Amerikaner, Muffin, Amerikaner, Muffin, ... (photocase.de © Chocolat)Meine Liebste und ich haben heute wieder etwas ganz besonderes gemeinsam: Wochenende!
Ein freier Nachmittag ermöglicht mir des weiteren heute das seltene Erlebnis, ein paar Stunden vor meiner Liebsten zuhause zu sein.

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, weißt du, was jetzt los ist?”

“Wieso, was ist denn??”
“Es ist WOCHENENDE!”

“Ja, endlich, endlich Wochenende, super.”
“Was hast du da in der Hand?”

“Ich habe uns was mitgebracht!”
“So? Was denn? Was zum essen?”

“Ja, ich war beim Bäcker. Einen Amerikaner und einen Muffin.”
“Super!”

“Du kannst wählen, ob du den Muffin oder den Amerikaner willst.”
“Hm… Ach, ist eigentlich egal.”

“Egal ist Otto von hinten.”
“Oder 88.”

“Möchtest du den Muffin haben?”
“Möchtest du den Amerikaner?”

“Erst musst DU sagen, was du haben willst.”
“Schatz, es ist mir egal, ich mag beides.”

“Ich aber auch!”
“Ist das ein Schokoladenmuffin?”

“Ja, willst du den?”
“Nein.”

“Also den Amerikaner?”
“Du kannst den auch essen, wenn du möchtest.”

“Schatz!”
“Was denn?”

“Sag jetzt, was du haben willst!”
“Aber ich weiß es doch nicht. Entscheide du.”

“Nein du!”
“Na schön, dann nimm du den Amerikaner.”

“Und du den Muffin?”
“Ja, der bleibt dann ja auch nur noch übrig.”

“Ich hätte gedacht, dass du den Amerikaner willst.”
“Jetzt nehme ich eben den Muffin.”

“Du kannst auch den Amerikaner haben, Schatz?”
“Nein, lass.”

“Du kriegst den Amerikaner. Ich esse den Muffin.”
“Auch gut.”

“Also doch!”
“Was?”

“Du wolltest doch den Amerikaner!”
“Nein, nein, ich wollte den Muffin.”

“Und warum sagst du das dann nicht?”
“Müssen wir das jetzt so ausführlich…”

“Immer muss ich entscheiden!”
“Ähm…”

“Und wenn ich dann entscheide, dann passt es dir nicht!”
“Das stimmt doch gar nicht!”

“Amerikaner, Muffin, Amerikaner, Muffin, …”
“Kriege ich jetzt den Muffin?”

“Nein!”
“Und warum nicht?”

“Du wolltest doch den Amerikaner!”
“Also Moment: noch einmal von vorn, ja…?

“Was von vorn?”
“Frag mich noch mal. Also wie eben am Anfang, ja?”

“Möchtest du den Schokomuffin oder den Amerikaner?”
“Schatz, das ist aber lieb, ich möchte den Muffin essen.”

“MANN!”
“Was ist jetzt wieder?”

“Du verblödelst mich doch!”
“Wieso?? Was ist jetzt wieder falsch?”

“Noch mal: möchtest du den Muffin oder den Amerikaner!”
“Ähm, aber…”

“MUFFIN ODER AMERIKANER!”
“Ich… Ich möchte gerne den… Amerikaner?”

“Gut, kriegst du eben den Amerikaner.”
“Danke, Schatz…”

“Ich mag Amerikaner ja eigentlich lieber, aber…”
“WAS??”

“Iss nur, ich verzichte und futtere den Muffin.”
“Ja, das, also…”

“Dafür habe ich jetzt aber was gut bei dir!”

Kopfschüttel…

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Erschreckend vorhersehbar

16. April 2007, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Erschreckend vorhersehbar (photocase.de © mägs)Meine Liebste und ich laufen – mal wieder – durch die Bremer Innenstadt. Seit Stunden.
Eigentlich ist es aber wohl eher so, dass ich meiner Liebsten auf der Suche nach einer neuen Handtasche (Sommer-Edition) hinterher renne.
Aber es kann nicht mehr allzu lange dauern, irgendwie habe ich das im Gefühl; die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt…

“Lass uns noch einmal da hinten schauen, ja?”
“Ja, Süße. Dahinten. Gerne. Natürlich.”

“Nur noch in die Passage und dann entscheide ich mich.”
“Ähm… Du entscheidest dich? Wofür??”

“Na für eine Tasche natürlich.”
“Aber bisher gefiel dir doch keine Einzige?”

“Doch, wohl! Da waren doch schöne Taschen bei?”
“Naja schon, aber du hast doch keine gekauft?”

“Ich habe ja auch noch gar nicht alle gesehen.”
“Alle in Bremen? Oder sollen wir noch Hamburg mit dazu nehmen!?”

“Du willst jetzt noch nach Hamburg?”
“NEIN!”

“Ach so, ich dachte schon. Gute Idee eigentlich.”
“Also wenn wir Madrid auch noch durchkämmen wollen, müssen wir jetzt zum Flughafen.”

“Nee, ich muss jetzt auch hier was finden.”
“Gott sei Dank…”

“Ich muss nämlich schon die ganze Zeit aufs Klo.”
“War ja klar, weiß ich.”

“Wieso? Wieso weißt du das?”
“Weil du immer aufs Klo musst, Schatz.”

“Gar nicht!”
“Doch, das merkt man daran, dass du dann schneller wirst.”

“Schneller? Wobei denn!?”
“Du gehst dann schneller.”

“Gar nicht!”
“Doch! Das kann ich EINDEUTIG spüren! Du wirst schneller!”

“So? Das ist mir noch gar nicht aufgefallen…”
“Oder wenn dir kalt ist. Dann auch.”

“Was du so alles über mich weißt…”
“Ja. Es ist erschreckend.”

“Was? Was ist erschreckend? ERSCHRECKEND??”
“Wie vorhersehbar du bist.”

“Bin ich gar nicht!”
“Ach nein? Na wenn du dich da mal nicht täuschst…”

“Wieso? Was mache ich denn gleich? Sag mal!”
“Du wirst eine Tasche kaufen.”

“Na toll, dass ist ja keine Kunst. Pff…”
“Schon, aber ich weiß bereits, welche!”

“Und welche?”
“Die, die wir ganz am Anfang gesehen haben, die braune.”

“Die war schick, aber viel zu teuer.”
“Richtig, aber du wirst sie trotzdem kaufen.”

“Werde ich nicht!”
“Doch, wirst du, weil du keine andere mehr findest.”

“Ja toll! Hier findet man ja auch nichts Vernünftiges!”
“Sage ich doch.”

“Soll ich die braune echt kaufen?”
“Du kannst sie auch klauen, aber davon rate ich ab.”

“Die ist schon toll…”
“Mein reden. Ich weiß es schon seit zwei Stunden.”

“Das ist ja wohl meine Entscheidung! Wie willst du das wissen?”
“Ja habe ich recht oder habe ich recht!?”

“Du weißt ja immer alles.”
“Ähm… Schatz?”

“Was ist?”
“Warum gehst du schon wieder schneller?”

“Tue ich doch gar nicht!”
“Und ob! Warum gehst du nicht da im Café Paris aufs Klo?”

“Ich muss gar nicht so nötig.”
“Und warum rennst du denn dann so!?”

“Keine Ahnung, aber irgendwie habe ich jetzt Hunger…”

Kopfschüttel…

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Ich habe keine schlechte Laune!

12. April 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Ich habe keine schlechte Laune! (photocase.de © dreamlab)Meine Liebste und ich sitzen im Wohnzimmer auf unserem Sofa. Während ich beiläufig einen anderen Radiosender suche, spielt meine Liebste an dem Reißverschluss ihrer “Wohlfühljacke” rum.
Mit gesenktem Kopf macht sie dazu ein beleidigtes Schmollgesicht.

“Hmm mhmmh hmmm hm…”
“Was ist los, Süße? Hast du was?”

“Nein.”
“Aha. Wirklich nicht?”

“Nein, es ist nichts.”
“Und warum schmollst du dann? Nur so?”

“Wieso? Kann ich nicht einfach mal hier sitzen?”
“Doch, aber…”

“Hör auf, mich auszufragen!”
“Oh, da hat aber jemand ganz schlechte Laune, was?”

“Na und? Darf ich das nicht auch mal?”
“Du darfst.”

“Heute ist ein doofer Tag.”
“Und warum? Was war denn?”

“Boah, kann ich nicht einfach mal schlecht drauf sein?”
“Natürlich, entschuldige. Ich frage nicht mehr. Tschüß!”

“Wo gehst du hin?”
“Ich wollte rüber zum Computer und…”

“Toll. Ganz toll, Schatz.”
“Soll ich nicht?”

“Du kannst natürlich machen, was du willst.”
“Na ich dachte, wo du doch so schlechte Laune hast…”

“Ich habe keine schlechte Laune!”
“Sondern?”

“Ich bin frustriert.”
“Und wa…”

“Frag mich jetzt nicht, warum!”
“Schön, dann nicht. Lach doch mal!”

“Willst du mich jetzt aufheitern, oder was??”
“Naja, ich dachte…”

“Du bist ein Blödmann.”
“Ja vielleicht, aber ich bin DEIN Blödmann!”

“Ich bin kuschelbedürftig.”
“Wie bitte??”

“Du könntest mich ja mal in den Arm nehmen.”
“Das ist mir im Augenblick viel zu gefährlich, Schatz.”

“Ich bin gar nicht gefährlich bin ich nicht!”
“So?”

“Ich bin frustriert.”
“Ja, aber du sagst mir ja nicht, warum!”

“Du könntest mir ja auch einfach vertrauen.”
“Vertrauen? Dass du einen guten Grund hast, oder was?”

“Ja.”
“Nein.”

“Was nein?”
“Nein, da vertraue ich dir nicht.”

“Warum denn nicht??”
“Weil ich dich kenne, es ist bestimmt nur wieder Kleinkram.”

“Meine Probleme sind also Kleinkram für dich??”
“Nicht alle, Schatz.”

“Ach, und welche nicht??”
“Ähm, also, ich…”

“Was habe ich denn für große Probleme, bitte schön??”
“Ich dachte, du hättest irgendein großes Problem?”

“Wieso?”
“Du bist doch frustriert, oder nicht?”

“Na und? Ist das gleich ein großes Problem?”
“Naja, das dachte ich?”

“Ist es nicht!”
“Also ist eigentlich alles in Ordnung?”

“Nein, es ist schrecklich alles.”
“Schatz, ich habe nur noch cirka 40 Jahre zu leben und…”

“Gut, also schön, ich sage es dir.”
“Danke! Danke! Danke!”

“Jetzt hör zu!”
“Ja Schatz, ich bin ganz Ohr. Was ist denn nun los?”

“Ich habe heute Morgen eine große Packung Batterien gekauft.”
“Das ist natürlich bitter, ja… Wie schrecklich!”

“Manno, ich bin doch noch gar nicht fertig!”
“Ach so, kann ja keiner ahnen… Also Batterien, und weiter?”

“Für den Milchaufschäumer in der Küche.”
“Lebenswichtig, absolut. Gut gemacht, Schatz.”

“Und dann habe ich noch die Batterien der Küchenuhr erneuert.”
“Waren die denn leer? Ach, vergiss die Frage…”

“Naja, und dann bin ich auf diese dumme Idee gekommen…”
“Aha. Dumme Idee.”

“Es ist zum heulen.”
“Was denn für eine Idee??”

“Ich habe noch etwas repariert.”
“Und?? Was denn?”

“Die Körperfettwaage.”

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Alles, was du willst

8. April 2007, aus der Schublade Essen und Trinken

Alles, was du willstMeine Liebste und ich nehmen Platz in einem Café um die Ecke. Die Liebste möchte sich gerne eine Eisschokolade genehmigen, während ich mich schon sehr auf den Käsekuchen freue. Neben den Leckereien bietet das Café Ambiente auch eine Sonnenterasse mit Blick auf die Weser; genau das richtige für die erste Frühlingssonne.

“Endlich kann man wieder draußen sitzen!”
“Ja Süße, wenn Sonne da ist, ist es schon richtig warm.”

“Gut, dass wir hier draußen einen Platz gekriegt haben.”
“Tja, man muss ab und zu eben auch mal Glück haben.”

“Herrlich!”
“Wunderbar!”

[Meine Liebste möchte eine Eisschokolade; was ja an sich nichts Besonderes ist. Aber sie wäre eben nicht DIE Liebste, wenn es so einfach wäre...]

“Da sollen zwei Kugeln Eis drin sein, steht hier.”
“Ja und? Ist das nicht normal?”

“Doch, aber ich möchte nur eine.”
“Dann sag das doch gleich der Kellnerin.”

“Nein, ich meine das anders.”
“Was denn?”

“Ich möchte EINE in der Schokolade, und EINE im Becher extra.”
“Ähm… Na schön, und wo ist das Problem?”

“Ob die das wohl machen? Zum gleichen Preis?”
“Warum denn nicht? Frag doch einfach.”

“Ob das wohl schon mal jemand bestellt hat?”
“Ich denke, eher weniger…”

“Was nimmst du denn?”
“Käsekuchen.”

“Sonst nichts?”
“Nein, sonst nichts. Einen Kaffee noch.”

“Du nimmst immer Käsekuchen.”
“Na und?”

“Nimm doch mal was anderes. Hier, Tiramisu zum Beispiel.”
“Nein, ich möchte Käsekuchen.”

“Wie langweilig.”
“Du musst ihn ja auch nicht essen.”

“Bestellst du gleich?”
“Ich? Nein. Deine Sonder-Eisschokolade musst du schon selber bestellen.”

“Die halten mich doch für doof, wenn ich das frage!”
“Ach! Und mich nicht, oder was??”

“Du kannst das viel besser erklären.”
“Schatz, es dreht sich nur um eine Kugel Eis. Das schaffst du auch allein.”

“Damals hättest du das für mich gemacht.”
“Wann damals?”

“Als wir uns kennengelernt haben.”
“Ich mache doch jetzt auch noch alles für dich!”

“Dann bestell du für mich.”
“Nein.”

“Warum denn nicht??”
“Weil ich keine Lust habe.”

“Siehst du, du traust dich auch nicht!”
“Das hat damit gar nichts zu tun.”

“Bitte…”
“Nein.”

“Bitte, bitte, bitte!”
“Nein!”

“Warum stellst du dich denn jetzt so an??”
“Weil du gesagt hast, mein Käsekuchen sei langweilig. Also ich.”

“Ich finde Käsekuchen toll. So wie dich.”
“Pff, netter Versuch!”

“Also eine Kugel Schoko im Glas, und eine Vanille im Becher.”
“Schön, das kannst du der Tante ja gleich sagen.”

“Nein du.”
“Nein du.”

“NEIN DU!”
“NEIN DU!”

“Du darfst dir dann auch was wünschen.”
“Was denn?”

“Alles.”
“Alles?”

“Ja. Du kannst mit mir machen, was du willst.”
“Nur, weil ich dir deine Eisschokolade bestelle??”

“Ja genau.”
“Davon träumen bestimmt viele Männer…”

“Wovon?”
“Einfach eine Eisschokolade bestellen und schon gibt´s Nacktputzen.”

“Schatz! Ich dachte eher an was anderes!”
“Ich nicht.”

“Typisch Mann…”
“Nein, nein, nein: das ist typisch Frau.”

“Wieso! Frauen putzen bestimmt nicht freiwillig nackt!”
“Mag schon sein, aber sie setzen Sex ein, um ihre Ziele zu erreichen.”

“Wer hat denn damit angefangen! Ich doch wohl nicht!”
“Willst du nun eine Eisschokolade oder nicht?”

“Ja, will ich.”
“Dann bestelle ich dir eine, mit einer Kugel extra.”

“Jetzt plötzlich?”
“Aber das wolltest du doch, oder nicht?”

“Aber ich will nicht nackt putzen.”
“Warum denn nicht?”

“Schatz!”
“Nur ein bisschen.”

“Nein!”
“Na gut, dann nicht.”

“Bestellst du denn jetzt trotzdem?”
“Ja. Ausnahmsweise.”

“Sehr nett, und wie komme ich zu der Ehre?”
“Weil mir der Gedanke an dich als Eva mit Staubwedel schon reicht.”

“Du bist unmöglich!”
“Da hinten kommt die Kellnerin, also Schoko und Vanille?”

“Nein lass, ich nehme das Tiramisu.”

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Rucki Zucki, knick knack!

3. April 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Rucki Zucki, knick knack!Meine Liebste und ich erledigen in unserer Wohnung so dies und das. Während meine Liebste bergeweise Wäsche durch die Gegend trägt, gieße ich die Blumen. Wir begegnen uns beiläufig auf dem Flur.

“Na Schatz?”
“Na Süße?”

“Alles klar?”
“Ja, alles gut. Jörg hat jetzt Spaß.”

“Wer hat Spaß?”
“Na Jörg, unser Nachbar. Von oben.”

“So? Wieso hat der Spaß?”
“Weißt du schon, dass er wohl anscheinend eine Neue hat?”

“Was denn neu?”
“Na eine Neue! Eine Flamme! Ein Sondermodell eben!”

“Eine Frau??”
“Besser hätte ich es nicht sagen können, Schatz…”

“Woher weißt du denn das?”
“Als ich vorhin nach Hause gekommen bin, da kam sie.”

“Wer!?”
“Na seine Neue! Sie ging vor mir die Treppe rauf.”

“Und wie sah sie aus?”
“Keine Ahnung, konnte ich nicht richtig sehen.”

“Sah sie gut aus?”
“Schatz! Wie ich sagte, ich konnte sie nicht sehen.”

“Aber du bist doch hinter ihr hergelaufen!”
“Nein, nein, ich hatte etwas Abstand.”

“Aha! Drei Zentimeter, oder wie viel??”
“Nein, schon etwas mehr.”

“Sei nicht so neugierig, das gehört sich nicht.”
“Ich wollte es ja auch nur einmal erwähnen.”

“Das geht dich gar nichts an, was Jörg macht.”
“Ja doch, ist ja gut. Vielleicht ist das ja auch seine Cousine.”

“Der ist Single und kann rummachen, mit wem er will.”
“Ach nee! Was sind denn das für Töne plötzlich??”

“Na und? Macht doch jeder.”
“Was? Rummachen??”

“Ja, wenn man Single ist.”
“Ach und traf das damals auch auf dich zu?”

“Natürlich nicht. Du kennst mich doch!”
“Manchmal zweifle ich daran, Schatz…”

“Brünett?”
“Was?”

“Na ist sie eine Brünette?”
“Wer jetzt? Jörgs Neue?”

“Ja, die.”
“Nein, blond.”

“Der nimmt auch, was er kriegen kann.”
“Wie bitte?? Nur weil die Frau blond ist??”

“Naja, seine letzte Freundin war doch dunkelhaarig, oder nicht?”
“Doch, schon, Dani hatte dunkle Haare, aber…”

“Na und die war doch sein Typ und er hat sie geliebt, oder?”
“Ich denke schon, ja.”

“Und wenn er jetzt eine Blondine hat, dann geht´s knick knack.”
“KNICK KNACK??”

“Rucki Zucki, Heidewitzka, und noch mal von vorn!”
“Ähm, sagtest du nicht, dass uns das gar nichts angeht??”

“Nein.”
“Ich kann mich aber noch gut daran erinnern!”

“Du hast mir wieder einmal nicht zugehört, mein Schatz.”
“Wie bitte? Du hast doch eben gesagt, dass…”

“Ja, dass – DICH – das nichts angeht. Mich schon.”
“Ach nee! Und warum dich und mich nicht?”

“Weil es um eine knackige Blondine geht, der du hinterher gerannt bist!”
“Also Moment mal, ich…”

“Du hast es selbst gesagt! Spitzenmodell hast du gesagt!”
“Ich sagte Sondermodell!”

“Da haben wir´s ja! Du findest die toll!”
“So ein Blödsinn!”

“Geh doch auch rauf!”
“Und was soll ich dann da?”

“Dann bleibst du da mit der Blondine, du Blödi!”
“Und dann??”

“Und dann sagst du Jörg, er soll mal zu mir runterkommen!”

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Du mein Meister

30. März 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Du mein Meister (photocase.de © alex-)Meine Liebste und ich sind auf dem Weg zum Geldautomaten, um ein paar frische Scheinchen zu besorgen.
Die zurückliegende Pizza-Bestellung hat unsere letzten Bargeldreserven aufgezehrt.
Der Automat ist nicht weit weg und so machen wir einen kleinen Spaziergang dorthin.

“Hoffentlich ist der Automat nicht wieder kaputt.”
“Sag so etwas nicht, sonst erfüllt sich das noch, Süße.”

“Meinst du?”
“Sag lieber, wie nett und hübsch der Automat ist, das merkt der.”

“Ich mag keine Geldautomaten.”
“Nicht! Du musst sagen, dass ihm draußen bestimmt kalt sei und so.”

“Du bist ja süß!”
“Sehr gut, so ist es richtig.”

“Nein, ich meinte dich, du bist süß!”
“Ich??”

“Ja.”
“Ich bin nicht süß!”

“Warum nicht?”
“So etwas sagt man doch zu einem Mann nicht!”

“Aber wenn ich dich doch süß finde?”
“Schatz! Ich bin nicht süß und will es auch nicht sein!”

“Darf ich dich denn nicht süß finden?”
“Nein.”

“Sondern?”
“Keine Ahnung… Ähm, kreativ, intelligent, originell, gut aussehend…”

“OK… Oh du mein Held, du mein Meister, oh du mein…”
“Du bist so doof!”

“Du bist der Mann meiner Träume, mein edler Ritter, mein…”
“Danke, das ist sehr witzig, aber du kannst jetzt aufhören.”

“Aber süß darf ich nicht sagen?”
“Nein. Und Wenn hier überhaupt einer süß ist, dann du.”

“Wirklich? Du bist so niedlich!”

Kopfschüttel…

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Wääärmer, wääärmer…!

26. März 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Wääärmer, wäärmer...! (photocase.de © onesecondupndown)Meine Liebste ist mal wieder vor mir zuhause. Das ist allerdings nicht ungewöhnlich, denn normalerweise ist sie schon früher daheim, arbeitet dafür aber noch eine ganze Zeit an ihrem Computer weiter.
Und so sitzt sie auch heute wieder an ihrem Schreibtisch, als ich zur Tür reinkomme.

“Da bist du ja!”
“Hallo Süße, na, geht´s dir gut?”

“Sehr gut! Du, weißt du was?”
“Was denn?”

“Ich bin heute an einem tollen Laden vorbei gekommen!”
“So? Heißt das, dass du etwas eingekauft hast?”

“Ja! Dreimal darfst du raten.”
“Hm… Klamotten?”

“Nein.”
“Neue Schuhe?”

“Nein! Versuchs noch mal.”
“Was zu essen.”

“Falsch! Du kommst nicht drauf!”
“Und was ist es nun?”

“Schau dich doch mal im Wohnzimmer um.”
“Du hast was fürs Wohnzimmer gekauft?”

“Ja! Was tolles, mal sehen, ob es dir auffällt!”

[Ich gehe rüber ins Wohnzimmer und schaue mich um; meine Liebste folgt mir in einem - naja sagen wir - tanzend-juchzendem Stil. Es ist nicht so, dass unser Wohnzimmer klein wäre, aber irgendwie hat es meine Liebste geschafft, dass kaum noch Platz für ein paar Brotkrumen übrig geblieben ist.]

“Kalt, kalt, ganz kalt!”
“Schatz, was denn? Was hast du gekauft?”

“Wääärmer, wääämer…!”
“Diese Vase da auf dem Boden?”

“Richtig! Tausend Punkte, Yuppie! Gefällt sie dir?”
“Ähm, was ist das für ein Zeug, das da drin steckt?”

“Das ist Deko, so eine Art Schilfgras. Ist aber nicht echt.”
“Aha, ja… Ähm…”

“Wie findest du es?”
“Schön, doch, ja…”

“Was ist denn?”
“Ich frage mich, was denn da vorher gestanden hat.”

“Nichts!”
“Das kann nicht sein, da stand doch was in der Ecke…”

“Darf ich die Vase behalten?”
“Was soll denn die Frage jetzt? Natürlich darfst du sie behalten.”

“Also gefällt sie dir auch?”
“Ja doch, finde ich ganz gut. Bisschen groß vielleicht.”

“Das kommt dir nur so vor, weil da vorher… Ähm…”
“Weil da vorher was?? Also stand da doch was!”

“Nein, da stand keine Deko. Du hattest da nur was abgestellt.”
“Wo ist meine Katze??”

“Ach, war das eine Katze??”
“Schatz! Da stand meine Holzkatze, die ich schon mein ganzes Leben…”

“Hättest du auch dran schreiben müssen, dass das eine Katze…”
“Wo ist die??”

“Die hat sich in eine schicke Vase verwandelt.”
“Was hast du mit ihr gemacht??”

“Naja… Ist dir die Katze denn so wichtig?”
“WO IST MEINE KATZE!”

“Nicht schimpfen!”
“Nun sag schon.”

“Ich hab sie mit dem Staubsauger umgeworfen aus Versehen.”
“Na und??”

“Ja und da ist ein Ohr abgebrochen.”
“Na toll! 20 Jahre hält die und jetzt…”

“Dann wollte ich es eigentlich wieder ankleben.”
“Womit?”

“Mit Uhu oder so, aber ich habe keinen Kleber gefunden.”
“In der Schublade in der Küche ist doch welcher!”

“Da bin ich nicht drauf gekommen, blöd…”
“Naja gut, und was hast du dann gemacht?”

“Und dann habe ich die Katze genagelt.”
“Was??”

“Ich wollte das Ohr wieder annageln, aber das ging auch nicht.”
“Himmel! Meine arme Katze!”

“Es tut mir leid, wirklich…”
“Und wo ist sie jetzt?”

“Ich habe sie nicht weggeschmissen, wenn du das meinst.”
“Sondern?”

“Sie steht jetzt im Keller beim Altglas.”
“Um Gottes Willen! Du kannst doch die arme Katze nicht in…”

“Naja, und damit du nicht böse bist, habe ich dir die Vase gekauft.”
“Ich brech zusammen…”

“Bist du jetzt böse auf mich?”
“Ja!”

“Aber das kann doch jedem Mal passieren, oder?”
“Du hast meine Katze gefoltert!”

“Aber nicht viel!”
“Ich will sie wieder haben!”

“Und was machen wir dann mit der Vase??”
“Kannst du ja in den Keller stellen!”

“Schatz, ich muss dir aber noch etwas sagen…”
“Noch etwas?? Was denn noch?”

“Als ich versucht habe, das Ohr festzunageln, da…”
“Oh nein…”

“…da ist mir der Hammer abgerutscht…”
“Aha. Und jetzt hat sie gar keine Ohren mehr, oder was?”

“Doch ein Ohr hat sie noch…”
“WAS DENN DANN!”

“Ich hab eine Pfote getroffen und jetzt kippt sie immer um.”
“Schatz, das ist Tierquälerei!”

“Aber wenn du möchtest, lege ich die Katze neben die Vase.”
“Nein, danke, wie elend…”

“Es tut mir leid.”
“Tja, so kann es gehen. Du hast es ja nicht böse gemeint.”

“Danke mein Schatz.”
“Du mochtest die Katze ja eh nie.”

“Das stimmt. Absolut hässlich, wie kann man so etwas nur…”
“Sag mal, und das alles ist heute Abend passiert?”

“Ja, eben gerade. Wieso?”
“Sagtest du nicht, dass du die Vase heute tagsüber…”

“Zufälle gibt´s, die gibt´s gar nicht, was??”

Kopfschüttel…

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Dicke Backen

22. März 2007, aus der Schublade Essen und Trinken

Dicke Backen (photocase.de © sonn_i)Meine Liebste und ich machen einen kleinen Spaziergang auf dem Osterdeich entlang der Weser.
Es tut gut, ein paar Schritte an frischer Luft zu gehen und ein wenig auszuspannen. Man kann sich bewegen, in der Gegend rumschauen und sich unterhalten. Herrlich!

“Ich mag Städte, die einen Fluss haben. Das hat was irgendwie.”
“Ja Süße, und zu Bremen gehört die Weser einfach mit dazu.”

“Möchtest du ein Kaugummi?”
“Och, ja, gib mal eins. Danke.”

[Meine Liebste kramt einen Augenblick lang in ihrer Handtasche und zieht schließlich eine blaue Packung Airwaves heraus. Ich bekomme ein Kaugummi und meine Liebste steckt sich auch eins in den Mund.]

“Das sind meine letzten, ich muss mir neue besorgen.”
“Mann, die sind aber stark! Hui! Brennt ja richtig!”

“Die sind gut, was?”
“Jaaa, haaa, jaaaaaaa, schschschschööön!”

[Während ich mir überlege, ob Geschmacksnerven auch wieder nachwachsen, nachdem man sie mit Höllenkaugummi verbrannt hat, schlendern wir kauend ein ganzes Stück weiter. Zwischendurch schaut mich meine Liebste immer mal wieder an.]

“Komisch.”
“Was ist komisch, Schatz?”

“Ach nichts.”
“Was wolltest du denn sagen?”

“Nichts, vergiss es.”
“Wieso, woran hast du denn gedacht?”

“Ist total egal, das spielt keine Rolle.”
“Und warum schaust du mich so komisch an?”

“Darf ich meinen Freund nicht mal anschauen?”
“Nein.”

“Ja wen denn sonst??”
“Auf jedenfall nicht so.”

“Wieso? Wie habe ich denn geguckt?”
“Als hätte ich was im Gesicht kleben.”

“Hast du nicht, aber…”
“Was aber??”

“Vergiss es.”
“Schatz!”

“Kann ich denn nicht einmal was für mich behalten?”
“Also ist doch irgendwas!”

“Aber nichts wichtiges.”
“Ich will es aber jetzt trotzdem wissen!”

“Na schön, aber reg dich nicht auf!”
“Nein, werde ich nicht, also was??”

“Du kaust komisch Kaugummi.”
“Ähm…”

“Ja! Du kaust so komisch. So Oink Oink hin und her.”
“Was bitte? Ich??”

“Ja, weil man deutlich sieht, dass du Kaugummi kaust.”
“Schatz, ich kaue ganz normal!”

“Nein, schau: bei mir sieht man das kaum.”
“Was?”

“Na dass ich ein Kaugummi drin habe.”
“Wohl sieht man das!”

“Nein, du kannst das nicht beurteilen, weil du es ja weißt.”
“Na schön. Also soll ich jetzt weniger kauen, oder wie?”

“Ich war die einzige auf meiner Schule.”
“Einzige für was?”

“Ich konnte immer Kaugummi kauen im Unterricht.”
“Hä?”

“Ja, weil das nie jemand gesehen hat, der Lehrer und so.”
“Das ist toll Schatz! Deine Jugend muss schön gewesen sein.”

“Findest du das denn nicht praktisch?”
“Ich finde, dass das eine reichlich überflüssige Begabung ist.”

“Hast du schon mal ein Ferkel einen Apfel kauen sehen?”
“Du meinst also, ich würde kauen wie ein…”

“Du hast gesagt, dass du dich nicht aufregst!”
“Na entschuldige, ich kaue ein Kaugummi und du…”

“Ich finde das nur komisch!”
“Und ich finde, dass du wie immer total übertreibst.”

“Gestern Abend hast du drei Brote gegessen.”
“Na und? Was hat das damit zu tun??”

“Ich habe in der gleichen Zeit nur eins geschafft.”
“Naja, ich hatte eben Hunger, na und?”

“Du hast dann immer so dicke Backen.”
“Schatz! DU HAST GLEICH DICKE BACKEN!”

“Willst du mich etwa hauen?”
“Vielleicht ein bisschen.”

“Ein bisschen?? Nur, weil ich dir die Wahrheit sage?”
“Das ist keine Wahrheit, sondern ein Blödsinn.”

“Du wolltest es doch unbedingt wissen?”
“Ja schon, aber konnte ich ahnen, dass es wieder so was ist??”

“Ich sagte nur, dass du komisch kaust und dicke Backen hast.”
“Danke Schatz.”

“Du solltest froh sein.”
“Worüber jetzt?”

“Das ich dir so etwas wenigstens sage.”
“Ich bin dir sehr dankbar, wirklich.”

“Kein Wunder.”
“Kein Wunder was?”

“Dass deine Kollegen nicht mit dir essen gehen wollen.”
“WAS?? Wie kommst du denn darauf? Das stimmt doch gar nicht!”

“Kann ich verstehen, wenn du da auch so kaust.”
“Die gehen immer nur Döner essen, und ich will da nicht immer mit!”

“Genau deswegen gehen sie wahrscheinlich immer Döner essen.”
“Aha. Miss Oberschlau weiß wieder mal alles. Sehr schön.”

“Du wolltest es wissen.”
“Ja, schon gut. Ich bin ausreichend bedient.”

“Möchtest du noch etwas wissen?”
“Nein, danke. Reicht.”

“Nicht vielleicht noch eine Kleinigkeit?”
“Nein.”

“Och bitte.”
“Nein! Kannst du nicht mal zwei Meter vor gehen, oder so??”

“Nur noch eine Sache! Nur noch eine!”
“Das glaubt mir wieder keiner… Also was. Was ist denn noch.”

“Deine Hose ist auf.”
“WAS??”

“Reingelegt!”

Kopfschüttel…

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Ich meine es doch nur gut!

18. März 2007, aus der Schublade Essen und Trinken

Ich meine es doch nur gut! (photocase.de © onesecondupndown)Meine Liebste und ich stehen in der Küche. Während ich einen skeptischen Blick auf unseren kleinen Balkon werfe und überlege, ob man den nicht mal wieder gründlich säubern müsste, steht meine Liebste vor der geöffneten Kühlschranktür.

“Wir haben keinen Multivitamin-Saft mehr.”
“Ja. der ist alle, Süße.”

“Bringst du welchen mit bitte?”
“Mitbringen? Wieso mitbringen?”

“Du bist dran.”
“Womit??”

“Na mit Einkaufen.”
“Seit wann planen wir denn das so? Ist das jetzt neu?”

“Dann kannst du eigentlich auch gleich noch Salat mitbringen.”
“Ich will jetzt nicht einkaufen gehen!”

“Und wenn du schon dabei bist: bring noch Schinken mit, ja?”
“Schatz! Ich WILL jetzt nicht einkaufen gehen!”

“Was willst du denn stattdessen tun?”
“Ähm… Wie jetzt stattdessen?”

“Naja, was hast du denn jetzt vor?”
“Ja nichts, ich meine, also ich…”

“Soll ich dir einen Zettel schreiben?”
“Nein, die paar Sachen kann ich mir auch so merken, danke.”

“Also fährst du doch?”
“Nein, nein, nein, aber merken könnte ich es mir!”

“Und Montag?”
“Was ist denn jetzt am Montag??”

“Naja, kannst du es dir auch bis Montag merken?”
“Wieso??”

“Ja wenn du heute nicht gehst, dann doch Montag, oder?”
“Das weiß ich jetzt doch noch nicht!?”

“Aber irgendwann musst du doch eh wieder einkaufen.”
“Ja schon, aber…”

“Ich schreibe es dir lieber auf.”
“Sag mal, bin ich doof, oder was??”

“Ich meine es doch nur gut! Chips sind auch alle.”
“Saft, Salat, Schinken, Chips.”
“Saft, Salat, Schinken, Chips.”
“Saft, Salat, Schinken UND Chips.”

“Soll ich einkaufen gehen?”
“Ich dachte, ich soll?”

“Du willst ja nicht.”
“Ich will JETZT nicht.”

“Wann denn? Gleich?”
“Herrgott, dann gehe ich eben jetzt!”

“Ich kann aber auch gehen.”
“Schön, aber eben hast du doch gesagt, dass…”

“Ich wollte dir doch nur einen Zettel schreiben!”
“Ja, und ich brauche aber keinen!”

“Warum regst du dich denn so auf?”
“ICH REGE MICH ÜBERHAUPT NICHT AUF!!”

“Ich fahre jetzt.”
“Wohin? Zum Einkaufen?”

“Was dachtest du denn??”
“Und was mache ich?”

“Wieso du? Du wolltest doch nicht!”
“Lass uns doch einfach zusammen fahren, wie wäre das?”

“Für die paar Sachen? Ach, die habe ich ruckzuck geholt.”
“Schatz, mein Blutdruck, bitte…”

“Gut, dann fahr du eben.”
“Chips, Salat, Schinken, und… Was war das noch?”

“Siehst du, du kannst es dir gar nicht merken!”
“Aber nur, weil du mich so durcheinander bringst!”

“Ich schreibe dir einen Zettel…”
“Also schön, was soll´s, das Leben ist kurz, schreib mir einen Zettel.”

“…und Saft. So. Hier.”
“Ist das alles?”

“Ich denke schon?”
“Ganz sicher?”

“Naja, vielleicht findest du ja noch was schönes.”
“Zum Beispiel?”

“Irgendwas für morgen Abend zum essen, oder so.”
“Na gut, also ich schaue mal.”

“Ruf mich dann an, ja?”
“Was? Wann?”

“Na, wenn dir was eingefallen ist.”
“Wie jetzt?? Wenn ich im Laden stehe??”

“Natürlich, oder weißt du es etwa jetzt schon?”
“Nein, ich weiß es jetzt noch nicht.”

“Ja dann kannst du doch eben anrufen?”
“Ich dachte, es steht alles auf dem Zettel?”

“Doch nur die Sachen, dir mir jetzt aufgefallen sind.”
“Ach und ich soll dann wie Hein Blöd im Laden stehen und hier anrufen??”

“Du wolltest doch aber unbedingt einkaufen fahren!”
“Wollte ich gar nicht!”

“Ich habe dir doch aber extra einen Zettel schreiben müssen!”
“Es darf nicht wahr sein, ich kann nicht mehr…”

“Dass Männer immer Kleinigkeiten diskutieren müssen!”
“Nee, iss klar… Sonst noch was?”

“Ja, noch eine Kleinigkeit.”
“Und die wäre?”

“Bleib nicht so lange weg.”
“Und warum das nun wieder?”

“Wir wollten uns doch heute mal einen ruhigen Tag machen!”

Kopfschüttel…

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Ich dich aber mehr!

14. März 2007, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Ich dich aber mehr!Meine Liebste und ich befinden uns mitten im frühmorgendlichen Aufbruchstress.
Noch einmal schnell ins Bad, wo ist meine Arbeitstasche, habe ich alles dabei, Wasserkiste mitnehmen, ohnehin schon spät dran, und so weiter.

“Warte, ich komme sofort mit!”
“Süße, nun mach endlich, ich bin spät dran!”

“Ich will mir noch einen Müsliriegel holen.”
“Ja gut, dann jetzt aber zackig.”

[Während ich mit Tasche in der linken und Wasserkiste in der rechten Hand bereits an der offenen Haustür stehe, huscht meine Liebste auf ihren Stöckelschuhen übers Parkett in die Küche. Ihre unbedachten Schritte machen dabei einen Lärm, der jede Autobahnbaustelle übertönen würde.]

“So, da bin ich, jetzt können wir.”
“Das ist schön, Schatz.”

“Halt, warte!”
“Was ist denn noch??”

“Hast du mich lieb?”
“Ja, ich habe dich lieb. Los, komm jetzt.”

“Wie doll denn?”
“Ganz doll.”

“Und wie doll genau?”
“Am dollsten. Liebste, ich muss jetzt wirklich…”

“Zeig doch mal.”
“Was denn zeigen?”

“Na, wie doll du mich lieb hast.”
“Du, ich habe gerade alle Hände voll, weißt du!?”

“Dann stell die blöde Wasserkiste doch hin!”
“Nee, ich will jetzt gehen!”

“Wie lieb hast du mich? Sag sag sag!”

[Mit einem langen Seufzer stelle ich die leere Wasserkiste und meine Aktentasche neben der Tür ab. Es kommt mir selbst ein bisschen wie Zeitlupe vor, aber vielleicht braucht man als Mann diesen Moment auch, um sich zu sammeln und zu beruhigen.
Ich breite während des Aufrichtens schon mal meine nun frei gewordenen Arme weit gestreckt aus.]

“Und?”
“Schatz. Ich habe dich sooo – lieb!”

“So doll?”
“Ja Schatz.”

“Ich dich aber mehr.”
“Pfff!”

“Ich habe dich soooooo – lieb!”
“Das ist aber nicht mehr!”

“Ich habe ja auch nicht so lange Arme wie du.”
“Tja, das ist Pech!”

“Ich habe dich von hier bis zum Mond lieb.”
“und ich dich von hier bis hinter den Mond.”

“Das hast du aber eben nicht gesagt.”
“Na und? Kann ich doch trotzdem sagen?”

“Ich habe dich so viel lieb wie Wasser im indischen Ozean ist.”
“Und ich dich so viel wie Sand in der Sahara.”

“Ich habe dich so lieb wie die Schnecke den Salat.”
“Und ich dich so wie die Katze die Maus.”

“Katze und Maus?? Die mögen sich doch gar nicht!”
“Wieso denn nicht?”

“Na die Maus rennt doch weg vor der Katze.”
“Ich meinte eher, dass die Katze die Maus am liebsten verspeisen würde.”

“Warum willst du mich verspeisen? Dann bin ich doch weg?”
“Naja ich könnte ja auch zunächst nur ein bisschen knabbern.”

“Ich frage dich, ob du mich lieb hast, und du willst nur knabbern?”
“Nein, ich meine, ich könnte und dann anschließend…”

“Du willst mich verschwinden lassen, hast du gesagt.”
“Nein, das war doch nur wegen der Katze…”

“Katzen mag ich nicht.”
“Ja, ich weiß, du hättest gerne das Klopapier-Hündchen…”

“Ja, und der würde mich auch nicht verschwinden lassen wollen!”
“Ich dich doch auch nicht!”

“Du solltest mir nur zeigen, wie doll du mich lieb hast.”
“Habe ich denn nicht?”

“Doch, aber nicht richtig.”
“Ich habe gezeigt: sooooooooooo lieb!”

“Und ich dich sooooooooooooooooooooo lieb!”
“Na schön, dann hast du mich eben mehr lieb.”

“Typisch Männer…”
“Was denn??”

“Dir ist das total egal!”
“Schatz! Können wir jetzt endlich zur Arbeit gehen?”

“Nicht einmal für eine Liebeserklärung nimmst du dir Zeit!”
“Doch, aber dir kann man es ja nicht recht machen.”

“Lieb haben hat doch nichts mit recht machen zu tun!”
“Na gut, schön, von mir aus… Mir fällt was ein.”

“Was denn?”
“Ich liebe dich.”

“Ja und?”
“Na das wiegt mehr, als jemanden lieb haben.”

“Das stimmt, aber ich liebe dich mehr.”
“Nein, ich dich.”

“Nein, ich dich!”
“Nein nein, ich dich!!”

-

“Kriege ich den kleinen Hund?”
“Dann will ich eine Katze.”

“Blödmann! Dann frisst mein Hund deine Katze. So!”

Kopfschüttel…

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