Du guckst ja gar nicht!

23. August 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Du guckst ja gar nicht! (photocase.de © anas tonish)Meine Liebste und ich schauen auf Sat1 ”Ein Job – Deine Chance”. Nunja. Es geht um vier junge Damen, die sich auf einen Job in einem Kosmetikstudio beworben haben.
Und nur eine kriegt ihn am Ende…

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Du guckst ja gar nicht!”
“Na und?”

“Das ist doch interessant!”
“Naja…”

“Du verpasst ja alles, wenn du nicht guckst.”
“Ich sitze doch hier, was willst du denn??”

“Aber du guckst nicht.”
“Doch, ich gucke.”

“Gerade hast du unter das Sofa geschaut!”
“Ja, weil…”

“Was ist denn da?”
“…weil mir mein Stift runtergefallen ist, darum.”

“Was für ein Stift?”
“Ich wollte gerade das Kreuzworträtsel in der Fernsehzeitung machen.”

“Wie! Jetzt??”
“Ja, jetzt. Darf ich das nicht, oder was?”

“Das wollte ich doch aber machen!”
“Du hast schon die letzten drei gemacht!”

“Schon, aber die sind für mich.”
“Ach! Und wieso bitteschön??”

“Die im Weser-Kurier sind mir immer zu schwer.”
“Ich habe aber jetzt keinen Weser-Kurier!”

“Lass mich das Kreuzworträtsel machen, ja?”
“Na schön, dann mach. Hier.”

“Ja jetzt doch nicht! Ich muss das da gucken!”
“Und was mache ich??”

“Alles außer das Kreuzworträtsel da.”
“Och Schatz!”

“Geh an deinen Computer.”
“Nee, keine Lust.”

“Was? Bist du krank??”
“Nein, aber ich mag jetzt nicht, ganz einfach.”

“Warum ärgerst du mich denn jetzt!?”
“Wer ärgert dich denn??”

“Du!”
“Wieso!”

“Ich will das da gucken und dir passt das nicht und…”
“Du kannst das von mir aus bis morgen früh gucken!”

“Das geht aber nur bis Viertel nach.”
“So ein Pech aber auch!”

“Kannst du mich das nicht ein Mal in Ruhe gucken lassen!?”
“Ich mache doch gar nichts!”

“Sonst gehst du immer an deinen Computer!”
“Na und?”

“Und jetzt nicht, obwohl du jetzt mal darfst.”
“Ich darf?? Das ist aber großzügig!”

“Und dann willst du auch noch mein Kreuzworträtsel machen!”
“Ich kann es ja kopieren, dann können wir es beide machen.”

“Nee.”
“Und warum nicht?”

“Du machst das dann wieder komplett und ich nicht.”
“Na und?”

“Dann komme ich mir doof vor und dann macht es keinen Spaß.”
“OK, dann zeige ich dir meins eben nicht, wie wäre das??”

“Das wäre ja noch blöder!”
“Schatz! Ich werde gleich wahnsinnig!”

“Jetzt lass mich das gucken! Du willst mich nur ablenken!”
“Ablenken??”

“Ja.”
“Quatsch!”

“Da! Jetzt habe ich nicht gehört, warum Chris gehen muss!”
“Wer ist Chris?”

“Die da aus Sachsen, die kriegt den Job nicht!”
“Aha…”

“Lass mich jetzt! Das ist gleich zu Ende!”
“-”

“Schatz?”
“-”

“Warum sagst du denn jetzt nichts??”
“Ich soll doch nicht!”

“Aber so ist das auch blöd!”
“Bitte?? Ich tue doch nur, was du wolltest! Nichts!”

“Du willst mich nur ärgern.”
“Sag mal, was soll denn das!”

“Sonst hast du doch auch immer das letzte Wort!”

Kopfschüttel…

Chat 30 Kommentare »

Ich drücke und nix!

16. August 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ich drücke und nix!Meine Liebste und ich sitzen in unserem Arbeitszimmer an unseren PCs und arbeiten. Also die Liebste mehr, ich etwas weniger… Sie bereitet fleißig eine Präsentation vor und braucht dafür eben noch ein paar Hintergrundinformationen. Schnell mal googeln!

“Du Schatz, darf ich mal grade was fragen?”
“Was denn, Süße?”

“Mein Google ist kaputt.”
“Was?”

“Ist kaputt! Googelt nicht mehr.”
“Das kann ja gar nicht sein, zeig mal.”

“Hier, siehste? Ich drücke und nix!”
“Google kann nicht kaputt sein. Google läuft immer.”

“Mein Google ist aber kaputt, geht ja nicht!”
“Erstens ist das nicht DEIN Google und vielleicht ist ja auch dein Laptop…”

“Laptop? Ich habe hier nichts gemacht!”
“Gehen denn andere Internetseiten?”

“Welche denn?”
“Ist doch egal, irgendeine eben.”

“Also ich soll eine andere Adresse nehmen?”
“Ja.”

“Hm… Susanne hat mir neulich doch eine Adresse geschickt…”
“Schatz, nimm doch irgendwas, nur zum Testen, ja?”

“Ich wollte mir das aber sowieso anschauen, Moment…”
“Lass mich doch mal eben…”

“Nee, immer machst du hier was und ich verstehe nur Bahnhof!”
“Na schön, dann tipp jetzt.”

“Ich hatte doch da die Mail von Susanne…”
“Das kannst du doch auch später noch suchen!”

“Jetzt drängele mich nicht, ich habe eh schon Stress genug!”
“Du sollst doch nur eben eine andere Seite…”

“Hier! Ich hab´s! Metzingen!”
“Metzingen? Ist das nicht in Bayern? Oder Baden-Württemberg??”

“Bisschen zu weit, oder?”
“Wofür zu weit??”

“Da gibt´s einen Fabrikverkauf von Lloyd für Schuhe.”
“Oh Gottogott! Aber Schuhe brauchst du ja im Augenblick nicht, oder?”

“Nee, aber da gibt´s auch Handtaschen!”
“Was??”

“Ja und Susanne sagt, das sei da richtig gut!”
“Susanne wohnt doch aber in Köln!”

“Na und? Die waren schon da.”
“Aus Köln?? Das sind gut… 500 Kilometer??

“Die sind da am Wochenende hingefahren.”
“Wie! Nur für ein paar Schuhe und ne Handtasche??”

“Keine Ahnung, aber Susanne sagt, wir sollen da auch hin.”
“Die spinnt ja wohl! So etwas fällt auch nur Frauen ein!”

“Hm, geht auch nicht.”
“Das ist wahr! Da fahren wir ganz bestimmt nicht hin!”

“Nein, ich meine die Internetseite, die geht auch nicht.”
“Dass ich das noch erleben darf…”

“Was?”
“Dass die Internetverbindung genau im richtigen Moment ausfällt…”

“Haha! Sehr witzig! Und mein Google?”
“Tja. Das geht bestimmt übermorgen wieder.”

“Ich brauche das aber jetzt! Mach das heile!”
“Davon verstehe ich nichts.”

“Du hast gesagt, Google läuft immer!”
“Übrigens: auf meinem Rechner geht es.”

“Hast du denn ein anderes Google?”
“Sag mal, du… Ähm, doch, ich habe ein Spezial-Google.”

“Und das geht?”
“Natürlich. Ist ja auch spezial.”

“Kannst du mal schnell was für mich suchen?”
“Hm…”

“Bitte, ja? Sonst vergesse ich das wieder!”
“Na schön. Was musst du denn wichtiges suchen?”

“Gib mal LAGERVERKAUF HANDTASCHEN BREMEN ein!”

Kopfschüttel…

Chat 41 Kommentare »

Nur ganz kurz

20. Juli 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Nur ganz kurzMeine Liebste läuft irgendwo in der Wohnung herum. Und irgendetwas macht sie wohl dort auch. Ich weiß es nicht so genau, da ich an meinem PC sitze und arbeite. Es ist spät, ich will endlich fertig werden!
Ich höre Schritte näher kommen…

“Du Schatz? Ich wollte fragen, ob…”
“Nein Liebste, jetzt bitte nicht.”

“Geht auch ganz schnell!”
“Nein!”

“Ist wirklich nur, um dir…”
“Nee, nein! Hau ab! Gleich.”

“Wann denn gleich?”
“Wenn ich hier fertig bin.”

“Und wann ist das?”
“Gleich!”

“Du solltest mal langsam Schluss machen jetzt.”
“Ich wäre längst fertig, wenn du mich lassen würdest!”

“Was machst du denn da eigentlich?”
“Kann ich dir das auch später erklären, ja?”

“Klar! Aber vergiss es nicht.”
“Nein, sicher nicht, und jetzt geh.”

“Wohin denn?”
“Egal, Hauptsache woanders hin!”

“Mir ist langweilig.”
“Was??”

“Du hängst schon den ganzen Abend vor deinem PC.”
“Ja und ich würde gerne zum Ende kommen, wie ich schon sagte.”

“Wo schaltet man deinen PC denn aus?”
“UNTERSTEH DICH!”

“Ich wollte dich ja auch eigentlich gar nicht stören.”
“Danke Schatz. Bsssss!”

“Was ist denn Bsssss??”
“Das heißt: MACH NE FLIEGE!”

“Ach so.”
“Ja.”

“Fliege.”
“Ja, genau.”

“Wegschwirren soll ich?”
“Ja, verdammt! Bitte. Schatz, bitte. Ganz lieb bitte.”

“Und wenn nicht?”
“Diese Frage stellt sich hier eigentlich nicht!”

“Na dir vielleicht nicht!”
“Doch, jetzt stellt sie sich mir auch!”

“Also was?”
“Wie was?”

“Was passiert dann?”
“Wenn du mich nicht endlich in Ruhe lässt?”

“Ja, was dann?”
“Dann kriege ich gleich einen Herzinfarkt!”

“Wegen mir? Aber eigentlich wollte ich doch…”
“Ja, ich liebe dich auch. Und jetzt: geh weg!”

“Ich gehe ja schon.”
“Gott sei Dank…”

“Da blinkt was auf deinem Bildschirm, siehste? Da!”
“Wo? Ach Mist!”

“Das ist also wohl kein gutes Zeichen?”
“NEIN! Ist es nicht! Jetzt kann ich das noch einmal…”

“Darf ich mich hier hinsetzen und zusehen?”
“NEIN!”

“Ich bin auch ganz still und sage nichts.”
“Das schaffst du sowieso nicht.”

“Wohl!”
“Himmel! Also schön. Jetzt ist es eh egal.”

“Was ist egal?”
“Alles. Schatz, was wolltest du mich denn vorhin eigentlich fragen?”

“Nur eine Kleinigkeit, aber ist nicht mehr so wichtig.”
“OK, und was?”

“Ob ich dir irgendwie helfen kann!”

Kopfschüttel…

Chat 20 Kommentare »

Alle poppen und gebären!

27. Mai 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Alle poppen und gebären!Meine Liebste und ich waren heute im Krankenhaus. Nein, nein, uns geht es gut; aber eine Freundin von uns hat gestern eine niedliche kleine Tochter namens Finja zur Welt gebracht. Ein süßes Baby, gut gemacht!
Wir sitzen im Auto auf dem Heimweg.

“Die Lütte ist sooo niedlich, oder Schatz?”
“Ja, Süße.”

“Nein, jetzt sag doch mal, ist die nicht niedlich?”
“Alle Babys sind süß, das hat die Natur so angelegt.”

“Die hätte ich so mitnehmen können.”
“Da hätte Tina wohl was dagegen gehabt…”

“Ich will auch so eins!”
“Jetzt gleich, oder darf ich noch rechts ran fahren?”

“Also nicht jetzt sofort natürlich…”
“Ah, dann bin ich beruhigt.”

“Du willst doch auch Kinder, oder?”
“Natürlich.”

“Mit mir?”
“Das bietet sich wohl an…”

“DAS BIETET SICH AN??”
“Naja, ich meine, natürlich mit dir.”

“Wieso? Hast du etwa noch Alternativen zu mir??”
“Bis auf Jennifer Lopez nicht, nein.”

“Mit dir kann man wirklich nichts Ernstes besprechen!”
“Ach! Ist das hier eine Familienplanungssitzung, oder was?”

“Nein, aber…”
“Warum regst du dich dann so auf? War doch nur ein Witz.”

“Dass du Kinder haben willst?”
“Nein, aber das mit Jennifer Lopez…”

“Du kennst die ja auch gar nicht.”
“Woher willst du denn das wissen?”

“Ja kennst du sie etwa doch?”
“Sage ich dir nicht.”

“Die würde dir deine Frechheiten nicht so durchgehen lassen!”
“Da kennst du aber die Jennifer schlecht…”

“Was willst du denn von der??”
“Nichts will ich.”

“Das hört sich aber ganz anders an!”
“So? Was denkst du denn, was ich von ihr will?”

“Das sollst du mir doch gerade sagen!”
“Ich wiederhole: nichts. Null. 34 minus 34. Nichts.”

“Die hat auch keine eigenen Kinder, glaube ich.”
“Meinst du damit, ich hätte doch noch eine Chance bei ihr?”

“Wer will schon ein Kind von DIR! Und DIE ganz bestimmt nicht!”
“Was soll denn das jetzt heißen??”

“Du musst erst einmal erwachsen werden.”
“Na DAS sagt ja genau die Richtige!”

“Wieso? Ich bin genau im richtigen Alter.”
“Im richtigen Alter wofür?”

“Um Mutter zu werden.”
“Ha! Das ich nicht lache!”

“Findest du das nicht?”
“Bei der Bürgerschaftswahl musste ich dir den Wahlzettel erklären!”

“Und? Kinder kann man auch machen, ohne Politiker zu kennen.”
“Das ist richtig… Leider.”

“Alle poppen, gebären und schieben Kinderwagen, nur ich nicht!”
“Das ist zumindest die richtige Reihenfolge, Schatz…”

“DAS ist auch das Einzige, womit DU dich auskennst!”
“Ich kaufe dir morgen einen kleinen Goldfisch, ja?”

“Ich will keinen Goldfisch, ich will einen Kinderwagen!”
“Komisch, gestern wolltest du noch ein Cabrio…”

“Ja! Und was kriege ich?? Einen Goldfisch! Toll!”
“Können wir jetzt bitte endlich diese dämliche Diskussion beenden?”

“Das wird ja immer besser!”
“Was ist denn jetzt wieder…”

“Ich will ein Kind von dir und du sagst, ich sei dämlich!”
“Nein, nicht du! Sondern diese Diskus…”

“Weißt du was?!”
“Schatz, jetzt reg dich doch nicht so auf, ich…”

“Wenn das so ist, nehme ich doch lieber das Cabrio.”
“Moment mal, ich habe nicht gesagt, dass…”

“Doch! Und außerdem bietet sich das gerade so an!”

Kopfschüttel…

Chat 37 Kommentare »

Rucki Zucki, knick knack!

3. April 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Rucki Zucki, knick knack!Meine Liebste und ich erledigen in unserer Wohnung so dies und das. Während meine Liebste bergeweise Wäsche durch die Gegend trägt, gieße ich die Blumen. Wir begegnen uns beiläufig auf dem Flur.

“Na Schatz?”
“Na Süße?”

“Alles klar?”
“Ja, alles gut. Jörg hat jetzt Spaß.”

“Wer hat Spaß?”
“Na Jörg, unser Nachbar. Von oben.”

“So? Wieso hat der Spaß?”
“Weißt du schon, dass er wohl anscheinend eine Neue hat?”

“Was denn neu?”
“Na eine Neue! Eine Flamme! Ein Sondermodell eben!”

“Eine Frau??”
“Besser hätte ich es nicht sagen können, Schatz…”

“Woher weißt du denn das?”
“Als ich vorhin nach Hause gekommen bin, da kam sie.”

“Wer!?”
“Na seine Neue! Sie ging vor mir die Treppe rauf.”

“Und wie sah sie aus?”
“Keine Ahnung, konnte ich nicht richtig sehen.”

“Sah sie gut aus?”
“Schatz! Wie ich sagte, ich konnte sie nicht sehen.”

“Aber du bist doch hinter ihr hergelaufen!”
“Nein, nein, ich hatte etwas Abstand.”

“Aha! Drei Zentimeter, oder wie viel??”
“Nein, schon etwas mehr.”

“Sei nicht so neugierig, das gehört sich nicht.”
“Ich wollte es ja auch nur einmal erwähnen.”

“Das geht dich gar nichts an, was Jörg macht.”
“Ja doch, ist ja gut. Vielleicht ist das ja auch seine Cousine.”

“Der ist Single und kann rummachen, mit wem er will.”
“Ach nee! Was sind denn das für Töne plötzlich??”

“Na und? Macht doch jeder.”
“Was? Rummachen??”

“Ja, wenn man Single ist.”
“Ach und traf das damals auch auf dich zu?”

“Natürlich nicht. Du kennst mich doch!”
“Manchmal zweifle ich daran, Schatz…”

“Brünett?”
“Was?”

“Na ist sie eine Brünette?”
“Wer jetzt? Jörgs Neue?”

“Ja, die.”
“Nein, blond.”

“Der nimmt auch, was er kriegen kann.”
“Wie bitte?? Nur weil die Frau blond ist??”

“Naja, seine letzte Freundin war doch dunkelhaarig, oder nicht?”
“Doch, schon, Dani hatte dunkle Haare, aber…”

“Na und die war doch sein Typ und er hat sie geliebt, oder?”
“Ich denke schon, ja.”

“Und wenn er jetzt eine Blondine hat, dann geht´s knick knack.”
“KNICK KNACK??”

“Rucki Zucki, Heidewitzka, und noch mal von vorn!”
“Ähm, sagtest du nicht, dass uns das gar nichts angeht??”

“Nein.”
“Ich kann mich aber noch gut daran erinnern!”

“Du hast mir wieder einmal nicht zugehört, mein Schatz.”
“Wie bitte? Du hast doch eben gesagt, dass…”

“Ja, dass – DICH – das nichts angeht. Mich schon.”
“Ach nee! Und warum dich und mich nicht?”

“Weil es um eine knackige Blondine geht, der du hinterher gerannt bist!”
“Also Moment mal, ich…”

“Du hast es selbst gesagt! Spitzenmodell hast du gesagt!”
“Ich sagte Sondermodell!”

“Da haben wir´s ja! Du findest die toll!”
“So ein Blödsinn!”

“Geh doch auch rauf!”
“Und was soll ich dann da?”

“Dann bleibst du da mit der Blondine, du Blödi!”
“Und dann??”

“Und dann sagst du Jörg, er soll mal zu mir runterkommen!”

Kopfschüttel…

Chat 15 Kommentare »

Wääärmer, wääärmer…!

26. März 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Wääärmer, wäärmer...! (photocase.de © onesecondupndown)Meine Liebste ist mal wieder vor mir zuhause. Das ist allerdings nicht ungewöhnlich, denn normalerweise ist sie schon früher daheim, arbeitet dafür aber noch eine ganze Zeit an ihrem Computer weiter.
Und so sitzt sie auch heute wieder an ihrem Schreibtisch, als ich zur Tür reinkomme.

“Da bist du ja!”
“Hallo Süße, na, geht´s dir gut?”

“Sehr gut! Du, weißt du was?”
“Was denn?”

“Ich bin heute an einem tollen Laden vorbei gekommen!”
“So? Heißt das, dass du etwas eingekauft hast?”

“Ja! Dreimal darfst du raten.”
“Hm… Klamotten?”

“Nein.”
“Neue Schuhe?”

“Nein! Versuchs noch mal.”
“Was zu essen.”

“Falsch! Du kommst nicht drauf!”
“Und was ist es nun?”

“Schau dich doch mal im Wohnzimmer um.”
“Du hast was fürs Wohnzimmer gekauft?”

“Ja! Was tolles, mal sehen, ob es dir auffällt!”

[Ich gehe rüber ins Wohnzimmer und schaue mich um; meine Liebste folgt mir in einem - naja sagen wir - tanzend-juchzendem Stil. Es ist nicht so, dass unser Wohnzimmer klein wäre, aber irgendwie hat es meine Liebste geschafft, dass kaum noch Platz für ein paar Brotkrumen übrig geblieben ist.]

“Kalt, kalt, ganz kalt!”
“Schatz, was denn? Was hast du gekauft?”

“Wääärmer, wääämer…!”
“Diese Vase da auf dem Boden?”

“Richtig! Tausend Punkte, Yuppie! Gefällt sie dir?”
“Ähm, was ist das für ein Zeug, das da drin steckt?”

“Das ist Deko, so eine Art Schilfgras. Ist aber nicht echt.”
“Aha, ja… Ähm…”

“Wie findest du es?”
“Schön, doch, ja…”

“Was ist denn?”
“Ich frage mich, was denn da vorher gestanden hat.”

“Nichts!”
“Das kann nicht sein, da stand doch was in der Ecke…”

“Darf ich die Vase behalten?”
“Was soll denn die Frage jetzt? Natürlich darfst du sie behalten.”

“Also gefällt sie dir auch?”
“Ja doch, finde ich ganz gut. Bisschen groß vielleicht.”

“Das kommt dir nur so vor, weil da vorher… Ähm…”
“Weil da vorher was?? Also stand da doch was!”

“Nein, da stand keine Deko. Du hattest da nur was abgestellt.”
“Wo ist meine Katze??”

“Ach, war das eine Katze??”
“Schatz! Da stand meine Holzkatze, die ich schon mein ganzes Leben…”

“Hättest du auch dran schreiben müssen, dass das eine Katze…”
“Wo ist die??”

“Die hat sich in eine schicke Vase verwandelt.”
“Was hast du mit ihr gemacht??”

“Naja… Ist dir die Katze denn so wichtig?”
“WO IST MEINE KATZE!”

“Nicht schimpfen!”
“Nun sag schon.”

“Ich hab sie mit dem Staubsauger umgeworfen aus Versehen.”
“Na und??”

“Ja und da ist ein Ohr abgebrochen.”
“Na toll! 20 Jahre hält die und jetzt…”

“Dann wollte ich es eigentlich wieder ankleben.”
“Womit?”

“Mit Uhu oder so, aber ich habe keinen Kleber gefunden.”
“In der Schublade in der Küche ist doch welcher!”

“Da bin ich nicht drauf gekommen, blöd…”
“Naja gut, und was hast du dann gemacht?”

“Und dann habe ich die Katze genagelt.”
“Was??”

“Ich wollte das Ohr wieder annageln, aber das ging auch nicht.”
“Himmel! Meine arme Katze!”

“Es tut mir leid, wirklich…”
“Und wo ist sie jetzt?”

“Ich habe sie nicht weggeschmissen, wenn du das meinst.”
“Sondern?”

“Sie steht jetzt im Keller beim Altglas.”
“Um Gottes Willen! Du kannst doch die arme Katze nicht in…”

“Naja, und damit du nicht böse bist, habe ich dir die Vase gekauft.”
“Ich brech zusammen…”

“Bist du jetzt böse auf mich?”
“Ja!”

“Aber das kann doch jedem Mal passieren, oder?”
“Du hast meine Katze gefoltert!”

“Aber nicht viel!”
“Ich will sie wieder haben!”

“Und was machen wir dann mit der Vase??”
“Kannst du ja in den Keller stellen!”

“Schatz, ich muss dir aber noch etwas sagen…”
“Noch etwas?? Was denn noch?”

“Als ich versucht habe, das Ohr festzunageln, da…”
“Oh nein…”

“…da ist mir der Hammer abgerutscht…”
“Aha. Und jetzt hat sie gar keine Ohren mehr, oder was?”

“Doch ein Ohr hat sie noch…”
“WAS DENN DANN!”

“Ich hab eine Pfote getroffen und jetzt kippt sie immer um.”
“Schatz, das ist Tierquälerei!”

“Aber wenn du möchtest, lege ich die Katze neben die Vase.”
“Nein, danke, wie elend…”

“Es tut mir leid.”
“Tja, so kann es gehen. Du hast es ja nicht böse gemeint.”

“Danke mein Schatz.”
“Du mochtest die Katze ja eh nie.”

“Das stimmt. Absolut hässlich, wie kann man so etwas nur…”
“Sag mal, und das alles ist heute Abend passiert?”

“Ja, eben gerade. Wieso?”
“Sagtest du nicht, dass du die Vase heute tagsüber…”

“Zufälle gibt´s, die gibt´s gar nicht, was??”

Kopfschüttel…

Chat 28 Kommentare »

Die kleine Ente

11. März 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Die kleine Ente (photocase.de © noodelz)Meine Liebste und ich verbringen einen unspektakulären Samstagabend vor dem Fernseher. “Deutschland sucht den Superstar” wird auf RTL geboten. Mangels Alternativen und aufgrund zu geringer Gegenwehr meinerseits verfolgen wir die ersten Songs.

“Wer ist denn dein Favorit bei DSDS?”
“Ich weiß die Namen nicht, Süße.”

“Nicht einen?”
“Doch. Mein Favorit ist Dieter Bohlen.”

“Der doch nicht!”
“Wieso? Wetten, dass der bis zum Schluss dabei ist?”

“Jetzt sag doch mal!”
“Die da gerade singt, die gewinnt.”

“Franziska?”
“Wenn sie so heißt… Die gewinnt.”

“Sie ist schon toll, aber die gewinnt nicht.”
“So? Und warum nicht?”

“Weil die Jungs viel größere Fanclubs haben.”
“Als Franziska??”

“Nein, so überhaupt, also mehr als die Mädels.”
“Und wieso?”

“Weil Mädchen sich immer gleich in den Star verlieben.”
“Ich glaube, ich kann dir nicht folgen…”

“Mädchen schmachten da gleich weg und Jungs eben nicht.”
“Ähm…”

“Und deshalb haben die Jungs immer viel größere Fanclubs.”
“Na ich weiß ja nicht, ob diese Theorie…”

“Ich kenne das von mir selbst.”
“Wie bitte??”

“Ich war in Chesney Hawks verliebt.”
“Aber das ist ja schon ewig her!”

“Na so lange nun auch wieder nicht.”
“Also ich weiß gar nicht mehr, wann das…”

“Ich bin zwar nicht mehr so jung, aber so alt auch noch nicht!”
“Habe ich was gesagt??”

“Neulich hast du gemeint, ich sei SCHON um die 30.”
“Und?? Stimmt das etwa nicht?”

“Nein.”
“Sondern?”

“Ich bin über Mitte 20.”
“Schatz! Du wirst in ein paar Monaten…”

“Ja, nun ist ja gut! Sei still jetzt.”
“Ähm… Und heute stehst du nicht mehr auf Chesney Hawks?”

“Natürlich nicht!”
“Wieso natürlich?”

“Spindeldürre, leichenblass, und dieses Muttermal! Nee!”
“Dann fandest du seine Musik toll?”

“Nein, unmöglich. Konnte ich noch nie leiden.”
“Ja, aber…”

“Und so ist das bei DSDS auch.”
“Du meinst also, dass… Schatz, ich verstehe kein Wort!”

“Das ist wie mit der kleinen Ente.”
“Was denn jetzt für eine Ente??”

“Wenn eine kleine Ente schlüpft, rennt sie dem ersten Wesen hinterher, das sie sieht.”
“Und was hat das jetzt mit DSDS zu tun?”

“Ist das nicht süß?”
“Jaja, sehr süß, UND: was hat DAS jetzt mit DSDS tu tun, bitte??”

“Die kleinen Mädels zuhause sehen den Martin da bei DSDS und…”
“…und dann rennen sie ihm hinterher??”

“Genau! Das funktioniert natürlich nur bei 14-jährigen.”
“Ach so einfach ist das mit euch Frauen??”

“Bei mir natürlich nicht, wenn du das meinst.”
“Und warum du nicht!?”

“Ich bin dem Chesney Hawks nicht hinterher gerannt.”
“Sondern?”

“Mein Vater wollte den sehen, und ich musste mit aufs Konzert.”
“Aha… Und wie alt warst du da?”

“Ich war 13, glaube ich.”
“Ich verstehe immer noch nicht, wie du dann Hawks-Fan geworden bist!?”

“Naja…”
“Die Show war prima?”

“Nee. Zum Gähnen.”
“WARUM DENN DANN, Herr Gott noch mal!?”

“Weil ich meinen Freundinnen erzählen wollte, dass ich auf dem Konzert meines Lieblings war.”
“Aber, das, das… So etwas fällt auch nur euch Frauen ein!”

“Eben! So was machen nur kleine Mädels.”
“Gott sei dank…”

“Und deshalb haben die Jungs bei DSDS viel größere Fanclubs.”
“OK, danke, ich habe es jetzt verstanden…”

“Denkst du jetzt immer noch, dass Franziska gewinnt?”
“Ähm… Ja?”

“Das heißt, du glaubst mir nicht??”
“Doch, aber Franziska kann doch viel besser…”

“Natürlich singt sie besser!”
“Aber weil sie eine Frau ist, gewinnt sie nicht? Oder wie?”

“Vergiss niemals die Ente!”

Kopfschüttel…

Chat 14 Kommentare »

Ist Nein dein Lieblingswort heute?

7. März 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ist Nein dein Lieblingswort heute? (photocase.de © netwipe)Meine Liebste und ich sind auf dem Weg in die Stadt. Da bietet sich bei uns immer die Straßenbahn an, denn wir haben eine Haltestelle genau vor der Tür. Wir sitzen so nebeneinander und schauen uns die vorbeirauschenden Häuser und Geschäfte an.

“Du Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Sollen wir heute Abend im Wohnzimmer Cha Cha Cha tanzen?”
“Ähm… Was?”

“CHa Cha Cha!”
“Ja, das hatte ich auch verstanden.”

“Wollen wir?”
“Nein.”

“Nein?”
“Nein.”

“Warum denn nicht??”
“Kann ich nicht mehr. Denke ich.”

“Aber du hast doch gesagt, dass du früher getanzt hast.”
“Ja.”

“Und heute nicht mehr?”
“Nein, ist zu lange her…”

“Wir können es doch aber einmal ausprobieren?”
“Nein.”

“Warum denn nicht?”
“Unser Wohnzimmer ist kein Tanzsaal, Liebste.”

“Ach! Und wenn wir in einem Tanzsaal wären, dann würdest du?”
“Nein.”

“Aber du hast doch eben gesagt…”
“Ich sagte: Nein!”

“Wieso? Traust du dich nicht?”
“Was heißt denn bitte nicht trauen? Nicht wollen eher…”

“Du willst nicht mit mir tanzen?”
“Nein.”

“So grundsätzlich nicht?”
“Was meinst du mit grundsätzlich?”

“Naja, stimmt mit mir was nicht??”
“Doch, mit dir ist alles in Ordnung, Schatz.”

“Aber?”
“Ja nichts aber!”

“Warum bist du denn so kurz angebunden?”
“Ich schaue mir die neuen Geschäfte da an…”

“Ich will doch nur mal mit dir Cha Cha Cha tanzen, oder Jive.”
“Jive?? Um Gottes Willen…”

“Also tanzen wir jetzt heute?”
“Nein.”

“Doch.”
“Nein!”

“Warum denn nicht? Schämst du dich?”
“Schämen, pfff!”

“Was spricht also dagegen?”
“Wir haben gar nicht die passende Musik im CD-Regal.”

“Können wir ja gleich bei Karstadt kaufen!”
“Nein.”

“Ist Nein dein Lieblingswort heute??”
“Nein.”

“Sehr witzig!”
“Nein.”

“Würdest du es ablehnen, mit mir zu tanzen?”
“Nei.. Ja!”

“Du wolltest Nein sagen!”
“Nein.”

“Schatz!”
“Ja?”

“Ich will aber mit dir tanzen.”
“Warum denn das jetzt plötzlich?”

“Naja…”
“Ja?”

“Mit meinem Exfreund habe ich immer getanzt.”
“Na toll! Das kann ich ja ganz besonders leiden!”

“Was?”
“Deine Ex-Geschichten!”

“Der wollte auch erst nicht, aber ich habe ihn dann überredet.”
“Siehste!”

“Sehe ich was?”
“In diesem Punkt – und in vielen anderen natürlich auch – unterscheide ich mich von deinem Exfreund!”

“Aber nicht zu deinem Vorteil.”
“Frechheit! Das ist ja wohl…”

“Also tanzt du jetzt mit mir oder nicht?”
“Muss es denn unbedingt Cha Cha Cha sein?”

“Was denn sonst?”
“Keine Ahnung… Ähm, langsamer Walzer oder so?”

“Das würdest du mit mir tanzen wollen??”
“Nein. Aber gegebenenfalls. Eventuell. Möglicherweise.”

“Walzer ist doch doof. Da merkt man, dass du älter bist, als ich.”
“Tanzen hat ja nun wohl überhaupt gar nichts mit dem Alter zu tun!”

“Walzer… Wie langweilig.”
“Aber du wolltest doch tanzen!”

“Tanzen ja, übers Parkett schlurfen: nein.”
“Da kommt man entgegen und dann ist es Madame wieder nicht recht!”

“Ich dachte, du wolltest eigentlich gar nicht mit mir tanzen?”
“Walzer schon.”

“Mein Exfreund hat immer am liebsten…”
“Das will ich jetzt gar nicht wissen, was der wollte!”

“Schatz?”
“Jetzt will ich und nun willst du nicht!”

“Du, Schatz?”
“Was denn??”

“Wir sollten aber doch besser Cha Cha Cha tanzen…”
“Wieso? Warum denn?”

“Weil wir damit anfangen werden.”
“Anfangen? Was fangen wir an!”

“Ich habe uns bei Renz für den E2-Tanzkurs angemeldet.”
“Haha, guter Witz.”

“Nein wirklich, da konnte man 10 Euro sparen. Dienstags.”
“Wieso meldest du uns einfach da an?? Spinnst du!?”

“Und ich kriege noch 100 Euro von dir.”

Kopfschüttel…

Chat 19 Kommentare »

Trotzdem. Jeden Tag. Mehrmals.

31. Januar 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Trotzdem. Jeden Tag. Mehrmals. (photocase.de © hlarry)Meine Liebste und ich sitzen bei einem Glas Orangensaft im Vorraum des Bremer Schauspielhauses und warten auf den Beginn der Vorstellung. Es ist immer wieder spannend, sich andere Leute anzuschauen, die das gleiche vorhaben, wie man selbst.

“So richtig schick ist hier aber keiner…”
“Das stimmt Süße, aber es ist ja auch keine Oper.”

“Trotzdem kann man sich doch nett anziehen?”
“Ja. Aber du trägst ja auch kein Abendkleid.”

“Ich habe ja auch keins!”
“Bitte?? Du hast sogar zwei!”

“Ja, aber die sind hierfür nicht geeignet.”
“Und wieso nicht?”

“Die sind schon wieder zu schick.”
“Aha. Schon klar.”

“Nicole, die hat schöne Abendkleider.”
“Deine Freundin aus Köln?”

“Ja. Die geht oft mit Stefan abends weg.”
“Das klingt so, als würden wir nie was unternehmen!?”

“Naja…”
“Sind wir jetzt hier oder sind wir hier oder hier?”

“Ja.”
“Also.”

“Nicole hat sich voll mit Stefan in der Wolle.”
“So? Warum denn?”

“Ach, das ist kompliziert.”
“Danke, das hast du sehr ausführlich beschrieben.”

“Nicole hat ihn gestern den ganzen Tag nicht angerufen.”
“Das ist schlimm…”

“Und er sie auch nicht.”
“Wie schrecklich… Ich dachte, die beiden wohnen zusammen?”

“Ja, tun sie ja auch.”
“Na dann sehen sie sich doch abends, oder?”

“Klar.”
“Und warum ist das dann so schlimm?”

“Was?”
“Na dass die beiden tagsüber nicht telefoniert haben?”

“Na weil die das sonst immer tun!”
“Aber die müssen doch beide arbeiten, oder?”

“Na und? Die telefonieren trotzdem. Jeden Tag. Mehrmals.”
“Wie bitte??”

“Das ist doch wohl normal!”
“Aber die wohnen doch zusammen und sehen sich jeden Tag?”

“Also andere machen das auch.”
“Den ganzen Tag telefonieren??”

“Ja. Astrid und Frank, Anne und Michael, Tine und Olli…”
“Das kann doch nicht wahr sein!”

“Nur weil du mich nie anrufst, gilt das nicht für alle anderen!”
“Schatz! Ich muss tagsüber echt arbeiten!”

“Du telefonierst doch auch ständig mit deinen Kunden.”
“Ja, und das ist sehr zeitaufwendig.”

“Warum rufst du mich nicht mal an?”
“Weil ich tagsüber nun wirklich keine Zeit dafür habe.”

“Das glaube ich nicht.”
“Das fangen wir gar nicht erst an!”

“Ich würde mich freuen, eine SMS täte es auch.”
“Schatz! Wir machen doch schon sonst alles gemeinsam!”

“Na und?”
“Ich glaube nicht, dass Olli, Frank und Stefan…”

“Jetzt weich nicht vom Thema ab!”
“…dass die freiwillig bei ihren Freundinnen anrufen.”

“Das ist gar nicht… Oder meinst du wirklich?”
“Ich vermute es.”

“Wie kommst du denn darauf?”
“Weil Männer auf der Arbeit ihre Ruhe haben wollen.”

“Du auch?”
“Ja, ich auch.”

“Vor mir?”
“Naja, ich meine, nicht so, also… Ja.”

“Heißt das, ich gehe dir auf die Nerven?”
“Nein, so habe ich das nicht gemeint…”

“Ich dachte, du bist gerne mit mir zusammen.”
“Das bin ich ja auch, aber tagsüber muss ich eben…”

“Wenn man jemanden lieb hat, ruft man ihn gerne mal an!”
“Ich habe dich lieb, Schatz.”

“Aber nicht tagsüber.”
“Doch, dann auch.”

“Aber du willst nicht mit mir sprechen.”
“Doch, aber ich KANN mit dir dann nicht sprechen!”

“Du findest doch sonst immer für alles eine Lösung!”
“Wie bitte?”

“Sagst du jedenfalls immer.”
“Na gut, dann habe ich dafür jetzt auch eine Lösung.”

“Ach ja? Du rufst mich morgen an?”
“Nein.”

“Sondern??”
“Ich verspreche dir hier und jetzt und hoch und heilig, dass…”

“…dass du mich anrufst?”
“Nein, dass ich dich ganz doll lieb habe, auch wenn wir mal für ein paar Stunden
nicht miteinander reden.”

“Dann verspreche ich dir jetzt auch was.”
“Und was?”

“Dass du gleich in der Vorstellung 2 Stunden Ruhe vor mir hast!”

Kopfschüttel…

Chat 15 Kommentare »

Passend zur Tischdecke

20. Januar 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Passend zur Tischdecke (photocase.de © onesecondupndown)Meine Liebste und ich sitzen gemeinsam in der Küche an unserem kleinen Tisch und essen Bananen und Mandarinen.
Nicht, weil wir ständig Bananen und Mandarinen essen, sondern weil der Reifestatus der sich auf dem Obstteller befindlichen Früchte bedenkliche Formen angenommen hat.

“Man sollte viel öfter Obst essen.”
“Ja Süße, das stimmt.”

“Eigentlich esse ich gerne Mandarinen, aber die sind schwierig.”
“Dass die da auch keine Bedienungsanleitung beilegen…”

“Nein, ich meine das Schälen. Das nervt.”
“Nur noch zwei, dann haben wir sie ja aufgegessen.”

“Schatz?”
“Ja?”

“Ich muss da noch etwas mit dir besprechen.”
“Geht es um Mandarinen?”

“Nein.”
“Um Bananen?”

“Nein, jetzt hör mir doch mal zu!”
“Jaja, also was musst du mit mir besprechen?”

“Schau mal, ich habe bei Tchibo neue Geschirrtücher gekauft.”
“Brauchten wir welche?”

“Ja, weil die neuen hier, die passen jetzt zur Tischdecke.”
“Naja. Mit etwas Fantasie kann man das so sagen, ja.”

“Ich finde, dass die passen, siehst du? Hier?”
“Ja, gut. Schön. Danke, dass wir darüber gesprochen haben.”

“Nein, es geht ja um etwas ganz anderes.”
“Warum habe ich damit bloß gerechnet…”

“Wir haben ja auch noch die alten, die gestreiften.”
“Ja. Und?”

“Die finde ich eigentlich auch schick.”
“Schatz, komm zur Sache, ja?”

“Du benutzt die falsch.”
“Bitte?? Die Geschirrtücher?”

“Ja, weil… Schau dir das alte hier mal an!”
“Es ist alt, na und?”

“Es ist vor allem ganz fleckig und speckig.”
“Wir benutzen es ja auch schon sehr lange. Und wieso SPECKIG??”

“Weil du damit immer Kaffeeflecke und Saft und so aufwischst.”
“Ich??”

“Ja wer trinkt denn hier Kaffee?? Ich doch wohl nicht!”
“Nein, aber du trinkst Tee, schwarzen Tee. Fleckenmachertee.”

“Nein, ein Geschirrtuch benuzt man eben nur zum Abtrocknen.”
“Und du willst sagen, dass ich deine neuen Tücher nicht verwenden soll.”

“Das nicht.”
“Nicht? Was denn dann?”

“Schau, ich hänge die neuen Tücher jetzt neben die Spüle.”
“Gut. Und?”

“Und die alten Geschirrtücher hänge ich in den Schrank.”
“Ich kann dir folgen.”

“Wenn du jetzt wieder kleckerst, dann…”
“Wieso denn ich??”

“Weil du ein Schussel bist; also dann nimmst du…”
“Ich bin kein Schussel!”

“OK, also wenn ich kleckere – was nie vorkommt – dann…”
“…dann soll ich die alten Tücher nehmen, richtig?”

“Ja. Und wenn wir die Küche sauber machen, oder was anderes.”
“Immer die alten?”

“Ja, oder auch für den Wohnzimmertisch oder deinen Computer.”
“Mein Computer ist niemals nass.”

“Ich habe aber deine Monitore da schon mehrmals gewischt.”
“Mit einem nassen Tuch??”

“Natürlich, sonst geht der Dreck ja nicht ab.”
“Du spinnst wohl! Mach das mit deinem eigenen!”

“Ich meine es doch nur gut!”
“Danke Schatz, ich liebe dich, aber lass die Finger von den Monitoren, ja!?”

“Oder die Pflanzen.”
“Was denn jetzt für Pflanzen??”

“Die Geschirrtücher, wenn du mal die Blätter sauber machst.”
“Das passiert nicht so oft…”

“Jedenfalls nimmst du dafür dann ein altes Geschirrtuch.”
“Gut, OK, von mir aus, was soll´s. Mache ich.”

“Das ist doch eine gute Idee, oder?”
“Ja, sehr schön… Du Schatz?”

“Ja?”
“Sag mal… Auch wenn das jetzt vielleicht eine doofe Frage ist…”

“Was denn?”
“Was machen wir denn mit den NEUEN Geschirrtüchern?”

“Wie meinst du das?”
“Ja also, sie hängen ja nun da. Passend zur Tischdecke.”

“Und?”
“Was darf ich denn nun mit den neuen Tüchern sauber machen?”

“Das Geschirr natürlich.”
“Nur das Geschirr?”

“Was denn sonst?”
“Die Fenster vielleicht? So zum nachwischen?”

“Nein.”
“Aha. Und meine Uhr? Oder deine Ringe?”

“Nein.”
“OK… Und was ist mit den Küchenblenden oder den Blumenvasen?”

“Nein.”
“Nur das Geschirr??”

“Ja was, es heißt doch auch Geschirrtuch, oder??”
“Hm.”

“Was?”
“Gut, dann spüle ich jetzt das Geschirr und du trocknest ab.”

“Bitte?? Dafür haben wir ja wohl eine Spülmaschine!”

Kopfschüttel…

Chat 14 Kommentare »

Du guckst ja gar nicht!

23. August 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Du guckst ja gar nicht! (photocase.de © anas tonish)Meine Liebste und ich schauen auf Sat1 ”Ein Job – Deine Chance”. Nunja. Es geht um vier junge Damen, die sich auf einen Job in einem Kosmetikstudio beworben haben.
Und nur eine kriegt ihn am Ende…

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Du guckst ja gar nicht!”
“Na und?”

“Das ist doch interessant!”
“Naja…”

“Du verpasst ja alles, wenn du nicht guckst.”
“Ich sitze doch hier, was willst du denn??”

“Aber du guckst nicht.”
“Doch, ich gucke.”

“Gerade hast du unter das Sofa geschaut!”
“Ja, weil…”

“Was ist denn da?”
“…weil mir mein Stift runtergefallen ist, darum.”

“Was für ein Stift?”
“Ich wollte gerade das Kreuzworträtsel in der Fernsehzeitung machen.”

“Wie! Jetzt??”
“Ja, jetzt. Darf ich das nicht, oder was?”

“Das wollte ich doch aber machen!”
“Du hast schon die letzten drei gemacht!”

“Schon, aber die sind für mich.”
“Ach! Und wieso bitteschön??”

“Die im Weser-Kurier sind mir immer zu schwer.”
“Ich habe aber jetzt keinen Weser-Kurier!”

“Lass mich das Kreuzworträtsel machen, ja?”
“Na schön, dann mach. Hier.”

“Ja jetzt doch nicht! Ich muss das da gucken!”
“Und was mache ich??”

“Alles außer das Kreuzworträtsel da.”
“Och Schatz!”

“Geh an deinen Computer.”
“Nee, keine Lust.”

“Was? Bist du krank??”
“Nein, aber ich mag jetzt nicht, ganz einfach.”

“Warum ärgerst du mich denn jetzt!?”
“Wer ärgert dich denn??”

“Du!”
“Wieso!”

“Ich will das da gucken und dir passt das nicht und…”
“Du kannst das von mir aus bis morgen früh gucken!”

“Das geht aber nur bis Viertel nach.”
“So ein Pech aber auch!”

“Kannst du mich das nicht ein Mal in Ruhe gucken lassen!?”
“Ich mache doch gar nichts!”

“Sonst gehst du immer an deinen Computer!”
“Na und?”

“Und jetzt nicht, obwohl du jetzt mal darfst.”
“Ich darf?? Das ist aber großzügig!”

“Und dann willst du auch noch mein Kreuzworträtsel machen!”
“Ich kann es ja kopieren, dann können wir es beide machen.”

“Nee.”
“Und warum nicht?”

“Du machst das dann wieder komplett und ich nicht.”
“Na und?”

“Dann komme ich mir doof vor und dann macht es keinen Spaß.”
“OK, dann zeige ich dir meins eben nicht, wie wäre das??”

“Das wäre ja noch blöder!”
“Schatz! Ich werde gleich wahnsinnig!”

“Jetzt lass mich das gucken! Du willst mich nur ablenken!”
“Ablenken??”

“Ja.”
“Quatsch!”

“Da! Jetzt habe ich nicht gehört, warum Chris gehen muss!”
“Wer ist Chris?”

“Die da aus Sachsen, die kriegt den Job nicht!”
“Aha…”

“Lass mich jetzt! Das ist gleich zu Ende!”
“-”

“Schatz?”
“-”

“Warum sagst du denn jetzt nichts??”
“Ich soll doch nicht!”

“Aber so ist das auch blöd!”
“Bitte?? Ich tue doch nur, was du wolltest! Nichts!”

“Du willst mich nur ärgern.”
“Sag mal, was soll denn das!”

“Sonst hast du doch auch immer das letzte Wort!”

Kopfschüttel…

30 Kommentare »

Ich drücke und nix!

16. August 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ich drücke und nix!Meine Liebste und ich sitzen in unserem Arbeitszimmer an unseren PCs und arbeiten. Also die Liebste mehr, ich etwas weniger… Sie bereitet fleißig eine Präsentation vor und braucht dafür eben noch ein paar Hintergrundinformationen. Schnell mal googeln!

“Du Schatz, darf ich mal grade was fragen?”
“Was denn, Süße?”

“Mein Google ist kaputt.”
“Was?”

“Ist kaputt! Googelt nicht mehr.”
“Das kann ja gar nicht sein, zeig mal.”

“Hier, siehste? Ich drücke und nix!”
“Google kann nicht kaputt sein. Google läuft immer.”

“Mein Google ist aber kaputt, geht ja nicht!”
“Erstens ist das nicht DEIN Google und vielleicht ist ja auch dein Laptop…”

“Laptop? Ich habe hier nichts gemacht!”
“Gehen denn andere Internetseiten?”

“Welche denn?”
“Ist doch egal, irgendeine eben.”

“Also ich soll eine andere Adresse nehmen?”
“Ja.”

“Hm… Susanne hat mir neulich doch eine Adresse geschickt…”
“Schatz, nimm doch irgendwas, nur zum Testen, ja?”

“Ich wollte mir das aber sowieso anschauen, Moment…”
“Lass mich doch mal eben…”

“Nee, immer machst du hier was und ich verstehe nur Bahnhof!”
“Na schön, dann tipp jetzt.”

“Ich hatte doch da die Mail von Susanne…”
“Das kannst du doch auch später noch suchen!”

“Jetzt drängele mich nicht, ich habe eh schon Stress genug!”
“Du sollst doch nur eben eine andere Seite…”

“Hier! Ich hab´s! Metzingen!”
“Metzingen? Ist das nicht in Bayern? Oder Baden-Württemberg??”

“Bisschen zu weit, oder?”
“Wofür zu weit??”

“Da gibt´s einen Fabrikverkauf von Lloyd für Schuhe.”
“Oh Gottogott! Aber Schuhe brauchst du ja im Augenblick nicht, oder?”

“Nee, aber da gibt´s auch Handtaschen!”
“Was??”

“Ja und Susanne sagt, das sei da richtig gut!”
“Susanne wohnt doch aber in Köln!”

“Na und? Die waren schon da.”
“Aus Köln?? Das sind gut… 500 Kilometer??

“Die sind da am Wochenende hingefahren.”
“Wie! Nur für ein paar Schuhe und ne Handtasche??”

“Keine Ahnung, aber Susanne sagt, wir sollen da auch hin.”
“Die spinnt ja wohl! So etwas fällt auch nur Frauen ein!”

“Hm, geht auch nicht.”
“Das ist wahr! Da fahren wir ganz bestimmt nicht hin!”

“Nein, ich meine die Internetseite, die geht auch nicht.”
“Dass ich das noch erleben darf…”

“Was?”
“Dass die Internetverbindung genau im richtigen Moment ausfällt…”

“Haha! Sehr witzig! Und mein Google?”
“Tja. Das geht bestimmt übermorgen wieder.”

“Ich brauche das aber jetzt! Mach das heile!”
“Davon verstehe ich nichts.”

“Du hast gesagt, Google läuft immer!”
“Übrigens: auf meinem Rechner geht es.”

“Hast du denn ein anderes Google?”
“Sag mal, du… Ähm, doch, ich habe ein Spezial-Google.”

“Und das geht?”
“Natürlich. Ist ja auch spezial.”

“Kannst du mal schnell was für mich suchen?”
“Hm…”

“Bitte, ja? Sonst vergesse ich das wieder!”
“Na schön. Was musst du denn wichtiges suchen?”

“Gib mal LAGERVERKAUF HANDTASCHEN BREMEN ein!”

Kopfschüttel…

41 Kommentare »

Nur ganz kurz

20. Juli 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Nur ganz kurzMeine Liebste läuft irgendwo in der Wohnung herum. Und irgendetwas macht sie wohl dort auch. Ich weiß es nicht so genau, da ich an meinem PC sitze und arbeite. Es ist spät, ich will endlich fertig werden!
Ich höre Schritte näher kommen…

“Du Schatz? Ich wollte fragen, ob…”
“Nein Liebste, jetzt bitte nicht.”

“Geht auch ganz schnell!”
“Nein!”

“Ist wirklich nur, um dir…”
“Nee, nein! Hau ab! Gleich.”

“Wann denn gleich?”
“Wenn ich hier fertig bin.”

“Und wann ist das?”
“Gleich!”

“Du solltest mal langsam Schluss machen jetzt.”
“Ich wäre längst fertig, wenn du mich lassen würdest!”

“Was machst du denn da eigentlich?”
“Kann ich dir das auch später erklären, ja?”

“Klar! Aber vergiss es nicht.”
“Nein, sicher nicht, und jetzt geh.”

“Wohin denn?”
“Egal, Hauptsache woanders hin!”

“Mir ist langweilig.”
“Was??”

“Du hängst schon den ganzen Abend vor deinem PC.”
“Ja und ich würde gerne zum Ende kommen, wie ich schon sagte.”

“Wo schaltet man deinen PC denn aus?”
“UNTERSTEH DICH!”

“Ich wollte dich ja auch eigentlich gar nicht stören.”
“Danke Schatz. Bsssss!”

“Was ist denn Bsssss??”
“Das heißt: MACH NE FLIEGE!”

“Ach so.”
“Ja.”

“Fliege.”
“Ja, genau.”

“Wegschwirren soll ich?”
“Ja, verdammt! Bitte. Schatz, bitte. Ganz lieb bitte.”

“Und wenn nicht?”
“Diese Frage stellt sich hier eigentlich nicht!”

“Na dir vielleicht nicht!”
“Doch, jetzt stellt sie sich mir auch!”

“Also was?”
“Wie was?”

“Was passiert dann?”
“Wenn du mich nicht endlich in Ruhe lässt?”

“Ja, was dann?”
“Dann kriege ich gleich einen Herzinfarkt!”

“Wegen mir? Aber eigentlich wollte ich doch…”
“Ja, ich liebe dich auch. Und jetzt: geh weg!”

“Ich gehe ja schon.”
“Gott sei Dank…”

“Da blinkt was auf deinem Bildschirm, siehste? Da!”
“Wo? Ach Mist!”

“Das ist also wohl kein gutes Zeichen?”
“NEIN! Ist es nicht! Jetzt kann ich das noch einmal…”

“Darf ich mich hier hinsetzen und zusehen?”
“NEIN!”

“Ich bin auch ganz still und sage nichts.”
“Das schaffst du sowieso nicht.”

“Wohl!”
“Himmel! Also schön. Jetzt ist es eh egal.”

“Was ist egal?”
“Alles. Schatz, was wolltest du mich denn vorhin eigentlich fragen?”

“Nur eine Kleinigkeit, aber ist nicht mehr so wichtig.”
“OK, und was?”

“Ob ich dir irgendwie helfen kann!”

Kopfschüttel…

20 Kommentare »

Alle poppen und gebären!

27. Mai 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Alle poppen und gebären!Meine Liebste und ich waren heute im Krankenhaus. Nein, nein, uns geht es gut; aber eine Freundin von uns hat gestern eine niedliche kleine Tochter namens Finja zur Welt gebracht. Ein süßes Baby, gut gemacht!
Wir sitzen im Auto auf dem Heimweg.

“Die Lütte ist sooo niedlich, oder Schatz?”
“Ja, Süße.”

“Nein, jetzt sag doch mal, ist die nicht niedlich?”
“Alle Babys sind süß, das hat die Natur so angelegt.”

“Die hätte ich so mitnehmen können.”
“Da hätte Tina wohl was dagegen gehabt…”

“Ich will auch so eins!”
“Jetzt gleich, oder darf ich noch rechts ran fahren?”

“Also nicht jetzt sofort natürlich…”
“Ah, dann bin ich beruhigt.”

“Du willst doch auch Kinder, oder?”
“Natürlich.”

“Mit mir?”
“Das bietet sich wohl an…”

“DAS BIETET SICH AN??”
“Naja, ich meine, natürlich mit dir.”

“Wieso? Hast du etwa noch Alternativen zu mir??”
“Bis auf Jennifer Lopez nicht, nein.”

“Mit dir kann man wirklich nichts Ernstes besprechen!”
“Ach! Ist das hier eine Familienplanungssitzung, oder was?”

“Nein, aber…”
“Warum regst du dich dann so auf? War doch nur ein Witz.”

“Dass du Kinder haben willst?”
“Nein, aber das mit Jennifer Lopez…”

“Du kennst die ja auch gar nicht.”
“Woher willst du denn das wissen?”

“Ja kennst du sie etwa doch?”
“Sage ich dir nicht.”

“Die würde dir deine Frechheiten nicht so durchgehen lassen!”
“Da kennst du aber die Jennifer schlecht…”

“Was willst du denn von der??”
“Nichts will ich.”

“Das hört sich aber ganz anders an!”
“So? Was denkst du denn, was ich von ihr will?”

“Das sollst du mir doch gerade sagen!”
“Ich wiederhole: nichts. Null. 34 minus 34. Nichts.”

“Die hat auch keine eigenen Kinder, glaube ich.”
“Meinst du damit, ich hätte doch noch eine Chance bei ihr?”

“Wer will schon ein Kind von DIR! Und DIE ganz bestimmt nicht!”
“Was soll denn das jetzt heißen??”

“Du musst erst einmal erwachsen werden.”
“Na DAS sagt ja genau die Richtige!”

“Wieso? Ich bin genau im richtigen Alter.”
“Im richtigen Alter wofür?”

“Um Mutter zu werden.”
“Ha! Das ich nicht lache!”

“Findest du das nicht?”
“Bei der Bürgerschaftswahl musste ich dir den Wahlzettel erklären!”

“Und? Kinder kann man auch machen, ohne Politiker zu kennen.”
“Das ist richtig… Leider.”

“Alle poppen, gebären und schieben Kinderwagen, nur ich nicht!”
“Das ist zumindest die richtige Reihenfolge, Schatz…”

“DAS ist auch das Einzige, womit DU dich auskennst!”
“Ich kaufe dir morgen einen kleinen Goldfisch, ja?”

“Ich will keinen Goldfisch, ich will einen Kinderwagen!”
“Komisch, gestern wolltest du noch ein Cabrio…”

“Ja! Und was kriege ich?? Einen Goldfisch! Toll!”
“Können wir jetzt bitte endlich diese dämliche Diskussion beenden?”

“Das wird ja immer besser!”
“Was ist denn jetzt wieder…”

“Ich will ein Kind von dir und du sagst, ich sei dämlich!”
“Nein, nicht du! Sondern diese Diskus…”

“Weißt du was?!”
“Schatz, jetzt reg dich doch nicht so auf, ich…”

“Wenn das so ist, nehme ich doch lieber das Cabrio.”
“Moment mal, ich habe nicht gesagt, dass…”

“Doch! Und außerdem bietet sich das gerade so an!”

Kopfschüttel…

37 Kommentare »

Rucki Zucki, knick knack!

3. April 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Rucki Zucki, knick knack!Meine Liebste und ich erledigen in unserer Wohnung so dies und das. Während meine Liebste bergeweise Wäsche durch die Gegend trägt, gieße ich die Blumen. Wir begegnen uns beiläufig auf dem Flur.

“Na Schatz?”
“Na Süße?”

“Alles klar?”
“Ja, alles gut. Jörg hat jetzt Spaß.”

“Wer hat Spaß?”
“Na Jörg, unser Nachbar. Von oben.”

“So? Wieso hat der Spaß?”
“Weißt du schon, dass er wohl anscheinend eine Neue hat?”

“Was denn neu?”
“Na eine Neue! Eine Flamme! Ein Sondermodell eben!”

“Eine Frau??”
“Besser hätte ich es nicht sagen können, Schatz…”

“Woher weißt du denn das?”
“Als ich vorhin nach Hause gekommen bin, da kam sie.”

“Wer!?”
“Na seine Neue! Sie ging vor mir die Treppe rauf.”

“Und wie sah sie aus?”
“Keine Ahnung, konnte ich nicht richtig sehen.”

“Sah sie gut aus?”
“Schatz! Wie ich sagte, ich konnte sie nicht sehen.”

“Aber du bist doch hinter ihr hergelaufen!”
“Nein, nein, ich hatte etwas Abstand.”

“Aha! Drei Zentimeter, oder wie viel??”
“Nein, schon etwas mehr.”

“Sei nicht so neugierig, das gehört sich nicht.”
“Ich wollte es ja auch nur einmal erwähnen.”

“Das geht dich gar nichts an, was Jörg macht.”
“Ja doch, ist ja gut. Vielleicht ist das ja auch seine Cousine.”

“Der ist Single und kann rummachen, mit wem er will.”
“Ach nee! Was sind denn das für Töne plötzlich??”

“Na und? Macht doch jeder.”
“Was? Rummachen??”

“Ja, wenn man Single ist.”
“Ach und traf das damals auch auf dich zu?”

“Natürlich nicht. Du kennst mich doch!”
“Manchmal zweifle ich daran, Schatz…”

“Brünett?”
“Was?”

“Na ist sie eine Brünette?”
“Wer jetzt? Jörgs Neue?”

“Ja, die.”
“Nein, blond.”

“Der nimmt auch, was er kriegen kann.”
“Wie bitte?? Nur weil die Frau blond ist??”

“Naja, seine letzte Freundin war doch dunkelhaarig, oder nicht?”
“Doch, schon, Dani hatte dunkle Haare, aber…”

“Na und die war doch sein Typ und er hat sie geliebt, oder?”
“Ich denke schon, ja.”

“Und wenn er jetzt eine Blondine hat, dann geht´s knick knack.”
“KNICK KNACK??”

“Rucki Zucki, Heidewitzka, und noch mal von vorn!”
“Ähm, sagtest du nicht, dass uns das gar nichts angeht??”

“Nein.”
“Ich kann mich aber noch gut daran erinnern!”

“Du hast mir wieder einmal nicht zugehört, mein Schatz.”
“Wie bitte? Du hast doch eben gesagt, dass…”

“Ja, dass – DICH – das nichts angeht. Mich schon.”
“Ach nee! Und warum dich und mich nicht?”

“Weil es um eine knackige Blondine geht, der du hinterher gerannt bist!”
“Also Moment mal, ich…”

“Du hast es selbst gesagt! Spitzenmodell hast du gesagt!”
“Ich sagte Sondermodell!”

“Da haben wir´s ja! Du findest die toll!”
“So ein Blödsinn!”

“Geh doch auch rauf!”
“Und was soll ich dann da?”

“Dann bleibst du da mit der Blondine, du Blödi!”
“Und dann??”

“Und dann sagst du Jörg, er soll mal zu mir runterkommen!”

Kopfschüttel…

15 Kommentare »

Wääärmer, wääärmer…!

26. März 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Wääärmer, wäärmer...! (photocase.de © onesecondupndown)Meine Liebste ist mal wieder vor mir zuhause. Das ist allerdings nicht ungewöhnlich, denn normalerweise ist sie schon früher daheim, arbeitet dafür aber noch eine ganze Zeit an ihrem Computer weiter.
Und so sitzt sie auch heute wieder an ihrem Schreibtisch, als ich zur Tür reinkomme.

“Da bist du ja!”
“Hallo Süße, na, geht´s dir gut?”

“Sehr gut! Du, weißt du was?”
“Was denn?”

“Ich bin heute an einem tollen Laden vorbei gekommen!”
“So? Heißt das, dass du etwas eingekauft hast?”

“Ja! Dreimal darfst du raten.”
“Hm… Klamotten?”

“Nein.”
“Neue Schuhe?”

“Nein! Versuchs noch mal.”
“Was zu essen.”

“Falsch! Du kommst nicht drauf!”
“Und was ist es nun?”

“Schau dich doch mal im Wohnzimmer um.”
“Du hast was fürs Wohnzimmer gekauft?”

“Ja! Was tolles, mal sehen, ob es dir auffällt!”

[Ich gehe rüber ins Wohnzimmer und schaue mich um; meine Liebste folgt mir in einem - naja sagen wir - tanzend-juchzendem Stil. Es ist nicht so, dass unser Wohnzimmer klein wäre, aber irgendwie hat es meine Liebste geschafft, dass kaum noch Platz für ein paar Brotkrumen übrig geblieben ist.]

“Kalt, kalt, ganz kalt!”
“Schatz, was denn? Was hast du gekauft?”

“Wääärmer, wääämer…!”
“Diese Vase da auf dem Boden?”

“Richtig! Tausend Punkte, Yuppie! Gefällt sie dir?”
“Ähm, was ist das für ein Zeug, das da drin steckt?”

“Das ist Deko, so eine Art Schilfgras. Ist aber nicht echt.”
“Aha, ja… Ähm…”

“Wie findest du es?”
“Schön, doch, ja…”

“Was ist denn?”
“Ich frage mich, was denn da vorher gestanden hat.”

“Nichts!”
“Das kann nicht sein, da stand doch was in der Ecke…”

“Darf ich die Vase behalten?”
“Was soll denn die Frage jetzt? Natürlich darfst du sie behalten.”

“Also gefällt sie dir auch?”
“Ja doch, finde ich ganz gut. Bisschen groß vielleicht.”

“Das kommt dir nur so vor, weil da vorher… Ähm…”
“Weil da vorher was?? Also stand da doch was!”

“Nein, da stand keine Deko. Du hattest da nur was abgestellt.”
“Wo ist meine Katze??”

“Ach, war das eine Katze??”
“Schatz! Da stand meine Holzkatze, die ich schon mein ganzes Leben…”

“Hättest du auch dran schreiben müssen, dass das eine Katze…”
“Wo ist die??”

“Die hat sich in eine schicke Vase verwandelt.”
“Was hast du mit ihr gemacht??”

“Naja… Ist dir die Katze denn so wichtig?”
“WO IST MEINE KATZE!”

“Nicht schimpfen!”
“Nun sag schon.”

“Ich hab sie mit dem Staubsauger umgeworfen aus Versehen.”
“Na und??”

“Ja und da ist ein Ohr abgebrochen.”
“Na toll! 20 Jahre hält die und jetzt…”

“Dann wollte ich es eigentlich wieder ankleben.”
“Womit?”

“Mit Uhu oder so, aber ich habe keinen Kleber gefunden.”
“In der Schublade in der Küche ist doch welcher!”

“Da bin ich nicht drauf gekommen, blöd…”
“Naja gut, und was hast du dann gemacht?”

“Und dann habe ich die Katze genagelt.”
“Was??”

“Ich wollte das Ohr wieder annageln, aber das ging auch nicht.”
“Himmel! Meine arme Katze!”

“Es tut mir leid, wirklich…”
“Und wo ist sie jetzt?”

“Ich habe sie nicht weggeschmissen, wenn du das meinst.”
“Sondern?”

“Sie steht jetzt im Keller beim Altglas.”
“Um Gottes Willen! Du kannst doch die arme Katze nicht in…”

“Naja, und damit du nicht böse bist, habe ich dir die Vase gekauft.”
“Ich brech zusammen…”

“Bist du jetzt böse auf mich?”
“Ja!”

“Aber das kann doch jedem Mal passieren, oder?”
“Du hast meine Katze gefoltert!”

“Aber nicht viel!”
“Ich will sie wieder haben!”

“Und was machen wir dann mit der Vase??”
“Kannst du ja in den Keller stellen!”

“Schatz, ich muss dir aber noch etwas sagen…”
“Noch etwas?? Was denn noch?”

“Als ich versucht habe, das Ohr festzunageln, da…”
“Oh nein…”

“…da ist mir der Hammer abgerutscht…”
“Aha. Und jetzt hat sie gar keine Ohren mehr, oder was?”

“Doch ein Ohr hat sie noch…”
“WAS DENN DANN!”

“Ich hab eine Pfote getroffen und jetzt kippt sie immer um.”
“Schatz, das ist Tierquälerei!”

“Aber wenn du möchtest, lege ich die Katze neben die Vase.”
“Nein, danke, wie elend…”

“Es tut mir leid.”
“Tja, so kann es gehen. Du hast es ja nicht böse gemeint.”

“Danke mein Schatz.”
“Du mochtest die Katze ja eh nie.”

“Das stimmt. Absolut hässlich, wie kann man so etwas nur…”
“Sag mal, und das alles ist heute Abend passiert?”

“Ja, eben gerade. Wieso?”
“Sagtest du nicht, dass du die Vase heute tagsüber…”

“Zufälle gibt´s, die gibt´s gar nicht, was??”

Kopfschüttel…

28 Kommentare »

Die kleine Ente

11. März 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Die kleine Ente (photocase.de © noodelz)Meine Liebste und ich verbringen einen unspektakulären Samstagabend vor dem Fernseher. “Deutschland sucht den Superstar” wird auf RTL geboten. Mangels Alternativen und aufgrund zu geringer Gegenwehr meinerseits verfolgen wir die ersten Songs.

“Wer ist denn dein Favorit bei DSDS?”
“Ich weiß die Namen nicht, Süße.”

“Nicht einen?”
“Doch. Mein Favorit ist Dieter Bohlen.”

“Der doch nicht!”
“Wieso? Wetten, dass der bis zum Schluss dabei ist?”

“Jetzt sag doch mal!”
“Die da gerade singt, die gewinnt.”

“Franziska?”
“Wenn sie so heißt… Die gewinnt.”

“Sie ist schon toll, aber die gewinnt nicht.”
“So? Und warum nicht?”

“Weil die Jungs viel größere Fanclubs haben.”
“Als Franziska??”

“Nein, so überhaupt, also mehr als die Mädels.”
“Und wieso?”

“Weil Mädchen sich immer gleich in den Star verlieben.”
“Ich glaube, ich kann dir nicht folgen…”

“Mädchen schmachten da gleich weg und Jungs eben nicht.”
“Ähm…”

“Und deshalb haben die Jungs immer viel größere Fanclubs.”
“Na ich weiß ja nicht, ob diese Theorie…”

“Ich kenne das von mir selbst.”
“Wie bitte??”

“Ich war in Chesney Hawks verliebt.”
“Aber das ist ja schon ewig her!”

“Na so lange nun auch wieder nicht.”
“Also ich weiß gar nicht mehr, wann das…”

“Ich bin zwar nicht mehr so jung, aber so alt auch noch nicht!”
“Habe ich was gesagt??”

“Neulich hast du gemeint, ich sei SCHON um die 30.”
“Und?? Stimmt das etwa nicht?”

“Nein.”
“Sondern?”

“Ich bin über Mitte 20.”
“Schatz! Du wirst in ein paar Monaten…”

“Ja, nun ist ja gut! Sei still jetzt.”
“Ähm… Und heute stehst du nicht mehr auf Chesney Hawks?”

“Natürlich nicht!”
“Wieso natürlich?”

“Spindeldürre, leichenblass, und dieses Muttermal! Nee!”
“Dann fandest du seine Musik toll?”

“Nein, unmöglich. Konnte ich noch nie leiden.”
“Ja, aber…”

“Und so ist das bei DSDS auch.”
“Du meinst also, dass… Schatz, ich verstehe kein Wort!”

“Das ist wie mit der kleinen Ente.”
“Was denn jetzt für eine Ente??”

“Wenn eine kleine Ente schlüpft, rennt sie dem ersten Wesen hinterher, das sie sieht.”
“Und was hat das jetzt mit DSDS zu tun?”

“Ist das nicht süß?”
“Jaja, sehr süß, UND: was hat DAS jetzt mit DSDS tu tun, bitte??”

“Die kleinen Mädels zuhause sehen den Martin da bei DSDS und…”
“…und dann rennen sie ihm hinterher??”

“Genau! Das funktioniert natürlich nur bei 14-jährigen.”
“Ach so einfach ist das mit euch Frauen??”

“Bei mir natürlich nicht, wenn du das meinst.”
“Und warum du nicht!?”

“Ich bin dem Chesney Hawks nicht hinterher gerannt.”
“Sondern?”

“Mein Vater wollte den sehen, und ich musste mit aufs Konzert.”
“Aha… Und wie alt warst du da?”

“Ich war 13, glaube ich.”
“Ich verstehe immer noch nicht, wie du dann Hawks-Fan geworden bist!?”

“Naja…”
“Die Show war prima?”

“Nee. Zum Gähnen.”
“WARUM DENN DANN, Herr Gott noch mal!?”

“Weil ich meinen Freundinnen erzählen wollte, dass ich auf dem Konzert meines Lieblings war.”
“Aber, das, das… So etwas fällt auch nur euch Frauen ein!”

“Eben! So was machen nur kleine Mädels.”
“Gott sei dank…”

“Und deshalb haben die Jungs bei DSDS viel größere Fanclubs.”
“OK, danke, ich habe es jetzt verstanden…”

“Denkst du jetzt immer noch, dass Franziska gewinnt?”
“Ähm… Ja?”

“Das heißt, du glaubst mir nicht??”
“Doch, aber Franziska kann doch viel besser…”

“Natürlich singt sie besser!”
“Aber weil sie eine Frau ist, gewinnt sie nicht? Oder wie?”

“Vergiss niemals die Ente!”

Kopfschüttel…

14 Kommentare »

Ist Nein dein Lieblingswort heute?

7. März 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ist Nein dein Lieblingswort heute? (photocase.de © netwipe)Meine Liebste und ich sind auf dem Weg in die Stadt. Da bietet sich bei uns immer die Straßenbahn an, denn wir haben eine Haltestelle genau vor der Tür. Wir sitzen so nebeneinander und schauen uns die vorbeirauschenden Häuser und Geschäfte an.

“Du Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Sollen wir heute Abend im Wohnzimmer Cha Cha Cha tanzen?”
“Ähm… Was?”

“CHa Cha Cha!”
“Ja, das hatte ich auch verstanden.”

“Wollen wir?”
“Nein.”

“Nein?”
“Nein.”

“Warum denn nicht??”
“Kann ich nicht mehr. Denke ich.”

“Aber du hast doch gesagt, dass du früher getanzt hast.”
“Ja.”

“Und heute nicht mehr?”
“Nein, ist zu lange her…”

“Wir können es doch aber einmal ausprobieren?”
“Nein.”

“Warum denn nicht?”
“Unser Wohnzimmer ist kein Tanzsaal, Liebste.”

“Ach! Und wenn wir in einem Tanzsaal wären, dann würdest du?”
“Nein.”

“Aber du hast doch eben gesagt…”
“Ich sagte: Nein!”

“Wieso? Traust du dich nicht?”
“Was heißt denn bitte nicht trauen? Nicht wollen eher…”

“Du willst nicht mit mir tanzen?”
“Nein.”

“So grundsätzlich nicht?”
“Was meinst du mit grundsätzlich?”

“Naja, stimmt mit mir was nicht??”
“Doch, mit dir ist alles in Ordnung, Schatz.”

“Aber?”
“Ja nichts aber!”

“Warum bist du denn so kurz angebunden?”
“Ich schaue mir die neuen Geschäfte da an…”

“Ich will doch nur mal mit dir Cha Cha Cha tanzen, oder Jive.”
“Jive?? Um Gottes Willen…”

“Also tanzen wir jetzt heute?”
“Nein.”

“Doch.”
“Nein!”

“Warum denn nicht? Schämst du dich?”
“Schämen, pfff!”

“Was spricht also dagegen?”
“Wir haben gar nicht die passende Musik im CD-Regal.”

“Können wir ja gleich bei Karstadt kaufen!”
“Nein.”

“Ist Nein dein Lieblingswort heute??”
“Nein.”

“Sehr witzig!”
“Nein.”

“Würdest du es ablehnen, mit mir zu tanzen?”
“Nei.. Ja!”

“Du wolltest Nein sagen!”
“Nein.”

“Schatz!”
“Ja?”

“Ich will aber mit dir tanzen.”
“Warum denn das jetzt plötzlich?”

“Naja…”
“Ja?”

“Mit meinem Exfreund habe ich immer getanzt.”
“Na toll! Das kann ich ja ganz besonders leiden!”

“Was?”
“Deine Ex-Geschichten!”

“Der wollte auch erst nicht, aber ich habe ihn dann überredet.”
“Siehste!”

“Sehe ich was?”
“In diesem Punkt – und in vielen anderen natürlich auch – unterscheide ich mich von deinem Exfreund!”

“Aber nicht zu deinem Vorteil.”
“Frechheit! Das ist ja wohl…”

“Also tanzt du jetzt mit mir oder nicht?”
“Muss es denn unbedingt Cha Cha Cha sein?”

“Was denn sonst?”
“Keine Ahnung… Ähm, langsamer Walzer oder so?”

“Das würdest du mit mir tanzen wollen??”
“Nein. Aber gegebenenfalls. Eventuell. Möglicherweise.”

“Walzer ist doch doof. Da merkt man, dass du älter bist, als ich.”
“Tanzen hat ja nun wohl überhaupt gar nichts mit dem Alter zu tun!”

“Walzer… Wie langweilig.”
“Aber du wolltest doch tanzen!”

“Tanzen ja, übers Parkett schlurfen: nein.”
“Da kommt man entgegen und dann ist es Madame wieder nicht recht!”

“Ich dachte, du wolltest eigentlich gar nicht mit mir tanzen?”
“Walzer schon.”

“Mein Exfreund hat immer am liebsten…”
“Das will ich jetzt gar nicht wissen, was der wollte!”

“Schatz?”
“Jetzt will ich und nun willst du nicht!”

“Du, Schatz?”
“Was denn??”

“Wir sollten aber doch besser Cha Cha Cha tanzen…”
“Wieso? Warum denn?”

“Weil wir damit anfangen werden.”
“Anfangen? Was fangen wir an!”

“Ich habe uns bei Renz für den E2-Tanzkurs angemeldet.”
“Haha, guter Witz.”

“Nein wirklich, da konnte man 10 Euro sparen. Dienstags.”
“Wieso meldest du uns einfach da an?? Spinnst du!?”

“Und ich kriege noch 100 Euro von dir.”

Kopfschüttel…

19 Kommentare »

Trotzdem. Jeden Tag. Mehrmals.

31. Januar 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Trotzdem. Jeden Tag. Mehrmals. (photocase.de © hlarry)Meine Liebste und ich sitzen bei einem Glas Orangensaft im Vorraum des Bremer Schauspielhauses und warten auf den Beginn der Vorstellung. Es ist immer wieder spannend, sich andere Leute anzuschauen, die das gleiche vorhaben, wie man selbst.

“So richtig schick ist hier aber keiner…”
“Das stimmt Süße, aber es ist ja auch keine Oper.”

“Trotzdem kann man sich doch nett anziehen?”
“Ja. Aber du trägst ja auch kein Abendkleid.”

“Ich habe ja auch keins!”
“Bitte?? Du hast sogar zwei!”

“Ja, aber die sind hierfür nicht geeignet.”
“Und wieso nicht?”

“Die sind schon wieder zu schick.”
“Aha. Schon klar.”

“Nicole, die hat schöne Abendkleider.”
“Deine Freundin aus Köln?”

“Ja. Die geht oft mit Stefan abends weg.”
“Das klingt so, als würden wir nie was unternehmen!?”

“Naja…”
“Sind wir jetzt hier oder sind wir hier oder hier?”

“Ja.”
“Also.”

“Nicole hat sich voll mit Stefan in der Wolle.”
“So? Warum denn?”

“Ach, das ist kompliziert.”
“Danke, das hast du sehr ausführlich beschrieben.”

“Nicole hat ihn gestern den ganzen Tag nicht angerufen.”
“Das ist schlimm…”

“Und er sie auch nicht.”
“Wie schrecklich… Ich dachte, die beiden wohnen zusammen?”

“Ja, tun sie ja auch.”
“Na dann sehen sie sich doch abends, oder?”

“Klar.”
“Und warum ist das dann so schlimm?”

“Was?”
“Na dass die beiden tagsüber nicht telefoniert haben?”

“Na weil die das sonst immer tun!”
“Aber die müssen doch beide arbeiten, oder?”

“Na und? Die telefonieren trotzdem. Jeden Tag. Mehrmals.”
“Wie bitte??”

“Das ist doch wohl normal!”
“Aber die wohnen doch zusammen und sehen sich jeden Tag?”

“Also andere machen das auch.”
“Den ganzen Tag telefonieren??”

“Ja. Astrid und Frank, Anne und Michael, Tine und Olli…”
“Das kann doch nicht wahr sein!”

“Nur weil du mich nie anrufst, gilt das nicht für alle anderen!”
“Schatz! Ich muss tagsüber echt arbeiten!”

“Du telefonierst doch auch ständig mit deinen Kunden.”
“Ja, und das ist sehr zeitaufwendig.”

“Warum rufst du mich nicht mal an?”
“Weil ich tagsüber nun wirklich keine Zeit dafür habe.”

“Das glaube ich nicht.”
“Das fangen wir gar nicht erst an!”

“Ich würde mich freuen, eine SMS täte es auch.”
“Schatz! Wir machen doch schon sonst alles gemeinsam!”

“Na und?”
“Ich glaube nicht, dass Olli, Frank und Stefan…”

“Jetzt weich nicht vom Thema ab!”
“…dass die freiwillig bei ihren Freundinnen anrufen.”

“Das ist gar nicht… Oder meinst du wirklich?”
“Ich vermute es.”

“Wie kommst du denn darauf?”
“Weil Männer auf der Arbeit ihre Ruhe haben wollen.”

“Du auch?”
“Ja, ich auch.”

“Vor mir?”
“Naja, ich meine, nicht so, also… Ja.”

“Heißt das, ich gehe dir auf die Nerven?”
“Nein, so habe ich das nicht gemeint…”

“Ich dachte, du bist gerne mit mir zusammen.”
“Das bin ich ja auch, aber tagsüber muss ich eben…”

“Wenn man jemanden lieb hat, ruft man ihn gerne mal an!”
“Ich habe dich lieb, Schatz.”

“Aber nicht tagsüber.”
“Doch, dann auch.”

“Aber du willst nicht mit mir sprechen.”
“Doch, aber ich KANN mit dir dann nicht sprechen!”

“Du findest doch sonst immer für alles eine Lösung!”
“Wie bitte?”

“Sagst du jedenfalls immer.”
“Na gut, dann habe ich dafür jetzt auch eine Lösung.”

“Ach ja? Du rufst mich morgen an?”
“Nein.”

“Sondern??”
“Ich verspreche dir hier und jetzt und hoch und heilig, dass…”

“…dass du mich anrufst?”
“Nein, dass ich dich ganz doll lieb habe, auch wenn wir mal für ein paar Stunden
nicht miteinander reden.”

“Dann verspreche ich dir jetzt auch was.”
“Und was?”

“Dass du gleich in der Vorstellung 2 Stunden Ruhe vor mir hast!”

Kopfschüttel…

15 Kommentare »

Passend zur Tischdecke

20. Januar 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Passend zur Tischdecke (photocase.de © onesecondupndown)Meine Liebste und ich sitzen gemeinsam in der Küche an unserem kleinen Tisch und essen Bananen und Mandarinen.
Nicht, weil wir ständig Bananen und Mandarinen essen, sondern weil der Reifestatus der sich auf dem Obstteller befindlichen Früchte bedenkliche Formen angenommen hat.

“Man sollte viel öfter Obst essen.”
“Ja Süße, das stimmt.”

“Eigentlich esse ich gerne Mandarinen, aber die sind schwierig.”
“Dass die da auch keine Bedienungsanleitung beilegen…”

“Nein, ich meine das Schälen. Das nervt.”
“Nur noch zwei, dann haben wir sie ja aufgegessen.”

“Schatz?”
“Ja?”

“Ich muss da noch etwas mit dir besprechen.”
“Geht es um Mandarinen?”

“Nein.”
“Um Bananen?”

“Nein, jetzt hör mir doch mal zu!”
“Jaja, also was musst du mit mir besprechen?”

“Schau mal, ich habe bei Tchibo neue Geschirrtücher gekauft.”
“Brauchten wir welche?”

“Ja, weil die neuen hier, die passen jetzt zur Tischdecke.”
“Naja. Mit etwas Fantasie kann man das so sagen, ja.”

“Ich finde, dass die passen, siehst du? Hier?”
“Ja, gut. Schön. Danke, dass wir darüber gesprochen haben.”

“Nein, es geht ja um etwas ganz anderes.”
“Warum habe ich damit bloß gerechnet…”

“Wir haben ja auch noch die alten, die gestreiften.”
“Ja. Und?”

“Die finde ich eigentlich auch schick.”
“Schatz, komm zur Sache, ja?”

“Du benutzt die falsch.”
“Bitte?? Die Geschirrtücher?”

“Ja, weil… Schau dir das alte hier mal an!”
“Es ist alt, na und?”

“Es ist vor allem ganz fleckig und speckig.”
“Wir benutzen es ja auch schon sehr lange. Und wieso SPECKIG??”

“Weil du damit immer Kaffeeflecke und Saft und so aufwischst.”
“Ich??”

“Ja wer trinkt denn hier Kaffee?? Ich doch wohl nicht!”
“Nein, aber du trinkst Tee, schwarzen Tee. Fleckenmachertee.”

“Nein, ein Geschirrtuch benuzt man eben nur zum Abtrocknen.”
“Und du willst sagen, dass ich deine neuen Tücher nicht verwenden soll.”

“Das nicht.”
“Nicht? Was denn dann?”

“Schau, ich hänge die neuen Tücher jetzt neben die Spüle.”
“Gut. Und?”

“Und die alten Geschirrtücher hänge ich in den Schrank.”
“Ich kann dir folgen.”

“Wenn du jetzt wieder kleckerst, dann…”
“Wieso denn ich??”

“Weil du ein Schussel bist; also dann nimmst du…”
“Ich bin kein Schussel!”

“OK, also wenn ich kleckere – was nie vorkommt – dann…”
“…dann soll ich die alten Tücher nehmen, richtig?”

“Ja. Und wenn wir die Küche sauber machen, oder was anderes.”
“Immer die alten?”

“Ja, oder auch für den Wohnzimmertisch oder deinen Computer.”
“Mein Computer ist niemals nass.”

“Ich habe aber deine Monitore da schon mehrmals gewischt.”
“Mit einem nassen Tuch??”

“Natürlich, sonst geht der Dreck ja nicht ab.”
“Du spinnst wohl! Mach das mit deinem eigenen!”

“Ich meine es doch nur gut!”
“Danke Schatz, ich liebe dich, aber lass die Finger von den Monitoren, ja!?”

“Oder die Pflanzen.”
“Was denn jetzt für Pflanzen??”

“Die Geschirrtücher, wenn du mal die Blätter sauber machst.”
“Das passiert nicht so oft…”

“Jedenfalls nimmst du dafür dann ein altes Geschirrtuch.”
“Gut, OK, von mir aus, was soll´s. Mache ich.”

“Das ist doch eine gute Idee, oder?”
“Ja, sehr schön… Du Schatz?”

“Ja?”
“Sag mal… Auch wenn das jetzt vielleicht eine doofe Frage ist…”

“Was denn?”
“Was machen wir denn mit den NEUEN Geschirrtüchern?”

“Wie meinst du das?”
“Ja also, sie hängen ja nun da. Passend zur Tischdecke.”

“Und?”
“Was darf ich denn nun mit den neuen Tüchern sauber machen?”

“Das Geschirr natürlich.”
“Nur das Geschirr?”

“Was denn sonst?”
“Die Fenster vielleicht? So zum nachwischen?”

“Nein.”
“Aha. Und meine Uhr? Oder deine Ringe?”

“Nein.”
“OK… Und was ist mit den Küchenblenden oder den Blumenvasen?”

“Nein.”
“Nur das Geschirr??”

“Ja was, es heißt doch auch Geschirrtuch, oder??”
“Hm.”

“Was?”
“Gut, dann spüle ich jetzt das Geschirr und du trocknest ab.”

“Bitte?? Dafür haben wir ja wohl eine Spülmaschine!”

Kopfschüttel…

14 Kommentare »







Blog der Woche