Fernsehabend

Ein gemütlicher Fernsehabend ist meist die einzige Möglichkeit im Verlauf einer harten Arbeitswoche, etwas Zeit mit seiner Liebsten zu verbringen. Allerdings sind die Vorstellungen von Frauen und Männern auch in Hinblick auf das Fernsehprogramm äußerst verschieden, weshalb ein eigentlich harmonisch geplanter Fernsehabend schnell aus dem Ruder laufen kann …

„Schatzi, warum kommst du nicht zu mir aufs Sofa? Wir wollten doch zusammen fernsehen.“

[am Computer sitzend] „Ja gleich Liebling, ich muss noch kurz speichern und dann komme ich.“

[nach etwa 10 Minuten] „Immer dasselbe. Erst sagst du, dass wir abends etwas Zeit füreinander haben und dann sitzt du noch stundenlang am PC.“

„SO stimmt das doch gar nicht! Ich bin doch schon auf dem Weg…“

[nach 5 Minuten habe ich mein „Projekt“ am PC beendet und nehme auf dem Sofa Platz]

„Wird aber auch Zeit. Es ist schon halb zehn.“

„Blablabla…“

[weitere 5 Minuten vergehen]

„Was gucken wir hier eigentlich?“

„Die neue Show mit Guido Maria Kretschmar oder Kretschmer – weiß auch nicht, wie der genau heißt.“

„Na das ist aber interessant. Läuft denn nichts anderes?“

„Das ist wieder einmal so typisch: Erst dauert es Ewigkeiten, bis du zu mir aufs Sofa kommst und dann stellst du auch noch Ansprüche!“

„Okay okay, dann gucken wir eben diesen Mist.“

[kurze Zeit später]

„Was hat die denn da auf dem Kopf?“

„Kannst du bitte diese dummen Kommentare unterlassen?!“

„Sei doch nicht gleich so gereizt. Ich lieg’ doch schon mit dir auf dem Sofa und schaue Sendungen, die ich eigentlich überhaupt nicht mag. Es ist doch alles genau so, wie du es wolltest.“

„Achso, so wie ICH es wollte. Na das habe ich mir ja gleich gedacht, dass du keine Lust hast, mit mir einen schönen Fernsehabend zu verbringen.“

„Das stimmt doch gar nicht, du übertreibst wieder vollkommen. Ich frage mich nur, wieso du immer entscheiden musst, was wir gucken. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Fußballspiel gesehen habe…“

„Ok, ist schon in Ordnung. Sei jetzt bitte ruhig, der Guido erklärt gerade was.“

[gefühlte 2 Minuten später]

„Schatz, du musst jetzt aber nicht den ganzen Abend schweigen…..Schatz…..Schatz!“

„Zzzzzzhhhhhhhhhhh.“

„Du schläfst doch nicht etwa?! Schläfst du? Schläfst du wirklich?“

„Was ist denn los?!“

„Du bist also tatsächlich eingeschlafen. Ein schöner Fernsehabend ist das. Gute Nacht!“

„Was habe ich denn nun schon wieder falsch gemacht? Erst regst du dich darüber auf, dass ich mich nicht zu dir aufs Sofa lege und mit dir deinen Fashion-Quatsch ansehe. Dann tue ich alles, was du willst: Mache den PC aus, lege mich still und kommentarlos zu dir und schaue diese dämliche Sendung. Wenn ich dabei zufällig einschlafe, passt dir das auch nicht. Ist es nicht am wichtigsten, dass ich bei dir bin?!“

„Aber wenn du schläfst und ich eine Sendung anschaue, dann ist das kein gemeinsamer Fernsehabend! Du musst gucken, was ich gucke!“

„…Kopfschüttel…“

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wir müssen dann mal miteinander reden

Ich denke mal jeder von uns kennt die Situation .. man ist vertieft in etwas und versucht dabei abzuschalten. So hatte ich mal wieder eine Partie Fifa 2013 angefangen und die Welt etwas um mich herum vergessen. Mein Schatz kam von der Arbeit und:

„Hallo .. ich bin zu Hause .. “
„Hey Schatz, ich bin im Wohnzimmer und spiele .. “

„Ah .. wieder dieses Fifa?“
„Jap, spiel das erste Mal auf Profi .. steht 1:1“

„Toll! .. Ja ich bin jedenfalls kaputt von der Arbeit.“
„Ok, dann ruh dich aus ..“

„Ach, das war ja so ein langer Tag..“
„Ah, .. ok.. “

„Und weißte was heut passiert ist?“
„Nein, .. Schatz ich spiel noch schnell zu Ende .. dann .. “

„Interessiert dich also nicht .. schade .. “
„Doch .. gleich .. 5 min .. “

„So wie deine letzten 5 Minuten -> aus denen 20 wurden?“
„SCHATZ .. gleich .. ok?“

[Sie hatte dann erst einmal ihre Sachen abgelegt und kam dann wieder als .. ]

„TOR .. GEIL! .. Schatz .. ich hab nen Seitfallzieher .. Tor . .. stark gemacht .. willste sehen?“

„Ach dafür ist Zeit“
„.. Schatz .. gleich bin ich fertig .. “

„OK .. weil wir müssen dann mal miteinander reden !“

[ein fragender Blick]

„Ja .. mir liegt da schon länger was auf dem Herzen“
„Mhh ? Alles OK?“

„Nee .. machen wir nachher in Ruhe“
„Na nee .. was ist denn?“

„Später“
„Du sagst sowas und dann .. das geht nicht!“

„Ja wir müssen das in Ruhe besprechen“
„OK ich mach aus .. “

„Na wenn du schlechte Stimmung hast schon gar nicht“
„Ich hab keine schlechte Stimmung“

„Doch hast du“
„NEIN“

„Sicher?“
„JA! Also, was ist los?“

„Naja, in letzter Zeit waren wir ja öfter mal unterwegs“
„Wie? Einkaufen? Essen? Zur Familie .. ?! Was wie wo .. “

„Naja .. generell .. und da sind mir ein paar Sachen aufgefallen ..“
„Ich verstehs nicht. Was bitte?“

„Ich würde gern etwas verändern.“
„Erfahre ich das auch noch?“

„Ich habe Angst das du mir dann böse bist…“
„Bin ich sicherlich nicht..“

„Ach du weist doch .. ich finde deinen einen Schrank so schrecklich und können wir den nicht mal rausschmeißen?“
„Von mir aus .. und weiter ?“

„Weiter .. ich würde gern noch etwas umdekorieren. Blumen und Pflanzen, halt weniger Jungskram
„Ja .. das kannst du doch schon immer .. aber das wars jetzt? ..“

Kopfschüttel…

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Tatort Klo

Gestern abend sah ich gerade den Tatort an und fand ihn sehr gelungen. Bis meine Liebste aus dem Klo kam und ich mich dann nicht mehr so recht auf die Handlung konzentrieren konnte, weil sie mit einem Thema kam, das meilenweit vom Krimi entfernt war:

„Sag mal, was haben wir denn neuerdings für Klopapier?“
„Wieso?“

„Das ist ja einlagig!“
„Was meinst du?“

„Das ist einlagig! Ganz dünn. Und überhaupt nicht weich.“
„Hab ich noch nicht gemerkt.“

„Aber du hast das doch gekauft, oder? Mir wäre sowas nicht in den Einkaufswagen gekommen.“
„Ach, die sind doch alle gleich. Nur eine andere Verpackung.“

„Quatsch, da gibt es welche, die fühlen sich wie Schmirgelpapier an, und andere sind ganz weich.“
„Und welches haben wir?“

„Einlagiges Klopapier eben, na ja, so ein Zwischending, finde ich.“
„Hauptsache es funktioniert. Meine Oma hat früher sogar Zeitung genommen.“

„Ja natürlich. Und bei der Deutschen Bahn gab’s früher auch so eine Mischung aus Karton und Baumrinde, aber das hat ja jetzt nichts mit unserem Klopapier zu tun!“
„Ja, nimm eben ein anderes.“

„Das ist doch das Problem: Wir haben kein anderes!“
„Heute gibt’s auch kein anderes mehr, es ist Sonntag abend…“

„Ich will doch grade auch gar kein anderes! Ich meine nur, dass…“
„Na also. Dann ist ja alles prima und ich kann hier weitergucken.“

„Also ich will mindestens zweilagiges Papier! Die restlichen Rollen von diesem Schrott darfst gerne du verbrauchen – du hast sie ja auch gekauft!“
„Ist es denn so schlimm?“

„Es ist eben einfach sehr unangenehm. Kannst ja gerne mal selbst probieren!“
„Ich muss grade aber gar nicht auf’s Klo, außerdem will ich in Ruhe den Tatort gucken.“

„Dir ist das Klopapier völlig egal, oder?“
„Ja, also das heißt im Moment ja. Kann ich mich nachher drum kümmern?“

„Außerdem hängst du es immer falschrum auf den Halter.“
„Hochkant?“

„Nein, aber so, dass der Anfang immer an der Wand ist.“
„Hä?“

„Da kann man ihn so schlecht greifen!“
„Sag mal… Welche Studien treibst du da eigentlich, wenn du auf dem Klo sitzt? Nimm dir doch mal ein Buch mit…“

„Du willst mich gar nicht verstehen! Es stört mich eben, wenn das Klopapier falschrum dahängt, und ich würde mich freuen, wenn Du diese Störung beseitigst!“
„Ich soll jetzt ins Klo und das Klopapierrolle umdrehen?“

„Nein! Du sollst sie einfach richtigrum aufhängen, wenn du beim nächsten Mal eine neue Rolle nimmst.“
„Schatz, ich werde in Zukunft alle Deine Klopapierwünsche beachten, wenn du mich nun bitte den Tatort fertigschauen lässt. In Ruhe.“

[Nachdem die Liebste eine halbe Stunde mit mir den Tatort angeschaut hat:]
„Weißt du was?“
„Was denn?“

„Dieser Boerne hat bestimmt auch zweilagiges Klopapier.“

Kopfschüttel…

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Ein ruhiger Abend

Als ich gestern abend heimkam, war ich froh, dass diese Arbeitswoche vorbei war – es war eine Woche zum Abhaken gewesen. Ich wollte abends nur noch ein Bier trinken und dabei ein bisschen Musik hören und sonst nichts. Die Entspannung gelang aber nicht, denn die Liebste fing nach dem Abendessen an:

„Und, was machen wir jetzt?“
„Ein Bier trinken, Musik aus den 80ern hören und ab in die Falle! Darauf freue ich mich schon seit gestern.“

„Pöööh… Mit dir ist ja auch nichts mehr anzufangen. Aber gut – morgen bist du wieder besser drauf. Oder?“
„Ja.“

„Schön. Dann richte ich dir einen schönen Wohnzimmerentspannungsabend mit Bier und Musik bei Kerzenlicht.“
„Au, das ist nett. Danke!“

„Sind ‘The 80’s‘ genehm? Lehnen Sie sich zurück und entspannen Sie!“
„Ja, mach ich.“

„Wieso kommt da keine Musik?“
„In Bedienungsanleitungen steht in solchen Fällen: ‚Überprüfen Sie, ob das Gerät an die Stromversorgung…‘“

„Jaja, ich bin ja nicht von 1840. Es ist alles an, komisch.“
„Vielleicht ist die Lautstärke versehentlich zu leise eingestellt?“

„Ich dreh’s mal hoch… Nichts!“
„Dann muss ich mich wohl doch von meinem Entspannungsplatz erheben…“

„Moment! So schnell geb ich das nicht ab.“
„Schön. Es geht doch nichts über eine hübsche und hartnäckige Servicetechnikerin.“

„Ich hab da eine Idee…“
[BAUTZ! Ein Radiomoderator brüllt mit seinem Spruch von den besten Hits der 70er, 80er, 90er und allen anderen Epochen in unsere kleine Wohnung, dass ich beinahe die ewige Entspannung gefunden hätte. Die Liebste dreht ihn schnell wieder auf Normallautstärke, während ich mich mit schreckgeweiteten Augen im Sessel festkralle.]
„-!“

„Huch! Hab ich mich erschrocken!“
„Was zur Hölle hast du denn gemacht?“

„Ich hab nur mal auf Radio umgeschalten, um auszuschließen, dass das Problem am Verstärker liegt! Problemausschlussverfahren nennt sich das…“
„Aha. Es geht doch nichts über eine hübsche, hartnäckige und taube Servicetechnikerin… Weißt du eigentlich, dass ich für einen kurzen Moment gar nicht mehr so entspannt war?“

„Jaja, jetzt stell dich doch nicht so an. Ich hab’s ja gleich. Außerdem bin ich nur logisch vorgegangen, also genau so, wie es die Technik erfordert.“
„Vielleicht stellst du das Ganze das nächste Mal leiser. Vorher! Wenigstens ein bisschen, so dass ich nicht mit einem Herzkrampf aus dem Sessel falle!“

„Meine Güte… Kann doch jedem mal passieren…“
„Ich steh vielleicht doch besser auf…“

„Nein, ich bin doch gleich soweit. Der Verstärker war’s nicht, also muss es der CD-Player sein. Na bitte: ‚No Disc‘!“
„Oh Mann!“

„Moment, ich hab sie aber eingelegt! Und ‚Play‘ gedrückt!“
„Und wieso kommt trotzdem nix?“

„Ich mach das nochmal von vorne: CD nochmal rein… Oh! Ich hab sie falschrum reingelegt! Kein Wunder!“
„In der Tat kein Wunder, dass DA nichts kommt…“

„Nein, ich meine, es ist kein Wunder, dass sie falschrum drinliegt. Hier ist so schummriges Licht mit der Kerze, man sieht ja kaum was. Mit Kassetten ist mir früher sowas nie passiert!“

Kopfschüttel…

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