Auf jedenfall woanders

Auf jedenfall woandersMeine Liebste und ich überlegen, was es bedeutet, alt zu werden. Alt werden könnte den Vorteil der zunehmenden Weisheit haben. Der Besinnlichkeit. Der Erfahrung dessen, was im Leben wichtig ist oder nicht und so weiter.

„Ich bin übrigens nächstes Jahr nicht da.“
„Hä? Wie jetzt?“

„Ich bin nächstes Jahr weg! Futsch! Nicht hier!“
„Ach und deine Betthälfte vermiete ich solange, oder was?“

„Mir egal. Auf jedenfall bin ich woanders.“
„Und wo bitte schön? Und vor allem: WARUM?“

„Ich werde nicht die Klinken der Rathaustüren putzen!“
„Aaahh, jetzt verstehe ich. Dein 30ster Geburtstag.“

„Das ist eh total doof, dass Ledige mit 30 putzen müssen!“
„Du WIRST die Klinken putzen. Schatz.“

„Werde ich nicht! Und du lässt da deine Finger von!“
„Du wirst auch in der Zeitung stehen. Mit Foto.“

„Zeitung? NEIN! Untersteh dich!“
„Du brauchst dich da um nichts kümmern, Schatz.“

Blödmann! Ich nehme dir alle Fotos von mir weg!“
„Das würde mich hart treffen, aber zur Not hat deine Schwester noch welche…“

„Dann nehme ich ihr auch alles weg!“
„Ich dachte, du bist sowieso nicht da nächstes Jahr??“

„Ach ja. Stimmt…“
„Also, wir können auch ohne dich an deinem Geburtstag Spaß haben.“

„Nee, nee. Ich habe mir das gerade anders überlegt.“
„Du bist jetzt doch nächstes Jahr hier?“

„Nö. Aber du auch nicht.“
„ICH AUCH NICHT? Wo bin ich denn??“

„Dich nehme ich mit. Dann kannst du wenigstens keinen Schaden anrichten.“
„Soweit ich weiß, gibt es in jeder Stadt auf der Welt ein Rathaus oder ähnliches, das eine Tür mit Klinken hat…“

„Alte Rathäuser finde ich sehr romantisch.“
„Huch! Woher der plötzliche Sinneswandel??“

„Aber ich werde dort nicht die Klinken putzen.“
„SONDERN??“

„Du hast noch 11 Monate.“
„Worauf willst du denn hinaus? Nein! Du meinst doch wohl nicht…“

„Doch! Und vergiss die Ringe nicht! Klinken putzen… pfff!“

Kopfschüttel…

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (noch nicht bewertet)
Loading...Loading...
Diesen Blogartikel verlinken:

Hallo ich bins!

Hallo ich bins!Meine Liebste ist heute morgen lange vor mir aus dem Haus gegangen, da sie einen weiten und zeitraubenden Anfahrtsweg zu einem ihrer Kunden hat. Um ihr trotzdem auch heute morgen sagen zu können, dass sie mein größter Schatz ist, rufe ich sie auf ihrem Autotelefon an.

„Ja? Hallo?“
„Guten Morgen Süße, ich bins!“

„Hallo??“
[Sie ist wahrscheinlich mit 250 Sachen unterwegs…]
„Jaaa, ich bins! Verstehst du mich? Fahr doch mal langsamer!“

„Ach du bist es! Was willst du denn? Hallo?“
„GUTEN MORGEN!!“

„Guten Morgen mein Schatz!“
„Ich wollte dir nur sagen, dass ich dich lieb hab.“

„Was?“
[Es hört sich immer noch nach 180 an…]
„…DASS ICH DICH LIEB HAB!!“

„Ach so! Und was willst du denn nun? Hallo?“
„Nichts, ich wollte dir nur sagen, dass ich dich…“

„Du rufst doch sonst nicht an morgens!“
„Ja, aber heute wollte ich eben einfach mal…“

„Sehr ungewöhnlich. Ist was passiert??“
„Nein, nein, es ist alles OK, keine Sorge!“

„Du wolltest mir bestimmt was beichten! Raus damit!“
„Nein, ja, aber doch nur, dass ich dich lieb hab!“

„Hallo? Bist du noch dran?“
„Ja Herrgott, ich bin noch dran! Fahr LANGSAMER!“

„Schrei doch nicht so! Ich habe es eilig und es ist gerade frei.“
„Sorry, also ich wollte dir nur nochmal sagen, dass…“

„Schön, dass du anrufst. Machst du ja sonst nicht.“
„Danke Schatz, es ist, weil du doch heute morgen so früh…“

„Damals bist du immer extra für mich morgens aufgestanden, wenn ich früher weg musste!“
„Ja, schon, nur…“

„Und hast mir auch immer noch Tee gekocht morgens…“
„Ja, sicher, aber…“

„Könntest du ja ruhig mal wieder machen, dann bräuchtest du auch nicht immer anzurufen!“
„Ja Schatz…“

Kopfschüttel…

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...
Diesen Blogartikel verlinken:

Die Freundin des Typen

Die Freundin des TypenMeine Liebste verfolgt natürlich auch selbst, was im Kopfschüttel-Blog so passiert und jedesmal freut sie sich riesig. Übrigens ist sie der Meinung, „so sei das ja alles immer gar nicht gewesen.“ Ich glaube es ja manchmal selbst nicht…

„Du, da haben welche Kommentare zu mir geschrieben.“
„Ja, das stimmt. Lustig, oder?“

„Der eine hat gesagt, seine Freundin würde ihm so ein Blog verbieten.“
„Ist mir aufgefallen.“

„Könnte ich dir das auch verbieten?“
„Ähm…“

„Ich meine, wenn ich auch dagegen wäre?“
„Ja bist du doch aber nicht, oder??“

„Nein. Ich finde das alles sehr lustig.“
„Gut, ich dachte schon…“

„Aber wenn ich will, dann löschst du alles?“
„Schatz, also, da steckt viel Arbeit drin und…“

„Zum Beispiel die Geschichte mit dem Parken.“
„Was ist denn damit??“

„Oder das mit dem Shopping.“
„Ja aber du hast doch gesagt…“

„Oder die Krabbensalat-Geschichte.“
„SCHATZ! Bislang hast du dich doch immer darüber gefreut!“

„Ich will aber nicht für doof gehalten werden!“
„Es ist die Frage, wer von uns beiden mehr bedauert wird…“

„Ach du vielleicht?? Ja, du kommst ja immer gut weg dabei!“
„Ich glaube, die meisten Männer beneiden mich um dich.“

„So? Und wieso?“
„Weil du hübsch und lustig bist und Spaß verstehst.“

„Hm.“
„Und weil du Selbstbewusstsein hast und klug bist.“

„Und warum müsste ich dir das dann eigentlich verbieten?“
„Wer sagt denn das??“

„Die Freundin von dem Typen da. Die lacht doch über mich!“
„Ja aber alle anderen doch auch! Ich meine, nein, also…“

„Na toll! Ich dachte, du machst dieses Blog, weil du mich lieb hast!“
„Aber ich habe dich doch auch lieb!“

„Und warum sollen dann alle über mich lachen??“
„Über UNS, Schatz, über UNS! Das ist doch der Sinn von Humor!“

„Hm.“
„Über sich selbst lachen zu können, ist doch toll. Ich bin stolz auf dich.“

„Sag mal was lustiges jetzt.“
„Wer? Ich?“

„Ja, du. Sag mal irgendeinen Blödsinn.“
„Gut, ähm… Nutella gibt es jetzt auch mit Melonengeschmack und ganzen Früchten.“

„Hä? Das passt nicht. Was anderes.“
„Aber… na gut. Sieben mal sieben gibt sehr feinen Sand.“

„Da kann ich ja keine Blog-Geschichte draus machen!“
„Du??“

„Ich will da auch was schreiben! Damit die Freundin von dem Typen da sieht, dass du auch doof bist!“
„Schatz! Das ist ein Blog über DEINE alltäglichen Verrücktheiten!“

„Eben hast du gesagt, über uns!“
„Ja, schon, aber du lieferst doch die Vorlagen!“

„Du meinst also, ohne mich wäre das gar nicht lustig?“
„Das will ich wohl meinen. Du bist bereits sehr prominent.“

„Und ohne mich wäre das auch für dich ja nicht lustig?“
„So gesehen, ja, das stimmt. Obwohl es ja manchmal auch echt anstrengend…“

„Dann lass mal. Die Freundin von dem Typen ist wahrscheinlich nicht lustig.“
„Kann sein, aber…“

„Du sollst mich lustig finden und lieb haben. Schreib weiter!“

Kopfschüttel…

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (noch nicht bewertet)
Loading...Loading...
Diesen Blogartikel verlinken:

Einkaufen im bösen Internet

Enkaufen im bösen InternetMeine Liebste hat ein äußerst seltenes Hobby: Schuhe. Wäre da nicht die schwierige Beschaffung… Läden suchen, voll und stickig, Personal mau, usw. Nun hat sie das Online-Shopping im Internet entdeckt.


„Du, wie geht das eigentlich so im Internet?“

„Was genau möchtest du denn tun?“

„Ich habe hier prima Flip-Flops gefunden, und nun?“
„Im Internet?? Auf welcher Seite denn?“

„Shop Web Buffi irgendwas www. Sieht schön aus.“
„Ahhh ja. Gut. Und was ist jetzt deine Frage??“

„Kann ich die jetzt da irgendwie bestellen?“
„Ja Schatz. Leg die Schuhe in den Warenkorb und geh zur Kasse.“

„Dein Fachchinesisch! Ich habe das doch noch nie gemacht!“
„Oh, äh… sorry, ich wusste gar nicht, dass…“

„Nee, lass nur. Ich finde das hier schon raus. So, mal schauen…“
„Da unten rechts jetzt klicken…“

„Lass mich doch mal machen! Kann ja nicht so schwierig sein.“
„Gut Schatz, aber wenn du Fragen hast…“

[Meine Liebste vergräbt sich und ich höre es ca. 347-mal klicken.]

„Du? Schatz? Ich habe jetzt 6 Paar Schuhe im Warenkorb.“
„Das freut mich… Kann man da auch Schuhschränke bestellen?“

„Nein, ich meine, ich will ja nur ein 1 Paar! Und jetzt?“
„Schmeiße einfach die Schuhe raus, die du nicht haben willst.“

„Das geht hier aber nicht. Blödes Internet, ich habs gewusst!“
„Ganz ruhig, Moment… Trage da anstelle der 6 eine 1 ein.“

„Ach so, ja, geht. Danke, jetzt komme ich wieder allein klar.“
„Soll ich nicht vielleicht doch…“

„Nein, aber vielen Dank Schatz. Geh, geh…!“

[Es verstreichen bestimmt 10 Minuten ohne einen einzigen Klick…]

„Du? Schatz? Was ist denn SSL?“
„Eine Verschlüsselungstechnik, die gewährleistet, dass deine persönlichen Daten sicher übertragen werden.“

„Aber die haben doch meine Daten noch gar nicht!“
„Nein, noch nicht, aber du wirst sie gleich eingeben müssen und das ist dann eben sicher.“

„Ich möchte doch nur die Schuhe kaufen, sonst nichts!“
„Ja, aber die müssen doch irgendwo hingeliefert werden, oder?“

„Das ist ziemlich kompliziert, finde ich. Also Bestellen klicken.“
„Ich geh dann mal wieder, Schatz…“

„Du kannst mich doch jetzt nicht alleine lassen! Hilf mir mal!“
„Aber du wolltest doch…“

„Jajaja, jetzt komm und sag mir die Anschrift  von deiner Firma.“
„VON MEINER FIRMA??“

„Die wollen da eine Lieferadresse und ich bin ja nie hier.“
„Ach so, naja… Gut, also dann nimm diese Adresse hier…“

„Fein! So und jetzt brauche ich nur noch deine Kreditkarte.“
„BITTE?? M-E-I-N-E KREDITKARTE???“

„Ja ich habe doch keine und das geht hier nur mit Kreditkarte!“
„Ach und da muss ich jetzt noch DEINE Schuhe bezahlen, oder was?“

„Jetzt stell dich nicht so an, das sind nur 4,99 EUR.“
„Soll das heißen, du bestellst jetzt seit einer Stunde Schuhe für 5 Euro??“

„Genau diese gibts woanders aber nicht und es sind 12,89 EUR.“
„Schatz, ich bin deutlich über 30, bitte, bitte, mein Blutdruck…“

„Naja Versandkosten kommen ja noch dazu und…“
„Ist schon gut, hier, nimm meine Kreditkarte… Ich kaufe mir eine neue.“

„Geht denn das??“
„NEIN! NEIN, natürlich nicht! Du kannst ja auch kein Geld kaufen!“

„Ach so, schade. Warum regst du dich denn so auf?“
„Egal. Hast du sonst noch Fragen? SCHATZ??“

„Nö. Alles gut! Hoffentlich passen die Schuhe, die gabs nämlich nur noch in eine Nummer kleiner…“

Kopfschüttel…

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (noch nicht bewertet)
Loading...Loading...
Diesen Blogartikel verlinken: