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Entspannung

18. Juni 2011, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Nach einer Woche mit viel Arbeit und viel Ärger auf Arbeit kam ich am Freitag ziemlich geschafft heim und wollte nur noch auf mein Sofa. Doch die Liebste hatte andere Pläne:

„Hallo Schatz, prima, dass du da bist!“
„Ja. Bin ich froh, dass Wochenende ist.“

„Oh ja! Es ist so viel los an diesem Wochenende!“
„So. Was denn?“

„Naja, wir könnten heute abend den neuen Film ‘Eine Insel namens Udo’ ansehen, der soll total lustig sein. Susi war schon drin.“
„Ja, äh…“

„Prima. Dann ziehe ich mich um, dann können wir vorher noch irgendwo eine Kleinigeit essen!“
„Halt, nicht so schnell. Ich will heute abend gar nicht ausgehen. Wir könnten doch auch mal daheim bleiben. Du kochst was Leckeres, wir gucken gemütlich Fernsehen und bleiben auf unserem kuscheligen Sofa liegen und wenn du noch ganz viel Energie übrig hast, kannst du mir Rücken und Schultern massieren. Das wäre doch was!“

„Och, nö. Daheim bleiben ist doch langweilig. Schatz, es ist WOCHENENDE!“
„Eben, es ist Wochenende. Das heißt wir erholen und entspannen uns.“

„Dann könnten wir ja morgen endlich mal frühs zum Trödelmarkt, da wollten wir doch schon lange mal hin.“
„Ja, schon. Aber wie früh ist bei dir denn früh?“

„Naja, früh halt. Nicht vorm Aufstehen, aber Mittags brauchen wir da auch nicht mehr hin, dann sind alle Schnäppchen weg.“
„Quatsch, Schnäppchen. Du kaufst dann nur irgendeinen nutzlosen Kram, der dann hier vor sich hinstaubt.“

„Ha, wer hat dir mal die eine spezielle CD da mitgebracht? Von diesem … hab den Namen vergessen. Ist ja auch egal, die war auf jeden Fall vom Flohmarkt!“
„Okay, manchmal kaufst du auch was Sinnvolles.“

„Prima, dann gehen wir also morgen früh dahin.“
„Ach, Schatz. Ich will ausschlafen, nichts tun, vielleicht mal bis zum See fahren und mich dort hinlegen. Heimkommen und mich vom Nichtstun ausruhen.“

„Oh, wie langweilig.“
„Nein, nicht langweilig, erholsam.“

„Wir könnten ja auch heute ausruhen und morgen wegfahren, dann hättest du heute deine Erholung und ich morgen meine Abwechslung.“
„Ja. Wo willst du denn hin?“

„Wir könnten mal ans Meer fahren.“
„Ach was, wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr.“

„Ach, hör auf mit dem Quatsch, es wird dir auch guttun, mal rauszukommen und was anderes zu sehen.“
„Naja, wenn du unbedingt willst, dann fahren wir halt morgen mal ans Meer.“

„Oh, du bist ein Schatz! Ich freu mich.“
„Prima, dann hab ich heute abend meine Ruhe, kann morgen ausschlafen und dann geht’s los ans Meer. Was willst du denn am Meer?“

„Na an den Strand legen und entspannen.“

Kopfschüttel…




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Rosenstrauß

14. Juni 2011, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Vor kurzem kam ein Riesenrosenstrauß für meine Liebste. Sie schaute nur kurz auf die beiliegende Karte und steckte die dann ein. Sie stellte die Blumen ins Wohnzimmer und ich fragte sie natürlich, wer ihr solche Blumen schickt.

„Ach, kennst du nicht.“
„Was soll denn das?“

„Was soll was?“
„Naja, deine Mutter schickt dir ja kaum rote Rosen!“

„Stimmt. Von meiner Mutter sind die nicht.“
„Also? Jemand kennengelernt?“

„Ich lerne ständig Leute kennen. Du doch auch.“
„Ja, aber ich krieg keine Rosen geschickt.“

„Na, das wäre ja auch komisch. Ein Mann kriegt Rosen geschickt, hab ich noch nie gehört.“
„Eben. Frauen kriegen Rosen geschickt.“

„Eben.“
„Ja. Von wem sind die Rosen?“

„Eifersüchtig?“
„Ja. Sind die protzigen Dinger etwa von dem neuen Kollegen, von dem du neulich erzählt hast?“

„Nein. Und die sind doch nicht protzig. Und Schatz, für Eifersucht gibt es keinen Grund.“
„Da bin ich aber beruhigt. Trotzdem will ich wissen, von wem hier diese Dinger sind.“

„Was heißt Dinger? Das sind total schöne Rosen! Und die duften auch so gut. Hier, schnupper mal.“
„Nein. Ich will jetzt wissen, was das soll!“

„Ich freue mich über die Rosen.“
„Wer schickt dir rote Rosen? Zeig mal die Karte vom Strauß her!“

„Du kannst ja richtig eifersüchtig sein! So kenne ich dich ja gar nicht!“
„Ja. Meine Freundin soll keine roten Rosen von anderen Männern bekommen.“

„Warum? Wenn sie sich über Rosen freut.“
„Ja, aber wenn sie Rosen will, kriegt sie Rosen von mir!“

„Eben nicht! Wann gab’s den letzten Rosenstrauß?“
„Neulich erst.“

„Wann war neulich?“
„Naja, vor einiger Zeit.“

„Vor sehr, sehr langer Zeit.“
„Ja. Stimmt. Ich bin unaufmerksam in letzter Zeit. Tut mir leid. Ich lieb dich doch trotzdem. Ich hatte halt die letzte Zeit viel Ärger und Stress auf Arbeit. Von wem sind denn jetzt die Rosen?“

„Das tut nichts zur Sache. Ich wollte nur mal wieder hören, dass du mich liebst.“
„Aber Schatz! Natürlich liebe ich dich, auch wenn ich es nicht dauernd sage. Wollen wir heute abend schön essen gehen? Ich bestelle einen Tisch beim Italiener.“

„Gern. Das können wir machen.“
„Gut. Könntest du die Rosen dann vielleicht aus dem Wohnzimmer entfernen?“

„Ach, Schatz. Die sind von mir.“
„Wie? Die sind von dir?“

„Naja, ich dachte ich schick mir mal Rosen, wenn von dir keine kommen.“
„Jetzt bin ich platt. Auf was für Ideen du kommst! Du hättest doch einfach was sagen können!“

„Ach, Schatz. Ich geh mich jetzt mal umziehen für den Italiener!“
„Ja, mach das.“

„Hier ist übrigens noch die Karte: ‘Für den neugierigen Schatz als Erinnerung, damit er ab und zu auch mal Blumen bringt.’“

Kopfschüttel…




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