Richtig im Regen stehen

Richtig im Regen stehenMeine Liebste und ich wollen heute beim Bremer Triathlon als klatschende Zuschauer teilnehmen. Wir haben gedacht, das sei ein guter sportlicher Einstieg und darüber hinaus eine nette Sonntagsbeschäftigung. Das Wetter ist instabil; wir gehen bei Sonnenschein mutig trotzdem los. Wir sind ja nicht aus Zucker…

„Ich habe heute mal keinen Schirm mitgenommen.“
„Ja Schatz, das ist mir aufgefallen. Sonst ja gar nicht deine Art…“

„Ich werde halt nicht gerne nass.“
„Ja, ich weiß: die Haare, die Schuhe, das Makeup…“

„Genau. Aber heute habe ich keine Schminke drauf, meine Haare sind heute egal, meine Schuhe uralt. Also: es kann ruhig regnen. Ich würde mich sogar freuen!“
„Daran werde ich dich gleich erinnern, siehst du die Wolke da?“

„Ist mir egal! Soll es doch regnen! Lalala laalaaa!“

[Kurze Zeit später regnet es wie aus Eimern…]

„Ist egal! Ich bin patschnass, aber egal!“ [Sie schlottert…]
„Schatz, wollen wir nicht vielleicht doch wieder zurück und…“

„Hui, ich bin noch nie so nass geworden! Schön!“ [Sie zittert…]
„Ähm, ist ja toll, aber…“

„Wow, w- was für ein Re- re- gen!“ [Sie bibbert…]
„Schatz! Ich bin beeindruckt aber jetzt lass uns endlich…“

[Ein heftiger Donner grollt über uns hinweg, in der Ferne blitzt es.]

„Oh nein, Gewitter! Bei Gewitter habe ich Angst!“
„Ich dachte, du fühlst dich hier jetzt richtig wohl??“

„Nein, komm jetzt, Schluss, wir gehen!“ [Sie reißt mich mit…]
„Schon toll so ein Regen, was? Haha!“

„Blödi! Gewitter sind gefährlich! Ich habe Wasser im Schuh!“
„Keine Sorge, das steht dir ausgezeichnet!“

„Apropos, weißt du was?“
„Nein, Schatz, was denn? Obwohl, ich will es eigentlich gar nicht…“

„Meine nasse Hose ist jetzt viel dunkler, sieht echt gut aus!“

Kopfschüttel…

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Die verflixten Überstunden

Meine Liebste hat einen tollen Job, aber sie muss dafür auch sehr viel arbeiten. Ich bin stolz auf sie, aber manchmal nervt es auch, wenn es abends sehr spät wird. Sie sitzt dann an ihrem Computer und tippt und tippt und tippt… Wir haben zuhause zwei Computerarbeitsplätze.

„Ich muss dringend noch die Sachen eben fertig machen.“
„OK, naja. Mach nur, ich weiß ja, dass es wichtig ist.“

„Duu, musst du denn auch noch irgendwas arbeiten?“
„Ähm, nein? Eigentlich nicht unbedingt, warum?“

„Weil ich habe immer ein ganz schlechtes Gewissen.“
„Weswegen? Weil du noch arbeiten musst?“

„Nein, weil du NICHT arbeiten musst.“
„Also du fändest es gut, wenn ich jetzt auch arbeiten müsste??“

„Ja, weil dann würden wir zusammen arbeiten und hätten gemeinsam schlechte Laune.“
„Aber ich will jetzt erstens nicht arbeiten und zweitens schon gar keine schlechte Laune!“

„Ich hab das nicht so gemeint, entschuldige, sorry.“
„Ok, dann… na gut. Mir tut es auch leid. Und jetzt?“

„Gestern hast du doch auch lange am PC gesessen.“
„Ja, aber da habe ich doch nur rumgesurft. Und nicht gearbeitet.“

„Bei dir weiß man ja nie, was du da grade machst…“
„Schatz, wie meinst du denn das jetzt bitte?“

„Naja ich denke dann, dass du arbeitest, dabei machst du da nur WER WEISS WAS.“
„Was willst du denn jetzt damit wieder sagen?“

[Ich denke, dass sie mit „wer weiß was“ ausschließlich Schweinkrams meint; oder was glaubt ihr?] 

„Keine Ahnung, nur so. Ich arbeite und du klickst da nur rum.“
„Aber du wolltest doch grade eben, dass ich auch was arbeite!“

„Ich denke du arbeitest an deinem Computer gar nicht??“
„MANCHMAL, nicht grundsätzlich, nee, ich meine, MEISTENS!“

„Ja aber was denn nun?“
„Schatz, ich werde verrückt… Egal. Soll ich jetzt ein bisschen ARBEITEN, damit du dich nicht so alleine fühlst im Arbeitszimmer? Wärst du dann glücklich?“

„Ja… Aber nicht nur wieder wer weiß was machen!“

Kopfschüttel…

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Richtig Parken

Richtig ParkenMeine Liebste kennt sich aus im Straßenverkehr und auch mit dem Autofahren im allgemeinen. Sie ist viel unterwegs und daher kennt sie alle Tricks im alltäglichen Kampf auf deutschen Straßen. Am Wochenende muss ich meistens fahren, da sie dann keine Lust hat. Wir kehren im Anschluss an ein paar gemeinsame Erledigungen nach Hause zurück.

„Hoffentlich kriegen wir einen Parkplatz.“
„Bestimmt, bislang hat es doch immer ganz gut geklappt.“

„Ja, aber ich will nicht so weit laufen müssen.“
„Musst du ja auch nicht, nun warte doch mal ab, bis wir da sind.“

„Und wenn es gleich regnet?“
„Schatz! Wir sind in 30 Sekunden da und kein Tropfen!“

„Mist, da ist nichts frei.“
„Da ist doch einer! Genau vor der Tür!“

„Nein, da kannst du nicht parken, das geht nicht.“
„Warum denn das bitte?? Ist doch so, wie du es haben wolltest!“

„Weil genau da die Tauben immer auf mein Auto plöddern.“
„PLÖDDERN??“

„Kacken sagt man nicht! Die Viecher sitzen da im Baum.“
„Tatsächlich? Also gut. Ich stehe da zwar immer, aber OK.“

„Wo willst du denn jetzt hin?“
„Da auf der anderen Seite ist auch noch einer.“

„Halt, da geht doch auch nicht.“
„Sind da etwa auch Tauben??“

„Nein, aber da parkt die komische Nachbarin mit ihrem Bulli.“
„Und?“

„Die kann nicht ein- und nicht ausparken. Die macht mir eine Schramme rein.“
„Ja, aber…Schatz, wenn ich dich nicht so lieb hätte… ich fahre nochmal rum, OK?“

„Jetzt hast du mein Auto ja ins Parkverbot gestellt!“
„Nein, bis morgen früh 9 Uhr darf man hier parken, schau.“

„Ach so. Dann setz aber noch 2 Meter zurück.“
„Warum denn jetzt das??“

„Um von dem Baum da wegzukommen.“
„Lass mich raten: die Tauben?“

„Du sagst das so, als sei ich doof. Und mich kacken die dann wieder voll!“
„Schon gut, schon gut. Stelle ich mich eben mitten drauf. Kann halt vorne und hinten kein anderer mehr parken.“

„Normalerweise mache ich das ja auch nicht. Finde ich blöd, wenn jemand so parkt.“
„Ja, so wie ich jetzt grade. Hoffentlich sieht mich keiner beim aussteigen.“

„Du willst jetzt aussteigen?“
„Ja du etwa nicht??“

„Du hast was vergessen.“
„Wieso? Telefon? Brille? – Was denn?“

„Du hast die Handbremse nicht angezogen!“
„Es ist doch ein Gang eingelegt! Und hier ist ein Gefälle von 0%.“

„Ich habe gelernt, man soll immer die Handbremse anziehen!“
„Jajaja, alles klar Schatz, also hier. So. Jetzt alles gut?“

„Ach Mist, jetzt habe ICH was vergessen.“
„Oh nein, bitte, das hört sich schon wieder nicht gut an! WAS??“

„Ich habe die Post nicht weggebracht. Fahr nochmal los!“

Kopfschüttel…

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Shopping mit Hindernissen

Shopping mit HindernissenMeine Liebste benötigt für unseren Herbsturlaub noch diverse Kleinigkeiten: einen leichten Sommerrock, Flip-Flops mit Blume drauf (wichtig) und vor allem „irgendwas schönes“. Also fahren wir in eine Fabrikhalle, die nur aus Outlet-Stores besteht. Ganz coole Sache übrigens.

„Wahnsinn, hier sind ja mindestens 10-12 Outlets!“
„Ja, da findest du sicher was.“

„Da hinten ist ja auch Hilfiger, da finden wir bestimmt ein Shirt für dich!“
„Schatz, wir sind wegen dir hier. Ich brauche nichts.“

„Aber vielleicht sowas wie dein weißes mit dem grünen Streifen?“
„Finden wir sowieso nicht. Und ich brauche auch kein zweites, danke.“

„Jaja. Das sagst du immer. Ich darf dir ja auch nichts kaufen.“
„So habe ich das nicht gesagt! Ausgeschlossen sind nur Unterwäsche, Socken, Schuhe und Krawatten.“

„Warum denn?? Da will man dir was mitbringen und darf nicht.“
„Könnten wir uns jetzt erstmal auf dich konzentrieren?“

[Wir betreten Mexx…]

„Wie findest du den Blazer hier? Der ist schön, oder?“
„Ich dachte, du suchst einen Rock?“

„Ja doch, aber den könnte ich gut zu meiner braunen Hose…“
„Nee, finde ich nicht so, also… lass uns da hinten mal hingehen.“

„Und diese Jeans hier? Die hat einen ganz neuen Schnitt!“
„Wollen wir nicht erstmal nach Röcken…“

„Was ist, wird dir schon wieder langweilig?“
„Nein, nein, aber wenn wir uns alles anschauen, sind wir ja morgen noch nicht fertig.“

„Wir haben doch morgen eh nichts vor.“

[Wir betreten Marc O´Polo…]

„Schatz, wo bist du?? Hallo?“
„Jaja, hier bin ich doch. Schau mal, den Rock hier finde ich witzig.“

„Ja, der ist echt ein Witz, da hast du recht.“
„Ah, na gut, also nicht… und der hier?“

„Der ist doch viel zu kurz!“
„Würde dir aber auch stehen. Wieso denn bitte zu kurz?“

„Ich will in den Urlaub und nicht zur Wahl der Miss Mini! Männer…!“
„Aber… Na gut, es muss dir ja gefallen.“

„Ich will aber, dass dir das auch gefällt! Ich ziehe diese Hose mal an.“
„Ja, tu das, obwohl wir ja eigentlich…“

„Sei still und halt mal meine Tasche solange.“
„Ja Schatz…“

[Eine unglaublich lange Weile später…]

„Und?“
„Steht dir finde ich.“

„Typisch. Das sagst du doch nur, weil du weitergehen willst!“
„Wieso? Nein, also sie steht dir, oder ist was damit nicht in Ordnung?“

„Sprich mich heute nicht wieder auf Hosen an, das deprimiert mich!“
„Aber du wolltest doch, na gut…“

[Wir betreten Hilfiger…]

„Ja, das ist gut hier! Schau du doch schonmal nach Hemden.“
„Schatz, ich habe genug Hemden.“

„Ja aber du kannst doch auch mal gucken!“
„Lass mal. Wir müssen was für dich finden, sonst bist du wieder nöckelig.“

„Kann ich doch nichts dafür, dass ich nichts finde! Und du hilfst mir ja nicht.“
„Ich gehe zu den Hemden, Schatz…“

[Nach zwei Stunden haben wir alles durch, inklusive dem Outlet-Zooladen, wo ich meine Liebste nur mit großer Mühe davon abhalten kann, einem „sooo süßen“ Kaninchen für 19,80 EUR die Freiheit zu schenken…]

„Hier gibt es gar keinen Zero-Laden. Wo ist denn Zero? Ich brauche Zero. Kein Wunder, dass ich nichts finde!“
„Zero trifft unser bisheriges Ergebnis ziemlich genau, naja… Das ist nicht hier, sondern in Habenhausen. Müssen wir da wirklich noch hin?“

„Es gibt tatsächlich ein Zero-Outlet? Natürlich müssen wir da hin! Wo steht das Auto?“

[Der Zero-Outlet-Store in Bremen ist riesig. Und DIE seelische Geduldsprobe für Männer schlechthin. Immerhin gibt es dort eine Kinderecke mit Fernseher. Es sitzen aber immer nur Männer dort. Heute gibt es „der kleine Eisbär“…]

„Du willst dich doch nicht ernsthaft da auch hinsetzen? Das ist für Kinder!“
„Ja aber es sind keine Kinder da. Schatz, darf ich? Bitte!“

„Nein, ich brauche dich. Du kommst mit mir mit!“
„Warum muss ich denn mit? Schau, da hinten kannst du in aller Ruhe…“

„Weil die hier so komische Preise haben. Das verstehe ich nicht.“
„Schatz, das ist doch einfach: Blau bedeutet 9,90 EUR, Rot 14,90 EUR und Silber 29,90 EUR.“

„Und außerdem musst du mir sagen, ob das dann gut aussieht.“
„Da hörst du doch sowieso nicht drauf!“

„Da gehen wir EINMAL zusammen shoppen! Los, komm jetzt. Dann darfst du zur Belohnung auch in den Saturn-Markt.“

[…die Aussicht auf den Besuch des Saturn-Marktes belebt meine letzten Kraftreserven. Ich werfe den Männern in der Kinderecke einen letzten wehleidigen Blick zu und schlappe meiner Liebsten hinterher. Eine Stunde lang…]

„So, jetzt haben wirs! Ich bin fertig.“
„Und das da ist jetzt die Ausbeute? Ein schwarzes Oberteil, wie du sie schon hunderte zuhause hast??“

„Ja, ich habe da schon welche von, aber erstens ist dieses ein bisschen anders und zweitens kostet es nur 9,90 EUR.“
„Oh Mann, das ist ja ein Wahnsinns-Schnäppchen. Aber gut, können wir dann jetzt? Saturn?“

„Ich wollte aber eigentlich an der Ecke noch ein Eis mitnehmen.“
„Ja, warum nicht. Äh: was heißt jetzt EIGENTLICH?“

„Das schmilzt dann so schnell und bei Saturn darf man kein Eis essen. Lass uns nach Hause fahren.“
„Ich will jetzt aber gerne noch zu Saturn! Du kannst ja im Auto sitzen bleiben. Schatz?“

„Nein, du hast mich begleitet, also gehe ich auch mit dir mit.“
„Also doch kein Eis und lieber zu Saturn?“

„Nein. Wir essen jetzt Eis und Saturn gibts nächste Woche. Shopping mit dir ist echt anstrengend!“

Kopfschüttel…

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