Strg-Alt-Entf

Meine Liebste und ich liegen am späten Sonntagabend bereits seit mehr als einer halben Stunde im Bett. Zuvor hatten wir beide festgestellt, todmüde zu sein.
Daher verweile ich auch schon eine ganze Weile im Reich der Träume.

„Schatz??“
„Mhhmhmm…“

„Schaatz?“
„Süße, was ist denn…“

„Ich kann nicht einschlafen.“
„Aha…“

„Schatz?“
„…wieso kannst du denn nicht einschlafen…“

„Weiß ich nicht, dabei war ich eben so müde.“
„Mhmhmhhmm…“

„Kannst du denn schlafen?“
„Bisher ja, also bis jetzt, meine ich…“

„Aber du bist doch noch wach?“
„Bis eben habe ich geschlafen…“

„Warum kann ich denn nicht einschlafen?“
„Weiß ich nicht, warum weckst du mich denn??“

„Ich wusste ja nicht, dass du schon schläfst.“
„Hättest du das nicht vorher testen können?“

„Wie testet man das denn??“
„Naja, beispielsweise ganz leise was fragen?“

„Was denn??“
„Was weiß ich denn?? Ob ich schon schlafe, oder so??“

„Ich dachte, dass du noch nicht schläfst.“
„Tat ich aber.“

„Oh…“
„Also schön, und warum kannst du nun nicht schlafen?“

„Ich kann meinen Kopf irgendwie nicht ausschalten…“
„Dann drück doch mal Strg-Alt-Entf…“

„Was soll ich drücken??“
„Kopf neustarten, sollte ein Witz werden…“

„Verstehe ich nicht, was ist denn daran lustig??“
„Nichts, vergiss es.“

„Jetzt muss ich darüber auch noch nachdenken!“
„Nein, lass. Denk einfach an gar nichts.“

„Man kann aber nicht an gar nichts denken.“
„Dann zähl Schäfchen oder so.“

„Das fand ich schon immer bescheuert.“
„Dann lies noch eine halbe Stunde dein neues Buch.“

„Nee.“
„Und warum nicht?“

„Weil das total klasse und sehr spannend ist.“
„Wie schrecklich…“

„Davon schlafe ich bestimmt nicht ein!“
„Dann kannst du ja vielleicht…“

„…kannst du mir nicht einfach noch was erzählen?“
„Ich??“

„Eine Geschichte, oder so?“
„Was denn für eine Geschichte??“

„Vielleicht die Geschichte von deinem tollen Abenteuerurlaub.“
„Du meinst, wo ich damals allein zwei Wochen in Istanbul war??“

„Ja.“
„Die Sache mit dem zahnlosen Türken und dem Bus nach Salzburg??“

„Ja, das.“
„Aber die Geschichte hast du doch schon mehrmals gehört??“

„Eben. Da kann man super bei einschlafen.“

Kopfschüttel…

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Niemals müde

Meine Liebste und ich sitzen gemütlich am Abend zuhause auf dem Sofa. Wir wollen noch ein Stündchen den Fernseher bemühen und dann heute einmal früh ins Bett gehen.
Irgendwie ist das heute ein Tag, an dem wir beide ganz sicher keine Bäume mehr ausreißen werden…
Das kommt vor!

„Du, Schatz?“
„Ja, Süße?“

„Ist das hier so kalt oder meine ich das nur?“
„Es ist nicht kalt. Außerdem liegst du ja unter der Decke.“

„Mir ist aber kalt.“
„Dann bist du vielleicht einfach nur müde.“

„Ist dir denn nicht kalt??“
„Nein. Mir ist warm.“

„Aber du hast doch gesagt, dass du müde bist?“
„Richtig, aber kalt ist mir trotzdem nicht.“

„Ach! Aber ich soll müde sein, oder was??“
„War ja nur so ein Gedanke, weiter nichts.“

„Immer sagst du, ich sei müde!“
„Sage ich ja gar nicht, das war ja nur eine Vermutung!“

„Ich bin nicht müde!“
„Schön!“

„Ich bin NIE müde!“
„Ach tatsächlich?? Da weiß ich aber was anderes!“

„Was denn??“
„Du brauchst ein Bett ja nur sehen, schon bist du eingepennt!“

„Quatsch! Das ist nur teilweise richtig.“
„Aha? Und welcher Teil muss korrigiert werden?“

„Ich penne ein, wenn ich ein Bett sehe, das stimmt.“
„Aber?“

„Aber nur, wenn DU nackig drin liegst!“

Kopfschüttel…

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Teilnehmer unbekannt

Meine Liebste und ich liegen am späten Abend endlich in unserem Bett und lassen den Tag noch einmal Revue passieren, bevor die Lichter ausgemacht werden. Das war ein guter Tag!
Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man(n) denkt…

„Heute war irgendwie ein komischer Tag…“
„So? Warum denn, Süße?“

„Weil heute nichts geklappt hat, wie ich das wollte.“
„Was wolltest du denn?“

„Ich wollte zum Beispiel heute mein Auto waschen lassen.“
„Und??“

„Es hat dann aber angefangen, zu regnen.“
„Oh, das ist natürlich ärgerlich.“

„Und ich wollte Blumen kaufen, aber der Laden war schon zu.“
„Das tut mir leid, das kenne ich auch.“

„Und ich wollte dich anrufen, aber du bist nicht dran gegangen.“
„Du wolltest mich anrufen??“

„Ja. Aber du wolltest ja nicht mit mir sprechen.“
„Komisch, ich habe gar nicht gesehen, dass du angerufen hast??“

„Das musst du ja wohl gesehen haben!“
„Habe ich nicht, da war nichts, ehrlich!“

„Ich habe es 3-mal versucht und nur den neuen Spruch gehört.“
„Was für einen neuen Spruch??“

„Na auf deinem Anrufbeantworter.“
„Da ist nach wie vor der selbe Spruch drauf, wie immer!?“

„Nee, da ist nur diese blöde Standardansage der Mailbox.“
„Quatsch!“

„Und jedes mal habe ich dir eine Nachricht hinterlassen!“
„Wer weiß, wo du angerufen hast!“

„Deine Nummer ist doch aber in meinem Telefonbuch!?“
„Trotzdem hast du nicht bei mir angerufen!“

„Das kann ja gar nicht sein.“
„Ist aber so!“

[Meine Liebste schlägt die Bettdecke zur Seite, steht auf und holt aus dem Flur ihr Handy. Noch während sie zurück ins Bett kommt, tippt sie bereits auf der Tastatur rum.]

„Hier, siehste? Das ist ja wohl deine Nummer!“
„Das ist NICHT meine Nummer!!“

„Das ist nicht deine Nummer??“
„Nein! Du wirst ja wohl meine Handynummer kennen!!“

„Und wieso steht die dann hier unter deinem Namen??“
„Das frage ich mich auch! Und wem sie gehört, ist auch interessant!“

„Hm… Vielleicht habe ich da eine Nummer falsch zugeordnet?“
„Zeig mal her…“

[Eine genauere Betrachtung meines Telefonbucheintrages hat zum Ergebnis, dass sowohl meine richtige Handynummer als auch die unbekannte unter meinem Namen gespeichert sind. Sehr merkwürdig!]

„Wie ist diese Nummer denn nun da rein gekommen??“
„Das ist DEIN Handy, das musst du doch wohl wissen!“

„Ich weiß es aber nicht!?“
„Wem gehört denn diese Nummer nun??“

„Ich rufe jetzt einfach noch einmal da an…“
„Tu das.“

[Die Liebste wählt die Nummer und es klingelt; aber es geht auf der anderen Seite anscheinend niemand dran.]

„Nimmt keiner ab, Anrufbeantworter mit Nummernansage.“
„Toll.“

„Ich wüsste ja jetzt schon gerne, wer sich dahinter verbirgt!?“
„Und ich wüsste ganz gern, was du denn eigentlich von mir wolltest.“

„Von dir?“
„Na, als du mich angerufen und die falsche Nummer gewählt hast.“

„Ach so! Ja.“
„Ja, schön. Und was?“

„Ich wollte sagen, dass dein Chef hier bei uns angerufen hat.“
„Bei uns?? Über Festnetz? Hast du mit ihm gesprochen??“

„Ja, es war wohl dringend.“
„Was wollte er denn??“

„Dass du ihn anrufst. Du warst wohl via Handy nicht erreichbar.“
„Ach so, und das wolltest du mir sagen??“

„Genau!“
„Und warum erzählst du mir das erst JETZT??““

„Wieso!? Ich habe doch alles auf deinen AB gesprochen!“
„Auf MEINEN dummerweise aber nicht!“

„Kann ich ja nicht wissen!“
„Und kann es sein, dass du dabei die Nummer von meinem Chef…“

„Ach ja!! DIE habe ich unter deinem Namen abgespeichert!“
„Ich brech zusammen…“

„Ich hatte nämlich seinen Namen nicht richtig verstanden!“
„Ähm, was GENAU hast du ihm denn da auf den AB gesprochen, also…“

„Oh, ähm, also wenn ich jetzt so darüber nachdenke…“
„Was soll das heißen!?“

„Ihr versteht euch doch sonst hoffentlich noch ganz gut, oder??“

Kopfschüttel…

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Das würde ich ja nicht machen

Meine Liebste und ich machen klar Schiff in unserer Wohnung; nach den ganzen Feiertagen ist das wohl auch dringend mal wieder notwendig.
Während die Liebste sich mit dem Badezimmer beschäftigt, habe ich die ehrenvolle (und nicht gerade von mir geliebte) Aufgabe bekommen, die Betten neu zu beziehen.

„Schatz, was machst du denn da??“
„Ähm… Ich beziehe die Betten, Süße?“

„Mit DER Bettwäsche da??“
„Wieso? Was ist damit?“

„Wo hast du die denn ausgegraben?“
„Na die war im Schrank, wo denn sonst?“

„Die haben wir ja schon ewig nicht mehr benutzt!“
„Na und? Stimmt damit was nicht?“

„Lass mal riechen…“
„Riechen??“

„Bäh, die müffelt ja!“
„Quatsch!“

„Weil die schon so lange im Schrank lag!“
„Na schön, also soll ich eine andere nehmen, ja?“

„Ja.“
„Welche denn.“

„Egal. Du machst das schon.“
„Nee, das ist nicht egal, hinterher ist es wieder verkehrt!“

„Was soll das denn heißen??“
„Wenn ich zum Beispiel sage: wir nehmen jetzt die rote Bettwäsche.“

„Ja, und dann??“
„Dann passt dir daran wieder irgendwas nicht!“

„Pff! Dann nimm doch die rote!“
„Nee, ich nehme jetzt die weiße mit den blauen Streifen.“

„Das würde ich ja nicht machen.“
„Himmel! Habe ich ja gleich gesagt!“

„Ich weise doch nur darauf hin?“
„Worauf weist du hin!“

„Dass die gestreifte Bettwäsche nicht so gut ist.“
„Und warum?? Die haben wir doch schon 1000-mal benutzt!“

„Weil da die ganzen Knöpfe ab sind.“
„Was??“

„Ich weiß auch nicht, aber die Knöpfe sind alle weg.“
„Na toll.“

„Und ich mag das nicht, wenn die Bettdecke unten raushängt.“
„Also schön… Dann nehme ich jetzt doch die rote Bettwäsche…“

„Die rote??“
„Du hast EBEN gesagt, ich soll die rote nehmen!“

„Nein, ich meinte nur, du KÖNNTEST die rote nehmen.“
„Eben, und die nehme ich jetzt.“

„Nimm lieber die grüne.“
„Ich bin schon wieder kurz vor einem Nervenzusammenbruch…“

„Nur, weil du EINMAL die Betten beziehen sollst??“
„Also ich nehme jetzt die GRÜNE Bettwäsche, ja??“

„Kannst du machen, ja.“
„Und mit der grünen ist alles in Ordnung und OK und so?“

„Jaja, natürlich!“
„Und da sind auch alle Knöpfe dran und nichts hängt am Ende raus?“

„Ich denke schon.“
„Gott sei dank…“

„Obwohl wir die grüne Bettwäsche ja ziemlich oft benutzen…“
„SCHATZ!!“

„Schon gut, nimm die grüne, ich habe ja nur laut gedacht…“
„Mann, was für ein Stress, nicht zu fassen…“

„Ja, das ist schon sehr merkwürdig…“
„Was! Dass man mit dir selbst bei der Bettwäsche Stress kriegt??“

„Nee.“
„Sondern?“

„Dass Männer nicht mal die Betten selbst neu beziehen können!“

Kopfschüttel…

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