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Ich verstah! in Schwizerdütsch

18. März 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Min Schatz und ich sitzet am Abig i de Stube am Ässtisch und gnehmiget üs, was de Chüehlschrank so hergit.
Mal wieder e gueti Glägeheit, um über dies und das zredä.
Oder au nöd…

“Du, Schatz?”
“Ja, Spatz?”

“Tuesch mer en gfalle?”
“Was de?”

“Ich wott en Hund.”
“Ouw nei, nöd scho wieders’ Hundethema!”

“Was? wieso dörf ich denn kän Hund??”
“Schatz, mir wohnet zmitzt i de Stadt!”

“Ja und??”
“Und mir schaffet beidi de ganz Tag!”

“Das weiss i sälber.”
“Und wer söll denn de Tag dur mit em Hund go laufe??”

“Chentsch nöd du das mache?”
“Hallo?? Viellicht bini denn au am schaffe??”

“Du hoggsch doch nur de ganz Tag blöd im Büro ume, oder nöd?”
“BITTE?? kännet mir üs vo irgendwo her??”

“Was söll etz das wieder heisse?”
“Das du genau weisch, dass ich NöD nume im Büro umehogge!”

“Aber viel.”
“Mängisch, ja. Aber trotzdem nöd immer.”

“Gsehsch.”
“Was gsehsch??”

“Mit eme chliine Hund würsch viel meh usecho.”
“Hä??”

“Chasch de du en chline Hund nöd mitneh?”
“Wohi?! Is Büro??”

“Ja.”
“NEI!”

“Hesch de din Chef scho mal gfraget?”
“Nei!”

“Denn weisch ja gar nöd, öbs gah wür!”
“Ich weiss aber genau, dass ich das gar nöd will!”

“Wieso redet mir etz plötzli nur na über dich?”
“Was??”

“ICH wott doch en Hund! Eine mit Schlappohre.”
“Denn nimm en du doch mit!”

“Das gaht sicher nöd.”
“Genau! Und drum gitts au kein Hund.”

“Das heisst also, wenn ICH mich um en kümmere wür, denn…”
“…was au immer du säge wotsch, das heissts NÖD!”

“Lass mich doch erscht mal usrede!”
“Nei! Das gitt nur wieder e Katastrophe!”

“Ich ha dänkt, du hättsch au gern en chline Hund!”
“Wenn mir irgendwänn mal uf em Land wohnet und Chind hend, dänn.”

“Dänn?”
“Ja dänn.”

“Erscht dänn??”
“Erscht dänn.”

“Aha, ok…”
“Ähm, wetsch du mir demit säge, dass du mir zuestimmsch??”

“Ja.”
“Ach chum etz, hör doch uf!”

“Was de??”
“Da chunt doch etz sicher wieder irgend en Gugus!”

“Nei, wäge? Was meinsch de?”
“Naja sowas wiä: dänn wott ich jetzt ufs Land zieh oder so.”

“Sägi ja gar nöd?”
“Oder: guet, denn gönd mer etz ganz schnell go zwei Chind mache.”

“Hani au nöd gseiht?”
“Oder: ja guet, denn chündi halt und werd Huusfrau.”

“So en Seich!”
“Also du hesch würkli nüt meh wiiters dezue zsäge??”

“Nä-ä.”
“Hm…”

“Du hesch ja scho alles gseiht! So machet mers!”

Chopfschüttel…

Mit Humor und Charme freundlicherweise ins Schwizerdütsch übersetzt von einem “Schweizer Zuleser”, der nicht weiter genannt werden möchte. Danke dafür!

Alle, die jetzt nichts oder nur die Hälfte verstanden haben, können selbstverständlich auch einen Blick auf die deutsche Version werfen, und zwar hier, beziehungsweise nachfolgend.

Mittlerweile gibt es eine Österreichische Version! Es war ja auch zu erwarten, dass die Österreicher das nicht auf sich sitzen lassen werden.
An dieser Stelle vielen Dank an Sascha Hofer aus Linz für die tolle Arbeit!

Und als wenn das noch nicht genug wäre: Marvin Schuld präsentiert uns eine Fremdsprache im eigenen Land: Berliner Schnauze!
Danke dafür und viele Grüße nach Berlin!

Ich weiß ja, dass ich hier nicht der einzige Verrückte bin, aber das…
Hier die Geschichte auf Schwedisch, übersetzt und zur Verfügung gestellt von Holger aus Mannheim! Danke!

Und weiter geht´s mit einer süd-hessischen Version, die Rainer Hanss aus Darmstadt aus Liebe zu seiner Heimat erstellt hat. Danke dir!

Nicht nur guter Wein, sondern auch Sprachtalente kommen aus dem Frankenland:
Jens zeigt mit seiner oberfränkischen Variante, dass auch Deutsch eine Fremdsprache ist. Danke Jens!

Es hat ein bisschen gedauert, aber auch die Schwaben haben nicht geschlafen:
Besonders gilt das für Robert Bullinger aus Elchingen, der uns die schwäbische Version zur Verfügung gestellt hat. Danke dafür!

Wer fehlt noch? Na klar! Der Pott, da wo´s immer brummen tut!
Thorsten aus Essen liefert die ruhrdeutsche Version. Danke dir!

Und wer fehlt auch noch? Richtig… Die Lederhosen!
Holger aus Süddeutschland macht dem ein Ende! Danke!

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Verstehe!

18. März 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer an unserem Esstisch und genehmigen uns, was der Kühlschrank noch so hergegeben hat. Wie so häufig auch eine gute Gelegenheit, um über dies und das zu reden.
Oder auch nicht…

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Tust du mir einen Gefallen?”
“Was denn?”

“Ich will einen Hund.”
“Oh nein, nicht schon wieder das Hundethema!”

“Aber wieso darf ich denn keinen Hund haben??”
“Liebste! Wir wohnen mitten in der Stadt!”

“Na und??”
“Und wir arbeiten beide den ganzen Tag!”

“Das weiß ich.”
“Wer soll denn tagsüber mit dem Hund spazieren gehen??”

“Kannst du das nicht machen?”
“Hallo?? Ob ich wohl arbeiten muss??”

“Aber du sitzt doch nur im Büro rum, oder nicht?”
“BITTE?? Sag mal, kennen wir uns irgendwo her??”

“Was soll das denn jetzt?”
“Du weißt ja wohl, dass ich NICHT nur im Büro sitze!”

“Aber oft.”
“Öfter, als mir lieb ist, ja. Aber nicht immer.”

“Siehste.”
“Was heißt denn jetzt siehste??”

“Mit einem kleinen Hund kommst du dann viel häufiger raus.”
“Was??”

“Kannst du unser Hündchen nicht mitnehmen?”
“Wohin! Ins Büro??”

“Ja.”
“NEIN!”

“Hast du schon deinen Chef gefragt?”
“Nein!”

“Dann weißt du ja noch gar nicht, ob das ginge!”
“Ich weiß aber, dass ich das gar nicht will!”

“Wieso reden wir denn jetzt plötzlich nur noch über dich?”
“Was??”

“ICH will doch einen Hund! Einen mit Schlappohren.”
“Dann nimm du ihn doch mit zur Arbeit!”

“Das geht ja wohl nicht.”
“Genau! Und deswegen gibt es auch keinen Hund.”

“Also heißt das, wenn ICH mich um den kümmere, dann…”
“…was immer du sagen willst, das heißt es NICHT!”

“Lass mich doch mal ausreden!”
“Nein! Das gibt nur wieder eine Katastrophe!”

“Ich dachte, du hättest auch gerne ein süßes Hundchen?”
“Wenn wir irgendwann auf dem Land wohnen und Kinder haben, dann.”

“Dann?”
“Ja dann.”

“Erst dann??”
“Erst dann.”

“Verstehe.”
“Ähm, willst du damit sagen, du stimmst mir zu??”

“Ja.”
“Ach komm, hör doch auf!”

“Was denn??”
“Da kommt doch jetzt wieder irgendein dickes Ende!”

“Nein, wieso? Was meinst du denn??”
“Naja sowas wie: dann will ich jetzt aufs Land ziehen oder so.”

“Sage ich doch gar nicht?”
“Oder: gut, dann gehen wir jetzt schnell zwei Kinder machen.”

“Sage ich auch nicht?”
“Oder: na schön, dann kündige ich und werde Hausfrau.”

“Quatsch!”
“Also du hast wirklich nichts weiter dazu zu sagen?”

“Nee.”
“Hm…”

“Du hast ja schon alles gesagt! So machen wir´s!”

Kopfschüttel…

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Wie war dein Tag?

23. Februar 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich kommen am Abend nach Hause und wie es der Zufall will, treffen wir uns vor unserer Haustür! Schnell einmal umarmt und geherzelt, und wir könnten eigentlich zusammen rein gehen.
Könnten wir, also theoretisch, also…

“Na Schatz, wie war dein Tag?”
“Gut! Gut, Süße.”

“Voll doof…”
“Wie bitte??”

“Du sagst jeden Tag: gut.”
“So?”

“Ja, immer wenn ich dich frage: gut! Jeden Tag sagst du das!”
“Na und??”

“Geht´s vielleicht ETWAS ausführlicher??”
“Doch, aber wollen wir nicht erst einmal rein gehen?”

“Nein!”
“Ja soll ich jetzt hier vor der Tür…”

“Du könntest ja mal was anderes sagen, als einfach nur: gut!”
“Ähm… Dann frag doch nochmal, bitte.”

“Wie war dein Tag, Schatz?”
“Sehr gut.”

“MANN!”
“Was ist denn?? Ich habe immerhin um 100 Prozent erhöht.”

“So meinte ich das aber nicht!”
“Und kannst du mir mal sagen, warum das jetzt hier vor der Tür…”

“Weil ich nicht mit rein kann, ich muss noch zum Briefkasten.”
“Ach so.”

“Ja. Und da wollte ich nur eben schnell wissen, wie dein Tag war.”
“Aber was soll ich denn da jetzt sagen!?”

“Na, also irgendetwas war bestimmt heute anders, als sonst!”
“OK, Schön! Also eine Sache ist mir passiert.”

“Und was?”
“Heute Nachmittag ist mir meine Tasse runtergef…”

“Und die war voller Kaffee und du hast eine Sauerei angestellt.”
“Ähm, ja, richtig.”

“Hm.”
“Und dann wollte ich eigentlich etwas f…”

“Du wolltest etwas früher gehen, aber es kam was dazwischen.”
“Ähm… Das ist richtig, ja…”

“Aha, und was noch?”
“Ich habe heute den ganzen Ta…”

“Du hast den ganzen Tag in Meetings rumgesessen, stimmt´s?”
“Tja, also…”

“Also ein Tag wie immer. Sag das doch gleich!”

Kopfschüttel…

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Goldtaler

19. Februar 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich stehen auf unserem klitzekleinen Balkon und werfen eine Blick nach draußen.
Das ist heute etwas Besonderes, denn es schneit dicke Flocken in Bremen, was eine echte Rarität darstellt!
Da kann man auch schon mal ein bisschen wehmütig werden…

“Du Schatz, ist das nicht schön?”
“Ja, Süße.”

“Ich mag Schneeflocken.”
“Geht so…”

“Stell dir mal vor, die Schneeflocken wären alles Goldtaler!”
“Dann wäre es auf den Straßen wahrscheinlich nicht mehr so ruhig…”

“Du, wenn du 10 Millionen im Lotto gewinnen würdest…”
“Das wäre schön…”

“…was würdest du dann mit dem ganzen Geld machen?”
“Hm…”

“Sag doch mal!”
“Also erst einmal würde ich dir drei Millionen abgeben.”

“Was??”
“Nicht gut?”

“Warum denn nur drei Millionen??”

Kopfschüttel…

37 Kommentare »

Gleich ist schon längst vorbei

12. Februar 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen in unserem Wohnzimmer und lesen Zeitung. Die Liebste studiert den Veranstaltungsteil, während ich mich den neuesten Wirtschaftskatastrophen widme.
Bankenkrise. Ich weiß zwar schon, wie das zustande kommt, aber verstehen tue ich es trotzdem nicht…

“Ach Schatz, was ich dir noch sagen wollte…”
“Süße, gleich.”

“Ist nur ganz kurz!”
“Gut, dann warte doch bitte noch KURZ, ja?”

“Gut, warte ich.”
“Bin gleich durch mit dem Artikel.”

“-”
“-”

“Bist du fertig?”
“Gleich…”

“-”
“-”

“Bist du jetzt fertig?”
“GLEICH!”

“-”
“-”

“Warum sagst du denn nicht, dass es länger dauert??”
“Es dauert ja gar nicht länger.”

“Aber eben hast du gesagt, gleich.”
“Ich bin ja auch gleich soweit!”

“Gleich ist schon längst vorbei.”
“Liebste, je mehr du drängelst, umso länger dauert es!”

“Ich wollte…”
“Noch zwei Sekunden, bitte!”

“Na schön… Eins… Zwei… Vorbei!”
“Mann! Jetzt muss ich den Absatz noch einmal lesen!”

“Zwei Sekunden, hast du gesagt.”
“Ja, das habe ich gesagt!”

“Hättest ja auch 30 Sekunden sagen können.”
“Also gut, dann brauche ich noch 30 Sekunden.”

“Eben waren es noch zwei!”
“Schatz!”

“Was denn?? Ich warte hier ewig und du nölst nur rum!”
“Ich nöle nicht rum! Lass mich doch bitte eben…”

“Ich wollte dir doch nur kurz was sagen.”
“Himmel! Also schön… Was willst du mir denn sagen…”

“Nee, lies ruhig erst zu Ende.”
“Dazu komme ich ja dank deiner Drängelei nicht!”

“Ich habe gesagt, dass ich warte, also warte ich.”
“Tust du aber nicht!”

“Habe ich schon gesagt, was ich sagen wollte?”
“Ähm… Nein!?”

“Siehste, weil ich warte!”
“Und geht das auch mit geschlossenem Mundwerk??”

“Rede ich wieder zu viel?”
“JA!!”

“Gut, dann bin ich jetzt still.”
“Das würde mich wundern, aber es geschehen immer mal wieder Wunder.”

“-”
“-”

“Hmmm  mmm   – mmh hmm hm hm mmmmmmm…”
“Boah, das darf echt nicht wahr sein…”

“Dete detetete dededete tete de….”
“Wolltest du nicht still sein??”

“Wieso? Ich sage doch gar nichts??”
“Aber du murmelst vor dich hin!”

“Ich werde ja wohl murmeln dürfen!”
“Dabei kann ich mich aber nicht konzentrieren!”

“Es stört dich ja auch nicht, wenn der Fernseher an ist??”
“Das ist etwas ganz anderes!”

“Verstehe ich nicht…”
“Das macht nichts!”

“Bist du jetzt fertig?”
“JAAA JAAA JA!!! Mit den Nerven…”

“OK, dann kann ich ja jetzt erzählen, oder?”
“… Ja. Bitte. Was ist denn…”

“Danach kannst du auch in aller Ruhe weiter lesen!”
“Sehr vielversprechend… Also was ist jetzt!”

“Ich habe Briefmarken geholt, unsere waren alle.”
“Schön, und?”

“Das wollte ich dir nur sagen.”
“Mehr nicht??”

“Eigentlich nur das, aber…”
“Und das konnte nicht warten??”

“Ich musste es sagen, bevor ich es vergesse.”
“Das darf doch wohl echt nicht wahr sein…”

“Und ich hätte es schon beinahe vergessen!”
“Schade! Schade, dass du es nicht vergessen hast!”

“Nee, nee! Das ist ziemlich wichtig!”
“Wir haben wieder Briefmarken, Wahnsinn! Warte, ich rufe BILD an!”

“Das ist nicht das, was ich meinte.”
“So?? Und was meintest du, bitteschön??”

“Ich kriege 14,50 Euro von dir. Und zwar JETZT.”
“Was?? Jetzt??”

“Bevor ich es vergesse! Dete detete detete…”

Kopfschüttel…

Schaue doch einmal nach, ob andere Gäste des Blogs
im Chat sind. Vielleicht triffst du jemanden!

Hier geht´s zum Chat:
Der Kopfschüttel-Chat

43 Kommentare »

Zwei sind zwei zu viel!

2. Februar 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen an unserem Esstisch im Wohnzimmer und schauen auf das vor uns stehende Notebook: zusammen suchen wir auf einer bekannten Internetplattform für Geschenkideen etwas Passendes für eine bevorstehende Geburtstagsfeier.
Tja; das kann noch dauern…

“Guck mal, hier gibt´s eine Iglu-Übernachtung in den Alpen!”
“Süße, können wir uns bitte auf normale  Geschenke konzentrieren?”

“Aber ich fände das super.”
“Du?? Du frierst ja schon, wenn du nur die Schuhe ausziehst!”

“Es geht hier doch gar nicht um mich!?”
“Eben. Wir suchen was für Petra und Frank, nicht für dich.”

“Ist ja schon gut…”
“Hier, ich habe noch eine Überraschung.”

“Überraschung?? Was denn?”
“Moment… Das hier.”

[Ich ziehe - wie von Geisterhand - eine Maxitüte Haribo Gummibärchen aus dem Hut und lege sie auf den Tisch. Da macht die Liebste Augen!
Süßigkeiten sind ja immer dann am schönsten, wenn man denkt, man hätte keine mehr...]

“Gummibärchen!! Wo hast du DIE denn jetzt her??”
“Das ist streng geheim.”

“Super! Ich liebe Gummibärchen!”
“Fein.”

[Ich nehme die Tüte, ziehe sie zum Öffnen auseinander und lege sie anschließend wieder auf den Tisch, damit sich die Liebste ein paar Bärchen nehmen kann.
Der dabei entweichende süßliche Geruch macht Lust und Appetit!]

“Und jetzt?”
“Na nimm dir welche, was denn sonst?”

“So??”
“Wie meinst du das?”

“Na so aus der Tüte?”
“Tut mir leid, aber Gummibärchen sind nun mal in einer Tüte!?”

“Kannst du nicht eine Schale holen?”
“Dann muss ich ja in die Küche latschen, muss das sein?”

“Ich will da nicht so in der Tüte rumgrabbeln.”
“Frauen…”

“Das ist ja wohl kein Problem, mal eben eine Schale zu holen?”
“Nein, ist ja gut. Ich hole dir eine.”

[Ich laufe also los, gehe an unseren Küchenschrank und stehe vor der Entscheidung, welche Schale ich denn nun nehme. Das mag sich blöd anhören, aber wenn ich jetzt die falsche mitbringe, darf ich gleich noch einmal gehen...
Ich entscheide mich für die Kristallschale, die wir eigentlich immer für Süßigkeiten verwenden, wenn wir Gäste haben.]

“Warum hast du denn die durchsichtige Schale mitgebracht??”
“Ähm… Ich dachte, das sieht dann schön aus.”

“Gummibärchen tut man nur in weiße Schalen, ist doch klar!”
“Wieso??”

“Wegen der Farben, die wirken auf Weiß viel besser.”
“Aha… Und können wir jetzt trotzdem diese Schale nehmen?”

“Also eigentlich…”
“Schon gut, schon gut! Ich gehe ja schon…”

[Ich glaube, es ist eine der größten Geduldsprüfungen für einen Mann, nicht spontan in eine frische Haribo-Tüte greifen zu dürfen; und sich stattdessen mit der Farbe von Servierschalen beschäftigen zu müssen.
Man muss diese Herausforderung annehmen, glaube ich; die einzige Alternative wäre, die Liebste zusammen mit unseren tausend Servierschalen und Schälchen in eine große Kiste zu packen und im Keller dauerhaft zu verstauen.
Aber dann müsste ich vier Treppen runter, also ziehe ich den erneuten Gang in die Küche vor und nehme schließlich eine WEISSE Schale...]

“Die ist besser.”
“Eine andere haben wir auch nicht.”

“Wie bitte?? Schatz, wir haben jede Menge weiße Schälchen!”
“Schön, und ist DIESE hier jetzt angenehm für die Gnädigste?”

“Das hört sich schon wieder so an, als wäre ich pingelig!?”
“Sagen wir einfach, dir kann man es nie recht machen.”

“Das Auge isst doch immer mit, schon mal gehört??”
“Ja. Hauptsache, man kommt irgendwann mal zum essen.”

“Also gut, die Schale nehmen wir jetzt.”
“Danke. Sehr freundlich.”

“Aber wenn wir Besuch hätten, dann ginge das natürlich nicht.”
“Soll das heißen, diese Schale könnten wir nicht unseren Gästen…”

“Bist du verrückt?? Doch nicht mit Gummibärchen!”
“Steht da irgendwo drauf, was man da rein tun darf und was nicht!?”

“Da müsste man ja drei Tüten rein schütten, damit die voll ist!”
“Mir würde im Augenblick diese eine da schon reichen!”

“Wenn man Schälchen serviert, dann müssen die auch voll sein.”
“Und um dir irgendwas zu servieren, dafür muss man mutig sein!”

[Da es mir nun mittlerweile etwas zu bunt geworden ist, unterbreche ich diese hochwertige Diskussion und schütte die Tüte Gummibärchen in die Schale. Eigentlich ist es mehr ein großer Bärchen-Klumpen; die Dinger kleben alle zusammen und das erinnert mich eher an einen Semmelknödel, als an ein Meer aus Gummi.
Aber egal, JETZT nehme ich mir welche!]

“Was machst du denn da??”
“Ich nehme mir Gummibärchen, bevor dir wieder irgendwas einfällt.”

“Was soll mir denn einfallen, bitte?!”
“Keine Ahnung, bei dir weiß man ja nie.”

“Eigentlich hätte ich ja zuerst welche nehmen dürfen.”
“So?”

“Ein Gentleman hätte mir den Vortritt gelassen.”
“Entschuldige.”

“Und zeig mal, welche du dir da genommen hast!”
“Wie bitte??”

“Zeig doch mal!”

[Ich strecke meine Hand uns und zeige der Liebsten die Gummibärchen, die ich aus der Schale genommen habe.]

“Wusste ich es doch!”
“Was wusstest du!?”

“Du hast da rote Bärchen dabei!”
“Na und??”

“Ich esse doch nur die roten!”
“Seit wann das denn??”

“Schon immer.”
“Das wüsste ich aber!”

“Da kann man mal wieder sehen, wie wenig du mich kennst!”
“Soll das heißen, ich darf jetzt keine roten Bärchen mehr essen??”

“Das wäre sehr nett, ja.”
“Aber Schatz, die schmecken doch alle gleich!”

“Tun die nicht! Und außerdem darfst du ja alle anderen essen.”
“Nicht zu fassen… Hier, da hast du die roten Dinger zurück.”

“Das sind zwei zu viel.”
“Warum das denn jetzt wieder?? Wie geht das denn??”

“Na, die da sind Orange, nicht Rot. Sieht man doch!”
“Gott, wenn das so weiter geht, muss ich mir Krücken besorgen…”

“Krücken? Wofür das denn??”
“WEIL ICH GLEICH ZUAMMENBRECHE!!”

“Nur wegen ein paar Gummibärchen??”
“Hätte ich bloß M&M´s gekauft…”

“Ja, da hättest du dann auch die roten Nüsse essen dürfen.”
“Sehr freundlich…”

“Weil bei M&M´s mag ich nur die dicken braunen!”

Kopfschüttel…

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Wir hatten das aber schon besprochen!

21. Januar 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Abend entspannt an unserem Esstisch im Wohnzimmer und essen Abendbrot zusammen.
Und wie üblich tauschen wir nebenbei die Neuigkeiten des Tages aus, obwohl es heute wohl keine Besonderheiten gab. Denke ich…

“Du Schatz, darf ich dich mal was fragen?”
“Was willst du mich denn fragen, Süße?”

“Was kostet eigentlich so ein Maurer?”
“Wie bitte?? Ein Maurer?? So einer mit Steinen und so?”

“Das sind doch Maurer, die was abreißen und neu mauern?”
“Ähm… Brauchen wir einen Maurer??”

“Ich denke schon.”
“Ach so?? Willst du hier irgendwo eine Mauer hinstellen, oder was??”

“Nein, nein, keine Mauer. Ich will ein neues Sofa.”
“Ah, ein neues Sofa, ja… Sag mal, was hast du da eben gegessen?”

“Wieso? Käse, warum??”
“War da vielleicht irgendeine halluzinogene Droge drin!?”

“Davon stand nichts auf der Packung…”
“Schatz!”

“Was ist denn??”
“Was hat ein Maurer mit einem neuen Sofa zu tun!?”

“Eigentlich nichts.”
“Ja, das, ähm… Dieser Gedanke kam mir auch kurz…”

“Das heißt also, dass das neue Sofa klar geht?”
“Also Moment mal, nicht so schnell, ja!”

“Aber du hast doch neulich gesagt, das ginge in Ordnung??”
“Ich sagte, wenn du unsere verkaufst, DANN ist das in Ordnung!”

“Ich kann doch unsere Sofas nicht einfach verkaufen!”
“Dann gibt´s auch keine neuen. Ganz einfach.”

“Ich will ja gar keine Sofas, ich möchte eine Wohnlandschaft.”
“Ach so, eine Wohnlandschaft, na klar, sicher…”

“So eine breite, wo man drauf kuscheln kann mit großen Kissen.”
“Auf den Dingern sitzt man dann nicht mehr, sondern liegt nur noch.”

“Na und? Jetzt liegen wir doch auch dauernd auf den Sofas?”
“Trotzdem KANN man auf unseren Sofas noch sitzen, wenn man will.”

“Wir hatten das besprochen, ich will eine Wohnlandschaft!”
“Schön! Dann kauf dir eine!”

“Da gibt es nur noch ein klitzekleines Problem…”
“Wieso hatte ich das bloß schon wieder geahnt…”

“Und dafür brauchen wir eben den Maurer.”
“Aha. Passt dein neues Sofa nicht durch die Tür, oder was?”

“Darüber habe ich ja noch gar nicht nachgedacht!”
“Oh, dann vergiss es auch bitte schnell wieder, ja?”

“Das regele ich schon, aber das war ja nicht mein Problem…”
“Also schön. Ich werde es bereuen, aber: was ist denn das Problem??”

“Die Ecke da muss weg.”
“Welche Ecke??”

“Na da, der komische nutzlose Mauervorsprung da in der Ecke!”
“Der Kamin??”

“Wo ist denn da ein Kamin??”
“Na, da steht jetzt keiner, aber früher war da bestimmt mal einer.”

“Schön, aber jetzt nicht mehr und deshalb muss das Ding weg.”
“Warum??”

“Weil ich sonst meine Wohnlandschaft da nicht hinstellen kann!”
“Schatz, da gehen etliche Rohre durch, das geht nicht!”

“Unsere Heizung ist doch aber in der Küche??”
“Wir können nicht den ganzen Kamin da wegreißen lassen!”

“Wieso nicht? Braucht doch keiner mehr??”
“Schatz! Erstens ist das nicht unser Haus und zweitens…”

“Du willst ja nur verhindern, dass ich mein Kuschelsofa kriege!”
“Darum geht es doch gar nicht!”

“Weil du gar nicht mit mir kuscheln willst, geht es darum??”
“Quatsch!”

“Kuscheln ist gut für die Beziehung, habe ich gelesen.”
“Ach! Das hast du gelesen?? Da wäre ich selber nie drauf gekommen!”

“Wenn du nicht kuscheln willst, dann brauche ich auch kein Sofa!”
“Aber ich habe doch gar nichts gegen ein neues Sofa!”

“Na gut, dann wäre das ja geklärt. Bestelle ich morgen.”
“Moment, halt, ich meinte nur, dass…”

“Jetzt dreh dir das nicht anders herum, du hast es gesagt!”
“Ich lasse doch nicht das halbe Haus abreißen, nur weil du…”

“Dann eben nicht! Wie kann man bloß so unromantisch sein!”
“Kannst du denn nicht ein Sofa kaufen, für das wir nicht den ganzen…”

“Nein, das kann ich nicht!”
“Und wieso nicht??”

“Und den Maurer bestelle ich trotzdem!”
“Wie bitte?? Was soll der denn sonst hier machen!?”

“Vielleicht will DER ja mit mir kuscheln!”

Kopfschüttel…

PS: neue Hörspiele von Radio egoFM hinzugekommen!

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Und dann?

15. Januar 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Und dann? (photocase.de © C.D.)Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer und schauen Fernsehen. Viel genauer kann ich es gar nicht sagen, denn es läuft trotz 50 Kanälen nichts Sehenswertes, nicht einmal etwas gerade noch Akzeptables.
Das ist sie also, unsere schöne neue Medienwelt…

“Du Schatz?”
“Ja, Süße?

“Was möchtest du denn jetzt sehen?”
“Ist mir völlig egal, mach einfach, wie du willst.”

“Ich finde aber nichts…”
“Dann mach doch aus die Kiste?”

“Und dann?”
“Dann ist der Fernseher aus.”

“Und dann?”
“Was und dann!”

“Was ist dann?”
“Dann weiß ich auch nicht.”

“Ich meine, was machen wir denn dann?”
“Mach doch ein Kreuzworträtsel.”

“Das habe ich doch aber nach einer Viertelstunde fertig?”
“Dann mach eben zwei.”

“Und was machst du?”
“Ich surfe ein bisschen im Internet rum oder so, keine Ahnung.”

“Und dann?”
“Und dann, und dann!! Sind wir hier im Kindergarten, oder was!?”

“Aber ich will doch nur wissen, was wir danach machen?”
“Weiß ich nicht, keine Ahnung! Muss ich das jetzt schon wissen??”

“Wir könnten ja auch was zusammen machen?”
“Und was?”

“Was spielen oder so?”
“Naja… Was willst du denn spielen?”

“Hm…”
“Wir haben ja nur Spiele für mindestens drei Personen.”

“Stimmt, bis auf das Spiel des Lebens… Und Mau Mau.”
“Eben, und dazu habe ich jetzt nun überhaupt gar keine Lust.”

“Also was machen wir denn dann?”
“Könntest du bitte diesen Satz aus deinem Wortschatz streichen?!”

“Wie soll ich das denn sonst fragen??”
“Schlag doch einfach was vor, wie wäre es damit?”

“Ich habe ja Spielen vorgeschlagen, aber das willst du ja nicht!”
“Spielen ist ja schön und gut, aber was denn?”

“Siehst du, jetzt fragst du auch WAS DENN, aber ich darf nicht!”
“Du fragst das ja auch so komisch, das nervt!”

“Ich frage, was wir machen wollen, und schon bist du genervt!”
“Kannst du nicht einfach ein wenig anders fragen, nicht so fordernd?”

“Na schön. Du Schatz, was sollen wir denn jetzt machen?”
“Himmel!”

“Ich habe ganz lieb gefragt!”
“ICH WEISS NICHT, WAS WIR JETZT MACHEN SOLLEN!”

“Warum regst du dich denn jetzt so auf?”
“Weil mir diese Fragerei auf den Geist geht!”

“Du gehst mir auch manchmal auf den Geist! So!”
“Na toll, super! Also – Wollen wir eine Runde um den Block gehen?”

“Und dann?”
“LIEBSTE!! Ich kriege gleich einen Anfall!”

“Soll ich denn den Fernseher jetzt ausmachen?”
“Nee, lass ihn bloß an!”

“Aber Schatz, es kommt doch nichts?”
“Na schön, dann mach ihn eben aus.”

“Und dann??”

Kopfschüttel…

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Dazwischen, dazwischen!

18. Dezember 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste war heute ausnahmsweise mal allein in der Stadt, um einige Besorgungen zu machen.
Es würden einige wichtige Dinge fehlen, die gekauft werden müssten, hat sie gesagt…
Wieder zuhause angekommen, treffen wir uns in der Küche.

“Da bin ich wieder!”
“Das sehe ich, Süße.”

“Freust du dich gar nicht?”
“Doch, natürlich. Schön, dass du wieder da bist.”

“Das meine ich doch gar nicht!”
“Nicht? Was denn sonst?”

“Na, dass ich so viele tolle Sachen gekauft habe!”
“So? Was hast du denn alles gekauft?”

“Ich wollte neue Sofakissen haben.”
“Brauchten wir denn neue??”

“Nein, aber ich wollte mal wieder andere.”
“Aha, naja… Und? Wo sind sie?”

“Ich habe nirgendwo schöne Kissen gefunden.”
“Ähm…”

“Aber dafür habe ich einen tollen Dekoteller mitgebracht!”
“Und was ist mit den Kissen?”

“Ist doch jetzt egal, ich zeige dir gleich mal den Teller.”
“Gerne, aber sag mal: was soll der denn dekorieren?”

“Die neuen Tischsets.”
“Brauchten wir auch neue Tischsets??”

“Ja, passend zu den neuen Kissen.”
“Ähm, aber du hast doch gar keine Kissen gekauft??”

“Richtig, das sagte ich ja bereits.”
“Aber dann hast du trotzdem Tischsets geholt??”

“Nein.”
“Nein??”

“Sag mal, hörst du mir eigentlich zu??”
“Ja, schon, aber…”

“Ich habe leider keine Tischsets kaufen können.”
“Weil du ja vorher keine Kissen kaufen konntest, richtig?”

“Quatsch!”
“Aber du wolltest doch passende…”

“Ich hatte einfach keine Zeit mehr für die Tischsets!”
“Liebste, du warst 4 Stunden weg, da hattest du keine Zeit??”

“Ich habe so lange für die dicke viereckige Kerze gebraucht.”
“Welche Kerze denn??”

“Na die, die auf den Dekoteller soll?”
“Aber sollte der Teller nicht auf die Tischsets??”

“Der Teller soll doch nicht auf die Tischsets, du Blödmann!”
“Aber du hast doch eben gesagt, dass…”

“DAZWISCHEN, der soll DAZWISCHEN!”
“Ach so, dazwischen…”

“Das ist ja wohl klar!”
“Ja, natürlich, dumm von mir…”

“Und dann habe ich plötzlich eine kleine Vase entdeckt.”
“Soll die vielleicht auch auf den Dekoteller?”

“SCHATZ!”
“Entschuldigung…”

“Die sollte neben die Tulpenlichter.”
“Welche Tulpenlichter??”

“Die ich gekauft habe.”
“Aha, und dazu dann die passende Vase, ja?”

“Nein.”
“Liebste, ich glaube, gleich drehe ich durch…”

“Das ist doch ganz einfach! Die Vase war eigentlich super.”
“Super, OK. Aber??”

“Ich fand eine Vase dann doch irgendwie spießig.”
“Und jetzt müssen die Tulpenlichter ganz alleine sein??”

“Wieso alleine?”
“Du wolltest doch die Vase zu den Lichtern stellen, oder nicht??”

“Ich habe doch noch den Dekoteller und die Kerze?!”
“Wieso bin ich da nicht gleich drauf gekommen…”

“Weil du dir das alles gar nicht richtig vorstellen kannst!”
“Das stimmt! Wolltest du nicht eigentlich Kissen kaufen?”

“Wenn es doch aber keine gab?”
“Warum kaufst du denn dann diesen ganzen Kleinkram!?”

“Das soll eben alles zusammen passen!”
“Aber du hast doch noch gar keine Kissen!?”

“Na und?”
“Wie kannst du dann wissen, ob deine Dekosachen dazu passen??”

“Muss ich dir das wirklich erklären, Schatz?”
“JA! Bitte!”

“Wir fahren einfach am Wochenende zusammen zu Zurbrüggen.”
“Ach! Und dann??”

“Dann suchen wir 4 Kissen, die zu meinen Dekosachen passen.”
“Wir?? Soll das heißen, du und ich?? Also ICH bestimmt NICHT!”

“Wieso denn nicht??”
“Weil es unmöglich ist, dazu genau passende Kissen zu finden!”

“Na gut, dann mache ich das, wenn das für dich zu schwer ist.”
“Danke… Obwohl es mich wundert, dass du so schnell zustimmst…”

“Wieso? Du guckst dann eben nach den passenden Tischsets!”

Kopfschüttel…

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Ist das schlimm?

5. Dezember 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer und warten auf den Start des allabendlichen Fernsehprogramms.
Da noch ein paar Minuten Zeit verbleiben, beschließe ich, noch einmal eben schnell meine Emails abzurufen; vielleicht gibt es ja noch etwas Neues.

“Wollten wir nicht zusammen “Plötzlich Papa!” gucken??”
“Doch, Süße. Ich will nur noch eben schnell meine Emails checken.”

“Na das kenne ich, das dauert dann doch wieder Stunden!”
“Und wenn schon!? Die Serie ist doch eh nur was für dich, nicht für mich.”

“Ich finde das sehr lustig, dass der Anwalt da mit den…”
“Jaja, danke. Du musst mir die Handlung jetzt nicht erklären.”

“Aber du guckst das doch auch mit, oder?”
“Gleich.”

“Wir können auch was anderes gucken?”
“Nein, nein. lass. Ich will ja nur schnell meine Emails abrufen.”

“Wer soll dir denn jetzt noch schreiben?”
“Och Schatz, bitte, nun lass mich doch mal machen!”

“Bitte sehr, bitte sehr…”

[Nachdem sich die Liebste wieder dem Fernseher zugewendet hat, klappe ich mein Notebook auf und starte Outlook; es trudeln sieben Mails ein, von denen vier sofort im SPAM-Filter landen, eine enthält einen Newsletter und die anderen beiden sind merkwürdig:
einmal eine Bestellbestätigung für Musikdownloads vom Mediamarkt (!) und einmal von Worldpay, einem Internet-Bezahldienstleister...
Ich bin mir aber sicher, dass ich beim Mediamarkt keine Musik heruntergeladen, geschweige denn gekauft habe!]

“Und? Hast du Emails?”
“Ja… Sag mal Schatz, ich habe hier eine Mail vom Mediamarkt…”

“Ich weiß.”
“Das weißt du??”

“Ja. Ist doch nicht schlimm, oder?”
“Ähm… Hast du da etwa was mit zu tun??”

“Ich habe mir da Musik runtergeladen, hat mir Anne empfohlen.”
“Auf der Mediamarktseite im Internet??”

“Ja, ging ganz gut! 99 Cent pro Song.”
“Du??”

“Wieso nicht? Glaubst du, ich kriege das nicht hin, oder was??”
“Du hast 12 Songs für 11,88 Euro runtergeladen??”

“Ich dachte, du könntest mir da dann eine CD von brennen?”
“Das ist ja alles schön und gut, aber wieso kriege ICH diese Emails??”

“Na weil ich da deine Emailadresse angegeben habe, deswegen.”
“Du hast MEINE Emailadresse benutzt??”

“Ist das schlimm?”
“JA!!!”

“Warum? Ich habe die Musik doch schon?”
“Aber wieso bestellst du denn mit MEINER Emailadresse!?”

“Du sagst doch immer, dass ich im Internet vorsichtig sein soll!”
“Das ist ja auch richtig, aber…”

“Wo ist dann das Problem?”
“WIESO NIMMST DU DAFÜR DENN MEINE EMAILADRESSE!?”

“Man musste eine angeben, und da dachte ich…”
“Du hast doch eine eigene Adresse, wieso hast du die nicht genommen??”

“Du hast gesagt, dass du hunderte Emails kriegst jeden Tag.”
“Eben!”

“Da macht doch eine mehr oder weniger nichts aus, oder?”
“Aber jetzt haben die ja MEINE Emailadresse!”

“Ich dachte, dass da bestimmt irgendwelche Werbung kommt.”
“Das vermute ich auch!”

“Und ich will doch keine Werbung kriegen.”
“Ich doch aber auch nicht!”

“Ach so…”
“Wie!? Mehr hast du dazu nicht zu sagen??”

“Aber du rennst doch dauernd zum Mediamarkt, wieso…”
“Das ist ja wohl etwas GANZ anderes!”

“Das wusste ich nicht, tut mir leid, Schatz.”
“Auf was für Ideen du immer kommst!”

“Dann muss ich dir wohl noch etwas beichten…”
“Sag jetzt nicht, dass du auch noch mit meiner Kreditkarte bezahlt hast!?”

“Nein, nein.”
“Na immerhin… Also was musst du mir noch beichten?”

“Ich habe doch gestern nach Rentenversicherungen gegoogelt.”
“Oh nein! Hast du da etwa auch irgendwo meine Email angegeben??”

“Nein, natürlich nicht, keine Sorge.”
“Gott sei Dank… Das wäre eine echte Katastrophe geworden…”

“Deine Emailadresse nicht, aber deine Handynummer!”

Kopfschüttel…

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Ich verstah! in Schwizerdütsch

18. März 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Min Schatz und ich sitzet am Abig i de Stube am Ässtisch und gnehmiget üs, was de Chüehlschrank so hergit.
Mal wieder e gueti Glägeheit, um über dies und das zredä.
Oder au nöd…

“Du, Schatz?”
“Ja, Spatz?”

“Tuesch mer en gfalle?”
“Was de?”

“Ich wott en Hund.”
“Ouw nei, nöd scho wieders’ Hundethema!”

“Was? wieso dörf ich denn kän Hund??”
“Schatz, mir wohnet zmitzt i de Stadt!”

“Ja und??”
“Und mir schaffet beidi de ganz Tag!”

“Das weiss i sälber.”
“Und wer söll denn de Tag dur mit em Hund go laufe??”

“Chentsch nöd du das mache?”
“Hallo?? Viellicht bini denn au am schaffe??”

“Du hoggsch doch nur de ganz Tag blöd im Büro ume, oder nöd?”
“BITTE?? kännet mir üs vo irgendwo her??”

“Was söll etz das wieder heisse?”
“Das du genau weisch, dass ich NöD nume im Büro umehogge!”

“Aber viel.”
“Mängisch, ja. Aber trotzdem nöd immer.”

“Gsehsch.”
“Was gsehsch??”

“Mit eme chliine Hund würsch viel meh usecho.”
“Hä??”

“Chasch de du en chline Hund nöd mitneh?”
“Wohi?! Is Büro??”

“Ja.”
“NEI!”

“Hesch de din Chef scho mal gfraget?”
“Nei!”

“Denn weisch ja gar nöd, öbs gah wür!”
“Ich weiss aber genau, dass ich das gar nöd will!”

“Wieso redet mir etz plötzli nur na über dich?”
“Was??”

“ICH wott doch en Hund! Eine mit Schlappohre.”
“Denn nimm en du doch mit!”

“Das gaht sicher nöd.”
“Genau! Und drum gitts au kein Hund.”

“Das heisst also, wenn ICH mich um en kümmere wür, denn…”
“…was au immer du säge wotsch, das heissts NÖD!”

“Lass mich doch erscht mal usrede!”
“Nei! Das gitt nur wieder e Katastrophe!”

“Ich ha dänkt, du hättsch au gern en chline Hund!”
“Wenn mir irgendwänn mal uf em Land wohnet und Chind hend, dänn.”

“Dänn?”
“Ja dänn.”

“Erscht dänn??”
“Erscht dänn.”

“Aha, ok…”
“Ähm, wetsch du mir demit säge, dass du mir zuestimmsch??”

“Ja.”
“Ach chum etz, hör doch uf!”

“Was de??”
“Da chunt doch etz sicher wieder irgend en Gugus!”

“Nei, wäge? Was meinsch de?”
“Naja sowas wiä: dänn wott ich jetzt ufs Land zieh oder so.”

“Sägi ja gar nöd?”
“Oder: guet, denn gönd mer etz ganz schnell go zwei Chind mache.”

“Hani au nöd gseiht?”
“Oder: ja guet, denn chündi halt und werd Huusfrau.”

“So en Seich!”
“Also du hesch würkli nüt meh wiiters dezue zsäge??”

“Nä-ä.”
“Hm…”

“Du hesch ja scho alles gseiht! So machet mers!”

Chopfschüttel…

Mit Humor und Charme freundlicherweise ins Schwizerdütsch übersetzt von einem “Schweizer Zuleser”, der nicht weiter genannt werden möchte. Danke dafür!

Alle, die jetzt nichts oder nur die Hälfte verstanden haben, können selbstverständlich auch einen Blick auf die deutsche Version werfen, und zwar hier, beziehungsweise nachfolgend.

Mittlerweile gibt es eine Österreichische Version! Es war ja auch zu erwarten, dass die Österreicher das nicht auf sich sitzen lassen werden.
An dieser Stelle vielen Dank an Sascha Hofer aus Linz für die tolle Arbeit!

Und als wenn das noch nicht genug wäre: Marvin Schuld präsentiert uns eine Fremdsprache im eigenen Land: Berliner Schnauze!
Danke dafür und viele Grüße nach Berlin!

Ich weiß ja, dass ich hier nicht der einzige Verrückte bin, aber das…
Hier die Geschichte auf Schwedisch, übersetzt und zur Verfügung gestellt von Holger aus Mannheim! Danke!

Und weiter geht´s mit einer süd-hessischen Version, die Rainer Hanss aus Darmstadt aus Liebe zu seiner Heimat erstellt hat. Danke dir!

Nicht nur guter Wein, sondern auch Sprachtalente kommen aus dem Frankenland:
Jens zeigt mit seiner oberfränkischen Variante, dass auch Deutsch eine Fremdsprache ist. Danke Jens!

Es hat ein bisschen gedauert, aber auch die Schwaben haben nicht geschlafen:
Besonders gilt das für Robert Bullinger aus Elchingen, der uns die schwäbische Version zur Verfügung gestellt hat. Danke dafür!

Wer fehlt noch? Na klar! Der Pott, da wo´s immer brummen tut!
Thorsten aus Essen liefert die ruhrdeutsche Version. Danke dir!

Und wer fehlt auch noch? Richtig… Die Lederhosen!
Holger aus Süddeutschland macht dem ein Ende! Danke!

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Verstehe!

18. März 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer an unserem Esstisch und genehmigen uns, was der Kühlschrank noch so hergegeben hat. Wie so häufig auch eine gute Gelegenheit, um über dies und das zu reden.
Oder auch nicht…

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Tust du mir einen Gefallen?”
“Was denn?”

“Ich will einen Hund.”
“Oh nein, nicht schon wieder das Hundethema!”

“Aber wieso darf ich denn keinen Hund haben??”
“Liebste! Wir wohnen mitten in der Stadt!”

“Na und??”
“Und wir arbeiten beide den ganzen Tag!”

“Das weiß ich.”
“Wer soll denn tagsüber mit dem Hund spazieren gehen??”

“Kannst du das nicht machen?”
“Hallo?? Ob ich wohl arbeiten muss??”

“Aber du sitzt doch nur im Büro rum, oder nicht?”
“BITTE?? Sag mal, kennen wir uns irgendwo her??”

“Was soll das denn jetzt?”
“Du weißt ja wohl, dass ich NICHT nur im Büro sitze!”

“Aber oft.”
“Öfter, als mir lieb ist, ja. Aber nicht immer.”

“Siehste.”
“Was heißt denn jetzt siehste??”

“Mit einem kleinen Hund kommst du dann viel häufiger raus.”
“Was??”

“Kannst du unser Hündchen nicht mitnehmen?”
“Wohin! Ins Büro??”

“Ja.”
“NEIN!”

“Hast du schon deinen Chef gefragt?”
“Nein!”

“Dann weißt du ja noch gar nicht, ob das ginge!”
“Ich weiß aber, dass ich das gar nicht will!”

“Wieso reden wir denn jetzt plötzlich nur noch über dich?”
“Was??”

“ICH will doch einen Hund! Einen mit Schlappohren.”
“Dann nimm du ihn doch mit zur Arbeit!”

“Das geht ja wohl nicht.”
“Genau! Und deswegen gibt es auch keinen Hund.”

“Also heißt das, wenn ICH mich um den kümmere, dann…”
“…was immer du sagen willst, das heißt es NICHT!”

“Lass mich doch mal ausreden!”
“Nein! Das gibt nur wieder eine Katastrophe!”

“Ich dachte, du hättest auch gerne ein süßes Hundchen?”
“Wenn wir irgendwann auf dem Land wohnen und Kinder haben, dann.”

“Dann?”
“Ja dann.”

“Erst dann??”
“Erst dann.”

“Verstehe.”
“Ähm, willst du damit sagen, du stimmst mir zu??”

“Ja.”
“Ach komm, hör doch auf!”

“Was denn??”
“Da kommt doch jetzt wieder irgendein dickes Ende!”

“Nein, wieso? Was meinst du denn??”
“Naja sowas wie: dann will ich jetzt aufs Land ziehen oder so.”

“Sage ich doch gar nicht?”
“Oder: gut, dann gehen wir jetzt schnell zwei Kinder machen.”

“Sage ich auch nicht?”
“Oder: na schön, dann kündige ich und werde Hausfrau.”

“Quatsch!”
“Also du hast wirklich nichts weiter dazu zu sagen?”

“Nee.”
“Hm…”

“Du hast ja schon alles gesagt! So machen wir´s!”

Kopfschüttel…

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Wie war dein Tag?

23. Februar 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich kommen am Abend nach Hause und wie es der Zufall will, treffen wir uns vor unserer Haustür! Schnell einmal umarmt und geherzelt, und wir könnten eigentlich zusammen rein gehen.
Könnten wir, also theoretisch, also…

“Na Schatz, wie war dein Tag?”
“Gut! Gut, Süße.”

“Voll doof…”
“Wie bitte??”

“Du sagst jeden Tag: gut.”
“So?”

“Ja, immer wenn ich dich frage: gut! Jeden Tag sagst du das!”
“Na und??”

“Geht´s vielleicht ETWAS ausführlicher??”
“Doch, aber wollen wir nicht erst einmal rein gehen?”

“Nein!”
“Ja soll ich jetzt hier vor der Tür…”

“Du könntest ja mal was anderes sagen, als einfach nur: gut!”
“Ähm… Dann frag doch nochmal, bitte.”

“Wie war dein Tag, Schatz?”
“Sehr gut.”

“MANN!”
“Was ist denn?? Ich habe immerhin um 100 Prozent erhöht.”

“So meinte ich das aber nicht!”
“Und kannst du mir mal sagen, warum das jetzt hier vor der Tür…”

“Weil ich nicht mit rein kann, ich muss noch zum Briefkasten.”
“Ach so.”

“Ja. Und da wollte ich nur eben schnell wissen, wie dein Tag war.”
“Aber was soll ich denn da jetzt sagen!?”

“Na, also irgendetwas war bestimmt heute anders, als sonst!”
“OK, Schön! Also eine Sache ist mir passiert.”

“Und was?”
“Heute Nachmittag ist mir meine Tasse runtergef…”

“Und die war voller Kaffee und du hast eine Sauerei angestellt.”
“Ähm, ja, richtig.”

“Hm.”
“Und dann wollte ich eigentlich etwas f…”

“Du wolltest etwas früher gehen, aber es kam was dazwischen.”
“Ähm… Das ist richtig, ja…”

“Aha, und was noch?”
“Ich habe heute den ganzen Ta…”

“Du hast den ganzen Tag in Meetings rumgesessen, stimmt´s?”
“Tja, also…”

“Also ein Tag wie immer. Sag das doch gleich!”

Kopfschüttel…

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Goldtaler

19. Februar 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich stehen auf unserem klitzekleinen Balkon und werfen eine Blick nach draußen.
Das ist heute etwas Besonderes, denn es schneit dicke Flocken in Bremen, was eine echte Rarität darstellt!
Da kann man auch schon mal ein bisschen wehmütig werden…

“Du Schatz, ist das nicht schön?”
“Ja, Süße.”

“Ich mag Schneeflocken.”
“Geht so…”

“Stell dir mal vor, die Schneeflocken wären alles Goldtaler!”
“Dann wäre es auf den Straßen wahrscheinlich nicht mehr so ruhig…”

“Du, wenn du 10 Millionen im Lotto gewinnen würdest…”
“Das wäre schön…”

“…was würdest du dann mit dem ganzen Geld machen?”
“Hm…”

“Sag doch mal!”
“Also erst einmal würde ich dir drei Millionen abgeben.”

“Was??”
“Nicht gut?”

“Warum denn nur drei Millionen??”

Kopfschüttel…

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Gleich ist schon längst vorbei

12. Februar 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen in unserem Wohnzimmer und lesen Zeitung. Die Liebste studiert den Veranstaltungsteil, während ich mich den neuesten Wirtschaftskatastrophen widme.
Bankenkrise. Ich weiß zwar schon, wie das zustande kommt, aber verstehen tue ich es trotzdem nicht…

“Ach Schatz, was ich dir noch sagen wollte…”
“Süße, gleich.”

“Ist nur ganz kurz!”
“Gut, dann warte doch bitte noch KURZ, ja?”

“Gut, warte ich.”
“Bin gleich durch mit dem Artikel.”

“-”
“-”

“Bist du fertig?”
“Gleich…”

“-”
“-”

“Bist du jetzt fertig?”
“GLEICH!”

“-”
“-”

“Warum sagst du denn nicht, dass es länger dauert??”
“Es dauert ja gar nicht länger.”

“Aber eben hast du gesagt, gleich.”
“Ich bin ja auch gleich soweit!”

“Gleich ist schon längst vorbei.”
“Liebste, je mehr du drängelst, umso länger dauert es!”

“Ich wollte…”
“Noch zwei Sekunden, bitte!”

“Na schön… Eins… Zwei… Vorbei!”
“Mann! Jetzt muss ich den Absatz noch einmal lesen!”

“Zwei Sekunden, hast du gesagt.”
“Ja, das habe ich gesagt!”

“Hättest ja auch 30 Sekunden sagen können.”
“Also gut, dann brauche ich noch 30 Sekunden.”

“Eben waren es noch zwei!”
“Schatz!”

“Was denn?? Ich warte hier ewig und du nölst nur rum!”
“Ich nöle nicht rum! Lass mich doch bitte eben…”

“Ich wollte dir doch nur kurz was sagen.”
“Himmel! Also schön… Was willst du mir denn sagen…”

“Nee, lies ruhig erst zu Ende.”
“Dazu komme ich ja dank deiner Drängelei nicht!”

“Ich habe gesagt, dass ich warte, also warte ich.”
“Tust du aber nicht!”

“Habe ich schon gesagt, was ich sagen wollte?”
“Ähm… Nein!?”

“Siehste, weil ich warte!”
“Und geht das auch mit geschlossenem Mundwerk??”

“Rede ich wieder zu viel?”
“JA!!”

“Gut, dann bin ich jetzt still.”
“Das würde mich wundern, aber es geschehen immer mal wieder Wunder.”

“-”
“-”

“Hmmm  mmm   – mmh hmm hm hm mmmmmmm…”
“Boah, das darf echt nicht wahr sein…”

“Dete detetete dededete tete de….”
“Wolltest du nicht still sein??”

“Wieso? Ich sage doch gar nichts??”
“Aber du murmelst vor dich hin!”

“Ich werde ja wohl murmeln dürfen!”
“Dabei kann ich mich aber nicht konzentrieren!”

“Es stört dich ja auch nicht, wenn der Fernseher an ist??”
“Das ist etwas ganz anderes!”

“Verstehe ich nicht…”
“Das macht nichts!”

“Bist du jetzt fertig?”
“JAAA JAAA JA!!! Mit den Nerven…”

“OK, dann kann ich ja jetzt erzählen, oder?”
“… Ja. Bitte. Was ist denn…”

“Danach kannst du auch in aller Ruhe weiter lesen!”
“Sehr vielversprechend… Also was ist jetzt!”

“Ich habe Briefmarken geholt, unsere waren alle.”
“Schön, und?”

“Das wollte ich dir nur sagen.”
“Mehr nicht??”

“Eigentlich nur das, aber…”
“Und das konnte nicht warten??”

“Ich musste es sagen, bevor ich es vergesse.”
“Das darf doch wohl echt nicht wahr sein…”

“Und ich hätte es schon beinahe vergessen!”
“Schade! Schade, dass du es nicht vergessen hast!”

“Nee, nee! Das ist ziemlich wichtig!”
“Wir haben wieder Briefmarken, Wahnsinn! Warte, ich rufe BILD an!”

“Das ist nicht das, was ich meinte.”
“So?? Und was meintest du, bitteschön??”

“Ich kriege 14,50 Euro von dir. Und zwar JETZT.”
“Was?? Jetzt??”

“Bevor ich es vergesse! Dete detete detete…”

Kopfschüttel…

Schaue doch einmal nach, ob andere Gäste des Blogs
im Chat sind. Vielleicht triffst du jemanden!

Hier geht´s zum Chat:
Der Kopfschüttel-Chat

43 Kommentare »

Zwei sind zwei zu viel!

2. Februar 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen an unserem Esstisch im Wohnzimmer und schauen auf das vor uns stehende Notebook: zusammen suchen wir auf einer bekannten Internetplattform für Geschenkideen etwas Passendes für eine bevorstehende Geburtstagsfeier.
Tja; das kann noch dauern…

“Guck mal, hier gibt´s eine Iglu-Übernachtung in den Alpen!”
“Süße, können wir uns bitte auf normale  Geschenke konzentrieren?”

“Aber ich fände das super.”
“Du?? Du frierst ja schon, wenn du nur die Schuhe ausziehst!”

“Es geht hier doch gar nicht um mich!?”
“Eben. Wir suchen was für Petra und Frank, nicht für dich.”

“Ist ja schon gut…”
“Hier, ich habe noch eine Überraschung.”

“Überraschung?? Was denn?”
“Moment… Das hier.”

[Ich ziehe - wie von Geisterhand - eine Maxitüte Haribo Gummibärchen aus dem Hut und lege sie auf den Tisch. Da macht die Liebste Augen!
Süßigkeiten sind ja immer dann am schönsten, wenn man denkt, man hätte keine mehr...]

“Gummibärchen!! Wo hast du DIE denn jetzt her??”
“Das ist streng geheim.”

“Super! Ich liebe Gummibärchen!”
“Fein.”

[Ich nehme die Tüte, ziehe sie zum Öffnen auseinander und lege sie anschließend wieder auf den Tisch, damit sich die Liebste ein paar Bärchen nehmen kann.
Der dabei entweichende süßliche Geruch macht Lust und Appetit!]

“Und jetzt?”
“Na nimm dir welche, was denn sonst?”

“So??”
“Wie meinst du das?”

“Na so aus der Tüte?”
“Tut mir leid, aber Gummibärchen sind nun mal in einer Tüte!?”

“Kannst du nicht eine Schale holen?”
“Dann muss ich ja in die Küche latschen, muss das sein?”

“Ich will da nicht so in der Tüte rumgrabbeln.”
“Frauen…”

“Das ist ja wohl kein Problem, mal eben eine Schale zu holen?”
“Nein, ist ja gut. Ich hole dir eine.”

[Ich laufe also los, gehe an unseren Küchenschrank und stehe vor der Entscheidung, welche Schale ich denn nun nehme. Das mag sich blöd anhören, aber wenn ich jetzt die falsche mitbringe, darf ich gleich noch einmal gehen...
Ich entscheide mich für die Kristallschale, die wir eigentlich immer für Süßigkeiten verwenden, wenn wir Gäste haben.]

“Warum hast du denn die durchsichtige Schale mitgebracht??”
“Ähm… Ich dachte, das sieht dann schön aus.”

“Gummibärchen tut man nur in weiße Schalen, ist doch klar!”
“Wieso??”

“Wegen der Farben, die wirken auf Weiß viel besser.”
“Aha… Und können wir jetzt trotzdem diese Schale nehmen?”

“Also eigentlich…”
“Schon gut, schon gut! Ich gehe ja schon…”

[Ich glaube, es ist eine der größten Geduldsprüfungen für einen Mann, nicht spontan in eine frische Haribo-Tüte greifen zu dürfen; und sich stattdessen mit der Farbe von Servierschalen beschäftigen zu müssen.
Man muss diese Herausforderung annehmen, glaube ich; die einzige Alternative wäre, die Liebste zusammen mit unseren tausend Servierschalen und Schälchen in eine große Kiste zu packen und im Keller dauerhaft zu verstauen.
Aber dann müsste ich vier Treppen runter, also ziehe ich den erneuten Gang in die Küche vor und nehme schließlich eine WEISSE Schale...]

“Die ist besser.”
“Eine andere haben wir auch nicht.”

“Wie bitte?? Schatz, wir haben jede Menge weiße Schälchen!”
“Schön, und ist DIESE hier jetzt angenehm für die Gnädigste?”

“Das hört sich schon wieder so an, als wäre ich pingelig!?”
“Sagen wir einfach, dir kann man es nie recht machen.”

“Das Auge isst doch immer mit, schon mal gehört??”
“Ja. Hauptsache, man kommt irgendwann mal zum essen.”

“Also gut, die Schale nehmen wir jetzt.”
“Danke. Sehr freundlich.”

“Aber wenn wir Besuch hätten, dann ginge das natürlich nicht.”
“Soll das heißen, diese Schale könnten wir nicht unseren Gästen…”

“Bist du verrückt?? Doch nicht mit Gummibärchen!”
“Steht da irgendwo drauf, was man da rein tun darf und was nicht!?”

“Da müsste man ja drei Tüten rein schütten, damit die voll ist!”
“Mir würde im Augenblick diese eine da schon reichen!”

“Wenn man Schälchen serviert, dann müssen die auch voll sein.”
“Und um dir irgendwas zu servieren, dafür muss man mutig sein!”

[Da es mir nun mittlerweile etwas zu bunt geworden ist, unterbreche ich diese hochwertige Diskussion und schütte die Tüte Gummibärchen in die Schale. Eigentlich ist es mehr ein großer Bärchen-Klumpen; die Dinger kleben alle zusammen und das erinnert mich eher an einen Semmelknödel, als an ein Meer aus Gummi.
Aber egal, JETZT nehme ich mir welche!]

“Was machst du denn da??”
“Ich nehme mir Gummibärchen, bevor dir wieder irgendwas einfällt.”

“Was soll mir denn einfallen, bitte?!”
“Keine Ahnung, bei dir weiß man ja nie.”

“Eigentlich hätte ich ja zuerst welche nehmen dürfen.”
“So?”

“Ein Gentleman hätte mir den Vortritt gelassen.”
“Entschuldige.”

“Und zeig mal, welche du dir da genommen hast!”
“Wie bitte??”

“Zeig doch mal!”

[Ich strecke meine Hand uns und zeige der Liebsten die Gummibärchen, die ich aus der Schale genommen habe.]

“Wusste ich es doch!”
“Was wusstest du!?”

“Du hast da rote Bärchen dabei!”
“Na und??”

“Ich esse doch nur die roten!”
“Seit wann das denn??”

“Schon immer.”
“Das wüsste ich aber!”

“Da kann man mal wieder sehen, wie wenig du mich kennst!”
“Soll das heißen, ich darf jetzt keine roten Bärchen mehr essen??”

“Das wäre sehr nett, ja.”
“Aber Schatz, die schmecken doch alle gleich!”

“Tun die nicht! Und außerdem darfst du ja alle anderen essen.”
“Nicht zu fassen… Hier, da hast du die roten Dinger zurück.”

“Das sind zwei zu viel.”
“Warum das denn jetzt wieder?? Wie geht das denn??”

“Na, die da sind Orange, nicht Rot. Sieht man doch!”
“Gott, wenn das so weiter geht, muss ich mir Krücken besorgen…”

“Krücken? Wofür das denn??”
“WEIL ICH GLEICH ZUAMMENBRECHE!!”

“Nur wegen ein paar Gummibärchen??”
“Hätte ich bloß M&M´s gekauft…”

“Ja, da hättest du dann auch die roten Nüsse essen dürfen.”
“Sehr freundlich…”

“Weil bei M&M´s mag ich nur die dicken braunen!”

Kopfschüttel…

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Wir hatten das aber schon besprochen!

21. Januar 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Abend entspannt an unserem Esstisch im Wohnzimmer und essen Abendbrot zusammen.
Und wie üblich tauschen wir nebenbei die Neuigkeiten des Tages aus, obwohl es heute wohl keine Besonderheiten gab. Denke ich…

“Du Schatz, darf ich dich mal was fragen?”
“Was willst du mich denn fragen, Süße?”

“Was kostet eigentlich so ein Maurer?”
“Wie bitte?? Ein Maurer?? So einer mit Steinen und so?”

“Das sind doch Maurer, die was abreißen und neu mauern?”
“Ähm… Brauchen wir einen Maurer??”

“Ich denke schon.”
“Ach so?? Willst du hier irgendwo eine Mauer hinstellen, oder was??”

“Nein, nein, keine Mauer. Ich will ein neues Sofa.”
“Ah, ein neues Sofa, ja… Sag mal, was hast du da eben gegessen?”

“Wieso? Käse, warum??”
“War da vielleicht irgendeine halluzinogene Droge drin!?”

“Davon stand nichts auf der Packung…”
“Schatz!”

“Was ist denn??”
“Was hat ein Maurer mit einem neuen Sofa zu tun!?”

“Eigentlich nichts.”
“Ja, das, ähm… Dieser Gedanke kam mir auch kurz…”

“Das heißt also, dass das neue Sofa klar geht?”
“Also Moment mal, nicht so schnell, ja!”

“Aber du hast doch neulich gesagt, das ginge in Ordnung??”
“Ich sagte, wenn du unsere verkaufst, DANN ist das in Ordnung!”

“Ich kann doch unsere Sofas nicht einfach verkaufen!”
“Dann gibt´s auch keine neuen. Ganz einfach.”

“Ich will ja gar keine Sofas, ich möchte eine Wohnlandschaft.”
“Ach so, eine Wohnlandschaft, na klar, sicher…”

“So eine breite, wo man drauf kuscheln kann mit großen Kissen.”
“Auf den Dingern sitzt man dann nicht mehr, sondern liegt nur noch.”

“Na und? Jetzt liegen wir doch auch dauernd auf den Sofas?”
“Trotzdem KANN man auf unseren Sofas noch sitzen, wenn man will.”

“Wir hatten das besprochen, ich will eine Wohnlandschaft!”
“Schön! Dann kauf dir eine!”

“Da gibt es nur noch ein klitzekleines Problem…”
“Wieso hatte ich das bloß schon wieder geahnt…”

“Und dafür brauchen wir eben den Maurer.”
“Aha. Passt dein neues Sofa nicht durch die Tür, oder was?”

“Darüber habe ich ja noch gar nicht nachgedacht!”
“Oh, dann vergiss es auch bitte schnell wieder, ja?”

“Das regele ich schon, aber das war ja nicht mein Problem…”
“Also schön. Ich werde es bereuen, aber: was ist denn das Problem??”

“Die Ecke da muss weg.”
“Welche Ecke??”

“Na da, der komische nutzlose Mauervorsprung da in der Ecke!”
“Der Kamin??”

“Wo ist denn da ein Kamin??”
“Na, da steht jetzt keiner, aber früher war da bestimmt mal einer.”

“Schön, aber jetzt nicht mehr und deshalb muss das Ding weg.”
“Warum??”

“Weil ich sonst meine Wohnlandschaft da nicht hinstellen kann!”
“Schatz, da gehen etliche Rohre durch, das geht nicht!”

“Unsere Heizung ist doch aber in der Küche??”
“Wir können nicht den ganzen Kamin da wegreißen lassen!”

“Wieso nicht? Braucht doch keiner mehr??”
“Schatz! Erstens ist das nicht unser Haus und zweitens…”

“Du willst ja nur verhindern, dass ich mein Kuschelsofa kriege!”
“Darum geht es doch gar nicht!”

“Weil du gar nicht mit mir kuscheln willst, geht es darum??”
“Quatsch!”

“Kuscheln ist gut für die Beziehung, habe ich gelesen.”
“Ach! Das hast du gelesen?? Da wäre ich selber nie drauf gekommen!”

“Wenn du nicht kuscheln willst, dann brauche ich auch kein Sofa!”
“Aber ich habe doch gar nichts gegen ein neues Sofa!”

“Na gut, dann wäre das ja geklärt. Bestelle ich morgen.”
“Moment, halt, ich meinte nur, dass…”

“Jetzt dreh dir das nicht anders herum, du hast es gesagt!”
“Ich lasse doch nicht das halbe Haus abreißen, nur weil du…”

“Dann eben nicht! Wie kann man bloß so unromantisch sein!”
“Kannst du denn nicht ein Sofa kaufen, für das wir nicht den ganzen…”

“Nein, das kann ich nicht!”
“Und wieso nicht??”

“Und den Maurer bestelle ich trotzdem!”
“Wie bitte?? Was soll der denn sonst hier machen!?”

“Vielleicht will DER ja mit mir kuscheln!”

Kopfschüttel…

PS: neue Hörspiele von Radio egoFM hinzugekommen!

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Und dann?

15. Januar 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Und dann? (photocase.de © C.D.)Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer und schauen Fernsehen. Viel genauer kann ich es gar nicht sagen, denn es läuft trotz 50 Kanälen nichts Sehenswertes, nicht einmal etwas gerade noch Akzeptables.
Das ist sie also, unsere schöne neue Medienwelt…

“Du Schatz?”
“Ja, Süße?

“Was möchtest du denn jetzt sehen?”
“Ist mir völlig egal, mach einfach, wie du willst.”

“Ich finde aber nichts…”
“Dann mach doch aus die Kiste?”

“Und dann?”
“Dann ist der Fernseher aus.”

“Und dann?”
“Was und dann!”

“Was ist dann?”
“Dann weiß ich auch nicht.”

“Ich meine, was machen wir denn dann?”
“Mach doch ein Kreuzworträtsel.”

“Das habe ich doch aber nach einer Viertelstunde fertig?”
“Dann mach eben zwei.”

“Und was machst du?”
“Ich surfe ein bisschen im Internet rum oder so, keine Ahnung.”

“Und dann?”
“Und dann, und dann!! Sind wir hier im Kindergarten, oder was!?”

“Aber ich will doch nur wissen, was wir danach machen?”
“Weiß ich nicht, keine Ahnung! Muss ich das jetzt schon wissen??”

“Wir könnten ja auch was zusammen machen?”
“Und was?”

“Was spielen oder so?”
“Naja… Was willst du denn spielen?”

“Hm…”
“Wir haben ja nur Spiele für mindestens drei Personen.”

“Stimmt, bis auf das Spiel des Lebens… Und Mau Mau.”
“Eben, und dazu habe ich jetzt nun überhaupt gar keine Lust.”

“Also was machen wir denn dann?”
“Könntest du bitte diesen Satz aus deinem Wortschatz streichen?!”

“Wie soll ich das denn sonst fragen??”
“Schlag doch einfach was vor, wie wäre es damit?”

“Ich habe ja Spielen vorgeschlagen, aber das willst du ja nicht!”
“Spielen ist ja schön und gut, aber was denn?”

“Siehst du, jetzt fragst du auch WAS DENN, aber ich darf nicht!”
“Du fragst das ja auch so komisch, das nervt!”

“Ich frage, was wir machen wollen, und schon bist du genervt!”
“Kannst du nicht einfach ein wenig anders fragen, nicht so fordernd?”

“Na schön. Du Schatz, was sollen wir denn jetzt machen?”
“Himmel!”

“Ich habe ganz lieb gefragt!”
“ICH WEISS NICHT, WAS WIR JETZT MACHEN SOLLEN!”

“Warum regst du dich denn jetzt so auf?”
“Weil mir diese Fragerei auf den Geist geht!”

“Du gehst mir auch manchmal auf den Geist! So!”
“Na toll, super! Also – Wollen wir eine Runde um den Block gehen?”

“Und dann?”
“LIEBSTE!! Ich kriege gleich einen Anfall!”

“Soll ich denn den Fernseher jetzt ausmachen?”
“Nee, lass ihn bloß an!”

“Aber Schatz, es kommt doch nichts?”
“Na schön, dann mach ihn eben aus.”

“Und dann??”

Kopfschüttel…

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Dazwischen, dazwischen!

18. Dezember 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste war heute ausnahmsweise mal allein in der Stadt, um einige Besorgungen zu machen.
Es würden einige wichtige Dinge fehlen, die gekauft werden müssten, hat sie gesagt…
Wieder zuhause angekommen, treffen wir uns in der Küche.

“Da bin ich wieder!”
“Das sehe ich, Süße.”

“Freust du dich gar nicht?”
“Doch, natürlich. Schön, dass du wieder da bist.”

“Das meine ich doch gar nicht!”
“Nicht? Was denn sonst?”

“Na, dass ich so viele tolle Sachen gekauft habe!”
“So? Was hast du denn alles gekauft?”

“Ich wollte neue Sofakissen haben.”
“Brauchten wir denn neue??”

“Nein, aber ich wollte mal wieder andere.”
“Aha, naja… Und? Wo sind sie?”

“Ich habe nirgendwo schöne Kissen gefunden.”
“Ähm…”

“Aber dafür habe ich einen tollen Dekoteller mitgebracht!”
“Und was ist mit den Kissen?”

“Ist doch jetzt egal, ich zeige dir gleich mal den Teller.”
“Gerne, aber sag mal: was soll der denn dekorieren?”

“Die neuen Tischsets.”
“Brauchten wir auch neue Tischsets??”

“Ja, passend zu den neuen Kissen.”
“Ähm, aber du hast doch gar keine Kissen gekauft??”

“Richtig, das sagte ich ja bereits.”
“Aber dann hast du trotzdem Tischsets geholt??”

“Nein.”
“Nein??”

“Sag mal, hörst du mir eigentlich zu??”
“Ja, schon, aber…”

“Ich habe leider keine Tischsets kaufen können.”
“Weil du ja vorher keine Kissen kaufen konntest, richtig?”

“Quatsch!”
“Aber du wolltest doch passende…”

“Ich hatte einfach keine Zeit mehr für die Tischsets!”
“Liebste, du warst 4 Stunden weg, da hattest du keine Zeit??”

“Ich habe so lange für die dicke viereckige Kerze gebraucht.”
“Welche Kerze denn??”

“Na die, die auf den Dekoteller soll?”
“Aber sollte der Teller nicht auf die Tischsets??”

“Der Teller soll doch nicht auf die Tischsets, du Blödmann!”
“Aber du hast doch eben gesagt, dass…”

“DAZWISCHEN, der soll DAZWISCHEN!”
“Ach so, dazwischen…”

“Das ist ja wohl klar!”
“Ja, natürlich, dumm von mir…”

“Und dann habe ich plötzlich eine kleine Vase entdeckt.”
“Soll die vielleicht auch auf den Dekoteller?”

“SCHATZ!”
“Entschuldigung…”

“Die sollte neben die Tulpenlichter.”
“Welche Tulpenlichter??”

“Die ich gekauft habe.”
“Aha, und dazu dann die passende Vase, ja?”

“Nein.”
“Liebste, ich glaube, gleich drehe ich durch…”

“Das ist doch ganz einfach! Die Vase war eigentlich super.”
“Super, OK. Aber??”

“Ich fand eine Vase dann doch irgendwie spießig.”
“Und jetzt müssen die Tulpenlichter ganz alleine sein??”

“Wieso alleine?”
“Du wolltest doch die Vase zu den Lichtern stellen, oder nicht??”

“Ich habe doch noch den Dekoteller und die Kerze?!”
“Wieso bin ich da nicht gleich drauf gekommen…”

“Weil du dir das alles gar nicht richtig vorstellen kannst!”
“Das stimmt! Wolltest du nicht eigentlich Kissen kaufen?”

“Wenn es doch aber keine gab?”
“Warum kaufst du denn dann diesen ganzen Kleinkram!?”

“Das soll eben alles zusammen passen!”
“Aber du hast doch noch gar keine Kissen!?”

“Na und?”
“Wie kannst du dann wissen, ob deine Dekosachen dazu passen??”

“Muss ich dir das wirklich erklären, Schatz?”
“JA! Bitte!”

“Wir fahren einfach am Wochenende zusammen zu Zurbrüggen.”
“Ach! Und dann??”

“Dann suchen wir 4 Kissen, die zu meinen Dekosachen passen.”
“Wir?? Soll das heißen, du und ich?? Also ICH bestimmt NICHT!”

“Wieso denn nicht??”
“Weil es unmöglich ist, dazu genau passende Kissen zu finden!”

“Na gut, dann mache ich das, wenn das für dich zu schwer ist.”
“Danke… Obwohl es mich wundert, dass du so schnell zustimmst…”

“Wieso? Du guckst dann eben nach den passenden Tischsets!”

Kopfschüttel…

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Ist das schlimm?

5. Dezember 2008, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Abend im Wohnzimmer und warten auf den Start des allabendlichen Fernsehprogramms.
Da noch ein paar Minuten Zeit verbleiben, beschließe ich, noch einmal eben schnell meine Emails abzurufen; vielleicht gibt es ja noch etwas Neues.

“Wollten wir nicht zusammen “Plötzlich Papa!” gucken??”
“Doch, Süße. Ich will nur noch eben schnell meine Emails checken.”

“Na das kenne ich, das dauert dann doch wieder Stunden!”
“Und wenn schon!? Die Serie ist doch eh nur was für dich, nicht für mich.”

“Ich finde das sehr lustig, dass der Anwalt da mit den…”
“Jaja, danke. Du musst mir die Handlung jetzt nicht erklären.”

“Aber du guckst das doch auch mit, oder?”
“Gleich.”

“Wir können auch was anderes gucken?”
“Nein, nein. lass. Ich will ja nur schnell meine Emails abrufen.”

“Wer soll dir denn jetzt noch schreiben?”
“Och Schatz, bitte, nun lass mich doch mal machen!”

“Bitte sehr, bitte sehr…”

[Nachdem sich die Liebste wieder dem Fernseher zugewendet hat, klappe ich mein Notebook auf und starte Outlook; es trudeln sieben Mails ein, von denen vier sofort im SPAM-Filter landen, eine enthält einen Newsletter und die anderen beiden sind merkwürdig:
einmal eine Bestellbestätigung für Musikdownloads vom Mediamarkt (!) und einmal von Worldpay, einem Internet-Bezahldienstleister...
Ich bin mir aber sicher, dass ich beim Mediamarkt keine Musik heruntergeladen, geschweige denn gekauft habe!]

“Und? Hast du Emails?”
“Ja… Sag mal Schatz, ich habe hier eine Mail vom Mediamarkt…”

“Ich weiß.”
“Das weißt du??”

“Ja. Ist doch nicht schlimm, oder?”
“Ähm… Hast du da etwa was mit zu tun??”

“Ich habe mir da Musik runtergeladen, hat mir Anne empfohlen.”
“Auf der Mediamarktseite im Internet??”

“Ja, ging ganz gut! 99 Cent pro Song.”
“Du??”

“Wieso nicht? Glaubst du, ich kriege das nicht hin, oder was??”
“Du hast 12 Songs für 11,88 Euro runtergeladen??”

“Ich dachte, du könntest mir da dann eine CD von brennen?”
“Das ist ja alles schön und gut, aber wieso kriege ICH diese Emails??”

“Na weil ich da deine Emailadresse angegeben habe, deswegen.”
“Du hast MEINE Emailadresse benutzt??”

“Ist das schlimm?”
“JA!!!”

“Warum? Ich habe die Musik doch schon?”
“Aber wieso bestellst du denn mit MEINER Emailadresse!?”

“Du sagst doch immer, dass ich im Internet vorsichtig sein soll!”
“Das ist ja auch richtig, aber…”

“Wo ist dann das Problem?”
“WIESO NIMMST DU DAFÜR DENN MEINE EMAILADRESSE!?”

“Man musste eine angeben, und da dachte ich…”
“Du hast doch eine eigene Adresse, wieso hast du die nicht genommen??”

“Du hast gesagt, dass du hunderte Emails kriegst jeden Tag.”
“Eben!”

“Da macht doch eine mehr oder weniger nichts aus, oder?”
“Aber jetzt haben die ja MEINE Emailadresse!”

“Ich dachte, dass da bestimmt irgendwelche Werbung kommt.”
“Das vermute ich auch!”

“Und ich will doch keine Werbung kriegen.”
“Ich doch aber auch nicht!”

“Ach so…”
“Wie!? Mehr hast du dazu nicht zu sagen??”

“Aber du rennst doch dauernd zum Mediamarkt, wieso…”
“Das ist ja wohl etwas GANZ anderes!”

“Das wusste ich nicht, tut mir leid, Schatz.”
“Auf was für Ideen du immer kommst!”

“Dann muss ich dir wohl noch etwas beichten…”
“Sag jetzt nicht, dass du auch noch mit meiner Kreditkarte bezahlt hast!?”

“Nein, nein.”
“Na immerhin… Also was musst du mir noch beichten?”

“Ich habe doch gestern nach Rentenversicherungen gegoogelt.”
“Oh nein! Hast du da etwa auch irgendwo meine Email angegeben??”

“Nein, natürlich nicht, keine Sorge.”
“Gott sei Dank… Das wäre eine echte Katastrophe geworden…”

“Deine Emailadresse nicht, aber deine Handynummer!”

Kopfschüttel…

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