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Das wird ja wohl mal gehen

18. April 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

(photocase.de © rolleyes)Meine Liebste sitzt mit einem Tee in der Hand in unserer Küche, als ich am Abend erschöpft und hungrig nach Hause komme.
Dabei hat sie bereits diese besondere Sitzhaltung; ich ahne schon, dass sie mir gleich eine erwartungsvolle Frage stellen wird…

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, na?”

“Und?”
“Was und?”

“Fällt dir nichts auf?”
“Ähm…”

“Och Schatz!”
“Also, tja… Hast du dir deine Fingernägel neu gemacht?”

“Nein!”
“Sondern?”

“Ich habe die Wohnung sauber gemacht, das sieht man doch!”
“Oh, ja stimmt, hier glänzt alles…”

“Jajaja… Du hast das natürlich gar nicht bemerkt.”
“Tut mir leid, aber es ist wirklich alles blitzeblank hier. Toll!”

“Ich habe mich auch angestrengt, weil Birgit ja Sonntag kommt.”
“Sonntag?? Heute ist doch aber erst… Freitag?”

“Na und? Heute hatte ich Zeit.”
“Na schön. Also ich finde, das hast du echt sehr gut gemacht.”

“Danke. – Schatz! Was machst du da??”
“Was soll ich schon machen, ich schmiere mir ein Brot.”

“Hier?? Jetzt??”
“Ist das hier die Küche oder nicht!?”

“Aber ich habe doch gerade alles sauber!”
“Und jetzt darf ich kein Brot mehr essen, oder was?”

“Mann! Schau, da hast du schon wieder alles vollgekrümelt!”
“Mache ich ja gleich wieder weg!”

“Aber nicht einfach auf den Boden pusten!”
“Na hör mal! Wer macht denn das immer, du doch!”

“Gar nicht!”
“Und ob!”

“Halt den Teller drunter.”
“Hä?? “

“Wenn du abbeißt, halte deinen Teller drunter!”
“Hör auf jetzt mit dem Blödsinn!”

“Ich will ja nur, dass es mal zwei Tage hier sauber bleibt!”
“Schatz! Ich esse nur ein Brot, sonst nichts!”

“Na schön. Aber pass auf.”
“Ja, ja.”

“Wann hast du das letzte Mal geduscht?”
“Heute morgen. Wieso?”

“Dann hält das ja bis Sonntag.”
“Wie bitte?? Was hält bis Sonntag!?”

“Na du, weil du geduscht hast.”
“Heißt das, ich darf jetzt zwei Tage lang nicht mehr duschen??”

“Ich habe doch aber das Bad auch schon sauber gemacht!”
“Schön. Das ist super! Aber ist ein Bad nicht zum Waschen da??”

“Ja, aber du setzt ja immer alles unter Wasser.”
“Ich??”

“Keine Ahnung, wie du das immer machst, aber…”
“Ich dusche ganz normal, wie du auch!”

“Danach muss man immer ne Hochwasserwarnung ausgeben!”
“Quatsch!”

“Das wird ja wohl mal gehen.”
“Aha. Ist ja echt klasse. Und du? Du duschst auch nicht??”

“Doch, ich schon, ich bin ja vorsichtig.”
“Ah… Und aufs Klo gehe ich bei unseren Nachbarn, oder was??”

“Wenn das geht?”
“DAS GEHT NICHT!”

“Na gut, also aufs Klo darfst du. In Ordnung.”
“DANKE SCHATZ! DAS IST WIRKLICH NETT!!”

“Und das Sofa ist auch schon fertig.”
“Das Sofa? Wieso jetzt das Sofa??”

“Für dich. Heute Nacht.”
“Wie bitte??”

“Das Bett habe ich nämlich auch neu bezogen!”

Kopfschüttel…

Jetzt verfügbar: Ergebnisse der Umfrage März 2008

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Ich wette aber nicht!

8. April 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ich wette aber nicht! (photocase.de © Franzis Fotos)Meine Liebste und ich schauen am Montagabend mal wieder Big Brother auf RTL2. Vielmehr meine Liebste, ich selbst kenne die Hälfte der derzeitigen Bewohner schon gar nicht mehr. Aber heute fliegt einer raus, soviel ist sicher…

“Das ist aber auch wieder spannend!”
“Liebste, das ist jetzt nicht dein ernst, oder?”

“Wieso? Hassan oder Marcel S., einer muss heute raus.”
“Das ist doch wohl ganz klar, wer geht.”

“So? Wer denn??”
“Marcel S. natürlich.”

“Warum das denn??”
“Weiß ich auch nicht, aber da bin ich mir ganz sicher.”

“Nee, Hassan fliegt raus.”
“Marcel S.”

“Hassan!”
“Marcel!”

“Woher willst du das wissen, du kennst dich doch gar nicht aus!”
“Wollen wir wetten?”

“Nee. Ich wette nicht. Vor allem mit dir nicht!”
“Aber wenn du dir so sicher bist, dann können wir doch wetten?”

“Nee.”
“Ich wette, dass Marcel S. rausfliegt.”

“Ich wette aber nicht!”
“Komm schon, wetten wir um einen Kuss.”

“Hm…”
“Na? Was ist? Obwohl wir ja eigentlich nicht wetten bräuchten.”

“Wieso?”
“Weil Marcel S. sowieso rausfliegt.”

“Also gut, Wette gilt. Ich telefoniere dann jetzt.”
“Was? Mit wem!”

“Ich rufe jetzt so lange für den Marcel an, bis die Leitungen geschlossen werden.”
“Du spinnst wohl!”

“Wir haben gewettet und ich tue das nur, um zu gewinnen.”
“Das tust du nicht! Das kosten 50 Cent pro Anruf!”

[Meine Liebste hat unser Telefon bereits in der Hand und wählt.]

“Bestandteil der Wette war nicht, dass ich nicht telefonieren darf.”
“Gib sofort das Telefon her!”

“Nein!”
“Schatz, das läuft noch cirka eine Stunde, das kostet uns ein Vermögen!”

“Das ist mir ein gewonnener Kuss von dir wert!”
“Gib das Telefon her!”

[Meine Liebste hält das Telefon in der Hand und springt unerwartet vom Sofa auf. Noch bevor ich richtig begreife, was passiert, ist sie durch die Tür um die Ecke verschwunden. Dann höre ich die Badezimmertür zuschlagen...
Kurze Zeit später stehe ich vor der verschlossenen Tür und höre, wie die Liebste im Inneren die Tasten auf unserem Funktelefon drückt...]

“Geh weg!”
“Liebste! Mach sofort die Tür auf!”

“Nein!”
“Mach sofort auf und gib mir das Telefon!”

“Nö! Marcel S. muss im Haus bleiben!”
“Du kriegst den Kuss auch so, vielleicht sogar zwei!”

“Hau ab, du wolltest unbedingt wetten, also lass mich!”
“Wenn du nicht raus kommst, ziehe ich den Telefonstecker raus!”

“Na und? Mach doch.”
“Dann kannst du nicht mehr telefonieren!”

“Wer sagt das!”
“Das ist eine einfache Konsequenz, keine Verbindung, kein Telefon!”

“Zieh doch raus!”
“Und was bringt dir das dann??”

“Dann telefoniere ich mit deinem Handy weiter, das habe ich nämlich auch mitgenommen!”

Kopfschüttel…

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Wofür ist dieser Knopf da?

3. April 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Wofür ist dieser Knopf da? (photocase.de © akram)Meine Liebste und ich – naja mehr ich – haben einen neuen Videorekorder angeschafft, da der alte nach gefühlten einhundert Jahren guter Dienste vor kurzem den Geist aufgab.
Auspacken, Anschließen, Loslegen!
Faszinierend, was diese modernen Geräte heutzutage so alles können.

“Du Schatz, was ist das da für eine schwarze Kiste?”
“Liebste, das ist unser neuer HDD-Rekorder mit 160 Gigabyte.”

“Giga was??”
“Byte.”

“Was ist denn ein Byte??”
“Ein Byte sind acht Bits.”

“Und wofür brauche ich acht Bits?”
“Du gar nicht, aber Computer brauchen das.”

“Also ist das da ein Rekorder-Dingens mit Bits drin?”
“Ähm… Hätte ich mir das mit den Bits bloß verkniffen…”

“Wieso?? Erklär mir das doch einfach!”
“Das ist nicht so einfach, wenn man die Hintergründe nicht kennt.”

“Toll, ich bin also mal wieder die Doofe!”
“Nein Schatz, aber…”

“Wie lange weißt du schon, was ein Bits ist?”
“Ein Bit, die Einzahl heißt Bit.”

“Na schön, also ein Bit.”
“Tja, das, also… 25 Jahre lang schon?”

“Siehst du, da warst du auch erst 15 Jahre alt und noch doof!”
“Also Moment mal! Ich war 13 Jahre alt, nicht 15!”

“Aber fast 15.”
“Nein, ich war 13! Und von 15 noch weit entfernt!”

“Die paar Monate…”
“JAHRE! EIN PAAR JAHRE!”

“Was regst du dich denn jetzt so darüber auf??”
“Weil du mich schon wieder älter machst, als ich bin!”

“Na und?”
“Wenn du nicht willst, dass ich eine Midlife-Crisis kriege, dann lass das!”

“Ist ja schon gut…”
“Ich beschwere mich ja auch nicht, dass du keine Zwanzigerin mehr bist.”

“Aber doch erst seit kurzem! Außerdem sehe ich jünger aus.”
“Ja, jaaa…”

“Und du nicht.”
“Wir sehen beide jünger aus, reicht das nicht völlig?”

“Wieso denn? Du siehst ja gar nicht jünger aus.”
“Und ob!”

“Wer sagt das?”
“Ich.”

“Das hat gar nichts zu sagen! Was ANDERE sagen, das zählt!”
“Und was sagen andere, DEINER Meinung nach?”

“Weiß ich nicht, aber ich könnte ja mal rumfragen…”
“Liebste, du wirst NICHT rumfragen, wie alt ich aussehe, ist das klar?!”

“Warum denn nicht?”
“Weil mich das nervt.”

“Kein sehr gutes Argument für dich als Oberschlaumeier!”
“Ich brauche keine Argumente, weil das alles nur wieder Unfug ist!”

“Sind das denn immer noch die gleichen?”
“Was! Argumente?”

“Nee, die Bits.”
“Was?”

“Na die Bits, die du vor 25 Jahren entdeckt hast.”
“Ach so, ähm… Die Bits sind immer noch die gleichen, ja…”

“Und so ein uraltes Ding kaufst du da??”
“Schatz, bitte, lass uns einfach die Bits vergessen, ja?”

“Also muss ich nun wissen, was diese Bits sind oder nicht!”
“Nein, du brauchst nur diese Fernbedienung hier, das reicht…”

“Zeig mal! – Wofür ist dieser Knopf da?”
“Der ist für, ähm… Für den elektronischen Programmführer.”

“Was ist das denn??”
“Da ist so eine Art elektronische Fernsehzeitung eingebaut, dafür.”

“Aber wir haben doch eine Zeitung, was sollen wir denn damit??”
“Naja, also… Das ist da halt eingebaut, was weiß ich denn!”

“Drück mal.”
“Was soll ich drücken!”

“Na diesen Knopf.”
“Und dann??”

“Na ich will mal sehen!”
“Bitte sehr…”

“Da fehlen ja jede Menge Sender.”
“Die sind ja auch auf der zweiten Seite…”

“Und wie blättert man?”
“Man drückt hier nach unten und für die Zeit den Knopf da rechts.”

“Verstehe ich nicht.”
“Ist doch ganz einfach!”

“Komplizierter Kram, da habe ich schon keine Lust mehr!”
“Himmel, nun warte doch mal eine Sekunde, ja!?”

“Na schön, und die dicke Taste da?”
“Die Taste hält das laufende Fernsehprogramm an, Pause sozusagen.”

“Das laufende Programm??”
“Ja. Und wenn man noch einmal drauf drückt, läuft es wieder weiter.”

“Und wie spult man vor?”
“Schatz! Man kann doch das Fernsehprogramm nicht vorspulen!”

“Aber zurück schon?”
“Ja.”

“Verstehe ich nicht, mit dem Ding will ich nichts zu tun haben!”
“Was muss ich tun, damit du es wenigstens EINMAL ausprobierst?”

“Vergiss es, ich packe das nicht an. Das ist deins.”
“Schatz, das ist gar nicht so schwierig, EINMAL…”

“Hm… Kann man damit jeden Tag Zwei bei Kallwass aufnehmen?”
“Ähm… Das will man zwar nicht, aber man könnte, als theoretisch…”

“Gebongt! Gib mal die Fernbedienung!”

Kopfschüttel…

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Alles schon fertig

30. März 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Alles schon fertig (photocase.de © skyla80)Meine Liebste ist am heutigen Sonntag schon vor mir aufgestanden. Das kommt sehr selten vor!
Aber irgendwie war ich so müde, naja.
Als ich aus dem Schlafzimmer komme, rennt sie nervös in der Wohnung herum.

“Na, bist du auch schon wach?”
“Ja, Süße. Irgendwie bin ich nicht aus dem Bett gekommen…”

“Sag mal, wo ist die Bedienungsanleitung für das Küchenradio?”
“Ähm, das ist eine gute Frage…”

“In dem kleinen Schrank ist sie nicht.”
“Nicht? Wofür brauchst du die denn jetzt eigentlich?”

“Ich wollte die Uhr am Radio umstellen.”
“Ach ja, es ist ja ab heute wieder Sommerzeit!”

“Alle anderen habe ich schon, nur die in der Küche fehlt noch.”
“Ach so! Das kriege ich bestimmt auch ohne Anleitung hin.”

“Mein Computer ist auch schon fertig.”
“Komisch… Eigentlich hätte der die Zeit automatisch stellen müssen…”

“Hat er aber nicht.”
“Aha. Mistdinger…”

“Und die Uhr im Badezimmer kann man irgendwie nicht stellen.”
“Das ist ja auch kein Wunder, das ist eine Funkuhr.”

“Die hat sich aber auch nicht von alleine gestellt.”
“Das kann doch gar nicht sein! Obwohl, im Bad…”

“Liegt das jetzt am Badezimmer, oder was?”
“Vielleicht hat sie da gar keinen Empfang, könnte sein…”

“Für deine Armbanduhr habe ich auch eine Ewigkeit gebraucht.”
“Was? Wieso?”

“Weil sich das Datum verstellt hat, irgendwie.”
“Ach so, naja, das passiert schon mal, wenn man nicht aufpasst…”

“Und den Fernseher musst du stellen, das weiß ich auch nicht.”
“Der Fernseher hat keine Uhr, Schatz.”

“Na klar!”
“Quatsch, hat er nicht!”

“Und wenn man auf die Taste da auf der Fernbedienung drückt?”
“Das ist die Videotext-Uhr, nicht die vom Fernseher.”

“Gut, dann stell eben den Videotext um.”
“Die Uhr vom Videotext wird ja wohl nicht falsch gehen!”

“Dann schau doch selbst!”
“Da brauche ich nicht nachsehen, Videotext geht immer richtig!”

“Geht er aber heute nicht!”
“Das wäre das erste Mal in der Geschichte!”

“Was weiß ich, die Zeit ist aber falsch!”
“Ich kann den Videotext nicht stellen, das machen die Sender!”

“Dann schreib da eine Mail hin, vielleicht hilft denen das.”
“Ein Mail, nee, iss klar! Ich gehe jetzt nachsehen…”

[Ich schlurfe - gefolgt von meiner Liebsten - ins Wohnzimmer und schalte den Fernseher ein. Der Videotext zeigt 11.38 Uhr.]

“Siehst du!”
“11.38 Uhr, und wie viel Uhr ist es jetzt?”

“Es ist 9.38 Uhr.”
“Hm… Bist du da wirklich sicher?”"

“Natürlich bin ich mir sicher!”
“Kann es sein, dass du alle Uhren eine Stunde ZURÜCK gestellt hast??”

“Auf Sommerzeit, ja. Es bleibt ja eine Stunde länger hell.”
“Ja, genau! Weil man die Uhr eine Stunde VOR stellt! NICHT ZURÜCK!!”

“Soll das heißen, dass es nicht 9.38 Uhr ist, sondern 11.38 Uhr?”
“Das ist richtig, ja! Du Schussel!”

“So ein Mist! So ein Mist!”
“Ja, wohl wahr! Nur weil du nicht weißt, was die Sommerzeit ist!”

“Ach, das ist ja nicht so schlimm.”
“So? Und wer stellt jetzt alle Uhren noch einmal?”

“Du. Ich war ja schon dran heute.”
“Es laufen alle Uhren falsch! Sogar die, die sich selbst gestellt hatten!”

“Na und? Geht doch schnell. Und ich habe eben Pech.”
“Aha. Und wieso bitte hast DU Pech, wenn ich die Uhren stellen muss?”

“Weil ich jetzt kein Croissant zum Frühstück kriege.”
“Was?? Was hat das denn jetzt damit zu tun??”

“Hätte ich das gewusst, hätte ich dich früher geweckt.”
“Mich?? Warum??”

“Weil du dann noch zum Bäcker hättest runtergehen können.”
“Ich??”

“Ja. Aber jetzt hat er ja schon zu, die sind nur bis 11 Uhr da!”

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Was ist los?

11. März 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Was ist los? (photocase.de © Accela)Meine Liebste und ich sitzen an unserem Wohnzimmertisch und essen Antipasti.
Viele leckere Kleinigkeiten, die nicht nur den Gaumen verwöhnen, sondern auch den Knoblauch-Gehalt im Blut erhöhen.
Dabei unterhalten wir uns locker.

“Du Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich habe ein Problem.”
“So? Ich auch.”

“Du auch?”
“Ja, ich auch.”

“Was hast du denn für ein Problem??”
“Gleich, was wolltest du denn mit mir besprechen?”

“Sag du zuerst.”
“Nein, du hast angefangen, also sag du.”

“Hat es was mit mir zu tun?”
“Später, also was wolltest du mir sagen?”

“Also hat es doch was mit mir zu tun!”
“Das habe ich nicht gesagt.”

“Aber es stimmt, oder?”
“Nein, was hast du denn nun für ein Problem?”

“Du kannst mich doch nicht neugierig machen und dann…”
“Wer! Ich??”

“…und dann sagst du es mir nicht!”
“Das kann doch warten, was willst du denn jetzt eigentlich??”

“Sag mir, was dir an mir nicht passt!”
“Mit dir ist alles in Ordnung!”

“Du willst es bloß nicht sagen!”
“Eigentlich möchte ich nur wissen, was du von mir wolltest!”

“Das ist jetzt gar nicht mehr wichtig.”
“Und was war es?”

“Ich will jetzt sofort von dir wissen, was los ist!”
“Aber ich doch auch von dir!”

“Und was?”
“Das frage ich dich!”

“Ich sage es dir aber nicht!”
“Dann sage ich es dir auch nicht!”

“Toll.”
“Klasse.”

“Und jetzt?”
“Du wolltest was sagen.”

“Du auch.”
“Also schön, dann fange ich eben an.”

“Ist es so schlimm?”
“Nein, wie kommst du denn darauf??”

“Wenn du hier so einen Wirbel darum machst!?”
“Ich??”

“Und was hast du jetzt für ein Problem?”
“Ich wollte eigentlich nur eine Kleinigkeit sagen.”

“Und zwar?”
“Der Videorekorder ist kaputt.”

“Schön, und weiter?”
“Wie weiter! Der Videorekorder ist kaputt!”

“Das ist alles??”
“Das ist alles, reicht das nicht?”

“Und was hat das jetzt mit mir zu tun??”
“Ja, nichts? Das sagte ich doch!”

“Und der Videorekorder ist jetzt so wichtig?”
“Naja, er ist kaputt. Sonst erst einmal nichts.”

“Und für das alte verstaubte Ding unterbrichst du mich??”
“Aber du hattest doch noch gar nichts gesagt!”

“Ich wollte aber!”
“Schatz! Du wolltest, dass ich anfange!”

“Da dachte ich ja auch, es ginge um mich!”
“Das hast du dann wohl falsch gedacht.”

“Aber du hast so getan, als ginge es um mich!”
“Habe ich nicht!”

“Und das nur, weil du zuerst erzählen wolltest!”
“Quatsch! Könntest du mir jetzt bitte mal dein Problem verraten??”

“Na schön.”
“Und? Was ist es?”

“Also: das Problem ist Alessandro.”
“Wer??”

“Die stellen meinen Lieblingsnagellack nicht mehr her!”

Kopfschüttel…

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Und was ist im Busch?

27. Januar 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Und was ist im Busch? (photocase.de © na)Meine Liebste sitzt an ihrem Rechner und arbeitet, als ich nach Hause komme. Das an sich ist noch nichts besonderes, aber heute komme ich unerwartet viel früher, also sonst.
Die Liebste wird sich bestimmt freuen!

“Mann, habe ich mich erschreckt!”
“Ich bin es nur, Süße, ich.”

“Wieso kommst du denn jetzt schon??”
“Die letzten Tage waren so anstrengend, da dachte ich…”

“Du kommst doch sonst nie so früh!”
“Ja, aber ich wollte dich heute überraschen.”

“Ist irgendwas?”
“Was soll denn sein?”

“Ich meine ja nur.”
“Darf ich nicht mal früher nach Hause kommen?”

“Doch, aber das ist komisch.”
“Wieso denn komisch??”

“Ich dachte, du hast so viel zu tun im Moment?”
“Das stimmt auch, aber heute…”

“Und da gehst du einfach früher?”
“Ja. Was dagegen??”

“Und deine Kollegen?”
“Was soll mit denen sein?”

“Sind die auch früher gegangen?”
“Nein! Wieso interessiert dich das denn!”

“Ich werde doch wohl mal fragen dürfen?”
“Schon, aber du fragst das, als sei was im Busch.”

“Und was ist im Busch?”
“Du, wenn du nicht gleich mit der Laberei aufhörst!”

“Warum meckerst du mich denn jetzt an??”
“Ich meckere dich gar nicht an!”

“Ist das jetzt immer so?”
“Was.”

“Wenn du früher nach Hause kommst?”
“Keine Sorge, das kommt ja nur sehr selten vor.”

“Da bin ich ja beruhigt.”
“Störe ich dich, oder was willst du damit sagen?”

“Nein, du störst nicht.”
“Da bin ich ja beruhigt…”

“Zumindest, wenn du still bist.”
“Wie bitte??”

“Du kommst hier rein und bringst mir alles durcheinander!”
“Schatz, ich wollte dich NUR überraschen!”

“Ja, das finde ich auch lieb von dir, aber…”
“Ich kann ja ins Schlafzimmer gehen, dann hast du Ruhe!”

“Und was machst du dann da?”
“Das kann dir doch wohl völlig egal sein!”

“Wenn du da bist, dann will ich aber wissen, was du machst!”
“Ich werde nichts machen, was dich stören könnte.”

“Und was?”
“Weiß ich jetzt noch nicht.”

“Was kannst du im Schlafzimmer schon groß machen…”
Schlafen, zum Beispiel.”

“Bist du denn müde?”
“Nein.”

“Warum willst du denn dann schlafen??”
“Du wolltest doch, dass ich still bin!”

“Aber du musst doch wegen mir nicht schlafen?”
“Sondern? Was soll ich denn deiner Meinung nach machen?”

“Hm…”
“Tschüss, ich gehe dann.”

“Und wann kommst du wieder?”
“Dann, wenn ich will.”

“Also ich brauche noch eine halbe Stunde, schätze ich.”
“Schön.”

“Kommst du dann wieder?”
“Nein!”

“Wieso denn nicht??”
“Schatz! Du willst deine Ruhe, dann kann ich ja wohl…”

“Na toll! Vielen Dank!”
“Was denn??”

“Ich dachte, du wolltest mich überraschen!”
“Wollte ich ja auch, aber du…”

“Ich freue mich, dass du zu Hause bist, und…”
“Aber du hast doch eben gesagt…”

“Und dann willst du gar nichts mit mir zu tun haben! Blödmann!”

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Ich würde echt sterben

16. Januar 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ich würde echt sterben (photocase.de © connor212)Meine Liebste und ich sitzen in unserem Wohnzimmer und bilden uns in Sachen heterogene Sozialkulturen und moderne Kommunikationswissenschaften weiter.
Und zwar mit “BigBrother” auf RTL 2…

“Irgendwie tun die mir leid.”
“Wer jetzt, Süße? Die Hausbewohner?”

“Ja.”
“Mir tun die auch leid. Die ganze Zeit da so zusammen…”

“Ja, das natürlich auch.”
“Wieso? Was hast du denn gemeint?”

“Ich würde echt sterben.”
“Und bei was?”

“Sechs Monate, ein halbes Jahr lang…”
“Ja, und was?”

“Die sind doch die ganze Zeit da drin, oder?”
“Ja, und was würdest du nun sechs Monate lang nicht aushalten?”

“Und die dürfen überhaupt gar nicht raus?”
“Nein, natürlich nicht, aber…”

“Sechs Monate…”
“Du meinst, sechst Monate ohne mich, das wäre…”

“Ohne dich? Naja, das wäre auch blöd, aber…”
“Aha, sehr nett. Aber??”

“Ein halbes Jahr lang ohne meinen Friseur?? Nee!”

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Du ja wohl eher!

2. Januar 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Du ja wohl eher! (photocase.de © la dina)Meine Liebste hat gewonnen, ich leider verloren: und zwar bei der Entscheidung, was am Neujahrsabend in der Primetime für ein Fernsehprogramm auf der Flimmerkiste gewählt wird, um uns beide zu erfreuen.
Und so kommt es, dass uns das Traumschiff mal wieder die Ehre gibt. Heute unter anderem dabei: Harald Schmidt und Heinz Hoenig. Na gut!

“Das haben wir schon lange nicht mehr gesehen, Schatz!”
“Ja, Süße. Es ist lange gut gegangen…”

“Also ich sehe das gerne, du nicht?”
“Nutzt es was, wenn ich jetzt Nein sage?”

“Nein.”
“Dachte ich mir.”

“Die fahren heute nach Rio de Janeiro.”
“Da wäre ich jetzt auch gern.”

“Ob das da wirklich so abläuft?”
“Was? Silvester in Rio?”

“Nein, da so auf dem Traumschiff.”
“Wohl kaum.”

“Wieso?”
“Weil es ja eben das Traumschiff ist, deshalb.”

“Aber es könnte doch ab und zu mal so sein?”
“Was jetzt genau?”

“Na, dass sich da Leute kennenlernen und so?”
“Vielleicht…”

“Was uns wohl passieren würde, wenn wir da mitfahren würden!”
“Fahren wir aber nicht.”

“Und wenn?”
“Du würdest bestimmt zufällig einen ehemaligen Liebhaber dort treffen.”

“Wieso denn ich?? Du ja wohl eher!”
“Ich? Wieso ich eher?”

“Wer weiß, wo du dich früher immer rumgetrieben hast!”
“Du spinnst ja wohl!”

“Dann treffen wir eine von denen und die will dich dann zurück!”
“Ach so!? Da fällt mir gerade aber keine passende Kandidatin ein.”

“Soll das heißen, es wäre aber denkbar?”
“Denkbar ist alles.”

“Und wer?”
“Niemand.”

“Du hast gesagt, es sei eine denkbar! Also wer!”
“Das habe ich nicht gesagt!”

“Du hast gesagt, es sei denkbar, dass dich eine Ex zurück will!”
“Nein, ich sagte, denkbar sei alles!”

“Sage ich doch!”
“Sagst du eben nicht!”

“Jetzt weiß ich auch, warum du Traumschiff nicht gerne siehst!”
“Wie bitte?? Was heißt das denn??”

“Weil du genau weißt, so könnte es dir auch ergehen!”
“So ein Blödsinn! Das ist das Traumschiff, Schatz!”

“Eben! Deswegen passieren da ja auch immer Überraschungen.”
“Aber die sind doch alle ausgedacht!”

“Aber deine Ex-Freundinnen, die sind echt!”
“Sind wir hier auf dem Traumschiff??”

“Nee.”
“Eben!”

“Ich will auch auf das Traumschiff.”
“Viel Spaß dann.”

“Kommst du denn nicht mit?”
“Nein, ich könnte ja eine meiner Ex-Freundinnen dort treffen…”

“Aber wenn du nicht dabei bist, dann treffe ICH die ja alle allein?”
“Himmel… Das ist der Stoff, aus dem das Traumschiff gemacht wird…”

“Aus sowas wird das Traumschiff  gemacht?? Aus deinen…”
“Schatz! Ich kriege gleich einen Nervenzusammenbruch!”

“Natürlich! Solche Themen schmecken dir nicht, kenne ich ja!”
Liebe Liebste! Das Traumschiff hat NICHTS mit mir zu tun!”

“Noch nicht.”
“Wird es auch nicht! Und jetzt hör auf! Guck da lieber hin.”

“Jetzt habe ich gar keine Lust mehr, das zu gucken!”
“Und wieso nicht?? Du wolltest doch unbedingt!”

“Du machst mir das mal wieder madig!”
“Ich glaube, wir sind auch im Film hier! Mal wieder ein Drama!”

“Da will man schön mit dem Traumschiff träumen, und du…”
“ICH?? Ich mache doch überhaupt nichts!?”

“Du hast gesagt, ich soll alleine aufs Traumschiff!”
“Na und??”

“Da kann ich ja nie mal in Ruhe an Deck an der Reling stehen.”
“Und warum nicht??”

“Wenn da dauernd deine Ex-Freundinnen rumlaufen?? Danke!”

Kopfschüttel…

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Ja, ich hätte gern eins

13. Dezember 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ja, ich hätte gern eins (photocase.de © morrigian)Meine Liebste und ich haben für heute endlich Feierabend, super!
Besonders die Liebste hat heute wohl einen echt anstrengenden Tag gehabt; und so fällt sie erschöpft auf unser Sofa.

“Ich bin fertig, Schatz, ich bin total fertig.”
“War es so schlimm heute, Süße?”

“Es war schlimmer.”
“Was war denn?”

“Alles. Egal, für heute ist fast Schluss.”
“Wieso fast?”

“Ich muss noch eine Email schicken, dann habe ich alles.”
“Kannst du das nicht morgen machen?”

“Nein, das muss heute noch.”
“Dann mach das doch jetzt?”

“Nein, jetzt muss ich erst fünf Minuten entspannen.”
“Kann ich denn etwas für dich tun, Schatz?”

“Ja, du kannst die Email für mich schreiben.”
“Ähm…”

“Das wäre jetzt nett!”
“Schatz, ich…”

“Du hast gefragt!”
“Ich kann doch nicht deine Email schreiben!”

“Dann hättest du ja sagen können: alles, außer Email.”
“Woher soll ich denn…”

“Mein Laptop liegt da hinten.”
“Ich schenke dir ein Heinzelmännchen zu Weihnachten.”

“Ein was?”
“Ein Heinzelmännchen.”

“Heißen die nicht Mainzelmännchen?”
“Nein… Das sind die aus dem ZDF, Schatz…”

“Und was soll ich mit einem Heinzelmännchen?”
“Das schreibt dann nachts deine Emails für dich.”

“Echt?? Ja, ich hätte gern eins.”
“Wer nicht…”

“Schenkst du mir eins?”
“Ja, also…”

“Wenn du eins kaufst, kannst du dann noch eins mitbringen?”
“Was? Noch eins?”

“Ja, noch ein Heinzelmännchen, das mir meine Schuhe putzt.”
“Gern…”

“Und eins, das mich abends abschminkt und ins Bett bringt.”
“Sonst noch was?”

“Was können die denn noch so?”
“Ähm…”

“Und eins, das mir immer was Leckeres kocht.”
“Klar.”

“Und eins, das mein Portmonee immer wieder voll macht!”
“Sicher…”

“Ja! Und eins, das meine Fingernägel macht!”
“Gerne… Das wars?”

“Und vielleicht noch eins zum Fenster putzen!”
“Meinst du nicht, das reicht jetzt langsam?”

“Hm… Ach so, noch eins für…”
“Schatz! Übertreib es nicht!”

“Darf ich denn noch eins? Noch ein einziges?”
“Na gut, eins noch…”

“Also ich…”
“Warte! Ich weiß schon.”

“So? Und was?”
“Ein Waschbrettbauch-Heinzelmännchen für wilden Sex!”

“Nee. Dafür brauche ich keins.”
“Oh! Danke, war das jetzt ein Kompliment für mich?”

“Pff! Nee.”
“Ähm… Nicht? Sondern??”

“Klar könnte ein Heinzelmännchen das auch gut übernehmen.”
“Aber??”

“Ein paar Kleinigkeiten kannst du ja wohl noch selber machen!”

Kopfschüttel…

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Jetzt rede nicht drum herum!

6. Dezember 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Jetzt rede nicht drum herum! (photocase.de © kin kohana)Meine Liebste sitzt in unserem Arbeitszimmer an ihrem PC, als ich abends nach Hause komme; so wie immer, denn die Liebste ist meistens früher zu Hause, als ich. Gut, dass der Arbeitstag rum ist… Jetzt nur noch die Tasche in die Ecke und ab auf die Couch!

“Du bist ja schon da?”
“Schon?? Endlich bin ich da, Liebste!”

“Du kommst doch sonst nicht so früh?”
“Wie bitte?? Soll ich wieder gehen, oder was?”

“Nein, nein, du darfst bleiben, aber…”
“Was denn aber??”

“Aber warum hast du denn vorher nicht angerufen?”
“Vorher anrufen?”

“Naja, das machst du doch sonst auch?”
“Manchmal, na und?”

“Und warum heute nicht?”
“Warum sollte ich?? Hast du was zu verbergen?”

“Ich? Nö. Aber sonst rufst du immer an, wenn du losfährst.”
“Und heute eben nicht.”

“Du fragst dann doch immer, ob du noch was mitbringen sollst?”
“Ja. Stimmt. Manchmal. Und?”

“Ja und heute eben nicht!”
“Heute nicht, und was heißt das jetzt?”

“Weil du heute besser angerufen hättest!”
“Warum denn??”

“Weil du deshalb jetzt gleich viel Arbeit hast.”
“Ich?? Ich sitze in fünf Minuten auf dem Sofa, sonst nichts.”

“Nee. Das wird wohl nichts.”
“Wieso??”

“Weil du nicht angerufen hast.”
“Liebste, du sprichst wieder mal in Rätseln…”

“Wenn du angerufen hättest, dann hätte ich dir gesagt, dass…”
“…dass ich irgendetwas mitbringen soll.”

“Genau, woher weißt du das?”
“Reiner Zufall…”

“Wir haben nämlich kein Brot mehr.”
“Und warum hast DU MICH dann nicht einfach angerufen??”

“Weil du doch sonst immer bei mir anrufst!”
“Aber da kannst du dich doch nicht einfach drauf verlassen!”

“Das stelle ich ja jetzt leider auch fest.”
“Leider??”

“Du hast gesagt, dass man sich auf dich nicht verlassen kann!”
“Was?? Ich habe gesagt, dass du dich nicht darauf…”

“Jetzt rede nicht drum herum, ich habe es genau gehört!”
“Aber ich muss dich doch nicht jeden Tag anrufen!”

“Tust du aber sonst. Ich dachte, darauf könnte ich mich ver…”
“Gut, dann rufe ich ab jetzt eben gar nicht mehr an.”

“Wieso?”
“Weil es dann auch keinen Stress mehr gibt.”

“Und wenn was fehlt? Brot zum Beispiel?”
“Dann kannst du mich ja anrufen.”

“Das ist aber blöd so!”
“Aha!? Tausendmal habe ich angerufen und nie brauchtest du was!”

“Das stimmt nicht, ich habe immer gesagt, ich bräuchte dich!”
“Aber nichts, was ich sonst noch hätte besorgen müssen.”

“Außerdem freue ich mich, wenn du mich anrufst.”
“Das hört sich aber meistens nicht so an.”

“Wieso denn nicht??”
“Weil du mich doch immer gleich abwimmelst!”

“Das ist doch nur, weil ich dann hier mitten in der Arbeit stecke.”
“Dann brauche ich ja auch nicht anrufen, wenn ich dich immer nur störe!”

“Ja.”
“Ja??”

“Trotzdem kannst du doch anrufen?”
“Obwohl es dich stört??”

“Freuen tue ich mich doch trotzdem!”
“Himmel! Versteh einer die Frauen, ehrlich…”

“Vergleich mich nicht immer mit anderen Frauen!”
“Ja, ähm… Also wir haben jetzt kein Brot. Richtig?”

“Richtig.”
“Und deshalb haben wir jetzt nichts zu essen, richtig?”

“Richtig.”
“Und deshalb müssen wir jetzt verhungern. Korrekt?”

“Nicht ganz.”
“Sondern?”

“Du kochst jetzt Spaghetti mit Bolognesesoße.”
“Ich?? Wieso denn ich??”

“Weil du nicht angerufen hast!”

Kopfschüttel…

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Das wird ja wohl mal gehen

18. April 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

(photocase.de © rolleyes)Meine Liebste sitzt mit einem Tee in der Hand in unserer Küche, als ich am Abend erschöpft und hungrig nach Hause komme.
Dabei hat sie bereits diese besondere Sitzhaltung; ich ahne schon, dass sie mir gleich eine erwartungsvolle Frage stellen wird…

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, na?”

“Und?”
“Was und?”

“Fällt dir nichts auf?”
“Ähm…”

“Och Schatz!”
“Also, tja… Hast du dir deine Fingernägel neu gemacht?”

“Nein!”
“Sondern?”

“Ich habe die Wohnung sauber gemacht, das sieht man doch!”
“Oh, ja stimmt, hier glänzt alles…”

“Jajaja… Du hast das natürlich gar nicht bemerkt.”
“Tut mir leid, aber es ist wirklich alles blitzeblank hier. Toll!”

“Ich habe mich auch angestrengt, weil Birgit ja Sonntag kommt.”
“Sonntag?? Heute ist doch aber erst… Freitag?”

“Na und? Heute hatte ich Zeit.”
“Na schön. Also ich finde, das hast du echt sehr gut gemacht.”

“Danke. – Schatz! Was machst du da??”
“Was soll ich schon machen, ich schmiere mir ein Brot.”

“Hier?? Jetzt??”
“Ist das hier die Küche oder nicht!?”

“Aber ich habe doch gerade alles sauber!”
“Und jetzt darf ich kein Brot mehr essen, oder was?”

“Mann! Schau, da hast du schon wieder alles vollgekrümelt!”
“Mache ich ja gleich wieder weg!”

“Aber nicht einfach auf den Boden pusten!”
“Na hör mal! Wer macht denn das immer, du doch!”

“Gar nicht!”
“Und ob!”

“Halt den Teller drunter.”
“Hä?? “

“Wenn du abbeißt, halte deinen Teller drunter!”
“Hör auf jetzt mit dem Blödsinn!”

“Ich will ja nur, dass es mal zwei Tage hier sauber bleibt!”
“Schatz! Ich esse nur ein Brot, sonst nichts!”

“Na schön. Aber pass auf.”
“Ja, ja.”

“Wann hast du das letzte Mal geduscht?”
“Heute morgen. Wieso?”

“Dann hält das ja bis Sonntag.”
“Wie bitte?? Was hält bis Sonntag!?”

“Na du, weil du geduscht hast.”
“Heißt das, ich darf jetzt zwei Tage lang nicht mehr duschen??”

“Ich habe doch aber das Bad auch schon sauber gemacht!”
“Schön. Das ist super! Aber ist ein Bad nicht zum Waschen da??”

“Ja, aber du setzt ja immer alles unter Wasser.”
“Ich??”

“Keine Ahnung, wie du das immer machst, aber…”
“Ich dusche ganz normal, wie du auch!”

“Danach muss man immer ne Hochwasserwarnung ausgeben!”
“Quatsch!”

“Das wird ja wohl mal gehen.”
“Aha. Ist ja echt klasse. Und du? Du duschst auch nicht??”

“Doch, ich schon, ich bin ja vorsichtig.”
“Ah… Und aufs Klo gehe ich bei unseren Nachbarn, oder was??”

“Wenn das geht?”
“DAS GEHT NICHT!”

“Na gut, also aufs Klo darfst du. In Ordnung.”
“DANKE SCHATZ! DAS IST WIRKLICH NETT!!”

“Und das Sofa ist auch schon fertig.”
“Das Sofa? Wieso jetzt das Sofa??”

“Für dich. Heute Nacht.”
“Wie bitte??”

“Das Bett habe ich nämlich auch neu bezogen!”

Kopfschüttel…

Jetzt verfügbar: Ergebnisse der Umfrage März 2008

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Ich wette aber nicht!

8. April 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ich wette aber nicht! (photocase.de © Franzis Fotos)Meine Liebste und ich schauen am Montagabend mal wieder Big Brother auf RTL2. Vielmehr meine Liebste, ich selbst kenne die Hälfte der derzeitigen Bewohner schon gar nicht mehr. Aber heute fliegt einer raus, soviel ist sicher…

“Das ist aber auch wieder spannend!”
“Liebste, das ist jetzt nicht dein ernst, oder?”

“Wieso? Hassan oder Marcel S., einer muss heute raus.”
“Das ist doch wohl ganz klar, wer geht.”

“So? Wer denn??”
“Marcel S. natürlich.”

“Warum das denn??”
“Weiß ich auch nicht, aber da bin ich mir ganz sicher.”

“Nee, Hassan fliegt raus.”
“Marcel S.”

“Hassan!”
“Marcel!”

“Woher willst du das wissen, du kennst dich doch gar nicht aus!”
“Wollen wir wetten?”

“Nee. Ich wette nicht. Vor allem mit dir nicht!”
“Aber wenn du dir so sicher bist, dann können wir doch wetten?”

“Nee.”
“Ich wette, dass Marcel S. rausfliegt.”

“Ich wette aber nicht!”
“Komm schon, wetten wir um einen Kuss.”

“Hm…”
“Na? Was ist? Obwohl wir ja eigentlich nicht wetten bräuchten.”

“Wieso?”
“Weil Marcel S. sowieso rausfliegt.”

“Also gut, Wette gilt. Ich telefoniere dann jetzt.”
“Was? Mit wem!”

“Ich rufe jetzt so lange für den Marcel an, bis die Leitungen geschlossen werden.”
“Du spinnst wohl!”

“Wir haben gewettet und ich tue das nur, um zu gewinnen.”
“Das tust du nicht! Das kosten 50 Cent pro Anruf!”

[Meine Liebste hat unser Telefon bereits in der Hand und wählt.]

“Bestandteil der Wette war nicht, dass ich nicht telefonieren darf.”
“Gib sofort das Telefon her!”

“Nein!”
“Schatz, das läuft noch cirka eine Stunde, das kostet uns ein Vermögen!”

“Das ist mir ein gewonnener Kuss von dir wert!”
“Gib das Telefon her!”

[Meine Liebste hält das Telefon in der Hand und springt unerwartet vom Sofa auf. Noch bevor ich richtig begreife, was passiert, ist sie durch die Tür um die Ecke verschwunden. Dann höre ich die Badezimmertür zuschlagen...
Kurze Zeit später stehe ich vor der verschlossenen Tür und höre, wie die Liebste im Inneren die Tasten auf unserem Funktelefon drückt...]

“Geh weg!”
“Liebste! Mach sofort die Tür auf!”

“Nein!”
“Mach sofort auf und gib mir das Telefon!”

“Nö! Marcel S. muss im Haus bleiben!”
“Du kriegst den Kuss auch so, vielleicht sogar zwei!”

“Hau ab, du wolltest unbedingt wetten, also lass mich!”
“Wenn du nicht raus kommst, ziehe ich den Telefonstecker raus!”

“Na und? Mach doch.”
“Dann kannst du nicht mehr telefonieren!”

“Wer sagt das!”
“Das ist eine einfache Konsequenz, keine Verbindung, kein Telefon!”

“Zieh doch raus!”
“Und was bringt dir das dann??”

“Dann telefoniere ich mit deinem Handy weiter, das habe ich nämlich auch mitgenommen!”

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Wofür ist dieser Knopf da?

3. April 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Wofür ist dieser Knopf da? (photocase.de © akram)Meine Liebste und ich – naja mehr ich – haben einen neuen Videorekorder angeschafft, da der alte nach gefühlten einhundert Jahren guter Dienste vor kurzem den Geist aufgab.
Auspacken, Anschließen, Loslegen!
Faszinierend, was diese modernen Geräte heutzutage so alles können.

“Du Schatz, was ist das da für eine schwarze Kiste?”
“Liebste, das ist unser neuer HDD-Rekorder mit 160 Gigabyte.”

“Giga was??”
“Byte.”

“Was ist denn ein Byte??”
“Ein Byte sind acht Bits.”

“Und wofür brauche ich acht Bits?”
“Du gar nicht, aber Computer brauchen das.”

“Also ist das da ein Rekorder-Dingens mit Bits drin?”
“Ähm… Hätte ich mir das mit den Bits bloß verkniffen…”

“Wieso?? Erklär mir das doch einfach!”
“Das ist nicht so einfach, wenn man die Hintergründe nicht kennt.”

“Toll, ich bin also mal wieder die Doofe!”
“Nein Schatz, aber…”

“Wie lange weißt du schon, was ein Bits ist?”
“Ein Bit, die Einzahl heißt Bit.”

“Na schön, also ein Bit.”
“Tja, das, also… 25 Jahre lang schon?”

“Siehst du, da warst du auch erst 15 Jahre alt und noch doof!”
“Also Moment mal! Ich war 13 Jahre alt, nicht 15!”

“Aber fast 15.”
“Nein, ich war 13! Und von 15 noch weit entfernt!”

“Die paar Monate…”
“JAHRE! EIN PAAR JAHRE!”

“Was regst du dich denn jetzt so darüber auf??”
“Weil du mich schon wieder älter machst, als ich bin!”

“Na und?”
“Wenn du nicht willst, dass ich eine Midlife-Crisis kriege, dann lass das!”

“Ist ja schon gut…”
“Ich beschwere mich ja auch nicht, dass du keine Zwanzigerin mehr bist.”

“Aber doch erst seit kurzem! Außerdem sehe ich jünger aus.”
“Ja, jaaa…”

“Und du nicht.”
“Wir sehen beide jünger aus, reicht das nicht völlig?”

“Wieso denn? Du siehst ja gar nicht jünger aus.”
“Und ob!”

“Wer sagt das?”
“Ich.”

“Das hat gar nichts zu sagen! Was ANDERE sagen, das zählt!”
“Und was sagen andere, DEINER Meinung nach?”

“Weiß ich nicht, aber ich könnte ja mal rumfragen…”
“Liebste, du wirst NICHT rumfragen, wie alt ich aussehe, ist das klar?!”

“Warum denn nicht?”
“Weil mich das nervt.”

“Kein sehr gutes Argument für dich als Oberschlaumeier!”
“Ich brauche keine Argumente, weil das alles nur wieder Unfug ist!”

“Sind das denn immer noch die gleichen?”
“Was! Argumente?”

“Nee, die Bits.”
“Was?”

“Na die Bits, die du vor 25 Jahren entdeckt hast.”
“Ach so, ähm… Die Bits sind immer noch die gleichen, ja…”

“Und so ein uraltes Ding kaufst du da??”
“Schatz, bitte, lass uns einfach die Bits vergessen, ja?”

“Also muss ich nun wissen, was diese Bits sind oder nicht!”
“Nein, du brauchst nur diese Fernbedienung hier, das reicht…”

“Zeig mal! – Wofür ist dieser Knopf da?”
“Der ist für, ähm… Für den elektronischen Programmführer.”

“Was ist das denn??”
“Da ist so eine Art elektronische Fernsehzeitung eingebaut, dafür.”

“Aber wir haben doch eine Zeitung, was sollen wir denn damit??”
“Naja, also… Das ist da halt eingebaut, was weiß ich denn!”

“Drück mal.”
“Was soll ich drücken!”

“Na diesen Knopf.”
“Und dann??”

“Na ich will mal sehen!”
“Bitte sehr…”

“Da fehlen ja jede Menge Sender.”
“Die sind ja auch auf der zweiten Seite…”

“Und wie blättert man?”
“Man drückt hier nach unten und für die Zeit den Knopf da rechts.”

“Verstehe ich nicht.”
“Ist doch ganz einfach!”

“Komplizierter Kram, da habe ich schon keine Lust mehr!”
“Himmel, nun warte doch mal eine Sekunde, ja!?”

“Na schön, und die dicke Taste da?”
“Die Taste hält das laufende Fernsehprogramm an, Pause sozusagen.”

“Das laufende Programm??”
“Ja. Und wenn man noch einmal drauf drückt, läuft es wieder weiter.”

“Und wie spult man vor?”
“Schatz! Man kann doch das Fernsehprogramm nicht vorspulen!”

“Aber zurück schon?”
“Ja.”

“Verstehe ich nicht, mit dem Ding will ich nichts zu tun haben!”
“Was muss ich tun, damit du es wenigstens EINMAL ausprobierst?”

“Vergiss es, ich packe das nicht an. Das ist deins.”
“Schatz, das ist gar nicht so schwierig, EINMAL…”

“Hm… Kann man damit jeden Tag Zwei bei Kallwass aufnehmen?”
“Ähm… Das will man zwar nicht, aber man könnte, als theoretisch…”

“Gebongt! Gib mal die Fernbedienung!”

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Alles schon fertig

30. März 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Alles schon fertig (photocase.de © skyla80)Meine Liebste ist am heutigen Sonntag schon vor mir aufgestanden. Das kommt sehr selten vor!
Aber irgendwie war ich so müde, naja.
Als ich aus dem Schlafzimmer komme, rennt sie nervös in der Wohnung herum.

“Na, bist du auch schon wach?”
“Ja, Süße. Irgendwie bin ich nicht aus dem Bett gekommen…”

“Sag mal, wo ist die Bedienungsanleitung für das Küchenradio?”
“Ähm, das ist eine gute Frage…”

“In dem kleinen Schrank ist sie nicht.”
“Nicht? Wofür brauchst du die denn jetzt eigentlich?”

“Ich wollte die Uhr am Radio umstellen.”
“Ach ja, es ist ja ab heute wieder Sommerzeit!”

“Alle anderen habe ich schon, nur die in der Küche fehlt noch.”
“Ach so! Das kriege ich bestimmt auch ohne Anleitung hin.”

“Mein Computer ist auch schon fertig.”
“Komisch… Eigentlich hätte der die Zeit automatisch stellen müssen…”

“Hat er aber nicht.”
“Aha. Mistdinger…”

“Und die Uhr im Badezimmer kann man irgendwie nicht stellen.”
“Das ist ja auch kein Wunder, das ist eine Funkuhr.”

“Die hat sich aber auch nicht von alleine gestellt.”
“Das kann doch gar nicht sein! Obwohl, im Bad…”

“Liegt das jetzt am Badezimmer, oder was?”
“Vielleicht hat sie da gar keinen Empfang, könnte sein…”

“Für deine Armbanduhr habe ich auch eine Ewigkeit gebraucht.”
“Was? Wieso?”

“Weil sich das Datum verstellt hat, irgendwie.”
“Ach so, naja, das passiert schon mal, wenn man nicht aufpasst…”

“Und den Fernseher musst du stellen, das weiß ich auch nicht.”
“Der Fernseher hat keine Uhr, Schatz.”

“Na klar!”
“Quatsch, hat er nicht!”

“Und wenn man auf die Taste da auf der Fernbedienung drückt?”
“Das ist die Videotext-Uhr, nicht die vom Fernseher.”

“Gut, dann stell eben den Videotext um.”
“Die Uhr vom Videotext wird ja wohl nicht falsch gehen!”

“Dann schau doch selbst!”
“Da brauche ich nicht nachsehen, Videotext geht immer richtig!”

“Geht er aber heute nicht!”
“Das wäre das erste Mal in der Geschichte!”

“Was weiß ich, die Zeit ist aber falsch!”
“Ich kann den Videotext nicht stellen, das machen die Sender!”

“Dann schreib da eine Mail hin, vielleicht hilft denen das.”
“Ein Mail, nee, iss klar! Ich gehe jetzt nachsehen…”

[Ich schlurfe - gefolgt von meiner Liebsten - ins Wohnzimmer und schalte den Fernseher ein. Der Videotext zeigt 11.38 Uhr.]

“Siehst du!”
“11.38 Uhr, und wie viel Uhr ist es jetzt?”

“Es ist 9.38 Uhr.”
“Hm… Bist du da wirklich sicher?”"

“Natürlich bin ich mir sicher!”
“Kann es sein, dass du alle Uhren eine Stunde ZURÜCK gestellt hast??”

“Auf Sommerzeit, ja. Es bleibt ja eine Stunde länger hell.”
“Ja, genau! Weil man die Uhr eine Stunde VOR stellt! NICHT ZURÜCK!!”

“Soll das heißen, dass es nicht 9.38 Uhr ist, sondern 11.38 Uhr?”
“Das ist richtig, ja! Du Schussel!”

“So ein Mist! So ein Mist!”
“Ja, wohl wahr! Nur weil du nicht weißt, was die Sommerzeit ist!”

“Ach, das ist ja nicht so schlimm.”
“So? Und wer stellt jetzt alle Uhren noch einmal?”

“Du. Ich war ja schon dran heute.”
“Es laufen alle Uhren falsch! Sogar die, die sich selbst gestellt hatten!”

“Na und? Geht doch schnell. Und ich habe eben Pech.”
“Aha. Und wieso bitte hast DU Pech, wenn ich die Uhren stellen muss?”

“Weil ich jetzt kein Croissant zum Frühstück kriege.”
“Was?? Was hat das denn jetzt damit zu tun??”

“Hätte ich das gewusst, hätte ich dich früher geweckt.”
“Mich?? Warum??”

“Weil du dann noch zum Bäcker hättest runtergehen können.”
“Ich??”

“Ja. Aber jetzt hat er ja schon zu, die sind nur bis 11 Uhr da!”

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Was ist los?

11. März 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Was ist los? (photocase.de © Accela)Meine Liebste und ich sitzen an unserem Wohnzimmertisch und essen Antipasti.
Viele leckere Kleinigkeiten, die nicht nur den Gaumen verwöhnen, sondern auch den Knoblauch-Gehalt im Blut erhöhen.
Dabei unterhalten wir uns locker.

“Du Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich habe ein Problem.”
“So? Ich auch.”

“Du auch?”
“Ja, ich auch.”

“Was hast du denn für ein Problem??”
“Gleich, was wolltest du denn mit mir besprechen?”

“Sag du zuerst.”
“Nein, du hast angefangen, also sag du.”

“Hat es was mit mir zu tun?”
“Später, also was wolltest du mir sagen?”

“Also hat es doch was mit mir zu tun!”
“Das habe ich nicht gesagt.”

“Aber es stimmt, oder?”
“Nein, was hast du denn nun für ein Problem?”

“Du kannst mich doch nicht neugierig machen und dann…”
“Wer! Ich??”

“…und dann sagst du es mir nicht!”
“Das kann doch warten, was willst du denn jetzt eigentlich??”

“Sag mir, was dir an mir nicht passt!”
“Mit dir ist alles in Ordnung!”

“Du willst es bloß nicht sagen!”
“Eigentlich möchte ich nur wissen, was du von mir wolltest!”

“Das ist jetzt gar nicht mehr wichtig.”
“Und was war es?”

“Ich will jetzt sofort von dir wissen, was los ist!”
“Aber ich doch auch von dir!”

“Und was?”
“Das frage ich dich!”

“Ich sage es dir aber nicht!”
“Dann sage ich es dir auch nicht!”

“Toll.”
“Klasse.”

“Und jetzt?”
“Du wolltest was sagen.”

“Du auch.”
“Also schön, dann fange ich eben an.”

“Ist es so schlimm?”
“Nein, wie kommst du denn darauf??”

“Wenn du hier so einen Wirbel darum machst!?”
“Ich??”

“Und was hast du jetzt für ein Problem?”
“Ich wollte eigentlich nur eine Kleinigkeit sagen.”

“Und zwar?”
“Der Videorekorder ist kaputt.”

“Schön, und weiter?”
“Wie weiter! Der Videorekorder ist kaputt!”

“Das ist alles??”
“Das ist alles, reicht das nicht?”

“Und was hat das jetzt mit mir zu tun??”
“Ja, nichts? Das sagte ich doch!”

“Und der Videorekorder ist jetzt so wichtig?”
“Naja, er ist kaputt. Sonst erst einmal nichts.”

“Und für das alte verstaubte Ding unterbrichst du mich??”
“Aber du hattest doch noch gar nichts gesagt!”

“Ich wollte aber!”
“Schatz! Du wolltest, dass ich anfange!”

“Da dachte ich ja auch, es ginge um mich!”
“Das hast du dann wohl falsch gedacht.”

“Aber du hast so getan, als ginge es um mich!”
“Habe ich nicht!”

“Und das nur, weil du zuerst erzählen wolltest!”
“Quatsch! Könntest du mir jetzt bitte mal dein Problem verraten??”

“Na schön.”
“Und? Was ist es?”

“Also: das Problem ist Alessandro.”
“Wer??”

“Die stellen meinen Lieblingsnagellack nicht mehr her!”

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Und was ist im Busch?

27. Januar 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Und was ist im Busch? (photocase.de © na)Meine Liebste sitzt an ihrem Rechner und arbeitet, als ich nach Hause komme. Das an sich ist noch nichts besonderes, aber heute komme ich unerwartet viel früher, also sonst.
Die Liebste wird sich bestimmt freuen!

“Mann, habe ich mich erschreckt!”
“Ich bin es nur, Süße, ich.”

“Wieso kommst du denn jetzt schon??”
“Die letzten Tage waren so anstrengend, da dachte ich…”

“Du kommst doch sonst nie so früh!”
“Ja, aber ich wollte dich heute überraschen.”

“Ist irgendwas?”
“Was soll denn sein?”

“Ich meine ja nur.”
“Darf ich nicht mal früher nach Hause kommen?”

“Doch, aber das ist komisch.”
“Wieso denn komisch??”

“Ich dachte, du hast so viel zu tun im Moment?”
“Das stimmt auch, aber heute…”

“Und da gehst du einfach früher?”
“Ja. Was dagegen??”

“Und deine Kollegen?”
“Was soll mit denen sein?”

“Sind die auch früher gegangen?”
“Nein! Wieso interessiert dich das denn!”

“Ich werde doch wohl mal fragen dürfen?”
“Schon, aber du fragst das, als sei was im Busch.”

“Und was ist im Busch?”
“Du, wenn du nicht gleich mit der Laberei aufhörst!”

“Warum meckerst du mich denn jetzt an??”
“Ich meckere dich gar nicht an!”

“Ist das jetzt immer so?”
“Was.”

“Wenn du früher nach Hause kommst?”
“Keine Sorge, das kommt ja nur sehr selten vor.”

“Da bin ich ja beruhigt.”
“Störe ich dich, oder was willst du damit sagen?”

“Nein, du störst nicht.”
“Da bin ich ja beruhigt…”

“Zumindest, wenn du still bist.”
“Wie bitte??”

“Du kommst hier rein und bringst mir alles durcheinander!”
“Schatz, ich wollte dich NUR überraschen!”

“Ja, das finde ich auch lieb von dir, aber…”
“Ich kann ja ins Schlafzimmer gehen, dann hast du Ruhe!”

“Und was machst du dann da?”
“Das kann dir doch wohl völlig egal sein!”

“Wenn du da bist, dann will ich aber wissen, was du machst!”
“Ich werde nichts machen, was dich stören könnte.”

“Und was?”
“Weiß ich jetzt noch nicht.”

“Was kannst du im Schlafzimmer schon groß machen…”
Schlafen, zum Beispiel.”

“Bist du denn müde?”
“Nein.”

“Warum willst du denn dann schlafen??”
“Du wolltest doch, dass ich still bin!”

“Aber du musst doch wegen mir nicht schlafen?”
“Sondern? Was soll ich denn deiner Meinung nach machen?”

“Hm…”
“Tschüss, ich gehe dann.”

“Und wann kommst du wieder?”
“Dann, wenn ich will.”

“Also ich brauche noch eine halbe Stunde, schätze ich.”
“Schön.”

“Kommst du dann wieder?”
“Nein!”

“Wieso denn nicht??”
“Schatz! Du willst deine Ruhe, dann kann ich ja wohl…”

“Na toll! Vielen Dank!”
“Was denn??”

“Ich dachte, du wolltest mich überraschen!”
“Wollte ich ja auch, aber du…”

“Ich freue mich, dass du zu Hause bist, und…”
“Aber du hast doch eben gesagt…”

“Und dann willst du gar nichts mit mir zu tun haben! Blödmann!”

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Ich würde echt sterben

16. Januar 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ich würde echt sterben (photocase.de © connor212)Meine Liebste und ich sitzen in unserem Wohnzimmer und bilden uns in Sachen heterogene Sozialkulturen und moderne Kommunikationswissenschaften weiter.
Und zwar mit “BigBrother” auf RTL 2…

“Irgendwie tun die mir leid.”
“Wer jetzt, Süße? Die Hausbewohner?”

“Ja.”
“Mir tun die auch leid. Die ganze Zeit da so zusammen…”

“Ja, das natürlich auch.”
“Wieso? Was hast du denn gemeint?”

“Ich würde echt sterben.”
“Und bei was?”

“Sechs Monate, ein halbes Jahr lang…”
“Ja, und was?”

“Die sind doch die ganze Zeit da drin, oder?”
“Ja, und was würdest du nun sechs Monate lang nicht aushalten?”

“Und die dürfen überhaupt gar nicht raus?”
“Nein, natürlich nicht, aber…”

“Sechs Monate…”
“Du meinst, sechst Monate ohne mich, das wäre…”

“Ohne dich? Naja, das wäre auch blöd, aber…”
“Aha, sehr nett. Aber??”

“Ein halbes Jahr lang ohne meinen Friseur?? Nee!”

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Du ja wohl eher!

2. Januar 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Du ja wohl eher! (photocase.de © la dina)Meine Liebste hat gewonnen, ich leider verloren: und zwar bei der Entscheidung, was am Neujahrsabend in der Primetime für ein Fernsehprogramm auf der Flimmerkiste gewählt wird, um uns beide zu erfreuen.
Und so kommt es, dass uns das Traumschiff mal wieder die Ehre gibt. Heute unter anderem dabei: Harald Schmidt und Heinz Hoenig. Na gut!

“Das haben wir schon lange nicht mehr gesehen, Schatz!”
“Ja, Süße. Es ist lange gut gegangen…”

“Also ich sehe das gerne, du nicht?”
“Nutzt es was, wenn ich jetzt Nein sage?”

“Nein.”
“Dachte ich mir.”

“Die fahren heute nach Rio de Janeiro.”
“Da wäre ich jetzt auch gern.”

“Ob das da wirklich so abläuft?”
“Was? Silvester in Rio?”

“Nein, da so auf dem Traumschiff.”
“Wohl kaum.”

“Wieso?”
“Weil es ja eben das Traumschiff ist, deshalb.”

“Aber es könnte doch ab und zu mal so sein?”
“Was jetzt genau?”

“Na, dass sich da Leute kennenlernen und so?”
“Vielleicht…”

“Was uns wohl passieren würde, wenn wir da mitfahren würden!”
“Fahren wir aber nicht.”

“Und wenn?”
“Du würdest bestimmt zufällig einen ehemaligen Liebhaber dort treffen.”

“Wieso denn ich?? Du ja wohl eher!”
“Ich? Wieso ich eher?”

“Wer weiß, wo du dich früher immer rumgetrieben hast!”
“Du spinnst ja wohl!”

“Dann treffen wir eine von denen und die will dich dann zurück!”
“Ach so!? Da fällt mir gerade aber keine passende Kandidatin ein.”

“Soll das heißen, es wäre aber denkbar?”
“Denkbar ist alles.”

“Und wer?”
“Niemand.”

“Du hast gesagt, es sei eine denkbar! Also wer!”
“Das habe ich nicht gesagt!”

“Du hast gesagt, es sei denkbar, dass dich eine Ex zurück will!”
“Nein, ich sagte, denkbar sei alles!”

“Sage ich doch!”
“Sagst du eben nicht!”

“Jetzt weiß ich auch, warum du Traumschiff nicht gerne siehst!”
“Wie bitte?? Was heißt das denn??”

“Weil du genau weißt, so könnte es dir auch ergehen!”
“So ein Blödsinn! Das ist das Traumschiff, Schatz!”

“Eben! Deswegen passieren da ja auch immer Überraschungen.”
“Aber die sind doch alle ausgedacht!”

“Aber deine Ex-Freundinnen, die sind echt!”
“Sind wir hier auf dem Traumschiff??”

“Nee.”
“Eben!”

“Ich will auch auf das Traumschiff.”
“Viel Spaß dann.”

“Kommst du denn nicht mit?”
“Nein, ich könnte ja eine meiner Ex-Freundinnen dort treffen…”

“Aber wenn du nicht dabei bist, dann treffe ICH die ja alle allein?”
“Himmel… Das ist der Stoff, aus dem das Traumschiff gemacht wird…”

“Aus sowas wird das Traumschiff  gemacht?? Aus deinen…”
“Schatz! Ich kriege gleich einen Nervenzusammenbruch!”

“Natürlich! Solche Themen schmecken dir nicht, kenne ich ja!”
Liebe Liebste! Das Traumschiff hat NICHTS mit mir zu tun!”

“Noch nicht.”
“Wird es auch nicht! Und jetzt hör auf! Guck da lieber hin.”

“Jetzt habe ich gar keine Lust mehr, das zu gucken!”
“Und wieso nicht?? Du wolltest doch unbedingt!”

“Du machst mir das mal wieder madig!”
“Ich glaube, wir sind auch im Film hier! Mal wieder ein Drama!”

“Da will man schön mit dem Traumschiff träumen, und du…”
“ICH?? Ich mache doch überhaupt nichts!?”

“Du hast gesagt, ich soll alleine aufs Traumschiff!”
“Na und??”

“Da kann ich ja nie mal in Ruhe an Deck an der Reling stehen.”
“Und warum nicht??”

“Wenn da dauernd deine Ex-Freundinnen rumlaufen?? Danke!”

Kopfschüttel…

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Ja, ich hätte gern eins

13. Dezember 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ja, ich hätte gern eins (photocase.de © morrigian)Meine Liebste und ich haben für heute endlich Feierabend, super!
Besonders die Liebste hat heute wohl einen echt anstrengenden Tag gehabt; und so fällt sie erschöpft auf unser Sofa.

“Ich bin fertig, Schatz, ich bin total fertig.”
“War es so schlimm heute, Süße?”

“Es war schlimmer.”
“Was war denn?”

“Alles. Egal, für heute ist fast Schluss.”
“Wieso fast?”

“Ich muss noch eine Email schicken, dann habe ich alles.”
“Kannst du das nicht morgen machen?”

“Nein, das muss heute noch.”
“Dann mach das doch jetzt?”

“Nein, jetzt muss ich erst fünf Minuten entspannen.”
“Kann ich denn etwas für dich tun, Schatz?”

“Ja, du kannst die Email für mich schreiben.”
“Ähm…”

“Das wäre jetzt nett!”
“Schatz, ich…”

“Du hast gefragt!”
“Ich kann doch nicht deine Email schreiben!”

“Dann hättest du ja sagen können: alles, außer Email.”
“Woher soll ich denn…”

“Mein Laptop liegt da hinten.”
“Ich schenke dir ein Heinzelmännchen zu Weihnachten.”

“Ein was?”
“Ein Heinzelmännchen.”

“Heißen die nicht Mainzelmännchen?”
“Nein… Das sind die aus dem ZDF, Schatz…”

“Und was soll ich mit einem Heinzelmännchen?”
“Das schreibt dann nachts deine Emails für dich.”

“Echt?? Ja, ich hätte gern eins.”
“Wer nicht…”

“Schenkst du mir eins?”
“Ja, also…”

“Wenn du eins kaufst, kannst du dann noch eins mitbringen?”
“Was? Noch eins?”

“Ja, noch ein Heinzelmännchen, das mir meine Schuhe putzt.”
“Gern…”

“Und eins, das mich abends abschminkt und ins Bett bringt.”
“Sonst noch was?”

“Was können die denn noch so?”
“Ähm…”

“Und eins, das mir immer was Leckeres kocht.”
“Klar.”

“Und eins, das mein Portmonee immer wieder voll macht!”
“Sicher…”

“Ja! Und eins, das meine Fingernägel macht!”
“Gerne… Das wars?”

“Und vielleicht noch eins zum Fenster putzen!”
“Meinst du nicht, das reicht jetzt langsam?”

“Hm… Ach so, noch eins für…”
“Schatz! Übertreib es nicht!”

“Darf ich denn noch eins? Noch ein einziges?”
“Na gut, eins noch…”

“Also ich…”
“Warte! Ich weiß schon.”

“So? Und was?”
“Ein Waschbrettbauch-Heinzelmännchen für wilden Sex!”

“Nee. Dafür brauche ich keins.”
“Oh! Danke, war das jetzt ein Kompliment für mich?”

“Pff! Nee.”
“Ähm… Nicht? Sondern??”

“Klar könnte ein Heinzelmännchen das auch gut übernehmen.”
“Aber??”

“Ein paar Kleinigkeiten kannst du ja wohl noch selber machen!”

Kopfschüttel…

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Jetzt rede nicht drum herum!

6. Dezember 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Jetzt rede nicht drum herum! (photocase.de © kin kohana)Meine Liebste sitzt in unserem Arbeitszimmer an ihrem PC, als ich abends nach Hause komme; so wie immer, denn die Liebste ist meistens früher zu Hause, als ich. Gut, dass der Arbeitstag rum ist… Jetzt nur noch die Tasche in die Ecke und ab auf die Couch!

“Du bist ja schon da?”
“Schon?? Endlich bin ich da, Liebste!”

“Du kommst doch sonst nicht so früh?”
“Wie bitte?? Soll ich wieder gehen, oder was?”

“Nein, nein, du darfst bleiben, aber…”
“Was denn aber??”

“Aber warum hast du denn vorher nicht angerufen?”
“Vorher anrufen?”

“Naja, das machst du doch sonst auch?”
“Manchmal, na und?”

“Und warum heute nicht?”
“Warum sollte ich?? Hast du was zu verbergen?”

“Ich? Nö. Aber sonst rufst du immer an, wenn du losfährst.”
“Und heute eben nicht.”

“Du fragst dann doch immer, ob du noch was mitbringen sollst?”
“Ja. Stimmt. Manchmal. Und?”

“Ja und heute eben nicht!”
“Heute nicht, und was heißt das jetzt?”

“Weil du heute besser angerufen hättest!”
“Warum denn??”

“Weil du deshalb jetzt gleich viel Arbeit hast.”
“Ich?? Ich sitze in fünf Minuten auf dem Sofa, sonst nichts.”

“Nee. Das wird wohl nichts.”
“Wieso??”

“Weil du nicht angerufen hast.”
“Liebste, du sprichst wieder mal in Rätseln…”

“Wenn du angerufen hättest, dann hätte ich dir gesagt, dass…”
“…dass ich irgendetwas mitbringen soll.”

“Genau, woher weißt du das?”
“Reiner Zufall…”

“Wir haben nämlich kein Brot mehr.”
“Und warum hast DU MICH dann nicht einfach angerufen??”

“Weil du doch sonst immer bei mir anrufst!”
“Aber da kannst du dich doch nicht einfach drauf verlassen!”

“Das stelle ich ja jetzt leider auch fest.”
“Leider??”

“Du hast gesagt, dass man sich auf dich nicht verlassen kann!”
“Was?? Ich habe gesagt, dass du dich nicht darauf…”

“Jetzt rede nicht drum herum, ich habe es genau gehört!”
“Aber ich muss dich doch nicht jeden Tag anrufen!”

“Tust du aber sonst. Ich dachte, darauf könnte ich mich ver…”
“Gut, dann rufe ich ab jetzt eben gar nicht mehr an.”

“Wieso?”
“Weil es dann auch keinen Stress mehr gibt.”

“Und wenn was fehlt? Brot zum Beispiel?”
“Dann kannst du mich ja anrufen.”

“Das ist aber blöd so!”
“Aha!? Tausendmal habe ich angerufen und nie brauchtest du was!”

“Das stimmt nicht, ich habe immer gesagt, ich bräuchte dich!”
“Aber nichts, was ich sonst noch hätte besorgen müssen.”

“Außerdem freue ich mich, wenn du mich anrufst.”
“Das hört sich aber meistens nicht so an.”

“Wieso denn nicht??”
“Weil du mich doch immer gleich abwimmelst!”

“Das ist doch nur, weil ich dann hier mitten in der Arbeit stecke.”
“Dann brauche ich ja auch nicht anrufen, wenn ich dich immer nur störe!”

“Ja.”
“Ja??”

“Trotzdem kannst du doch anrufen?”
“Obwohl es dich stört??”

“Freuen tue ich mich doch trotzdem!”
“Himmel! Versteh einer die Frauen, ehrlich…”

“Vergleich mich nicht immer mit anderen Frauen!”
“Ja, ähm… Also wir haben jetzt kein Brot. Richtig?”

“Richtig.”
“Und deshalb haben wir jetzt nichts zu essen, richtig?”

“Richtig.”
“Und deshalb müssen wir jetzt verhungern. Korrekt?”

“Nicht ganz.”
“Sondern?”

“Du kochst jetzt Spaghetti mit Bolognesesoße.”
“Ich?? Wieso denn ich??”

“Weil du nicht angerufen hast!”

Kopfschüttel…

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