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Gefährliche Lektüre

6. Juni 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Am Wochenende – ohne Termine oder sonstige Verpflichtungen – haben wir es ganz ruhig angehen lassen. Ich habe in der Küche zwei Tassen Kaffee geholt und mich wieder zur Liebsten ins Bett gelegt, die dort in einer Zeitschrift blätterte.

„Oh, mein Kaffee. Dankeschön. Werde ich heute verwöhnt, ist etwa Valentinstag?“
„Nö, nur so. Was liest du denn da?“

„Och, nur so ein Frauenheft, nichts für dich.“
„Zeig doch mal.“

„Hier, interessiert dich aber eh nicht.“
„‚Eltern family‘. Was soll denn das sein?“

„Das Heft hab ich bei Susi mitgenommen, sie hat es ausgelesen. Hier hab ich auch noch ‚Eltern‘, ‚Baby & Co‘ und ‚Leben & erziehen‘.“
„Aha. Aber steht denn da nicht überall das Gleiche drin? Da hätte doch ein Heft gereicht.“

„Nö, da steht überall was anderes drin. Hier zum Beispiel: ‚So wird ihr Kind ein liebenswerter Mensch‘ oder hier: ‚Alles über Hebammen‘ oder hier: ‚So entwickelt sich ihr Kind‘ oder da: ‚Von der Muttermilch zum Familientisch‘ oder…“
„Schon gut, schon gut. Ich glaub es ja. Zeig mal her den Stapel.“

„Außerdem: In deinen Autoheften steht doch auch immer das Gleiche drin.“
„Quatsch. Da werden immer andere Autos getestet und vorgestellt. Aber warum lest ihr denn ‚Leben & erziehen‘, passender wäre doch ‚Brüten und abwarten‘?“

„Susi hat bei ihrer Ärztin so eine Tasche mit Heften, Infos und Pröbchen bekommen und die Hefte hat sie mir weitergereicht. Aber ‚Brüten & abwarten‘ klingt gut, ich werde es Susi mal vorschlagen.“
„Ja, mach das. Und jetzt gib mir mal einen Kuß. Schließlich hab ich dir Kaffee mitgebracht.“

„Ja. Oh, schau mal hier, wie süß das schlafende Baby hier aussieht. Ach, wie niedlich.
„Ja, sehr niedlich. In letzter Zeit schaust du oft nach Babys, fällt mir auf…“

„Ja. Und?“
„Aber dann wäre Schluss mit Kaffee im Bett. Dann würdest du jetzt schon längst aufstehen müssen, Füttern, wickeln, spazierengehen…“

„Ja.“
„Was meinst du mit ‚Ja‘?“

„Ja eben. Dann würden wir halt einen Sonntagsspaziergang machen und mit dem Kinderwagen durch den Park gehen.“
„Du vergisst, dass du unausgeschlafen wärst. Und dass du unausgeschlafen total unausstehlich bist.“

„Ach, die Natur hat es schon so eingerichtet, dass Mütter dann weniger Schlaf brauchen, dass machen die Hormone.“
„Könnte es sein, dass die Hormone grad noch ganz andere Sachen machen?“

„Naja, irgendwann wollten wir ja schon Kinder. Jetzt wäre doch sehr gut. Dann könnte unser Kind immer mit Susis Kind spielen, die wären ja fast gleich alt.“
„Ja, schon. Irgendwann will ich auch Kinder, aber jetzt haben wir‘s doch grad so gemütlich und du wolltest doch beruflich erst noch ein bisschen schauen…“

„Ja, aber schön wär‘s doch. Oder willst du keine Kinder mit mir?“
„Doch schon, wenn Kinder, dann nur mit dir, Schatz. Aber doch nicht gleich!“

„Naja, wenn wir alt und grau sind ist es aber zu spät.“
„Gianna Nannini ist doch jetzt mit 54 Mutter geworden, wir haben also noch jede Menge Zeit.“

„Pah. Das wäre mir viel zu alt. Dann wäre ich zur Schuleinführung schon 60!“
„Siehst du – im Ruhestand hättest du dann genug Zeit, um dich mit den Hausaufgaben zu beschäftigen. Wäre doch prima.“

„Quatsch, du nimmst mich gar nicht ernst.“
„Ach, Schatz, das geht mir jetzt einfach zu schnell. Außerdem kann man das doch gar nicht so planen.“

„Dann warten wir eben noch ein bisschen. Dann kann unser Kind auch von Susis Kind die ganzen Sachen bekommen.“

Kopfschüttel…




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Mal eben die Fenster ölen

4. Juni 2011, aus der Schublade Wohnen und Leben

Neulich bin ich meinen Pflichten als Mann im Haus nachgekommen und habe endlich mal wieder die Fenster geölt. Solche Arbeiten macht man immer am besten, wenn die Liebste nicht in der Nähe ist, was sich wiederum sogleich bestätigt hat, als sie heimkam:

„Was machst du denn da auf dem Stuhl?“
„Nach was sieht es denn aus? Ich öle die Fensterscharniere.“

„Du ölst die Fensterscharniere?“
„Ja. Das muss ab und zu mal gemacht werden, damit die Fenster nicht quietschen.“

„Davon hab ich ja noch nie gehört. Außerdem quietschen unsere Fenster doch nicht!“
„Natürlich quietschen sie nicht. Weil ich sie hin und wieder öle.“

„Also Schatz… Bei unserer Nachbarin quietschen die Fenster sicherlich auch nicht. Und die ist über 70 Jahre alt. Du glaubst doch nicht, dass die ihre Fenster ölt?“
„Vielleich hat sie ja jemanden, der das für sie macht. Oder sie ist mittlerweile so taub, dass sie es nicht mehr hört.“

„Also ich weiß ja nicht… Leg doch bitte wenigstens eine Zeitung unter, damit nichts auf den Boden tropft.“
„Ich pass schon auf. Ich hab ja schon bald alle Fenster durch.“

„Lieber ein quietschendes Fenster als einen schwarzen Ölfleck!“
„Wieso schwarz? Das ist Nähmaschinenöl, das ist durchsichtig.“

„Nähmaschinenöl? Was du nicht alles hast! Aber pass bitte trotzdem auf den Teppich auf. Und auf die Pflanzen auf der Fensterbank. Und vor allem auf die Vorhänge!“
„Ja ja, ich pass schon… HOPPLA!“

„SCHATZ! Um Himmels willen, hast du dir weh getan?“
„Ich… Aua! Ich glaube, es ist nichts passiert. Ich habe Glück gehabt, dass ich mich am Vorhang festhalten konnte!“

„Der ist jetzt natürlich hin! Mist. Na ja, Hauptsache, dir ist nichts passiert.“
„Ich hab einen Moment nicht aufgepasst, und schon war’s passiert! Wo ist denn jetzt mein Ölfläschchen?“

„Da, auf der Fensterbank. Ist zum Glück nicht ausgelaufen. Aber du wirst doch jetzt nicht weitermachen wollen?“
„Natürlich. Mir ist ja nichts passiert.“

„Nein, Schatz, kommt nicht in Frage. Du ruhst dich jetzt erst mal aus. Ich mach das hier fertig.“
„Aber…“

„Kein aber, ich mach das.“
„Gut. Dann leg ich mich auf die Couch“

(Nach einer kleinen Weile:) „Schaaaaatz?“
„Ja?“

„Wo genau muss ich denn ölen?“
„Na da, wo diese Metalleinsätze sind mit den Löchern.“

„Aha.“
„Siehst du sie?“

„Ich glaube schon!“
„Wie: Ich glaube?“

„Na da sind so Metalldinger. Da mach ich mal Öl drauf.“
„Wart mal! Ich komme!“

„Schon erledigt! Oh! Wieso läuft das denn jetzt da runter? Das ist ja eine Sauerei!“
„Warte, Schatz, du musst das Öl in das Loch tröpfeln!“

„Ach IN das Loch? Gut. Aber da muss man nachher mal mit einem Lappen den Rahmen abwischen. Und die Fensterbank auch, sehe ich grade…“
„Mach doch mal langsam!“

„Wieviel Öl passt denn eigentlich in das Loch rein?“
„Nur ein paar Tropfen braucht es da.“

„Da passt aber mehr rein, merke ich grade!“
„Halt, halt! Nicht so viel!“

„Wieso, viel hilft viel!“
„Aber das überflüssige Öl muss doch irgendwo hin! Lass bitte mich weitermachen, nicht dass du das Fenster ruinierst!“

„Du traust mir so was wohl nicht zu?“
„Doch, schon, aber mach das doch nicht so hektisch… Und pass auf! Jetzt hast du selbst Öl in die Pflanze getropft, weil du das Fläschchen so komisch hältst!“

„Hoppla! Na ja, sie wird’s überleben. Und wenn nicht… eigentlich gefällt sie mir eh nicht. Ich kann das gut, oder? Ich mach gleich mit dem nächsten Fenster weiter!“

Kopfschüttel…




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