Alles schon fertig

30. März 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Alles schon fertig (photocase.de © skyla80)Meine Liebste ist am heutigen Sonntag schon vor mir aufgestanden. Das kommt sehr selten vor!
Aber irgendwie war ich so müde, naja.
Als ich aus dem Schlafzimmer komme, rennt sie nervös in der Wohnung herum.

“Na, bist du auch schon wach?”
“Ja, Süße. Irgendwie bin ich nicht aus dem Bett gekommen…”

“Sag mal, wo ist die Bedienungsanleitung für das Küchenradio?”
“Ähm, das ist eine gute Frage…”

“In dem kleinen Schrank ist sie nicht.”
“Nicht? Wofür brauchst du die denn jetzt eigentlich?”

“Ich wollte die Uhr am Radio umstellen.”
“Ach ja, es ist ja ab heute wieder Sommerzeit!”

“Alle anderen habe ich schon, nur die in der Küche fehlt noch.”
“Ach so! Das kriege ich bestimmt auch ohne Anleitung hin.”

“Mein Computer ist auch schon fertig.”
“Komisch… Eigentlich hätte der die Zeit automatisch stellen müssen…”

“Hat er aber nicht.”
“Aha. Mistdinger…”

“Und die Uhr im Badezimmer kann man irgendwie nicht stellen.”
“Das ist ja auch kein Wunder, das ist eine Funkuhr.”

“Die hat sich aber auch nicht von alleine gestellt.”
“Das kann doch gar nicht sein! Obwohl, im Bad…”

“Liegt das jetzt am Badezimmer, oder was?”
“Vielleicht hat sie da gar keinen Empfang, könnte sein…”

“Für deine Armbanduhr habe ich auch eine Ewigkeit gebraucht.”
“Was? Wieso?”

“Weil sich das Datum verstellt hat, irgendwie.”
“Ach so, naja, das passiert schon mal, wenn man nicht aufpasst…”

“Und den Fernseher musst du stellen, das weiß ich auch nicht.”
“Der Fernseher hat keine Uhr, Schatz.”

“Na klar!”
“Quatsch, hat er nicht!”

“Und wenn man auf die Taste da auf der Fernbedienung drückt?”
“Das ist die Videotext-Uhr, nicht die vom Fernseher.”

“Gut, dann stell eben den Videotext um.”
“Die Uhr vom Videotext wird ja wohl nicht falsch gehen!”

“Dann schau doch selbst!”
“Da brauche ich nicht nachsehen, Videotext geht immer richtig!”

“Geht er aber heute nicht!”
“Das wäre das erste Mal in der Geschichte!”

“Was weiß ich, die Zeit ist aber falsch!”
“Ich kann den Videotext nicht stellen, das machen die Sender!”

“Dann schreib da eine Mail hin, vielleicht hilft denen das.”
“Ein Mail, nee, iss klar! Ich gehe jetzt nachsehen…”

[Ich schlurfe - gefolgt von meiner Liebsten - ins Wohnzimmer und schalte den Fernseher ein. Der Videotext zeigt 11.38 Uhr.]

“Siehst du!”
“11.38 Uhr, und wie viel Uhr ist es jetzt?”

“Es ist 9.38 Uhr.”
“Hm… Bist du da wirklich sicher?”"

“Natürlich bin ich mir sicher!”
“Kann es sein, dass du alle Uhren eine Stunde ZURÜCK gestellt hast??”

“Auf Sommerzeit, ja. Es bleibt ja eine Stunde länger hell.”
“Ja, genau! Weil man die Uhr eine Stunde VOR stellt! NICHT ZURÜCK!!”

“Soll das heißen, dass es nicht 9.38 Uhr ist, sondern 11.38 Uhr?”
“Das ist richtig, ja! Du Schussel!”

“So ein Mist! So ein Mist!”
“Ja, wohl wahr! Nur weil du nicht weißt, was die Sommerzeit ist!”

“Ach, das ist ja nicht so schlimm.”
“So? Und wer stellt jetzt alle Uhren noch einmal?”

“Du. Ich war ja schon dran heute.”
“Es laufen alle Uhren falsch! Sogar die, die sich selbst gestellt hatten!”

“Na und? Geht doch schnell. Und ich habe eben Pech.”
“Aha. Und wieso bitte hast DU Pech, wenn ich die Uhren stellen muss?”

“Weil ich jetzt kein Croissant zum Frühstück kriege.”
“Was?? Was hat das denn jetzt damit zu tun??”

“Hätte ich das gewusst, hätte ich dich früher geweckt.”
“Mich?? Warum??”

“Weil du dann noch zum Bäcker hättest runtergehen können.”
“Ich??”

“Ja. Aber jetzt hat er ja schon zu, die sind nur bis 11 Uhr da!”

Kopfschüttel…

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Was ist los?

11. März 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Was ist los? (photocase.de © Accela)Meine Liebste und ich sitzen an unserem Wohnzimmertisch und essen Antipasti.
Viele leckere Kleinigkeiten, die nicht nur den Gaumen verwöhnen, sondern auch den Knoblauch-Gehalt im Blut erhöhen.
Dabei unterhalten wir uns locker.

“Du Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich habe ein Problem.”
“So? Ich auch.”

“Du auch?”
“Ja, ich auch.”

“Was hast du denn für ein Problem??”
“Gleich, was wolltest du denn mit mir besprechen?”

“Sag du zuerst.”
“Nein, du hast angefangen, also sag du.”

“Hat es was mit mir zu tun?”
“Später, also was wolltest du mir sagen?”

“Also hat es doch was mit mir zu tun!”
“Das habe ich nicht gesagt.”

“Aber es stimmt, oder?”
“Nein, was hast du denn nun für ein Problem?”

“Du kannst mich doch nicht neugierig machen und dann…”
“Wer! Ich??”

“…und dann sagst du es mir nicht!”
“Das kann doch warten, was willst du denn jetzt eigentlich??”

“Sag mir, was dir an mir nicht passt!”
“Mit dir ist alles in Ordnung!”

“Du willst es bloß nicht sagen!”
“Eigentlich möchte ich nur wissen, was du von mir wolltest!”

“Das ist jetzt gar nicht mehr wichtig.”
“Und was war es?”

“Ich will jetzt sofort von dir wissen, was los ist!”
“Aber ich doch auch von dir!”

“Und was?”
“Das frage ich dich!”

“Ich sage es dir aber nicht!”
“Dann sage ich es dir auch nicht!”

“Toll.”
“Klasse.”

“Und jetzt?”
“Du wolltest was sagen.”

“Du auch.”
“Also schön, dann fange ich eben an.”

“Ist es so schlimm?”
“Nein, wie kommst du denn darauf??”

“Wenn du hier so einen Wirbel darum machst!?”
“Ich??”

“Und was hast du jetzt für ein Problem?”
“Ich wollte eigentlich nur eine Kleinigkeit sagen.”

“Und zwar?”
“Der Videorekorder ist kaputt.”

“Schön, und weiter?”
“Wie weiter! Der Videorekorder ist kaputt!”

“Das ist alles??”
“Das ist alles, reicht das nicht?”

“Und was hat das jetzt mit mir zu tun??”
“Ja, nichts? Das sagte ich doch!”

“Und der Videorekorder ist jetzt so wichtig?”
“Naja, er ist kaputt. Sonst erst einmal nichts.”

“Und für das alte verstaubte Ding unterbrichst du mich??”
“Aber du hattest doch noch gar nichts gesagt!”

“Ich wollte aber!”
“Schatz! Du wolltest, dass ich anfange!”

“Da dachte ich ja auch, es ginge um mich!”
“Das hast du dann wohl falsch gedacht.”

“Aber du hast so getan, als ginge es um mich!”
“Habe ich nicht!”

“Und das nur, weil du zuerst erzählen wolltest!”
“Quatsch! Könntest du mir jetzt bitte mal dein Problem verraten??”

“Na schön.”
“Und? Was ist es?”

“Also: das Problem ist Alessandro.”
“Wer??”

“Die stellen meinen Lieblingsnagellack nicht mehr her!”

Kopfschüttel…

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Und was ist im Busch?

27. Januar 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Und was ist im Busch? (photocase.de © na)Meine Liebste sitzt an ihrem Rechner und arbeitet, als ich nach Hause komme. Das an sich ist noch nichts besonderes, aber heute komme ich unerwartet viel früher, also sonst.
Die Liebste wird sich bestimmt freuen!

“Mann, habe ich mich erschreckt!”
“Ich bin es nur, Süße, ich.”

“Wieso kommst du denn jetzt schon??”
“Die letzten Tage waren so anstrengend, da dachte ich…”

“Du kommst doch sonst nie so früh!”
“Ja, aber ich wollte dich heute überraschen.”

“Ist irgendwas?”
“Was soll denn sein?”

“Ich meine ja nur.”
“Darf ich nicht mal früher nach Hause kommen?”

“Doch, aber das ist komisch.”
“Wieso denn komisch??”

“Ich dachte, du hast so viel zu tun im Moment?”
“Das stimmt auch, aber heute…”

“Und da gehst du einfach früher?”
“Ja. Was dagegen??”

“Und deine Kollegen?”
“Was soll mit denen sein?”

“Sind die auch früher gegangen?”
“Nein! Wieso interessiert dich das denn!”

“Ich werde doch wohl mal fragen dürfen?”
“Schon, aber du fragst das, als sei was im Busch.”

“Und was ist im Busch?”
“Du, wenn du nicht gleich mit der Laberei aufhörst!”

“Warum meckerst du mich denn jetzt an??”
“Ich meckere dich gar nicht an!”

“Ist das jetzt immer so?”
“Was.”

“Wenn du früher nach Hause kommst?”
“Keine Sorge, das kommt ja nur sehr selten vor.”

“Da bin ich ja beruhigt.”
“Störe ich dich, oder was willst du damit sagen?”

“Nein, du störst nicht.”
“Da bin ich ja beruhigt…”

“Zumindest, wenn du still bist.”
“Wie bitte??”

“Du kommst hier rein und bringst mir alles durcheinander!”
“Schatz, ich wollte dich NUR überraschen!”

“Ja, das finde ich auch lieb von dir, aber…”
“Ich kann ja ins Schlafzimmer gehen, dann hast du Ruhe!”

“Und was machst du dann da?”
“Das kann dir doch wohl völlig egal sein!”

“Wenn du da bist, dann will ich aber wissen, was du machst!”
“Ich werde nichts machen, was dich stören könnte.”

“Und was?”
“Weiß ich jetzt noch nicht.”

“Was kannst du im Schlafzimmer schon groß machen…”
“Schlafen, zum Beispiel.”

“Bist du denn müde?”
“Nein.”

“Warum willst du denn dann schlafen??”
“Du wolltest doch, dass ich still bin!”

“Aber du musst doch wegen mir nicht schlafen?”
“Sondern? Was soll ich denn deiner Meinung nach machen?”

“Hm…”
“Tschüss, ich gehe dann.”

“Und wann kommst du wieder?”
“Dann, wenn ich will.”

“Also ich brauche noch eine halbe Stunde, schätze ich.”
“Schön.”

“Kommst du dann wieder?”
“Nein!”

“Wieso denn nicht??”
“Schatz! Du willst deine Ruhe, dann kann ich ja wohl…”

“Na toll! Vielen Dank!”
“Was denn??”

“Ich dachte, du wolltest mich überraschen!”
“Wollte ich ja auch, aber du…”

“Ich freue mich, dass du zu Hause bist, und…”
“Aber du hast doch eben gesagt…”

“Und dann willst du gar nichts mit mir zu tun haben! Blödmann!”

Kopfschüttel…

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Ich würde echt sterben

16. Januar 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ich würde echt sterben (photocase.de © connor212)Meine Liebste und ich sitzen in unserem Wohnzimmer und bilden uns in Sachen heterogene Sozialkulturen und moderne Kommunikationswissenschaften weiter.
Und zwar mit “BigBrother” auf RTL 2…

“Irgendwie tun die mir leid.”
“Wer jetzt, Süße? Die Hausbewohner?”

“Ja.”
“Mir tun die auch leid. Die ganze Zeit da so zusammen…”

“Ja, das natürlich auch.”
“Wieso? Was hast du denn gemeint?”

“Ich würde echt sterben.”
“Und bei was?”

“Sechs Monate, ein halbes Jahr lang…”
“Ja, und was?”

“Die sind doch die ganze Zeit da drin, oder?”
“Ja, und was würdest du nun sechs Monate lang nicht aushalten?”

“Und die dürfen überhaupt gar nicht raus?”
“Nein, natürlich nicht, aber…”

“Sechs Monate…”
“Du meinst, sechst Monate ohne mich, das wäre…”

“Ohne dich? Naja, das wäre auch blöd, aber…”
“Aha, sehr nett. Aber??”

“Ein halbes Jahr lang ohne meinen Friseur?? Nee!”

Kopfschüttel…

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Du ja wohl eher!

2. Januar 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Du ja wohl eher! (photocase.de © la dina)Meine Liebste hat gewonnen, ich leider verloren: und zwar bei der Entscheidung, was am Neujahrsabend in der Primetime für ein Fernsehprogramm auf der Flimmerkiste gewählt wird, um uns beide zu erfreuen.
Und so kommt es, dass uns das Traumschiff mal wieder die Ehre gibt. Heute unter anderem dabei: Harald Schmidt und Heinz Hoenig. Na gut!

“Das haben wir schon lange nicht mehr gesehen, Schatz!”
“Ja, Süße. Es ist lange gut gegangen…”

“Also ich sehe das gerne, du nicht?”
“Nutzt es was, wenn ich jetzt Nein sage?”

“Nein.”
“Dachte ich mir.”

“Die fahren heute nach Rio de Janeiro.”
“Da wäre ich jetzt auch gern.”

“Ob das da wirklich so abläuft?”
“Was? Silvester in Rio?”

“Nein, da so auf dem Traumschiff.”
“Wohl kaum.”

“Wieso?”
“Weil es ja eben das Traumschiff ist, deshalb.”

“Aber es könnte doch ab und zu mal so sein?”
“Was jetzt genau?”

“Na, dass sich da Leute kennenlernen und so?”
“Vielleicht…”

“Was uns wohl passieren würde, wenn wir da mitfahren würden!”
“Fahren wir aber nicht.”

“Und wenn?”
“Du würdest bestimmt zufällig einen ehemaligen Liebhaber dort treffen.”

“Wieso denn ich?? Du ja wohl eher!”
“Ich? Wieso ich eher?”

“Wer weiß, wo du dich früher immer rumgetrieben hast!”
“Du spinnst ja wohl!”

“Dann treffen wir eine von denen und die will dich dann zurück!”
“Ach so!? Da fällt mir gerade aber keine passende Kandidatin ein.”

“Soll das heißen, es wäre aber denkbar?”
“Denkbar ist alles.”

“Und wer?”
“Niemand.”

“Du hast gesagt, es sei eine denkbar! Also wer!”
“Das habe ich nicht gesagt!”

“Du hast gesagt, es sei denkbar, dass dich eine Ex zurück will!”
“Nein, ich sagte, denkbar sei alles!”

“Sage ich doch!”
“Sagst du eben nicht!”

“Jetzt weiß ich auch, warum du Traumschiff nicht gerne siehst!”
“Wie bitte?? Was heißt das denn??”

“Weil du genau weißt, so könnte es dir auch ergehen!”
“So ein Blödsinn! Das ist das Traumschiff, Schatz!”

“Eben! Deswegen passieren da ja auch immer Überraschungen.”
“Aber die sind doch alle ausgedacht!”

“Aber deine Ex-Freundinnen, die sind echt!”
“Sind wir hier auf dem Traumschiff??”

“Nee.”
“Eben!”

“Ich will auch auf das Traumschiff.”
“Viel Spaß dann.”

“Kommst du denn nicht mit?”
“Nein, ich könnte ja eine meiner Ex-Freundinnen dort treffen…”

“Aber wenn du nicht dabei bist, dann treffe ICH die ja alle allein?”
“Himmel… Das ist der Stoff, aus dem das Traumschiff gemacht wird…”

“Aus sowas wird das Traumschiff  gemacht?? Aus deinen…”
“Schatz! Ich kriege gleich einen Nervenzusammenbruch!”

“Natürlich! Solche Themen schmecken dir nicht, kenne ich ja!”
“Liebe Liebste! Das Traumschiff hat NICHTS mit mir zu tun!”

“Noch nicht.”
“Wird es auch nicht! Und jetzt hör auf! Guck da lieber hin.”

“Jetzt habe ich gar keine Lust mehr, das zu gucken!”
“Und wieso nicht?? Du wolltest doch unbedingt!”

“Du machst mir das mal wieder madig!”
“Ich glaube, wir sind auch im Film hier! Mal wieder ein Drama!”

“Da will man schön mit dem Traumschiff träumen, und du…”
“ICH?? Ich mache doch überhaupt nichts!?”

“Du hast gesagt, ich soll alleine aufs Traumschiff!”
“Na und??”

“Da kann ich ja nie mal in Ruhe an Deck an der Reling stehen.”
“Und warum nicht??”

“Wenn da dauernd deine Ex-Freundinnen rumlaufen?? Danke!”

Kopfschüttel…

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Ja, ich hätte gern eins

13. Dezember 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ja, ich hätte gern eins (photocase.de © morrigian)Meine Liebste und ich haben für heute endlich Feierabend, super!
Besonders die Liebste hat heute wohl einen echt anstrengenden Tag gehabt; und so fällt sie erschöpft auf unser Sofa.

“Ich bin fertig, Schatz, ich bin total fertig.”
“War es so schlimm heute, Süße?”

“Es war schlimmer.”
“Was war denn?”

“Alles. Egal, für heute ist fast Schluss.”
“Wieso fast?”

“Ich muss noch eine Email schicken, dann habe ich alles.”
“Kannst du das nicht morgen machen?”

“Nein, das muss heute noch.”
“Dann mach das doch jetzt?”

“Nein, jetzt muss ich erst fünf Minuten entspannen.”
“Kann ich denn etwas für dich tun, Schatz?”

“Ja, du kannst die Email für mich schreiben.”
“Ähm…”

“Das wäre jetzt nett!”
“Schatz, ich…”

“Du hast gefragt!”
“Ich kann doch nicht deine Email schreiben!”

“Dann hättest du ja sagen können: alles, außer Email.”
“Woher soll ich denn…”

“Mein Laptop liegt da hinten.”
“Ich schenke dir ein Heinzelmännchen zu Weihnachten.”

“Ein was?”
“Ein Heinzelmännchen.”

“Heißen die nicht Mainzelmännchen?”
“Nein… Das sind die aus dem ZDF, Schatz…”

“Und was soll ich mit einem Heinzelmännchen?”
“Das schreibt dann nachts deine Emails für dich.”

“Echt?? Ja, ich hätte gern eins.”
“Wer nicht…”

“Schenkst du mir eins?”
“Ja, also…”

“Wenn du eins kaufst, kannst du dann noch eins mitbringen?”
“Was? Noch eins?”

“Ja, noch ein Heinzelmännchen, das mir meine Schuhe putzt.”
“Gern…”

“Und eins, das mich abends abschminkt und ins Bett bringt.”
“Sonst noch was?”

“Was können die denn noch so?”
“Ähm…”

“Und eins, das mir immer was Leckeres kocht.”
“Klar.”

“Und eins, das mein Portmonee immer wieder voll macht!”
“Sicher…”

“Ja! Und eins, das meine Fingernägel macht!”
“Gerne… Das wars?”

“Und vielleicht noch eins zum Fenster putzen!”
“Meinst du nicht, das reicht jetzt langsam?”

“Hm… Ach so, noch eins für…”
“Schatz! Übertreib es nicht!”

“Darf ich denn noch eins? Noch ein einziges?”
“Na gut, eins noch…”

“Also ich…”
“Warte! Ich weiß schon.”

“So? Und was?”
“Ein Waschbrettbauch-Heinzelmännchen für wilden Sex!”

“Nee. Dafür brauche ich keins.”
“Oh! Danke, war das jetzt ein Kompliment für mich?”

“Pff! Nee.”
“Ähm… Nicht? Sondern??”

“Klar könnte ein Heinzelmännchen das auch gut übernehmen.”
“Aber??”

“Ein paar Kleinigkeiten kannst du ja wohl noch selber machen!”

Kopfschüttel…

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Jetzt rede nicht drum herum!

6. Dezember 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Jetzt rede nicht drum herum! (photocase.de © kin kohana)Meine Liebste sitzt in unserem Arbeitszimmer an ihrem PC, als ich abends nach Hause komme; so wie immer, denn die Liebste ist meistens früher zu Hause, als ich. Gut, dass der Arbeitstag rum ist… Jetzt nur noch die Tasche in die Ecke und ab auf die Couch!

“Du bist ja schon da?”
“Schon?? Endlich bin ich da, Liebste!”

“Du kommst doch sonst nicht so früh?”
“Wie bitte?? Soll ich wieder gehen, oder was?”

“Nein, nein, du darfst bleiben, aber…”
“Was denn aber??”

“Aber warum hast du denn vorher nicht angerufen?”
“Vorher anrufen?”

“Naja, das machst du doch sonst auch?”
“Manchmal, na und?”

“Und warum heute nicht?”
“Warum sollte ich?? Hast du was zu verbergen?”

“Ich? Nö. Aber sonst rufst du immer an, wenn du losfährst.”
“Und heute eben nicht.”

“Du fragst dann doch immer, ob du noch was mitbringen sollst?”
“Ja. Stimmt. Manchmal. Und?”

“Ja und heute eben nicht!”
“Heute nicht, und was heißt das jetzt?”

“Weil du heute besser angerufen hättest!”
“Warum denn??”

“Weil du deshalb jetzt gleich viel Arbeit hast.”
“Ich?? Ich sitze in fünf Minuten auf dem Sofa, sonst nichts.”

“Nee. Das wird wohl nichts.”
“Wieso??”

“Weil du nicht angerufen hast.”
“Liebste, du sprichst wieder mal in Rätseln…”

“Wenn du angerufen hättest, dann hätte ich dir gesagt, dass…”
“…dass ich irgendetwas mitbringen soll.”

“Genau, woher weißt du das?”
“Reiner Zufall…”

“Wir haben nämlich kein Brot mehr.”
“Und warum hast DU MICH dann nicht einfach angerufen??”

“Weil du doch sonst immer bei mir anrufst!”
“Aber da kannst du dich doch nicht einfach drauf verlassen!”

“Das stelle ich ja jetzt leider auch fest.”
“Leider??”

“Du hast gesagt, dass man sich auf dich nicht verlassen kann!”
“Was?? Ich habe gesagt, dass du dich nicht darauf…”

“Jetzt rede nicht drum herum, ich habe es genau gehört!”
“Aber ich muss dich doch nicht jeden Tag anrufen!”

“Tust du aber sonst. Ich dachte, darauf könnte ich mich ver…”
“Gut, dann rufe ich ab jetzt eben gar nicht mehr an.”

“Wieso?”
“Weil es dann auch keinen Stress mehr gibt.”

“Und wenn was fehlt? Brot zum Beispiel?”
“Dann kannst du mich ja anrufen.”

“Das ist aber blöd so!”
“Aha!? Tausendmal habe ich angerufen und nie brauchtest du was!”

“Das stimmt nicht, ich habe immer gesagt, ich bräuchte dich!”
“Aber nichts, was ich sonst noch hätte besorgen müssen.”

“Außerdem freue ich mich, wenn du mich anrufst.”
“Das hört sich aber meistens nicht so an.”

“Wieso denn nicht??”
“Weil du mich doch immer gleich abwimmelst!”

“Das ist doch nur, weil ich dann hier mitten in der Arbeit stecke.”
“Dann brauche ich ja auch nicht anrufen, wenn ich dich immer nur störe!”

“Ja.”
“Ja??”

“Trotzdem kannst du doch anrufen?”
“Obwohl es dich stört??”

“Freuen tue ich mich doch trotzdem!”
“Himmel! Versteh einer die Frauen, ehrlich…”

“Vergleich mich nicht immer mit anderen Frauen!”
“Ja, ähm… Also wir haben jetzt kein Brot. Richtig?”

“Richtig.”
“Und deshalb haben wir jetzt nichts zu essen, richtig?”

“Richtig.”
“Und deshalb müssen wir jetzt verhungern. Korrekt?”

“Nicht ganz.”
“Sondern?”

“Du kochst jetzt Spaghetti mit Bolognesesoße.”
“Ich?? Wieso denn ich??”

“Weil du nicht angerufen hast!”

Kopfschüttel…

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Ich habe keine gesehen

29. Oktober 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ich habe keine gesehen (photocase.de © akram)Meine Liebste und ich sitzen morgens in der Küche und trinken Tee und Kaffee. Wir haben noch exakt drei Minuten Zeit. Dann müssen wir los, sonst schaffen wir es nicht mehr pünktlich zur Arbeit. Natürlich darf uns kein Stau dazwischen kommen oder sonst irgendwas…

“Schatz, wir müssen los.”
“Gleich Süße, gleich.”

“Kannst du den Müll noch rausbringen?”
“Welchen?”

“Den hier aus der Küche.”
“Naja, das schaffe ich gerade noch…”

“Und wo bringst du den dann hin?”
“Ähm… Was soll das heißen, wohin!”

“Naja, wohin eben?”
“In unsere Mülltonne vielleicht??”

“Ja nee, das geht ja nicht.”
“Und warum nicht?”

“Die ist voll.”
“Unsere Mülltonne? Unten?”

“Ja, schon seit einiger Zeit.”
“Das kann doch gar nicht sein…”

“Glaubst du mir etwa nicht??”
“Naja doch, aber vorgestern war doch Abfuhr?”

“Ja, aber unsere Tonne haben sie nicht leer gemacht.”
“Wie bitte?? Warum das denn??”

“Bin ich Jesus?? Das weiß ich doch nicht!”
“Du hast sie doch rausgestellt, oder?”

“Wieso ich?? Das machst du doch immer!”
“Aber Schatz! Ich war in Köln, schon vergessen??”

“Ich weiß doch aber nie, wann die Tonne raus muss.”
“Das sieht man doch! Stehen doch auch alle anderen Tonnen draußen!”

“Ich habe keine gesehen.”
“Schatz! Wie kann man denn bitte nur so blind sein!”

“Du hättest ja auch mal was sagen können.”
“Ja entschuldige, das ist doch wohl klar, dass die Tonne raus muss!”

“Jeden Dienstag?”
“Nein! Jeden zweiten Mittwoch! Himmel… Schon seit Jahren!”

“Ach so…”
“Ja, ach so!”

“Und jetzt?”
“Jetzt müssen wir fast zwei Wochen mit einer vollen Tonne…”

“Ich wollte doch aber die Blumenkästen leer machen?”
“Schön! Aber dann wohl nicht in unsere Tonne.”

“Nimmst du denn wenigstens den Müll aus der Küche mit?”
“Und wohin damit bitte??”

“Du hast doch gesagt, dass du ihn mitnimmst!”
“Da wusste ich ja auch noch nicht, dass…”

“Bitte, bitte!”
“Und wohin??”

“Kannst du den nicht mit zur Arbeit nehmen?”
“Super Idee! Aktentasche, Laptop und ne triefende Mülltüte!”

“Bitte! Ich wollte doch heute Abend kochen und da…”
“Mann, ich…! Na schön. Ich verstecke den Müll in irgendwas…”

[Wie peinlich. Aber es nutzt ja nichts, also suche ich in unserer Besenkammer eine große Einkaufstüte. Und ich muss mir noch eine gute Antwort ausdenken, wenn mich in der Firma jemand fragt, was denn da drin sei. Leider finde ich keine ausreichend große Tüte, um die Liebste gleich mit einzupacken... Wie kann man nur so blind sein und draußen die Mülltonnen nicht sehen!]

“Bist du fertig?”
“Ja. Ich nehme den Müll jetzt mit. Ausnahmsweise!”

“In der Tüte da??”
“Ja. Was dagegen?”

“Das ist meine Esprit-Tüte!”
“Eben. Das ist schön unauffällig.”

“Das ist meine Lieblingstüte!”
“Sag mal, du spinnst ja wohl! Ich nehme die jetzt!”

“Die hat so schöne Tragekordeln, die will ich behalten!”
“Schatz! Hol dir einfach eine neue!”

“Die gibt´s aber nicht mehr!”
“Das ist dann wohl Pech! Du bist ja auch schuld an dem Schlamassel!”

“Bin ich gar nicht!”
“Doch! Und jetzt hör auf, mich damit zu nerven!”

“Diese Esprit-Tüte ist heilig!”
“Und wo soll ich den Müll stattdessen reintun?”

“In deinen alten Rucksack.”
“Wie bitte?? in meinen Fahrrad-Rucksack?”

“Das alte Ding kannste dann gleich mit wegschmeißen!”

Kopfschüttel…

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Fass nichts an!

22. Oktober 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Fass nichts an! (photocase.de © sanchez)Meine Liebste und ich räumen ein wenig in unserer Wohnung auf. Naja, also es ist bei uns eigentlich nie unordentlich; zumindest, wenn es nach mir geht. Aber manchmal quillt beispielsweise der Wäschekorb über und dann sehe auch ich ein, das was getan werden muss…

“Was machst du da, Schatz?”
“Ich sortiere die Wäsche, Süße.”

“Um dann was zu tun?”
“Um sie zu waschen vielleicht? Was denn sonst??”

“Jetzt??”
“Warum nicht? Oder spricht etwas dagegen?”

“Was hast du denn da alles rein getan in den Korb?”
“Alle unsere dunklen Sachen.”

“Meine auch?”
“Deine auch. Wie immer.”

“Und meine schwarze Bluse?”
“Welche Bluse denn?? War hier nicht bei.”

“Die liegt ja auch neben dem Bett.”
“Ja woher soll ich denn wissen, dass die auch…”

“Lass mich das lieber machen!”
“Wieso? Gib mir die Bluse und gut?”

“Was hast du da alles drin??”
“Schatz! Unsere schwarzen Sachen, sonst nichts!”

“Wirklich nur Schwarzes?”
“Ja. Und deinen weißen Pulli.”

“Mein weißer Lieblingspulli?? Mit schwarzen Sachen??”
“Och, geht das etwa nicht?”

“Nein! Geh weg da und fass nichts an!”
“DAS war nur ein WITZ…”

“Das ist aber nicht witzig! Ich mach das, lass.”
“Schatz! Ich möchte jetzt diese schwarze Wäsche waschen!”

“Nein!”
“Doch!”

“NEIN!”
“DOCH!”

“Geh fernsehen!”
“Geh selber fernsehen!”

“Lies Zeitung oder so!”
“Lies doch selber Zeitung!”

“Reparier lieber den Staubsauger!”
“Den Staubsauger? Wieso! Ist der kaputt??”

“Ja.”
“Was hat er denn??”

“Er saugt nicht.”
“Und das fällt dir jetzt gerade ein??”

“Wenn du was helfen willst, dann mach den Staubsauger heile.”
“Seit wann ist der denn kaputt??”

“Weiß ich nicht. Auf jeden Fall musst du dir den mal ansehen.”

[Ich beschließe, die Wäsche der Liebsten zu überlassen und mich dem Staubsauger zu widmen. Man muss dazu wissen, dass er nagelneu ist. Ich meine, wann kauft man schon mal einen Staubsauger... Der alte hat bestimmt seine 15 Jahre bei mir abgedient, bis ich ihn dann auf Drängen der Liebsten in die wohlverdienten ewigen Jagdgründe geschickt habe. Bis dahin hat er mich nie im Stich gelassen!
Dass der neue nun schon wieder kaputt sein soll, ärgert mich ungemein. Wehe, wenn der schon hin ist!
Während ich also den Staubsauger aus der Besenkammer zerre, füllt die Liebste die Waschmaschine nebenan.]

“Und? Ist er kaputt?”
“Moment, ich bin ja noch gar nicht so weit…”

“Schalt doch mal ein!”
“Jaaa doch, Moment…”

[Ich schalte den Staubsauger ein und er gibt eigentlich ganz gewöhnliche Geräusche von sich. Auf dem Boden liegen vor mir ein paar Krümel und lange Haare (von wem die wohl sind...). Als sich die Saugdüse dem Dreck nähert, ist dieser auch schon im Gerät verschwunden. Läuft!]

“Und?”
“Liebste, was hast du denn! Der läuft doch!”

“Sehr gut, dass du den repariert hast.”
“Ich habe gar nichts gemacht! Der ist doch gar nicht kaputt!”

“Umso besser, dann kannst du ja jetzt die Wohnung saugen.”
“Aber ich…”

“Wenn ich waschen muss, dann kannst du ja wohl mal saugen!”

Kopfschüttel…

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Ich bin doch ganz nett

1. Oktober 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ich bin doch ganz nett (photocase.de © evali)Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer und schauen “Wer wird Millionär”. Natürlich wissen wir immer jede richtige Antwort schon längst, bevor es der Kandidat weiß. Wobei sich unser Wissen leider doch des häufigeren als grob fahrlässige Vermutung herausstellt…

“Wir sollten da auch mal mitmachen, Schatz.”
“Naja, also ich weiß ja nicht, Süße…”

“Wieso?? Wir sind doch immer ganz gut, oder?”
“Und warum willst du dann nie mit mir Trivial Pursuit spielen?”

“Das ist doch wohl etwas ganz anderes!”
“Wieso? Was ist denn da anders? Da geht´s auch um Allgemeinwissen.”

“Da verliere ich aber dauernd. Nee!”
“Das ist die völlig falsche Einstellung, so kann das ja auch nicht klappen!”

“Eben! Bei Günther Jauch würde ich mich viel wohler fühlen.”
“Du?? Du würdest vor Nervosität vom Stuhl fallen!”

“Und wenn der mir hilft bei den schwierigen Sachen?”
“Und warum sollte er?”

“Weil der das immer macht, wenn er die Leute da mag.”
“Ach! Und dich mag er dann? Das weißt du jetzt schon?”

“Natürlich! Ich bin doch ganz nett, oder?”
“Ja…”

“Ja nicht??”
“Doch, Schatz. Du bist sehr nett. Er wird dich mögen.”

“Nein, jetzt sag doch mal, ob der mich wohl mag?”
“Ich denke schon, doch.”

“Ich meine, warum sollte er denn nicht?”
“Ähm…”

“Jetzt sag doch mal!”
“Tja, also, mir fällt da nichts ein, warum er dich nicht…”

“Das ist ja wieder typisch! Danke! Blödmann!”
“Blödmann?? Wieso denn Blödmann??”

“Das ist genau dasselbe wie mit meinen Hosen.”
“Was??”

“Wenn ich dich frage, ob etwas an mir gut aussieht, sagst du immer ja!”
“Also, ich…”

“Das kann ja gar nicht sein! Und das seit Jahren!”
“Aber wenn es doch aber immer gut aussieht?”

“Unmöglich! Du bist mir da überhaupt gar keine Hilfe!”
“Neulich habe ich doch aber auch mal Nein gesagt, oder?”

“Ja, aber da ging es ja um den Gürtel.”
“Habe ich Nein gesagt oder nicht!?”

“Das war was anderes, weil du das wieder nicht verstanden hast!”
“Mir gefiel das nicht, ich hab´s gesagt und dann war es wieder verkehrt!”

“Solche Gürtel trägt man eben schief, das ist so!”
“Und mir gefiel das nicht!”

“Na schön, dann hast du eben einmal was gesagt.”
“Dann nenn mich auch nicht Blödmann!”

“Bist du aber!”
“Warum denn bitte??”

“Weil du nicht sagst, was der Jauch an mir nicht mögen könnte!”
“Deine ewige Plapperei vielleicht!”

“Wieso? Rede ich dir zu viel??”
“Nein, aber dem Herrn Jauch vielleicht.”

“Was soll ich denn weglassen?”
“DAS WEISS ICH DOCH JETZT NICHT!”

“Ja dann hilft es mir ja auch nicht!”
“Bewirb dich doch, und dann sehen wir weiter.”

“Ach! Und erst dann sagst du mir, was dir an mir nicht passt??”
“Wir reden doch hier von Günther Jauch, nicht von mir!”

“Also den könnten Sachen stören, die dich nicht stören?”
“Vielleicht?”

“Zum Beispiel?”
“Ich brech zusammen…”

“Zum Beispiel?”
“Beispielsweise, dass du immer alles in Frage stellst!”

“Das ist doch aber Sinn und Zweck von Wer wird Millionär!”
“Naja, stimmt… Vielleicht kein gutes Beispiel, zugegeben…”

“Ich stelle also alles in Frage, ja??”
“Manches.”

“Und das passt dir nicht?”
“Doch, schon, aber…”

“Du hättest also lieber ein kleines Dummchen ohne Hirn?”
“Schatz! Das ist doch überhaupt gar nicht…”

“Ich gehe zu Günther Jauch!”
“Aber Schatz, ich meinte doch nur, dass…”

“Und das lasse ich mir von dir nicht vermiesen!”
“Schatz!”

“Auch wenn du immer was an mir rumzumeckern hast…”
“Aber ich…”

“…der Jauch wird mich mögen! Blödmann!”

Kopfschüttel…

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Alles schon fertig

30. März 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Alles schon fertig (photocase.de © skyla80)Meine Liebste ist am heutigen Sonntag schon vor mir aufgestanden. Das kommt sehr selten vor!
Aber irgendwie war ich so müde, naja.
Als ich aus dem Schlafzimmer komme, rennt sie nervös in der Wohnung herum.

“Na, bist du auch schon wach?”
“Ja, Süße. Irgendwie bin ich nicht aus dem Bett gekommen…”

“Sag mal, wo ist die Bedienungsanleitung für das Küchenradio?”
“Ähm, das ist eine gute Frage…”

“In dem kleinen Schrank ist sie nicht.”
“Nicht? Wofür brauchst du die denn jetzt eigentlich?”

“Ich wollte die Uhr am Radio umstellen.”
“Ach ja, es ist ja ab heute wieder Sommerzeit!”

“Alle anderen habe ich schon, nur die in der Küche fehlt noch.”
“Ach so! Das kriege ich bestimmt auch ohne Anleitung hin.”

“Mein Computer ist auch schon fertig.”
“Komisch… Eigentlich hätte der die Zeit automatisch stellen müssen…”

“Hat er aber nicht.”
“Aha. Mistdinger…”

“Und die Uhr im Badezimmer kann man irgendwie nicht stellen.”
“Das ist ja auch kein Wunder, das ist eine Funkuhr.”

“Die hat sich aber auch nicht von alleine gestellt.”
“Das kann doch gar nicht sein! Obwohl, im Bad…”

“Liegt das jetzt am Badezimmer, oder was?”
“Vielleicht hat sie da gar keinen Empfang, könnte sein…”

“Für deine Armbanduhr habe ich auch eine Ewigkeit gebraucht.”
“Was? Wieso?”

“Weil sich das Datum verstellt hat, irgendwie.”
“Ach so, naja, das passiert schon mal, wenn man nicht aufpasst…”

“Und den Fernseher musst du stellen, das weiß ich auch nicht.”
“Der Fernseher hat keine Uhr, Schatz.”

“Na klar!”
“Quatsch, hat er nicht!”

“Und wenn man auf die Taste da auf der Fernbedienung drückt?”
“Das ist die Videotext-Uhr, nicht die vom Fernseher.”

“Gut, dann stell eben den Videotext um.”
“Die Uhr vom Videotext wird ja wohl nicht falsch gehen!”

“Dann schau doch selbst!”
“Da brauche ich nicht nachsehen, Videotext geht immer richtig!”

“Geht er aber heute nicht!”
“Das wäre das erste Mal in der Geschichte!”

“Was weiß ich, die Zeit ist aber falsch!”
“Ich kann den Videotext nicht stellen, das machen die Sender!”

“Dann schreib da eine Mail hin, vielleicht hilft denen das.”
“Ein Mail, nee, iss klar! Ich gehe jetzt nachsehen…”

[Ich schlurfe - gefolgt von meiner Liebsten - ins Wohnzimmer und schalte den Fernseher ein. Der Videotext zeigt 11.38 Uhr.]

“Siehst du!”
“11.38 Uhr, und wie viel Uhr ist es jetzt?”

“Es ist 9.38 Uhr.”
“Hm… Bist du da wirklich sicher?”"

“Natürlich bin ich mir sicher!”
“Kann es sein, dass du alle Uhren eine Stunde ZURÜCK gestellt hast??”

“Auf Sommerzeit, ja. Es bleibt ja eine Stunde länger hell.”
“Ja, genau! Weil man die Uhr eine Stunde VOR stellt! NICHT ZURÜCK!!”

“Soll das heißen, dass es nicht 9.38 Uhr ist, sondern 11.38 Uhr?”
“Das ist richtig, ja! Du Schussel!”

“So ein Mist! So ein Mist!”
“Ja, wohl wahr! Nur weil du nicht weißt, was die Sommerzeit ist!”

“Ach, das ist ja nicht so schlimm.”
“So? Und wer stellt jetzt alle Uhren noch einmal?”

“Du. Ich war ja schon dran heute.”
“Es laufen alle Uhren falsch! Sogar die, die sich selbst gestellt hatten!”

“Na und? Geht doch schnell. Und ich habe eben Pech.”
“Aha. Und wieso bitte hast DU Pech, wenn ich die Uhren stellen muss?”

“Weil ich jetzt kein Croissant zum Frühstück kriege.”
“Was?? Was hat das denn jetzt damit zu tun??”

“Hätte ich das gewusst, hätte ich dich früher geweckt.”
“Mich?? Warum??”

“Weil du dann noch zum Bäcker hättest runtergehen können.”
“Ich??”

“Ja. Aber jetzt hat er ja schon zu, die sind nur bis 11 Uhr da!”

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Was ist los?

11. März 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Was ist los? (photocase.de © Accela)Meine Liebste und ich sitzen an unserem Wohnzimmertisch und essen Antipasti.
Viele leckere Kleinigkeiten, die nicht nur den Gaumen verwöhnen, sondern auch den Knoblauch-Gehalt im Blut erhöhen.
Dabei unterhalten wir uns locker.

“Du Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich habe ein Problem.”
“So? Ich auch.”

“Du auch?”
“Ja, ich auch.”

“Was hast du denn für ein Problem??”
“Gleich, was wolltest du denn mit mir besprechen?”

“Sag du zuerst.”
“Nein, du hast angefangen, also sag du.”

“Hat es was mit mir zu tun?”
“Später, also was wolltest du mir sagen?”

“Also hat es doch was mit mir zu tun!”
“Das habe ich nicht gesagt.”

“Aber es stimmt, oder?”
“Nein, was hast du denn nun für ein Problem?”

“Du kannst mich doch nicht neugierig machen und dann…”
“Wer! Ich??”

“…und dann sagst du es mir nicht!”
“Das kann doch warten, was willst du denn jetzt eigentlich??”

“Sag mir, was dir an mir nicht passt!”
“Mit dir ist alles in Ordnung!”

“Du willst es bloß nicht sagen!”
“Eigentlich möchte ich nur wissen, was du von mir wolltest!”

“Das ist jetzt gar nicht mehr wichtig.”
“Und was war es?”

“Ich will jetzt sofort von dir wissen, was los ist!”
“Aber ich doch auch von dir!”

“Und was?”
“Das frage ich dich!”

“Ich sage es dir aber nicht!”
“Dann sage ich es dir auch nicht!”

“Toll.”
“Klasse.”

“Und jetzt?”
“Du wolltest was sagen.”

“Du auch.”
“Also schön, dann fange ich eben an.”

“Ist es so schlimm?”
“Nein, wie kommst du denn darauf??”

“Wenn du hier so einen Wirbel darum machst!?”
“Ich??”

“Und was hast du jetzt für ein Problem?”
“Ich wollte eigentlich nur eine Kleinigkeit sagen.”

“Und zwar?”
“Der Videorekorder ist kaputt.”

“Schön, und weiter?”
“Wie weiter! Der Videorekorder ist kaputt!”

“Das ist alles??”
“Das ist alles, reicht das nicht?”

“Und was hat das jetzt mit mir zu tun??”
“Ja, nichts? Das sagte ich doch!”

“Und der Videorekorder ist jetzt so wichtig?”
“Naja, er ist kaputt. Sonst erst einmal nichts.”

“Und für das alte verstaubte Ding unterbrichst du mich??”
“Aber du hattest doch noch gar nichts gesagt!”

“Ich wollte aber!”
“Schatz! Du wolltest, dass ich anfange!”

“Da dachte ich ja auch, es ginge um mich!”
“Das hast du dann wohl falsch gedacht.”

“Aber du hast so getan, als ginge es um mich!”
“Habe ich nicht!”

“Und das nur, weil du zuerst erzählen wolltest!”
“Quatsch! Könntest du mir jetzt bitte mal dein Problem verraten??”

“Na schön.”
“Und? Was ist es?”

“Also: das Problem ist Alessandro.”
“Wer??”

“Die stellen meinen Lieblingsnagellack nicht mehr her!”

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Und was ist im Busch?

27. Januar 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Und was ist im Busch? (photocase.de © na)Meine Liebste sitzt an ihrem Rechner und arbeitet, als ich nach Hause komme. Das an sich ist noch nichts besonderes, aber heute komme ich unerwartet viel früher, also sonst.
Die Liebste wird sich bestimmt freuen!

“Mann, habe ich mich erschreckt!”
“Ich bin es nur, Süße, ich.”

“Wieso kommst du denn jetzt schon??”
“Die letzten Tage waren so anstrengend, da dachte ich…”

“Du kommst doch sonst nie so früh!”
“Ja, aber ich wollte dich heute überraschen.”

“Ist irgendwas?”
“Was soll denn sein?”

“Ich meine ja nur.”
“Darf ich nicht mal früher nach Hause kommen?”

“Doch, aber das ist komisch.”
“Wieso denn komisch??”

“Ich dachte, du hast so viel zu tun im Moment?”
“Das stimmt auch, aber heute…”

“Und da gehst du einfach früher?”
“Ja. Was dagegen??”

“Und deine Kollegen?”
“Was soll mit denen sein?”

“Sind die auch früher gegangen?”
“Nein! Wieso interessiert dich das denn!”

“Ich werde doch wohl mal fragen dürfen?”
“Schon, aber du fragst das, als sei was im Busch.”

“Und was ist im Busch?”
“Du, wenn du nicht gleich mit der Laberei aufhörst!”

“Warum meckerst du mich denn jetzt an??”
“Ich meckere dich gar nicht an!”

“Ist das jetzt immer so?”
“Was.”

“Wenn du früher nach Hause kommst?”
“Keine Sorge, das kommt ja nur sehr selten vor.”

“Da bin ich ja beruhigt.”
“Störe ich dich, oder was willst du damit sagen?”

“Nein, du störst nicht.”
“Da bin ich ja beruhigt…”

“Zumindest, wenn du still bist.”
“Wie bitte??”

“Du kommst hier rein und bringst mir alles durcheinander!”
“Schatz, ich wollte dich NUR überraschen!”

“Ja, das finde ich auch lieb von dir, aber…”
“Ich kann ja ins Schlafzimmer gehen, dann hast du Ruhe!”

“Und was machst du dann da?”
“Das kann dir doch wohl völlig egal sein!”

“Wenn du da bist, dann will ich aber wissen, was du machst!”
“Ich werde nichts machen, was dich stören könnte.”

“Und was?”
“Weiß ich jetzt noch nicht.”

“Was kannst du im Schlafzimmer schon groß machen…”
“Schlafen, zum Beispiel.”

“Bist du denn müde?”
“Nein.”

“Warum willst du denn dann schlafen??”
“Du wolltest doch, dass ich still bin!”

“Aber du musst doch wegen mir nicht schlafen?”
“Sondern? Was soll ich denn deiner Meinung nach machen?”

“Hm…”
“Tschüss, ich gehe dann.”

“Und wann kommst du wieder?”
“Dann, wenn ich will.”

“Also ich brauche noch eine halbe Stunde, schätze ich.”
“Schön.”

“Kommst du dann wieder?”
“Nein!”

“Wieso denn nicht??”
“Schatz! Du willst deine Ruhe, dann kann ich ja wohl…”

“Na toll! Vielen Dank!”
“Was denn??”

“Ich dachte, du wolltest mich überraschen!”
“Wollte ich ja auch, aber du…”

“Ich freue mich, dass du zu Hause bist, und…”
“Aber du hast doch eben gesagt…”

“Und dann willst du gar nichts mit mir zu tun haben! Blödmann!”

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Ich würde echt sterben

16. Januar 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ich würde echt sterben (photocase.de © connor212)Meine Liebste und ich sitzen in unserem Wohnzimmer und bilden uns in Sachen heterogene Sozialkulturen und moderne Kommunikationswissenschaften weiter.
Und zwar mit “BigBrother” auf RTL 2…

“Irgendwie tun die mir leid.”
“Wer jetzt, Süße? Die Hausbewohner?”

“Ja.”
“Mir tun die auch leid. Die ganze Zeit da so zusammen…”

“Ja, das natürlich auch.”
“Wieso? Was hast du denn gemeint?”

“Ich würde echt sterben.”
“Und bei was?”

“Sechs Monate, ein halbes Jahr lang…”
“Ja, und was?”

“Die sind doch die ganze Zeit da drin, oder?”
“Ja, und was würdest du nun sechs Monate lang nicht aushalten?”

“Und die dürfen überhaupt gar nicht raus?”
“Nein, natürlich nicht, aber…”

“Sechs Monate…”
“Du meinst, sechst Monate ohne mich, das wäre…”

“Ohne dich? Naja, das wäre auch blöd, aber…”
“Aha, sehr nett. Aber??”

“Ein halbes Jahr lang ohne meinen Friseur?? Nee!”

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Du ja wohl eher!

2. Januar 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Du ja wohl eher! (photocase.de © la dina)Meine Liebste hat gewonnen, ich leider verloren: und zwar bei der Entscheidung, was am Neujahrsabend in der Primetime für ein Fernsehprogramm auf der Flimmerkiste gewählt wird, um uns beide zu erfreuen.
Und so kommt es, dass uns das Traumschiff mal wieder die Ehre gibt. Heute unter anderem dabei: Harald Schmidt und Heinz Hoenig. Na gut!

“Das haben wir schon lange nicht mehr gesehen, Schatz!”
“Ja, Süße. Es ist lange gut gegangen…”

“Also ich sehe das gerne, du nicht?”
“Nutzt es was, wenn ich jetzt Nein sage?”

“Nein.”
“Dachte ich mir.”

“Die fahren heute nach Rio de Janeiro.”
“Da wäre ich jetzt auch gern.”

“Ob das da wirklich so abläuft?”
“Was? Silvester in Rio?”

“Nein, da so auf dem Traumschiff.”
“Wohl kaum.”

“Wieso?”
“Weil es ja eben das Traumschiff ist, deshalb.”

“Aber es könnte doch ab und zu mal so sein?”
“Was jetzt genau?”

“Na, dass sich da Leute kennenlernen und so?”
“Vielleicht…”

“Was uns wohl passieren würde, wenn wir da mitfahren würden!”
“Fahren wir aber nicht.”

“Und wenn?”
“Du würdest bestimmt zufällig einen ehemaligen Liebhaber dort treffen.”

“Wieso denn ich?? Du ja wohl eher!”
“Ich? Wieso ich eher?”

“Wer weiß, wo du dich früher immer rumgetrieben hast!”
“Du spinnst ja wohl!”

“Dann treffen wir eine von denen und die will dich dann zurück!”
“Ach so!? Da fällt mir gerade aber keine passende Kandidatin ein.”

“Soll das heißen, es wäre aber denkbar?”
“Denkbar ist alles.”

“Und wer?”
“Niemand.”

“Du hast gesagt, es sei eine denkbar! Also wer!”
“Das habe ich nicht gesagt!”

“Du hast gesagt, es sei denkbar, dass dich eine Ex zurück will!”
“Nein, ich sagte, denkbar sei alles!”

“Sage ich doch!”
“Sagst du eben nicht!”

“Jetzt weiß ich auch, warum du Traumschiff nicht gerne siehst!”
“Wie bitte?? Was heißt das denn??”

“Weil du genau weißt, so könnte es dir auch ergehen!”
“So ein Blödsinn! Das ist das Traumschiff, Schatz!”

“Eben! Deswegen passieren da ja auch immer Überraschungen.”
“Aber die sind doch alle ausgedacht!”

“Aber deine Ex-Freundinnen, die sind echt!”
“Sind wir hier auf dem Traumschiff??”

“Nee.”
“Eben!”

“Ich will auch auf das Traumschiff.”
“Viel Spaß dann.”

“Kommst du denn nicht mit?”
“Nein, ich könnte ja eine meiner Ex-Freundinnen dort treffen…”

“Aber wenn du nicht dabei bist, dann treffe ICH die ja alle allein?”
“Himmel… Das ist der Stoff, aus dem das Traumschiff gemacht wird…”

“Aus sowas wird das Traumschiff  gemacht?? Aus deinen…”
“Schatz! Ich kriege gleich einen Nervenzusammenbruch!”

“Natürlich! Solche Themen schmecken dir nicht, kenne ich ja!”
“Liebe Liebste! Das Traumschiff hat NICHTS mit mir zu tun!”

“Noch nicht.”
“Wird es auch nicht! Und jetzt hör auf! Guck da lieber hin.”

“Jetzt habe ich gar keine Lust mehr, das zu gucken!”
“Und wieso nicht?? Du wolltest doch unbedingt!”

“Du machst mir das mal wieder madig!”
“Ich glaube, wir sind auch im Film hier! Mal wieder ein Drama!”

“Da will man schön mit dem Traumschiff träumen, und du…”
“ICH?? Ich mache doch überhaupt nichts!?”

“Du hast gesagt, ich soll alleine aufs Traumschiff!”
“Na und??”

“Da kann ich ja nie mal in Ruhe an Deck an der Reling stehen.”
“Und warum nicht??”

“Wenn da dauernd deine Ex-Freundinnen rumlaufen?? Danke!”

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Ja, ich hätte gern eins

13. Dezember 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ja, ich hätte gern eins (photocase.de © morrigian)Meine Liebste und ich haben für heute endlich Feierabend, super!
Besonders die Liebste hat heute wohl einen echt anstrengenden Tag gehabt; und so fällt sie erschöpft auf unser Sofa.

“Ich bin fertig, Schatz, ich bin total fertig.”
“War es so schlimm heute, Süße?”

“Es war schlimmer.”
“Was war denn?”

“Alles. Egal, für heute ist fast Schluss.”
“Wieso fast?”

“Ich muss noch eine Email schicken, dann habe ich alles.”
“Kannst du das nicht morgen machen?”

“Nein, das muss heute noch.”
“Dann mach das doch jetzt?”

“Nein, jetzt muss ich erst fünf Minuten entspannen.”
“Kann ich denn etwas für dich tun, Schatz?”

“Ja, du kannst die Email für mich schreiben.”
“Ähm…”

“Das wäre jetzt nett!”
“Schatz, ich…”

“Du hast gefragt!”
“Ich kann doch nicht deine Email schreiben!”

“Dann hättest du ja sagen können: alles, außer Email.”
“Woher soll ich denn…”

“Mein Laptop liegt da hinten.”
“Ich schenke dir ein Heinzelmännchen zu Weihnachten.”

“Ein was?”
“Ein Heinzelmännchen.”

“Heißen die nicht Mainzelmännchen?”
“Nein… Das sind die aus dem ZDF, Schatz…”

“Und was soll ich mit einem Heinzelmännchen?”
“Das schreibt dann nachts deine Emails für dich.”

“Echt?? Ja, ich hätte gern eins.”
“Wer nicht…”

“Schenkst du mir eins?”
“Ja, also…”

“Wenn du eins kaufst, kannst du dann noch eins mitbringen?”
“Was? Noch eins?”

“Ja, noch ein Heinzelmännchen, das mir meine Schuhe putzt.”
“Gern…”

“Und eins, das mich abends abschminkt und ins Bett bringt.”
“Sonst noch was?”

“Was können die denn noch so?”
“Ähm…”

“Und eins, das mir immer was Leckeres kocht.”
“Klar.”

“Und eins, das mein Portmonee immer wieder voll macht!”
“Sicher…”

“Ja! Und eins, das meine Fingernägel macht!”
“Gerne… Das wars?”

“Und vielleicht noch eins zum Fenster putzen!”
“Meinst du nicht, das reicht jetzt langsam?”

“Hm… Ach so, noch eins für…”
“Schatz! Übertreib es nicht!”

“Darf ich denn noch eins? Noch ein einziges?”
“Na gut, eins noch…”

“Also ich…”
“Warte! Ich weiß schon.”

“So? Und was?”
“Ein Waschbrettbauch-Heinzelmännchen für wilden Sex!”

“Nee. Dafür brauche ich keins.”
“Oh! Danke, war das jetzt ein Kompliment für mich?”

“Pff! Nee.”
“Ähm… Nicht? Sondern??”

“Klar könnte ein Heinzelmännchen das auch gut übernehmen.”
“Aber??”

“Ein paar Kleinigkeiten kannst du ja wohl noch selber machen!”

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Jetzt rede nicht drum herum!

6. Dezember 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Jetzt rede nicht drum herum! (photocase.de © kin kohana)Meine Liebste sitzt in unserem Arbeitszimmer an ihrem PC, als ich abends nach Hause komme; so wie immer, denn die Liebste ist meistens früher zu Hause, als ich. Gut, dass der Arbeitstag rum ist… Jetzt nur noch die Tasche in die Ecke und ab auf die Couch!

“Du bist ja schon da?”
“Schon?? Endlich bin ich da, Liebste!”

“Du kommst doch sonst nicht so früh?”
“Wie bitte?? Soll ich wieder gehen, oder was?”

“Nein, nein, du darfst bleiben, aber…”
“Was denn aber??”

“Aber warum hast du denn vorher nicht angerufen?”
“Vorher anrufen?”

“Naja, das machst du doch sonst auch?”
“Manchmal, na und?”

“Und warum heute nicht?”
“Warum sollte ich?? Hast du was zu verbergen?”

“Ich? Nö. Aber sonst rufst du immer an, wenn du losfährst.”
“Und heute eben nicht.”

“Du fragst dann doch immer, ob du noch was mitbringen sollst?”
“Ja. Stimmt. Manchmal. Und?”

“Ja und heute eben nicht!”
“Heute nicht, und was heißt das jetzt?”

“Weil du heute besser angerufen hättest!”
“Warum denn??”

“Weil du deshalb jetzt gleich viel Arbeit hast.”
“Ich?? Ich sitze in fünf Minuten auf dem Sofa, sonst nichts.”

“Nee. Das wird wohl nichts.”
“Wieso??”

“Weil du nicht angerufen hast.”
“Liebste, du sprichst wieder mal in Rätseln…”

“Wenn du angerufen hättest, dann hätte ich dir gesagt, dass…”
“…dass ich irgendetwas mitbringen soll.”

“Genau, woher weißt du das?”
“Reiner Zufall…”

“Wir haben nämlich kein Brot mehr.”
“Und warum hast DU MICH dann nicht einfach angerufen??”

“Weil du doch sonst immer bei mir anrufst!”
“Aber da kannst du dich doch nicht einfach drauf verlassen!”

“Das stelle ich ja jetzt leider auch fest.”
“Leider??”

“Du hast gesagt, dass man sich auf dich nicht verlassen kann!”
“Was?? Ich habe gesagt, dass du dich nicht darauf…”

“Jetzt rede nicht drum herum, ich habe es genau gehört!”
“Aber ich muss dich doch nicht jeden Tag anrufen!”

“Tust du aber sonst. Ich dachte, darauf könnte ich mich ver…”
“Gut, dann rufe ich ab jetzt eben gar nicht mehr an.”

“Wieso?”
“Weil es dann auch keinen Stress mehr gibt.”

“Und wenn was fehlt? Brot zum Beispiel?”
“Dann kannst du mich ja anrufen.”

“Das ist aber blöd so!”
“Aha!? Tausendmal habe ich angerufen und nie brauchtest du was!”

“Das stimmt nicht, ich habe immer gesagt, ich bräuchte dich!”
“Aber nichts, was ich sonst noch hätte besorgen müssen.”

“Außerdem freue ich mich, wenn du mich anrufst.”
“Das hört sich aber meistens nicht so an.”

“Wieso denn nicht??”
“Weil du mich doch immer gleich abwimmelst!”

“Das ist doch nur, weil ich dann hier mitten in der Arbeit stecke.”
“Dann brauche ich ja auch nicht anrufen, wenn ich dich immer nur störe!”

“Ja.”
“Ja??”

“Trotzdem kannst du doch anrufen?”
“Obwohl es dich stört??”

“Freuen tue ich mich doch trotzdem!”
“Himmel! Versteh einer die Frauen, ehrlich…”

“Vergleich mich nicht immer mit anderen Frauen!”
“Ja, ähm… Also wir haben jetzt kein Brot. Richtig?”

“Richtig.”
“Und deshalb haben wir jetzt nichts zu essen, richtig?”

“Richtig.”
“Und deshalb müssen wir jetzt verhungern. Korrekt?”

“Nicht ganz.”
“Sondern?”

“Du kochst jetzt Spaghetti mit Bolognesesoße.”
“Ich?? Wieso denn ich??”

“Weil du nicht angerufen hast!”

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Ich habe keine gesehen

29. Oktober 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ich habe keine gesehen (photocase.de © akram)Meine Liebste und ich sitzen morgens in der Küche und trinken Tee und Kaffee. Wir haben noch exakt drei Minuten Zeit. Dann müssen wir los, sonst schaffen wir es nicht mehr pünktlich zur Arbeit. Natürlich darf uns kein Stau dazwischen kommen oder sonst irgendwas…

“Schatz, wir müssen los.”
“Gleich Süße, gleich.”

“Kannst du den Müll noch rausbringen?”
“Welchen?”

“Den hier aus der Küche.”
“Naja, das schaffe ich gerade noch…”

“Und wo bringst du den dann hin?”
“Ähm… Was soll das heißen, wohin!”

“Naja, wohin eben?”
“In unsere Mülltonne vielleicht??”

“Ja nee, das geht ja nicht.”
“Und warum nicht?”

“Die ist voll.”
“Unsere Mülltonne? Unten?”

“Ja, schon seit einiger Zeit.”
“Das kann doch gar nicht sein…”

“Glaubst du mir etwa nicht??”
“Naja doch, aber vorgestern war doch Abfuhr?”

“Ja, aber unsere Tonne haben sie nicht leer gemacht.”
“Wie bitte?? Warum das denn??”

“Bin ich Jesus?? Das weiß ich doch nicht!”
“Du hast sie doch rausgestellt, oder?”

“Wieso ich?? Das machst du doch immer!”
“Aber Schatz! Ich war in Köln, schon vergessen??”

“Ich weiß doch aber nie, wann die Tonne raus muss.”
“Das sieht man doch! Stehen doch auch alle anderen Tonnen draußen!”

“Ich habe keine gesehen.”
“Schatz! Wie kann man denn bitte nur so blind sein!”

“Du hättest ja auch mal was sagen können.”
“Ja entschuldige, das ist doch wohl klar, dass die Tonne raus muss!”

“Jeden Dienstag?”
“Nein! Jeden zweiten Mittwoch! Himmel… Schon seit Jahren!”

“Ach so…”
“Ja, ach so!”

“Und jetzt?”
“Jetzt müssen wir fast zwei Wochen mit einer vollen Tonne…”

“Ich wollte doch aber die Blumenkästen leer machen?”
“Schön! Aber dann wohl nicht in unsere Tonne.”

“Nimmst du denn wenigstens den Müll aus der Küche mit?”
“Und wohin damit bitte??”

“Du hast doch gesagt, dass du ihn mitnimmst!”
“Da wusste ich ja auch noch nicht, dass…”

“Bitte, bitte!”
“Und wohin??”

“Kannst du den nicht mit zur Arbeit nehmen?”
“Super Idee! Aktentasche, Laptop und ne triefende Mülltüte!”

“Bitte! Ich wollte doch heute Abend kochen und da…”
“Mann, ich…! Na schön. Ich verstecke den Müll in irgendwas…”

[Wie peinlich. Aber es nutzt ja nichts, also suche ich in unserer Besenkammer eine große Einkaufstüte. Und ich muss mir noch eine gute Antwort ausdenken, wenn mich in der Firma jemand fragt, was denn da drin sei. Leider finde ich keine ausreichend große Tüte, um die Liebste gleich mit einzupacken... Wie kann man nur so blind sein und draußen die Mülltonnen nicht sehen!]

“Bist du fertig?”
“Ja. Ich nehme den Müll jetzt mit. Ausnahmsweise!”

“In der Tüte da??”
“Ja. Was dagegen?”

“Das ist meine Esprit-Tüte!”
“Eben. Das ist schön unauffällig.”

“Das ist meine Lieblingstüte!”
“Sag mal, du spinnst ja wohl! Ich nehme die jetzt!”

“Die hat so schöne Tragekordeln, die will ich behalten!”
“Schatz! Hol dir einfach eine neue!”

“Die gibt´s aber nicht mehr!”
“Das ist dann wohl Pech! Du bist ja auch schuld an dem Schlamassel!”

“Bin ich gar nicht!”
“Doch! Und jetzt hör auf, mich damit zu nerven!”

“Diese Esprit-Tüte ist heilig!”
“Und wo soll ich den Müll stattdessen reintun?”

“In deinen alten Rucksack.”
“Wie bitte?? in meinen Fahrrad-Rucksack?”

“Das alte Ding kannste dann gleich mit wegschmeißen!”

Kopfschüttel…

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Fass nichts an!

22. Oktober 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Fass nichts an! (photocase.de © sanchez)Meine Liebste und ich räumen ein wenig in unserer Wohnung auf. Naja, also es ist bei uns eigentlich nie unordentlich; zumindest, wenn es nach mir geht. Aber manchmal quillt beispielsweise der Wäschekorb über und dann sehe auch ich ein, das was getan werden muss…

“Was machst du da, Schatz?”
“Ich sortiere die Wäsche, Süße.”

“Um dann was zu tun?”
“Um sie zu waschen vielleicht? Was denn sonst??”

“Jetzt??”
“Warum nicht? Oder spricht etwas dagegen?”

“Was hast du denn da alles rein getan in den Korb?”
“Alle unsere dunklen Sachen.”

“Meine auch?”
“Deine auch. Wie immer.”

“Und meine schwarze Bluse?”
“Welche Bluse denn?? War hier nicht bei.”

“Die liegt ja auch neben dem Bett.”
“Ja woher soll ich denn wissen, dass die auch…”

“Lass mich das lieber machen!”
“Wieso? Gib mir die Bluse und gut?”

“Was hast du da alles drin??”
“Schatz! Unsere schwarzen Sachen, sonst nichts!”

“Wirklich nur Schwarzes?”
“Ja. Und deinen weißen Pulli.”

“Mein weißer Lieblingspulli?? Mit schwarzen Sachen??”
“Och, geht das etwa nicht?”

“Nein! Geh weg da und fass nichts an!”
“DAS war nur ein WITZ…”

“Das ist aber nicht witzig! Ich mach das, lass.”
“Schatz! Ich möchte jetzt diese schwarze Wäsche waschen!”

“Nein!”
“Doch!”

“NEIN!”
“DOCH!”

“Geh fernsehen!”
“Geh selber fernsehen!”

“Lies Zeitung oder so!”
“Lies doch selber Zeitung!”

“Reparier lieber den Staubsauger!”
“Den Staubsauger? Wieso! Ist der kaputt??”

“Ja.”
“Was hat er denn??”

“Er saugt nicht.”
“Und das fällt dir jetzt gerade ein??”

“Wenn du was helfen willst, dann mach den Staubsauger heile.”
“Seit wann ist der denn kaputt??”

“Weiß ich nicht. Auf jeden Fall musst du dir den mal ansehen.”

[Ich beschließe, die Wäsche der Liebsten zu überlassen und mich dem Staubsauger zu widmen. Man muss dazu wissen, dass er nagelneu ist. Ich meine, wann kauft man schon mal einen Staubsauger... Der alte hat bestimmt seine 15 Jahre bei mir abgedient, bis ich ihn dann auf Drängen der Liebsten in die wohlverdienten ewigen Jagdgründe geschickt habe. Bis dahin hat er mich nie im Stich gelassen!
Dass der neue nun schon wieder kaputt sein soll, ärgert mich ungemein. Wehe, wenn der schon hin ist!
Während ich also den Staubsauger aus der Besenkammer zerre, füllt die Liebste die Waschmaschine nebenan.]

“Und? Ist er kaputt?”
“Moment, ich bin ja noch gar nicht so weit…”

“Schalt doch mal ein!”
“Jaaa doch, Moment…”

[Ich schalte den Staubsauger ein und er gibt eigentlich ganz gewöhnliche Geräusche von sich. Auf dem Boden liegen vor mir ein paar Krümel und lange Haare (von wem die wohl sind...). Als sich die Saugdüse dem Dreck nähert, ist dieser auch schon im Gerät verschwunden. Läuft!]

“Und?”
“Liebste, was hast du denn! Der läuft doch!”

“Sehr gut, dass du den repariert hast.”
“Ich habe gar nichts gemacht! Der ist doch gar nicht kaputt!”

“Umso besser, dann kannst du ja jetzt die Wohnung saugen.”
“Aber ich…”

“Wenn ich waschen muss, dann kannst du ja wohl mal saugen!”

Kopfschüttel…

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Ich bin doch ganz nett

1. Oktober 2007, aus der Schublade Wohnen und Leben

Ich bin doch ganz nett (photocase.de © evali)Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer und schauen “Wer wird Millionär”. Natürlich wissen wir immer jede richtige Antwort schon längst, bevor es der Kandidat weiß. Wobei sich unser Wissen leider doch des häufigeren als grob fahrlässige Vermutung herausstellt…

“Wir sollten da auch mal mitmachen, Schatz.”
“Naja, also ich weiß ja nicht, Süße…”

“Wieso?? Wir sind doch immer ganz gut, oder?”
“Und warum willst du dann nie mit mir Trivial Pursuit spielen?”

“Das ist doch wohl etwas ganz anderes!”
“Wieso? Was ist denn da anders? Da geht´s auch um Allgemeinwissen.”

“Da verliere ich aber dauernd. Nee!”
“Das ist die völlig falsche Einstellung, so kann das ja auch nicht klappen!”

“Eben! Bei Günther Jauch würde ich mich viel wohler fühlen.”
“Du?? Du würdest vor Nervosität vom Stuhl fallen!”

“Und wenn der mir hilft bei den schwierigen Sachen?”
“Und warum sollte er?”

“Weil der das immer macht, wenn er die Leute da mag.”
“Ach! Und dich mag er dann? Das weißt du jetzt schon?”

“Natürlich! Ich bin doch ganz nett, oder?”
“Ja…”

“Ja nicht??”
“Doch, Schatz. Du bist sehr nett. Er wird dich mögen.”

“Nein, jetzt sag doch mal, ob der mich wohl mag?”
“Ich denke schon, doch.”

“Ich meine, warum sollte er denn nicht?”
“Ähm…”

“Jetzt sag doch mal!”
“Tja, also, mir fällt da nichts ein, warum er dich nicht…”

“Das ist ja wieder typisch! Danke! Blödmann!”
“Blödmann?? Wieso denn Blödmann??”

“Das ist genau dasselbe wie mit meinen Hosen.”
“Was??”

“Wenn ich dich frage, ob etwas an mir gut aussieht, sagst du immer ja!”
“Also, ich…”

“Das kann ja gar nicht sein! Und das seit Jahren!”
“Aber wenn es doch aber immer gut aussieht?”

“Unmöglich! Du bist mir da überhaupt gar keine Hilfe!”
“Neulich habe ich doch aber auch mal Nein gesagt, oder?”

“Ja, aber da ging es ja um den Gürtel.”
“Habe ich Nein gesagt oder nicht!?”

“Das war was anderes, weil du das wieder nicht verstanden hast!”
“Mir gefiel das nicht, ich hab´s gesagt und dann war es wieder verkehrt!”

“Solche Gürtel trägt man eben schief, das ist so!”
“Und mir gefiel das nicht!”

“Na schön, dann hast du eben einmal was gesagt.”
“Dann nenn mich auch nicht Blödmann!”

“Bist du aber!”
“Warum denn bitte??”

“Weil du nicht sagst, was der Jauch an mir nicht mögen könnte!”
“Deine ewige Plapperei vielleicht!”

“Wieso? Rede ich dir zu viel??”
“Nein, aber dem Herrn Jauch vielleicht.”

“Was soll ich denn weglassen?”
“DAS WEISS ICH DOCH JETZT NICHT!”

“Ja dann hilft es mir ja auch nicht!”
“Bewirb dich doch, und dann sehen wir weiter.”

“Ach! Und erst dann sagst du mir, was dir an mir nicht passt??”
“Wir reden doch hier von Günther Jauch, nicht von mir!”

“Also den könnten Sachen stören, die dich nicht stören?”
“Vielleicht?”

“Zum Beispiel?”
“Ich brech zusammen…”

“Zum Beispiel?”
“Beispielsweise, dass du immer alles in Frage stellst!”

“Das ist doch aber Sinn und Zweck von Wer wird Millionär!”
“Naja, stimmt… Vielleicht kein gutes Beispiel, zugegeben…”

“Ich stelle also alles in Frage, ja??”
“Manches.”

“Und das passt dir nicht?”
“Doch, schon, aber…”

“Du hättest also lieber ein kleines Dummchen ohne Hirn?”
“Schatz! Das ist doch überhaupt gar nicht…”

“Ich gehe zu Günther Jauch!”
“Aber Schatz, ich meinte doch nur, dass…”

“Und das lasse ich mir von dir nicht vermiesen!”
“Schatz!”

“Auch wenn du immer was an mir rumzumeckern hast…”
“Aber ich…”

“…der Jauch wird mich mögen! Blödmann!”

Kopfschüttel…

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