenkrieg, oder?”
“So in etwa, Krieg der Sterne vielmehr.”

“Eben, und das hat doch mit der Handlung gar nichts zu tun!”
“Wie bitte?? Natürlich!”

“Quatsch! Es geht nur um das blöde Raumschiff.”
“Oh Gott, Meister Yoda wird sich im Grabe umdrehen…”

“Yoda ist das grüne Ding, oder? Ich kenne nur Kapitän Spock.”
“Spock?? Spock ist Erster Offizier, nicht CAPTAIN!”

“Und wer ist dann der Kapitän da??”
“Das ist CAPTAIN Kirk! Aber was hat das denn mit Star Wars zu tun??”

“Ist das nicht das mit Raumschiff Enterprise?”
“Himmel! Das, was du meinst, ist STAR TREK! Nicht STAR WARS!”

“Hört sich aber ziemlich ähnlich an…”
“Oh Gott, wenn das so weiter geht, muss ich mich gleich hinsetzen…”

“Was denn!? Ich kenne mich da nicht so aus, na und??”
“Schatz, das ist nun wirklich fast schon Allgemeinbildung!”

“Du kennst dich ja bei ‘Anna und die Liebe’ auch nicht aus.”
“..worauf ich stolz bin. Und vergleichen kann man das auch nicht!”

“Na schön, aber wir gucken heute nichts mit Raumschiffen, ja?”
“Von mir aus…”

“Und auch nichts, wo ein Typ 564 Leute umlegt, ja?”
“Nein.”

“Schön, weil das ist ja auch wieder total unrealistisch.”
“Aha. Und du als bekannte Actionfilm-Kritikerin weißt sowas??”

“Wieso, das weiß ja wohl jeder!”
“Was genau jetzt weiß JEDER?”

“Dass die 40-60 Patronenmagazine dabei haben müssten.”
“Wer?? Was??”

“Naja wenn so ein Magazin 12 Schuss hat, dann müsste…”
“Liebste, können wir das auch später vertiefen, also ich meine…”

“Aber ich möchte, dass wir was ausleihen, was etwas echter ist.”
“Ich weiß zwar immer noch nicht, was du meinst, aber…”

“Das kann ich dir ja zeigen.”
“Na schön, dann bin ich gespannt, was du aussuchst…”

[Meine Liebste schleicht angespornt um die Regale mit den Komödien herum, wobei ich anstelle des Videothekenbetreibers eher "Schnulzenecke" drübergeschrieben hätte.
Nachdem ich meiner Liebsten anfangs noch gefolgt bin, schweifen meine Blicke mittlerweile ab und zu mal ab, hin zu den Playstation-Spielen gegenüber.
Plötzlich tippt mir die Liebste auf die Schulter.]

“Hier, sowas meine ich.”
“Was? Den Film? Was ist das denn?”

“Schau.”
“Ähm… DEN willst du sehen??”

“Ja. Du auch?”
“Ähm…”

“DER ist aus dem Leben, der ist lustig und anspruchsvoll!”
“Aber…”

“Da gibt es keine Bekloppten, die wild um sich ballern.”
“Das nicht, aber…”

“Und komische Außerirdische auch nicht.”
“Naja, das, ähm…”

“Also nehmen wir den mit? Bitte!”
“Aber Schatz, hast du den denn nicht schon 50-mal gesehen??”

“Na und?? Du guckst dir doch Stirb 28.6 auch 1.000-mal an!”
“Schon, aber ich dachte, wir leihen uns mal was Neues aus?”

“Der ist immer aktuell. Zeitlos, sozusagen.”
“Muss das sein, ich meine, seit 20 Jahren müssen Frauen diesen…”

“Pretty Woman ist ein Klassiker! Und es gibt einen, nicht 6.0.”
“Hör jetzt auf mit dieser blöden Nummerierung!!”

“Siehst du, jetzt sagst du es schon selbst!”
“Liebste, können wir eventuell auch was anderes nehmen?”

“Du meinst, etwas, was uns beiden gefällt?”
“Gott sei dank, was bin ich froh, dass du das sagst!”

“OK, dann weiß ich schon, was wir nehmen.”
“Und was?”

“Dirty Dancing, der steht gleich neben Pretty Woman.”

Kopfschüttel…

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Was ist da drin?

8. Oktober 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich machen, was man ab und zu leider mal machen muss: wir räumen unsere Abstellkammer auf.
Ich frage mich, warum das immer wieder nötig wird, obwohl doch eigentlich immer klar ist: DIESER Raum darf nicht vollmüllen! Tja…

“Schatz, was ist in der Kiste da?”
“In der da oben auf dem Regal, Süße?”

“Ja; was ist da drin?”
“Da sind die Weihnachts-Keksdosen drin.”

“Wir haben Keksdosen für Weihnachten??”
“Haben wir. Allerdings sind es nicht unsere.”

“Und warum stehen die dann hier??”
“Naja, wir haben sie wohl nie zurück gegeben…”

“Das heißt dann also, dass die auch keiner mehr vermisst?”
“Das würde ich mal annehmen, aber…”

“Gut, dann schmeißen wir die Dinger weg, ja?”
“Das würde ich nicht machen, weil…”

“Hallo?? Die müssen schon seit Jahren da stehen!”
“Tun sie ja auch, aber ich würde die trotzdem nicht…”

“Schatz! Aufräumen heißt auch Wegwerfen!”
“Na das sagt ja genau die Richtige!”

“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Also wenn hier jemand nicht wegwirft, dann du!”

“Wann habe ich denn was nicht weggeworfen??”
“Sollen wir mal einen Test machen?”

“Was denn für ein Test??”
“Ich beweise es dir, ist kein Problem!”

“Kannst du nicht!”
“Doch.”

“Na da bin ich ja jetzt mal gespannt!”
“Gut. Also: DAS hier, DAS schmeißen wir weg.”

“Was! Die Blumenstangen??”
“Ja, die Blumenstangen.”

“Aber die brauchen wir doch!”
“Wofür??”

“Zum Blumen hochbinden!”
“Und wo haben wir Blumen, die hochgebunden werden müssen??”

“Ähm…”
“Eben! Und deswegen kann der alte Kram weg!”

“Auf keinen Fall!”
“Warum nicht??”

“Es könnte ja sein, dass ich das noch mal brauche.”
“Wofür denn??”

“Wenn ich morgen eine Ranke kaufe, zum Beispiel.”
“Bitte?? Seit wann willst du denn eine Ranke kaufen??”

“Könnte doch sein?”
“Du wolltest noch NIE eine rankende Pflanze haben!”

“Das hat sich aber gerade eben geändert.”
“Pff! Das glaube ich dir nicht!”

“Ist aber so.”
“Siehst du, du kannst eben nichts wegwerfen!”

“Ich werfe doch nichts weg, was ich noch brauche!”
“NIEMALS wirst du die blöden Stangen noch brauchen!”

“Die kommen nicht weg, und basta!”
“Siehst du, genau DAS wollte ich beweisen.”

“Ganz toll, das ist aber kein Beweis.”
“Sondern??”

“ICH beweise es dir jetzt.”
“Ach ja?? Und was bitte??”

“Ich werfe jetzt die gammeligen Keksdosen weg.”
“Und gerade DIE wirfst du besser nicht weg.”

“Wieso denn nicht?? Da tue ich eh nichts rein!?”
“Darum geht es auch nicht.”

“Die kommen weg.”
“Das erklärst du dann aber deiner Mutter, nicht ich!”

“Wieso meiner Mutter??”
“Weil ihr diese Dosen eigentlich gehören.”

“MEINER MUTTER??”
“Ja.”

“Warum sagst du mir das denn nicht??”
“Wollte ich ja, aber du lässt mich ja nicht!”

“Natürlich werfen wir die dann NICHT weg!”
“Schön. Also gibst du sie deiner Mutter dann zurück?”

“Nein.”
“Nein??”

“Auf keinen Fall.”
“Warum nicht??”

“Weil sie mich dann fragt, warum ich die so lange hatte.”
“Und??”

“Das ist mir viel zu peinlich.”
“Und warum schmeißen wir sie dann nicht einfach weg??”

“Es kann ja sein, dass sie mich irgendwann danach fragt!”

Kopfschüttel…

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