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Irgendetwas für mich?

6. Oktober 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen gemeinsam im Wohnzimmer und lesen Zeitschriften.
Die Liebste blättert in der aktuellen Freundin (der perfekte Mode-Mix) und ich lese die letzte c´t (crawlen mit YaCy).
Kurzum: da will niemand ernsthaft mit dem anderen tauschen…

“Schatz?”
“Ja, Liebste?”

“Steht da in der c´t auch was drin, was für mich interessant ist?”
“Nein. Es geht hier nur um Computertechnik. Sonst nichts.”

“Gar nichts?”
“Gar nichts.”

“Und das, was du da gerade liest, das wäre nichts für mich?”
“Ich lese gerade, wie man sich selbst eine Suchmaschine bastelt.”

“Willst du dir denn selber eine basteln?”
“Vielleicht, aber ich denke wohl eher nicht…”

“Und warum liest du das dann?”
“Weil es interessant ist, darum.”

“Also ich finde das nicht besonders interessant…”
“Das weiß ich, das sagte ich ja.”

“Wir haben doch Google, oder nicht?”
“Ja, genau… Wir haben Google…”

“Das ist doch eine Suchmaschine, oder?”
“Ja.”

“Und in der Zeitung steht, wie man sich selber Google macht??”
“Ähm… Nein, also wenn mal beispielsweise lokal alle Dat…”

“Jaja, schön. Gib mir doch mal die c´t bitte.”
“Wieso?? Was willst du denn damit??”

“Ich möchte testen, ob da auch irgendetwas für mich drin steht.”
“Ich will aber jetzt weiterlesen!”

“Nun gib doch mal, nur eben ganz kurz!”

[Etwas skeptisch reiche ich meiner Liebsten die c´t rüber und verleihe mit meinem verwunderten Gesichtsausdruck der ganzen Situation vielleicht eine etwas herablassende Stimmung...]

“Danke. So, nun wollen wir mal sehen…”
“Ähm…”

“Hier! Solid State Disks. Mit Flash. Und Haltbarkeitsdatum.”
“Was??”

“Das steht hier!”
“Quatsch! Kann ich jetzt die Zeitung wiederhaben, bitte?”

“Weißt du denn, was… Solid State Disks sind?”
“Natürlich weiß ich das. In meinem Job muss man sowas wissen.”

“Und was ist das??”
“Das ist eine Festplatte, die funktioniert wie ein USB-Stick.”

“Verstehe ich nicht…”
“Schatz, die Zeitung bitte…”

“Und was ist zwei Dice, Planes, MLC-Speicher und Pufferregister?”
“Ähm…”

“Ja?”
“Nun, also, ähm, Pufferregister sind, glaube ich, sind…”

“Und was sind dann Dice und MLC?”
“Hm…”

“Jetzt sag bloß, das weißt du nicht!”
“Also ich muss zugeben, dass, ähm…”

“Ich dachte, so etwas muss man in deinem Job wissen!”
“Genau deswegen kaufe ich ja diese Zeitung immer!”

“Hast du denn diesen Artikel hier noch gar nicht gelesen?”
“Doch, habe ich.”

“Obwohl du gar nicht verstehst, was da drin steht??”
“Ich verstehe es ja, aber ich merke mir nicht jedes Detail!”

“Aber geht es denn in einer Fachzeitung nicht um die Details??”
“Doch, natürlich! Aber man muss und kann nicht alles wissen.”

“Und dann willst du auch noch Google nachbauen??”
“Was will ich??”

“Du hast gesagt, dass du Google nachmachen könntest!”
“Blödsinn! Ich habe gesagt, dass…”

“Naja, egal, hier hast du deine geliebte c´t wieder…”
“Danke.”

“Oder möchtest du vielleicht mal Freundin lesen?”
“Nee.”

“Da steht zum Beispiel alles über perfekte Wimpern!”
“Das überlasse ich gerne dir, Schatz.”

“Ist auch besser so, das verstehe ich jetzt völlig.”
“Jetzt? Wieso jetzt??”

“Du könntest dir die Details ja sowieso nicht merken!”

Kopfschüttel…

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Mein Platz

23. September 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich halten uns ein wenig in der Küche auf.
Während die Liebste noch die letzten Gläser aus der Spülmaschine räumt, setze ich mich an unseren kleinen Tisch und schaue mir einen Zettel mit Sonderangeboten an.

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Warum sitzt du jetzt da?”
“Wieso? Soll ich noch irgendwas machen??”

“Nein, ich bin jetzt fertig.”
“Dann ist ja gut.”

“Aber warum sitzt du denn jetzt da??”
“Warum soll ich denn nicht hier sitzen??”

“Sonst sitzt du doch aber immer auf dem anderen Stuhl?”
“Na und?”

“Das da ist meiner!”
“DEINER?? Also wenn, dann ist das UNSERER!”

“Ich sitze aber immer da, wo du jetzt sitzt!”
“Und ich sitze normalerweise immer dort auf dem anderen.”

“Eben!”
“Darf ich hier nicht auch mal sitzen??”

“Doch, aber das ist mein Platz.”
“Ich wollte eben mal hier sitzen, geht das nicht??”

“Und ich?”
“Was du??”

“Und wo soll ich mich hinsetzen??”
“Nimm doch heute einfach mal den anderen??”

“Das ist aber doch dein Stuhl!”
“Probier mal, wird dir gefallen.”

“Da kann ich aber nicht aus dem Fenster schauen!”
“Na und? Da gibt´s doch heute nichts zu sehen??”

“Trotzdem.”
“Warum darf ich denn nicht ausnahmsweise mal hier sitzen??”

“Darfst du ja, aber das wundert mich eben.”
“Na schön, setze ich mich eben wieder auf meinen Stuhl.”

“Nein, nein, bleib ruhig sitzen!”
“Aber du wolltest doch nicht, dass ich hier sitze!”

“Das kann man so jetzt auch nicht sagen!”
“Wohl! Das sei DEIN STUHL, hast du gesagt!”

“Bleib sitzen, sonst kriege ich das nur wieder vorgehalten!”
“Wie bitte??”

“Dann darf ich mir das wieder monatelang anhören!”
“Willst du damit andeuten, ich sei nachtragend??”

“Bist du denn nicht?”
“Nein!”

“Und was war mit dem Schuh??”
“Was für ein Schuh denn??”

“Als mir aus Versehen dein Schuh vom Balkon gefallen war?”
“Aus Versehen?? Du hast ihn über das Geländer geworfen!”

“Das war nur Pech und du hast mir das wochenlang vorgehalten!”
“Das war kein Pech! Das war Absicht!”

“Aber ich wollte doch nur sehen, ob der wirklich fliegen kann.”
“Schatz! Ich habe nur gesagt, dass man damit wie auf Wolken läuft!”

“Siehst du, du hältst mir das immer noch vor!”
“Aber nur, weil du die Tatsachen mal wieder völlig verdrehst!”

“Bleib doch auf dem blöden Stuhl sitzen, mir doch egal!”
“Bleibe ich auch! So!”

“Dann gehe ich jetzt rüber zum Schuhschrank.”
“Und was willst du da??”

“Prüfen, ob deine Schuhe mittlerweile was dazugelernt haben!”

Kopfschüttel…

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Einfach spitze

8. September 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich liegen abends in unserem Bett und lesen noch ein wenig.
Ich selbst bin erst spät nach Hause gekommen und bin sozusagen ohne Umweg direkt ins Schlafzimmer gegangen; ist es nicht immer wieder schön, in seinem eigenen Bett zu liegen?

“Schatz? Können wir morgen Abend mal zu IKEA fahren?”
“IKEA? Och Süße, da ist es immer so voll und außerdem…”

“Ich weiß, aber wir brauchen dringend ein neues Regal.”
“So? Wofür denn?”

“Für den Videorekorder.”
“Wie bitte?”

“Das Regal ist viel zu klein.”
“Wieso ist denn das Videorekorder-Regal zu klein??”

“Es passt nichts mehr zusätzlich rein.”
“Na und? Ich meine, haben wir nicht alle Geräte, die wir brauchen?”

“Das weiß ich nicht, schließlich kaufst du diese Sachen ja immer.”
“Wir haben alles, was wir brauchen, und bislang passte doch alles??”

“Das weiß ich auch!”
“Schön, und wieso ist es nun plötzlich zu klein??”

“Weil ich mit meiner Schwester telefoniert habe.”
“Ähm…”

“Also mit Wein kennt die sich echt gut aus!”
“Mit Wein?? Wie kommst du denn jetzt auf Wein??”

“Darf ich mit meiner Schwester nicht über Wein reden??”
“Doch, natürlich, aber was hat das jetzt mit dem Videoregal zu tun??”

“Über das Regal haben wir gar nicht gesprochen.”
“Schatz. Ich spüre schon, wie meine Halsschlagader anfängt zu pochen…”

“Du lässt mich ja auch gar nicht ausreden!”
“Also schön, bitte, dann sag mir jetzt, was mit dem Regal los ist!”

“Meine Schwester wollte wissen, wie wir unseren Wein lagern.”
“Ich verstehe zwar nicht, warum sie das wissen will, aber egal…”

“Den teuren Rotwein sollen wir liegend lagern, sagt sie.”
“Schön. Und?”

“Unsere Flaschen stehen ja, weil wir kein Weinregal haben.”
“Richtig. Weil du nie eins wolltest.”

“Wollte ich wohl!”
“Nee! Du hast gesagt, so viel Wein hätten wir ja gar nicht!”

“Aber ein paar gute Flaschen haben wir trotzdem.”
“Schatz, worauf willst du denn jetzt bitte hinaus…”

“Ich habe sie dann in das Videorekorder-Regal gelegt.”
“Wie bitte??”

“Das war der einzige Platz, wo man sie hinlegen konnte!”
“Du hast die Rotweinflaschen auf den Videorekorder gelegt??”

“Nee. Daneben.”
“Daneben??”

“Drei Flaschen habe ich da reingekriegt, zwei nicht.”
“Ähm… Und die zwei restlichen Flaschen stehen jetzt noch irgendwo?”

“Nein, die liegen im Schuhschrank.”
“IM SCHUHSCHRANK?? Du willst mich doch bloß veräppeln, oder??”

[Ich springe aus dem Bett und laufe rüber ins Wohnzimmer, um mir das Regal anzusehen; und tatsächlich: drei Rotweinflaschen hat die Liebste zwischen die Geräte, DVDs und anderen Dinge gequetscht!
Ohne genau zu wissen, was ich nun sagen soll, schlurfe ich verwirrt wieder zurück ins Schlafzimmer...]

“Ich wusste nicht, wo ich sie sonst hinlegen soll!”
“Ich frage mich, ob in deiner Familie auch Außerirdische vorkommen…”

“Jetzt stell dich doch nicht so an, ist doch nur vorübergehend!”
“Aha…”

“Das Video-Regal ist einfach spitze für die Weinflaschen.”
“Ähm… Und jetzt willst du zu IKEA, um ein Weinregal zu kaufen, ja?”

“Doch kein Weinregal, die sind alle hässlich bei IKEA!”
“Ja aber, was willst du denn dann da??”

“Ein neues Videorekorder-Regal!”

Kopfschüttel…

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Das glaubt doch keiner!

4. September 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste kommt von der Arbeit nach Hause und trifft mich bereits im Wohnzimmer an; das kommt nicht oft vor, aber heute ist es so:
ich bin nämlich krank und residiere derweil unter einer Decke auf dem Sofa zum Zwecke der baldigen Genesung.

“Hallo Schatz! Was machst du da??”
“Hallo Süße. Ich bin krank.”

“Krank? Was hast du denn??”
“Mir ist schlecht, ich bin müde, mein Kopf tut…”

“So? Komisch, du siehst aber gar nicht krank aus.”
“Bin ich aber.”

“Und wie nennt man das, was du hast?”
“Bin ich Doktor Brinkmann von der Schwarzwaldklinik, oder was??”

“Wieso, ist der auch krank??”
“Nee! Ich weiß nicht, mir geht es eben schlecht, das kommt vor.”

“Aha. Dir geht es also schlecht. Gut.”
“Das ist nicht gut!”

“Ich meine, gut, dann geht es dir eben schlecht.”
“Vielen Dank für deine rührende und herzliche Anteilnahme!”

“Und was hast du heute so gemacht?”
“Was soll ich schon gemacht haben! Ich liege hier nur rum und leide.”

“Hast du vielleicht die Spülmaschine ausgeräumt?”
“Nein, Schatz! Ich habe die Spülmaschine NICHT ausgeräumt!”

“Wieso denn nicht?? Du hattest doch den ganzen Tag Zeit??”
“Sag mal, spreche ich Chinesisch, oder was?? Ich bin krank!”

“Ach ja… Dann warst du wahrscheinlich auch nicht einkaufen?”
“NEIN, war ich NICHT! Entschuldige vielmals!”

“Ich frage nur, weil heute Morgen ging es dir ja noch gut.”
“Ging es mir nicht, aber da habe ich das noch nicht so gemerkt.”

“Warst du denn gar nicht arbeiten??”
“SCHATZ!”

“Was denn??”
“Nein, war ich nicht! Ich habe in der Firma angerufen.”

“Und was hast du denen gesagt??”
“Dass ich krank bin.”

“Und wollten die nicht wissen, was du hast??”
“Nein. So etwas fragt man auch nicht.”

“Da hast du ja Glück gehabt.”
“Wieso bitteschön habe ich da Glück gehabt??”

“Naja, du kannst ja nicht sagen, ich bin IRGENDWIE krank.”
“Und warum nicht??”

“Das glaubt doch keiner!”
“Ich denke vielmehr, dass lediglich DU das nicht glaubst!”

“Ich?? Doch, doch, du bist krank, hast du ja gesagt.”
“Prima, dann haben wir das ja geklärt.”

“Und was esse ich jetzt?”
“Das, was noch da ist.”

“Das wird nicht viel sein, weil du ja nicht einkaufen warst.”
“Sag mal, willst du mich ärgern??”

“Nein, nein, wieso? Egal, ich bestelle mir eine Pizza.”
“Aha, und ich?”

“Wieso du?”
“Kriege ich vielleicht auch eine Pizza??”

“Du?? Wenn man krank ist, hat man keinen Hunger.”
“Wie bitte??”

“Du bist also krank und willst trotzdem eine Pizza essen??”
“Wieso denn nicht??”

“Also wenn ich krank bin, dann kann ich keine Pizza essen.”
“Du bist aber nicht krank. ICH bin krank!”

“Wer krank ist, hat gar keinen Appetit, schon gar nicht auf Pizza!”
“Und was willst du damit sagen??”

“Nichts, ich wundere mich bloß.”
“Du denkst, ich sei gar nicht krank, stimmt´s??”

“Das habe ich nicht gesagt.”
“Aber gedacht!”

“Vielleicht.”
“Schatz, ich versichere dir, mir geht es wirklich nicht gut!”

“Dann geh zum Arzt.”
“Wozu denn?? Der kann da doch auch nichts machen!”

“Der kann dir Medikamente geben oder dich krank schreiben.”
“Muss ich jetzt auch schon bei dir einen gelben Zettel abgeben??”

“Dass Männer sich immer gleich so anstellen müssen…”
“Natürlich, das habt ihr Frauen ja viel besser im Griff, richtig?”

“Ja, weil wir ja auch ganz andere Schmerzen gewohnt sind.”
“Du hast mein volles Beileid. Obwohl ich es ja heute wohl verdient hätte.”

“Wieso?”
“WEIL ICH KRANK BIN! KRANK, KRANK, KRANK!”

“Wer noch rumschreien kann, der ist auch nicht krank.”
“Ich breche zusammen, diese Frau macht mich noch wahnsinnig…”

“Meinst du damit etwa mich??”
“Nee, ich meine Pamela Anderson! – Natürlich meine ich dich!!”

“Willst du damit sagen, ich würde dich krank machen??”
“So in etwa! Wenn das hier so weitergeht, kriege ich gleich einen Nervenzusammenbruch!”

“Sind wir heute vielleicht etwas gereizt, Schatz?”
“JA! Also ich JA!”

“Und was kann ich jetzt tun, damit du nicht mehr so gereizt bist?”
“Du kannst jetzt mal Pizza bestellen. Das würde schon ETWAS helfen!”

“Hm… Vielleicht bist du ja wirklich krank…”
“Sehr nett, dass du das endlich auch bemerkt hast.”

“Tut mir leid, mein armer Schatz, gute Besserung.”
“Danke.”

“Nur noch eine Kleinigkeit, dann lasse ich dich in Ruhe…”
“Was denn…”

“Wir wollten ja heute Abend noch zu Steffi wegen dem Umzug.”
“Das wollten wir ursprünglich, ja. Und?”

“Fahren wir dann mit deinem oder mit meinem Auto?”

Kopfschüttel…

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Das Liebste-Kreuzworträtsel

14. Juli 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Das Liebste-Kreuzworträtsel (photocase.de © jodofe)Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer und lassen das Wochenende ausklingen.
Während die Liebste sich einmal quer durch die Kabel- und Premierekanäle zappt, gehe ich einer anderen Beschäftigung nach.

“Schatz? Es kommt nichts. Gar nichts!”
“Ja, Süße.”

“Da haben wir 60 Fernsehsender und es kommt nichts!”
“Ja… Hm, hm…”

“Sag mal, hörst du mir eigentlich zu??”
“Was? Was hast du gesagt?”

“Schatz! ES KOMMT NICHTS!”
“Ach so… Schau, da läuft Tatort, guck dir den doch an.”

“Nee. Tatort finde ich doof.”
“Aha… Ja dann…”

“Was machst du denn da eigentlich??”
“Ich mache ein Kreuzworträtsel.”

“Ach ja?”
“Ja.”

“Soll ich dir ein bisschen helfen?”
“Nee.”

“Ich bin aber gut im Kreuzworträtsel machen!?”
“Das weiß ich, aber lass mich mal hier jetzt.”

“Frag mich doch mal was!”
“Nee, ich schaffe das schon, danke.”

“Hm…”

[Meine Liebste legt die Fernbedienung zu Seite, springt in die Höhe, setzt sich zu mir und schaut mir neugierig über die Schulter...]

“Meteor!”
“Was??”

“Meteor! Da links, für Schweifstern!”
“Wo? Ach da…”

“Und dann nach unten Fragmente!”
“Was??”

“Da bei Meteor.”
“Schatz! Erstens heißt das senkrecht und nicht nach unten…”

“Und zweitens??”
“Und zweitens bin ich da oben in der Ecke doch noch gar nicht!”

“Fragmente hättest du doch nie gewusst!”
“Na da kann ich ja froh sein, dass du so SCHLAU bist!”

“Jaaaa, ich kann das!”
“Sag mal, kannst du mich das jetzt hier mal machen lassen?”

“Ich lasse dich doch! Ich gucke doch nur?”
“Das macht mich aber nervös, wenn du mich beobachtest!”

“Ich bin ganz still.”
“Pff!”

“Mach ruhig, ist ja dein Kreuzworträtsel.”
“Also, mal sehen, hm… Fischfangkorb… Hm…”

“Reuse!”
“Schatz!”

“Nee, nicht Schatz, sondern REUSE!”
“DAS WEISS ICH! So, und jetzt lass mich in Ruhe, ja?!”

“Ich mache doch aber gar nichts?”
“Nee, iss klar… Also Reuse… So.”

“Warum schreibst du nicht weiter?”
“Was soll ich denn schreiben??”

“Na da neben Reuse?”
“Darf ich vielleicht erst einmal die Frage lesen??”

“Ich weiß es schon! Ich weiß es schon!”
“Toll, kannst du das mal eine Minute für dich behalten, ja??”

“Dünne Pfannkuchen, ist doch echt puppileicht.”
“Dünne Pfannkuchen… Zweite Buchstabe ein R… Hm…”

“Ich weiß es, ich weiß es!”
“Ganz toll, Liebste, kannst du nicht irgendjemanden anrufen??”

“Anrufen? Wen denn??”
“Ruf Nicole an, dann kannst du der erzählen, was du alles so weißt!”

“Nee, aber stell dir doch mal vor, wir wären auf der Kirmes.”
“Kirmes?? Was soll das denn jetzt??”

“Was essen wir da immer?”
“Ähm…”

“Genau, Crêpes!”
“Ach so, jetzt verstehe ich, dünne Pfannkuchen…”

“Gern geschehen!”
“Komisch! Habe ich mich in irgendeiner Weise bedankt??”

“Jetzt sei doch nicht so, ich will dir doch nur helfen!”
“Ach komm! Du willst das Rätsel doch nur selber machen!”

“Nein, ich will dir ja nichts wegnehmen…”
“Natürlich nicht.”

“Es sei denn… Ach nein.”
“ES SEI DENN WAS??”

“Naja, ich meine, du kommst ja sowieso nicht weit!”
“Ach so?! Und welche Lösung hat Madame da in Petto??”

“Ich mache einen Vorschlag: ich nehme das Kreuzworträtsel.”
“Aha. Und was mache ich dann jetzt??”

“Du hilfst mir dabei, was… was eine Lachsforelle ist!”

Kopfschüttel…

 

Öffne hier das Liebste-Kreuzworträtsel!Für alle, die – wie die arme Liebste – ihren Partnerinnen und Partnern die Kreuzworträtsel klauen müssen, weil sie kein eigenes haben:

Hier kommt Abhilfe! Viel Spaß!

(PDF)

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Mach lieber was anderes

10. Juli 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Mach lieber was anderes (photocase.de © SämT)Meine Liebste und ich erwarten morgen Abend Besuch. Dummerweise ist die Wohnung in einem “dringend pflegebedürftigen” Zustand…
Eigentlich müsste das volle Programm gemacht werden; leider…

“Schatz? Womit fangen wir denn jetzt an?”
“Mit Staub wischen, Süße. Dann machen wir den Rest.”

“Und wer macht was?”
“Hm… Ich putze Staub, du das Bad.”

“Nee. Staub wischen muss ich machen.”
“Wieso MUSST DU das machen??”

“Weil das mal wieder gründlich gemacht werden muss.”
“Ach nee! Und ich mache das nicht gründlich, oder was??”

“Doch, aber du vergisst ja immer die Hälfte.”
“Auch wenn das überhaupt gar nicht stimmt… Von mir aus.”

“Also dann putze ich Staub.”
“Schön. Dann mache ich das Bad.”

“Nee.”
“Wieso nicht??”

“Im Bad müssen meine Parfum-Fläschchen geputzt werden.”
“Ich weiß, na und?”

“Das muss ich selber machen.”
“Ähm… Weil ich immer die Hälfte vergesse, oder was!?”

“Nein, aber du stellst die immer in die falsche Reihenfolge.”
“Ach so, die Reihenfolge, ja klar! Das tut mir aber leid!!”

“Mach lieber was anderes.”
“Und was?”

“Wischen zum Beispiel.”
“Gut, dann wische ich eben…”

“Schön, aber nicht jetzt.”
“Wieso denn nicht jetzt??”

“Ich muss erst Staub wischen, ist doch sonst Quatsch!”
“Also soll ich jetzt hier ewig auf dich warten oder was??”

“Mach doch in der Zwischenzeit noch was anderes?”
“Mann… Dann packe ich eben das Altpapier weg.”

“Nee.”
“Schatz! Du machst mich wahnsinnig!! Warum nicht das Altpapier!!”

“Ich muss das noch mal durchschauen, ob das alles weg kann.”
“Aber es ist doch Altpapier!”

“Trotzdem. Die Kataloge brauche ich vielleicht noch.”
“Warum tust du sie denn dann da überhaupt rein??”

“Ich wusste nicht, wohin damit…”
“Super Idee! Wirklich! Sowas kann auch nur dir einfallen!”

“Lass mich doch! Geht doch auch so!”
“Blödsinn ist das! Sonst nichts!”

“Du könntest zum Beispiel die Handtücher im Bad austauschen.”
“Toll… Und was mache ich dann 2 Minuten später?”

“Ich glaube, das Beste ist, du setzt dich jetzt irgendwo hin.”
“Und dann??”

“Und tust einfach nichts.”
“Super! Mache ich! Das kann ich! Ich fange sofort damit an.”

“Na, das hast du ja wieder prima hingekriegt.”
“Hingekriegt? Was jetzt!?”

“Dass du wieder faul rumsitzen kannst und ich schuften muss!”

Kopfschüttel…

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Eine Kleinigkeit vielleicht noch…

26. Juni 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Eine Kleinigkeit vielleicht noch... (photocase.com © maru-design)Meine Liebste hat heute frei gehabt und als ich abends nach Hause komme, frage ich sie, wie sie den sonnigen Tag verbracht hat.
Alles in allem ganz gut, sagt sie.
Bis auf eine Kleinigkeit…

“Du Schatz, ich glaube, wir haben ein Problem.”
“Warum? Was ist denn los, Süße?”

“Unser Fernseher ist kaputt.”
“Was??”

“Reg dich nicht auf, es kann nur eine Kleinigkeit sein.”
“Wieso, was ist denn damit??”

“Das Bild auf RTL2 war unscharf.”
“Unscharf??”

“Fand ich zumindest. Und dann wollte ich das neu machen.”
“Und was heißt jetzt bitte neu machen??”

“Hat ewig gedauert, bis ich den Sendersuchlauf gefunden habe.”
“Wie bitte?? Du hast…”

“Der lief dann zehn Minuten, aber das hat nicht geholfen.”
“Liebste, du hast jetzt nicht wirklich…”

“Und jetzt ist da, wo RTL2 sein sollte, nur der KI.KA.”
“Oh nein! Du hast alle Sender verschoben!”

“Ja, aber ich habe auch eine gute Nachricht.”
“So? Und die wäre?”

“RTL2 ist auch wieder da, nur jetzt auf Nummer 26…”
“Ganz toll… Und? Ist RTL2 jetzt wenigstens schön scharf??”

“Nee.”
“Ich brech zusammen…”

“Glaubst du etwa, mir hat das Spaß gemacht??”
“Ähm, eine Frage: ist jetzt nur RTL2 unscharf oder auch andere Sender?”

“Eigentlich nur RTL2, glaube ich…”
“Hm, also das ist schon merkwürdig… Ist beim WDR auch manchmal…”

“Genau, das dachte ich mir dann auch! Deshalb habe ich dann…”
“Nein Schatz, bitte sag es nicht, das überlebe ich nicht…”

“Ich dachte, vielleicht geht es ja über den Videorekorder.”
“Sag mir jetzt bitte nicht, dass du…”

“Wieso?? Hat wunderbar geklappt!”
“Ähm…”

“RTL2 war über den Videorekorder erst echt super!”
“Aha… Und was heißt ERST??”

“Naja, RTL2 war dann ja auf Nummer 6 und nicht auf 26.”
“So ist es ja auch richtig!”

“Aber ich wollte das genauso wie auf dem Fernseher haben.”
“Schatz! Wenn es das ist, was ich denke, dann…”

“Ich habe am Videorekorder auch einen Sendersuchlauf…”
“NEIN!! Das hast du nicht wirklich, oder?!”

“…und danach war alles weg.”
“Aha. Schatz? Können wir bitte mal das Fenster öffnen?”

“Das Fenster? Wieso?”
“Damit ich mich gemeinsam mit meinem Rekorder runter stürzen kann!!”

“Ich kann nichts dafür, wenn der ganze Technikkram nicht läuft!”
“Also schön. War das jetzt alles oder kommt noch was?”

“Eine Kleinigkeit vielleicht noch…”
“Oh nein, bitte nicht…”

“Ich habe den Videorekorder dann abgebaut.”
“Du hast…”

“Der wollte ja nicht mehr, also habe ich ihn abgebaut!”
“Schatz!! Sag mal, bist du jetzt völlig durchgedreht??”

“Ich dachte, vielleicht geht der Fernseher ja ohne Video besser!”
“Du hast die ganzen Kabel auseinander gerissen??”

“Ja. War gar nicht so schwierig.”
“Schatz, bitte, das Fenster…”

“Aber RTL2 ist immer noch unscharf.”
“Mir verschwimmt langsam auch alles…”

“Aber es hat dann doch noch geklappt.”
“So? Ach! Und woran lag es dann?”

“Ich wollte ja diese Auswanderersendung sehen, auf und davon.”
“Schön, und?”

“Und die läuft auf VOX! Das funktioniert wunderbar!”

Kopfschüttel…

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Fußball-Zeit

8. Juni 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Fußball-Zeit (photocase.de © la dina)Meine Liebste und ich sitzen am heutigen Sonntag gemütlich beim Frühstück und unterhalten uns über Gott und die Welt.
Das Radio plänkelt leise vor sich hin, draußen scheint die Sonne…
Herrlich!

“Du Schatz, ich wollte dich noch was fragen.”
“So? Was denn, Süße?”

“Wann fängt eigentlich dieses Fußball-Dingens an?”
“Fußball-Dingens?? Die Europameisterschaft??”

“Ja, die meine ich.”
“Gestern.”

“Gestern??”
“Gestern…”

“Ah ja, danke.”
“Schatz, wie kann man denn das nicht wissen??”

“Darf ich noch was fragen?”
“Dreht es sich um Fußball?”

“Ja.”
“Dann nicht!”

“Och bitte! Ich verstehe doch davon nicht so viel.”
“Du verstehst davon gar nichts, Schatz, GAR NICHTS!”

“Das interessiert mich ja eigentlich auch überhaupt nicht.”
“Das fällt sogar mir auf…”

“Also darf ich nun fragen oder nicht!?”
“Bitte sehr…”

“Wo findet die denn statt? Die Europameisterschaft?”
“Ich fasse es nicht…”

“Ja wen soll ich das denn sonst fragen außer dir??”
“Seit Wochen wird doch über nichts anderes
mehr geredet!”

“Bitte, bitte, sag doch mal.”
“In Österreich und in der Schweiz.”

“Geht denn das?? In beiden Ländern gleichzeitig??”
“Offensichtlich…”

“OK. Und gestern haben die angefangen?”
“Ja. Gestern nachmittag.”

“Und wer hat da gespielt?”
“Ähm… Portugal, Tschechien, Schweiz, Türkei.”

“Ah ja, super. Danke.”
“Mehr willst du dazu nicht wissen??”

“Nein, aber ich wüsste gern, wann wir dran sind.”
“Heute.”

“Wir spielen heute?? WANN!”
“Gegen Polen, heute Abend. Das weiß doch wirklich jeder!”

“Ach so! Und sag mal, willst du das auch sehen?”
“Natürlich!”

“Das ist in Ordnung.”
“Oh! Danke Schatz! Das ist wirklich sehr großzügig!”

“Ich muss noch eine Frage stellen zur EM.”
“Was ist denn plötzlich los mit dir??”

“Wieso denn??”
“Was fragst du mich denn diese ganzen Sachen plötzlich?”

“Bitte, noch eine Frage.”
“Was denn??”

“Da gibt´s doch immer diese Gruppen…”
“Wir spielen in Gruppe B.”

“B. Gut. Muss ich mir merken.”
“Ähm…”

“Und wann ist das Endspiel?”
“Das Finale ist am… 29. Juni. Ja, oder?”

“Danke, und wie heißt der Bundestrainer diesmal?”
“Joachim Löw, Schatz… Sag mal, warum…”

“Und Abseits ist, wenn da einer hinter den anderen steht, oder?”
“Naja, also schon, wenn…”

“Gut. Dann kann ich jetzt endlich telefonieren.”
“Moment mal… Mit wem kannst du jetzt telefonieren??”

“Mit Nicole.”
“Nicole, aha. Und dafür musstest du mich jetzt ausfragen??”

“Ja, ich danke dir.”
“Und wieso??”

“Weil Nicole Ahnung von Fußball hat.”
“Ja, aber wieso…”

“Und so merkt sie nicht, dass ich keine Ahnung habe!”

Kopfschüttel…

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Alles noch ganz anders! (photocase.de © Sisk4)Wie das Leben manchmal so spielt: unsere Heizung ist kaputt gegangen, sie gibt keinen Mucks mehr von sich. Das ist übrigens auch nicht besonders verwunderlich und war schon lange zu erwarten, denn sie hat bereits 24 Jahre lang gute Dienste geleistet.
Und es ist warm draußen, also: was soll´s, sowas passiert halt!

“Du Schatz?”
“Ja Süße?”

“Was ist denn da jetzt genau kaputt?”
“Keine Ahnung. Irgendwas mit Membranen, hat der Fachmann gesagt.”

“Und jetzt??”
“Jetzt kriegen wir eine neue. Reparieren lohnt sich nicht mehr.”

“Und wie lange dauert das?”
“Drei Wochen ungefähr… Ganz schön lang, was?”

“Naja, ist ja warm draußen, da brauchen wir ja nicht heizen.”
“Schön, dass du das so siehst… Ich hatte schon gedacht, dass…”

“Dass ich wieder was zu meckern habe, wolltest du sagen, oder!?”
“Ähm, naja, also… Sagen wir mal, ich habe damit gerechnet.”

“Tue ich aber nicht! Da staunst du, was??”
“Ja Schatz, ich bin total begeistert…”

“Du hörst dich aber nicht gerade begeistert an, muss ich sagen!”
“Ja… Weil ich ja weiß, dass es nicht von langer Dauer sein wird…”

“Immer unterstellst du mir, dass ich andauernd meckern würde!”
“Ähm…”

“Heizung aus ist doch OK, die ist ja im Sommer eh nicht an, oder?”
“Ähm, nein… Die Heizung nicht, nein…”

“Dann nenn mir einen Grund, warum ich jetzt meckern sollte!”
“Das Wasser.”

“Was für ein Wasser??”
“Wir werden kein warmes Wasser haben.”

“Wie bitte??”
“Das warme Wasser kommt auch von der Therme, und…”

“Das gibt´s ja wohl nicht, das ist jetzt nicht dein ernst!”
“Kann ich doch nichts dafür, was soll ich denn machen, wenn…”

“Heißt das, ich soll drei Wochen mit kaltem Wasser duschen??”
“Ähm, tja, also…”

“Das kommt überhaupt nicht in Frage!”
“Und was soll ich da jetzt machen, bitte??”

“Keine Ahnung, aber mit kaltem Wasser dusche ich nicht!”
“Es wird dir wohl nichts anderes übrig bleiben, Schatz!”

“Mach die Heizung wieder heile!”
“Das kann ich nicht!”

“Dann soll die Firma das schneller machen!”
“Das geht nicht!”

“Wieso denn nicht?? Einfach ein Austauschgerät und fertig!?”
“Liebste! So einfach ist das nicht und außerdem kostet das…”

“Das ist mir egal, was das kostet!”
“Ich dachte, du wolltest nicht meckern??”

“Da war ja auch alles noch ganz anders, als ich das gesagt habe!”
“Nee, es hat sich seitdem an der Situation überhaupt nichts geändert!”

“Aber jetzt kann ich mir die Haare nicht mehr waschen!”
“Ja, und die Füße auch nicht!”

“Sehr witzig! Also was machst du denn nun??”
“Wieso ich?? Ich kann da gar nichts machen!”

“Aber ich.”
“Ach! Na da bin ich aber jetzt mal gespannt!”

“Ich dusche in Thailand.”
“Wie bitte?? In Thailand??”

“Wir fahren jetzt einfach drei Wochen in Urlaub und gut!”
“Jetzt?? Und dann auch noch nach Thailand?? Ausgeschlossen!”

“Warum denn nicht? Gibt doch Last Minute!”
“Das machen wir nicht!”

“Ich will aber nach Phuket!”
“Aber doch nicht jetzt!”

“Da ist es aber sehr schön! Oder Phang Nga zum Beispiel…”
“Wo??”

“…oder Ko Samet. Auch nett.”
“Woher weißt du denn das?? Da waren wir doch noch nie!”

“Das ist dann wohl ein Grund mehr.”
“Aber Schatz, wir können doch auch bei den Nachbarn mal fragen, ob…”

“Wir könnten auch eine Rundreise in Thailand machen?”
“Oder wir fragen Susanne und Marc, ob wir da ab und zu mal…”

“10 Tage Rundreise und ein paar Tage Wellness! Das freut mich!”
“Aber mich nicht!”

“Dann hast du mich wochenlang 24 Stunden ganz für dich allein!”
“Um Himmels Willen!”

“Die Heizung ist ja schließlich kaputt. Kann ja passieren!”
“Ich rufe gleich noch mal da an, vielleicht können die ja doch irgendwie…”

“Mach das.”
“Vielleicht haben die ja mit mir Mitleid und können schneller…”

“Wäre toll, wenn die die Heizung sofort reparieren könnten!”
“Ja, angesichts der bedrohlichen Lage wäre das sehr hilfreich…”

“Müssen wir die neue Heizung eigentlich selber bezahlen?”
“Nein, das zahlen natürlich unsere Vermieter…”

“Und müssen wir da was tun, damit die Heizung wieder läuft?”
“Nichts weiter, die brauchen nur einen Wohnungsschlüssel…”

“Prima! Problem gelöst! Wie habe ich das gemacht?”
“Naja, wohl noch nicht ganz, aber…”

“Schön. Dann geh jetzt zu deinem Computer.”
“Zu meinem Computer?? Warum denn??”

“Dann kannst du bei deinem Chef schon mal Urlaub beantragen!”

Kopfschüttel…

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Es fehlt was…

21. Mai 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Es fehlt was... (photocase.de © hui-buh)Meine Liebste und ich sitzen im Wohnzimmer an unserem Esstisch und essen Abendbrot. Da wir wieder einmal den Fehler gemacht haben, mit hungrigen Mägen einkaufen zu gehen, ist der Tisch übersät mit Leckereien.
Und hungrig bin ich jetzt gerade auch!

“Ich habe das Gefühl, dass was fehlt.”
“Liebste, hier steht mehr Zeug rum als Sand am Strand rumliegt!”

“Trotzdem. Irgendetwas fehlt.”
“Soso. Und was?”

“Ich weiß nicht…”
“Ich habe alles aus dem Kühlschrank geräumt, es kann nichts fehlen.”

“Haben wir auch Krabbensalat?”
“Steht da.”

“Ach ja…”
“Was ist jetzt, möchtest du ein Brot?”

“Erst muss ich herausfinden, was fehlt.”
“Schön, aber darauf muss ich nicht warten, oder?”

“Fehlt dir denn nichts?”
“Nein. Und wenn, dann wäre es auch egal, ist ja genug da.”

“Wieso habe ich denn dann das Gefühl, dass was fehlt??”
“Das ist auch eines dieser Rätsel, die nie…”

“Ach! Klar! Jetzt weiß ich, was fehlt!”
“Da bin ich jetzt aber mal gespannt…”

“Die Blumen!”
“Was für Blumen denn??”

“Es stehen keine Blumen auf dem Tisch!”
“Das sehe ich…”

“Es wäre viel romantischer mit Blumen.”
“Schatz! Romantik ist schön, kann man aber leider nicht essen!”

“Du sollst die Romantik ja auch gar nicht essen!”
“Eben, wir sitzen ja jetzt hier, um zu essen, und nicht um…”

“Aber Blumen würden doch nicht stören dabei?”
“Nein, aber deren Fehlen stört mich im Augenblick auch nicht.”

“Schön ein paar Tulpen oder so…”
“Möchtest du jetzt endlich ein Brot vielleicht?”

“Ich möchte Tulpen.”
“Schatz! Wir haben aber jetzt hier keine Tulpen!”

“Ich habe doch gleich gesagt, dass was fehlt!”
“Also schön. Wir haben keine Blumen. Und jetzt??”

“Hat der Blumenladen noch auf?”
“Nein.”

“Sicher?”
“Sicher.”

“Ganz sicher?”
“Ganz sicher. Können wir jetzt bitte essen, ja?”

“Das ist unromantisch so!”
“Aber wir haben hier doch schon tausendmal gegessen??”

“Schon, aber da hatten wir ja auch noch andere Tischläufer.”
“Wie bitte??”

“Na diese hier habe ich doch letzte Woche neu gekauft?”
“Ja… Schön rosa…”

“Das ist fliederfarben, nicht rosa!”
“Von mir aus…”

“Und da dachte ich mir, da passen Blumen so schön zu.”
“Ja, das mag ja sein, wenn du meinst… Und jetzt?”

“Was und jetzt?”
“Also: wir haben fliederfarbene Tischläufer und keine Blumen, richtig?”

“Richtig.”
“Und der Tisch steht voll mit Leckereien und ich sterbe gleich vor Hunger.”

“Ja. Das ist dann wohl auch richtig.”
“ALSO WAS MACHEN WIR DANN JETZT AM BESTEN!?”

“Du räumst den Tisch wieder ab.”
“Was?? Warum denn abräumen??”

“Dann lege ich die blauen Tischläufer drauf.”
“Die blauen?? Was soll das denn jetzt bitte??”

“Weil die blauen so unromantisch sind.”
“Aha, und warum…”

“Da passen eh keine Blumen zu. Und keine Blumen haben wir ja!”

Kopfschüttel…

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Irgendetwas für mich?

6. Oktober 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen gemeinsam im Wohnzimmer und lesen Zeitschriften.
Die Liebste blättert in der aktuellen Freundin (der perfekte Mode-Mix) und ich lese die letzte c´t (crawlen mit YaCy).
Kurzum: da will niemand ernsthaft mit dem anderen tauschen…

“Schatz?”
“Ja, Liebste?”

“Steht da in der c´t auch was drin, was für mich interessant ist?”
“Nein. Es geht hier nur um Computertechnik. Sonst nichts.”

“Gar nichts?”
“Gar nichts.”

“Und das, was du da gerade liest, das wäre nichts für mich?”
“Ich lese gerade, wie man sich selbst eine Suchmaschine bastelt.”

“Willst du dir denn selber eine basteln?”
“Vielleicht, aber ich denke wohl eher nicht…”

“Und warum liest du das dann?”
“Weil es interessant ist, darum.”

“Also ich finde das nicht besonders interessant…”
“Das weiß ich, das sagte ich ja.”

“Wir haben doch Google, oder nicht?”
“Ja, genau… Wir haben Google…”

“Das ist doch eine Suchmaschine, oder?”
“Ja.”

“Und in der Zeitung steht, wie man sich selber Google macht??”
“Ähm… Nein, also wenn mal beispielsweise lokal alle Dat…”

“Jaja, schön. Gib mir doch mal die c´t bitte.”
“Wieso?? Was willst du denn damit??”

“Ich möchte testen, ob da auch irgendetwas für mich drin steht.”
“Ich will aber jetzt weiterlesen!”

“Nun gib doch mal, nur eben ganz kurz!”

[Etwas skeptisch reiche ich meiner Liebsten die c´t rüber und verleihe mit meinem verwunderten Gesichtsausdruck der ganzen Situation vielleicht eine etwas herablassende Stimmung...]

“Danke. So, nun wollen wir mal sehen…”
“Ähm…”

“Hier! Solid State Disks. Mit Flash. Und Haltbarkeitsdatum.”
“Was??”

“Das steht hier!”
“Quatsch! Kann ich jetzt die Zeitung wiederhaben, bitte?”

“Weißt du denn, was… Solid State Disks sind?”
“Natürlich weiß ich das. In meinem Job muss man sowas wissen.”

“Und was ist das??”
“Das ist eine Festplatte, die funktioniert wie ein USB-Stick.”

“Verstehe ich nicht…”
“Schatz, die Zeitung bitte…”

“Und was ist zwei Dice, Planes, MLC-Speicher und Pufferregister?”
“Ähm…”

“Ja?”
“Nun, also, ähm, Pufferregister sind, glaube ich, sind…”

“Und was sind dann Dice und MLC?”
“Hm…”

“Jetzt sag bloß, das weißt du nicht!”
“Also ich muss zugeben, dass, ähm…”

“Ich dachte, so etwas muss man in deinem Job wissen!”
“Genau deswegen kaufe ich ja diese Zeitung immer!”

“Hast du denn diesen Artikel hier noch gar nicht gelesen?”
“Doch, habe ich.”

“Obwohl du gar nicht verstehst, was da drin steht??”
“Ich verstehe es ja, aber ich merke mir nicht jedes Detail!”

“Aber geht es denn in einer Fachzeitung nicht um die Details??”
“Doch, natürlich! Aber man muss und kann nicht alles wissen.”

“Und dann willst du auch noch Google nachbauen??”
“Was will ich??”

“Du hast gesagt, dass du Google nachmachen könntest!”
“Blödsinn! Ich habe gesagt, dass…”

“Naja, egal, hier hast du deine geliebte c´t wieder…”
“Danke.”

“Oder möchtest du vielleicht mal Freundin lesen?”
“Nee.”

“Da steht zum Beispiel alles über perfekte Wimpern!”
“Das überlasse ich gerne dir, Schatz.”

“Ist auch besser so, das verstehe ich jetzt völlig.”
“Jetzt? Wieso jetzt??”

“Du könntest dir die Details ja sowieso nicht merken!”

Kopfschüttel…

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Mein Platz

23. September 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich halten uns ein wenig in der Küche auf.
Während die Liebste noch die letzten Gläser aus der Spülmaschine räumt, setze ich mich an unseren kleinen Tisch und schaue mir einen Zettel mit Sonderangeboten an.

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Warum sitzt du jetzt da?”
“Wieso? Soll ich noch irgendwas machen??”

“Nein, ich bin jetzt fertig.”
“Dann ist ja gut.”

“Aber warum sitzt du denn jetzt da??”
“Warum soll ich denn nicht hier sitzen??”

“Sonst sitzt du doch aber immer auf dem anderen Stuhl?”
“Na und?”

“Das da ist meiner!”
“DEINER?? Also wenn, dann ist das UNSERER!”

“Ich sitze aber immer da, wo du jetzt sitzt!”
“Und ich sitze normalerweise immer dort auf dem anderen.”

“Eben!”
“Darf ich hier nicht auch mal sitzen??”

“Doch, aber das ist mein Platz.”
“Ich wollte eben mal hier sitzen, geht das nicht??”

“Und ich?”
“Was du??”

“Und wo soll ich mich hinsetzen??”
“Nimm doch heute einfach mal den anderen??”

“Das ist aber doch dein Stuhl!”
“Probier mal, wird dir gefallen.”

“Da kann ich aber nicht aus dem Fenster schauen!”
“Na und? Da gibt´s doch heute nichts zu sehen??”

“Trotzdem.”
“Warum darf ich denn nicht ausnahmsweise mal hier sitzen??”

“Darfst du ja, aber das wundert mich eben.”
“Na schön, setze ich mich eben wieder auf meinen Stuhl.”

“Nein, nein, bleib ruhig sitzen!”
“Aber du wolltest doch nicht, dass ich hier sitze!”

“Das kann man so jetzt auch nicht sagen!”
“Wohl! Das sei DEIN STUHL, hast du gesagt!”

“Bleib sitzen, sonst kriege ich das nur wieder vorgehalten!”
“Wie bitte??”

“Dann darf ich mir das wieder monatelang anhören!”
“Willst du damit andeuten, ich sei nachtragend??”

“Bist du denn nicht?”
“Nein!”

“Und was war mit dem Schuh??”
“Was für ein Schuh denn??”

“Als mir aus Versehen dein Schuh vom Balkon gefallen war?”
“Aus Versehen?? Du hast ihn über das Geländer geworfen!”

“Das war nur Pech und du hast mir das wochenlang vorgehalten!”
“Das war kein Pech! Das war Absicht!”

“Aber ich wollte doch nur sehen, ob der wirklich fliegen kann.”
“Schatz! Ich habe nur gesagt, dass man damit wie auf Wolken läuft!”

“Siehst du, du hältst mir das immer noch vor!”
“Aber nur, weil du die Tatsachen mal wieder völlig verdrehst!”

“Bleib doch auf dem blöden Stuhl sitzen, mir doch egal!”
“Bleibe ich auch! So!”

“Dann gehe ich jetzt rüber zum Schuhschrank.”
“Und was willst du da??”

“Prüfen, ob deine Schuhe mittlerweile was dazugelernt haben!”

Kopfschüttel…

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Einfach spitze

8. September 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich liegen abends in unserem Bett und lesen noch ein wenig.
Ich selbst bin erst spät nach Hause gekommen und bin sozusagen ohne Umweg direkt ins Schlafzimmer gegangen; ist es nicht immer wieder schön, in seinem eigenen Bett zu liegen?

“Schatz? Können wir morgen Abend mal zu IKEA fahren?”
“IKEA? Och Süße, da ist es immer so voll und außerdem…”

“Ich weiß, aber wir brauchen dringend ein neues Regal.”
“So? Wofür denn?”

“Für den Videorekorder.”
“Wie bitte?”

“Das Regal ist viel zu klein.”
“Wieso ist denn das Videorekorder-Regal zu klein??”

“Es passt nichts mehr zusätzlich rein.”
“Na und? Ich meine, haben wir nicht alle Geräte, die wir brauchen?”

“Das weiß ich nicht, schließlich kaufst du diese Sachen ja immer.”
“Wir haben alles, was wir brauchen, und bislang passte doch alles??”

“Das weiß ich auch!”
“Schön, und wieso ist es nun plötzlich zu klein??”

“Weil ich mit meiner Schwester telefoniert habe.”
“Ähm…”

“Also mit Wein kennt die sich echt gut aus!”
“Mit Wein?? Wie kommst du denn jetzt auf Wein??”

“Darf ich mit meiner Schwester nicht über Wein reden??”
“Doch, natürlich, aber was hat das jetzt mit dem Videoregal zu tun??”

“Über das Regal haben wir gar nicht gesprochen.”
“Schatz. Ich spüre schon, wie meine Halsschlagader anfängt zu pochen…”

“Du lässt mich ja auch gar nicht ausreden!”
“Also schön, bitte, dann sag mir jetzt, was mit dem Regal los ist!”

“Meine Schwester wollte wissen, wie wir unseren Wein lagern.”
“Ich verstehe zwar nicht, warum sie das wissen will, aber egal…”

“Den teuren Rotwein sollen wir liegend lagern, sagt sie.”
“Schön. Und?”

“Unsere Flaschen stehen ja, weil wir kein Weinregal haben.”
“Richtig. Weil du nie eins wolltest.”

“Wollte ich wohl!”
“Nee! Du hast gesagt, so viel Wein hätten wir ja gar nicht!”

“Aber ein paar gute Flaschen haben wir trotzdem.”
“Schatz, worauf willst du denn jetzt bitte hinaus…”

“Ich habe sie dann in das Videorekorder-Regal gelegt.”
“Wie bitte??”

“Das war der einzige Platz, wo man sie hinlegen konnte!”
“Du hast die Rotweinflaschen auf den Videorekorder gelegt??”

“Nee. Daneben.”
“Daneben??”

“Drei Flaschen habe ich da reingekriegt, zwei nicht.”
“Ähm… Und die zwei restlichen Flaschen stehen jetzt noch irgendwo?”

“Nein, die liegen im Schuhschrank.”
“IM SCHUHSCHRANK?? Du willst mich doch bloß veräppeln, oder??”

[Ich springe aus dem Bett und laufe rüber ins Wohnzimmer, um mir das Regal anzusehen; und tatsächlich: drei Rotweinflaschen hat die Liebste zwischen die Geräte, DVDs und anderen Dinge gequetscht!
Ohne genau zu wissen, was ich nun sagen soll, schlurfe ich verwirrt wieder zurück ins Schlafzimmer...]

“Ich wusste nicht, wo ich sie sonst hinlegen soll!”
“Ich frage mich, ob in deiner Familie auch Außerirdische vorkommen…”

“Jetzt stell dich doch nicht so an, ist doch nur vorübergehend!”
“Aha…”

“Das Video-Regal ist einfach spitze für die Weinflaschen.”
“Ähm… Und jetzt willst du zu IKEA, um ein Weinregal zu kaufen, ja?”

“Doch kein Weinregal, die sind alle hässlich bei IKEA!”
“Ja aber, was willst du denn dann da??”

“Ein neues Videorekorder-Regal!”

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Das glaubt doch keiner!

4. September 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste kommt von der Arbeit nach Hause und trifft mich bereits im Wohnzimmer an; das kommt nicht oft vor, aber heute ist es so:
ich bin nämlich krank und residiere derweil unter einer Decke auf dem Sofa zum Zwecke der baldigen Genesung.

“Hallo Schatz! Was machst du da??”
“Hallo Süße. Ich bin krank.”

“Krank? Was hast du denn??”
“Mir ist schlecht, ich bin müde, mein Kopf tut…”

“So? Komisch, du siehst aber gar nicht krank aus.”
“Bin ich aber.”

“Und wie nennt man das, was du hast?”
“Bin ich Doktor Brinkmann von der Schwarzwaldklinik, oder was??”

“Wieso, ist der auch krank??”
“Nee! Ich weiß nicht, mir geht es eben schlecht, das kommt vor.”

“Aha. Dir geht es also schlecht. Gut.”
“Das ist nicht gut!”

“Ich meine, gut, dann geht es dir eben schlecht.”
“Vielen Dank für deine rührende und herzliche Anteilnahme!”

“Und was hast du heute so gemacht?”
“Was soll ich schon gemacht haben! Ich liege hier nur rum und leide.”

“Hast du vielleicht die Spülmaschine ausgeräumt?”
“Nein, Schatz! Ich habe die Spülmaschine NICHT ausgeräumt!”

“Wieso denn nicht?? Du hattest doch den ganzen Tag Zeit??”
“Sag mal, spreche ich Chinesisch, oder was?? Ich bin krank!”

“Ach ja… Dann warst du wahrscheinlich auch nicht einkaufen?”
“NEIN, war ich NICHT! Entschuldige vielmals!”

“Ich frage nur, weil heute Morgen ging es dir ja noch gut.”
“Ging es mir nicht, aber da habe ich das noch nicht so gemerkt.”

“Warst du denn gar nicht arbeiten??”
“SCHATZ!”

“Was denn??”
“Nein, war ich nicht! Ich habe in der Firma angerufen.”

“Und was hast du denen gesagt??”
“Dass ich krank bin.”

“Und wollten die nicht wissen, was du hast??”
“Nein. So etwas fragt man auch nicht.”

“Da hast du ja Glück gehabt.”
“Wieso bitteschön habe ich da Glück gehabt??”

“Naja, du kannst ja nicht sagen, ich bin IRGENDWIE krank.”
“Und warum nicht??”

“Das glaubt doch keiner!”
“Ich denke vielmehr, dass lediglich DU das nicht glaubst!”

“Ich?? Doch, doch, du bist krank, hast du ja gesagt.”
“Prima, dann haben wir das ja geklärt.”

“Und was esse ich jetzt?”
“Das, was noch da ist.”

“Das wird nicht viel sein, weil du ja nicht einkaufen warst.”
“Sag mal, willst du mich ärgern??”

“Nein, nein, wieso? Egal, ich bestelle mir eine Pizza.”
“Aha, und ich?”

“Wieso du?”
“Kriege ich vielleicht auch eine Pizza??”

“Du?? Wenn man krank ist, hat man keinen Hunger.”
“Wie bitte??”

“Du bist also krank und willst trotzdem eine Pizza essen??”
“Wieso denn nicht??”

“Also wenn ich krank bin, dann kann ich keine Pizza essen.”
“Du bist aber nicht krank. ICH bin krank!”

“Wer krank ist, hat gar keinen Appetit, schon gar nicht auf Pizza!”
“Und was willst du damit sagen??”

“Nichts, ich wundere mich bloß.”
“Du denkst, ich sei gar nicht krank, stimmt´s??”

“Das habe ich nicht gesagt.”
“Aber gedacht!”

“Vielleicht.”
“Schatz, ich versichere dir, mir geht es wirklich nicht gut!”

“Dann geh zum Arzt.”
“Wozu denn?? Der kann da doch auch nichts machen!”

“Der kann dir Medikamente geben oder dich krank schreiben.”
“Muss ich jetzt auch schon bei dir einen gelben Zettel abgeben??”

“Dass Männer sich immer gleich so anstellen müssen…”
“Natürlich, das habt ihr Frauen ja viel besser im Griff, richtig?”

“Ja, weil wir ja auch ganz andere Schmerzen gewohnt sind.”
“Du hast mein volles Beileid. Obwohl ich es ja heute wohl verdient hätte.”

“Wieso?”
“WEIL ICH KRANK BIN! KRANK, KRANK, KRANK!”

“Wer noch rumschreien kann, der ist auch nicht krank.”
“Ich breche zusammen, diese Frau macht mich noch wahnsinnig…”

“Meinst du damit etwa mich??”
“Nee, ich meine Pamela Anderson! – Natürlich meine ich dich!!”

“Willst du damit sagen, ich würde dich krank machen??”
“So in etwa! Wenn das hier so weitergeht, kriege ich gleich einen Nervenzusammenbruch!”

“Sind wir heute vielleicht etwas gereizt, Schatz?”
“JA! Also ich JA!”

“Und was kann ich jetzt tun, damit du nicht mehr so gereizt bist?”
“Du kannst jetzt mal Pizza bestellen. Das würde schon ETWAS helfen!”

“Hm… Vielleicht bist du ja wirklich krank…”
“Sehr nett, dass du das endlich auch bemerkt hast.”

“Tut mir leid, mein armer Schatz, gute Besserung.”
“Danke.”

“Nur noch eine Kleinigkeit, dann lasse ich dich in Ruhe…”
“Was denn…”

“Wir wollten ja heute Abend noch zu Steffi wegen dem Umzug.”
“Das wollten wir ursprünglich, ja. Und?”

“Fahren wir dann mit deinem oder mit meinem Auto?”

Kopfschüttel…

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Das Liebste-Kreuzworträtsel

14. Juli 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Das Liebste-Kreuzworträtsel (photocase.de © jodofe)Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer und lassen das Wochenende ausklingen.
Während die Liebste sich einmal quer durch die Kabel- und Premierekanäle zappt, gehe ich einer anderen Beschäftigung nach.

“Schatz? Es kommt nichts. Gar nichts!”
“Ja, Süße.”

“Da haben wir 60 Fernsehsender und es kommt nichts!”
“Ja… Hm, hm…”

“Sag mal, hörst du mir eigentlich zu??”
“Was? Was hast du gesagt?”

“Schatz! ES KOMMT NICHTS!”
“Ach so… Schau, da läuft Tatort, guck dir den doch an.”

“Nee. Tatort finde ich doof.”
“Aha… Ja dann…”

“Was machst du denn da eigentlich??”
“Ich mache ein Kreuzworträtsel.”

“Ach ja?”
“Ja.”

“Soll ich dir ein bisschen helfen?”
“Nee.”

“Ich bin aber gut im Kreuzworträtsel machen!?”
“Das weiß ich, aber lass mich mal hier jetzt.”

“Frag mich doch mal was!”
“Nee, ich schaffe das schon, danke.”

“Hm…”

[Meine Liebste legt die Fernbedienung zu Seite, springt in die Höhe, setzt sich zu mir und schaut mir neugierig über die Schulter...]

“Meteor!”
“Was??”

“Meteor! Da links, für Schweifstern!”
“Wo? Ach da…”

“Und dann nach unten Fragmente!”
“Was??”

“Da bei Meteor.”
“Schatz! Erstens heißt das senkrecht und nicht nach unten…”

“Und zweitens??”
“Und zweitens bin ich da oben in der Ecke doch noch gar nicht!”

“Fragmente hättest du doch nie gewusst!”
“Na da kann ich ja froh sein, dass du so SCHLAU bist!”

“Jaaaa, ich kann das!”
“Sag mal, kannst du mich das jetzt hier mal machen lassen?”

“Ich lasse dich doch! Ich gucke doch nur?”
“Das macht mich aber nervös, wenn du mich beobachtest!”

“Ich bin ganz still.”
“Pff!”

“Mach ruhig, ist ja dein Kreuzworträtsel.”
“Also, mal sehen, hm… Fischfangkorb… Hm…”

“Reuse!”
“Schatz!”

“Nee, nicht Schatz, sondern REUSE!”
“DAS WEISS ICH! So, und jetzt lass mich in Ruhe, ja?!”

“Ich mache doch aber gar nichts?”
“Nee, iss klar… Also Reuse… So.”

“Warum schreibst du nicht weiter?”
“Was soll ich denn schreiben??”

“Na da neben Reuse?”
“Darf ich vielleicht erst einmal die Frage lesen??”

“Ich weiß es schon! Ich weiß es schon!”
“Toll, kannst du das mal eine Minute für dich behalten, ja??”

“Dünne Pfannkuchen, ist doch echt puppileicht.”
“Dünne Pfannkuchen… Zweite Buchstabe ein R… Hm…”

“Ich weiß es, ich weiß es!”
“Ganz toll, Liebste, kannst du nicht irgendjemanden anrufen??”

“Anrufen? Wen denn??”
“Ruf Nicole an, dann kannst du der erzählen, was du alles so weißt!”

“Nee, aber stell dir doch mal vor, wir wären auf der Kirmes.”
“Kirmes?? Was soll das denn jetzt??”

“Was essen wir da immer?”
“Ähm…”

“Genau, Crêpes!”
“Ach so, jetzt verstehe ich, dünne Pfannkuchen…”

“Gern geschehen!”
“Komisch! Habe ich mich in irgendeiner Weise bedankt??”

“Jetzt sei doch nicht so, ich will dir doch nur helfen!”
“Ach komm! Du willst das Rätsel doch nur selber machen!”

“Nein, ich will dir ja nichts wegnehmen…”
“Natürlich nicht.”

“Es sei denn… Ach nein.”
“ES SEI DENN WAS??”

“Naja, ich meine, du kommst ja sowieso nicht weit!”
“Ach so?! Und welche Lösung hat Madame da in Petto??”

“Ich mache einen Vorschlag: ich nehme das Kreuzworträtsel.”
“Aha. Und was mache ich dann jetzt??”

“Du hilfst mir dabei, was… was eine Lachsforelle ist!”

Kopfschüttel…

 

Öffne hier das Liebste-Kreuzworträtsel!Für alle, die – wie die arme Liebste – ihren Partnerinnen und Partnern die Kreuzworträtsel klauen müssen, weil sie kein eigenes haben:

Hier kommt Abhilfe! Viel Spaß!

(PDF)

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Mach lieber was anderes

10. Juli 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Mach lieber was anderes (photocase.de © SämT)Meine Liebste und ich erwarten morgen Abend Besuch. Dummerweise ist die Wohnung in einem “dringend pflegebedürftigen” Zustand…
Eigentlich müsste das volle Programm gemacht werden; leider…

“Schatz? Womit fangen wir denn jetzt an?”
“Mit Staub wischen, Süße. Dann machen wir den Rest.”

“Und wer macht was?”
“Hm… Ich putze Staub, du das Bad.”

“Nee. Staub wischen muss ich machen.”
“Wieso MUSST DU das machen??”

“Weil das mal wieder gründlich gemacht werden muss.”
“Ach nee! Und ich mache das nicht gründlich, oder was??”

“Doch, aber du vergisst ja immer die Hälfte.”
“Auch wenn das überhaupt gar nicht stimmt… Von mir aus.”

“Also dann putze ich Staub.”
“Schön. Dann mache ich das Bad.”

“Nee.”
“Wieso nicht??”

“Im Bad müssen meine Parfum-Fläschchen geputzt werden.”
“Ich weiß, na und?”

“Das muss ich selber machen.”
“Ähm… Weil ich immer die Hälfte vergesse, oder was!?”

“Nein, aber du stellst die immer in die falsche Reihenfolge.”
“Ach so, die Reihenfolge, ja klar! Das tut mir aber leid!!”

“Mach lieber was anderes.”
“Und was?”

“Wischen zum Beispiel.”
“Gut, dann wische ich eben…”

“Schön, aber nicht jetzt.”
“Wieso denn nicht jetzt??”

“Ich muss erst Staub wischen, ist doch sonst Quatsch!”
“Also soll ich jetzt hier ewig auf dich warten oder was??”

“Mach doch in der Zwischenzeit noch was anderes?”
“Mann… Dann packe ich eben das Altpapier weg.”

“Nee.”
“Schatz! Du machst mich wahnsinnig!! Warum nicht das Altpapier!!”

“Ich muss das noch mal durchschauen, ob das alles weg kann.”
“Aber es ist doch Altpapier!”

“Trotzdem. Die Kataloge brauche ich vielleicht noch.”
“Warum tust du sie denn dann da überhaupt rein??”

“Ich wusste nicht, wohin damit…”
“Super Idee! Wirklich! Sowas kann auch nur dir einfallen!”

“Lass mich doch! Geht doch auch so!”
“Blödsinn ist das! Sonst nichts!”

“Du könntest zum Beispiel die Handtücher im Bad austauschen.”
“Toll… Und was mache ich dann 2 Minuten später?”

“Ich glaube, das Beste ist, du setzt dich jetzt irgendwo hin.”
“Und dann??”

“Und tust einfach nichts.”
“Super! Mache ich! Das kann ich! Ich fange sofort damit an.”

“Na, das hast du ja wieder prima hingekriegt.”
“Hingekriegt? Was jetzt!?”

“Dass du wieder faul rumsitzen kannst und ich schuften muss!”

Kopfschüttel…

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Eine Kleinigkeit vielleicht noch…

26. Juni 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Eine Kleinigkeit vielleicht noch... (photocase.com © maru-design)Meine Liebste hat heute frei gehabt und als ich abends nach Hause komme, frage ich sie, wie sie den sonnigen Tag verbracht hat.
Alles in allem ganz gut, sagt sie.
Bis auf eine Kleinigkeit…

“Du Schatz, ich glaube, wir haben ein Problem.”
“Warum? Was ist denn los, Süße?”

“Unser Fernseher ist kaputt.”
“Was??”

“Reg dich nicht auf, es kann nur eine Kleinigkeit sein.”
“Wieso, was ist denn damit??”

“Das Bild auf RTL2 war unscharf.”
“Unscharf??”

“Fand ich zumindest. Und dann wollte ich das neu machen.”
“Und was heißt jetzt bitte neu machen??”

“Hat ewig gedauert, bis ich den Sendersuchlauf gefunden habe.”
“Wie bitte?? Du hast…”

“Der lief dann zehn Minuten, aber das hat nicht geholfen.”
“Liebste, du hast jetzt nicht wirklich…”

“Und jetzt ist da, wo RTL2 sein sollte, nur der KI.KA.”
“Oh nein! Du hast alle Sender verschoben!”

“Ja, aber ich habe auch eine gute Nachricht.”
“So? Und die wäre?”

“RTL2 ist auch wieder da, nur jetzt auf Nummer 26…”
“Ganz toll… Und? Ist RTL2 jetzt wenigstens schön scharf??”

“Nee.”
“Ich brech zusammen…”

“Glaubst du etwa, mir hat das Spaß gemacht??”
“Ähm, eine Frage: ist jetzt nur RTL2 unscharf oder auch andere Sender?”

“Eigentlich nur RTL2, glaube ich…”
“Hm, also das ist schon merkwürdig… Ist beim WDR auch manchmal…”

“Genau, das dachte ich mir dann auch! Deshalb habe ich dann…”
“Nein Schatz, bitte sag es nicht, das überlebe ich nicht…”

“Ich dachte, vielleicht geht es ja über den Videorekorder.”
“Sag mir jetzt bitte nicht, dass du…”

“Wieso?? Hat wunderbar geklappt!”
“Ähm…”

“RTL2 war über den Videorekorder erst echt super!”
“Aha… Und was heißt ERST??”

“Naja, RTL2 war dann ja auf Nummer 6 und nicht auf 26.”
“So ist es ja auch richtig!”

“Aber ich wollte das genauso wie auf dem Fernseher haben.”
“Schatz! Wenn es das ist, was ich denke, dann…”

“Ich habe am Videorekorder auch einen Sendersuchlauf…”
“NEIN!! Das hast du nicht wirklich, oder?!”

“…und danach war alles weg.”
“Aha. Schatz? Können wir bitte mal das Fenster öffnen?”

“Das Fenster? Wieso?”
“Damit ich mich gemeinsam mit meinem Rekorder runter stürzen kann!!”

“Ich kann nichts dafür, wenn der ganze Technikkram nicht läuft!”
“Also schön. War das jetzt alles oder kommt noch was?”

“Eine Kleinigkeit vielleicht noch…”
“Oh nein, bitte nicht…”

“Ich habe den Videorekorder dann abgebaut.”
“Du hast…”

“Der wollte ja nicht mehr, also habe ich ihn abgebaut!”
“Schatz!! Sag mal, bist du jetzt völlig durchgedreht??”

“Ich dachte, vielleicht geht der Fernseher ja ohne Video besser!”
“Du hast die ganzen Kabel auseinander gerissen??”

“Ja. War gar nicht so schwierig.”
“Schatz, bitte, das Fenster…”

“Aber RTL2 ist immer noch unscharf.”
“Mir verschwimmt langsam auch alles…”

“Aber es hat dann doch noch geklappt.”
“So? Ach! Und woran lag es dann?”

“Ich wollte ja diese Auswanderersendung sehen, auf und davon.”
“Schön, und?”

“Und die läuft auf VOX! Das funktioniert wunderbar!”

Kopfschüttel…

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Fußball-Zeit

8. Juni 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Fußball-Zeit (photocase.de © la dina)Meine Liebste und ich sitzen am heutigen Sonntag gemütlich beim Frühstück und unterhalten uns über Gott und die Welt.
Das Radio plänkelt leise vor sich hin, draußen scheint die Sonne…
Herrlich!

“Du Schatz, ich wollte dich noch was fragen.”
“So? Was denn, Süße?”

“Wann fängt eigentlich dieses Fußball-Dingens an?”
“Fußball-Dingens?? Die Europameisterschaft??”

“Ja, die meine ich.”
“Gestern.”

“Gestern??”
“Gestern…”

“Ah ja, danke.”
“Schatz, wie kann man denn das nicht wissen??”

“Darf ich noch was fragen?”
“Dreht es sich um Fußball?”

“Ja.”
“Dann nicht!”

“Och bitte! Ich verstehe doch davon nicht so viel.”
“Du verstehst davon gar nichts, Schatz, GAR NICHTS!”

“Das interessiert mich ja eigentlich auch überhaupt nicht.”
“Das fällt sogar mir auf…”

“Also darf ich nun fragen oder nicht!?”
“Bitte sehr…”

“Wo findet die denn statt? Die Europameisterschaft?”
“Ich fasse es nicht…”

“Ja wen soll ich das denn sonst fragen außer dir??”
“Seit Wochen wird doch über nichts anderes
mehr geredet!”

“Bitte, bitte, sag doch mal.”
“In Österreich und in der Schweiz.”

“Geht denn das?? In beiden Ländern gleichzeitig??”
“Offensichtlich…”

“OK. Und gestern haben die angefangen?”
“Ja. Gestern nachmittag.”

“Und wer hat da gespielt?”
“Ähm… Portugal, Tschechien, Schweiz, Türkei.”

“Ah ja, super. Danke.”
“Mehr willst du dazu nicht wissen??”

“Nein, aber ich wüsste gern, wann wir dran sind.”
“Heute.”

“Wir spielen heute?? WANN!”
“Gegen Polen, heute Abend. Das weiß doch wirklich jeder!”

“Ach so! Und sag mal, willst du das auch sehen?”
“Natürlich!”

“Das ist in Ordnung.”
“Oh! Danke Schatz! Das ist wirklich sehr großzügig!”

“Ich muss noch eine Frage stellen zur EM.”
“Was ist denn plötzlich los mit dir??”

“Wieso denn??”
“Was fragst du mich denn diese ganzen Sachen plötzlich?”

“Bitte, noch eine Frage.”
“Was denn??”

“Da gibt´s doch immer diese Gruppen…”
“Wir spielen in Gruppe B.”

“B. Gut. Muss ich mir merken.”
“Ähm…”

“Und wann ist das Endspiel?”
“Das Finale ist am… 29. Juni. Ja, oder?”

“Danke, und wie heißt der Bundestrainer diesmal?”
“Joachim Löw, Schatz… Sag mal, warum…”

“Und Abseits ist, wenn da einer hinter den anderen steht, oder?”
“Naja, also schon, wenn…”

“Gut. Dann kann ich jetzt endlich telefonieren.”
“Moment mal… Mit wem kannst du jetzt telefonieren??”

“Mit Nicole.”
“Nicole, aha. Und dafür musstest du mich jetzt ausfragen??”

“Ja, ich danke dir.”
“Und wieso??”

“Weil Nicole Ahnung von Fußball hat.”
“Ja, aber wieso…”

“Und so merkt sie nicht, dass ich keine Ahnung habe!”

Kopfschüttel…

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Alles noch ganz anders! (photocase.de © Sisk4)Wie das Leben manchmal so spielt: unsere Heizung ist kaputt gegangen, sie gibt keinen Mucks mehr von sich. Das ist übrigens auch nicht besonders verwunderlich und war schon lange zu erwarten, denn sie hat bereits 24 Jahre lang gute Dienste geleistet.
Und es ist warm draußen, also: was soll´s, sowas passiert halt!

“Du Schatz?”
“Ja Süße?”

“Was ist denn da jetzt genau kaputt?”
“Keine Ahnung. Irgendwas mit Membranen, hat der Fachmann gesagt.”

“Und jetzt??”
“Jetzt kriegen wir eine neue. Reparieren lohnt sich nicht mehr.”

“Und wie lange dauert das?”
“Drei Wochen ungefähr… Ganz schön lang, was?”

“Naja, ist ja warm draußen, da brauchen wir ja nicht heizen.”
“Schön, dass du das so siehst… Ich hatte schon gedacht, dass…”

“Dass ich wieder was zu meckern habe, wolltest du sagen, oder!?”
“Ähm, naja, also… Sagen wir mal, ich habe damit gerechnet.”

“Tue ich aber nicht! Da staunst du, was??”
“Ja Schatz, ich bin total begeistert…”

“Du hörst dich aber nicht gerade begeistert an, muss ich sagen!”
“Ja… Weil ich ja weiß, dass es nicht von langer Dauer sein wird…”

“Immer unterstellst du mir, dass ich andauernd meckern würde!”
“Ähm…”

“Heizung aus ist doch OK, die ist ja im Sommer eh nicht an, oder?”
“Ähm, nein… Die Heizung nicht, nein…”

“Dann nenn mir einen Grund, warum ich jetzt meckern sollte!”
“Das Wasser.”

“Was für ein Wasser??”
“Wir werden kein warmes Wasser haben.”

“Wie bitte??”
“Das warme Wasser kommt auch von der Therme, und…”

“Das gibt´s ja wohl nicht, das ist jetzt nicht dein ernst!”
“Kann ich doch nichts dafür, was soll ich denn machen, wenn…”

“Heißt das, ich soll drei Wochen mit kaltem Wasser duschen??”
“Ähm, tja, also…”

“Das kommt überhaupt nicht in Frage!”
“Und was soll ich da jetzt machen, bitte??”

“Keine Ahnung, aber mit kaltem Wasser dusche ich nicht!”
“Es wird dir wohl nichts anderes übrig bleiben, Schatz!”

“Mach die Heizung wieder heile!”
“Das kann ich nicht!”

“Dann soll die Firma das schneller machen!”
“Das geht nicht!”

“Wieso denn nicht?? Einfach ein Austauschgerät und fertig!?”
“Liebste! So einfach ist das nicht und außerdem kostet das…”

“Das ist mir egal, was das kostet!”
“Ich dachte, du wolltest nicht meckern??”

“Da war ja auch alles noch ganz anders, als ich das gesagt habe!”
“Nee, es hat sich seitdem an der Situation überhaupt nichts geändert!”

“Aber jetzt kann ich mir die Haare nicht mehr waschen!”
“Ja, und die Füße auch nicht!”

“Sehr witzig! Also was machst du denn nun??”
“Wieso ich?? Ich kann da gar nichts machen!”

“Aber ich.”
“Ach! Na da bin ich aber jetzt mal gespannt!”

“Ich dusche in Thailand.”
“Wie bitte?? In Thailand??”

“Wir fahren jetzt einfach drei Wochen in Urlaub und gut!”
“Jetzt?? Und dann auch noch nach Thailand?? Ausgeschlossen!”

“Warum denn nicht? Gibt doch Last Minute!”
“Das machen wir nicht!”

“Ich will aber nach Phuket!”
“Aber doch nicht jetzt!”

“Da ist es aber sehr schön! Oder Phang Nga zum Beispiel…”
“Wo??”

“…oder Ko Samet. Auch nett.”
“Woher weißt du denn das?? Da waren wir doch noch nie!”

“Das ist dann wohl ein Grund mehr.”
“Aber Schatz, wir können doch auch bei den Nachbarn mal fragen, ob…”

“Wir könnten auch eine Rundreise in Thailand machen?”
“Oder wir fragen Susanne und Marc, ob wir da ab und zu mal…”

“10 Tage Rundreise und ein paar Tage Wellness! Das freut mich!”
“Aber mich nicht!”

“Dann hast du mich wochenlang 24 Stunden ganz für dich allein!”
“Um Himmels Willen!”

“Die Heizung ist ja schließlich kaputt. Kann ja passieren!”
“Ich rufe gleich noch mal da an, vielleicht können die ja doch irgendwie…”

“Mach das.”
“Vielleicht haben die ja mit mir Mitleid und können schneller…”

“Wäre toll, wenn die die Heizung sofort reparieren könnten!”
“Ja, angesichts der bedrohlichen Lage wäre das sehr hilfreich…”

“Müssen wir die neue Heizung eigentlich selber bezahlen?”
“Nein, das zahlen natürlich unsere Vermieter…”

“Und müssen wir da was tun, damit die Heizung wieder läuft?”
“Nichts weiter, die brauchen nur einen Wohnungsschlüssel…”

“Prima! Problem gelöst! Wie habe ich das gemacht?”
“Naja, wohl noch nicht ganz, aber…”

“Schön. Dann geh jetzt zu deinem Computer.”
“Zu meinem Computer?? Warum denn??”

“Dann kannst du bei deinem Chef schon mal Urlaub beantragen!”

Kopfschüttel…

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Es fehlt was…

21. Mai 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Es fehlt was... (photocase.de © hui-buh)Meine Liebste und ich sitzen im Wohnzimmer an unserem Esstisch und essen Abendbrot. Da wir wieder einmal den Fehler gemacht haben, mit hungrigen Mägen einkaufen zu gehen, ist der Tisch übersät mit Leckereien.
Und hungrig bin ich jetzt gerade auch!

“Ich habe das Gefühl, dass was fehlt.”
“Liebste, hier steht mehr Zeug rum als Sand am Strand rumliegt!”

“Trotzdem. Irgendetwas fehlt.”
“Soso. Und was?”

“Ich weiß nicht…”
“Ich habe alles aus dem Kühlschrank geräumt, es kann nichts fehlen.”

“Haben wir auch Krabbensalat?”
“Steht da.”

“Ach ja…”
“Was ist jetzt, möchtest du ein Brot?”

“Erst muss ich herausfinden, was fehlt.”
“Schön, aber darauf muss ich nicht warten, oder?”

“Fehlt dir denn nichts?”
“Nein. Und wenn, dann wäre es auch egal, ist ja genug da.”

“Wieso habe ich denn dann das Gefühl, dass was fehlt??”
“Das ist auch eines dieser Rätsel, die nie…”

“Ach! Klar! Jetzt weiß ich, was fehlt!”
“Da bin ich jetzt aber mal gespannt…”

“Die Blumen!”
“Was für Blumen denn??”

“Es stehen keine Blumen auf dem Tisch!”
“Das sehe ich…”

“Es wäre viel romantischer mit Blumen.”
“Schatz! Romantik ist schön, kann man aber leider nicht essen!”

“Du sollst die Romantik ja auch gar nicht essen!”
“Eben, wir sitzen ja jetzt hier, um zu essen, und nicht um…”

“Aber Blumen würden doch nicht stören dabei?”
“Nein, aber deren Fehlen stört mich im Augenblick auch nicht.”

“Schön ein paar Tulpen oder so…”
“Möchtest du jetzt endlich ein Brot vielleicht?”

“Ich möchte Tulpen.”
“Schatz! Wir haben aber jetzt hier keine Tulpen!”

“Ich habe doch gleich gesagt, dass was fehlt!”
“Also schön. Wir haben keine Blumen. Und jetzt??”

“Hat der Blumenladen noch auf?”
“Nein.”

“Sicher?”
“Sicher.”

“Ganz sicher?”
“Ganz sicher. Können wir jetzt bitte essen, ja?”

“Das ist unromantisch so!”
“Aber wir haben hier doch schon tausendmal gegessen??”

“Schon, aber da hatten wir ja auch noch andere Tischläufer.”
“Wie bitte??”

“Na diese hier habe ich doch letzte Woche neu gekauft?”
“Ja… Schön rosa…”

“Das ist fliederfarben, nicht rosa!”
“Von mir aus…”

“Und da dachte ich mir, da passen Blumen so schön zu.”
“Ja, das mag ja sein, wenn du meinst… Und jetzt?”

“Was und jetzt?”
“Also: wir haben fliederfarbene Tischläufer und keine Blumen, richtig?”

“Richtig.”
“Und der Tisch steht voll mit Leckereien und ich sterbe gleich vor Hunger.”

“Ja. Das ist dann wohl auch richtig.”
“ALSO WAS MACHEN WIR DANN JETZT AM BESTEN!?”

“Du räumst den Tisch wieder ab.”
“Was?? Warum denn abräumen??”

“Dann lege ich die blauen Tischläufer drauf.”
“Die blauen?? Was soll das denn jetzt bitte??”

“Weil die blauen so unromantisch sind.”
“Aha, und warum…”

“Da passen eh keine Blumen zu. Und keine Blumen haben wir ja!”

Kopfschüttel…

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