Sowas weiß man doch!

Sowas weiß man doch!Meine Liebste und ich schauen „Wer wird Millionär“. Wir sind uns einig, dass wir ziemlich alt aussehen würden, wenn wir selbst auf dem Stuhl dort säßen…
Die aktuelle 500 EUR-Frage lautet:
„Sagt mal, von wo kommt ihr denn her…“

„…aus Schlumpfhausen bitte sehr!“
„Was?“

„Na Schlumpfhausen. Das Schlümpfelied!“
„Ach ja, stimmt, da stehts ja auch schon.“

„…sehen alle da so aus wie ihr? Ja, wir sehen so aus wie wir.“
„Ja richtig, so geht es dann weiter.“

„…euch ein Lied beibringen? Ja, wir wollen mit dir singen.“
„Genau… Sag mal, wieso hast du das denn noch im Kopf?“

„Ich kenn ein Lied mit nem schönen Chor. Spiel es uns… „
„Ich bin erstaunt, woher weißt du denn das??“

„Dann fangen die alle an, La La Lalala laaa!“
„Ähm…“

[Erstaunt schaue ich meine Liebste an; sie sitzt da, trällert das Schlümpfelied, kennt anscheinend jedes Wort des Liedtextes perfekt auswendig, wackelt amüsiert mit dem Kopf hin und her und wippt mit dem ganzen Körper auf und ab. Wie kann man das nach so langer Zeit noch wissen, frage ich mich…]

„Schatz, das ist mindestens 20 Jahre her, wieso…“

„Vader Abraham, kennst du den noch?“
„Ja klar, wer nicht…“

„Es gibt so viele Schlümpfe wie kaputte Strümpfe!“
„So?“

„Hat Vader Abraham gesagt.“
„Der muss es ja wissen… Schatz, aber nochmal…“

„Als ich klein war, habe ich auch immer rumgeschlumpft.“
„DAS kann ich mir denken!“

„Ich hatte viele Schlümpfe, aber ich habe sie verschlumpft.“
„Verschlumpft??“

„Ja verloren eben, auf schlumpfisch. Sowas weiß man doch!“
„Also ich nicht und sag mir endlich, wieso du den Text noch weißt!“

„Erstens, weil ich den damals 1000-mal gesungen habe.“
„Aha. Und zweitens?“

„Weil ich das Schlumpflied als Klingelton aufm Handy hab.“
„Los, ruf mich mal an! La la lalalalaa laala…“

Kopfschüttel…

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (noch nicht bewertet)
Loading...Loading...
Diesen Blogartikel verlinken:

Das kann ja wohl nur Schrott sein

Kann ja wohl nur Schrott seinMeine Liebste und ich wollen einen Fernsehabend veranstalten. Es ist soweit eigentlich alles vorhanden, nur der richtige Film fehlt noch. Das Fernsehprogramm gibt nicht wirklich etwas Reizvolles her, nur „Frauentausch“ und ähnliche Peinlichkeiten.

„Was wollen wir denn gucken?“
„Hm. Ich kann ja mal in unserer Privat-Videothek nachschauen.“

„Mach das, da steht ja auch genug rum.“
„Hast du einen bestimmten Wunsch?“

„Nee.“
„Na gut, mal sehen… Wie wäre es mit iRobot mit Will Smith?“

„Ist das wieder so ein Action-Kram?“
„Ähm, ja, schon, aber…“

„Och nee, das will ich nicht sehen.“
„Na gut, schauen wir weiter… Magst du Tom Cruise?“

„Na klar! Her damit!“
„Hier in Collateral spielt er mal einen Fiesling, der…“

„Aber der ist doch sonst immer eher der nette Typ!“
„Ja, eben deshalb ist ja dieser Film so außergew…“

„Hast du nicht Top Gun?“
„Nein Schatz. Das ist doch schon ein alter Schinken!“

„Ja, aber da sieht der Cruise sooo guuuut aus!“
„Ohje, ja tut mir echt leid Schatz!“

„Hat Robbie Williams auch schon einen Film gemacht?“
„Nein. Gott sei Dank.“

„So einen würde ich jetzt gerne sehen!“
„Ach Gottchen! Der ist doch zurzeit deprimiert, weil er keine Freundin hat.“

„DER HAT KEINE FREUNDIN??“
„Schatz! Der ist sowieso nichts für dich!“

„Warum denn nicht?“
„WEIL DU SCHON MICH AN DER BACKE HAST!“

„Ach so, schade.“
„Manchmal, da könnte ich dich…“

„Küssen?“
„Daran hatte ich jetzt nicht gedacht!“

„Hast du jetzt endlich einen Film gefunden?“
„Nein, ich komme ja nicht dazu!“

„Haben wir denn nichts Lustiges?“
„Doch. Ähm… Ah! Wie wäre es mit Traumschiff Surprise?“

„Das ist nicht dein Ernst.“
„Wieso?? Der Film ist doch Kult!“

„Dafür hast du doch nicht wirklich Geld ausgegeben!“
„Naja, also… Doch?“

„Robbie Williams hat so etwas bestimmt nicht im Regal.“
„Du, das ist mir so egal, was der sich ansieht und was nicht!“

„Für das Geld hättest du mir auch Blumen kaufen können.“
„Ich bringe doch immer mal wieder Blumen für dich mit!“

„Na und? Da kann man nie genug von bekommen.“
„Ja, aber… Egal. Wie wäre es mit Ein (un)möglicher Härtefall?“

„Habe ich noch nie gehört.“
„Also kennst du den noch nicht?“

„Nee. Und der ist bestimmt auch nix.“
„Woher willst du das denn wissen, wenn du ihn nicht kennst!“

„Naja, wenn man noch nie davon gehört hat und den niemand kennt, dann kann das ja wohl nur Schrott sein.“
„Der ist mit George Clooney.“

„Ahhh! So? Tatsächlich?“
„Ja. Aber das ist natürlich ein Schrott-Film…“

„Nein, nein, zeig mal!“
„Ach jetzt plötzlich??“

„Der Clooney macht nur gute Filme, der ist immer gut.“
„Hat doch aber noch nie jemand was von gehört, wie du sagtest!“

„Gib die Hülle her!“
„Nein!“

„Jetzt gib her!“

[Meine Liebste springt vom Sofa auf, rennt zu mir herüber und reißt mir die DVD-Schachtel aus der Hand.]

„Hm, hm… Hach, der sieht so gut aus! Den gucken wir jetzt.“
„Naja gut. Wenn du meinst. Die Jones gefällt mir auch ganz gut.

„Wer?“
„Na Catherine Zeta-Jones. Die hübsche Brünette.“

„Findest du die gut? Die Tante hier auf dem Cover?“
„Pff, also naja, sie…“

„Vielleicht schauen wir doch besser einen anderen Film.“
„WAS??“

„Wo hat die denn noch mitgespielt?“
„Ähm… Bei Zorro. Den haben wir auch.“

„Wieso hast du alle Filme von der??“
„Habe ich ja gar nicht, aber Zorro ist halt auch ein toller Film.“

„Zorro… Das ist doch auch wieder so ein öder Männerkrams.“
„Da spielt Antonio Banderas mit.“

„Antonio Banderas?? Ahhhh! Und den Film haben wir auch??“

Kopfschüttel…

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (noch nicht bewertet)
Loading...Loading...
Diesen Blogartikel verlinken:

Wenn mal was ist

Wenn mal was istMeine Liebste war am Vorabend bis tief in die Nacht mit einer ihrer Freundinnen unterwegs und ich konnte mangels Energie nicht auf ihre Rückkehr warten, wie sonst.
Frühstückszeit am nächsten Morgen. 

„Du warst aber gestern schon früh im Bett.“
„Ja, ich war so müde. Wie lief es bei dir?“

„War ein netter Abend, wir hatten uns viel zu erzählen.“
„Das freut mich Schatz, sehr zufrieden siehst du aber nicht aus!?“

„Ach und das wundert dich?“
„Ähm… Wieso? Habe ich etwas verpasst?“

„Ja, hast du.“
„Und was?“

„Ich habe dich gestern Abend noch angerufen.“
„Tatsächlich? Habe ich gar nicht gehört? Wann denn?“

„So gegen elf. Du bist nicht ans Telefon gegangen.“
„Das tut mir leid, da war ich wohl schon eingeschlafen.“

„Ich habe mir richtig Sorgen um dich gemacht!“
„Aber ich habe dir doch gegen zehn noch eine SMS geschrieben?“

„Ja, die habe ich aber nicht gleich gelesen.“
„Ach so, naja, was soll’s.“

„WAS SOLL’S?? Ich habe dauernd bei dir angerufen!“

[Dieser Hinweis bestätigt sich, als ich auf unsere Telefone schaue.
4 Anrufe auf dem Festnetz, 5 auf meinem Handy, 3 SMS-Nachrichten und zusätzlich noch 2-mal Anrufbeantworter. Ähm…]

„Schatz, ich… Was ist denn passiert?“

„Jetzt ist es sowieso zu spät.“
„Es tut mir leid, aber was war denn??“

„Sogar bei meinen Eltern kann ich nachts um 4 noch anrufen und die gehen ans Telefon! Nur du nicht!“
„Schatz, ich habe es wirklich nicht gehört.“

„Und wenn mir jetzt was Schlimmes passiert wäre?“
„Ist dir denn was Schlimmes passiert??“

„Nein.“
„NEIN?? Gut, und wo ist denn jetzt das Problem?“

„Ich muss dich erreichen können, wenn mal was ist.“
„Kannst du doch gewöhnlich auch!“

„Gestern aber nicht!“
„Ja ausnahmsweise, die Telefone lagen im Arbeitszimmer, ich…“

„Ich bin ja auch immer für dich erreichbar.“
„Aber das erwarte ich doch gar nicht von dir!“

„So? Na dann gehe ich demnächst eben auch nicht ran!“
„Na toll! Dann eben nicht!“

„Bäh!“
„Pff!“

[12 Uhr Mittags, die Revolverhelden stehen sich im Abstand von 10 großen Schritten gegenüber. Die Sonne brennt, kein Lüftchen regt sich. Die Mundharmonika spielt eine tragische Melodie, die Nerven der Kontrahenten sind gespannt wie Drahtseile, eiserne Blicke ohne Wimpernschlag bohren sich durch die Luft. Die Hände bewegen sich langsam und konzentriert zu den Halftern…]

„Du?“
„Ja?“

„Du weißt doch, dass ich dich lieb habe, oder?“
„Ja, und du weißt, dass ich dich lieb habe, stimmt’s?“

„Und wenn du gestern Abend dein Telefon bei dir gehabt hättest, dann…“
„Ja? Was?“

„Dann hätte ich dir sagen können, dass du gut schlafen und von mir träumen sollst.“
„Oh Schatz, ich…“

„Und dass ich dich lieb habe und dass ich dich vermisse.“
„Ah, ja das wäre… DAS wolltest du mir gestern sagen? Schatz?“

„Ja, du Blödmann.“
„Schatz, es tut mir wirklich leid, dass ich eben so…“

„Und ich wollte dir noch sagen, dass du die Schlafzimmertür zumachen sollst: damit ich dich nicht wecke, wenn ich nach Hause komme.“

Kopfschüttel…

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (noch nicht bewertet)
Loading...Loading...
Diesen Blogartikel verlinken:

Wenn man jemanden lieb hat

Wenn man jemanden lieb hatMeine Liebste und ich sitzen gemütlich auf unserem Sofa. Der Fernseher flimmert, wir tragen unsere „Wohlfühl“-Klamotten, Erdnüsse werden gehandelt… Alles in allem also ein verdienter proletarischer Abend mit allem drum und dran.

„Wo gehst du hin, Schatz?“
„Bin gleich wieder da, Süße.“

[Ich schlappe in die Küche und hole mir einen Joghurt mit Stracciatella-Geschmack, mein derzeitiger Favorit. Mit Schokoladenstückchen drin. Herrlich!]

„Du hast dir einen Joghurt geholt?“
„Ja, hatte ich jetzt Lust drauf.“

„Aha. Und mir hast du keinen mitgebracht?“
„Nein? Wieso? Wolltest du etwa auch einen?“

„Du hättest ja mal fragen können.“
„Schatz, ich habe dich schon hundertmal gefragt.“

„Und?“
„Und immer hast du Nein gesagt!“

„Ja, aber heute hätte ich gerne auch…“
„Na gut, hier, nimm diesen einfach, ich hole mir einen neuen.“

„Nee, lass mal.“
„Wie jetzt? Ich denke, du wolltest auch einen!?“

„Ja, aber jetzt nicht mehr.“
„Und warum so plötzlich?“

„Den da hast du ja nicht für mich mitgebracht.“
„Also schön, dann hole ich jetzt exklusiv für DICH noch einen.“

„Nein, bleib ruhig sitzen.“
„Ja also was denn nun??“

„Ich kann mir den auch selber holen.“
„Aber ich wollte dir doch nur einen Gefallen tun!“

„Wieso? Eben hast du mir doch auch nichts mitgebracht!“
„Ja weil ich dachte, dass du…“

„Immer futterst du die Joghurts alleine.“
„Aber Schatz, du willst doch auch nie einen!“

[Meine Liebste greift sich demonstrativ die Wolldecke, wirft sie mit einem gekonnten Ruck über sich und klammert ihre Arme geballt drum herum. Ein Panzer wäre sicher leichter zu knacken. Meine Liebste atmet durch… Kein gutes Zeichen!]

„Es geht nicht darum, ob ich einen Joghurt will, sondern darum, dass du gar nicht auf die Idee gekommen bist, dass ich vielleicht auch einen will!“
„Aber Schatz, das…“

„Denn das tut man, wenn man jemanden lieb hat!“
„Ich habe dich doch aber lieb!“

„Wo ist denn dann mein Joghurt?“
„Du wolltest doch keinen!“

„Du hast nicht gefragt.“
„Heute nicht, aber sonst immer.“

„Ich werde also zur Gewohnheit, ja??“
„Nein Schatz, das verstehst du jetzt völlig falsch!“

„Du glaubst also, dass du mich kennst. Pff!“
„Bei Joghurts dachte ich das, ja!“

„Du kennst mich gar nicht!“
„Ach, und was bitte weiß ich von dir noch nicht??“

„So manches.“
„Zum Beispiel??“

„Was tut denn das jetzt zur Sache!“
„Ja aber du hast doch damit angefangen!“

„Womit?“
„Dass du Geheimnisse vor mir hast!“

„Ich sagte, dass du nicht alles weißt. Frag doch einfach!“
„MÖCHTEST DU EINEN JOGHURT? SCHATZ???“

„Ja.“
„SOLL ICH DIR EINEN HOLEN???“

„Nein.“
„Oh Himmel… WARUM DENN JETZT NEIN???“

„Hab keinen Hunger. Aber danke, dass du gefragt hast. Obwohl…“

Kopfschüttel…

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (noch nicht bewertet)
Loading...Loading...
Diesen Blogartikel verlinken: