Meine Liebste und ich sitzen gemeinsam in der Küche an unserem kleinen Tisch und essen Bananen und Mandarinen.
Nicht, weil wir ständig Bananen und Mandarinen essen, sondern weil der Reifestatus der sich auf dem Obstteller befindlichen Früchte bedenkliche Formen angenommen hat.
“Man sollte viel öfter Obst essen.”
“Ja Süße, das stimmt.”
“Eigentlich esse ich gerne Mandarinen, aber die sind schwierig.”
“Dass die da auch keine Bedienungsanleitung beilegen…”
“Nein, ich meine das Schälen. Das nervt.”
“Nur noch zwei, dann haben wir sie ja aufgegessen.”
“Schatz?”
“Ja?”
“Ich muss da noch etwas mit dir besprechen.”
“Geht es um Mandarinen?”
“Nein.”
“Um Bananen?”
“Nein, jetzt hör mir doch mal zu!”
“Jaja, also was musst du mit mir besprechen?”
“Schau mal, ich habe bei Tchibo neue Geschirrtücher gekauft.”
“Brauchten wir welche?”
“Ja, weil die neuen hier, die passen jetzt zur Tischdecke.”
“Naja. Mit etwas Fantasie kann man das so sagen, ja.”
“Ich finde, dass die passen, siehst du? Hier?”
“Ja, gut. Schön. Danke, dass wir darüber gesprochen haben.”
“Nein, es geht ja um etwas ganz anderes.”
“Warum habe ich damit bloß gerechnet…”
“Wir haben ja auch noch die alten, die gestreiften.”
“Ja. Und?”
“Die finde ich eigentlich auch schick.”
“Schatz, komm zur Sache, ja?”
“Du benutzt die falsch.”
“Bitte?? Die Geschirrtücher?”
“Ja, weil… Schau dir das alte hier mal an!”
“Es ist alt, na und?”
“Es ist vor allem ganz fleckig und speckig.”
“Wir benutzen es ja auch schon sehr lange. Und wieso SPECKIG??”
“Weil du damit immer Kaffeeflecke und Saft und so aufwischst.”
“Ich??”
“Ja wer trinkt denn hier Kaffee?? Ich doch wohl nicht!”
“Nein, aber du trinkst Tee, schwarzen Tee. Fleckenmachertee.”
“Nein, ein Geschirrtuch benuzt man eben nur zum Abtrocknen.”
“Und du willst sagen, dass ich deine neuen Tücher nicht verwenden soll.”
“Das nicht.”
“Nicht? Was denn dann?”
“Schau, ich hänge die neuen Tücher jetzt neben die Spüle.”
“Gut. Und?”
“Und die alten Geschirrtücher hänge ich in den Schrank.”
“Ich kann dir folgen.”
“Wenn du jetzt wieder kleckerst, dann…”
“Wieso denn ich??”
“Weil du ein Schussel bist; also dann nimmst du…”
“Ich bin kein Schussel!”
“OK, also wenn ich kleckere – was nie vorkommt – dann…”
“…dann soll ich die alten Tücher nehmen, richtig?”
“Ja. Und wenn wir die Küche sauber machen, oder was anderes.”
“Immer die alten?”
“Ja, oder auch für den Wohnzimmertisch oder deinen Computer.”
“Mein Computer ist niemals nass.”
“Ich habe aber deine Monitore da schon mehrmals gewischt.”
“Mit einem nassen Tuch??”
“Natürlich, sonst geht der Dreck ja nicht ab.”
“Du spinnst wohl! Mach das mit deinem eigenen!”
“Ich meine es doch nur gut!”
“Danke Schatz, ich liebe dich, aber lass die Finger von den Monitoren, ja!?”
“Oder die Pflanzen.”
“Was denn jetzt für Pflanzen??”
“Die Geschirrtücher, wenn du mal die Blätter sauber machst.”
“Das passiert nicht so oft…”
“Jedenfalls nimmst du dafür dann ein altes Geschirrtuch.”
“Gut, OK, von mir aus, was soll´s. Mache ich.”
“Das ist doch eine gute Idee, oder?”
“Ja, sehr schön… Du Schatz?”
“Ja?”
“Sag mal… Auch wenn das jetzt vielleicht eine doofe Frage ist…”
“Was denn?”
“Was machen wir denn mit den NEUEN Geschirrtüchern?”
“Wie meinst du das?”
“Ja also, sie hängen ja nun da. Passend zur Tischdecke.”
“Und?”
“Was darf ich denn nun mit den neuen Tüchern sauber machen?”
“Das Geschirr natürlich.”
“Nur das Geschirr?”
“Was denn sonst?”
“Die Fenster vielleicht? So zum nachwischen?”
“Nein.”
“Aha. Und meine Uhr? Oder deine Ringe?”
“Nein.”
“OK… Und was ist mit den Küchenblenden oder den Blumenvasen?”
“Nein.”
“Nur das Geschirr??”
“Ja was, es heißt doch auch Geschirrtuch, oder??”
“Hm.”
“Was?”
“Gut, dann spüle ich jetzt das Geschirr und du trocknest ab.”
“Bitte?? Dafür haben wir ja wohl eine Spülmaschine!”
Kopfschüttel…











Meine Liebste und ich sind zu Bett gegangen. Wir diskutieren noch ein paar Vorzüge unserer brandneuen Bettwäsche und der Moment des Einschlummerns steht kurz bevor.
Meine Liebste und ich haben entschieden, dass wir uns im neuen Jahr ein bisschen gesünder ernähren wollen.
Meine Liebste muss leider für einige Tage beruflich verreisen. Fast eine ganze Woche wird sie unterwegs sein und ihre sorgfältigen Reisevorbereitungen fallen – wie immer – recht umfangreich aus.
Meine Liebste und ich sitzen an unserem Wohnzimmertisch und spielen das “Spiel des Lebens”. Ähnlich wie Monopoly, aber einfacher und witziger. Und vor allem ist eine Runde nach einer halben Stunde durch.
Meine Liebste und ich sind im Auto unterwegs, um Freunde zu besuchen. Während ich mich aufmerksam durch den Verkehr auf Deutschlands Autobahnen kämpfe, nickt meine Liebste auf dem Beifahrersitz für eine halbe Stunde ein.
Meine Liebste und ich klappern über die Feiertage unsere Familien und Freunde ab. Insbesondere bei unseren Eltern gibt es natürlich jedesmal reichlich zu essen, das heißt: Kräfte einteilen! Wir haben bereits den ersten Gang hinter uns.
Meine Liebste und ich feiern jetzt Weihnachten. So mit allem Drum und Dran. Die aufwendige Planung der nun kommenden Tage ist abgeschlossen, alle Familienbesuche minutiös geplant und wir überlegen noch, ob wir auch nichts vergessen haben.
Meine Liebste und ich zappen durch das abendliche Kabelfernsehen. Es ist schon immer bedenklich, wenn die Programmnummer die 12 übersteigt.
Meine Liebste und ich schlendern über den schönen Bremer Weihnachtsmarkt. Neben den vielen kleinen Krimskramshäuschen, die selbstverständlich alle ausgiebig begutachtet werden, gibt es natürlich auch jede Menge Imbiss-Buden mit allerlei delikaten Leckereien.
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