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Weiß ich selber!

14. Mai 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste ist heute früher aufgestanden, als ich; das kommt selten vor und gewöhnlich ist es die Liebste, die sich noch 20-mal umdreht, bevor sie freiwillig aus dem Bett steigt.
Als ich dann auch endlich aus dem Schlafzimmer schlappe, kommt die Liebste gerade aus dem Badezimmer.

“Morgen.”
“Guten Morgen, meine Süße! Na, hast du gut geschlafen?”

“Wieso?”
“Naja, ähm… Ich wollte nur wissen, ob du…”

“Sehe ich so Scheiße aus, oder was??”
“Ähm… Nein, ich habe doch nur gefragt, ob du…”

“Ich weiß selber, dass ich Scheiße aussehe heute!”
“Aber du siehst doch nicht Scheiße aus??”

“So? Ich bin total müde, guck die Ringe unter meinen Augen!”
“Aha… Demnach hast du also nicht so gut geschlafen?”

“Schön, dass dir das jetzt auch aufgefallen ist!”
“Ähm…”

“Ich hasse das, wenn du mir nicht die Wahrheit sagst!”
“Wieso Wahrheit?? Was sage ich denn nicht??”

“Dass ich Scheiße aussehe!”
“Du siehst doch aber gar nicht Scheiße aus??”

“Doch!”
“Ein bisschen müde vielleicht, aber…”

“AHA!”
“…aber nicht…”

“Los! Sag es!”
“Was denn??”

“NUN SAG ES SCHON!”
“Na gut, wenn du das unbedingt hören willst, dann…”

“Ich höre?”
“Du siehst heute Morgen echt Scheiße aus.”

“Was??”
“Ein bisschen zumindest.”

“Pff! Guck dich doch mal an, du Blödmann!”

Kopfschüttel…

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Eine rein rhetorische Frage

12. März 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen am späten Abend auf unserem Sofa im Wohnzimmer und schauen Fernsehen. Eigentlich fallen uns abwechselnd bereits die Augen zu, aber keiner von uns kann sich aufraffen…
Plötzlich schrecken wir auf, als es an der Haustür klingelt!

“Schatz, es hat geklingelt!”
“Ähm, das ist mir auch aufgefallen, Süße.”

“Wer ist denn das jetzt noch um diese Zeit??”
“Keine Ahnung. Das ist mir aber auch egal.”

“Willst du denn gar nicht aufmachen??”
“Nee.”

“Aber da will doch jemand was von uns!?”
“Von mir nicht.”

“Ja von mir ja wohl auch nicht!?”
“Schön, dann hat sich da wohl jemand geirrt.”

“Geh jetzt und schau nach, wer da ist!”
“Warum gehst du denn nicht selber??”

“Hallo?? Ich bin eine Frau, schon vergessen??”
“Nein, du erinnerst mich täglich daran…”

“Wie soll ich denn das jetzt bitte verstehen??”
“Pff! Machen Frauen die Tür neuerdings nicht mehr auf, oder was??”

“Doch, aber nicht um halb zwölf nachts!”
“Du musst ja auch gar nicht aufmachen, verlangt ja keiner!”

“Ich will wissen, wer da ist!”

[Es klingelt erneut...]

“Siehst du! Der ist immer noch da, der Klingeler!”
“Da hat vielleicht jemand dein Auto angefahren oder so…”

“MEIN AUTO??”
“Könnte ja sein.”

“MACH SOFORT AUF! Mit meinem Auto verstehe ich keinen Spaß!”
“Siehste, ist also doch für dich. Geh hin.”

“Pff! Du wolltest mich reinlegen, aber das läuft nicht!”
“Einen Versuch war es wert…”

“Machst du jetzt auf oder nicht??”
“Nein.”

“DOCH!”
“Warum fragst du mich denn dann eigentlich??”

“Das war mehr so eine rhetorische Frage…”
“Ach so! Prima, dann antworte ich philosophisch: NEIN!”

“Es ist aber Licht an, jeder weiß doch, dass wir hier sind!?”
“Wenn es dringend wäre, würde derjenige ja sturmklingeln.”

“Stimmt, da hast du Recht…”
“Eben. Das solltest du viel öfter mal sagen.”

“Was! Dass du ausnahmsweise mal Recht hast??”
“Ohne das ausnahmsweise, ja.”

“Pff! Träum weiter…”

[Es klingelt zweimal kurz hintereinander...]

“Siehst du, das ist Sturmklingeln! Los, geh an die Tür!”
“Na gut, also schön, gehe ich eben hin…”

“Aber sei vorsichtig!”
“Jaja…”

[Ich schlurfe zur Haustür und bin nun selbst gespannt, wer oder was mich da erwartet.
Als ich die Tür öffne und nach draußen blicke, ist da: nichts. Gähnende Leere. Tja, da war ich wohl doch zu langsam.
Ich kehre zurück ins Wohnzimmer, wo die Liebste auf dem Sofa sitzt und hektisch ihre Haare in Ordnung bringt...]

“Und? Was ist??”
“Nichts. Da ist niemand mehr.”

“Niemand??”
“Nein. Habe ich ja gleich gesagt.”

“Komisch…”
“Können wir dann jetzt ins Bett gehen, ja?”

“Nein.”
“Nicht? Wieso nicht??”

“Zieh dich an, du kommst mit.”
“Was?? Wohin??”

“Ich gehe nicht alleine.”
“Wieso, wo willst du denn hin??”

“Gucken, ob mein Auto noch heile ist, was sonst??”

Kopfschüttel…

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Großes Indianer-Ehrenwort

18. Januar 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste sitzt am frühen Morgen schon in der Küche beim Tee, als ich verschlafen hereinkomme.
Obwohl ich eigentlich noch gar nicht wirklich aus den Augen schauen kann, bemerke ich jedoch, dass sich das rechte Bein der Liebsten über ihrem Knie hektisch auf und ab bewegt…

“Morgen.”
“Guten Morgen, Süße… Na?”

“Was na?”
“Hast du gut geschlafen?”

“Och. Jaja.”
“Hm, also das hört sich aber nicht so an??”

“Doch, aber sag mal: wer ist eigentlich Bianca?”
“Bianca? Ähm… Eine Kollegin von mir heißt Bianca, wieso?”

“Aha!”
“Wieso, was ist denn??”

“Ist das die, die neu ist??”
“Liebste, darf ich mir erst mal einen Kaffee nehmen, ich…”

“Nein, darfst du nicht nicht nicht!”
“Was ist denn los??”

“Was läuft da zwischen dir und dieser Bianca!”
“Nichts! Was soll denn da laufen??”

“Du kannst mir nichts vormachen!”
“Wovon redest du denn eigentlich??”

“Du hast dich mit der getroffen, habe ich Recht??”
“Ich treffe sie jeden Tag, sie arbeitet ja bei uns!?”

“Ich meine das aber anders, du weißt genau, wovon ich rede!!”

[Die Liebste fängt richtig an, zu kochen! Ich weiß zwar immer noch nicht, was eigentlich los ist, aber ich entscheide mich, ihre Erregung etwas ernster zu nehmen und setze mich an den Küchentisch.]

“So, also?”
“Süße. Jetzt mal von ganz vorne: WAS willst du mir sagen?”

“Bist du mit Bianca in einem Hotel gewesen Ja oder Nein!”
“Nein.”

“Doch!”
“Aber wie kommst du denn auf diesen Gedanken??”

“Habe ich geträumt.”
“Geträumt??”

“Ja. Und ein riesen Whirlpool war da auch im Zimmer!”
“Ähm…”

“Du weißt ganz genau, wie gerne ICH einen Whirlpool hätte!”
“Ja, aber, ähm…”

“…und mit DER sitzt du in einem, das gibt es ja wohl nicht!”
“Also Moment mal, wenn du was träumst, was kann ich daf…”

“Ich träume das ja wohl nicht ohne Grund!”
“Aber ich war nicht mit Bianca in einem Hotel mit Whirlpool!”

“Wo denn??”
“Nirgendwo!”

“Pff! Das glaube ich dir nicht!”
“Liebste, jetzt hör auf mit dem Blödsinn, das war nur ein Traum!”

“Und wieso träume ich dann sowas??”
“Keine Ahnung, vielleicht hast du Schweinegrippe, oder so?”

“Du bist so doof!! Frauen haben gute Antennen für sowas!”
“Ja… Ihr hört auch in einem Parkhaus das Gras wachsen…”

“Ich sage dir, belüg mich nicht!”
“Liebste, es ist alles in bester Ordnung.”

“Hm.”
“Ich liebe dich, darf ich mir jetzt einen Kaffee nehmen?”

“Ja.”
“Danke.”

“Aber erst musst du mir noch zwei Sachen versprechen!”
“Aha, und was?”

“Erstens: du lässt immer schön die Finger von Bianca.”
“Das verspreche ich.”

“Großes Indianer-Ehrenwort??”
“Das ganz große.”

“Und solltest du doch einmal schwach werden, dann…”
“Dann??”

“…dann nimm wenigstens ein Hotel ohne Whirlpool!”

Kopfschüttel…

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Ping Pong

11. Januar 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am Abend in unserem kuscheligen Bett und machen die Lichter aus.
Dunkelheit, Ruhe, warme Decke… Wunderbar!
Ich denke, dass ich schnell einschlafen werde und mache entspannt die Augen zu.
Die Liebste arrangiert derweil noch ihre Bettdecke.

“Schlaf schön, mein Schatz!”
“Du auch, Süße… Und träum was Schönes.”

“Nacht.”
“Nacht.”

“-”
“-”

“Schatz?”
“-”

“Schaaatz!?”
“…was…”

“Wann stehst du denn morgen auf?”
“Gar nicht.”

“Musst du nicht arbeiten??”
“Doch… Das war leider nur ein Witz…”

“Sehr witzig, wirklich, sehr witzig!”
“-”

“-”
“-”

“Schatz??”
“Was denn!?”

“Wann stehst du denn nun morgen auf??”
“Um sieben Uhr.”

“Um sieben, aha…”
“-”

“Das geht aber nicht.”
“Wieso geht das nicht?”

“Weil ich um sieben aufstehen wollte!”
“Kannst du ja.”

“Aber dann kann ich ja nicht ins Bad??”
“Ich brauche nur zehn Minuten, kein Problem…”

“Also stehst du um zehn vor sieben auf??”
“Nein, um sieben.”

“Das geht aber nicht!”
“Und warum stehst du dann nicht einfach früher auf??”

“Weil ich todmüde bin.”
“Bin ich auch!?”

“Bist du nicht.”
“Pff! Und ob!”

“Wetten, dass ich müder bin??”
“Und wie willst du das messen, bitte??”

“Wer zuerst einschläft, ist müder!”
“Ähm… Und wie finden wir raus, wer zuerst einschläft??”

“Wir sagen einfach jede Minute was.”
“Och Liebste, das ist doch Blödsinn!”

“Du sagst PING und ich antworte mit PONG.”
“Ähm… Und wenn du nicht mehr antwortest, dann…”

“…dann schlafe ich schon und bin müder, als du.”
“Aha…”

“Also los.”
“PING!”

“-”
“-”

“-”
“PING! PING!”

“-”
“PING PING PING!”

“-”
“Liebste! Du schläfst ja wohl noch nicht!?”

“Ich habe gewonnen. Wusste ich ja.”
“Aber…”

“Und vergiss nicht, deinen Wecker auf halb sieben zu stellen!”

Kopfschüttel…

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Rumgefummelt

14. September 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am Sonntagabend im Bett und bereiten uns auf die baldige Nachtruhe vor.
Während ich mich noch eben schnell mit meinem Wecker beschäftige, liegt die Liebste neben mir und schaut mir aufmerksam zu.

“Schatz, stehst du morgen auf, wie immer?”
“Ja, Süße.”

“Warum musst du denn dann den Wecker neu stellen??”
“Ich stelle ihn nicht, ich kontrolliere ihn nur.”

“Bist du denn Freitag zu einer anderen Zeit aufgestanden?”
“Nein, wieso?”

“Wieso kontrollierst du dann den Wecker??”
“Wieso denn nicht??”

“Naja, ich meine, wer soll ihn denn verstellt haben??”
“Ähm…”

“Wenn, dann kannst du das ja nur selber gewesen sein.”
“Ich habe den Wecker nicht verstellt.”

“Sage ich ja, das finde ich nicht nett!”
“Hä? Was?? Was findest du denn jetzt nicht nett??”

“Dass du prüfst, ob einer an deinem Wecker rumgefummelt hat!”
“Aber…”

“…denn das könnte dann ja nur ich gewesen sein!”
“Du??”

“Wer denn sonst! Du glaubst, ich hätte deinen Wecker verstellt!”
“Quatsch!”

“Du kontrollierst mich!”
“Wie bitte?? Nur, weil ich meinen Wecker prüfe??”

“Wenn du dir sicher wärst, bräuchtest du das ja nicht!”
“Liebste, ich schaue doch einfach nur nach, ob…”

“Ich habe deinen Wecker nicht verstellt!”
“Das glaube ich dir ja auch!”

“Jetzt! Jetzt vielleicht, eben aber nicht!”
“Hör mal, ich vertraue dir voll und ganz, es ist anders!”

“So?? Wie ist es denn??”
“Ich vertraue mir selbst nicht, DESWEGEN schaue ich nach!”

“Du vertraust dir selber nicht?? Wer soll das denn glauben??”
“Manchmal vergesse ich Sachen oder bin schusselig oder…”

“Das stimmt allerdings.”
“Schön! Bist du jetzt endlich zufrieden, ja??”

“Nein.”
“Nein?? Warum denn nicht??”

“Weil du mich total verunsichert hast, du Blödmann!”
“Schatz, weder kontrolliere ich dich, noch misstraue ich dir!”

“Jaja, das weiß ich.”
“Aha. Und was ist es dann??”

“Ich muss meinen Wecker jetzt auch kontrollieren…”

Kopfschüttel…

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Hin und her

7. September 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen am Sonntagmorgen in der Küche, frühstücken eine Kleinigkeit und geben uns Mühe, wach zu werden.
Bis Tee und Kaffee ihre entsprechende Wirkung entfalten, dauert es wohl noch etwas; daher kann man die Situation als eher “still” bezeichnen…
Die Liebste ist wohl noch sehr verschlafen.

“Schatz, ich werde gar nicht richtig wach…”
“Für deine Verhältnisse bist du ja auch früh auf, Süße.”

“Hä?”
“Naja, es ist gerade mal erst zehn Uhr.”

“Ich bin doch sonntags immer um diese Zeit wach!?”
“Pff, normalerweise dümpelst du doch bis elf Uhr im Bett rum!”

“Ja, aber da schlafe ich dann ja schon lange nicht mehr.”
“Aha; und was machst du dann in dieser Zeit?”

“Das wüsstest du, wenn du mal mit mir liegen bleiben würdest!”
“Nee, also das ist nichts für mich, ich muss dann aufstehen.”

“Ich schlummere dann, drehe mich hin und her, denke nach…”
“Nachdenken??”

“Ja, so über uns und so und alles.”
“Über uns, aha… Und heute nicht?”

“Nein, heute nicht.”
“Und warum heute nicht?”

“Warum fragst du mich das, willst du mich los werden??”
“Nein, nein, aber es interessiert mich eben!”

“Es gab heute nichts, worüber ich hätte nachdenken können.”
“Ist das jetzt gut oder schlecht, deiner Meinung nach?”

“Hm… Darüber muss ich mal nachdenken…”
“Ähm…”

“Ich geh wieder ins Bett!”

Kopfschüttel…

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Strg-Alt-Entf

10. August 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am späten Sonntagabend bereits seit mehr als einer halben Stunde im Bett. Zuvor hatten wir beide festgestellt, todmüde zu sein.
Daher verweile ich auch schon eine ganze Weile im Reich der Träume.

“Schatz??”
“Mhhmhmm…”

“Schaatz?”
“Süße, was ist denn…”

“Ich kann nicht einschlafen.”
“Aha…”

“Schatz?”
“…wieso kannst du denn nicht einschlafen…”

“Weiß ich nicht, dabei war ich eben so müde.”
“Mhmhmhhmm…”

“Kannst du denn schlafen?”
“Bisher ja, also bis jetzt, meine ich…”

“Aber du bist doch noch wach?”
“Bis eben habe ich geschlafen…”

“Warum kann ich denn nicht einschlafen?”
“Weiß ich nicht, warum weckst du mich denn??”

“Ich wusste ja nicht, dass du schon schläfst.”
“Hättest du das nicht vorher testen können?”

“Wie testet man das denn??”
“Naja, beispielsweise ganz leise was fragen?”

“Was denn??”
“Was weiß ich denn?? Ob ich schon schlafe, oder so??”

“Ich dachte, dass du noch nicht schläfst.”
“Tat ich aber.”

“Oh…”
“Also schön, und warum kannst du nun nicht schlafen?”

“Ich kann meinen Kopf irgendwie nicht ausschalten…”
“Dann drück doch mal Strg-Alt-Entf…”

“Was soll ich drücken??”
“Kopf neustarten, sollte ein Witz werden…”

“Verstehe ich nicht, was ist denn daran lustig??”
“Nichts, vergiss es.”

“Jetzt muss ich darüber auch noch nachdenken!”
“Nein, lass. Denk einfach an gar nichts.”

“Man kann aber nicht an gar nichts denken.”
“Dann zähl Schäfchen oder so.”

“Das fand ich schon immer bescheuert.”
“Dann lies noch eine halbe Stunde dein neues Buch.”

“Nee.”
“Und warum nicht?”

“Weil das total klasse und sehr spannend ist.”
“Wie schrecklich…”

“Davon schlafe ich bestimmt nicht ein!”
“Dann kannst du ja vielleicht…”

“…kannst du mir nicht einfach noch was erzählen?”
“Ich??”

“Eine Geschichte, oder so?”
“Was denn für eine Geschichte??”

“Vielleicht die Geschichte von deinem tollen Abenteuerurlaub.”
“Du meinst, wo ich damals allein zwei Wochen in Istanbul war??”

“Ja.”
“Die Sache mit dem zahnlosen Türken und dem Bus nach Salzburg??”

“Ja, das.”
“Aber die Geschichte hast du doch schon mehrmals gehört??”

“Eben. Da kann man super bei einschlafen.”

Kopfschüttel…

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Niemals müde

9. Juli 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen gemütlich am Abend zuhause auf dem Sofa. Wir wollen noch ein Stündchen den Fernseher bemühen und dann heute einmal früh ins Bett gehen.
Irgendwie ist das heute ein Tag, an dem wir beide ganz sicher keine Bäume mehr ausreißen werden…
Das kommt vor!

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ist das hier so kalt oder meine ich das nur?”
“Es ist nicht kalt. Außerdem liegst du ja unter der Decke.”

“Mir ist aber kalt.”
“Dann bist du vielleicht einfach nur müde.”

“Ist dir denn nicht kalt??”
“Nein. Mir ist warm.”

“Aber du hast doch gesagt, dass du müde bist?”
“Richtig, aber kalt ist mir trotzdem nicht.”

“Ach! Aber ich soll müde sein, oder was??”
“War ja nur so ein Gedanke, weiter nichts.”

“Immer sagst du, ich sei müde!”
“Sage ich ja gar nicht, das war ja nur eine Vermutung!”

“Ich bin nicht müde!”
“Schön!”

“Ich bin NIE müde!”
“Ach tatsächlich?? Da weiß ich aber was anderes!”

“Was denn??”
“Du brauchst ein Bett ja nur sehen, schon bist du eingepennt!”

“Quatsch! Das ist nur teilweise richtig.”
“Aha? Und welcher Teil muss korrigiert werden?”

“Ich penne ein, wenn ich ein Bett sehe, das stimmt.”
“Aber?”

“Aber nur, wenn DU nackig drin liegst!”

Kopfschüttel…

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Teilnehmer unbekannt

23. April 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am späten Abend endlich in unserem Bett und lassen den Tag noch einmal Revue passieren, bevor die Lichter ausgemacht werden. Das war ein guter Tag!
Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man(n) denkt…

“Heute war irgendwie ein komischer Tag…”
“So? Warum denn, Süße?”

“Weil heute nichts geklappt hat, wie ich das wollte.”
“Was wolltest du denn?”

“Ich wollte zum Beispiel heute mein Auto waschen lassen.”
“Und??”

“Es hat dann aber angefangen, zu regnen.”
“Oh, das ist natürlich ärgerlich.”

“Und ich wollte Blumen kaufen, aber der Laden war schon zu.”
“Das tut mir leid, das kenne ich auch.”

“Und ich wollte dich anrufen, aber du bist nicht dran gegangen.”
“Du wolltest mich anrufen??”

“Ja. Aber du wolltest ja nicht mit mir sprechen.”
“Komisch, ich habe gar nicht gesehen, dass du angerufen hast??”

“Das musst du ja wohl gesehen haben!”
“Habe ich nicht, da war nichts, ehrlich!”

“Ich habe es 3-mal versucht und nur den neuen Spruch gehört.”
“Was für einen neuen Spruch??”

“Na auf deinem Anrufbeantworter.”
“Da ist nach wie vor der selbe Spruch drauf, wie immer!?”

“Nee, da ist nur diese blöde Standardansage der Mailbox.”
“Quatsch!”

“Und jedes mal habe ich dir eine Nachricht hinterlassen!”
“Wer weiß, wo du angerufen hast!”

“Deine Nummer ist doch aber in meinem Telefonbuch!?”
“Trotzdem hast du nicht bei mir angerufen!”

“Das kann ja gar nicht sein.”
“Ist aber so!”

[Meine Liebste schlägt die Bettdecke zur Seite, steht auf und holt aus dem Flur ihr Handy. Noch während sie zurück ins Bett kommt, tippt sie bereits auf der Tastatur rum.]

“Hier, siehste? Das ist ja wohl deine Nummer!”
“Das ist NICHT meine Nummer!!”

“Das ist nicht deine Nummer??”
“Nein! Du wirst ja wohl meine Handynummer kennen!!”

“Und wieso steht die dann hier unter deinem Namen??”
“Das frage ich mich auch! Und wem sie gehört, ist auch interessant!”

“Hm… Vielleicht habe ich da eine Nummer falsch zugeordnet?”
“Zeig mal her…”

[Eine genauere Betrachtung meines Telefonbucheintrages hat zum Ergebnis, dass sowohl meine richtige Handynummer als auch die unbekannte unter meinem Namen gespeichert sind. Sehr merkwürdig!]

“Wie ist diese Nummer denn nun da rein gekommen??”
“Das ist DEIN Handy, das musst du doch wohl wissen!”

“Ich weiß es aber nicht!?”
“Wem gehört denn diese Nummer nun??”

“Ich rufe jetzt einfach noch einmal da an…”
“Tu das.”

[Die Liebste wählt die Nummer und es klingelt; aber es geht auf der anderen Seite anscheinend niemand dran.]

“Nimmt keiner ab, Anrufbeantworter mit Nummernansage.”
“Toll.”

“Ich wüsste ja jetzt schon gerne, wer sich dahinter verbirgt!?”
“Und ich wüsste ganz gern, was du denn eigentlich von mir wolltest.”

“Von dir?”
“Na, als du mich angerufen und die falsche Nummer gewählt hast.”

“Ach so! Ja.”
“Ja, schön. Und was?”

“Ich wollte sagen, dass dein Chef hier bei uns angerufen hat.”
“Bei uns?? Über Festnetz? Hast du mit ihm gesprochen??”

“Ja, es war wohl dringend.”
“Was wollte er denn??”

“Dass du ihn anrufst. Du warst wohl via Handy nicht erreichbar.”
“Ach so, und das wolltest du mir sagen??”

“Genau!”
“Und warum erzählst du mir das erst JETZT??”"

“Wieso!? Ich habe doch alles auf deinen AB gesprochen!”
“Auf MEINEN dummerweise aber nicht!”

“Kann ich ja nicht wissen!”
“Und kann es sein, dass du dabei die Nummer von meinem Chef…”

“Ach ja!! DIE habe ich unter deinem Namen abgespeichert!”
“Ich brech zusammen…”

“Ich hatte nämlich seinen Namen nicht richtig verstanden!”
“Ähm, was GENAU hast du ihm denn da auf den AB gesprochen, also…”

“Oh, ähm, also wenn ich jetzt so darüber nachdenke…”
“Was soll das heißen!?”

“Ihr versteht euch doch sonst hoffentlich noch ganz gut, oder??”

Kopfschüttel…

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Das würde ich ja nicht machen

5. Januar 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich machen klar Schiff in unserer Wohnung; nach den ganzen Feiertagen ist das wohl auch dringend mal wieder notwendig.
Während die Liebste sich mit dem Badezimmer beschäftigt, habe ich die ehrenvolle (und nicht gerade von mir geliebte) Aufgabe bekommen, die Betten neu zu beziehen.

“Schatz, was machst du denn da??”
“Ähm… Ich beziehe die Betten, Süße?”

“Mit DER Bettwäsche da??”
“Wieso? Was ist damit?”

“Wo hast du die denn ausgegraben?”
“Na die war im Schrank, wo denn sonst?”

“Die haben wir ja schon ewig nicht mehr benutzt!”
“Na und? Stimmt damit was nicht?”

“Lass mal riechen…”
“Riechen??”

“Bäh, die müffelt ja!”
“Quatsch!”

“Weil die schon so lange im Schrank lag!”
“Na schön, also soll ich eine andere nehmen, ja?”

“Ja.”
“Welche denn.”

“Egal. Du machst das schon.”
“Nee, das ist nicht egal, hinterher ist es wieder verkehrt!”

“Was soll das denn heißen??”
“Wenn ich zum Beispiel sage: wir nehmen jetzt die rote Bettwäsche.”

“Ja, und dann??”
“Dann passt dir daran wieder irgendwas nicht!”

“Pff! Dann nimm doch die rote!”
“Nee, ich nehme jetzt die weiße mit den blauen Streifen.”

“Das würde ich ja nicht machen.”
“Himmel! Habe ich ja gleich gesagt!”

“Ich weise doch nur darauf hin?”
“Worauf weist du hin!”

“Dass die gestreifte Bettwäsche nicht so gut ist.”
“Und warum?? Die haben wir doch schon 1000-mal benutzt!”

“Weil da die ganzen Knöpfe ab sind.”
“Was??”

“Ich weiß auch nicht, aber die Knöpfe sind alle weg.”
“Na toll.”

“Und ich mag das nicht, wenn die Bettdecke unten raushängt.”
“Also schön… Dann nehme ich jetzt doch die rote Bettwäsche…”

“Die rote??”
“Du hast EBEN gesagt, ich soll die rote nehmen!”

“Nein, ich meinte nur, du KÖNNTEST die rote nehmen.”
“Eben, und die nehme ich jetzt.”

“Nimm lieber die grüne.”
“Ich bin schon wieder kurz vor einem Nervenzusammenbruch…”

“Nur, weil du EINMAL die Betten beziehen sollst??”
“Also ich nehme jetzt die GRÜNE Bettwäsche, ja??”

“Kannst du machen, ja.”
“Und mit der grünen ist alles in Ordnung und OK und so?”

“Jaja, natürlich!”
“Und da sind auch alle Knöpfe dran und nichts hängt am Ende raus?”

“Ich denke schon.”
“Gott sei dank…”

“Obwohl wir die grüne Bettwäsche ja ziemlich oft benutzen…”
“SCHATZ!!”

“Schon gut, nimm die grüne, ich habe ja nur laut gedacht…”
“Mann, was für ein Stress, nicht zu fassen…”

“Ja, das ist schon sehr merkwürdig…”
“Was! Dass man mit dir selbst bei der Bettwäsche Stress kriegt??”

“Nee.”
“Sondern?”

“Dass Männer nicht mal die Betten selbst neu beziehen können!”

Kopfschüttel…

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Weiß ich selber!

14. Mai 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste ist heute früher aufgestanden, als ich; das kommt selten vor und gewöhnlich ist es die Liebste, die sich noch 20-mal umdreht, bevor sie freiwillig aus dem Bett steigt.
Als ich dann auch endlich aus dem Schlafzimmer schlappe, kommt die Liebste gerade aus dem Badezimmer.

“Morgen.”
“Guten Morgen, meine Süße! Na, hast du gut geschlafen?”

“Wieso?”
“Naja, ähm… Ich wollte nur wissen, ob du…”

“Sehe ich so Scheiße aus, oder was??”
“Ähm… Nein, ich habe doch nur gefragt, ob du…”

“Ich weiß selber, dass ich Scheiße aussehe heute!”
“Aber du siehst doch nicht Scheiße aus??”

“So? Ich bin total müde, guck die Ringe unter meinen Augen!”
“Aha… Demnach hast du also nicht so gut geschlafen?”

“Schön, dass dir das jetzt auch aufgefallen ist!”
“Ähm…”

“Ich hasse das, wenn du mir nicht die Wahrheit sagst!”
“Wieso Wahrheit?? Was sage ich denn nicht??”

“Dass ich Scheiße aussehe!”
“Du siehst doch aber gar nicht Scheiße aus??”

“Doch!”
“Ein bisschen müde vielleicht, aber…”

“AHA!”
“…aber nicht…”

“Los! Sag es!”
“Was denn??”

“NUN SAG ES SCHON!”
“Na gut, wenn du das unbedingt hören willst, dann…”

“Ich höre?”
“Du siehst heute Morgen echt Scheiße aus.”

“Was??”
“Ein bisschen zumindest.”

“Pff! Guck dich doch mal an, du Blödmann!”

Kopfschüttel…

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Eine rein rhetorische Frage

12. März 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen am späten Abend auf unserem Sofa im Wohnzimmer und schauen Fernsehen. Eigentlich fallen uns abwechselnd bereits die Augen zu, aber keiner von uns kann sich aufraffen…
Plötzlich schrecken wir auf, als es an der Haustür klingelt!

“Schatz, es hat geklingelt!”
“Ähm, das ist mir auch aufgefallen, Süße.”

“Wer ist denn das jetzt noch um diese Zeit??”
“Keine Ahnung. Das ist mir aber auch egal.”

“Willst du denn gar nicht aufmachen??”
“Nee.”

“Aber da will doch jemand was von uns!?”
“Von mir nicht.”

“Ja von mir ja wohl auch nicht!?”
“Schön, dann hat sich da wohl jemand geirrt.”

“Geh jetzt und schau nach, wer da ist!”
“Warum gehst du denn nicht selber??”

“Hallo?? Ich bin eine Frau, schon vergessen??”
“Nein, du erinnerst mich täglich daran…”

“Wie soll ich denn das jetzt bitte verstehen??”
“Pff! Machen Frauen die Tür neuerdings nicht mehr auf, oder was??”

“Doch, aber nicht um halb zwölf nachts!”
“Du musst ja auch gar nicht aufmachen, verlangt ja keiner!”

“Ich will wissen, wer da ist!”

[Es klingelt erneut...]

“Siehst du! Der ist immer noch da, der Klingeler!”
“Da hat vielleicht jemand dein Auto angefahren oder so…”

“MEIN AUTO??”
“Könnte ja sein.”

“MACH SOFORT AUF! Mit meinem Auto verstehe ich keinen Spaß!”
“Siehste, ist also doch für dich. Geh hin.”

“Pff! Du wolltest mich reinlegen, aber das läuft nicht!”
“Einen Versuch war es wert…”

“Machst du jetzt auf oder nicht??”
“Nein.”

“DOCH!”
“Warum fragst du mich denn dann eigentlich??”

“Das war mehr so eine rhetorische Frage…”
“Ach so! Prima, dann antworte ich philosophisch: NEIN!”

“Es ist aber Licht an, jeder weiß doch, dass wir hier sind!?”
“Wenn es dringend wäre, würde derjenige ja sturmklingeln.”

“Stimmt, da hast du Recht…”
“Eben. Das solltest du viel öfter mal sagen.”

“Was! Dass du ausnahmsweise mal Recht hast??”
“Ohne das ausnahmsweise, ja.”

“Pff! Träum weiter…”

[Es klingelt zweimal kurz hintereinander...]

“Siehst du, das ist Sturmklingeln! Los, geh an die Tür!”
“Na gut, also schön, gehe ich eben hin…”

“Aber sei vorsichtig!”
“Jaja…”

[Ich schlurfe zur Haustür und bin nun selbst gespannt, wer oder was mich da erwartet.
Als ich die Tür öffne und nach draußen blicke, ist da: nichts. Gähnende Leere. Tja, da war ich wohl doch zu langsam.
Ich kehre zurück ins Wohnzimmer, wo die Liebste auf dem Sofa sitzt und hektisch ihre Haare in Ordnung bringt...]

“Und? Was ist??”
“Nichts. Da ist niemand mehr.”

“Niemand??”
“Nein. Habe ich ja gleich gesagt.”

“Komisch…”
“Können wir dann jetzt ins Bett gehen, ja?”

“Nein.”
“Nicht? Wieso nicht??”

“Zieh dich an, du kommst mit.”
“Was?? Wohin??”

“Ich gehe nicht alleine.”
“Wieso, wo willst du denn hin??”

“Gucken, ob mein Auto noch heile ist, was sonst??”

Kopfschüttel…

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Großes Indianer-Ehrenwort

18. Januar 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste sitzt am frühen Morgen schon in der Küche beim Tee, als ich verschlafen hereinkomme.
Obwohl ich eigentlich noch gar nicht wirklich aus den Augen schauen kann, bemerke ich jedoch, dass sich das rechte Bein der Liebsten über ihrem Knie hektisch auf und ab bewegt…

“Morgen.”
“Guten Morgen, Süße… Na?”

“Was na?”
“Hast du gut geschlafen?”

“Och. Jaja.”
“Hm, also das hört sich aber nicht so an??”

“Doch, aber sag mal: wer ist eigentlich Bianca?”
“Bianca? Ähm… Eine Kollegin von mir heißt Bianca, wieso?”

“Aha!”
“Wieso, was ist denn??”

“Ist das die, die neu ist??”
“Liebste, darf ich mir erst mal einen Kaffee nehmen, ich…”

“Nein, darfst du nicht nicht nicht!”
“Was ist denn los??”

“Was läuft da zwischen dir und dieser Bianca!”
“Nichts! Was soll denn da laufen??”

“Du kannst mir nichts vormachen!”
“Wovon redest du denn eigentlich??”

“Du hast dich mit der getroffen, habe ich Recht??”
“Ich treffe sie jeden Tag, sie arbeitet ja bei uns!?”

“Ich meine das aber anders, du weißt genau, wovon ich rede!!”

[Die Liebste fängt richtig an, zu kochen! Ich weiß zwar immer noch nicht, was eigentlich los ist, aber ich entscheide mich, ihre Erregung etwas ernster zu nehmen und setze mich an den Küchentisch.]

“So, also?”
“Süße. Jetzt mal von ganz vorne: WAS willst du mir sagen?”

“Bist du mit Bianca in einem Hotel gewesen Ja oder Nein!”
“Nein.”

“Doch!”
“Aber wie kommst du denn auf diesen Gedanken??”

“Habe ich geträumt.”
“Geträumt??”

“Ja. Und ein riesen Whirlpool war da auch im Zimmer!”
“Ähm…”

“Du weißt ganz genau, wie gerne ICH einen Whirlpool hätte!”
“Ja, aber, ähm…”

“…und mit DER sitzt du in einem, das gibt es ja wohl nicht!”
“Also Moment mal, wenn du was träumst, was kann ich daf…”

“Ich träume das ja wohl nicht ohne Grund!”
“Aber ich war nicht mit Bianca in einem Hotel mit Whirlpool!”

“Wo denn??”
“Nirgendwo!”

“Pff! Das glaube ich dir nicht!”
“Liebste, jetzt hör auf mit dem Blödsinn, das war nur ein Traum!”

“Und wieso träume ich dann sowas??”
“Keine Ahnung, vielleicht hast du Schweinegrippe, oder so?”

“Du bist so doof!! Frauen haben gute Antennen für sowas!”
“Ja… Ihr hört auch in einem Parkhaus das Gras wachsen…”

“Ich sage dir, belüg mich nicht!”
“Liebste, es ist alles in bester Ordnung.”

“Hm.”
“Ich liebe dich, darf ich mir jetzt einen Kaffee nehmen?”

“Ja.”
“Danke.”

“Aber erst musst du mir noch zwei Sachen versprechen!”
“Aha, und was?”

“Erstens: du lässt immer schön die Finger von Bianca.”
“Das verspreche ich.”

“Großes Indianer-Ehrenwort??”
“Das ganz große.”

“Und solltest du doch einmal schwach werden, dann…”
“Dann??”

“…dann nimm wenigstens ein Hotel ohne Whirlpool!”

Kopfschüttel…

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Ping Pong

11. Januar 2010, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am Abend in unserem kuscheligen Bett und machen die Lichter aus.
Dunkelheit, Ruhe, warme Decke… Wunderbar!
Ich denke, dass ich schnell einschlafen werde und mache entspannt die Augen zu.
Die Liebste arrangiert derweil noch ihre Bettdecke.

“Schlaf schön, mein Schatz!”
“Du auch, Süße… Und träum was Schönes.”

“Nacht.”
“Nacht.”

“-”
“-”

“Schatz?”
“-”

“Schaaatz!?”
“…was…”

“Wann stehst du denn morgen auf?”
“Gar nicht.”

“Musst du nicht arbeiten??”
“Doch… Das war leider nur ein Witz…”

“Sehr witzig, wirklich, sehr witzig!”
“-”

“-”
“-”

“Schatz??”
“Was denn!?”

“Wann stehst du denn nun morgen auf??”
“Um sieben Uhr.”

“Um sieben, aha…”
“-”

“Das geht aber nicht.”
“Wieso geht das nicht?”

“Weil ich um sieben aufstehen wollte!”
“Kannst du ja.”

“Aber dann kann ich ja nicht ins Bad??”
“Ich brauche nur zehn Minuten, kein Problem…”

“Also stehst du um zehn vor sieben auf??”
“Nein, um sieben.”

“Das geht aber nicht!”
“Und warum stehst du dann nicht einfach früher auf??”

“Weil ich todmüde bin.”
“Bin ich auch!?”

“Bist du nicht.”
“Pff! Und ob!”

“Wetten, dass ich müder bin??”
“Und wie willst du das messen, bitte??”

“Wer zuerst einschläft, ist müder!”
“Ähm… Und wie finden wir raus, wer zuerst einschläft??”

“Wir sagen einfach jede Minute was.”
“Och Liebste, das ist doch Blödsinn!”

“Du sagst PING und ich antworte mit PONG.”
“Ähm… Und wenn du nicht mehr antwortest, dann…”

“…dann schlafe ich schon und bin müder, als du.”
“Aha…”

“Also los.”
“PING!”

“-”
“-”

“-”
“PING! PING!”

“-”
“PING PING PING!”

“-”
“Liebste! Du schläfst ja wohl noch nicht!?”

“Ich habe gewonnen. Wusste ich ja.”
“Aber…”

“Und vergiss nicht, deinen Wecker auf halb sieben zu stellen!”

Kopfschüttel…

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Rumgefummelt

14. September 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am Sonntagabend im Bett und bereiten uns auf die baldige Nachtruhe vor.
Während ich mich noch eben schnell mit meinem Wecker beschäftige, liegt die Liebste neben mir und schaut mir aufmerksam zu.

“Schatz, stehst du morgen auf, wie immer?”
“Ja, Süße.”

“Warum musst du denn dann den Wecker neu stellen??”
“Ich stelle ihn nicht, ich kontrolliere ihn nur.”

“Bist du denn Freitag zu einer anderen Zeit aufgestanden?”
“Nein, wieso?”

“Wieso kontrollierst du dann den Wecker??”
“Wieso denn nicht??”

“Naja, ich meine, wer soll ihn denn verstellt haben??”
“Ähm…”

“Wenn, dann kannst du das ja nur selber gewesen sein.”
“Ich habe den Wecker nicht verstellt.”

“Sage ich ja, das finde ich nicht nett!”
“Hä? Was?? Was findest du denn jetzt nicht nett??”

“Dass du prüfst, ob einer an deinem Wecker rumgefummelt hat!”
“Aber…”

“…denn das könnte dann ja nur ich gewesen sein!”
“Du??”

“Wer denn sonst! Du glaubst, ich hätte deinen Wecker verstellt!”
“Quatsch!”

“Du kontrollierst mich!”
“Wie bitte?? Nur, weil ich meinen Wecker prüfe??”

“Wenn du dir sicher wärst, bräuchtest du das ja nicht!”
“Liebste, ich schaue doch einfach nur nach, ob…”

“Ich habe deinen Wecker nicht verstellt!”
“Das glaube ich dir ja auch!”

“Jetzt! Jetzt vielleicht, eben aber nicht!”
“Hör mal, ich vertraue dir voll und ganz, es ist anders!”

“So?? Wie ist es denn??”
“Ich vertraue mir selbst nicht, DESWEGEN schaue ich nach!”

“Du vertraust dir selber nicht?? Wer soll das denn glauben??”
“Manchmal vergesse ich Sachen oder bin schusselig oder…”

“Das stimmt allerdings.”
“Schön! Bist du jetzt endlich zufrieden, ja??”

“Nein.”
“Nein?? Warum denn nicht??”

“Weil du mich total verunsichert hast, du Blödmann!”
“Schatz, weder kontrolliere ich dich, noch misstraue ich dir!”

“Jaja, das weiß ich.”
“Aha. Und was ist es dann??”

“Ich muss meinen Wecker jetzt auch kontrollieren…”

Kopfschüttel…

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Hin und her

7. September 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen am Sonntagmorgen in der Küche, frühstücken eine Kleinigkeit und geben uns Mühe, wach zu werden.
Bis Tee und Kaffee ihre entsprechende Wirkung entfalten, dauert es wohl noch etwas; daher kann man die Situation als eher “still” bezeichnen…
Die Liebste ist wohl noch sehr verschlafen.

“Schatz, ich werde gar nicht richtig wach…”
“Für deine Verhältnisse bist du ja auch früh auf, Süße.”

“Hä?”
“Naja, es ist gerade mal erst zehn Uhr.”

“Ich bin doch sonntags immer um diese Zeit wach!?”
“Pff, normalerweise dümpelst du doch bis elf Uhr im Bett rum!”

“Ja, aber da schlafe ich dann ja schon lange nicht mehr.”
“Aha; und was machst du dann in dieser Zeit?”

“Das wüsstest du, wenn du mal mit mir liegen bleiben würdest!”
“Nee, also das ist nichts für mich, ich muss dann aufstehen.”

“Ich schlummere dann, drehe mich hin und her, denke nach…”
“Nachdenken??”

“Ja, so über uns und so und alles.”
“Über uns, aha… Und heute nicht?”

“Nein, heute nicht.”
“Und warum heute nicht?”

“Warum fragst du mich das, willst du mich los werden??”
“Nein, nein, aber es interessiert mich eben!”

“Es gab heute nichts, worüber ich hätte nachdenken können.”
“Ist das jetzt gut oder schlecht, deiner Meinung nach?”

“Hm… Darüber muss ich mal nachdenken…”
“Ähm…”

“Ich geh wieder ins Bett!”

Kopfschüttel…

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Strg-Alt-Entf

10. August 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am späten Sonntagabend bereits seit mehr als einer halben Stunde im Bett. Zuvor hatten wir beide festgestellt, todmüde zu sein.
Daher verweile ich auch schon eine ganze Weile im Reich der Träume.

“Schatz??”
“Mhhmhmm…”

“Schaatz?”
“Süße, was ist denn…”

“Ich kann nicht einschlafen.”
“Aha…”

“Schatz?”
“…wieso kannst du denn nicht einschlafen…”

“Weiß ich nicht, dabei war ich eben so müde.”
“Mhmhmhhmm…”

“Kannst du denn schlafen?”
“Bisher ja, also bis jetzt, meine ich…”

“Aber du bist doch noch wach?”
“Bis eben habe ich geschlafen…”

“Warum kann ich denn nicht einschlafen?”
“Weiß ich nicht, warum weckst du mich denn??”

“Ich wusste ja nicht, dass du schon schläfst.”
“Hättest du das nicht vorher testen können?”

“Wie testet man das denn??”
“Naja, beispielsweise ganz leise was fragen?”

“Was denn??”
“Was weiß ich denn?? Ob ich schon schlafe, oder so??”

“Ich dachte, dass du noch nicht schläfst.”
“Tat ich aber.”

“Oh…”
“Also schön, und warum kannst du nun nicht schlafen?”

“Ich kann meinen Kopf irgendwie nicht ausschalten…”
“Dann drück doch mal Strg-Alt-Entf…”

“Was soll ich drücken??”
“Kopf neustarten, sollte ein Witz werden…”

“Verstehe ich nicht, was ist denn daran lustig??”
“Nichts, vergiss es.”

“Jetzt muss ich darüber auch noch nachdenken!”
“Nein, lass. Denk einfach an gar nichts.”

“Man kann aber nicht an gar nichts denken.”
“Dann zähl Schäfchen oder so.”

“Das fand ich schon immer bescheuert.”
“Dann lies noch eine halbe Stunde dein neues Buch.”

“Nee.”
“Und warum nicht?”

“Weil das total klasse und sehr spannend ist.”
“Wie schrecklich…”

“Davon schlafe ich bestimmt nicht ein!”
“Dann kannst du ja vielleicht…”

“…kannst du mir nicht einfach noch was erzählen?”
“Ich??”

“Eine Geschichte, oder so?”
“Was denn für eine Geschichte??”

“Vielleicht die Geschichte von deinem tollen Abenteuerurlaub.”
“Du meinst, wo ich damals allein zwei Wochen in Istanbul war??”

“Ja.”
“Die Sache mit dem zahnlosen Türken und dem Bus nach Salzburg??”

“Ja, das.”
“Aber die Geschichte hast du doch schon mehrmals gehört??”

“Eben. Da kann man super bei einschlafen.”

Kopfschüttel…

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Niemals müde

9. Juli 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich sitzen gemütlich am Abend zuhause auf dem Sofa. Wir wollen noch ein Stündchen den Fernseher bemühen und dann heute einmal früh ins Bett gehen.
Irgendwie ist das heute ein Tag, an dem wir beide ganz sicher keine Bäume mehr ausreißen werden…
Das kommt vor!

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ist das hier so kalt oder meine ich das nur?”
“Es ist nicht kalt. Außerdem liegst du ja unter der Decke.”

“Mir ist aber kalt.”
“Dann bist du vielleicht einfach nur müde.”

“Ist dir denn nicht kalt??”
“Nein. Mir ist warm.”

“Aber du hast doch gesagt, dass du müde bist?”
“Richtig, aber kalt ist mir trotzdem nicht.”

“Ach! Aber ich soll müde sein, oder was??”
“War ja nur so ein Gedanke, weiter nichts.”

“Immer sagst du, ich sei müde!”
“Sage ich ja gar nicht, das war ja nur eine Vermutung!”

“Ich bin nicht müde!”
“Schön!”

“Ich bin NIE müde!”
“Ach tatsächlich?? Da weiß ich aber was anderes!”

“Was denn??”
“Du brauchst ein Bett ja nur sehen, schon bist du eingepennt!”

“Quatsch! Das ist nur teilweise richtig.”
“Aha? Und welcher Teil muss korrigiert werden?”

“Ich penne ein, wenn ich ein Bett sehe, das stimmt.”
“Aber?”

“Aber nur, wenn DU nackig drin liegst!”

Kopfschüttel…

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Teilnehmer unbekannt

23. April 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich liegen am späten Abend endlich in unserem Bett und lassen den Tag noch einmal Revue passieren, bevor die Lichter ausgemacht werden. Das war ein guter Tag!
Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man(n) denkt…

“Heute war irgendwie ein komischer Tag…”
“So? Warum denn, Süße?”

“Weil heute nichts geklappt hat, wie ich das wollte.”
“Was wolltest du denn?”

“Ich wollte zum Beispiel heute mein Auto waschen lassen.”
“Und??”

“Es hat dann aber angefangen, zu regnen.”
“Oh, das ist natürlich ärgerlich.”

“Und ich wollte Blumen kaufen, aber der Laden war schon zu.”
“Das tut mir leid, das kenne ich auch.”

“Und ich wollte dich anrufen, aber du bist nicht dran gegangen.”
“Du wolltest mich anrufen??”

“Ja. Aber du wolltest ja nicht mit mir sprechen.”
“Komisch, ich habe gar nicht gesehen, dass du angerufen hast??”

“Das musst du ja wohl gesehen haben!”
“Habe ich nicht, da war nichts, ehrlich!”

“Ich habe es 3-mal versucht und nur den neuen Spruch gehört.”
“Was für einen neuen Spruch??”

“Na auf deinem Anrufbeantworter.”
“Da ist nach wie vor der selbe Spruch drauf, wie immer!?”

“Nee, da ist nur diese blöde Standardansage der Mailbox.”
“Quatsch!”

“Und jedes mal habe ich dir eine Nachricht hinterlassen!”
“Wer weiß, wo du angerufen hast!”

“Deine Nummer ist doch aber in meinem Telefonbuch!?”
“Trotzdem hast du nicht bei mir angerufen!”

“Das kann ja gar nicht sein.”
“Ist aber so!”

[Meine Liebste schlägt die Bettdecke zur Seite, steht auf und holt aus dem Flur ihr Handy. Noch während sie zurück ins Bett kommt, tippt sie bereits auf der Tastatur rum.]

“Hier, siehste? Das ist ja wohl deine Nummer!”
“Das ist NICHT meine Nummer!!”

“Das ist nicht deine Nummer??”
“Nein! Du wirst ja wohl meine Handynummer kennen!!”

“Und wieso steht die dann hier unter deinem Namen??”
“Das frage ich mich auch! Und wem sie gehört, ist auch interessant!”

“Hm… Vielleicht habe ich da eine Nummer falsch zugeordnet?”
“Zeig mal her…”

[Eine genauere Betrachtung meines Telefonbucheintrages hat zum Ergebnis, dass sowohl meine richtige Handynummer als auch die unbekannte unter meinem Namen gespeichert sind. Sehr merkwürdig!]

“Wie ist diese Nummer denn nun da rein gekommen??”
“Das ist DEIN Handy, das musst du doch wohl wissen!”

“Ich weiß es aber nicht!?”
“Wem gehört denn diese Nummer nun??”

“Ich rufe jetzt einfach noch einmal da an…”
“Tu das.”

[Die Liebste wählt die Nummer und es klingelt; aber es geht auf der anderen Seite anscheinend niemand dran.]

“Nimmt keiner ab, Anrufbeantworter mit Nummernansage.”
“Toll.”

“Ich wüsste ja jetzt schon gerne, wer sich dahinter verbirgt!?”
“Und ich wüsste ganz gern, was du denn eigentlich von mir wolltest.”

“Von dir?”
“Na, als du mich angerufen und die falsche Nummer gewählt hast.”

“Ach so! Ja.”
“Ja, schön. Und was?”

“Ich wollte sagen, dass dein Chef hier bei uns angerufen hat.”
“Bei uns?? Über Festnetz? Hast du mit ihm gesprochen??”

“Ja, es war wohl dringend.”
“Was wollte er denn??”

“Dass du ihn anrufst. Du warst wohl via Handy nicht erreichbar.”
“Ach so, und das wolltest du mir sagen??”

“Genau!”
“Und warum erzählst du mir das erst JETZT??”"

“Wieso!? Ich habe doch alles auf deinen AB gesprochen!”
“Auf MEINEN dummerweise aber nicht!”

“Kann ich ja nicht wissen!”
“Und kann es sein, dass du dabei die Nummer von meinem Chef…”

“Ach ja!! DIE habe ich unter deinem Namen abgespeichert!”
“Ich brech zusammen…”

“Ich hatte nämlich seinen Namen nicht richtig verstanden!”
“Ähm, was GENAU hast du ihm denn da auf den AB gesprochen, also…”

“Oh, ähm, also wenn ich jetzt so darüber nachdenke…”
“Was soll das heißen!?”

“Ihr versteht euch doch sonst hoffentlich noch ganz gut, oder??”

Kopfschüttel…

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Das würde ich ja nicht machen

5. Januar 2009, aus der Schublade Schlafen und Dösen

Meine Liebste und ich machen klar Schiff in unserer Wohnung; nach den ganzen Feiertagen ist das wohl auch dringend mal wieder notwendig.
Während die Liebste sich mit dem Badezimmer beschäftigt, habe ich die ehrenvolle (und nicht gerade von mir geliebte) Aufgabe bekommen, die Betten neu zu beziehen.

“Schatz, was machst du denn da??”
“Ähm… Ich beziehe die Betten, Süße?”

“Mit DER Bettwäsche da??”
“Wieso? Was ist damit?”

“Wo hast du die denn ausgegraben?”
“Na die war im Schrank, wo denn sonst?”

“Die haben wir ja schon ewig nicht mehr benutzt!”
“Na und? Stimmt damit was nicht?”

“Lass mal riechen…”
“Riechen??”

“Bäh, die müffelt ja!”
“Quatsch!”

“Weil die schon so lange im Schrank lag!”
“Na schön, also soll ich eine andere nehmen, ja?”

“Ja.”
“Welche denn.”

“Egal. Du machst das schon.”
“Nee, das ist nicht egal, hinterher ist es wieder verkehrt!”

“Was soll das denn heißen??”
“Wenn ich zum Beispiel sage: wir nehmen jetzt die rote Bettwäsche.”

“Ja, und dann??”
“Dann passt dir daran wieder irgendwas nicht!”

“Pff! Dann nimm doch die rote!”
“Nee, ich nehme jetzt die weiße mit den blauen Streifen.”

“Das würde ich ja nicht machen.”
“Himmel! Habe ich ja gleich gesagt!”

“Ich weise doch nur darauf hin?”
“Worauf weist du hin!”

“Dass die gestreifte Bettwäsche nicht so gut ist.”
“Und warum?? Die haben wir doch schon 1000-mal benutzt!”

“Weil da die ganzen Knöpfe ab sind.”
“Was??”

“Ich weiß auch nicht, aber die Knöpfe sind alle weg.”
“Na toll.”

“Und ich mag das nicht, wenn die Bettdecke unten raushängt.”
“Also schön… Dann nehme ich jetzt doch die rote Bettwäsche…”

“Die rote??”
“Du hast EBEN gesagt, ich soll die rote nehmen!”

“Nein, ich meinte nur, du KÖNNTEST die rote nehmen.”
“Eben, und die nehme ich jetzt.”

“Nimm lieber die grüne.”
“Ich bin schon wieder kurz vor einem Nervenzusammenbruch…”

“Nur, weil du EINMAL die Betten beziehen sollst??”
“Also ich nehme jetzt die GRÜNE Bettwäsche, ja??”

“Kannst du machen, ja.”
“Und mit der grünen ist alles in Ordnung und OK und so?”

“Jaja, natürlich!”
“Und da sind auch alle Knöpfe dran und nichts hängt am Ende raus?”

“Ich denke schon.”
“Gott sei dank…”

“Obwohl wir die grüne Bettwäsche ja ziemlich oft benutzen…”
“SCHATZ!!”

“Schon gut, nimm die grüne, ich habe ja nur laut gedacht…”
“Mann, was für ein Stress, nicht zu fassen…”

“Ja, das ist schon sehr merkwürdig…”
“Was! Dass man mit dir selbst bei der Bettwäsche Stress kriegt??”

“Nee.”
“Sondern?”

“Dass Männer nicht mal die Betten selbst neu beziehen können!”

Kopfschüttel…

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