Niemals müde

9. Juli 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen gemütlich am Abend zuhause auf dem Sofa. Wir wollen noch ein Stündchen den Fernseher bemühen und dann heute einmal früh ins Bett gehen.
Irgendwie ist das heute ein Tag, an dem wir beide ganz sicher keine Bäume mehr ausreißen werden…
Das kommt vor!

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ist das hier so kalt oder meine ich das nur?”
“Es ist nicht kalt. Außerdem liegst du ja unter der Decke.”

“Mir ist aber kalt.”
“Dann bist du vielleicht einfach nur müde.”

“Ist dir denn nicht kalt??”
“Nein. Mir ist warm.”

“Aber du hast doch gesagt, dass du müde bist?”
“Richtig, aber kalt ist mir trotzdem nicht.”

“Ach! Aber ich soll müde sein, oder was??”
“War ja nur so ein Gedanke, weiter nichts.”

“Immer sagst du, ich sei müde!”
“Sage ich ja gar nicht, das war ja nur eine Vermutung!”

“Ich bin nicht müde!”
“Schön!”

“Ich bin NIE müde!”
“Ach tatsächlich?? Da weiß ich aber was anderes!”

“Was denn??”
“Du brauchst ein Bett ja nur sehen, schon bist du eingepennt!”

“Quatsch! Das ist nur teilweise richtig.”
“Aha? Und welcher Teil muss korrigiert werden?”

“Ich penne ein, wenn ich ein Bett sehe, das stimmt.”
“Aber?”

“Aber nur, wenn DU nackig drin liegst!”

Kopfschüttel…

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Teilnehmer unbekannt

23. April 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am späten Abend endlich in unserem Bett und lassen den Tag noch einmal Revue passieren, bevor die Lichter ausgemacht werden. Das war ein guter Tag!
Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man(n) denkt…

“Heute war irgendwie ein komischer Tag…”
“So? Warum denn, Süße?”

“Weil heute nichts geklappt hat, wie ich das wollte.”
“Was wolltest du denn?”

“Ich wollte zum Beispiel heute mein Auto waschen lassen.”
“Und??”

“Es hat dann aber angefangen, zu regnen.”
“Oh, das ist natürlich ärgerlich.”

“Und ich wollte Blumen kaufen, aber der Laden war schon zu.”
“Das tut mir leid, das kenne ich auch.”

“Und ich wollte dich anrufen, aber du bist nicht dran gegangen.”
“Du wolltest mich anrufen??”

“Ja. Aber du wolltest ja nicht mit mir sprechen.”
“Komisch, ich habe gar nicht gesehen, dass du angerufen hast??”

“Das musst du ja wohl gesehen haben!”
“Habe ich nicht, da war nichts, ehrlich!”

“Ich habe es 3-mal versucht und nur den neuen Spruch gehört.”
“Was für einen neuen Spruch??”

“Na auf deinem Anrufbeantworter.”
“Da ist nach wie vor der selbe Spruch drauf, wie immer!?”

“Nee, da ist nur diese blöde Standardansage der Mailbox.”
“Quatsch!”

“Und jedes mal habe ich dir eine Nachricht hinterlassen!”
“Wer weiß, wo du angerufen hast!”

“Deine Nummer ist doch aber in meinem Telefonbuch!?”
“Trotzdem hast du nicht bei mir angerufen!”

“Das kann ja gar nicht sein.”
“Ist aber so!”

[Meine Liebste schlägt die Bettdecke zur Seite, steht auf und holt aus dem Flur ihr Handy. Noch während sie zurück ins Bett kommt, tippt sie bereits auf der Tastatur rum.]

“Hier, siehste? Das ist ja wohl deine Nummer!”
“Das ist NICHT meine Nummer!!”

“Das ist nicht deine Nummer??”
“Nein! Du wirst ja wohl meine Handynummer kennen!!”

“Und wieso steht die dann hier unter deinem Namen??”
“Das frage ich mich auch! Und wem sie gehört, ist auch interessant!”

“Hm… Vielleicht habe ich da eine Nummer falsch zugeordnet?”
“Zeig mal her…”

[Eine genauere Betrachtung meines Telefonbucheintrages hat zum Ergebnis, dass sowohl meine richtige Handynummer als auch die unbekannte unter meinem Namen gespeichert sind. Sehr merkwürdig!]

“Wie ist diese Nummer denn nun da rein gekommen??”
“Das ist DEIN Handy, das musst du doch wohl wissen!”

“Ich weiß es aber nicht!?”
“Wem gehört denn diese Nummer nun??”

“Ich rufe jetzt einfach noch einmal da an…”
“Tu das.”

[Die Liebste wählt die Nummer und es klingelt; aber es geht auf der anderen Seite anscheinend niemand dran.]

“Nimmt keiner ab, Anrufbeantworter mit Nummernansage.”
“Toll.”

“Ich wüsste ja jetzt schon gerne, wer sich dahinter verbirgt!?”
“Und ich wüsste ganz gern, was du denn eigentlich von mir wolltest.”

“Von dir?”
“Na, als du mich angerufen und die falsche Nummer gewählt hast.”

“Ach so! Ja.”
“Ja, schön. Und was?”

“Ich wollte sagen, dass dein Chef hier bei uns angerufen hat.”
“Bei uns?? Über Festnetz? Hast du mit ihm gesprochen??”

“Ja, es war wohl dringend.”
“Was wollte er denn??”

“Dass du ihn anrufst. Du warst wohl via Handy nicht erreichbar.”
“Ach so, und das wolltest du mir sagen??”

“Genau!”
“Und warum erzählst du mir das erst JETZT??”"

“Wieso!? Ich habe doch alles auf deinen AB gesprochen!”
“Auf MEINEN dummerweise aber nicht!”

“Kann ich ja nicht wissen!”
“Und kann es sein, dass du dabei die Nummer von meinem Chef…”

“Ach ja!! DIE habe ich unter deinem Namen abgespeichert!”
“Ich brech zusammen…”

“Ich hatte nämlich seinen Namen nicht richtig verstanden!”
“Ähm, was GENAU hast du ihm denn da auf den AB gesprochen, also…”

“Oh, ähm, also wenn ich jetzt so darüber nachdenke…”
“Was soll das heißen!?”

“Ihr versteht euch doch sonst hoffentlich noch ganz gut, oder??”

Kopfschüttel…

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Das würde ich ja nicht machen

5. Januar 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich machen klar Schiff in unserer Wohnung; nach den ganzen Feiertagen ist das wohl auch dringend mal wieder notwendig.
Während die Liebste sich mit dem Badezimmer beschäftigt, habe ich die ehrenvolle (und nicht gerade von mir geliebte) Aufgabe bekommen, die Betten neu zu beziehen.

“Schatz, was machst du denn da??”
“Ähm… Ich beziehe die Betten, Süße?”

“Mit DER Bettwäsche da??”
“Wieso? Was ist damit?”

“Wo hast du die denn ausgegraben?”
“Na die war im Schrank, wo denn sonst?”

“Die haben wir ja schon ewig nicht mehr benutzt!”
“Na und? Stimmt damit was nicht?”

“Lass mal riechen…”
“Riechen??”

“Bäh, die müffelt ja!”
“Quatsch!”

“Weil die schon so lange im Schrank lag!”
“Na schön, also soll ich eine andere nehmen, ja?”

“Ja.”
“Welche denn.”

“Egal. Du machst das schon.”
“Nee, das ist nicht egal, hinterher ist es wieder verkehrt!”

“Was soll das denn heißen??”
“Wenn ich zum Beispiel sage: wir nehmen jetzt die rote Bettwäsche.”

“Ja, und dann??”
“Dann passt dir daran wieder irgendwas nicht!”

“Pff! Dann nimm doch die rote!”
“Nee, ich nehme jetzt die weiße mit den blauen Streifen.”

“Das würde ich ja nicht machen.”
“Himmel! Habe ich ja gleich gesagt!”

“Ich weise doch nur darauf hin?”
“Worauf weist du hin!”

“Dass die gestreifte Bettwäsche nicht so gut ist.”
“Und warum?? Die haben wir doch schon 1000-mal benutzt!”

“Weil da die ganzen Knöpfe ab sind.”
“Was??”

“Ich weiß auch nicht, aber die Knöpfe sind alle weg.”
“Na toll.”

“Und ich mag das nicht, wenn die Bettdecke unten raushängt.”
“Also schön… Dann nehme ich jetzt doch die rote Bettwäsche…”

“Die rote??”
“Du hast EBEN gesagt, ich soll die rote nehmen!”

“Nein, ich meinte nur, du KÖNNTEST die rote nehmen.”
“Eben, und die nehme ich jetzt.”

“Nimm lieber die grüne.”
“Ich bin schon wieder kurz vor einem Nervenzusammenbruch…”

“Nur, weil du EINMAL die Betten beziehen sollst??”
“Also ich nehme jetzt die GRÜNE Bettwäsche, ja??”

“Kannst du machen, ja.”
“Und mit der grünen ist alles in Ordnung und OK und so?”

“Jaja, natürlich!”
“Und da sind auch alle Knöpfe dran und nichts hängt am Ende raus?”

“Ich denke schon.”
“Gott sei dank…”

“Obwohl wir die grüne Bettwäsche ja ziemlich oft benutzen…”
“SCHATZ!!”

“Schon gut, nimm die grüne, ich habe ja nur laut gedacht…”
“Mann, was für ein Stress, nicht zu fassen…”

“Ja, das ist schon sehr merkwürdig…”
“Was! Dass man mit dir selbst bei der Bettwäsche Stress kriegt??”

“Nee.”
“Sondern?”

“Dass Männer nicht mal die Betten selbst neu beziehen können!”

Kopfschüttel…

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Jetzt meine Zeit

4. Dezember 2008, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am Abend in unserem Bett und sind froh, dass der Tag rum ist; wir sind beide ziemlich geschafft und freuen uns darauf, gleich die Augen schließen zu können.
Die Liebste stellt nur noch ihren Wecker für den nächsten Morgen…

“Was guckst du denn so, ist was?”
“Nein, Süße, aber: hast du nicht gerade deinen Wecker gestellt?”

“Ja, wieso?”
“Naja, anscheinend hast du dich vertan, die Uhrzeit stimmt nicht mehr.”

“Doch, doch, das ist schon richtig so.”
“Aber auf deinem Wecker ist es 23.44 Uhr?”

“Na und?”
“Es ist aber erst 23.34 Uhr, also geht dein Wecker doch falsch?”

“Der geht richtig, aber der hat jetzt meine Zeit eingestellt.”
“Deine Zeit?? Was ist denn DEINE Zeit??”

“Ich habe die Uhr vorgestern 10 Minuten vor gestellt.”
“Warum??”

“Dann stehe ich pünktlich auf, habe aber 10 Minuten mehr Zeit!”
“Ähm…”

“Da freue ich mich dann und habe mehr Zeit.”
“Aber… Könntest du dich nicht einfach 10 Minuten eher wecken lassen??”

“Dann muss ich ja 10 Minuten früher aufstehen!”
“Aber…”

“Das verstehst du sowieso nicht.”
“Ähm, Schatz, eine Uhr sollte doch aber richtig gehen, oder nicht?”

“Wieso? Ich brauche die ja nur zum Aufstehen?”
“Aha…”

“Gute Nacht mein Schatz.”
“Ähm, eine Frage hätte ich aber noch…”

“Zum Wecker?”
“Nicht direkt… Wann stehst du morgen früh auf?”

“Um sieben Uhr.”
“Also dann doch eigentlich um zehn vor sieben, richtig?”

“Richtig.”
“Und den Wecker auf 06.50 Uhr stellen geht nicht, oder was??”

“06.50 Uhr klingt doch aber viel schlimmer als 07.00 Uhr, oder?”
“Aber es IST doch dann nun mal erst 06.50 Uhr!”

“Na und??”
“Verstehe ich nicht…”

“Musst du auch nicht, und außerdem ist das ja mein Wecker!”
“Na schön, von mir aus… Solange ich meinen nicht ändern muss…”

“Das würdest du für mich machen??”
“Was! Meinen Wecker 10 Minuten vor? Niemals!”

“Das ist aber super, solltest du mal ausprobieren!”
“Nein, danke! Ich bleibe lieber bei der richtigen Zeit.”

“Und wenn ich aus Versehen mal auf deinen Wecker schaue??”
“Dann schau eben nicht drauf.”

“Das würde mich dann aber verwirren…”
“Mein Wecker bleibt so, wie er ist! Basta!”

“Schon gut, schon gut… Ist ja dein Wecker, obwohl…”
“Vergiss es! Also du stehst morgen um zehn vor sieben auf, gut.”

“Wieso willst du das denn so genau wissen?”
“Damit ich nach dir ins Bad kann, also so gegen zehn nach sieben.”

“Stell dich mal lieber auf zwanzig nach sieben ein.”
“Wieso? Normalerweise brauchst du doch nur zwanzig Minuten, oder?”

“Wenn ich nicht Duschen muss, dann stimmt das, richtig.”
“Schön, und musst du nun morgen früh duschen??”

“Nein.”
“Also, wieso brauchst du dann plötzlich mehr Zeit, als sonst?”

“Weil mein Wecker eine andere Zeit hat.”
“Was hat das denn damit zu tun??”

“Weil ich dann ja 10 Minuten länger liegen bleiben kann!”

Kopfschüttel…

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Welche Bettdecke?

3. November 2008, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste ist – und das kommt nur sehr selten vor – am Sonntagabend auf dem Sofa unter ihrer Decke eingeschlafen.
Zu fortgeschrittener Stunde beschließe ich, zugunsten des Schlafzimmers zu handeln und streichele ihr sanft über den Kopf.

“Mhhmhhmmmmamm…”
“Liebste?”

“-”
“Liebste?”

“Mhhhhh….”
“Aufwachen…”

“Hmmjaam, lass mich.”
“Es ist schon spät, lass uns rüber gehen.”

“Geh weg!”
“Komm jetzt.”

“Geh weeeeeg!”
“Schatz, du kannst hier nicht schlafen.”

“Jaja, gleich. Noch eine Minute.”

[Bereits wenige Sekunden später fällt die Liebste wieder ins Koma.]

“Mjamjam…”
“Schaaaatz… Schaaaatz…”

“Mhh, was ist denn!”
“Rübergehen?”

“Ich kann mich nicht bewegen.”
“Los, komm.”

“Ich will nicht!”
“Ich aber.”

“Kannst du mich nicht ins Bett tragen?”
“Wie bitte??”

“Ins Bett tragen.”
“Nein, kann ich nicht.”

“Wieso denn nicht?”
“Naja, ähm…”

“Du hast mich gar nicht lieb!”
“Aha, du bist jetzt also offensichtlich wach!”

“Nein.”
“Doch, los, komm jetzt!”

“Wenn ich jetzt aufstehe, wird mir kalt.”
“Aber nur kurz.”

“Im Schlafzimmer ist meine Decke bestimmt eiskalt!”
“Ist sie nicht.”

“Ist sie doch! Da will ich nicht hin!”
“Na schön, dann musst du eben hier schlafen!”

“Kannst du die Decke nicht für mich anwärmen?”
“Och Schatz!”

“Bitte, bitte, bitte, bitte!”
“Ich soll mich jetzt also unter DEINE Decke legen??”

“Ja, und dann komme ich auch rüber.”
“Hm… Versprochen?”

“Versprochen!”

[Warum nicht, denke ich mir, gehe rüber ins Schlafzimmer und lege mich unter die Bettdecke der Liebsten. Nach ein paar Minuten anwärmen sollte die Temperatur ausreichen und ich rufe nach ihr, allerdings erhalte ich keine Antwort. Tja, was soll ich machen: also laufe ich wieder rüber ins Wohnzimmer und rüttele am rechten Arm der Liebsten, die natürlich wieder eingeschlafen ist...]

“Uahh, ah… Was ist denn!”
“Deine Bettdecke ist warm, komm jetzt!”

“Welche Bettdecke??”
“Die im Schlafzimmer, die ich anwärmen sollte.”

“Du hast meine Bettdecke angewärmt??”
“Sag mal, leidest du jetzt auch schon an Gedächtnisverlust, oder was??”

“Das ist aber lieb von dir, Schatz!”
“Ja. Und jetzt komm endlich, sonst wird sie wieder kalt.”

“Ich muss aber eigentlich vorher noch ins Badezimmer…”
“Himmel! Dann mach das, ich gehe jetzt ins Bett!”

“Aber du musst meine Decke warm halten, ja?”
“Ja…”

“Fein!”

[Ich schlappe wieder ins Schlafzimmer zurück und lege mich erneut auf die Bettseite der Liebsten unter ihre Decke. Ich höre, wie die Badezimmertür klappert, ein gutes Zeichen! Allerdings vergehen bestimmt 15 Minuten, bis die Liebste endlich ins Schlafzimmer kommt.]

“Schläfst du schon, Schatz?”
“Nein… Ich warte hier schon eine Ewigkeit auf dich!”

“Hat ein bisschen länger gedauert.”
“Das ist mir aufgefallen. Hier, deine Bettdecke ist jetzt schön warm.”

“Und was ist mit deiner Bettdecke?”
“Die dürfte wohl noch kalt sein, was sonst…”

“Prima!”
“Schön, dass du so großes Mitleid mit mir hast, danke…”

“Bleib unter meiner Decke liegen.”
“Ach so, du kommst dann jetzt dazu, ja?”

“Nee, auf keinen Fall!”
“Nicht? Sondern??”

“Ich lege mich unter deine kühle Decke, mir ist sooo warm jetzt!”

Kopfschüttel…

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Schon vergessen?

9. Oktober 2008, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am späten Abend endlich in unserem großen Bett.
Der Tag war für uns beide sehr stressig, im Augenblick ist einfach ständig irgendwas los.
Umso erfreulicher, dass jetzt Ruhe einkehrt und während ich bereits die Augen zu gemacht habe, höre ich, wie die Liebste noch ihren Wecker stellt. 

Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Weißt du, was ich jetzt gut fände?”
“Nein, was?”

“Wenn du mir noch den Rücken kraulen würdest!”
“Ähm… Schatz, ich wollte gerade die Augen zu machen und…”

“Das ist mir egal, ob du dabei die Augen zu hast oder nicht.”
“Aber…”

“Och bitte! Kraulen! Nur ein bisschen!”
“Na schön, also hier. Ich kraule. Und bin fertig. So.”

“Wie! Das war´s schon??”
“Habe ich dir den Rücken gekrault oder nicht?”

“Schon, aber doch nur eine Sekunde!”
“Über Zeiträume haben wir nicht gesprochen.”

“Schatz! Ich möchte aber länger!”
“Muss das denn jetzt sein, kann ich nicht auch morgen…”

“Morgen?? Früher hast du mir stundelang den Rücken gekrault!”
“So?”

“Hast du das vielleicht schon vergessen??”
“Nein, habe ich nicht vergessen.”

“Gut! Und warum muss ich dann jetzt hier lange betteln??”
“Also schön, kraule ich dir eben noch ein wenig den Rücken.”

“Jetzt brauchst du auch nicht mehr!”
“Aber du wolltest doch??”

“Aber nicht, wenn ich dich dazu überreden muss!”
“Musst du ja nicht, ich mach´s ja…”

“Nee. Du musst nichts machen, was dir keinen Spaß macht.”
“Es macht mir ja Spaß.”

“Macht es dir nicht.”
“Doch.”

“Nein!”
“Doch!”

“Wenn es dir Spaß machen würde, müsste ich ja nicht betteln!”
“Du musst ja auch gar nicht betteln!”

“Jetzt kraule ich dir den Rücken auch nicht mehr! So!”
“Schatz, du kraulst mir NIE den Rücken!”

“Aber ich könnte.”
“Und was soll das dann jetzt??”

“Frag mich doch mal, ob ich deinen Rücken kraulen würde.”
“Kraulst du mir bitte meinen Rücken??”

“Nein!”
“Pff! Brauchst du ja auch gar nicht!”

“Warum fragst du mich denn dann??”
“Ich?? Ich sollte doch fragen!?”

“Aber du hast doch nicht ernsthaft erwartet, dass ich Ja sage!?”
“Also Moment mal, du hast doch…”

“Erst fragen, es aber gar nicht so meinen und jetzt meckern!”
“Aber ich meckere doch gar nicht und außerdem…”

“Na schön, schön! Frag noch einmal.”
“Was jetzt!”

“Ob ich dir den Rücken kraule.”
“Ich will aber nicht fragen, da kommt nur wieder Blödsinn raus!”

“Nun frag schon! Ich will dir zeigen, wie man das richtig macht.”
“Also gut, was soll´s… Schatz: Kraulst du mir meinen Rücken?!”

“Ja, das mache ich sehr gerne für dich, weil ich dich lieb habe.”
“Aha, so muss man das also machen…”

“Aber nur, wenn du mir zuerst meinen kraulst!”
“Ähm, aber…”

“Deinen kraule ich dir dann morgen…”

Kopfschüttel…

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Mein Feuerwehrmann

11. Februar 2008, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Mein Feuerwehrmann (photocase.de © i make design)Meine Liebste und ich liegen endlich in unserem Bett und lassen den Tag ausklingen. Während ich bereits die Augen geschlossen habe, höre ich, wie die Liebste ab und zu eine Seite in ihrem Buch umblättert.
Doch dann legt sie es plötzlich zur Seite…

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Schläfst du schon?”
“Nein. Ich döse.”

“Bist du schon müde?”
“Naja müde, also… Es geht.”

“Willst du jetzt gleich schon schlafen?”
“Wieso, was ist denn?”

“Ich wollte nur mal fragen.”
“Und wieso wolltest du nur mal fragen?”

“Naja, ich dachte…”
“Schatz, was?”

“Ich dachte, wir könnten ja noch ein wenig Feuerwehr spielen.”
“Wie bitte??”

“Naja…”
“Feuerwehr??”

“Also, du könntest der kräftige und mutige Feuerwehrmann sein.”
“Aha… Und du?”

“Ich bin die zarte Gerettete im durchsichtigen Negligee.”
“Ach so, JETZT verstehe ich, was du meinst!”

“Schön!”
“Du meinst, du bist mir unendlich dankbar und so?”

“Genau.”
“Und du würdest deswegen alles für mich tun?”

“Zum Beispiel.”
“Weil ich dich todesmutig aus den Flammen gerissen habe?”

“Ja, weil du mein Held bist.”
“Hört sich SEHR interessant an!”

“Dann mach jetzt, mein Feuerwehrmann.”
“Komm, ich halte dich ein bisschen fest und tröste dich…”

“Nee! Nimm deine Finger da weg!”
“Ähm, aber ich dachte, ich meine, du hast doch…”

“Du sollst endlich das Licht löschen, du Blödmann!”

Kopfschüttel…

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Das musst du doch hören!

22. November 2007, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Das musst du doch hören! (photocase.de © nicky_)Meine Liebste und ich liegen in unserem Bett und schlafen. Seit ungefähr vier Stunden übrigens.
Ich kann nicht sagen, was die Liebste geträumt hat, aber meine Seele war gerade irgendwo auf einem Bauernhof im Grünen, als mich jemand unsanft aus dem Schlaf reißt…

“Schatz! Schaaatz!”
“Hmhmmmhmmm… Was ist denn, Liebste…”

“Hörst du das?”
“Ich höre nichts.”

“Das musst du doch hören!”
“Schatz, ich war gerade so schön am…”

“Jetzt hör doch mal, da ist was!”
“Was denn??”

“An der Tür!”
“An welcher Tür??”

“An der Wohnungstür, da ist was!”
“Dann sei doch mal still, so kann ich ja auch nichts hören!”

“Und?”
“Ich höre nichts.”

“Geh nachschauen.”
“Och Schatz!”

“Ich habe was gehört, da bin ich ganz sicher!”
“Und was hast du gehört?”

“Weiß ich auch nicht, so ein Knacken.”
“Aha… Das werden wohl die Mäuse gewesen sein.”

“Was denn für Mäuse??”
“Von denen du geträumt hast!”

“Haha, sehr witzig! Gehst du jetzt nachschauen?”
“Ja.”

“Und was machst du dann?”
“Was soll das heißen, was machst du dann!”

“Ja also, wenn da jetzt ein Einbrecher vor der Tür steht?”
“Da steht kein Einbrecher vor der Tür.”

“Und wenn doch?”
“Dann werde ich ihn freundlich bitten, wieder zu gehen.”

“Das ist nicht dein ernst!”
“Natürlich nicht! Ich gehe jetzt…”

“Bleib hier!”
“Aber ich sollte doch…”

“Nee, wenn da einer steht, dann solltest du da nicht hingehen!”
“Da steht keiner!”

“Und wenn doch?”
“Schatz!”

“Was machen wir denn jetzt!?”
“Da kann keiner stehen, glaub mir Süße.”

“Und wieso??”
“Weil ihn dein Geschrei hier schon längst vertrieben hätte!”

“Ach ja, der kann uns ja hören…”
“Könnte, Schatz, KÖNNTE! Weil da ist nämlich niemand.”

“Hallo? Ist da jemand!?”
“Ich gehe jetzt nachschauen, warum die Tür knackt…”

“Also hast du es auch gehört??”
“Nein, aber das ist eben ein altes Haus und…”

“Haben wir eigentlich ein Sicherheitsschloss??”
“Ja.”

“Ja?? Ein gutes??”
“Natürlich, und unten auch. Wusstest du das nicht?”

“Dann gehe ich mit.”
“Wohin??”

“Na mit dir mit, wenn du gucken gehst.”
“Wie bitte?? Das ist wirklich nicht nötig, bleib liegen.”

“Das ist schon in Ordnung, ich kann auch gucken gehen.”
“Was soll denn das jetzt?? Eben wolltest du doch noch…”

“Ja, aber wir haben doch ein Sicherheitsschloss.”
“Ähm…”

“Nee, lass uns mal doch zu zweit gehen.”
“Aha… Und warum das jetzt?”

“Du kannst dich mit dem Einbrecher unterhalten und ich…”
“Und du?”

“…ich gehe aufs Klo.”

Kopfschüttel…

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Trau dich doch mal was!

15. November 2007, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Trau dich doch mal was! (photocase.de © i make design)Meine Liebste und ich sind nach einem langen Arbeitstag zu Bett gegangen. Endlich liegen!
Heute habe ich irgendwie das Gefühl, dass dies die schönsten Minuten des ganzen Tages werden könnten.
Wie man sich doch täuschen kann…

“Schatz, weißt du was?”
“Was denn, Süße?”

“Wir liegen immer so.”
“Was?”

“Na wir liegen immer so, wie wir liegen.”
“Im Stehen schläft es sich halt deutlich schlechter.”

“Nein, ich meine, du da und ich hier.”
“Ich hier und du da, ja. Und?”

“Naja, aber warum?”
“Weil es immer so ist.”

“Wie ist das denn auf deiner Seite so?”
“Hier ist es super. Und bei dir?”

“Ja. Hier auch.”
“Also darf ich jetzt hier liegenbleiben, ja?”

“Hast du nie daran gedacht, mal zu wechseln?”
“Nein.”

“Und warum nicht?”
“Weil ich IMMER links liege.”

“Links von dir aus oder vom Bett aus oder von davor?”
“Davor? Links? Och Schatz!”

“Was denn!”
“Hier eben auf dieser Seite! Links. Glaube ich…”

“Darf ich da auch mal ausprobieren?”
“Jetzt??”

“Warum denn nicht?”
“Muss das sein?”

“Jetzt sei doch nicht so!”
“Morgen bin ich nicht da, dann kannst du in aller Ruhe…”

“Wenn du nicht da bist, ist das ja was anderes.”
“Aber ich will jetzt nicht auf deine Seite!”

“Wieso denn nicht? Ich liege doch hier auch?”
“Weil ich dann bestimmt schlechter schlafe, deswegen.”

“Auf meiner Seite??”
“Es liegt nicht an DEINER Seite, sondern an der ANDEREN Seite.”

“Wieso musst du denn immer links liegen?”
“Ich muss nicht; aber ich möchte. Und jetzt möchte ich schlafen.”

“Ich will auch mal links liegen!”
“Wieso denn??”

“Nur mal so!”
“Aber muss das unbedingt jetzt sein??”

“Wann denn sonst?”
“Am Wochenende. Vielleicht.”

“Trau dich doch mal was!”
“Ich soll mich was trauen??”

“Ja!”
“Wieso denn?? Und was heißt denn das??”

“Ich habe gelesen, dass Abwechslung in der Beziehung gut sei.”
“Aha! Daher weht der Wind! Und wo hast du das gelesen?”

“In der Brigitte.”
“Du liest Brigitte?? Seit wann das denn?”

“Reiner Zufall.”
“Ja klar! Und da steht also drin, dass wir Abwechslung brauchen?”

“Nein, da steht, dass auch kleine Dinge den Alltag bereichern.”
“Zum Beispiel?”

“Irgendwas verändern, die Möbel verschieben oder so.”
“Und da steht auch, dass man die Bettseiten tauschen soll??”

“Nee, das ist mir eingefallen.”
“Ja… Können wir nicht morgen einfach nur die Möbel verschieben?”

“Gut, dass du darauf zu sprechen kommst!”

Kopfschüttel…

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Durst

28. Juli 2007, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Durst (photocase.de © pheebs)Meine Liebste und ich liegen abends gemütlich in unserem Bett und obwohl die kleine Lampe auf dem Nachttisch noch an ist, haben wir beide schon die Augen geschlossen und lassen den Tag vorm Schlummern noch einmal schnell an uns vorbeiziehen. Ganz gemütlich…

“Schatz?”
“Ja süße?”

“Hast du noch eine Wasserflasche neben deinem Bett?”
“Ja.”

“Meine ist nämlich leer.”
“Das ist natürlich Pech.”

“Kann du mir deine nicht mal rüber geben? Bitte?”
“Na gut, ausnahmsweise.”

“Ohh, das ist lieb von dir, danke.”

[Ich greife mit weiterhin geschlossenen Augen suchend mit der rechten Hand neben das Bett und rudere da ein bisschen rum, bis mir der Flaschenhals in die Finger kommt.
Ich nehme also  - zugegeben mit etwas Widerwillen - meine Wasserflasche und reiche sie rüber auf die linke Seite zu meiner Liebsten.
Aber was hätte ich sonst machen sollen? Wenn sie doch Durst hat und ich ihr eine kleine Freude machen kann... Also warum nicht?]

“Danke Schatz.”
“Bitte. – Ähm… Hast du die Flasche jetzt abgestellt?”

“Ja, wieso?”
“Willst du denn nichts trinken?”

“Nein, warum?”
“Aber du wolltest doch die Wasserflasche haben?”

“Ja, und das ist auch ganz lieb von dir.”
“Moment, ich meine, ich dachte, du hättest Durst?”

“Nö, jetzt noch nicht.”
“Aber…”

“Schlaf schön!”
“Also Moment, du hast gar keinen Durst?”

“Nein, jetzt nicht.”
“Und warum wolltest du dann meine Wasserflasche haben?”

“Das sagte ich doch schon, meine ist alle.”
“Aber jetzt habe ich doch keine mehr!?”

“Brauchst du denn jetzt eine?”
“Nein, aber das ist immer noch meine Flasche!”

“Bleibt sie ja auch, ich leihe sie mir doch nur.”
“Und warum holst du dir nicht aus der Küche eine eigene?”

“Weil es gerade so schön kuschelig ist unter meiner Decke.”
“Unter meiner aber auch!”

“Und wo ist jetzt das Problem?”
“Ich dachte, dass du nur einen Schluck willst!”

“Ach so! Nein.”
“Nein??”

“Nee, nur für den Fall, dass ich nachher Durst kriege.”
“Sehr schön, und was mache ich jetzt??”

“Du hast doch nachts nie Durst.”
“Und ob!”

“Ist mir aber noch nie aufgefallen.”
“Na und?? Gib mir meine Flasche zurück!”

“Aber du hast sie mir doch gerade erst gegeben?”
“Richtig, und jetzt möchte ich sie wieder haben.”

“Das geht nicht.”
“Und wohl geht das! Gib her!”

“Och bitte, bitte.”
“Nein! Das ist ja wieder mal typisch!”

“Ich gebe sie dir heute Nacht zurück, wenn du Durst kriegst.”
“Pff! Das möchte ich sehen!”

“Doch, ganz bestimmt. Versprochen!”
“Na da bin ich ja mal sehr gespannt…”

“Aber weck mich dann nicht, ja?”

Kopfschüttel…

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Niemals müde

9. Juli 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen gemütlich am Abend zuhause auf dem Sofa. Wir wollen noch ein Stündchen den Fernseher bemühen und dann heute einmal früh ins Bett gehen.
Irgendwie ist das heute ein Tag, an dem wir beide ganz sicher keine Bäume mehr ausreißen werden…
Das kommt vor!

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ist das hier so kalt oder meine ich das nur?”
“Es ist nicht kalt. Außerdem liegst du ja unter der Decke.”

“Mir ist aber kalt.”
“Dann bist du vielleicht einfach nur müde.”

“Ist dir denn nicht kalt??”
“Nein. Mir ist warm.”

“Aber du hast doch gesagt, dass du müde bist?”
“Richtig, aber kalt ist mir trotzdem nicht.”

“Ach! Aber ich soll müde sein, oder was??”
“War ja nur so ein Gedanke, weiter nichts.”

“Immer sagst du, ich sei müde!”
“Sage ich ja gar nicht, das war ja nur eine Vermutung!”

“Ich bin nicht müde!”
“Schön!”

“Ich bin NIE müde!”
“Ach tatsächlich?? Da weiß ich aber was anderes!”

“Was denn??”
“Du brauchst ein Bett ja nur sehen, schon bist du eingepennt!”

“Quatsch! Das ist nur teilweise richtig.”
“Aha? Und welcher Teil muss korrigiert werden?”

“Ich penne ein, wenn ich ein Bett sehe, das stimmt.”
“Aber?”

“Aber nur, wenn DU nackig drin liegst!”

Kopfschüttel…

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Teilnehmer unbekannt

23. April 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am späten Abend endlich in unserem Bett und lassen den Tag noch einmal Revue passieren, bevor die Lichter ausgemacht werden. Das war ein guter Tag!
Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man(n) denkt…

“Heute war irgendwie ein komischer Tag…”
“So? Warum denn, Süße?”

“Weil heute nichts geklappt hat, wie ich das wollte.”
“Was wolltest du denn?”

“Ich wollte zum Beispiel heute mein Auto waschen lassen.”
“Und??”

“Es hat dann aber angefangen, zu regnen.”
“Oh, das ist natürlich ärgerlich.”

“Und ich wollte Blumen kaufen, aber der Laden war schon zu.”
“Das tut mir leid, das kenne ich auch.”

“Und ich wollte dich anrufen, aber du bist nicht dran gegangen.”
“Du wolltest mich anrufen??”

“Ja. Aber du wolltest ja nicht mit mir sprechen.”
“Komisch, ich habe gar nicht gesehen, dass du angerufen hast??”

“Das musst du ja wohl gesehen haben!”
“Habe ich nicht, da war nichts, ehrlich!”

“Ich habe es 3-mal versucht und nur den neuen Spruch gehört.”
“Was für einen neuen Spruch??”

“Na auf deinem Anrufbeantworter.”
“Da ist nach wie vor der selbe Spruch drauf, wie immer!?”

“Nee, da ist nur diese blöde Standardansage der Mailbox.”
“Quatsch!”

“Und jedes mal habe ich dir eine Nachricht hinterlassen!”
“Wer weiß, wo du angerufen hast!”

“Deine Nummer ist doch aber in meinem Telefonbuch!?”
“Trotzdem hast du nicht bei mir angerufen!”

“Das kann ja gar nicht sein.”
“Ist aber so!”

[Meine Liebste schlägt die Bettdecke zur Seite, steht auf und holt aus dem Flur ihr Handy. Noch während sie zurück ins Bett kommt, tippt sie bereits auf der Tastatur rum.]

“Hier, siehste? Das ist ja wohl deine Nummer!”
“Das ist NICHT meine Nummer!!”

“Das ist nicht deine Nummer??”
“Nein! Du wirst ja wohl meine Handynummer kennen!!”

“Und wieso steht die dann hier unter deinem Namen??”
“Das frage ich mich auch! Und wem sie gehört, ist auch interessant!”

“Hm… Vielleicht habe ich da eine Nummer falsch zugeordnet?”
“Zeig mal her…”

[Eine genauere Betrachtung meines Telefonbucheintrages hat zum Ergebnis, dass sowohl meine richtige Handynummer als auch die unbekannte unter meinem Namen gespeichert sind. Sehr merkwürdig!]

“Wie ist diese Nummer denn nun da rein gekommen??”
“Das ist DEIN Handy, das musst du doch wohl wissen!”

“Ich weiß es aber nicht!?”
“Wem gehört denn diese Nummer nun??”

“Ich rufe jetzt einfach noch einmal da an…”
“Tu das.”

[Die Liebste wählt die Nummer und es klingelt; aber es geht auf der anderen Seite anscheinend niemand dran.]

“Nimmt keiner ab, Anrufbeantworter mit Nummernansage.”
“Toll.”

“Ich wüsste ja jetzt schon gerne, wer sich dahinter verbirgt!?”
“Und ich wüsste ganz gern, was du denn eigentlich von mir wolltest.”

“Von dir?”
“Na, als du mich angerufen und die falsche Nummer gewählt hast.”

“Ach so! Ja.”
“Ja, schön. Und was?”

“Ich wollte sagen, dass dein Chef hier bei uns angerufen hat.”
“Bei uns?? Über Festnetz? Hast du mit ihm gesprochen??”

“Ja, es war wohl dringend.”
“Was wollte er denn??”

“Dass du ihn anrufst. Du warst wohl via Handy nicht erreichbar.”
“Ach so, und das wolltest du mir sagen??”

“Genau!”
“Und warum erzählst du mir das erst JETZT??”"

“Wieso!? Ich habe doch alles auf deinen AB gesprochen!”
“Auf MEINEN dummerweise aber nicht!”

“Kann ich ja nicht wissen!”
“Und kann es sein, dass du dabei die Nummer von meinem Chef…”

“Ach ja!! DIE habe ich unter deinem Namen abgespeichert!”
“Ich brech zusammen…”

“Ich hatte nämlich seinen Namen nicht richtig verstanden!”
“Ähm, was GENAU hast du ihm denn da auf den AB gesprochen, also…”

“Oh, ähm, also wenn ich jetzt so darüber nachdenke…”
“Was soll das heißen!?”

“Ihr versteht euch doch sonst hoffentlich noch ganz gut, oder??”

Kopfschüttel…

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Das würde ich ja nicht machen

5. Januar 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich machen klar Schiff in unserer Wohnung; nach den ganzen Feiertagen ist das wohl auch dringend mal wieder notwendig.
Während die Liebste sich mit dem Badezimmer beschäftigt, habe ich die ehrenvolle (und nicht gerade von mir geliebte) Aufgabe bekommen, die Betten neu zu beziehen.

“Schatz, was machst du denn da??”
“Ähm… Ich beziehe die Betten, Süße?”

“Mit DER Bettwäsche da??”
“Wieso? Was ist damit?”

“Wo hast du die denn ausgegraben?”
“Na die war im Schrank, wo denn sonst?”

“Die haben wir ja schon ewig nicht mehr benutzt!”
“Na und? Stimmt damit was nicht?”

“Lass mal riechen…”
“Riechen??”

“Bäh, die müffelt ja!”
“Quatsch!”

“Weil die schon so lange im Schrank lag!”
“Na schön, also soll ich eine andere nehmen, ja?”

“Ja.”
“Welche denn.”

“Egal. Du machst das schon.”
“Nee, das ist nicht egal, hinterher ist es wieder verkehrt!”

“Was soll das denn heißen??”
“Wenn ich zum Beispiel sage: wir nehmen jetzt die rote Bettwäsche.”

“Ja, und dann??”
“Dann passt dir daran wieder irgendwas nicht!”

“Pff! Dann nimm doch die rote!”
“Nee, ich nehme jetzt die weiße mit den blauen Streifen.”

“Das würde ich ja nicht machen.”
“Himmel! Habe ich ja gleich gesagt!”

“Ich weise doch nur darauf hin?”
“Worauf weist du hin!”

“Dass die gestreifte Bettwäsche nicht so gut ist.”
“Und warum?? Die haben wir doch schon 1000-mal benutzt!”

“Weil da die ganzen Knöpfe ab sind.”
“Was??”

“Ich weiß auch nicht, aber die Knöpfe sind alle weg.”
“Na toll.”

“Und ich mag das nicht, wenn die Bettdecke unten raushängt.”
“Also schön… Dann nehme ich jetzt doch die rote Bettwäsche…”

“Die rote??”
“Du hast EBEN gesagt, ich soll die rote nehmen!”

“Nein, ich meinte nur, du KÖNNTEST die rote nehmen.”
“Eben, und die nehme ich jetzt.”

“Nimm lieber die grüne.”
“Ich bin schon wieder kurz vor einem Nervenzusammenbruch…”

“Nur, weil du EINMAL die Betten beziehen sollst??”
“Also ich nehme jetzt die GRÜNE Bettwäsche, ja??”

“Kannst du machen, ja.”
“Und mit der grünen ist alles in Ordnung und OK und so?”

“Jaja, natürlich!”
“Und da sind auch alle Knöpfe dran und nichts hängt am Ende raus?”

“Ich denke schon.”
“Gott sei dank…”

“Obwohl wir die grüne Bettwäsche ja ziemlich oft benutzen…”
“SCHATZ!!”

“Schon gut, nimm die grüne, ich habe ja nur laut gedacht…”
“Mann, was für ein Stress, nicht zu fassen…”

“Ja, das ist schon sehr merkwürdig…”
“Was! Dass man mit dir selbst bei der Bettwäsche Stress kriegt??”

“Nee.”
“Sondern?”

“Dass Männer nicht mal die Betten selbst neu beziehen können!”

Kopfschüttel…

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Jetzt meine Zeit

4. Dezember 2008, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am Abend in unserem Bett und sind froh, dass der Tag rum ist; wir sind beide ziemlich geschafft und freuen uns darauf, gleich die Augen schließen zu können.
Die Liebste stellt nur noch ihren Wecker für den nächsten Morgen…

“Was guckst du denn so, ist was?”
“Nein, Süße, aber: hast du nicht gerade deinen Wecker gestellt?”

“Ja, wieso?”
“Naja, anscheinend hast du dich vertan, die Uhrzeit stimmt nicht mehr.”

“Doch, doch, das ist schon richtig so.”
“Aber auf deinem Wecker ist es 23.44 Uhr?”

“Na und?”
“Es ist aber erst 23.34 Uhr, also geht dein Wecker doch falsch?”

“Der geht richtig, aber der hat jetzt meine Zeit eingestellt.”
“Deine Zeit?? Was ist denn DEINE Zeit??”

“Ich habe die Uhr vorgestern 10 Minuten vor gestellt.”
“Warum??”

“Dann stehe ich pünktlich auf, habe aber 10 Minuten mehr Zeit!”
“Ähm…”

“Da freue ich mich dann und habe mehr Zeit.”
“Aber… Könntest du dich nicht einfach 10 Minuten eher wecken lassen??”

“Dann muss ich ja 10 Minuten früher aufstehen!”
“Aber…”

“Das verstehst du sowieso nicht.”
“Ähm, Schatz, eine Uhr sollte doch aber richtig gehen, oder nicht?”

“Wieso? Ich brauche die ja nur zum Aufstehen?”
“Aha…”

“Gute Nacht mein Schatz.”
“Ähm, eine Frage hätte ich aber noch…”

“Zum Wecker?”
“Nicht direkt… Wann stehst du morgen früh auf?”

“Um sieben Uhr.”
“Also dann doch eigentlich um zehn vor sieben, richtig?”

“Richtig.”
“Und den Wecker auf 06.50 Uhr stellen geht nicht, oder was??”

“06.50 Uhr klingt doch aber viel schlimmer als 07.00 Uhr, oder?”
“Aber es IST doch dann nun mal erst 06.50 Uhr!”

“Na und??”
“Verstehe ich nicht…”

“Musst du auch nicht, und außerdem ist das ja mein Wecker!”
“Na schön, von mir aus… Solange ich meinen nicht ändern muss…”

“Das würdest du für mich machen??”
“Was! Meinen Wecker 10 Minuten vor? Niemals!”

“Das ist aber super, solltest du mal ausprobieren!”
“Nein, danke! Ich bleibe lieber bei der richtigen Zeit.”

“Und wenn ich aus Versehen mal auf deinen Wecker schaue??”
“Dann schau eben nicht drauf.”

“Das würde mich dann aber verwirren…”
“Mein Wecker bleibt so, wie er ist! Basta!”

“Schon gut, schon gut… Ist ja dein Wecker, obwohl…”
“Vergiss es! Also du stehst morgen um zehn vor sieben auf, gut.”

“Wieso willst du das denn so genau wissen?”
“Damit ich nach dir ins Bad kann, also so gegen zehn nach sieben.”

“Stell dich mal lieber auf zwanzig nach sieben ein.”
“Wieso? Normalerweise brauchst du doch nur zwanzig Minuten, oder?”

“Wenn ich nicht Duschen muss, dann stimmt das, richtig.”
“Schön, und musst du nun morgen früh duschen??”

“Nein.”
“Also, wieso brauchst du dann plötzlich mehr Zeit, als sonst?”

“Weil mein Wecker eine andere Zeit hat.”
“Was hat das denn damit zu tun??”

“Weil ich dann ja 10 Minuten länger liegen bleiben kann!”

Kopfschüttel…

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Welche Bettdecke?

3. November 2008, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste ist – und das kommt nur sehr selten vor – am Sonntagabend auf dem Sofa unter ihrer Decke eingeschlafen.
Zu fortgeschrittener Stunde beschließe ich, zugunsten des Schlafzimmers zu handeln und streichele ihr sanft über den Kopf.

“Mhhmhhmmmmamm…”
“Liebste?”

“-”
“Liebste?”

“Mhhhhh….”
“Aufwachen…”

“Hmmjaam, lass mich.”
“Es ist schon spät, lass uns rüber gehen.”

“Geh weg!”
“Komm jetzt.”

“Geh weeeeeg!”
“Schatz, du kannst hier nicht schlafen.”

“Jaja, gleich. Noch eine Minute.”

[Bereits wenige Sekunden später fällt die Liebste wieder ins Koma.]

“Mjamjam…”
“Schaaaatz… Schaaaatz…”

“Mhh, was ist denn!”
“Rübergehen?”

“Ich kann mich nicht bewegen.”
“Los, komm.”

“Ich will nicht!”
“Ich aber.”

“Kannst du mich nicht ins Bett tragen?”
“Wie bitte??”

“Ins Bett tragen.”
“Nein, kann ich nicht.”

“Wieso denn nicht?”
“Naja, ähm…”

“Du hast mich gar nicht lieb!”
“Aha, du bist jetzt also offensichtlich wach!”

“Nein.”
“Doch, los, komm jetzt!”

“Wenn ich jetzt aufstehe, wird mir kalt.”
“Aber nur kurz.”

“Im Schlafzimmer ist meine Decke bestimmt eiskalt!”
“Ist sie nicht.”

“Ist sie doch! Da will ich nicht hin!”
“Na schön, dann musst du eben hier schlafen!”

“Kannst du die Decke nicht für mich anwärmen?”
“Och Schatz!”

“Bitte, bitte, bitte, bitte!”
“Ich soll mich jetzt also unter DEINE Decke legen??”

“Ja, und dann komme ich auch rüber.”
“Hm… Versprochen?”

“Versprochen!”

[Warum nicht, denke ich mir, gehe rüber ins Schlafzimmer und lege mich unter die Bettdecke der Liebsten. Nach ein paar Minuten anwärmen sollte die Temperatur ausreichen und ich rufe nach ihr, allerdings erhalte ich keine Antwort. Tja, was soll ich machen: also laufe ich wieder rüber ins Wohnzimmer und rüttele am rechten Arm der Liebsten, die natürlich wieder eingeschlafen ist...]

“Uahh, ah… Was ist denn!”
“Deine Bettdecke ist warm, komm jetzt!”

“Welche Bettdecke??”
“Die im Schlafzimmer, die ich anwärmen sollte.”

“Du hast meine Bettdecke angewärmt??”
“Sag mal, leidest du jetzt auch schon an Gedächtnisverlust, oder was??”

“Das ist aber lieb von dir, Schatz!”
“Ja. Und jetzt komm endlich, sonst wird sie wieder kalt.”

“Ich muss aber eigentlich vorher noch ins Badezimmer…”
“Himmel! Dann mach das, ich gehe jetzt ins Bett!”

“Aber du musst meine Decke warm halten, ja?”
“Ja…”

“Fein!”

[Ich schlappe wieder ins Schlafzimmer zurück und lege mich erneut auf die Bettseite der Liebsten unter ihre Decke. Ich höre, wie die Badezimmertür klappert, ein gutes Zeichen! Allerdings vergehen bestimmt 15 Minuten, bis die Liebste endlich ins Schlafzimmer kommt.]

“Schläfst du schon, Schatz?”
“Nein… Ich warte hier schon eine Ewigkeit auf dich!”

“Hat ein bisschen länger gedauert.”
“Das ist mir aufgefallen. Hier, deine Bettdecke ist jetzt schön warm.”

“Und was ist mit deiner Bettdecke?”
“Die dürfte wohl noch kalt sein, was sonst…”

“Prima!”
“Schön, dass du so großes Mitleid mit mir hast, danke…”

“Bleib unter meiner Decke liegen.”
“Ach so, du kommst dann jetzt dazu, ja?”

“Nee, auf keinen Fall!”
“Nicht? Sondern??”

“Ich lege mich unter deine kühle Decke, mir ist sooo warm jetzt!”

Kopfschüttel…

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Schon vergessen?

9. Oktober 2008, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am späten Abend endlich in unserem großen Bett.
Der Tag war für uns beide sehr stressig, im Augenblick ist einfach ständig irgendwas los.
Umso erfreulicher, dass jetzt Ruhe einkehrt und während ich bereits die Augen zu gemacht habe, höre ich, wie die Liebste noch ihren Wecker stellt. 

Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Weißt du, was ich jetzt gut fände?”
“Nein, was?”

“Wenn du mir noch den Rücken kraulen würdest!”
“Ähm… Schatz, ich wollte gerade die Augen zu machen und…”

“Das ist mir egal, ob du dabei die Augen zu hast oder nicht.”
“Aber…”

“Och bitte! Kraulen! Nur ein bisschen!”
“Na schön, also hier. Ich kraule. Und bin fertig. So.”

“Wie! Das war´s schon??”
“Habe ich dir den Rücken gekrault oder nicht?”

“Schon, aber doch nur eine Sekunde!”
“Über Zeiträume haben wir nicht gesprochen.”

“Schatz! Ich möchte aber länger!”
“Muss das denn jetzt sein, kann ich nicht auch morgen…”

“Morgen?? Früher hast du mir stundelang den Rücken gekrault!”
“So?”

“Hast du das vielleicht schon vergessen??”
“Nein, habe ich nicht vergessen.”

“Gut! Und warum muss ich dann jetzt hier lange betteln??”
“Also schön, kraule ich dir eben noch ein wenig den Rücken.”

“Jetzt brauchst du auch nicht mehr!”
“Aber du wolltest doch??”

“Aber nicht, wenn ich dich dazu überreden muss!”
“Musst du ja nicht, ich mach´s ja…”

“Nee. Du musst nichts machen, was dir keinen Spaß macht.”
“Es macht mir ja Spaß.”

“Macht es dir nicht.”
“Doch.”

“Nein!”
“Doch!”

“Wenn es dir Spaß machen würde, müsste ich ja nicht betteln!”
“Du musst ja auch gar nicht betteln!”

“Jetzt kraule ich dir den Rücken auch nicht mehr! So!”
“Schatz, du kraulst mir NIE den Rücken!”

“Aber ich könnte.”
“Und was soll das dann jetzt??”

“Frag mich doch mal, ob ich deinen Rücken kraulen würde.”
“Kraulst du mir bitte meinen Rücken??”

“Nein!”
“Pff! Brauchst du ja auch gar nicht!”

“Warum fragst du mich denn dann??”
“Ich?? Ich sollte doch fragen!?”

“Aber du hast doch nicht ernsthaft erwartet, dass ich Ja sage!?”
“Also Moment mal, du hast doch…”

“Erst fragen, es aber gar nicht so meinen und jetzt meckern!”
“Aber ich meckere doch gar nicht und außerdem…”

“Na schön, schön! Frag noch einmal.”
“Was jetzt!”

“Ob ich dir den Rücken kraule.”
“Ich will aber nicht fragen, da kommt nur wieder Blödsinn raus!”

“Nun frag schon! Ich will dir zeigen, wie man das richtig macht.”
“Also gut, was soll´s… Schatz: Kraulst du mir meinen Rücken?!”

“Ja, das mache ich sehr gerne für dich, weil ich dich lieb habe.”
“Aha, so muss man das also machen…”

“Aber nur, wenn du mir zuerst meinen kraulst!”
“Ähm, aber…”

“Deinen kraule ich dir dann morgen…”

Kopfschüttel…

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Mein Feuerwehrmann

11. Februar 2008, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Mein Feuerwehrmann (photocase.de © i make design)Meine Liebste und ich liegen endlich in unserem Bett und lassen den Tag ausklingen. Während ich bereits die Augen geschlossen habe, höre ich, wie die Liebste ab und zu eine Seite in ihrem Buch umblättert.
Doch dann legt sie es plötzlich zur Seite…

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Schläfst du schon?”
“Nein. Ich döse.”

“Bist du schon müde?”
“Naja müde, also… Es geht.”

“Willst du jetzt gleich schon schlafen?”
“Wieso, was ist denn?”

“Ich wollte nur mal fragen.”
“Und wieso wolltest du nur mal fragen?”

“Naja, ich dachte…”
“Schatz, was?”

“Ich dachte, wir könnten ja noch ein wenig Feuerwehr spielen.”
“Wie bitte??”

“Naja…”
“Feuerwehr??”

“Also, du könntest der kräftige und mutige Feuerwehrmann sein.”
“Aha… Und du?”

“Ich bin die zarte Gerettete im durchsichtigen Negligee.”
“Ach so, JETZT verstehe ich, was du meinst!”

“Schön!”
“Du meinst, du bist mir unendlich dankbar und so?”

“Genau.”
“Und du würdest deswegen alles für mich tun?”

“Zum Beispiel.”
“Weil ich dich todesmutig aus den Flammen gerissen habe?”

“Ja, weil du mein Held bist.”
“Hört sich SEHR interessant an!”

“Dann mach jetzt, mein Feuerwehrmann.”
“Komm, ich halte dich ein bisschen fest und tröste dich…”

“Nee! Nimm deine Finger da weg!”
“Ähm, aber ich dachte, ich meine, du hast doch…”

“Du sollst endlich das Licht löschen, du Blödmann!”

Kopfschüttel…

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Das musst du doch hören!

22. November 2007, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Das musst du doch hören! (photocase.de © nicky_)Meine Liebste und ich liegen in unserem Bett und schlafen. Seit ungefähr vier Stunden übrigens.
Ich kann nicht sagen, was die Liebste geträumt hat, aber meine Seele war gerade irgendwo auf einem Bauernhof im Grünen, als mich jemand unsanft aus dem Schlaf reißt…

“Schatz! Schaaatz!”
“Hmhmmmhmmm… Was ist denn, Liebste…”

“Hörst du das?”
“Ich höre nichts.”

“Das musst du doch hören!”
“Schatz, ich war gerade so schön am…”

“Jetzt hör doch mal, da ist was!”
“Was denn??”

“An der Tür!”
“An welcher Tür??”

“An der Wohnungstür, da ist was!”
“Dann sei doch mal still, so kann ich ja auch nichts hören!”

“Und?”
“Ich höre nichts.”

“Geh nachschauen.”
“Och Schatz!”

“Ich habe was gehört, da bin ich ganz sicher!”
“Und was hast du gehört?”

“Weiß ich auch nicht, so ein Knacken.”
“Aha… Das werden wohl die Mäuse gewesen sein.”

“Was denn für Mäuse??”
“Von denen du geträumt hast!”

“Haha, sehr witzig! Gehst du jetzt nachschauen?”
“Ja.”

“Und was machst du dann?”
“Was soll das heißen, was machst du dann!”

“Ja also, wenn da jetzt ein Einbrecher vor der Tür steht?”
“Da steht kein Einbrecher vor der Tür.”

“Und wenn doch?”
“Dann werde ich ihn freundlich bitten, wieder zu gehen.”

“Das ist nicht dein ernst!”
“Natürlich nicht! Ich gehe jetzt…”

“Bleib hier!”
“Aber ich sollte doch…”

“Nee, wenn da einer steht, dann solltest du da nicht hingehen!”
“Da steht keiner!”

“Und wenn doch?”
“Schatz!”

“Was machen wir denn jetzt!?”
“Da kann keiner stehen, glaub mir Süße.”

“Und wieso??”
“Weil ihn dein Geschrei hier schon längst vertrieben hätte!”

“Ach ja, der kann uns ja hören…”
“Könnte, Schatz, KÖNNTE! Weil da ist nämlich niemand.”

“Hallo? Ist da jemand!?”
“Ich gehe jetzt nachschauen, warum die Tür knackt…”

“Also hast du es auch gehört??”
“Nein, aber das ist eben ein altes Haus und…”

“Haben wir eigentlich ein Sicherheitsschloss??”
“Ja.”

“Ja?? Ein gutes??”
“Natürlich, und unten auch. Wusstest du das nicht?”

“Dann gehe ich mit.”
“Wohin??”

“Na mit dir mit, wenn du gucken gehst.”
“Wie bitte?? Das ist wirklich nicht nötig, bleib liegen.”

“Das ist schon in Ordnung, ich kann auch gucken gehen.”
“Was soll denn das jetzt?? Eben wolltest du doch noch…”

“Ja, aber wir haben doch ein Sicherheitsschloss.”
“Ähm…”

“Nee, lass uns mal doch zu zweit gehen.”
“Aha… Und warum das jetzt?”

“Du kannst dich mit dem Einbrecher unterhalten und ich…”
“Und du?”

“…ich gehe aufs Klo.”

Kopfschüttel…

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Trau dich doch mal was!

15. November 2007, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Trau dich doch mal was! (photocase.de © i make design)Meine Liebste und ich sind nach einem langen Arbeitstag zu Bett gegangen. Endlich liegen!
Heute habe ich irgendwie das Gefühl, dass dies die schönsten Minuten des ganzen Tages werden könnten.
Wie man sich doch täuschen kann…

“Schatz, weißt du was?”
“Was denn, Süße?”

“Wir liegen immer so.”
“Was?”

“Na wir liegen immer so, wie wir liegen.”
“Im Stehen schläft es sich halt deutlich schlechter.”

“Nein, ich meine, du da und ich hier.”
“Ich hier und du da, ja. Und?”

“Naja, aber warum?”
“Weil es immer so ist.”

“Wie ist das denn auf deiner Seite so?”
“Hier ist es super. Und bei dir?”

“Ja. Hier auch.”
“Also darf ich jetzt hier liegenbleiben, ja?”

“Hast du nie daran gedacht, mal zu wechseln?”
“Nein.”

“Und warum nicht?”
“Weil ich IMMER links liege.”

“Links von dir aus oder vom Bett aus oder von davor?”
“Davor? Links? Och Schatz!”

“Was denn!”
“Hier eben auf dieser Seite! Links. Glaube ich…”

“Darf ich da auch mal ausprobieren?”
“Jetzt??”

“Warum denn nicht?”
“Muss das sein?”

“Jetzt sei doch nicht so!”
“Morgen bin ich nicht da, dann kannst du in aller Ruhe…”

“Wenn du nicht da bist, ist das ja was anderes.”
“Aber ich will jetzt nicht auf deine Seite!”

“Wieso denn nicht? Ich liege doch hier auch?”
“Weil ich dann bestimmt schlechter schlafe, deswegen.”

“Auf meiner Seite??”
“Es liegt nicht an DEINER Seite, sondern an der ANDEREN Seite.”

“Wieso musst du denn immer links liegen?”
“Ich muss nicht; aber ich möchte. Und jetzt möchte ich schlafen.”

“Ich will auch mal links liegen!”
“Wieso denn??”

“Nur mal so!”
“Aber muss das unbedingt jetzt sein??”

“Wann denn sonst?”
“Am Wochenende. Vielleicht.”

“Trau dich doch mal was!”
“Ich soll mich was trauen??”

“Ja!”
“Wieso denn?? Und was heißt denn das??”

“Ich habe gelesen, dass Abwechslung in der Beziehung gut sei.”
“Aha! Daher weht der Wind! Und wo hast du das gelesen?”

“In der Brigitte.”
“Du liest Brigitte?? Seit wann das denn?”

“Reiner Zufall.”
“Ja klar! Und da steht also drin, dass wir Abwechslung brauchen?”

“Nein, da steht, dass auch kleine Dinge den Alltag bereichern.”
“Zum Beispiel?”

“Irgendwas verändern, die Möbel verschieben oder so.”
“Und da steht auch, dass man die Bettseiten tauschen soll??”

“Nee, das ist mir eingefallen.”
“Ja… Können wir nicht morgen einfach nur die Möbel verschieben?”

“Gut, dass du darauf zu sprechen kommst!”

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Durst

28. Juli 2007, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Durst (photocase.de © pheebs)Meine Liebste und ich liegen abends gemütlich in unserem Bett und obwohl die kleine Lampe auf dem Nachttisch noch an ist, haben wir beide schon die Augen geschlossen und lassen den Tag vorm Schlummern noch einmal schnell an uns vorbeiziehen. Ganz gemütlich…

“Schatz?”
“Ja süße?”

“Hast du noch eine Wasserflasche neben deinem Bett?”
“Ja.”

“Meine ist nämlich leer.”
“Das ist natürlich Pech.”

“Kann du mir deine nicht mal rüber geben? Bitte?”
“Na gut, ausnahmsweise.”

“Ohh, das ist lieb von dir, danke.”

[Ich greife mit weiterhin geschlossenen Augen suchend mit der rechten Hand neben das Bett und rudere da ein bisschen rum, bis mir der Flaschenhals in die Finger kommt.
Ich nehme also  - zugegeben mit etwas Widerwillen - meine Wasserflasche und reiche sie rüber auf die linke Seite zu meiner Liebsten.
Aber was hätte ich sonst machen sollen? Wenn sie doch Durst hat und ich ihr eine kleine Freude machen kann... Also warum nicht?]

“Danke Schatz.”
“Bitte. – Ähm… Hast du die Flasche jetzt abgestellt?”

“Ja, wieso?”
“Willst du denn nichts trinken?”

“Nein, warum?”
“Aber du wolltest doch die Wasserflasche haben?”

“Ja, und das ist auch ganz lieb von dir.”
“Moment, ich meine, ich dachte, du hättest Durst?”

“Nö, jetzt noch nicht.”
“Aber…”

“Schlaf schön!”
“Also Moment, du hast gar keinen Durst?”

“Nein, jetzt nicht.”
“Und warum wolltest du dann meine Wasserflasche haben?”

“Das sagte ich doch schon, meine ist alle.”
“Aber jetzt habe ich doch keine mehr!?”

“Brauchst du denn jetzt eine?”
“Nein, aber das ist immer noch meine Flasche!”

“Bleibt sie ja auch, ich leihe sie mir doch nur.”
“Und warum holst du dir nicht aus der Küche eine eigene?”

“Weil es gerade so schön kuschelig ist unter meiner Decke.”
“Unter meiner aber auch!”

“Und wo ist jetzt das Problem?”
“Ich dachte, dass du nur einen Schluck willst!”

“Ach so! Nein.”
“Nein??”

“Nee, nur für den Fall, dass ich nachher Durst kriege.”
“Sehr schön, und was mache ich jetzt??”

“Du hast doch nachts nie Durst.”
“Und ob!”

“Ist mir aber noch nie aufgefallen.”
“Na und?? Gib mir meine Flasche zurück!”

“Aber du hast sie mir doch gerade erst gegeben?”
“Richtig, und jetzt möchte ich sie wieder haben.”

“Das geht nicht.”
“Und wohl geht das! Gib her!”

“Och bitte, bitte.”
“Nein! Das ist ja wieder mal typisch!”

“Ich gebe sie dir heute Nacht zurück, wenn du Durst kriegst.”
“Pff! Das möchte ich sehen!”

“Doch, ganz bestimmt. Versprochen!”
“Na da bin ich ja mal sehr gespannt…”

“Aber weck mich dann nicht, ja?”

Kopfschüttel…

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