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Ein ruhiger Abend

17. September 2011, aus der Schublade Wohnen und Leben

Als ich gestern abend heimkam, war ich froh, dass diese Arbeitswoche vorbei war – es war eine Woche zum Abhaken gewesen. Ich wollte abends nur noch ein Bier trinken und dabei ein bisschen Musik hören und sonst nichts. Die Entspannung gelang aber nicht, denn die Liebste fing nach dem Abendessen an:

„Und, was machen wir jetzt?“
„Ein Bier trinken, Musik aus den 80ern hören und ab in die Falle! Darauf freue ich mich schon seit gestern.“

„Pöööh… Mit dir ist ja auch nichts mehr anzufangen. Aber gut – morgen bist du wieder besser drauf. Oder?“
„Ja.“

„Schön. Dann richte ich dir einen schönen Wohnzimmerentspannungsabend mit Bier und Musik bei Kerzenlicht.“
„Au, das ist nett. Danke!“

„Sind ‘The 80’s‘ genehm? Lehnen Sie sich zurück und entspannen Sie!“
„Ja, mach ich.“

„Wieso kommt da keine Musik?“
„In Bedienungsanleitungen steht in solchen Fällen: ‚Überprüfen Sie, ob das Gerät an die Stromversorgung…‘“

„Jaja, ich bin ja nicht von 1840. Es ist alles an, komisch.“
„Vielleicht ist die Lautstärke versehentlich zu leise eingestellt?“

„Ich dreh’s mal hoch… Nichts!“
„Dann muss ich mich wohl doch von meinem Entspannungsplatz erheben…“

„Moment! So schnell geb ich das nicht ab.“
„Schön. Es geht doch nichts über eine hübsche und hartnäckige Servicetechnikerin.“

„Ich hab da eine Idee…“
[BAUTZ! Ein Radiomoderator brüllt mit seinem Spruch von den besten Hits der 70er, 80er, 90er und allen anderen Epochen in unsere kleine Wohnung, dass ich beinahe die ewige Entspannung gefunden hätte. Die Liebste dreht ihn schnell wieder auf Normallautstärke, während ich mich mit schreckgeweiteten Augen im Sessel festkralle.]
„-!“

„Huch! Hab ich mich erschrocken!“
„Was zur Hölle hast du denn gemacht?“

„Ich hab nur mal auf Radio umgeschalten, um auszuschließen, dass das Problem am Verstärker liegt! Problemausschlussverfahren nennt sich das…“
„Aha. Es geht doch nichts über eine hübsche, hartnäckige und taube Servicetechnikerin… Weißt du eigentlich, dass ich für einen kurzen Moment gar nicht mehr so entspannt war?“

„Jaja, jetzt stell dich doch nicht so an. Ich hab’s ja gleich. Außerdem bin ich nur logisch vorgegangen, also genau so, wie es die Technik erfordert.“
„Vielleicht stellst du das Ganze das nächste Mal leiser. Vorher! Wenigstens ein bisschen, so dass ich nicht mit einem Herzkrampf aus dem Sessel falle!“

„Meine Güte… Kann doch jedem mal passieren…“
„Ich steh vielleicht doch besser auf…“

„Nein, ich bin doch gleich soweit. Der Verstärker war’s nicht, also muss es der CD-Player sein. Na bitte: ‚No Disc‘!“
„Oh Mann!“

„Moment, ich hab sie aber eingelegt! Und ‚Play‘ gedrückt!“
„Und wieso kommt trotzdem nix?“

„Ich mach das nochmal von vorne: CD nochmal rein… Oh! Ich hab sie falschrum reingelegt! Kein Wunder!“
„In der Tat kein Wunder, dass DA nichts kommt…“

„Nein, ich meine, es ist kein Wunder, dass sie falschrum drinliegt. Hier ist so schummriges Licht mit der Kerze, man sieht ja kaum was. Mit Kassetten ist mir früher sowas nie passiert!“

Kopfschüttel…




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Ein Suchbild

13. September 2011, aus der Schublade Familie und Feste

Heute kam Post – ich fand das Bild darin weniger aufregend, aber meine Liebste war hin und weg. OK, vielleicht sollte ich es mir mal in Ruhe anschauen, aber dass man wegen sowas so aufgeregt sein kann:

„Guck mal, Post von meiner Schwester!“
„Was ist denn das?“

„Na ein Ultraschallbild von meiner Nichte!“
„Hä? Ich erkenn da nur so Grau…“

„Quatsch. Schau doch mal richtig hin, dann siehst du Kopf, Körper, Arme und Beine. Also das ist doch deutlich zu erkennen…“
„Vielleicht wenn ich’s drehe… Hier das Dicke, was ist das?“

„Das ist der Kopf. Sag mal, brauchst du eine Brille?“
„Nein, ich frag ja nur. Die Haare kann man aber nicht erkennen, oder?“

„Ach, Männer. Ich glaube, sie lächelt sogar!“
„Aha. Wo denn?“

„Na da! Ist sie nicht süß?“
„Ja, wenn man das alles erkennt… Woher weißt du eigentlich, dass es eine Nichte wird? Steht dazu was im Brief?“

„Nein, das sieht man doch auch hier. Guck mal zwischen den Beinen…“
„Die liegen aber komisch.“

„Wieso? Ganz normal, zwei Stück nebeneinander. Wahrscheinlich bist du bei einem Arm gelandet, gib mal her…“
„Hier. Was ist das, wo mein Finger hinzeigt?“

„Na ein Arm natürlich. Mann, du bist ein hoffnungsloser Fall. Guck, hier sind die Beine, und was ist dazwischen?“
„Da ist natürlich nichts zu erkennen. Kein Wunder bei der Farbgebung. Kann man so ein Foto nicht besser machen? So, dass man auch was erkennt?“

„Das ist superscharf! Besser geht nicht! Und es ist deutlich zu sehen, dass es ein Mädchen wird!“
„Ist ja auch egal.“

„Bitte? Es ist doch nicht egal ob Junge oder Mädchen!“
„Na ja, Hauptsache gesund.“

„Natürlich Hauptsache gesund, aber der Rest ist doch nicht egal?“
„Wieso? Ich denke, man nimmt, was man kriegt, oder?“

„Ja, aber man muss sich doch mental vorbereiten…“
„Ach, die Diskussionen über Schminken, abends ausgehen und Alkohol trinken stehen ja nicht gleich im Kreißsaal an. Angenommen, es wird ein Mädchen, was dann?“

„Na dann freue ich mich wie verrückt!“
„Aha. Und wenn’s ein Junge wird?“

„Wieso? Es wird ein Mädchen, da siehst du’s doch.“
„Ich meine ja nur, wenn…“

„Wieso soll ich jetzt so einen theoretischen Fall durchspielen?“
„Du würdest dich also nicht freuen?“

„Doch, natürlich.“
„Aber eher so aus Pflichtgefühl heraus, oder?“

„Quatsch! Man kann sich doch nicht aus Pflichtgefühl heraus freuen! Ich würde mich dann auch freuen. Halt nicht so arg wie bei einem Mädchen.“
„Also weniger. Ihr Frauen habt doch was von den Amazonen an euch…“

„Das ist gemein! Über was würdest du dich mehr freuen? Junge oder Mädchen?“
„Ähh…“

„Nicht überlegen! Gleich sagen!“
„Jun… also eigentlich wär mir das egal…“

„Du wolltest ‚Junge‘ sagen!“
„Das ist mir nur so rausgerutscht…“

„Du denkst, Mädchen interessieren sich nicht für Fußball und Autos, machen keine Männerwitze und keine Übernachtungen im Zelt mit ihrem Vater, oder?“
„Also…“

„Wußte ich’s doch!“
„Und selbst? Was würdest du mit deinem Neffen unternehmen, wenn er groß genug ist? Würdest du mit ihm auch mal zum Fußballspiel gehen, weil das echte Kerle halt interessiert? Oder doch lieber zum Eiskunstlauf?“

„Nein, wenn’s ein Junge wird, gehe ich mit ihm auch mal zum Fußball. Zum Frauenfußball natürlich!“

Kopfschüttel…




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