Könnte doch gehen?

13. Juli 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich sitzen gemeinsam am Frühstückstisch und lassen es uns mit allerlei Leckereien gut gehen. Ab und zu mal in aller Ruhe groß frühstücken: was gibt es Schöneres…
Außerdem bietet das auch immer Raum für Gespräche und Neuigkeiten.

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Weißt du, was ich mir mit Kathrin zusammen überlegt habe?”
“Nein. Was?”

“Wie man aus der Wirtschafts- und Ölkrise rauskommt.”
“Ach so. Wirtschafts- und Ölkrise. Wenn´s weiter nichts ist…”

“Das ist gar nicht so schwer.”
“Aha, und DAS hast du dir ausgerechnet mit Kathrin überlegt??”

“Ja.”
“…mit einer Frau, die glaubt, Tofu sei eine griechische Insel??”

“Das hat sie doch gar nicht ernst gemeint!”
“Das glaube ich aber schon!”

“Quatsch!”
“Na wie dem auch sei… Und was ist jetzt das Ergebnis?”

“Von was?”
“Wie ihr mal eben die Welt retten wollt?”

“Ach so! Das ist eigentlich ganz einfach.”
“Ganz einfach also…”

“Wir haben uns überlegt, dass es ja viele Kühe gibt.”
“Kühe??”

“Ja. Wir haben das mal gegoogelt.”
“Was habt ihr gegoogelt?”

“Es gibt allein in Deutschland ungefähr 4 Millionen Kühe.”
“Echt?”

“Ja. Und jede gibt bis zu 40 Liter Milch am Tag.”
“So viel?? Das sind ja…”

“…160 Millionen Liter am Tag, genau.”
“Wow… Das wusste ich gar nicht! Stimmt das??”

“Natürlich stimmt das!”
“Das kommt mir irgendwie Spanisch vor…”

“Aber das stimmt tatsächlich, keine Sorge.”
“Aha. Aber das dürfte ja nicht wirklich neu sein, oder?”

“Nee, aber das verschafft unserem Plan das nötige Potenzial.”
“Was für ein Plan denn??

“Wir stellen um.”
“Ihr stellt um?? Wen??”

“Die Kühe.”
“Auf was??”

“Auf Öl.”
“Auf Öl?? Du meinst, ähm, also, Öl im Sinne von Benzin, ähm…”

“Kathrin meint, das müsste gehen.”
“Ihr wollt also Kühe auf Öl umstellen??”

“Ja, mit irgendeiner Biomasse, Enzyme und Bakterien oder so.”
“Mit Bakterien??”

“Ja, so wie in einer Kläranlage. Haben wir auch gegoogelt.”
“Ähm…”

“Ja, die Bakterien machen die Milch in kleine Stücke…”
“-”

“…und die Enzyme bauen das dann später zu Öl zusammen.”
“Das glaubt mir wieder mal keiner, ehrlich…”

“Wieso? Könnte doch gehen??”
“Ja… Ist wahrscheinlich einfach noch niemand drauf gekommen…”

“Wir wollen natürlich nicht alle Kühe auf Öl umstellen.”
“Natürlich nicht…”

“Weil wir ja auch noch Milch brauchen.”
“Das ist aber sehr nett von euch…”

“Ist doch ein guter Plan, oder??”
“Äh, ja… Sag mal, arbeitet Kathrin nicht in einem Reisebüro??”

“Ja, wieso?”
“Hat die da nicht genug zu tun, oder was??”

“Na und? Mit so einer Lösung könnten wir Millionen verdienen!”
“…wohl eher Millionen verlieren…”

“Stell dir mal vor, wenn man direkt an einer Kuh tanken könnte!!”
“Oh bitte, das ist doch totaler Schwachsinn!!”

“Vielleicht hat das einfach noch nie jemand probiert??”
“OK, schön. Nehmen wir mal an, ihr zwei Grazien versucht das.”

“Dann werden wir berühmt!”
“Jaja, berühmt. Und nehmen wir mal an, es klappt leider nicht.”

“Naja, möglich wäre es ja, dass das doch nicht klappt…”
“Und was macht ihr dann??”

“Dann haben wir natürlich Plan B.”
“Oh nein…”

“Doch!”
“Und was ist dann Plan B? Aus Wein Gold machen, oder was??”

“Nein, es ist viel simpler.”
“So??”

“Dann stellen wir einfach Autos auf Milch um!”

Kopfschüttel…

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Niemals müde

9. Juli 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen gemütlich am Abend zuhause auf dem Sofa. Wir wollen noch ein Stündchen den Fernseher bemühen und dann heute einmal früh ins Bett gehen.
Irgendwie ist das heute ein Tag, an dem wir beide ganz sicher keine Bäume mehr ausreißen werden…
Das kommt vor!

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ist das hier so kalt oder meine ich das nur?”
“Es ist nicht kalt. Außerdem liegst du ja unter der Decke.”

“Mir ist aber kalt.”
“Dann bist du vielleicht einfach nur müde.”

“Ist dir denn nicht kalt??”
“Nein. Mir ist warm.”

“Aber du hast doch gesagt, dass du müde bist?”
“Richtig, aber kalt ist mir trotzdem nicht.”

“Ach! Aber ich soll müde sein, oder was??”
“War ja nur so ein Gedanke, weiter nichts.”

“Immer sagst du, ich sei müde!”
“Sage ich ja gar nicht, das war ja nur eine Vermutung!”

“Ich bin nicht müde!”
“Schön!”

“Ich bin NIE müde!”
“Ach tatsächlich?? Da weiß ich aber was anderes!”

“Was denn??”
“Du brauchst ein Bett ja nur sehen, schon bist du eingepennt!”

“Quatsch! Das ist nur teilweise richtig.”
“Aha? Und welcher Teil muss korrigiert werden?”

“Ich penne ein, wenn ich ein Bett sehe, das stimmt.”
“Aber?”

“Aber nur, wenn DU nackig drin liegst!”

Kopfschüttel…

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Ganz viel Liebe drin

6. Juli 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich treffen uns am Samstagnachmittag zuhause, nachdem die Liebste mit ihrer Freundin Nicole den ganzen Tag über in der Stadt zum Shoppen war.
Ich musste/wollte/durfte nicht mit, insofern ein denkwürdiger Tag, der im Kalender vermerkt werden sollte…

“Hallo Schatz! Ich bin wieder da!”
“Hallo Süße! Habt ihr einen schönen Tag gehabt?”

“Ja. War super.”
“Aha.”

“Ist schon was anderes, mit einer Frau shoppen zu gehen…”
“Das kann ich mir bildhaft vorstellen.”

“Und was hast du so gemacht in der Zwischenzeit?”
“Ähm, also ich habe hier ein bisschen…”

“Das ist schön, Schatz.”
“Ja, so viel also dazu…”

“Willst du sehen, was ich alles mitgebracht habe?”
“Ähm…”

“OK, warte, ich packe eben schnell aus.”
“Habe ich eine Wahl?”

“Nein.”
“Tja…”

[Ich setze mich also auf unser Sofa, während die Liebste mit ihren 27 Tüten im Schlafzimmer verschwindet.
Nach gefühlten 2 Stunden kommt sie neu bekleidet zurück und stellt sich in den Türrahmen, damit ich auch alles gut sehen kann.]

“Und? Was meinst du?”
“Der Rock ist toll, so einen hast du doch gesucht, oder?”

“Ja! Und jetzt habe ich endlich so einen!”
“Fein.”

“Und was noch?”
“Ähm… Die Bluse?”

“Ja, die Bluse.”
“Die ist auch gut.”

“Gut??”
“Sehr gut, sehr schön, passt gut zum Rock.”

“Habe ich auch extra dafür gekauft.”
“Ja. Und die Schuhe sind auch klasse.”

“Welche Schuhe??”
“Ähm, die Schuhe, die du da an hast?”

“Die sind doch gar nicht neu!?”
“Ach so?”

“Die habe ich doch schon ewig!”
“Habe ich aber noch nie gesehen?”

“Ich habe sie ja auch noch nie an gehabt.”
“Ähm…”

“Aber zu dem Rock passen die jetzt endlich!”

[Meine Liebste dreht sich auf dem Absatz um und verschwindet erneut im Schlafzimmer, um das Outfit zu wechseln.
Dann kommt sie wieder und alles geht von vorne los, und zwar insgesamt dreimal.
Während ich mich frage, wie diese Frau vorher ohne diese ganzen Sachen überhaupt leben konnte, zieht die Liebste aus einer kleinen Tüte einen zirka tassengroßen Gegenstand, der in Geschenkpapier verpackt ist.]

“Hier, für dich habe ich auch was mitgebracht.”
“Für mich??”

“Ja, möchtest du es haben? Da ist ganz viel Liebe drin!”
“Was ist da drin?? Liebe??”

“Mach es doch auf!”

[Die Liebste gibt mir das Geschenk und ich prüfe anhand des Gewichtes und der Form zunächst, was da wohl drin sein könnte. Es fühlt sich leicht und weich an; ohne feste Konturen.]

“Und? Noch kannst du raten, was da drin ist!”
“Hm… Ein paar Socken??”

“Socken! Ich schenke dir doch keine Socken!!”
“Da bin ich aber erleichtert; vielleicht eine, ähm… Unterhose?”

“Unterhosen schenke ich dir auch nicht mehr, darf ich ja nicht.”
“Richtig, darfst du nicht.”

“Obwohl ich das gar nicht verstehen kann.”
“Was verstehst du denn daran nicht??”

“Ich könnte dir doch mal wieder einen schicken Slip schenken??”
“Du meinst, so wie den letzten, den du mir gekauft hast??”

“Kann ich doch nicht wissen, dass du keine Strings magst!”
“Männer tragen nun mal keine String-Unterhosen!”

“Manche schon.”
“Ja, aber die bekommen auch viel Geld dafür.”

“Blödmann, ich fand die gut!”
“Schön, und was ist hier jetzt drin??”

“Mach auf!”

[Ich öffne vorsichtig die drei Klebestreifen, die das Geschenkpapier zusammen halten. Und zum Vorschein kommt... ]

“Ist der nicht süüüß??”
“Ähm… Das ist ja ein…”

“Ein Schutzengel, genau.”
“Schutzengel?? Für mich sieht es eher aus wie ein Bärchen…”

“Ja, aber das ist ein Schutzengel, ein Schutzbärchen sozusagen.”
“Danke, aber… Was soll ich damit??”

“Ich dachte, dass du dir den ins Auto hängst.”
“Ins Auto??”

“Ja, da ist eine große Schlaufe dran, siehst du?”
“Und DEN soll ich mir jetzt ins Auto hängen??”

“Klar, ich meine, so wie du fährst, brauchst du den!”
“Bei aller Liebe, aber ich hänge mir NICHT so ein Ding an den Spiegel!”

“Warum nicht? Das machen viele?”
“Viele ja, ich: NEIN!”

“Jetzt sei doch nicht so!”
“Liebste, ich hänge mir doch nicht so ein Gedöns ins Auto!”

“Och bitte, das ist in diesem Fall GANZ wichtig!!”
“Wieso gerade in diesem Fall?”

“Weil ich den gleichen habe, hier! Das bringt Glück!”

[Die Liebste zieht aus ihrer Handtasche ein weiteres Bärchen, identisch mit dem, welches ich gerade in der Hand halte.]

“Das Glück funktioniert nur, wenn wir das beide machen!”
“Heißt das, dass du dir das Ding auch in dein Auto hängen willst??”

“Ja!”
“NEIN!”

“Och bitte!”
“Himmel!”

“Ich dachte, du findest das romantisch…”
“Es ist ja auch nett gemeint, aber…”

“Du bist so doof, nie freust du dich über was, was ich mache!”
“Ich freue mich ja, aber…”

“Ich mache das doch nur, weil ich dich so lieb habe.”
“Ähm, also…”

“Alles, was ich mir ausdenke, ist immer verkehrt.”
“Also so kann man das nun auch nicht…”

“Ich kann dir ja schließlich keine Blumen mitbringen, oder??”
“Es tut mir ja leid, aber…”

“Na schön, dann gib her.”
“Und dann? Was dann?”

“Dann schenke ich die Bärchen eben Tanja.”
“Tanja?? Und was soll die dann damit??”

“Die kann den einen dann ja ihrem Freund schenken.”
“Aha…”

“Vielleicht will der das Bärchen ja für sein Auto haben.”
“Tja, also ich befürchte, das wird ähnlich schwierig werden…”

“Ähnlich schwierig wie bei Nicole?”
“Wieso Nicole? Was hat die denn jetzt damit zu tun??”

“Na von Nicole habe ich die Bärchen ja gekriegt!”

Kopfschüttel…

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Der versteckte Witz

3. Juli 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste hält sich seit gefühlten 4 Stunden im Badezimmer auf, während ich bereits im Bett liege und darauf warte, dass sie endlich zu mir kommt.
Frauen brauchen ja immer ein bisschen länger, aber das… Gerade, als mir die Augen zufallen, kommt sie zur Tür hinein.

“Ich will kein Wort hören!”
“Ähm… OK, Süße…”

“Keinen Spruch, keine Witze, kein Gelaber: NICHTS!”
“Ich sage doch gar nichts??”

“Dann ist ja gut.”
“Darf ich denn trotzdem wenigstens fragen, was das ist??”

[Die Liebste hat zirka 10-12 kleine weiße Vierecke im Gesicht kleben; jedes so etwa 2x2 Zentimeter. Auf der Stirn, auf der Nase, am Kinn, auf der Wange...
Sie sieht ein bisschen so aus wie... Ach, ich darf ja nichts sagen...]

“Das ist Creme.”
“Sieht aber eher aus wie Toilettenpapier-Schnipsel??”

“Es ist ja auch Toilettenpapier.”
“Aha.”

“Wie gesagt, ich will NICHTS hören!”
“Ich sage ja auch gar nichts?”

“Aber du wolltest was sagen.”
“Wollte ich nicht!”

“Doch! Ich kenne dich!”
“Nein, wirklich, ich wollte nichts dazu sagen!”

“Also schön, dann lass es raus.”
“Was denn raus lassen??”

“Einen doofen Kommentar, Lästerei oder was dir sonst einfällt.”
“Aber Schatz, ich will doch gar nichts…”

“LÜG MICH NICHT AN!”
“Aber…”

“Da fallen mir selbst ja schon tausend Sprüche zu ein!”
“So?”

“Ja. Und DIR fallen bestimmt zweitausend ein!”
“Aber ich muss doch nicht immer alles kommentieren, oder?”

“Also hast du doch was auf der Zunge!!”
“Nein, es ist alles gut. Komm ins Bett jetzt.”

“Was willst du damit sagen??”
“Was? Womit??”

“Dass ich ins Bett kommen soll!”
“Du sollst eben ins Bett kommen, was sonst!?”

“Ist das irgendein versteckter Witz??”
“Nein! Komm einfach hier ins Bett und leg dich hin.”

“Auf den Rücken?”
“Worauf du möchtest.”

“Siehste, und gleich kommt es dann!!”
“Was denn??”

“Dann sagst du, dass ich wie eine Mumie aussehe oder so!”
“Im Gegensatz zu dir haben Mumien aber…”

“Ich wusste es! Ich wusste es! Sei still!!”
“Aber…”

“Blödmann!”
“Mumie!”

“Doppelblödmann!”
“Plakatsäule!”

“Dummbeutel!”
“Flickenteppich!!”

“Hör auf jetzt!!”
“Ich sage doch gar nichts??”

“Ich gehe jetzt.”
“Wohin??”

“Ich mache die Dinger wieder ab!”
“Warum??”

“Weil du dich wie erwartet nur über mich lustig machst!!”

Kopfschüttel…

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Steinhart

29. Juni 2009, aus der Schublade Die besonderen Dinge

Meine Liebste und ich gehen ein wenig am Osterdeich spazieren und schauen uns die vielen Leute an, die heute unterwegs sind. Wir haben kein besonderes Ziel, sondern schlendern einfach nur ein bisschen durch die Gegend.

“Aua!!”
“Huch! Was ist passiert, Süße??”

“Ich bin auf einen Stein getreten!”
“Auf welchen Stein??”

“Wieso ist das denn jetzt wichtig, welcher Stein?!”
“Naja, also, das war nur mein erster Gedanke und…”

“Vielleicht fragst du mich mal, ob ich mir weh getan habe!?”
“Hast du dir weh getan??”

“Nein.”

Kopfschüttel…

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Ich sehe es ja ein

25. Juni 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich wollen am Abend noch zusammen ein Bier trinken gehen, das Wetter ist toll und das muss man einfach ausnutzen.
Eigentlich sind wir startklar, aber wer die Liebste schon kennt, der weiß:
SO einfach ist das nicht!

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Wir können jetzt los.”
“Sehr gut, sehr gut!”

“Ach so, sag mal, hast du Geld dabei?”
“Ja.”

“Gut, dann brauche ich ja keins mitnehmen, oder?”
“Nein. Ich lade dich ein.”

“Das ist gut. Wird aber auch mal wieder Zeit.”
“Was jetzt! Was wird MAL WIEDER Zeit!?”

“Dass du deine Liebste mal zu was einlädst.”
“Wie bitte??”

“Ist schon lange her!”
“Du spinnst ja wohl!”

“Wieso, stimmt doch!!”
“Und was war gestern, bitte??”

“Was war denn gestern??”
“Waren wir da vielleicht im Kino und wer hat bezahlt??”

“Oh…”
“Ja, OH! Aber erst mal rumstänkern, na toll!”

“Aber ich…”
“Eigentlich müsste ich mich jetzt aufregen und dir…”

“Ok, ok, ok, alles klar, ich sehe es ja ein. Tschuldigung…”
“Hm…”

“Ich bezahle auch heute, ja?”
“Dass du aber auch immer erst…”

“Es tut mir leid, sei nicht böse, ja?”
“Na schön…”

“Da gibt es nur noch ein klitzekleines Problem…”
“Und das wäre?”

“Ich habe gar kein Geld mehr, nur noch 2 Euro oder so…”
“War ja klar…”

“Dann müssen wir also erst noch zum Geldautomaten.”
“Och nee! Dann müssten wir ja mit dem Auto noch los!”

“Hm…”
“Hm…”

“Kannst du mir nicht Geld leihen?”
“Ich kann, aber…”

“Leihst du mir bitte 50 Euro?”
“Na schön, ja klar. Obwohl das ja eigentlich…”

“Du kriegst die auch bestimmt ganz schnell wieder zurück!”
“Jaja, ist ja gut…”

“Ach, da ist noch was…”
“Ich ahnte so etwas irgendwie schon…”

“Ich habe doch einen Rock an!”
“Und??”

“Und da habe ich keine Taschen und nichts!”
“Und deine Handtasche?”

“Wollte ich eigentlich nicht mitnehmen heute.”
“Aha.”

“Kannst du die 50 Euro dann für mich einstecken?”
“Soll ich dir vielleicht auch noch das Bezahlen abnehmen??”

“Das wäre nett, ja, warum nicht?”
“Warum frage ich bloß…”

“Ach, weißt du was, irgendwie ist das ja viel zu kompliziert alles.”
“Da stimme ich dir ausnahmsweise mal zu…”

“Wir machen das noch ganz anders:”
“Irgendwie verspüre ich schon wieder Angstschweiß auf der Stirn…”

“Quatsch, also pass auf:”
“Ich höre…”

“Du bezahlst einfach heute. Fertig. OK?”
“Aha. So hatten wir ja auch angefangen, glaube ich…”

“Ja, aber da ist jetzt ein wichtiger Unterschied.”
“Und was ist der wichtige Unterschied?”

“Ich weiß jetzt, dass ich ja eigentlich dran gewesen wäre.”
“Schön, und was bedeutet das für mich, bitte??”

“Es ist toll, dass du das jetzt für mich übernimmst. Danke!”
“Aha. Und das nächste Mal bezahlst dann wieder du?”

“Nee, wieso?”
“Naja, ich meine, weil doch…”

“Das nächste Mal bist du ja wieder dran!”

Kopfschüttel…

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Auf die Größe kommt es an

22. Juni 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich haben am Abend noch ein wenig Hunger; also raffe ich mich mal auf und koche eine simple, aber leckere Reispfanne mit asiatischem Gemüse, scharfer Soße und Pute.
OK, obwohl es nur eine Kleinigkeit werden sollte, ist die Pfanne nun doch recht voll geworden…

“Schatz, was soll denn das??”
“Was denn, Süße?”

“Du hast ja für eine ganze Kompanie gekocht!”
“Das ging irgendwie nicht anders, ich weiß auch nicht, also…”

“Wir wollten doch Diät machen!”
“Ach ja?? Wollten wir??”

“Ja.”
“Wofür willst du Bohnenstange denn eine Diät machen??”

“Ich dachte dabei weniger an mich.”
“Ähm…”

“Außerdem bin ich keine Bohnenstange!”
“Das heißt also, dass eher ich…”

“Genau, an dich habe ich dabei eigentlich gedacht.”
“Aber…”

“Ich würde dann eben aus Solidarität mitmachen.”
“Aha, das ist aber sehr nett…”

“Ja. So bin ich, kannste mal sehen!”
“Aber das ist doch ein relativ fettarmes Gericht, so eine Reispfanne?”

“Ja, das stimmt.”
“Nur ein bisschen viel vielleicht…”

“Es geht ja eigentlich nicht um die Menge.”
“Nicht?”

“Nein. Und um den Fettgehalt auch nicht.”
“Aha… Sondern??”

“Es geht um die Größe.”
“Die Größe?? Schatz, ich habe die Reiskörner nicht selber gemacht!”

“Ich meine doch nicht den Reis!”
“Was denn??”

“Ich meine die Teller.”
“Die Teller?? Was ist denn damit??”

“Die sind zu groß.”
“Aber die benutzen wir doch immer??”

“Ja, aber die sind eben zu groß.”
“Zu groß wofür??”

“Für deine Diät.”
“Also eben war es noch UNSERE Diät!?”

“Unsere, von mir aus. Aber eben doch mehr deine.”
“Und WER nölt immer rum, dass er nirgendwo mehr rein passt??”

“Ich ja wohl nicht!”
“NEEEEIIINN, DU natürlich nicht!!”

“Tue ich auch nicht.”
“Dann muss ich das wohl geträumt haben die letzten Jahre!”

“Das kommt nur, weil du mir nie richtig zuhörst.”
“Also schön, dann höre ich jetzt noch einmal ganz genau zu.”

“Bei was??”
“WARUM sind jetzt die Teller plötzlich nicht geeignet??”

“Die sind zu groß.”
“Das sagtest du bereits.”

“Und was gibt´s da jetzt nicht zu verstehen??”
“Ich wollte eigentlich nicht den Teller essen, sondern was drauf ist!”

“Aber große Teller macht man sich immer viel voller, als kleine.”
“Aha.”

“Und deshalb nimmt man kleine Teller, wenn man Diät macht.”
“Hier muss aber niemand eine Diät machen!”

“Doch, du!”
“Ich gar nicht!”

“Zumindest mehr, als ich.”
“In Gottes Namen, von mir aus. Darf ich jetzt essen??”

“Von dem Teller da??”
“Von diesem Teller, ja.”

“Du nimmst deine Diät ja gar nicht ernst.”
“Ich weiß ja auch erst seit 5 Minuten davon!!”

“Soll ich dir einen kleinen Teller holen?”
“Nein.”

“Aber das hilft!”
“Ich tue einfach weniger auf DIESEN Teller, ist das in Ordnung?”

“Das ist aber nicht konsequent.”
“Schön, damit werde ich heute leben können. Und du?”

“Was und ich?”
“Kannst auch DU damit leben, dass ich von DIESEM Teller esse??”

“Ja.”
“Na Gott sei Dank.”

“Aber ich hole mir einen kleinen Teller. Als Vorbild sozusagen.”
“Schön. Ich bin begeistert.”

“Und einen großen Löffel bringe ich dann auch noch mit.”
“Löffel?? Da ist doch einer drin??”

“Das kleine Ding?? Da kriegt man ja nichts mit auf den Teller!”

Kopfschüttel…

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Nächsten Freitag

18. Juni 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich liegen am Abend endlich nebeneinander in unserem kuscheligen Bett und freuen uns, dass der stressige Tag ein Ende gefunden hat. Ab und zu sprechen wir dann noch kurz über die bevorstehenden Ereignisse der nächsten Tage, wenn es Neuigkeiten gibt.

“Ach Schatz, was ich dir noch sagen wollte…”
“Was denn, Süße?”

“Nächsten Freitag bin ich abends nicht da.”
“So? Was ist denn da?”

“Da ist unser Frauengrillen mit den Mädels.”
“Frauengrillen?? Welche Frauen werden denn da gegrillt??”

[Die Liebste holt mit ihrer rechten Hand gehörig aus und knallt sie mir klatschend auf meinen linken Oberarm!]

[PATSCH!]
“Aua! Das tat weh!”

“Das hast du auch verdient!”
“Wieso denn??”

“Weil du dich wieder über unsere Frauenrunde lustig machst!”
“Mache ich ja gar nicht!”

“Doch! Da werden keine FRAUEN gegrillt!”
“Was denn sonst?”

“Würstchen, Steaks, Brot…”
“Naja, die meisten werden wohl fettfreie Tofuwurst gr…”

[PATSCH!]
“Aua!! Mann! Hör auf, mich zu hauen!”

“Dann hör du auf, Blödsinn zu reden!”
“Ich darf ja wohl mal nachfragen??”

“Nachfragen ja, dich lustig machen nicht!”
“Aha, und wo findet diese Veranstaltung statt?”

“Bei Nina.”
“Nina?? Die hat doch gar keinen Garten??”

“Nee, aber ein Schrebergartenhaus, und da gehen wir hin.”
“Ach, das kenne ich, das Haus!”

“Echt?? Woher??”
“Es ist das einzige in Pink.”

[PATSCH!]
“AUA!! Ich haue dich doch auch nicht!?”

“Ich mache ja auch keinen Unsinn.”
“Du machst DAUERND Unsinn!”

“Aber jetzt nicht.”
“Ich dürfte dich gefühlte 1.000-mal hauen!”

“Tust du aber nicht.”
“So? Und warum nicht??”

“Weil du mich lieb hast.”
“Das ist leider richtig…”

[PATSCH!]
“AUA!! Wofür war das denn jetzt??”

“Für nichts, wieso?”
“Und warum haust du mich dann??”

“Ich höre das Geräusch so gern!”

Kopfschüttel…

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Bauchgefühl

15. Juni 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Meine Liebste und ich nutzen den Samstag, um in der Stadt ein paar Einkäufe zu erledigen.
Wie zu erwarten war, kommen wir natürlich auch um die aktuelle weibliche Sommermode nicht herum; aber ich bin zuversichtlich, den Tag ohne Blessuren zu überstehen…

“Wie findest du das hier, Schatz?”
“Was, Süße?”

“Dieses Two-in-One-Shirt hier.”
“Das was??”

“Two-in-One.”
“Passen da zwei Frauen rein, oder was??”

“Nee, das nennt man so, weil da noch ein zweites Shirt drin ist.”
“Aha… Und was soll das??”

“Das ist praktisch.”
“Aha… Ähm, naja, vielleicht eher nicht so…”

“Und warum nicht?? Das ist total modern jetzt!”
“Naja, wenn es dir gefällt…”

“Aber dir doch nicht!?”
“Also, du hast gefragt, ich habe geantwortet!”

“Was gefällt dir denn daran nicht??”
“Das Muster mag ich jetzt nicht so wirklich…”

“Ich finde das auch sehr gewöhnungsbedürftig.”
“Ja? Tatsächlich?? OK, dann lass uns weitergehen.”

“Nee, halt!”
“Was denn??”

“Gerade WEIL es mir nicht gefällt, sollte ich das nehmen.”
“Ähm… Wie jetzt??”

“Nicole hat gesagt, ich soll mal ein bisschen mutiger sein.”
“Das hat Nicole gesagt??”

“Ja.”
“Und was soll das??”

“Sie meinte, dass man sich an neue Mode erst gewöhnen muss.”
“Das mag sein, aber an Nicole werde ICH mich nie gewöhnen…”

“Ich finde, dass sie da durchaus recht hat.”
“Dass man was kaufen soll, was einem gar nicht gefällt??”

“Dass man sich an Neues erst gewöhnen muss, meine ich.”
“Aha, und deshalb willst du jetzt dieses Shirt kaufen??”

“Ja.”
“Obwohl es dir gar nicht gefällt??”

“Es gefällt mir ja, aber eben nicht so richtig.”
“Nicht so richtig??”

“Ist eher so ein Bauchgefühl, so hmm, so hmmmm eben.”
“Hmmm???”

“Also eigentlich finde ich es nett, aber hmmm.”
“Hm.”

“Hmmmm.”
“Hm.”

“Soll ich das einfach mal nehmen?”
“Nein.”

“Gut, ich probiere es einfach mal.”
“Trotz hmmm??”

“Hmm….”
“Na schön, dann nimm es eben.”

“Und wenn ich das dann doch nicht anziehe?”
“Dann hast du eben 40 Euro verbrannt.”

“Das kostet 40 Euro??”
“Wusstest du das nicht?”

“Nee! Ich gebe doch nicht 40 Euro für so einen Scheiß aus!”
“Also eben war es aber noch hmmm….”

“Eben ja, aber jetzt ist es tsss!”
“Was heißt denn jetzt wieder tsss??”

“Tsss ist pff, also eher das Gegenteil von hmm.”
“Was??”

“Wenn ich tsss sage, dann heißt das: nee, also nee!”
“Und was heißt dann pff??”

“Pff heißt: die können mich mal.”
“Und warum sagst du dann tsss??”

“Das gehört eigentlich zusammen.”
“Aber sonst geht es dir noch ganz gut, ja??”

“Wieso?”
“Was soll denn das, dieses hmm, pff, tsss, laberafasel??”

“Ich sagte doch, dass ich so ein komisches Bauchgefühl hab!”
“Pff, tsss, hmmm, das ist dann also dein Bauch, der da spricht??”

“Ja.”
“So einen Schwachsinn können sich auch nur Frauen einfallen lassen!”

“Tsss! Pfff!”

Kopfschüttel…

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Fortsetzung: Alle!

11. Juni 2009, aus der Schublade Beauty und Kleidung

Während die Liebste unter der Dusche steht, kein Haar-Shampoo mehr hat und meins als Alternative energisch aus mir bislang unbekannten Gründen abgelehnt hat, muss ja nun aber trotzdem irgendeine Lösung gefunden werden. Die Haare sind nass und ganz ohne Shampoo kann es ja nun nicht weitergehen!

“Dein Shampoo nehme ich nicht!”
“Schatz! Mein Shampoo wird wohl ausnahmsweise Mal gehen!”

“Nein!”
“Ist doch deine Schuld, wenn du jetzt keins mehr hast!”

“Ich habe ja noch welches.”
“Wie bitte??”

“Da in meinem Korb, da sind noch welche.”
“Und warum nimmst du dann keins davon??”

“Weil die jetzt alle nicht passen.”
“Was?? Was passt denn da nicht??”

“Das eine ist Anti-Schädigung und das andere mit Spülung.”
“Aha.”

“Und das da hinten ist mit Silikon drinne.”
“Es gibt Shampoo mit Silikon??”

“Natürlich!”
“Was wäscht man denn damit, also ich meine…”

“Du bist so doof!”
“Was denn!?”

“Das ist für die Haare!”
“Ach so, also kann man damit nicht die Dusche verfugen??”

“Männer!”
“Pff!”

“Ihr habt doch wirklich von sowas überhaupt keine Ahnung!”
“Das ist ja auch Blödsinn, da steigt ja keiner durch!”

“Du nicht, das stimmt!”
“Und warum darf es jetzt nicht dieses Silikon-Zeugs sein?”

“Weil das nicht gut ist für die Haare.”
“Und warum steht es dann hier rum??”

“Ich wollte es nicht wegwerfen, das war schließlich sauteuer!”
“Ja, aber…”

“Ach! Gib mir doch bitte mal das in der grünen Flasche da, ja?”
“Bitte sehr…”

[Meine Liebste öffnet die grüne Shampooflasche (Markenprodukt), drückt einmal auf den Bauch der Flasche und macht den Verschluss sofort wieder zu...]

“Das geht leider nicht…”
“Ähm… Und warum nicht?? Ist da vielleicht auch Gummi drin??”

“Nee, das ist ein super Shampoo ohne Zusatzstoffe und so.”
“Aha. Und, ähm…”

“Aber das kann ich nicht nehmen.”
“Ich sollte ja besser nicht fragen, aber… WARUM NICHT??”

“Das passt jetzt vom Duft her nicht.”
“Aber…”

“Das beißt sich mit meiner Spülung! Hier, riech mal!”
“Riecht halt nach Shampoo…Äh, Spülung; oder was weiß ich…”

“Du bist so doof!! Das ist Zitrone, das andere Vanille!”
“Wieso? Passt doch!?”

“Passt NICHT! Und wenn ich die Spülung einfach weg lasse??”
“Um Himmels Willen, bloß das nicht!!”

“Warum nicht??”
“Keine Ahnung, ich dachte, das käme dir vielleicht entgegen…”

“Was rede ich überhaupt noch mit dir…”
“Du hast mich doch gerufen, oder nicht!?”

“Ja, aber nicht, damit du mir sinnlose Tipps gibst!!”
“Ach nee! Und was erwartest du jetzt von mir, bitte schön??”

“Weiß ich nicht.”
“Himmel!”

“Ich nehme jetzt das grüne da und lasse die Spülung weg. So!”
“Prima, dann kann ich ja wieder gehen, oder?”

“Nein.”
“Und wieso nicht??”

“Weil ich dir den Unterschied zeigen will.”
“Welchen Unterschied??”

“Wie meine Haare ohne Spülung aussehen.”
“Und kannst du mir das nicht auch später zeigen??”

“Nein.”
“Und wieso nicht??”

“Dieser Prozess dauert eine Stunde ungefähr.”
“Eine Stunde??”

“Na mit Föhnen und so?”
“Ich warte doch jetzt hier nicht eine Stunde!”

“Warum nicht? Was machst du denn??”
“Weiß nicht, ich mache… Ich mache halt irgendwas!”

“OK, tust du mir dann noch einen Gefallen?”
“Nein.”

“Oh bitte, bitte!”
“Ich fahre NICHT für dich Shampoo kaufen, vergiss es!”

“Sollst du ja auch gar nicht!?”
“Ich dachte schon…”

“Du wüsstest ja gar nicht, was du da nehmen sollst!”
“Na schön, da bin ich ja beruhigt…”

“Aber die passende Spülung könntest du mir schnell holen!”

Kopfschüttel…

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