Meine Liebste und ich schauen auf Sat1 ”Ein Job – Deine Chance”. Nunja. Es geht um vier junge Damen, die sich auf einen Job in einem Kosmetikstudio beworben haben.
Und nur eine kriegt ihn am Ende…
“Schatz?”
“Ja, Süße?”
“Du guckst ja gar nicht!”
“Na und?”
“Das ist doch interessant!”
“Naja…”
“Du verpasst ja alles, wenn du nicht guckst.”
“Ich sitze doch hier, was willst du denn??”
“Aber du guckst nicht.”
“Doch, ich gucke.”
“Gerade hast du unter das Sofa geschaut!”
“Ja, weil…”
“Was ist denn da?”
“…weil mir mein Stift runtergefallen ist, darum.”
“Was für ein Stift?”
“Ich wollte gerade das Kreuzworträtsel in der Fernsehzeitung machen.”
“Wie! Jetzt??”
“Ja, jetzt. Darf ich das nicht, oder was?”
“Das wollte ich doch aber machen!”
“Du hast schon die letzten drei gemacht!”
“Schon, aber die sind für mich.”
“Ach! Und wieso bitteschön??”
“Die im Weser-Kurier sind mir immer zu schwer.”
“Ich habe aber jetzt keinen Weser-Kurier!”
“Lass mich das Kreuzworträtsel machen, ja?”
“Na schön, dann mach. Hier.”
“Ja jetzt doch nicht! Ich muss das da gucken!”
“Und was mache ich??”
“Alles außer das Kreuzworträtsel da.”
“Och Schatz!”
“Geh an deinen Computer.”
“Nee, keine Lust.”
“Was? Bist du krank??”
“Nein, aber ich mag jetzt nicht, ganz einfach.”
“Warum ärgerst du mich denn jetzt!?”
“Wer ärgert dich denn??”
“Du!”
“Wieso!”
“Ich will das da gucken und dir passt das nicht und…”
“Du kannst das von mir aus bis morgen früh gucken!”
“Das geht aber nur bis Viertel nach.”
“So ein Pech aber auch!”
“Kannst du mich das nicht ein Mal in Ruhe gucken lassen!?”
“Ich mache doch gar nichts!”
“Sonst gehst du immer an deinen Computer!”
“Na und?”
“Und jetzt nicht, obwohl du jetzt mal darfst.”
“Ich darf?? Das ist aber großzügig!”
“Und dann willst du auch noch mein Kreuzworträtsel machen!”
“Ich kann es ja kopieren, dann können wir es beide machen.”
“Nee.”
“Und warum nicht?”
“Du machst das dann wieder komplett und ich nicht.”
“Na und?”
“Dann komme ich mir doof vor und dann macht es keinen Spaß.”
“OK, dann zeige ich dir meins eben nicht, wie wäre das??”
“Das wäre ja noch blöder!”
“Schatz! Ich werde gleich wahnsinnig!”
“Jetzt lass mich das gucken! Du willst mich nur ablenken!”
“Ablenken??”
“Ja.”
“Quatsch!”
“Da! Jetzt habe ich nicht gehört, warum Chris gehen muss!”
“Wer ist Chris?”
“Die da aus Sachsen, die kriegt den Job nicht!”
“Aha…”
“Lass mich jetzt! Das ist gleich zu Ende!”
“-”
“Schatz?”
“-”
“Warum sagst du denn jetzt nichts??”
“Ich soll doch nicht!”
“Aber so ist das auch blöd!”
“Bitte?? Ich tue doch nur, was du wolltest! Nichts!”
“Du willst mich nur ärgern.”
“Sag mal, was soll denn das!”
“Sonst hast du doch auch immer das letzte Wort!”
Kopfschüttel…











Meine Liebste und ich sitzen in unserem Arbeitszimmer an unseren PCs und arbeiten. Also die Liebste mehr, ich etwas weniger… Sie bereitet fleißig eine Präsentation vor und braucht dafür eben noch ein paar Hintergrundinformationen. Schnell mal googeln!
Meine Liebste läuft irgendwo in der Wohnung herum. Und irgendetwas macht sie wohl dort auch. Ich weiß es nicht so genau, da ich an meinem PC sitze und arbeite. Es ist spät, ich will endlich fertig werden!
Meine Liebste und ich waren heute im Krankenhaus. Nein, nein, uns geht es gut; aber eine Freundin von uns hat gestern eine niedliche kleine Tochter namens Finja zur Welt gebracht. Ein süßes Baby, gut gemacht!
Meine Liebste und ich erledigen in unserer Wohnung so dies und das. Während meine Liebste bergeweise Wäsche durch die Gegend trägt, gieße ich die Blumen. Wir begegnen uns beiläufig auf dem Flur.
Meine Liebste ist mal wieder vor mir zuhause. Das ist allerdings nicht ungewöhnlich, denn normalerweise ist sie schon früher daheim, arbeitet dafür aber noch eine ganze Zeit an ihrem Computer weiter.
Meine Liebste und ich verbringen einen unspektakulären Samstagabend vor dem Fernseher. “Deutschland sucht den Superstar” wird auf RTL geboten. Mangels Alternativen und aufgrund zu geringer Gegenwehr meinerseits verfolgen wir die ersten Songs.
Meine Liebste und ich sind auf dem Weg in die Stadt. Da bietet sich bei uns immer die Straßenbahn an, denn wir haben eine Haltestelle genau vor der Tür. Wir sitzen so nebeneinander und schauen uns die vorbeirauschenden Häuser und Geschäfte an.
Meine Liebste und ich sitzen bei einem Glas Orangensaft im Vorraum des Bremer Schauspielhauses und warten auf den Beginn der Vorstellung. Es ist immer wieder spannend, sich andere Leute anzuschauen, die das gleiche vorhaben, wie man selbst.
Meine Liebste und ich sitzen gemeinsam in der Küche an unserem kleinen Tisch und essen Bananen und Mandarinen.
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