Tennisshop

Was ist da drin?

8. Oktober 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich machen, was man ab und zu leider mal machen muss: wir räumen unsere Abstellkammer auf.
Ich frage mich, warum das immer wieder nötig wird, obwohl doch eigentlich immer klar ist: DIESER Raum darf nicht vollmüllen! Tja…

“Schatz, was ist in der Kiste da?”
“In der da oben auf dem Regal, Süße?”

“Ja; was ist da drin?”
“Da sind die Weihnachts-Keksdosen drin.”

“Wir haben Keksdosen für Weihnachten??”
“Haben wir. Allerdings sind es nicht unsere.”

“Und warum stehen die dann hier??”
“Naja, wir haben sie wohl nie zurück gegeben…”

“Das heißt dann also, dass die auch keiner mehr vermisst?”
“Das würde ich mal annehmen, aber…”

“Gut, dann schmeißen wir die Dinger weg, ja?”
“Das würde ich nicht machen, weil…”

“Hallo?? Die müssen schon seit Jahren da stehen!”
“Tun sie ja auch, aber ich würde die trotzdem nicht…”

“Schatz! Aufräumen heißt auch Wegwerfen!”
“Na das sagt ja genau die Richtige!”

“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Also wenn hier jemand nicht wegwirft, dann du!”

“Wann habe ich denn was nicht weggeworfen??”
“Sollen wir mal einen Test machen?”

“Was denn für ein Test??”
“Ich beweise es dir, ist kein Problem!”

“Kannst du nicht!”
“Doch.”

“Na da bin ich ja jetzt mal gespannt!”
“Gut. Also: DAS hier, DAS schmeißen wir weg.”

“Was! Die Blumenstangen??”
“Ja, die Blumenstangen.”

“Aber die brauchen wir doch!”
“Wofür??”

“Zum Blumen hochbinden!”
“Und wo haben wir Blumen, die hochgebunden werden müssen??”

“Ähm…”
“Eben! Und deswegen kann der alte Kram weg!”

“Auf keinen Fall!”
“Warum nicht??”

“Es könnte ja sein, dass ich das noch mal brauche.”
“Wofür denn??”

“Wenn ich morgen eine Ranke kaufe, zum Beispiel.”
“Bitte?? Seit wann willst du denn eine Ranke kaufen??”

“Könnte doch sein?”
“Du wolltest noch NIE eine rankende Pflanze haben!”

“Das hat sich aber gerade eben geändert.”
“Pff! Das glaube ich dir nicht!”

“Ist aber so.”
“Siehst du, du kannst eben nichts wegwerfen!”

“Ich werfe doch nichts weg, was ich noch brauche!”
“NIEMALS wirst du die blöden Stangen noch brauchen!”

“Die kommen nicht weg, und basta!”
“Siehst du, genau DAS wollte ich beweisen.”

“Ganz toll, das ist aber kein Beweis.”
“Sondern??”

“ICH beweise es dir jetzt.”
“Ach ja?? Und was bitte??”

“Ich werfe jetzt die gammeligen Keksdosen weg.”
“Und gerade DIE wirfst du besser nicht weg.”

“Wieso denn nicht?? Da tue ich eh nichts rein!?”
“Darum geht es auch nicht.”

“Die kommen weg.”
“Das erklärst du dann aber deiner Mutter, nicht ich!”

“Wieso meiner Mutter??”
“Weil ihr diese Dosen eigentlich gehören.”

“MEINER MUTTER??”
“Ja.”

“Warum sagst du mir das denn nicht??”
“Wollte ich ja, aber du lässt mich ja nicht!”

“Natürlich werfen wir die dann NICHT weg!”
“Schön. Also gibst du sie deiner Mutter dann zurück?”

“Nein.”
“Nein??”

“Auf keinen Fall.”
“Warum nicht??”

“Weil sie mich dann fragt, warum ich die so lange hatte.”
“Und??”

“Das ist mir viel zu peinlich.”
“Und warum schmeißen wir sie dann nicht einfach weg??”

“Es kann ja sein, dass sie mich irgendwann danach fragt!”

Kopfschüttel…

55 Kommentare »

Zwei Kreuze

28. September 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich verlassen das Gemeindezentrum, nach dem wir dort unsere Stimmen für die Bundestagswahl abgegeben haben.
Irgendwie werde ich ja das Gefühl nicht los, dass eigentlich nur Rentner wählen gehen… Naja, aber das ist eine andere Geschichte.

“Zwei Kreuze war doch richtig, oder??”
“Ja, Süße. Eins links, eins rechts.”

“OK, ich dachte schon, ich hätte mich vertan…”
“Wieso? Was hast du denn gewählt?”

“Was ich gewählt habe??”
“Was du gewählt hast, ja.”

“Das sage ich dir doch nicht!”
“Wie bitte??”

“Man sagt nicht, wen man wählt.”
“Aha, und warum nicht??”

“Weil… Weiß ich jetzt nicht, aber man sagt es eben nicht.”
“Du wirst deinem Freund doch wohl sagen können, wen…”

“Nein.”
“Warum nicht??”

“Was hast du denn gewählt??”
“Sag du zuerst!”

“Siehst du, du willst es mir auch nicht sagen!”
“Doch, aber ich habe dich ja wohl zuerst gefragt!”

“Das hat doch damit überhaupt gar nichts zu tun!?”
“Jetzt sag doch mal, ich sage es auch keinem weiter.”

“Das könntest du ruhig weitererzählen.”
“Was?”

“Wen ich gewählt habe.”
“Schön, und wen hast du gewählt??”

“Jetzt nerv mich nicht, lass uns lieber Eis essen gehen.”
“Ich möchte doch nur deinen politischen Standpunkt wissen!”

“Den weißt du doch!”
“Nein, weiß ich nicht!?”

“Und worüber haben wir neulich noch gesprochen??”
“Worüber denn??”

“Über das mit den Atomkraftwerken.”
“Ach ja, und was soll das jetzt, ich meine…”

“Da habe ich gesagt: Atomkraftwerke sind blöd.”
“Ja… Stimmt, das hast du gesagt.”

“Na dann weißt du doch alles!”
“Ähm… Das heißt, du wählst also die Grünen??”

“DAS habe ich nicht gesagt.”
“Nein, aber das mit den Atomkraftwerken, also…”

“Die Grünen sind ja nicht die Einzigen gegen Atomkraft.”
“Also hast du NICHT die Grünen gewählt?”

“Das ist bloß eine Vermutung von dir.”
“Ja, aber ist meine denn Vermutung richtig??”

“Nein.”
“Aha, also hast du doch die Grünen gewählt!?”

“Vielleicht.”
“Liebste!!”

“Was denn??”
“Sagst du mir nun, wen du gewählt hast, oder nicht?!”

“Na schön, also ich habe nicht die Grünen gewählt.”
“Aha.”

“Reicht das jetzt?”
“Nein!”

“Ich sage es dir sowieso nicht!”
“Und warum nicht??”

“Weil du dich dann über mich lustig machst.”
“Demnach hast du also die Rentnerpartei gewählt??”

“Siehst du, ich wusste es doch! Blödmann!!”
“Entschuldige, aber du provozierst das ja wohl auch!”

“Ich habe eine Partei mit drei Buchstaben gewählt.”
“Aha! Also nicht die Linken, Rentner, Piraten oder Tierschutzpartei??”

“Es gibt eine Tierschutzpartei??”
“Ähm, ja, die gibt es…”

“Und was machen die??”
“Na was macht wohl die TIERSCHUTZPARTEI!?”

“Ach so…”
“Mann, Mann, Mann, also manchmal, da…”

“Na und?? Ich wusste nicht, dass es die gibt!”
“Kannst ja wieder rein gehen und deinen Wahlzettel korrigieren…”

“Geht denn das??”
“NEIN!”

“Ist auch egal, ich bleibe bei meiner Wahl.”
“OK, und was ist es nun? CDU, FDP, SPD, ÖDP?”

“Nee.”
“Sondern??”

“ARD, ZDF, C&A.”
“Was??”

“BRD, DDR und USA; BSE, HIV und DRK.”
“Wer??”

“SOS, 110 – tatütata.”
“Ist das nicht dieses kranke Lied von den Fanta Vier??”

“GBR, GmbH – du kannst mich mal!! So, und jetzt Eis essen.”

Kopfschüttel…

72 Kommentare »

Das wäre ja Quatsch!

24. September 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste sitzt zuhause auf dem Sofa, als ich am Abend nach Hause komme.
Das an sich wäre ja noch nichts Ungewöhnliches, allerdings hat sie sich in eine dicke Decke eingemummelt und diese bis zur Nasenspitze nach oben gezogen.
Da stimmt doch was nicht??

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, ähm…”

“Was ist?”
“Ähm, bist du krank?”

“Nee, wieso?”
“Naja, weil du dich in die Decke eingewickelt hast??”

“Nee, mit mir ist alles in Ordnung.”
“Aha.”

“Wieso?”
“Naja, es sind, ähm… 22 Grad hier drin??”

“Ja, ich weiß.”
“Und??”

“Mir ist aber trotzdem kalt.”
“Aha, ja… Und, ähm… Soll ich vielleicht die Heizung anmachen?”

“Nee, das wäre ja Quatsch.”
“Ja, aber ich dachte, dir sei kalt?”

“Ja, aber du kannst doch nicht die Heizung anmachen!”
“Und warum nicht??”

“Es ist doch warm genug hier, 22 Grad reichen doch völlig!”
“Aber Liebste, du hast doch gesagt, dass dir kalt sei??”

“Mir schon, aber hier im Wohnzimmer ist es warm.”
“Aha…”

“Das hört sich schon wieder so an, als sei ich total blöd!”
“Nein, nein, das, ähm… Das…”

“Warum stotterst du denn dann so rum??”
“Naja, ich verstehe eben nicht, warum dir kalt ist!?”

“Es darf mir doch wohl mal kalt sein, oder nicht??”
“Jaja schon, aber…”

“Ich schreibe dir ja auch nicht vor, wann es dir warm sein muss!”
“Entschuldige, ich wollte ja nur mal fragen!”

“Mir ist kalt, obwohl es hier warm ist. Was dagegen??”
“Nein, ich habe nichts dagegen!”

“Dann ist ja gut.”
“Alles klar, alles klar. Vergiss einfach, dass ich gefragt habe.”

“Was hast du gesagt?”
“Sehr gut. So. Und jetzt?”

“Was und jetzt??”
“Wollen wir vielleicht zusammen was essen?”

“Oh ja!”
“Gut, dann lass uns in die Küche gehen.”

“Das geht nicht.”
“So?? Und warum nicht??”

“Weil es in der Küche kalt ist.”
“Ähm…”

“Du weißt doch, dass mir jetzt schon kalt ist!”
“Tja, ähm… Soll ich dann in der Küche die Heizung anmachen??”

Blödmann! Veräppeln kann ich mich auch alleine!!”

Kopfschüttel…

58 Kommentare »

Nichts!

27. August 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Abend gemeinsam in der Küche am Tisch und erzählen uns gegenseitig die News des Tages.
Alles in allem ist eigentlich nichts Aufregendes passiert, aber man findet ja doch immer wieder etwas, was man so berichten kann vom Arbeitsalltag.

“Also eigentlich nichts los gewesen heute bei mir…”
“Ja, sieht so aus, Süße.”

“Bei dir ja auch nicht.”
“Nee.”

“Aber bei dir passiert ja auch sowieso nie was auf der Arbeit.”
“Wie bitte??”

“Na, wann erzählst du denn schon mal was Aufregendes?”
“Also, ich, ähm…”

“Wenn du ÜBERHAUPT mal was erzählst, meine ich.”
“Was soll das denn jetzt heißen??”

“Wenn ich nicht drängeln würde, würdest du gar nichts sagen!”
“Das stimmt doch überhaupt gar nicht!”

“So?? Und was war letzte Woche??”
“Letzte Woche? Was war denn da?”

“Ja das frage ich dich?”
“Nichts war da, wieso??”

“Eben.”
“Was eben!?”

“Da war eben nichts, was du erzählt hättest.”
“Ähm…”

“…oder hättest erzählen können.”
“Aha, und was heißt das jetzt genau??”

“Dass du entweder nichts erlebt hast, oder…”
“Oder??”

“…oder dass du was erlebt hast, es mir aber nicht erzählst.”
“Warum sollte ich dir was nicht erzählen??”

“Also war deine letzte Woche total langweilig?”
“Nein.”

“Dann erzähl doch mal endlich!”
“Ich weiß aber nicht, was!?”

“Na was du alles erlebt hast!”
“Keine Ahnung, tja, was habe ich denn erlebt, also…”

“Siehst du, ich wusste es doch! Nix!”
“Doch, aber mir fällt jetzt gerade nichts ein!”

“Du hast doch eben gesagt, es sei NICHT langweilig gewesen?”
“Ja, aber…”

“…dann musst du sagen können, WAS NICHT langweilig war!”
“Das verstehe ich schon, danke für die Erklärung!”

“Gern geschehen, und??”
“Ich kann mich nicht erinnern…”

“Aber du bist dir sicher, dass es nicht langweilig war?”
“Ziemlich, ja.”

“Dann erzählst du es mir also absichtlich nicht!”
“Ich würde es ja erzählen, aber…”

“Ich erzähle dir immer alles, und du?!”
“Ich dir doch auch??”

“Nein!”
“Doch!”

“Neeein!”
“Doooch!”

“Dann erzähle ich dir ab jetzt auch nichts mehr!”
“Aber Schatz, ich…”

“Zum Beispiel erzähle ich nicht, was mit Simone los war!”
“Naja, das ist ja auch, also, ähm…”

“Und was deine Mutter gesagt hat, auch nicht.”
“Meine Mutter??”

“Ja, sie hat mich heute nämlich angerufen.”
“Moment, ich dachte, wir reden hier über Erlebnisse auf der Arbeit??”

“Das stimmt ja auch.”
“Was hat denn meine Mutter jetzt damit zu tun??”

“Wieso? Sie hat doch angerufen, als ich auf der Arbeit war.”
“Das ist doch aber wohl was anderes!?”

“Ist es nicht! Also willst du es nun wissen, oder nicht!?”
“Natürlich will ich es wissen!”

“Das sage ich dir aber nicht!”
“Schatz! Jetzt hör auf mit dem Schwachsinn!”

“OK, aber nur unter einer Bedingung.”
“Keine Bedingungen!”

“Dann sage ich es auch nicht.”
“LIEBSTE!!”

“Na schön, also gut. Dann wenigstens eine kleine Bitte.”
“Himmel! Also was denn…”

“Du musst mir erst sagen, wie dolle lieb du mich hast!”
“Ich hab dich lieb. So, und was hat meine Mutter nun gesagt??”

“Das war schon alles??”
“Lieb! Lieb! Mehr lieb! Am liebsten! Bums fallera und alles!!”

“Naja, wenigstens etwas…”
“WAS – HAT – MEINE – MUTTER – GESAGT??”

“Ach so! Das hätte ich fast vergessen, haha!”
“W-A-S!?”

“Sie hat dich nicht erreicht, du sollst sie mal anrufen.”
“Und weiter??”

“Och, sie wollte wohl nur von dir wissen, was es so Neues gibt.”
“Und da ruft sie dann dich an??”

“Warum nicht? Ich habe ihr alles erzählt.”
“Was hast du ihr denn erzählt, bitte??”

“Naja, alles eben, was du mir auch erzählt hast.”
“Und was habe ich dir erzählt??”

“Nichts!”

Kopfschüttel…

65 Kommentare »

Diesen kenne ich eben

12. August 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Dienstagabend nach einem anstrengenden Arbeitstag im Wohnzimmer auf unserem Sofa und beschließen, heute einfach gar nichts mehr zu tun.
Was liegt da näher, als einen Blick in die bunte Fernsehzeitung zu werfen, die ich schon in der Hand habe.

“Und, Schatz? Heute der gleiche Schmu wie immer?”
“Ähm, nein Süße; heute hast du mal Glück.”

“Ich??”
“Ja, es kommt nämlich mal wieder was für dich.”

“Für mich? Und was?”
“Auf Sat1, Das Zimmermädchen und der Millionär.”

“Kenne ich.”
“Was? Was hast du gesagt??”

“Den Film kenne ich schon.”
“Wie bitte?? Das gibt´s doch gar nicht!”

“Wieso, was ist denn??”
“Du kannst dich doch sonst NIE an einen Film erinnern!”

“Richtig, aber diesen kenne ich eben.”
“Du kannst dir normalerweise weder Titel noch Inhalte merken!”

“Das stimmt auch, aber beim Zimmermädchen weiß ich es halt.”
“Aha… Naja, hier steht, dass der 2004 schon mal kam…”

“Aha, siehste! Brauchen wir also nicht gucken.”
“Liebste, das sind 5 Jahre! NIEMALS erinnerst du dich daran!”

“Doch! Das ist der Film, wo sie sich in einen Millionär verliebt.”
“Und weiter??”

“Wieso weiter?? Das reicht doch wohl?”
“Schatz, es ist klar, dass dir das reicht, aber…”

“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Ach, nur so…”

“…und sie wird da verwechselt, weil sie andere Sachen an hat.”
“Wer jetzt! Das Zimmermädchen??”

“Ja, die hat aus Versehen andere Sachen an und er denkt…”
“Aber, Moment… Hier steht, ER hätte andere Sachen an!?”

“Er??”
“Er. Er sei eine Aushilfskraft in dem Hotel, steht hier.”

“Das kann ja nicht stimmen.”
“Ach so?? Ich dachte, du kennst diesen Film!?”

“Kenne ich ja auch! Mädchen verkleidet sich, er fällt drauf rein.”
“Nee, nee! ER verkleidet sich, und SIE fällt drauf rein!”

“Quatsch!”
“Steht hier doch! Die Aschenputtel-Story zum Dahin schmelzen!”

“Zweimal gucken ist doof, da weiß man ja schon, was passiert.”
“Schatz! In JEDER deiner Lieblingsschnulzen weiß man das!”

“In MEINEN Schnulzen??”
“Ist immer gleich: zwei, die nicht zueinander passen, verlieben sich.”

“Das stimmt ja gar nicht!”
“Ja sicher! Es ist immer die gleiche Geschichte! Arztroman eben.”

“Ich interessiere mich nicht für Arztromane.”
“Aber du guckst doch jeden dieser Schnulzenfilme auf Sat1??”

“Manchmal, und diesen habe ich eben zufällig schon gesehen.”
“Das glaube ich nicht.”

“Ich weiß doch aber noch genau, wie sich Jennifer da umzieht.”
“Wer ist Jennifer?? In dem Film heißt das Zimmermädchen Sophie??”

“Jennifer Lopez meine ich.”
“Was hat die denn jetzt damit zu tun??”

“Die spielt da vielleicht die Hauptrolle??”
“Hier steht aber, ähm… Lisa Martinek!?”

“Nicht Jennifer Lopez??”
“Nein.”

“Worauf wartest du denn jetzt eigentlich?”
“Wer! Ich??”

“Mach an, das muss ich sehen!”

Kopfschüttel…

49 Kommentare »

Also das war so:

6. August 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste sitzt am Abend auf unserem Sofa im Wohnzimmer, als ich nach Hause komme. Sie liest eine ihrer Klatsch-Zeitungen, hat dabei die Füße hoch gelegt und ein Glas Apfelschorle steht vor ihr griffbereit auf dem Tisch.
Alles in allem: sieht sehr gemütlich aus!

“Hallo Schätzchen!”
“Hallo Süße, na? Du lässt es dir aber gut gehen, was?”

“Ja, habe ich aber heute auch verdient.”
“Na schön. Dann mach mal. Darf ich die Tagesschau gucken?”

“Natürlich, warum nicht?”
“Ich dachte, das stört dich vielleicht?”

“Nö. Musst ja nicht so laut machen, dann geht das.”
“Danke.”

[Ich setze mich auf das andere Sofa, greife zur Fernbedienung und drücke die Taste Eins.
Die Tagesschau will ich unbedingt sehen, es soll wohl Neuigkeiten zu den Dienstwagenaffären unserer Bundesminister und zu den nicht verschrotteten Prämien-Altautos geben.
Es gibt nur ein Problem: der Fernseher zeigt lediglich ein hellblaues Bild; ein Zeichen, dass kein Empfang möglich ist...]

“Na, machst du heute BLAU?? Haha!!”
“Ja, sehr witzig, Schatz! Wieso kommt denn da nichts??”

“Ach, weil…”
“Danke, sprich bitte nicht weiter, ja!?”

[Mist. Ich schalte um auf ZDF, RTL, Kabel, VOX... Überall Blau. Was ich auch mache, kein Sender lässt sich empfangen. Was ist denn da los?? Das gab es ja schon ewig nicht mehr!?]

“Du Schatz, ich weiß, warum da nichts kommt.”
“Aha. Und warum nicht? Hast du schon wieder was kaputt gemacht??”

“Wieso ich denn?? Ich habe damit gar nichts zu tun!”
“Hätte ja sein können… Also warum nun?”

“Das liegt an Tina.”
“Tina?? Unsere, also ich meine, DEINE Tina??”

“Ja. Sie ist heute in ihre neue Wohnung umgezogen.”
“Das freut mich für Tina, aber…”

“Sie hat ein Umzugsunternehmen gehabt, war also alles easy.”
“Schön; und was…”

“Aber dann war sie doch total fertig und hat mich angerufen.”
“Von was war sie denn fertig?? Möbelpacker rumkommandieren??”

“Nein, wegen dem alten Leben und dem neuen und…”
“Ähm…”

“…und sitzt jetzt allein auf 50 Kisten und heult und…”
“…nicht einmal ihr Ex hat sich blicken lassen und…”
“…weil, die ist dann runtergefallen und kaputt gegangen und…”
“…wollte Sekt trinken, aber keiner da, um mit ihr anzustoßen…”

[Die Liebste erzählt und erzählt und erzählt wie ein Wasserfall, der es eilig hat. Ihren Ausführungen nach muss das einer der schlimmsten Tage im Leben von Tina sein, wobei man(n) allerdings wissen muss, dass Tina auch schon vielen Leuten aus ihrer Umgebung gruselige Tage beschert hat...
Ich spüre ein ganz klein wenig Ungeduld in mir hochsteigen und die Zahlen 20:16 auf der kleinen Uhr in der Ecke zwingen mich schließlich dazu, einzuschreiten.]

“…und dann hat sie noch ihre Lieblingsjeans bekleckert und…”
“Schatz, Schatz! Wenn ich dich mal kurz unterbrechen dürfte…”

“Ja?”
“Das ist ja alles ganz fürchterlich traurig, aber…”

“Aber??”
“Was hat das alles denn nun mit dem Fernseher zu tun??”

“Sagte ich das nicht??”
“Nein!”

“Haha, und ich dachte, ich hätte das schon längst gesagt, haha!”
“Ähm, das ist wirklich SEHR LUSTIG, Liebste, aber…”

“Also Tina ist ja in der neuen Wohnung, wie gesagt.”
“Ja, und alles ist ganz schrecklich, das hast du auch gesagt.”

“Du hast mir ja doch zugehört??”
“Schatz, WAS IST MIT DEM FERNSEHER!?”

“Ja, also das war so:”
“Bitte, die Kurzfassung, geht das??”

“Ja doch!”
“Also bitte…”

“Tina wollte dann Anna und die Liebe gucken.”
“Schön, und?”

“Und das ging nicht, weil der Fernseher nicht ging.”
“Bei Tina auch nicht??”

“Nee. Und das war dann wohl zu viel für sie.”
“Weil sie diese öde Telenovela nicht gucken konnte??”

“Naja, weil eben nichts funktionierte und so.”
“Liebste, würdest du jetzt BITTE zur Sache kommen, ja??”

“Sie hat sich eben total auf Anna und die Liebe gefreut.”
“Und??”

“So wie du auf die Tagesschau.”
“WOMIT WIR BEIM WESENTLICHEN THEMA ANGELANGT WÄREN!!”

“Dann hat sie mich angerufen und ich habe das behoben.”
“Was! Das mit dem kaputten Fernseher??”

“Ja. Und jetzt freut sie sich. Gut, was?”
“Und, ähm… WIE hast du das gemacht, bitte??”

“War eigentlich ganz einfach.”
“Aha, und??”

“Ich brauchte ihr nur unser Antennenkabel leihen!”

Kopfschüttel…

97 Kommentare »

360 Monate

2. Juni 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich gehen am wunderschönen Pfingstwochenende spazieren und komme dabei an allerlei kleinen hübschen Einfamilien-Häuschen vorbei, die wir uns voller Neid aufmerksam anschauen. Es sieht so aus, als hätten sich bei jedem der Häuser die Eigentümer ihre eigenen Träume erfüllt und es dabei an Sorgfalt und Liebe zum Detail nicht missen lassen.
Schon nicht schlecht, was sich manche Leute so dahin gestellt haben…

“Wieso haben wir eigentlich nicht auch so ein Haus?”
“Weil wir kein Geld haben, Süße.”

“Aber wir haben doch Geld??”
“Aber nicht genug.”

“Was kostet sowas denn?”
“Hm… Das da würde ich mal so auf 250.000 Euro tippen…”

“Oh… So teuer sieht das aber gar nicht aus?”
“Kostet es aber bestimmt, so mit Grundstück, Garten, und so…”

“Wie viel Geld haben wir denn?”
“Also ich habe noch 80 Cent im Portmonee.”

Blödmann! Nein, ich meine, wenn wir ein Haus bauen würden?”
“Wie viel hast du denn?”

“Ich habe kein Geld.”
“Sage ich doch, dann haben wir also 80 Cent.”

“Jetzt hör doch mal auf, ich meine das ernst!”
“Naja, wir müssten wohl einen Kredit aufnehmen…”

“Und dann? Wie viel hätten wir dann?”
“90 Cent.”

“MANN!! Mit dir kann man nicht EINMAL ernsthaft reden!”
“Schatz, da brauchen wir gar nicht mit anfangen.”

“Womit? Ernsthaft miteinander zu reden??”
“Nein, ich meine mit einer Baufinanzierung.”

“Warum nicht??”
“Weil das viel zu teuer ist ohne Eigenkapital.”

“Wie viel Eigenkapital bräuchte man denn??”
“Hm… 50.000 Euro so, tippe ich mal?”

“Und wie viel hast du?”
“80 Cent.”

“Du bist so doof!!”
“Man gewöhnt sich dran…”

“Wir verdienen beide gut, da werden wir ja wohl Geld kriegen??”
“Würden wir kriegen, natürlich!”

“Und wo ist dann das Problem??”
“Das Problem ist, dass man es zurückzahlen muss.”

“Ach nee, tatsächlich??”
“Ich wollte es ja nur sagen, weil sowas übersiehst du ja gern…”

“Das klingt ja, als würde ich nie was zurückzahlen??”
“Zumindest ist das nicht gerade deine Stärke.”

“Bitte?? Wann habe ich dir denn mal was nicht zurückgezahlt??”
“Du brauchtest ja bei mir noch nie was zurückzahlen!”

“Ich begleiche Schulden immer sofort!”
“Wir reden aber hier nicht von 20 Euro für deine Schwester!”

“Sondern??”
“Wir reden von geschätzten 400.000 Euro.”

“Wieso das denn?? 250.000 Euro würden doch reichen??”
“Man muss aber Zinsen zahlen, schon vergessen??”

“Aber doch nicht fast das Doppelte!?”
“Na sicher!”

“Quatsch!”
“Ich seh schon, da spricht die Fachfrau…”

“Man muss so viele Zinsen zahlen??”
“In 30 Jahren kommt da was zusammen, glaub mir…”

“Das sind ja dann… In 30 Jahren… Also, das sind 360 Monate…”
“Was rechnest du jetzt da?”

“360, sind… Das sind ja dann mehr als 1.000 Euro pro Monat!?”
“Das dürfte so ungefähr hinkommen, ja. Eher etwas mehr.”

“Würdest du denn 1.200 Euro pro Monat schaffen?”
“Ich?? Also wenn, dann machen wir ja wohl halbe-halbe, oder!?”

“Aber wenn wir ein Haus haben, dann haben wir ja auch Kinder.”
“Ach so, klar.”

“Sonst brauchen wir ja auch kein Haus.”
“Natürlich nicht.”

“Und einen Hund haben wir dann ja auch.”
“Selbstverständlich.”

“Und eine Schaukel und ein Trampolin im Garten.”
“Was sonst…”

“Eben, und da kann ich dann ja nicht mehr arbeiten gehen.”
“Auf keinen Fall…”

“Und deshalb musst du dann für die Familie sorgen.”
“Und für das Haus.”

“Und für das Haus, ja.”
“VERGISS ES!!”

“Das machen andere doch auch!?”
“Was andere machen, das muss ich ja nicht alles nachmachen!”

“Aber du hättest doch auch was davon?”
“So?? Was denn??”

“Du kriegst einen Grill im Garten und einen großen Fernseher.”
“Ich will aber weder einen Grill noch einen großen Fernseher!?”

“Was willst du denn?”
“Also wenn, dann will ich ein Heimkinozimmer.”

“So ein Blödsinn! Das nimmt viel zu viel Platz weg!”
“Oder ein Atelier, wo ich ferngesteuerte Autos basteln kann.”

“Das ist doch auch totaler Humbug!”
“Na schön, dann aber wenigstens einen Aufsitz-Rasenmäher?”

“Ich will einen Garten und keinen Schlosspark!”
“Toll! Alles, was ich haben will, kriege ich nicht! Trotz 400.000 Euro!”

“Wünsch dir doch was Sinnvolles, wo wir beide was von haben!?”
“Dann wünsche ich mir eine geschlossene Gummizelle für mich allein.”

“OK! Und die 80 Cent darfst du von mir aus auch behalten.”

Kopfschüttel…

39 Kommentare »

Für Demokratie

26. Mai 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sind auf der Suche nach einem neuen Festnetz-Telefon; unser jetziges ist zwar nicht kaputt, aber schon uralt.
Also stehen wir beide jetzt in einem großen Elektronik-Markt vor dem Regal mit den Telefonen und die Auswahl ist riesig.
Hier werden wir wohl was finden!

“Meine Güte, wie viele Telefone das hier gibt!”
“Ja, das hätte ich auch nicht gedacht, Süße.”

“Welches nehmen wir denn jetzt?”
“Hm…”

“Ich finde das blaue da toll!”
“Och nee…”

“Und wir wäre das da?”
“Was! Das kleine Ding??”

“Ja, das kann man so schön in die Tasche stecken!”
“…und man verlegt es dauernd, nee!”

“Also ich würde das nehmen.”
“Ach, das ist ja gar kein ISDN-Telefon, geht also nicht.”

“Was ist das nicht?”
“Das ist kein ISDN-Telefon.”

“Sondern??”
“Ein analoges.”

“Damit kann man nicht telefonieren?”
“Doch, aber es hat eben keine ISDN-Komfortmerkmale.”

“Verstehe ich nicht?”
“ISDN-Telefone sind besser.”

“Und wie sehen die aus?”
“Da hinten zum Beispiel, da stehen welche.”

“Das sind ja nur fünf! Und die sind sauteuer!”
“Na und?? Qualität hat eben ihren Preis.”

“Aber von den anderen gibt es doch mindestens fünfzig!”
“Das mag ja sein, aber wir brauchen eben ein ISDN-Telefon.”

“Du telefonierst doch sowieso nie!?”
“Das ist falsch! Ich telefoniere nur WENIGER als du!”

“Eben. Und deswegen muss mir das Telefon auch mehr gefallen.”
“Mehr?? Wie definiert man denn MEHR gefallen??”

“Naja, mein Urteil ist eben wichtiger, als deins.”
“Hallo??”

“Na du bist doch wohl für Demokratie, oder??”
“Demokratie??”

“Naja, das ist doch dieses Mehrheitsprinzip, oder?”
“Ähm, das ist soweit richtig…”

“Siehste!”
“Und was bitte hat das jetzt hier mit den Telefonen zu tun??”

“Wir entscheiden das eben demokratisch, dachte ich mir.”
“Schön. Also stimmen wir ab.”

“Ich bin für das kleine Telefon.”
“Und ich bin für das ISDN-Telefon.”

“OK, also habe ich gewonnen.”
“Bitte?? Wir haben ein demokratisches Unentschieden!”

“Quatsch!”
“Also hör mal, wer wollte denn hier eine demokratische Wahl??”

“Du verstehst eben einfach nichts von Politik.”
“Ich verstehe nichts von Politik?? Das wird ja immer schöner!!”

“Haben die nicht da diese Stühle?”
“Was? Wer hat Stühle?”

“Na die Politiker. In Berlin.”
“Stühle??”

“Da reden die immer von bei den Wahlen, wer mehr Stühle hat.”
“SITZE! Wer mehr SITZE im Bundestag hat!!”

“Na gut, dann eben Sitze. Ist doch total egal.”
“Ähm…”

“Und wer mehr Sitze hat, darf Bundeskanzler sein.”
“Gottogott, hoffentlich hört das hier keiner…”

“Stimmt´s oder nicht??”
“So in etwa, also…”

“Eben. Und deshalb darf ich das Telefon aussuchen.”
“Ich verstehe nur nicht, was das mit Demokratie zu tun hat…”

“Ich bin die CDU. Mit ganz vielen Stühlen.”
“SITZE! Es heißt SITZE und nicht Stühle!”

“OK, Sitze. Und du bist die SPD. Mit weniger Sitzen.”
“Und warum hast ausgerechnet du mehr Sitze als ich??”

“Weil ich mehr telefoniere.”
“Aha. Und weil ich deswegen weniger Sitze habe, meinst du jetzt…”

“Genau, ich kann dich überstimmen.”
“Schatz!! Wir sind aber weder die CDU noch die SPD!!”

“Nee. Wir sind eigentlich schon viel weiter.”
“Weiter?? Was heißt das denn nun wieder??”

“Eigentlich sind wir ja die große Koalition, du und ich!”
“Ich brech zusammen…”

“Aber ich bin die Bundeskanzlerin!”

Kopfschüttel…

49 Kommentare »

Das heißt es NICHT!

7. Mai 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Morgen in der Küche und trinken Tee und Kaffee zusammen, bevor wir uns wieder auf einen neuen Arbeitstag stürzen.
Bei dieser Gelegenheit werfe ich noch schnell einen flüchtigen Blick in die Tageszeitung und was entdecke ich da?

“Warum schmunzelst du so?
“Weil ich gerade dein Horoskop lese, Süße.”

“So?? Und was steht da?”
“Ich lese vor, Moment, ähm… Beabsichtigen Sie etwas und sagen etwas ganz anderes? Vielleicht haben Sie den
Eindruck, unkonventionell zu denken und zu kommunizieren.”

“Was ist das denn für ein Schwachsinn??”
“Also ich finde, das passt irgendwie zu dir…”

“Und was daran passt bitte zu mir??”
“Du sagst auch häufig Dinge, die dann eigentlich ganz anders sind!”

“Tue ich nicht!”
“So?? Ich kennen NIEMANDEN, der das so gut kann, wie du!”

“Ich sage doch immer, was ich denke!?”
“Mag ja sein, aber beabsichtigen tust du oft was anderes.”

“Zum Beispiel??”
“Du sagst beispielsweise: mir ist kalt.”

“Na und??”
“Und das bedeutet aber: nimm mich bitte in den Arm, stimmt´s?”

“Quatsch! Das heißt es NICHT!”
“Sondern??”

“Das heißt, dass ich wieder nichts Passendes anzuziehen hab!”

Kopfschüttel…

39 Kommentare »

Dann wäre ich ja nicht hier

9. April 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste steht am Abend in der Küche am Herd und kocht eine Suppe für uns.
Währenddessen sitze ich am Küchentisch und stöbere in den neuesten Postwurfsendungen, die sich trotz “bitte keine Werbung”-Schild an unserem Briefkasten doch immer wieder auf wundersame Weise zu uns verirren.
Natürlich bleibt es nicht lange still, und ich meine nicht die Dunstabzugshaube…

“Du Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was würdest du eigentlich machen, wenn ich weit weg wäre?”
“Hä? Was?”

“Na wenn ich nicht hier wäre, was würdest du dann machen!”
“Tja, dann würde ich mir jetzt wohl eine Pizza bestellen…”

“Nein, ich meine doch nicht JETZT hier, ich meine so woanders!”
“Liebste, wie immer gebe ich mir Mühe, dir zu folgen, aber…”

“Also ich meine, wenn ich in München wohnen würde.”
“Warum denn in München??”

“Ist doch ein Beispiel! Und du würdest hier in Bremen wohnen.”
“Ja, und was wäre dann?”

“Dann wäre ich ja nicht hier.”
“Richtig. Dann würdest du jetzt in München Suppe kochen.”

“Eben!”
“Und was genau war jetzt bitte deine Frage??”

“Was du dann machen würdest!”
“Naja, ich würde…”

“Sag jetzt nicht schon wieder, dass du Pizza bestellen würdest!”
“Öhm…”

“Wir hätten dann ja eine Fernbeziehung.”
“Ah, so langsam verstehe ich, was du meinst.”

“Ob das wohl klappen würde, so in einer Fernbeziehung?”
“Hm…”

“Dann könnten wir uns nur am Wochenende sehen.”
“Ja, und selbst das würde wohl nicht immer klappen…”

“Und jeden Tag müssten wir alleine ins Bett gehen.”
“Das müssten wir, ja.”

“Und abends zusammen essen könnten wir auch nicht.”
“Wohl kaum.”

“Und richtig reden könnten wir dann ja auch nicht!”
“Stimmt.”

“Könntest du das??”
“Tja, also wenn ich so darüber nachdenke, dann…”

“Was soll das denn heißen?!”
“Naja, also ich meine…”

“Ach so! DIR würde das natürlich gefallen, oder was!?”
“Nein, natürlich nicht.”

“Und wohl würde dir das gefallen!”
“Habe ich doch gar nicht gesagt!?”

“Aber gedacht hast du das! Du bist so doof!”
“Woher willst du denn wissen, was ICH gedacht habe??”

“Das weiß ich eben.”
“Pff! Ich habe etwas ganz anderes gedacht!”

“So?? Was denn?”
“Ich dachte, dass…”

“…dass du unmöglich auf mich verzichten könntest??”
“Ähm, so etwas in der Art, ja.”

“Schleimer! Das stimmt ja gar nicht!”
“Und woher willst du DAS nun wieder wissen??”

“Frauen wissen sowas.”
“Ach so, ja, na klar! Wie konnte ich das bloß vergessen!”

“Was wäre denn nun, wenn ich in München wohnen würde!!”
“Tut mir leid, aber ich habe die Frage immer noch nicht verstanden!”

“Ob du dich mit mir auf eine Fernbeziehung eingelassen hättest!”
“Ach so! Ja.”

“Ja?”
“Ja.”

“Und mehr hast du dazu nicht zu sagen??”
“Was soll ich denn dazu sagen??”

“Ob das auf Dauer funktionieren würde zum Beispiel!”
“Nein.”

“Nein?”
“Nein.”

“Und wieso nicht??”
“Weil man sich dann nicht gemeinsam weiterentwickeln könnte.”

“Aha, und wo genau entwickeln wir uns weiter??”
“Ähm…”

“Siehste, wir entwickeln uns nämlich auch nicht weiter!”
“Aber…”

“…obwohl wir ja zusammen wohnen seit Jahren! Blödmann!”
“Aber das kann man doch so pauschal gar nicht…”

“Obwohl, doch, eine Sache gibt es da, fällt mir gerade ein.”
“Na, da bin ich aber jetzt mal gespannt!”

“Weil wir uns so gut kennen, wissen wir immer schon im Voraus, was der andere als nächstes sagen will.”
“DAS wäre schön, das wage ich aber mal schwer zu bezweifeln!”

“Probier´s doch mal!”
“Was jetzt??”

“Rate doch mal, was ich als nächstes sagen werde!”
“Ähm… Dass ich doof bin und dich gar nicht lieb habe?”

“Siehste, geht doch! Dafür lohnt es sich, zusammen zu wohnen!”

Kopfschüttel…

43 Kommentare »

Was ist da drin?

8. Oktober 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich machen, was man ab und zu leider mal machen muss: wir räumen unsere Abstellkammer auf.
Ich frage mich, warum das immer wieder nötig wird, obwohl doch eigentlich immer klar ist: DIESER Raum darf nicht vollmüllen! Tja…

“Schatz, was ist in der Kiste da?”
“In der da oben auf dem Regal, Süße?”

“Ja; was ist da drin?”
“Da sind die Weihnachts-Keksdosen drin.”

“Wir haben Keksdosen für Weihnachten??”
“Haben wir. Allerdings sind es nicht unsere.”

“Und warum stehen die dann hier??”
“Naja, wir haben sie wohl nie zurück gegeben…”

“Das heißt dann also, dass die auch keiner mehr vermisst?”
“Das würde ich mal annehmen, aber…”

“Gut, dann schmeißen wir die Dinger weg, ja?”
“Das würde ich nicht machen, weil…”

“Hallo?? Die müssen schon seit Jahren da stehen!”
“Tun sie ja auch, aber ich würde die trotzdem nicht…”

“Schatz! Aufräumen heißt auch Wegwerfen!”
“Na das sagt ja genau die Richtige!”

“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Also wenn hier jemand nicht wegwirft, dann du!”

“Wann habe ich denn was nicht weggeworfen??”
“Sollen wir mal einen Test machen?”

“Was denn für ein Test??”
“Ich beweise es dir, ist kein Problem!”

“Kannst du nicht!”
“Doch.”

“Na da bin ich ja jetzt mal gespannt!”
“Gut. Also: DAS hier, DAS schmeißen wir weg.”

“Was! Die Blumenstangen??”
“Ja, die Blumenstangen.”

“Aber die brauchen wir doch!”
“Wofür??”

“Zum Blumen hochbinden!”
“Und wo haben wir Blumen, die hochgebunden werden müssen??”

“Ähm…”
“Eben! Und deswegen kann der alte Kram weg!”

“Auf keinen Fall!”
“Warum nicht??”

“Es könnte ja sein, dass ich das noch mal brauche.”
“Wofür denn??”

“Wenn ich morgen eine Ranke kaufe, zum Beispiel.”
“Bitte?? Seit wann willst du denn eine Ranke kaufen??”

“Könnte doch sein?”
“Du wolltest noch NIE eine rankende Pflanze haben!”

“Das hat sich aber gerade eben geändert.”
“Pff! Das glaube ich dir nicht!”

“Ist aber so.”
“Siehst du, du kannst eben nichts wegwerfen!”

“Ich werfe doch nichts weg, was ich noch brauche!”
“NIEMALS wirst du die blöden Stangen noch brauchen!”

“Die kommen nicht weg, und basta!”
“Siehst du, genau DAS wollte ich beweisen.”

“Ganz toll, das ist aber kein Beweis.”
“Sondern??”

“ICH beweise es dir jetzt.”
“Ach ja?? Und was bitte??”

“Ich werfe jetzt die gammeligen Keksdosen weg.”
“Und gerade DIE wirfst du besser nicht weg.”

“Wieso denn nicht?? Da tue ich eh nichts rein!?”
“Darum geht es auch nicht.”

“Die kommen weg.”
“Das erklärst du dann aber deiner Mutter, nicht ich!”

“Wieso meiner Mutter??”
“Weil ihr diese Dosen eigentlich gehören.”

“MEINER MUTTER??”
“Ja.”

“Warum sagst du mir das denn nicht??”
“Wollte ich ja, aber du lässt mich ja nicht!”

“Natürlich werfen wir die dann NICHT weg!”
“Schön. Also gibst du sie deiner Mutter dann zurück?”

“Nein.”
“Nein??”

“Auf keinen Fall.”
“Warum nicht??”

“Weil sie mich dann fragt, warum ich die so lange hatte.”
“Und??”

“Das ist mir viel zu peinlich.”
“Und warum schmeißen wir sie dann nicht einfach weg??”

“Es kann ja sein, dass sie mich irgendwann danach fragt!”

Kopfschüttel…

55 Kommentare »

Zwei Kreuze

28. September 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich verlassen das Gemeindezentrum, nach dem wir dort unsere Stimmen für die Bundestagswahl abgegeben haben.
Irgendwie werde ich ja das Gefühl nicht los, dass eigentlich nur Rentner wählen gehen… Naja, aber das ist eine andere Geschichte.

“Zwei Kreuze war doch richtig, oder??”
“Ja, Süße. Eins links, eins rechts.”

“OK, ich dachte schon, ich hätte mich vertan…”
“Wieso? Was hast du denn gewählt?”

“Was ich gewählt habe??”
“Was du gewählt hast, ja.”

“Das sage ich dir doch nicht!”
“Wie bitte??”

“Man sagt nicht, wen man wählt.”
“Aha, und warum nicht??”

“Weil… Weiß ich jetzt nicht, aber man sagt es eben nicht.”
“Du wirst deinem Freund doch wohl sagen können, wen…”

“Nein.”
“Warum nicht??”

“Was hast du denn gewählt??”
“Sag du zuerst!”

“Siehst du, du willst es mir auch nicht sagen!”
“Doch, aber ich habe dich ja wohl zuerst gefragt!”

“Das hat doch damit überhaupt gar nichts zu tun!?”
“Jetzt sag doch mal, ich sage es auch keinem weiter.”

“Das könntest du ruhig weitererzählen.”
“Was?”

“Wen ich gewählt habe.”
“Schön, und wen hast du gewählt??”

“Jetzt nerv mich nicht, lass uns lieber Eis essen gehen.”
“Ich möchte doch nur deinen politischen Standpunkt wissen!”

“Den weißt du doch!”
“Nein, weiß ich nicht!?”

“Und worüber haben wir neulich noch gesprochen??”
“Worüber denn??”

“Über das mit den Atomkraftwerken.”
“Ach ja, und was soll das jetzt, ich meine…”

“Da habe ich gesagt: Atomkraftwerke sind blöd.”
“Ja… Stimmt, das hast du gesagt.”

“Na dann weißt du doch alles!”
“Ähm… Das heißt, du wählst also die Grünen??”

“DAS habe ich nicht gesagt.”
“Nein, aber das mit den Atomkraftwerken, also…”

“Die Grünen sind ja nicht die Einzigen gegen Atomkraft.”
“Also hast du NICHT die Grünen gewählt?”

“Das ist bloß eine Vermutung von dir.”
“Ja, aber ist meine denn Vermutung richtig??”

“Nein.”
“Aha, also hast du doch die Grünen gewählt!?”

“Vielleicht.”
“Liebste!!”

“Was denn??”
“Sagst du mir nun, wen du gewählt hast, oder nicht?!”

“Na schön, also ich habe nicht die Grünen gewählt.”
“Aha.”

“Reicht das jetzt?”
“Nein!”

“Ich sage es dir sowieso nicht!”
“Und warum nicht??”

“Weil du dich dann über mich lustig machst.”
“Demnach hast du also die Rentnerpartei gewählt??”

“Siehst du, ich wusste es doch! Blödmann!!”
“Entschuldige, aber du provozierst das ja wohl auch!”

“Ich habe eine Partei mit drei Buchstaben gewählt.”
“Aha! Also nicht die Linken, Rentner, Piraten oder Tierschutzpartei??”

“Es gibt eine Tierschutzpartei??”
“Ähm, ja, die gibt es…”

“Und was machen die??”
“Na was macht wohl die TIERSCHUTZPARTEI!?”

“Ach so…”
“Mann, Mann, Mann, also manchmal, da…”

“Na und?? Ich wusste nicht, dass es die gibt!”
“Kannst ja wieder rein gehen und deinen Wahlzettel korrigieren…”

“Geht denn das??”
“NEIN!”

“Ist auch egal, ich bleibe bei meiner Wahl.”
“OK, und was ist es nun? CDU, FDP, SPD, ÖDP?”

“Nee.”
“Sondern??”

“ARD, ZDF, C&A.”
“Was??”

“BRD, DDR und USA; BSE, HIV und DRK.”
“Wer??”

“SOS, 110 – tatütata.”
“Ist das nicht dieses kranke Lied von den Fanta Vier??”

“GBR, GmbH – du kannst mich mal!! So, und jetzt Eis essen.”

Kopfschüttel…

72 Kommentare »

Das wäre ja Quatsch!

24. September 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste sitzt zuhause auf dem Sofa, als ich am Abend nach Hause komme.
Das an sich wäre ja noch nichts Ungewöhnliches, allerdings hat sie sich in eine dicke Decke eingemummelt und diese bis zur Nasenspitze nach oben gezogen.
Da stimmt doch was nicht??

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, ähm…”

“Was ist?”
“Ähm, bist du krank?”

“Nee, wieso?”
“Naja, weil du dich in die Decke eingewickelt hast??”

“Nee, mit mir ist alles in Ordnung.”
“Aha.”

“Wieso?”
“Naja, es sind, ähm… 22 Grad hier drin??”

“Ja, ich weiß.”
“Und??”

“Mir ist aber trotzdem kalt.”
“Aha, ja… Und, ähm… Soll ich vielleicht die Heizung anmachen?”

“Nee, das wäre ja Quatsch.”
“Ja, aber ich dachte, dir sei kalt?”

“Ja, aber du kannst doch nicht die Heizung anmachen!”
“Und warum nicht??”

“Es ist doch warm genug hier, 22 Grad reichen doch völlig!”
“Aber Liebste, du hast doch gesagt, dass dir kalt sei??”

“Mir schon, aber hier im Wohnzimmer ist es warm.”
“Aha…”

“Das hört sich schon wieder so an, als sei ich total blöd!”
“Nein, nein, das, ähm… Das…”

“Warum stotterst du denn dann so rum??”
“Naja, ich verstehe eben nicht, warum dir kalt ist!?”

“Es darf mir doch wohl mal kalt sein, oder nicht??”
“Jaja schon, aber…”

“Ich schreibe dir ja auch nicht vor, wann es dir warm sein muss!”
“Entschuldige, ich wollte ja nur mal fragen!”

“Mir ist kalt, obwohl es hier warm ist. Was dagegen??”
“Nein, ich habe nichts dagegen!”

“Dann ist ja gut.”
“Alles klar, alles klar. Vergiss einfach, dass ich gefragt habe.”

“Was hast du gesagt?”
“Sehr gut. So. Und jetzt?”

“Was und jetzt??”
“Wollen wir vielleicht zusammen was essen?”

“Oh ja!”
“Gut, dann lass uns in die Küche gehen.”

“Das geht nicht.”
“So?? Und warum nicht??”

“Weil es in der Küche kalt ist.”
“Ähm…”

“Du weißt doch, dass mir jetzt schon kalt ist!”
“Tja, ähm… Soll ich dann in der Küche die Heizung anmachen??”

Blödmann! Veräppeln kann ich mich auch alleine!!”

Kopfschüttel…

58 Kommentare »

Nichts!

27. August 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Abend gemeinsam in der Küche am Tisch und erzählen uns gegenseitig die News des Tages.
Alles in allem ist eigentlich nichts Aufregendes passiert, aber man findet ja doch immer wieder etwas, was man so berichten kann vom Arbeitsalltag.

“Also eigentlich nichts los gewesen heute bei mir…”
“Ja, sieht so aus, Süße.”

“Bei dir ja auch nicht.”
“Nee.”

“Aber bei dir passiert ja auch sowieso nie was auf der Arbeit.”
“Wie bitte??”

“Na, wann erzählst du denn schon mal was Aufregendes?”
“Also, ich, ähm…”

“Wenn du ÜBERHAUPT mal was erzählst, meine ich.”
“Was soll das denn jetzt heißen??”

“Wenn ich nicht drängeln würde, würdest du gar nichts sagen!”
“Das stimmt doch überhaupt gar nicht!”

“So?? Und was war letzte Woche??”
“Letzte Woche? Was war denn da?”

“Ja das frage ich dich?”
“Nichts war da, wieso??”

“Eben.”
“Was eben!?”

“Da war eben nichts, was du erzählt hättest.”
“Ähm…”

“…oder hättest erzählen können.”
“Aha, und was heißt das jetzt genau??”

“Dass du entweder nichts erlebt hast, oder…”
“Oder??”

“…oder dass du was erlebt hast, es mir aber nicht erzählst.”
“Warum sollte ich dir was nicht erzählen??”

“Also war deine letzte Woche total langweilig?”
“Nein.”

“Dann erzähl doch mal endlich!”
“Ich weiß aber nicht, was!?”

“Na was du alles erlebt hast!”
“Keine Ahnung, tja, was habe ich denn erlebt, also…”

“Siehst du, ich wusste es doch! Nix!”
“Doch, aber mir fällt jetzt gerade nichts ein!”

“Du hast doch eben gesagt, es sei NICHT langweilig gewesen?”
“Ja, aber…”

“…dann musst du sagen können, WAS NICHT langweilig war!”
“Das verstehe ich schon, danke für die Erklärung!”

“Gern geschehen, und??”
“Ich kann mich nicht erinnern…”

“Aber du bist dir sicher, dass es nicht langweilig war?”
“Ziemlich, ja.”

“Dann erzählst du es mir also absichtlich nicht!”
“Ich würde es ja erzählen, aber…”

“Ich erzähle dir immer alles, und du?!”
“Ich dir doch auch??”

“Nein!”
“Doch!”

“Neeein!”
“Doooch!”

“Dann erzähle ich dir ab jetzt auch nichts mehr!”
“Aber Schatz, ich…”

“Zum Beispiel erzähle ich nicht, was mit Simone los war!”
“Naja, das ist ja auch, also, ähm…”

“Und was deine Mutter gesagt hat, auch nicht.”
“Meine Mutter??”

“Ja, sie hat mich heute nämlich angerufen.”
“Moment, ich dachte, wir reden hier über Erlebnisse auf der Arbeit??”

“Das stimmt ja auch.”
“Was hat denn meine Mutter jetzt damit zu tun??”

“Wieso? Sie hat doch angerufen, als ich auf der Arbeit war.”
“Das ist doch aber wohl was anderes!?”

“Ist es nicht! Also willst du es nun wissen, oder nicht!?”
“Natürlich will ich es wissen!”

“Das sage ich dir aber nicht!”
“Schatz! Jetzt hör auf mit dem Schwachsinn!”

“OK, aber nur unter einer Bedingung.”
“Keine Bedingungen!”

“Dann sage ich es auch nicht.”
“LIEBSTE!!”

“Na schön, also gut. Dann wenigstens eine kleine Bitte.”
“Himmel! Also was denn…”

“Du musst mir erst sagen, wie dolle lieb du mich hast!”
“Ich hab dich lieb. So, und was hat meine Mutter nun gesagt??”

“Das war schon alles??”
“Lieb! Lieb! Mehr lieb! Am liebsten! Bums fallera und alles!!”

“Naja, wenigstens etwas…”
“WAS – HAT – MEINE – MUTTER – GESAGT??”

“Ach so! Das hätte ich fast vergessen, haha!”
“W-A-S!?”

“Sie hat dich nicht erreicht, du sollst sie mal anrufen.”
“Und weiter??”

“Och, sie wollte wohl nur von dir wissen, was es so Neues gibt.”
“Und da ruft sie dann dich an??”

“Warum nicht? Ich habe ihr alles erzählt.”
“Was hast du ihr denn erzählt, bitte??”

“Naja, alles eben, was du mir auch erzählt hast.”
“Und was habe ich dir erzählt??”

“Nichts!”

Kopfschüttel…

65 Kommentare »

Diesen kenne ich eben

12. August 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Dienstagabend nach einem anstrengenden Arbeitstag im Wohnzimmer auf unserem Sofa und beschließen, heute einfach gar nichts mehr zu tun.
Was liegt da näher, als einen Blick in die bunte Fernsehzeitung zu werfen, die ich schon in der Hand habe.

“Und, Schatz? Heute der gleiche Schmu wie immer?”
“Ähm, nein Süße; heute hast du mal Glück.”

“Ich??”
“Ja, es kommt nämlich mal wieder was für dich.”

“Für mich? Und was?”
“Auf Sat1, Das Zimmermädchen und der Millionär.”

“Kenne ich.”
“Was? Was hast du gesagt??”

“Den Film kenne ich schon.”
“Wie bitte?? Das gibt´s doch gar nicht!”

“Wieso, was ist denn??”
“Du kannst dich doch sonst NIE an einen Film erinnern!”

“Richtig, aber diesen kenne ich eben.”
“Du kannst dir normalerweise weder Titel noch Inhalte merken!”

“Das stimmt auch, aber beim Zimmermädchen weiß ich es halt.”
“Aha… Naja, hier steht, dass der 2004 schon mal kam…”

“Aha, siehste! Brauchen wir also nicht gucken.”
“Liebste, das sind 5 Jahre! NIEMALS erinnerst du dich daran!”

“Doch! Das ist der Film, wo sie sich in einen Millionär verliebt.”
“Und weiter??”

“Wieso weiter?? Das reicht doch wohl?”
“Schatz, es ist klar, dass dir das reicht, aber…”

“Was soll das denn jetzt heißen??”
“Ach, nur so…”

“…und sie wird da verwechselt, weil sie andere Sachen an hat.”
“Wer jetzt! Das Zimmermädchen??”

“Ja, die hat aus Versehen andere Sachen an und er denkt…”
“Aber, Moment… Hier steht, ER hätte andere Sachen an!?”

“Er??”
“Er. Er sei eine Aushilfskraft in dem Hotel, steht hier.”

“Das kann ja nicht stimmen.”
“Ach so?? Ich dachte, du kennst diesen Film!?”

“Kenne ich ja auch! Mädchen verkleidet sich, er fällt drauf rein.”
“Nee, nee! ER verkleidet sich, und SIE fällt drauf rein!”

“Quatsch!”
“Steht hier doch! Die Aschenputtel-Story zum Dahin schmelzen!”

“Zweimal gucken ist doof, da weiß man ja schon, was passiert.”
“Schatz! In JEDER deiner Lieblingsschnulzen weiß man das!”

“In MEINEN Schnulzen??”
“Ist immer gleich: zwei, die nicht zueinander passen, verlieben sich.”

“Das stimmt ja gar nicht!”
“Ja sicher! Es ist immer die gleiche Geschichte! Arztroman eben.”

“Ich interessiere mich nicht für Arztromane.”
“Aber du guckst doch jeden dieser Schnulzenfilme auf Sat1??”

“Manchmal, und diesen habe ich eben zufällig schon gesehen.”
“Das glaube ich nicht.”

“Ich weiß doch aber noch genau, wie sich Jennifer da umzieht.”
“Wer ist Jennifer?? In dem Film heißt das Zimmermädchen Sophie??”

“Jennifer Lopez meine ich.”
“Was hat die denn jetzt damit zu tun??”

“Die spielt da vielleicht die Hauptrolle??”
“Hier steht aber, ähm… Lisa Martinek!?”

“Nicht Jennifer Lopez??”
“Nein.”

“Worauf wartest du denn jetzt eigentlich?”
“Wer! Ich??”

“Mach an, das muss ich sehen!”

Kopfschüttel…

49 Kommentare »

Also das war so:

6. August 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste sitzt am Abend auf unserem Sofa im Wohnzimmer, als ich nach Hause komme. Sie liest eine ihrer Klatsch-Zeitungen, hat dabei die Füße hoch gelegt und ein Glas Apfelschorle steht vor ihr griffbereit auf dem Tisch.
Alles in allem: sieht sehr gemütlich aus!

“Hallo Schätzchen!”
“Hallo Süße, na? Du lässt es dir aber gut gehen, was?”

“Ja, habe ich aber heute auch verdient.”
“Na schön. Dann mach mal. Darf ich die Tagesschau gucken?”

“Natürlich, warum nicht?”
“Ich dachte, das stört dich vielleicht?”

“Nö. Musst ja nicht so laut machen, dann geht das.”
“Danke.”

[Ich setze mich auf das andere Sofa, greife zur Fernbedienung und drücke die Taste Eins.
Die Tagesschau will ich unbedingt sehen, es soll wohl Neuigkeiten zu den Dienstwagenaffären unserer Bundesminister und zu den nicht verschrotteten Prämien-Altautos geben.
Es gibt nur ein Problem: der Fernseher zeigt lediglich ein hellblaues Bild; ein Zeichen, dass kein Empfang möglich ist...]

“Na, machst du heute BLAU?? Haha!!”
“Ja, sehr witzig, Schatz! Wieso kommt denn da nichts??”

“Ach, weil…”
“Danke, sprich bitte nicht weiter, ja!?”

[Mist. Ich schalte um auf ZDF, RTL, Kabel, VOX... Überall Blau. Was ich auch mache, kein Sender lässt sich empfangen. Was ist denn da los?? Das gab es ja schon ewig nicht mehr!?]

“Du Schatz, ich weiß, warum da nichts kommt.”
“Aha. Und warum nicht? Hast du schon wieder was kaputt gemacht??”

“Wieso ich denn?? Ich habe damit gar nichts zu tun!”
“Hätte ja sein können… Also warum nun?”

“Das liegt an Tina.”
“Tina?? Unsere, also ich meine, DEINE Tina??”

“Ja. Sie ist heute in ihre neue Wohnung umgezogen.”
“Das freut mich für Tina, aber…”

“Sie hat ein Umzugsunternehmen gehabt, war also alles easy.”
“Schön; und was…”

“Aber dann war sie doch total fertig und hat mich angerufen.”
“Von was war sie denn fertig?? Möbelpacker rumkommandieren??”

“Nein, wegen dem alten Leben und dem neuen und…”
“Ähm…”

“…und sitzt jetzt allein auf 50 Kisten und heult und…”
“…nicht einmal ihr Ex hat sich blicken lassen und…”
“…weil, die ist dann runtergefallen und kaputt gegangen und…”
“…wollte Sekt trinken, aber keiner da, um mit ihr anzustoßen…”

[Die Liebste erzählt und erzählt und erzählt wie ein Wasserfall, der es eilig hat. Ihren Ausführungen nach muss das einer der schlimmsten Tage im Leben von Tina sein, wobei man(n) allerdings wissen muss, dass Tina auch schon vielen Leuten aus ihrer Umgebung gruselige Tage beschert hat...
Ich spüre ein ganz klein wenig Ungeduld in mir hochsteigen und die Zahlen 20:16 auf der kleinen Uhr in der Ecke zwingen mich schließlich dazu, einzuschreiten.]

“…und dann hat sie noch ihre Lieblingsjeans bekleckert und…”
“Schatz, Schatz! Wenn ich dich mal kurz unterbrechen dürfte…”

“Ja?”
“Das ist ja alles ganz fürchterlich traurig, aber…”

“Aber??”
“Was hat das alles denn nun mit dem Fernseher zu tun??”

“Sagte ich das nicht??”
“Nein!”

“Haha, und ich dachte, ich hätte das schon längst gesagt, haha!”
“Ähm, das ist wirklich SEHR LUSTIG, Liebste, aber…”

“Also Tina ist ja in der neuen Wohnung, wie gesagt.”
“Ja, und alles ist ganz schrecklich, das hast du auch gesagt.”

“Du hast mir ja doch zugehört??”
“Schatz, WAS IST MIT DEM FERNSEHER!?”

“Ja, also das war so:”
“Bitte, die Kurzfassung, geht das??”

“Ja doch!”
“Also bitte…”

“Tina wollte dann Anna und die Liebe gucken.”
“Schön, und?”

“Und das ging nicht, weil der Fernseher nicht ging.”
“Bei Tina auch nicht??”

“Nee. Und das war dann wohl zu viel für sie.”
“Weil sie diese öde Telenovela nicht gucken konnte??”

“Naja, weil eben nichts funktionierte und so.”
“Liebste, würdest du jetzt BITTE zur Sache kommen, ja??”

“Sie hat sich eben total auf Anna und die Liebe gefreut.”
“Und??”

“So wie du auf die Tagesschau.”
“WOMIT WIR BEIM WESENTLICHEN THEMA ANGELANGT WÄREN!!”

“Dann hat sie mich angerufen und ich habe das behoben.”
“Was! Das mit dem kaputten Fernseher??”

“Ja. Und jetzt freut sie sich. Gut, was?”
“Und, ähm… WIE hast du das gemacht, bitte??”

“War eigentlich ganz einfach.”
“Aha, und??”

“Ich brauchte ihr nur unser Antennenkabel leihen!”

Kopfschüttel…

97 Kommentare »

360 Monate

2. Juni 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich gehen am wunderschönen Pfingstwochenende spazieren und komme dabei an allerlei kleinen hübschen Einfamilien-Häuschen vorbei, die wir uns voller Neid aufmerksam anschauen. Es sieht so aus, als hätten sich bei jedem der Häuser die Eigentümer ihre eigenen Träume erfüllt und es dabei an Sorgfalt und Liebe zum Detail nicht missen lassen.
Schon nicht schlecht, was sich manche Leute so dahin gestellt haben…

“Wieso haben wir eigentlich nicht auch so ein Haus?”
“Weil wir kein Geld haben, Süße.”

“Aber wir haben doch Geld??”
“Aber nicht genug.”

“Was kostet sowas denn?”
“Hm… Das da würde ich mal so auf 250.000 Euro tippen…”

“Oh… So teuer sieht das aber gar nicht aus?”
“Kostet es aber bestimmt, so mit Grundstück, Garten, und so…”

“Wie viel Geld haben wir denn?”
“Also ich habe noch 80 Cent im Portmonee.”

Blödmann! Nein, ich meine, wenn wir ein Haus bauen würden?”
“Wie viel hast du denn?”

“Ich habe kein Geld.”
“Sage ich doch, dann haben wir also 80 Cent.”

“Jetzt hör doch mal auf, ich meine das ernst!”
“Naja, wir müssten wohl einen Kredit aufnehmen…”

“Und dann? Wie viel hätten wir dann?”
“90 Cent.”

“MANN!! Mit dir kann man nicht EINMAL ernsthaft reden!”
“Schatz, da brauchen wir gar nicht mit anfangen.”

“Womit? Ernsthaft miteinander zu reden??”
“Nein, ich meine mit einer Baufinanzierung.”

“Warum nicht??”
“Weil das viel zu teuer ist ohne Eigenkapital.”

“Wie viel Eigenkapital bräuchte man denn??”
“Hm… 50.000 Euro so, tippe ich mal?”

“Und wie viel hast du?”
“80 Cent.”

“Du bist so doof!!”
“Man gewöhnt sich dran…”

“Wir verdienen beide gut, da werden wir ja wohl Geld kriegen??”
“Würden wir kriegen, natürlich!”

“Und wo ist dann das Problem??”
“Das Problem ist, dass man es zurückzahlen muss.”

“Ach nee, tatsächlich??”
“Ich wollte es ja nur sagen, weil sowas übersiehst du ja gern…”

“Das klingt ja, als würde ich nie was zurückzahlen??”
“Zumindest ist das nicht gerade deine Stärke.”

“Bitte?? Wann habe ich dir denn mal was nicht zurückgezahlt??”
“Du brauchtest ja bei mir noch nie was zurückzahlen!”

“Ich begleiche Schulden immer sofort!”
“Wir reden aber hier nicht von 20 Euro für deine Schwester!”

“Sondern??”
“Wir reden von geschätzten 400.000 Euro.”

“Wieso das denn?? 250.000 Euro würden doch reichen??”
“Man muss aber Zinsen zahlen, schon vergessen??”

“Aber doch nicht fast das Doppelte!?”
“Na sicher!”

“Quatsch!”
“Ich seh schon, da spricht die Fachfrau…”

“Man muss so viele Zinsen zahlen??”
“In 30 Jahren kommt da was zusammen, glaub mir…”

“Das sind ja dann… In 30 Jahren… Also, das sind 360 Monate…”
“Was rechnest du jetzt da?”

“360, sind… Das sind ja dann mehr als 1.000 Euro pro Monat!?”
“Das dürfte so ungefähr hinkommen, ja. Eher etwas mehr.”

“Würdest du denn 1.200 Euro pro Monat schaffen?”
“Ich?? Also wenn, dann machen wir ja wohl halbe-halbe, oder!?”

“Aber wenn wir ein Haus haben, dann haben wir ja auch Kinder.”
“Ach so, klar.”

“Sonst brauchen wir ja auch kein Haus.”
“Natürlich nicht.”

“Und einen Hund haben wir dann ja auch.”
“Selbstverständlich.”

“Und eine Schaukel und ein Trampolin im Garten.”
“Was sonst…”

“Eben, und da kann ich dann ja nicht mehr arbeiten gehen.”
“Auf keinen Fall…”

“Und deshalb musst du dann für die Familie sorgen.”
“Und für das Haus.”

“Und für das Haus, ja.”
“VERGISS ES!!”

“Das machen andere doch auch!?”
“Was andere machen, das muss ich ja nicht alles nachmachen!”

“Aber du hättest doch auch was davon?”
“So?? Was denn??”

“Du kriegst einen Grill im Garten und einen großen Fernseher.”
“Ich will aber weder einen Grill noch einen großen Fernseher!?”

“Was willst du denn?”
“Also wenn, dann will ich ein Heimkinozimmer.”

“So ein Blödsinn! Das nimmt viel zu viel Platz weg!”
“Oder ein Atelier, wo ich ferngesteuerte Autos basteln kann.”

“Das ist doch auch totaler Humbug!”
“Na schön, dann aber wenigstens einen Aufsitz-Rasenmäher?”

“Ich will einen Garten und keinen Schlosspark!”
“Toll! Alles, was ich haben will, kriege ich nicht! Trotz 400.000 Euro!”

“Wünsch dir doch was Sinnvolles, wo wir beide was von haben!?”
“Dann wünsche ich mir eine geschlossene Gummizelle für mich allein.”

“OK! Und die 80 Cent darfst du von mir aus auch behalten.”

Kopfschüttel…

39 Kommentare »

Für Demokratie

26. Mai 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sind auf der Suche nach einem neuen Festnetz-Telefon; unser jetziges ist zwar nicht kaputt, aber schon uralt.
Also stehen wir beide jetzt in einem großen Elektronik-Markt vor dem Regal mit den Telefonen und die Auswahl ist riesig.
Hier werden wir wohl was finden!

“Meine Güte, wie viele Telefone das hier gibt!”
“Ja, das hätte ich auch nicht gedacht, Süße.”

“Welches nehmen wir denn jetzt?”
“Hm…”

“Ich finde das blaue da toll!”
“Och nee…”

“Und wir wäre das da?”
“Was! Das kleine Ding??”

“Ja, das kann man so schön in die Tasche stecken!”
“…und man verlegt es dauernd, nee!”

“Also ich würde das nehmen.”
“Ach, das ist ja gar kein ISDN-Telefon, geht also nicht.”

“Was ist das nicht?”
“Das ist kein ISDN-Telefon.”

“Sondern??”
“Ein analoges.”

“Damit kann man nicht telefonieren?”
“Doch, aber es hat eben keine ISDN-Komfortmerkmale.”

“Verstehe ich nicht?”
“ISDN-Telefone sind besser.”

“Und wie sehen die aus?”
“Da hinten zum Beispiel, da stehen welche.”

“Das sind ja nur fünf! Und die sind sauteuer!”
“Na und?? Qualität hat eben ihren Preis.”

“Aber von den anderen gibt es doch mindestens fünfzig!”
“Das mag ja sein, aber wir brauchen eben ein ISDN-Telefon.”

“Du telefonierst doch sowieso nie!?”
“Das ist falsch! Ich telefoniere nur WENIGER als du!”

“Eben. Und deswegen muss mir das Telefon auch mehr gefallen.”
“Mehr?? Wie definiert man denn MEHR gefallen??”

“Naja, mein Urteil ist eben wichtiger, als deins.”
“Hallo??”

“Na du bist doch wohl für Demokratie, oder??”
“Demokratie??”

“Naja, das ist doch dieses Mehrheitsprinzip, oder?”
“Ähm, das ist soweit richtig…”

“Siehste!”
“Und was bitte hat das jetzt hier mit den Telefonen zu tun??”

“Wir entscheiden das eben demokratisch, dachte ich mir.”
“Schön. Also stimmen wir ab.”

“Ich bin für das kleine Telefon.”
“Und ich bin für das ISDN-Telefon.”

“OK, also habe ich gewonnen.”
“Bitte?? Wir haben ein demokratisches Unentschieden!”

“Quatsch!”
“Also hör mal, wer wollte denn hier eine demokratische Wahl??”

“Du verstehst eben einfach nichts von Politik.”
“Ich verstehe nichts von Politik?? Das wird ja immer schöner!!”

“Haben die nicht da diese Stühle?”
“Was? Wer hat Stühle?”

“Na die Politiker. In Berlin.”
“Stühle??”

“Da reden die immer von bei den Wahlen, wer mehr Stühle hat.”
“SITZE! Wer mehr SITZE im Bundestag hat!!”

“Na gut, dann eben Sitze. Ist doch total egal.”
“Ähm…”

“Und wer mehr Sitze hat, darf Bundeskanzler sein.”
“Gottogott, hoffentlich hört das hier keiner…”

“Stimmt´s oder nicht??”
“So in etwa, also…”

“Eben. Und deshalb darf ich das Telefon aussuchen.”
“Ich verstehe nur nicht, was das mit Demokratie zu tun hat…”

“Ich bin die CDU. Mit ganz vielen Stühlen.”
“SITZE! Es heißt SITZE und nicht Stühle!”

“OK, Sitze. Und du bist die SPD. Mit weniger Sitzen.”
“Und warum hast ausgerechnet du mehr Sitze als ich??”

“Weil ich mehr telefoniere.”
“Aha. Und weil ich deswegen weniger Sitze habe, meinst du jetzt…”

“Genau, ich kann dich überstimmen.”
“Schatz!! Wir sind aber weder die CDU noch die SPD!!”

“Nee. Wir sind eigentlich schon viel weiter.”
“Weiter?? Was heißt das denn nun wieder??”

“Eigentlich sind wir ja die große Koalition, du und ich!”
“Ich brech zusammen…”

“Aber ich bin die Bundeskanzlerin!”

Kopfschüttel…

49 Kommentare »

Das heißt es NICHT!

7. Mai 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste und ich sitzen am Morgen in der Küche und trinken Tee und Kaffee zusammen, bevor wir uns wieder auf einen neuen Arbeitstag stürzen.
Bei dieser Gelegenheit werfe ich noch schnell einen flüchtigen Blick in die Tageszeitung und was entdecke ich da?

“Warum schmunzelst du so?
“Weil ich gerade dein Horoskop lese, Süße.”

“So?? Und was steht da?”
“Ich lese vor, Moment, ähm… Beabsichtigen Sie etwas und sagen etwas ganz anderes? Vielleicht haben Sie den
Eindruck, unkonventionell zu denken und zu kommunizieren.”

“Was ist das denn für ein Schwachsinn??”
“Also ich finde, das passt irgendwie zu dir…”

“Und was daran passt bitte zu mir??”
“Du sagst auch häufig Dinge, die dann eigentlich ganz anders sind!”

“Tue ich nicht!”
“So?? Ich kennen NIEMANDEN, der das so gut kann, wie du!”

“Ich sage doch immer, was ich denke!?”
“Mag ja sein, aber beabsichtigen tust du oft was anderes.”

“Zum Beispiel??”
“Du sagst beispielsweise: mir ist kalt.”

“Na und??”
“Und das bedeutet aber: nimm mich bitte in den Arm, stimmt´s?”

“Quatsch! Das heißt es NICHT!”
“Sondern??”

“Das heißt, dass ich wieder nichts Passendes anzuziehen hab!”

Kopfschüttel…

39 Kommentare »

Dann wäre ich ja nicht hier

9. April 2009, aus der Schublade Wohnen und Leben

Meine Liebste steht am Abend in der Küche am Herd und kocht eine Suppe für uns.
Währenddessen sitze ich am Küchentisch und stöbere in den neuesten Postwurfsendungen, die sich trotz “bitte keine Werbung”-Schild an unserem Briefkasten doch immer wieder auf wundersame Weise zu uns verirren.
Natürlich bleibt es nicht lange still, und ich meine nicht die Dunstabzugshaube…

“Du Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was würdest du eigentlich machen, wenn ich weit weg wäre?”
“Hä? Was?”

“Na wenn ich nicht hier wäre, was würdest du dann machen!”
“Tja, dann würde ich mir jetzt wohl eine Pizza bestellen…”

“Nein, ich meine doch nicht JETZT hier, ich meine so woanders!”
“Liebste, wie immer gebe ich mir Mühe, dir zu folgen, aber…”

“Also ich meine, wenn ich in München wohnen würde.”
“Warum denn in München??”

“Ist doch ein Beispiel! Und du würdest hier in Bremen wohnen.”
“Ja, und was wäre dann?”

“Dann wäre ich ja nicht hier.”
“Richtig. Dann würdest du jetzt in München Suppe kochen.”

“Eben!”
“Und was genau war jetzt bitte deine Frage??”

“Was du dann machen würdest!”
“Naja, ich würde…”

“Sag jetzt nicht schon wieder, dass du Pizza bestellen würdest!”
“Öhm…”

“Wir hätten dann ja eine Fernbeziehung.”
“Ah, so langsam verstehe ich, was du meinst.”

“Ob das wohl klappen würde, so in einer Fernbeziehung?”
“Hm…”

“Dann könnten wir uns nur am Wochenende sehen.”
“Ja, und selbst das würde wohl nicht immer klappen…”

“Und jeden Tag müssten wir alleine ins Bett gehen.”
“Das müssten wir, ja.”

“Und abends zusammen essen könnten wir auch nicht.”
“Wohl kaum.”

“Und richtig reden könnten wir dann ja auch nicht!”
“Stimmt.”

“Könntest du das??”
“Tja, also wenn ich so darüber nachdenke, dann…”

“Was soll das denn heißen?!”
“Naja, also ich meine…”

“Ach so! DIR würde das natürlich gefallen, oder was!?”
“Nein, natürlich nicht.”

“Und wohl würde dir das gefallen!”
“Habe ich doch gar nicht gesagt!?”

“Aber gedacht hast du das! Du bist so doof!”
“Woher willst du denn wissen, was ICH gedacht habe??”

“Das weiß ich eben.”
“Pff! Ich habe etwas ganz anderes gedacht!”

“So?? Was denn?”
“Ich dachte, dass…”

“…dass du unmöglich auf mich verzichten könntest??”
“Ähm, so etwas in der Art, ja.”

“Schleimer! Das stimmt ja gar nicht!”
“Und woher willst du DAS nun wieder wissen??”

“Frauen wissen sowas.”
“Ach so, ja, na klar! Wie konnte ich das bloß vergessen!”

“Was wäre denn nun, wenn ich in München wohnen würde!!”
“Tut mir leid, aber ich habe die Frage immer noch nicht verstanden!”

“Ob du dich mit mir auf eine Fernbeziehung eingelassen hättest!”
“Ach so! Ja.”

“Ja?”
“Ja.”

“Und mehr hast du dazu nicht zu sagen??”
“Was soll ich denn dazu sagen??”

“Ob das auf Dauer funktionieren würde zum Beispiel!”
“Nein.”

“Nein?”
“Nein.”

“Und wieso nicht??”
“Weil man sich dann nicht gemeinsam weiterentwickeln könnte.”

“Aha, und wo genau entwickeln wir uns weiter??”
“Ähm…”

“Siehste, wir entwickeln uns nämlich auch nicht weiter!”
“Aber…”

“…obwohl wir ja zusammen wohnen seit Jahren! Blödmann!”
“Aber das kann man doch so pauschal gar nicht…”

“Obwohl, doch, eine Sache gibt es da, fällt mir gerade ein.”
“Na, da bin ich aber jetzt mal gespannt!”

“Weil wir uns so gut kennen, wissen wir immer schon im Voraus, was der andere als nächstes sagen will.”
“DAS wäre schön, das wage ich aber mal schwer zu bezweifeln!”

“Probier´s doch mal!”
“Was jetzt??”

“Rate doch mal, was ich als nächstes sagen werde!”
“Ähm… Dass ich doof bin und dich gar nicht lieb habe?”

“Siehste, geht doch! Dafür lohnt es sich, zusammen zu wohnen!”

Kopfschüttel…

43 Kommentare »

Gefällt Dir dieser Blog?

Kopfschüttel Ratgeber »





Blog der Woche