
Wenn man in dieser Jahreszeit auf dem Balkon sitzt, kann man mit Erstaunen feststellen, wie viele Vögel sich draußen rumtreiben. Wir haben das beim ersten Frühstück dieses Jahres im Freien bemerkt, bzw. eigentlich habe nur ich es bemerkt – meine Liebste erst etwas später, sie war grade voll mit dem Frühstück beschäftigt:
„Schatz, kannst du mir bitte mal die Milch geben?“
„Moment…“
„Was ist denn?“
„Ich schau grad nach dem Vogel da drüben im Baum.“
„Was für ein Vogel?“
„Keine Ahnung. Deswegen schau ich ja.“
„Wo denn?“
„Na da drüben, in dem hohen Baum.“
„Hmm… ich seh keinen.“
„Doch, schau mal, wo ich hinzeige. Rechts vom Stamm.“
„Ich seh nix.“
„Vielleicht sitzt du ungünstig… stell dich mal hinter mich.“
„Und jetzt?“
„Na kannst du ihn jetzt sehen?“
„Nö.“
„Na guck doch mal… da drüben!“
„Da ist doch kein Vogel!“
„Natürlich! Sei mal einen Moment still, dann hörst du ihn vielleicht sogar.“
„Ich hör nix.“
„Ja, da ist auch zuviel Hintergrundlärm… Aber guck mal, jetzt ist er auf den nächsthöheren Ast geflogen!“
„Also ich kann da immer noch nichts sehen…“
„Das gibt’s doch gar nicht! Du musst mal zum Augenarzt.“
„Wieso? Ich sehe doch gut!“
„Du siehst vielleicht gut aus, aber gut sehen tust du schlecht, glaub ich.“
„Vielleicht hast du auch einen schwarzen Fleck auf deiner Netzhaut?“
„Nein, ich habe Augen wie ein Adler! Guck mal zwei Fingerbreit rechts vom Stamm.“
„Was ist denn das für eine Angabe? Zwei Fingerbreit? Ich hab doch viel schmalere Finger als du!“
„Na ja, aber ungefähr passt es.“
„Also ich seh da wirklich nichts.“
„Das kann doch nicht sein. Das Laub ist noch gar nicht so dicht, da fällt der Vogel im Baum doch auf! Das ist bestimmt eine Amsel, der ist schwarz.“
„Nee, da ist nix.“
„Schatz, kann es sein, dass du wieder einen Rechts-Links-Schwächeanfall hast? Schau mal auf der anderen Seite.“
„Dort! Ja klar, das ist eine Amsel. Ach so, ich dachte, du meinst links…“
Kopfschüttel…







Ich weiß nicht, ob’s nur mir so geht, aber ich finde es furchtbar nervig, wenn Lieder im Radio nicht komplett gespielt werden, weil der Moderator am Anfang oder Ende sein inhaltsleeres Geplapper loswerden muss. Meiner Liebsten macht das auf jeden Fall weniger aus. Eigentlich macht sie sich insgesamt wenig aus Musik – das hat sie mir neulich eindrucksvoll demonstriert, als Sie anfängt:
Ich habe nichts gegen Tiere. Und ich hänge an diesen Satz nicht „wenn sie auf dem Grill liegen“ an. Tiere sind geduldige und gelehrige Begleiter von uns Menschen, seit ewigen Zeiten schon. Es gibt aber Tierarten, die mag ich nicht. Katzen beispielsweise. Meine Liebste dafür um so mehr. Beim Frühstück entspann sich folgender Dialog – ich war noch nicht ganz wach und erkannte nicht, wie vermint dieses Thema ist. Sie sagt also:
Meine Liebste sitzt am Neujahrsmorgen bereits seit einiger Zeit in der Küche, als ich endlich aus dem Bett komme; unsere Silvester-Party gestern war recht feucht-fröhlich, zumindest für mich.
Meine Liebste kommt zu mir in die Küche, wo ich mir gerade Milch für einen Latte Macchiato heiß mache.
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