Peppermint Patty

24. Januar 2007, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Peppermint Patty (photocase.de © knaus)Meine Liebste und ich schlendern an den Wühltischen eines bekannten Elektronikmarktes vorbei. Jede Menge Schnäppchen in DVD-Form lächeln uns da an und neben diversen Spielfilmklassikern gibt es auch einige Innovationen.

“Hast du schon was entdeckt?”
“Nein Süße, irgendwie ist das alles uralt hier.”

“Ich habe auch noch nichts. Oh, hier ist was!”
“Was denn?”

“Hautnah, mit Julia Roberts. Kennst du den?”
“Hautnah? Hm. Nein. Hört sich nach Schnulze an.”

“Na und? Und wenn schon, ich schaue mir gerne Schnulzen an.”
“Dann nimm ihn mit. Kannst du dir nächsten Donnerstag anschauen.”

“Was ist denn am nächsten Donnerstag??”
“Da bin ich nicht da.”

“Blödmann!”
“Wieso??”

“Ich will den doch mit dir zusammen anschauen!”
“Muss das sein?”

“Ja!”
“Und warum?”

“Weil ich dich dabei haben möchte.”
“Gutes Argument…”

“Dann schaue ich mir auch was an, was du sehen möchtest.”
“Ich habe da schon was, hier…”

“Das ist doch wohl nicht dein ernst!”
“Warum denn nicht? Ich finde das lustig!”

“Die große Charly Brown und Snoopy Show??”
“Na hör mal, die Peanuts sind schließlich Kult!”

“Kult ist höchstens Snoopy, der ist sooooo süß!”
“Ich habe früher die Peanuts verschlungen.”

“Ich kann mich noch an Snoopy erinnern und an Charly Brown.”
“Da gibt es noch Woodstock, Lucy, Linus, Schröder…”

“Schröder, ach ja! Der mit der Schmusedecke!”
“Nein, Linus ist der mit der Schmusedecke.”

“Ach ja?”
“Ja, und Linus wartet jedes Jahr zu Halloween auf den großen Kürbis.”

“Wieso?”
“Ähm… Das weiß ich auch nicht mehr, aber bald weiß ich es wieder.”

“Warum bald?”
“Weil ich die DVD jetzt mitnehme.”

“Och Schatz!”
“Wenn du Julia Roberts mitnimmst, will ich Peppermint Patty.”

“Wen??”
“Den Sir.”

“Ich verstehe kein Wort.”
“Eben deswegen solltest du diese bildende DVD mit mir schauen.”

“Oh nein! Geht das denn lange?”
“Ähm… 125 Minuten, um genau zu sein.”

“So lange??”
“Schatz! Ich erinnere dich nur eben schnell daran, dass du das Lied der Schlümpfe als Klingelton hast!”

“Und was heißt das?”
“Dass du dich nicht beschweren kannst, wenn ich die Peanuts gut finde!”

“Kommt Snoopy da denn oft vor?”
“Natürlich.”

“Dann werde ich es wohl überleben…”

[Szenenwechsel: wir haben vor gut 2 Stunden die DVD eingelegt und bereits fast alle Folgen Peanuts in einem Stück durchgelutscht. Meine Liebste liegt unter ihrer Kuscheldecke (um nicht Schmusedecke zu sagen) auf dem Sofa und schmeißt sich regelmäßig weg vor Lachen. Und es kommt, wie es kommen musste: Abspann.]

“Ist es schon vorbei?”
“Ja Süße. Vorbei.”

“Haben wir wirklich schon alle gesehen jetzt?”
“Ja.”

“Waren das alle?”
“Alle auf dieser DVD.”

“Soll das heißen, es gibt noch mehr DVDs davon??”
“Natürlich! Jede Menge, soweit ich weiß.”

“Mann!”
“Was ist?”

“Da hast du MAL ne gute Idee, und dann nimmst du nur eine mit!”

Kopfschüttel…

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Der zieht immer mehrere Frauen durch

3. Dezember 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Der zieht immer mehrere Frauen durchMeine Liebste und ich sind im Kino gelandet. Der neue James Bond - Casino Royale – steht auf dem Programm. Womit wir nicht gerechnet haben: es gibt eine Pause in der Mitte des Films. Sowas…

“Hat der denn Überlänge?”
“Eigentlich nicht, voll blöd jetzt!”

“Wollen wir ins Foyer gehen?”
“Grr, das wollen die doch nur! Damit wir fleißig Eis kaufen und so.”

“Wie findest du denn den Film bis jetzt?”
“Naja… Also James Bond ist für mich irgendwie was anderes.”

“Ich verstehe gar nicht, warum die da jetzt gepokert haben.”
“Was?”

“Na das Spiel, mit den 100 Millionen da.”
“Schatz, das ist doch genau das, worum es geht!”

“Und wieso hat der Mann mit den komischen Augen…”
“Du meinst Le Chiffre…”

“Ja, warum hat der Herr Schiffe keine 100 Millionen mehr?”
“Er heißt LE CHIFFRE. Nicht Schiffe!”

“So wie die Anzeigen?”
“Was denn für Anzeigen??”

“Na Chiffre-Anzeigen.”
“Nein, nein, es heißt soviel wie Geldzähler, Umsatz, Zahlen.”

“Blöder Name, klingt so nach Buchhalter.”
“Ach TATSÄCHLICH! Ich breche zusammen…”

“Und warum hat der jetzt die Millionen nicht?”
“Weil er die an der Börse verspielt hat.”

“Und das war nicht sein Geld?”
“Nein, es gehörte den komischen Militärs da aus Uganda.”

“Und wenn der kein Geld hat, warum spielt der dann Poker?”
“Hast du eigentlich IRGENDETWAS von dem Film verstanden??”

“Ich kenne eben die James Bond-Filme nicht so wie du!”
“Ja aber… Naja etwas ungewöhnlich ist der schon, der Film.”

“Und da waren bisher auch gar keine dreckigen Sexszenen.”
“WAS?? DRECKIGE SEXSZENEN??”

“Ja, die sind doch sonst immer in den Bond-Filmen, oder?”
“Schatz! In keinem Film bisher hat es das gegeben!”

“Der zieht doch immer mehrere Frauen durch…”
“Um Gottes Willen, gut dass das Sean Connery nicht gehört hat.”

“Ja hat der Bond nun immer tolle Frauen oder nicht!?”
“Doch schon, aber immer charmant, elegant, leidenschaftlich!”

“Bisher hatte der erst eine und mit der nicht mal richtig.”
“Schatz… Musst du nicht auf Klo oder so?”

“Hoffentlich kommt da noch was, ich will was sehen.”
“Das glaube ich einfach nicht… James Bond steht doch für…”

“Ist dir schonmal aufgefallen, dass die nie aufs Klo gehen?”
“Wer jetzt?”

“Na James und seine… Wie heißt die noch?”
“Vesper. Sie heißt Vesper. Das ist doch der Witz…”

“Ach! DAS ist witzig?”
“Oh Mann… Vesper bedeutet doch Zwischenmahlzeit…”

“Ach und der Bond vernascht die dann also noch?”
“Davon können wir ausgehen, glaube ich…”

“Ja, das ist lustig!”
“Schön Schatz… Dann kriegst du auch noch deine dreckige…”

“Ich meinte das ja gar nicht so! Vernaschen klingt besser.”
“Na gut. Von mir aus. Nie wieder gehe ich mit dir in einen…”

“Ich bin sowieso nur wegen dir in den Film gegangen.”
“Ja nee, iss klar! Nur wegen mir also? Na super!”

“Weißt du, ich mache das jetzt wie James und Vesper.”
“Was jetzt?”

“Ich gehe jetzt auf Klo und zwar so schnell, dass du es gar nicht bemerken wirst!”

Kopfschüttel…

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Jetzt bist du dran

7. November 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Jetzt bist du dranMeine Liebste und ich liegen am Strand und lassen es uns mit gar nichts tun so richtig gut gehen. Es ist ziemlich heiß, aber das erwartet man in einem Sonnenurlaub ja schließlich auch. Und es ist so schön ruhig!

“Schatz?”
“Ja?”

“Kannst du mir mal den Rücken eincremen?”
“Ja klar. Wo ist die Sonnencreme?”

“Hier in meiner Tasche.”
“Aha, Moment…”

[Ich suche in der Tasche nach der Sonnencreme und das stellt sich als problematischer heraus, als ich dachte...]

“Hast du sie?”
“Nein, ähm, sag mal, was hast du hier eigentlich alles drin??”

“Wieso?”
“Na wozu brauchst du denn beispielsweise dieses Tuch hier?”

“Zum Umbinden, wozu denn sonst?”
“Du hast doch aber immer die kurze Hose an.”

“Und wenn die mal nass wird?”
“Wieso sollte sie? Du rennst doch nur im Bikini rum!”

“Man weiß ja nie!”
“Und wozu brauchst du die Bürste?”

“zum Kämmen vielleicht??”
“Ja aber du hast doch noch nie…”

“Wenn wir spontan an die Poolbar wollen, zum Beispiel.”
“Da waren wir doch aber schon mehrfach!”

“Ja, aber nie richtig schick!”
“Wozu denn auch, wir sind im Urlaub!”

“Das verstehst du nicht. Was ist jetzt mit meinem Rücken?”
“Ach so, ja. Warte…”

[Ich öffne den Deckel der Flasche und mache einen ersten Klecks der Creme in meine Hand. Dann stelle ich die Flasche neben der Sonnenliege ab.]

“Du kannst doch die Sonnenmilch nicht in den Sand stellen!”
“Wieso denn nicht?”

“Weil die klebt und dann habe ich Sand in meiner Tasche!”
“Jaja, entschuldige!”

“Bitte auch unter den Trägern eincremen, ja?”
“Ja.”

“Hast du auch gut verteilt?”
“Ja doch.”

“Ich will keinen Sonnenbrand kriegen!”
“Warte, ich nehme noch ein bisschen nach…”

[Ein zweiter Klecks landet in meiner Hand und ich stelle die Flasche dieses Mal AUF die Liege.]

“Oh Mann, du bist so ein Schussel!”
“Was ist denn jetzt schon wieder??”

“Hier, du hast den Rand von dem Verschluss vollgekleckert!”
“Na und? Die Flasche ist doch eh leer jetzt, denke ich.”

“Wenn man das richtig macht, kommt da schon noch was!”
“Ist ja gut, kann ich jetzt weitermachen?”

“Ja. Reicht das denn noch nicht?”
“Doch, jetzt schon.”

“Was machst du denn da!?”
“Ich creme Schatz, ich creme.”

“Na gut, so, jetzt bist du dran.”
“Das ist nicht nötig, danke.”

“Ich will aber auch mal deinen Rücken eincremen!”
“Es ist doch aber jetzt nicht notwendig!”

“Warum denn nicht?”
“Schatz, weil ich ein T-Shirt an habe!”

“Dann zieh es doch aus!”
“Nein, es ist mir hier viel zu heiß!”

“Ach und deshalb hast du ein T-Shirt an??”
“Ja, damit ich auf den Schultern keinen Sonnenbrand kriege.”

“Ich kann die doch aber auch eincremen, die Schultern!”
“Ich möchte meine Schultern bitte selbst verwalten, geht das?”

“So bleibst du doch total käsig.”
“Mir ist das auch nicht so wichtig, wie dir.”

“Wenn man im Urlaub ist, muss man auch braun werden.”
“Ja, ein wenig, aber nicht im Holzkohle-Stil, so wie du.”

“Ich bin doch gar nicht braun.”
“Schatz, Nutella ist blasser, als du!”

“Nee und außerdem müssen wir beide braun werden.”
“Wieso?”

“Na wenn wir dann irgendwo hingehen und total unterschiedlich aussehen?”
“Schatz, wir sehen auch so schon ziemlich unterschiedlich aus.”

“Dann denken die Leute doch, dass wir nicht zusammen im Urlaub waren!”
“Na und? Das ist mir doch total egal!”

“Mir aber nicht!”
“Mir aber schon!”

“Zieh dein T-Shirt aus!”
“Nein! Zieh du deins doch an!”

“Ich will braun werden!”
“Ich nicht!”

“Du hast das Sonnenöl verkleckert!”
“Und du findest immer was zu meckern!”

“Nie darf ich dich eincremen!”
“Also gut, in Gottes Namen, meinetwegen!!”

-

“Die Flasche ist leer. Hast du noch was?”

Kopfschüttel…

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Dicke Dinger

2. November 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Dicke DingerMeine Liebste und ich sind in Urlaub gefahren. Während wir eigentlich immer am Strand unsere Zeit verbringen, sitzen wir heute am frühen Nachmittag einmal an der Poolbar unseres Hotels, um ein paar kalte Drinks zu uns zu nehmen.

“Schon witzig hier.”
“Witzig? Wie meinst du das?”

“Naja die ganzen Leute, die hier so rumlaufen.”
“Ach so, ja. Schon immer wieder spannend, da hast du recht.”

“Leute beobachten macht richtig Spaß manchmal.”
“Naja, wenn man auf Gruselfilme steht…”

“Hast du die dicke Engländerin da hinten gesehen?”
“Wer? Die da? Woher willst du wissen, dass die Engländerin ist?”

“Na das sieht man doch!”
“So? Und woran?”

“Sie ist kalkweiß, hat einen Sonnenbrand und der Badeanzug ist potthässlich!”
“Ähm… Naja, schon möglich…”

“Ich habe ja eigentlich keine Vorurteile.”
“Nein Schatz, natürlich nicht.”

“Aber die Engländer, die sind schon merkwürdig.”
“Ja Schatz.”

“Die fallen überall sofort auf.”
“Schau mal da: ist das da auch eine Engländerin?”

“Wo?”
“Na die da, die mit der riesigen Oberweite.”

“Um Gottes Willen, die hat aber ein paar Dinger!”
“Also da stehe ich ja gar nicht drauf…”

“Nein?”
“Nein.”

“Fändest du das besser, wenn ich so Riesenbrüste hätte?”
“Nein Schatz, deine sind genau richtig.”

“Das sagst du ja jetzt nur so!”
“Nein, wirklich, es ist alles in bestem Zustand.”

“Alle Männer stehen auf dicke – ZENSIERT – !”
“Das stimmt ja gar nicht! Ich jedenfalls nicht!”

“Also würdest du mich nicht wollen, wenn ich so große…”
“Naja, das ist ja nicht das Einzige, was zählt.”

“Also würde es dir nichts ausmachen?”
“Doch, aber es wäre kein Trennungsgrund, wenn du das meinst.”

“Was wäre denn ein Trennungsgrund? Zu kleine?”
“Nein, das auch nicht.”

“Was denn?”
“Schatz, wir haben derzeit keine Trennungsgründe!”

“Du vielleicht nicht.”
“Bitte?? Wieso? Hast du denn einen??”

“Nö. Aber ich könnte ja einen haben!”
“Was soll denn das jetzt heißen?”

“Dass du das nicht einfach voraussetzen kannst!”
“Schatz, ich habe dich damals erobert, und gut.”

“WAS??”
“War nur ein Witz.”

“Sehr witzig, wirklich sehr witzig!”
“Ich liebe dich, mein Schatz.”

“Weißt du, woran mich die Oberweite da erinnert?”
“Nein? Woran?”

“Ob man die Umschmeißen kann.”
“Ähm… Was?”

“Na Umschubsen. Kennst du das denn nicht??”
“Schatz, du hast heute zu lange in der Sonne gelegen.”

“Das haben wir früher immer gemacht. Kühe umschubsen.”
“Bitte WAS???”

“In Ostfriesland ist das ein Jugendsport.”
“Kühe umschubsen??”

“Ja, man geht nachts hin und schubst die um.”
“Sag mal, du musst mich ja wohl für sehr blöd halten!”

“Nein, wirklich!”
“Man kann doch nicht eine Kuh umwerfen!”

“Doch! Wenn die nachts im Stehen schlafen!”
“Und das hast du gemacht??”

“Nein, ich selbst nicht, aber…”
“Aha! Schatz, so etwas gibt es nicht!”

“Nie glaubst du mir irgendwas!”
“Das ist aber auch zu dämlich!”

“Dann glaube ich dir auch nicht, dass du auf kleine Brüste stehst!”
“Das habe ich doch auch gar nicht gesagt!”

“Also doch die Großen!”
“Nein, nein, ich…”

“Dich sollte auch mal jemand so richtig umschubsen!”

Kopfschüttel…

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Dieses kann jeder lesen

26. September 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Dieses kann jeder lesenMeine Liebste liest in ihrer Freizeit gerne Bücher. Um Spaß daran zu haben, ist es eigentlich immer humorvolle Literatur. Hat sie erst einmal angefangen, saugt sie die Zeilen in sich auf wie ein Schwamm den verschütteten Orangensaft. Ich lese manchmal auch ganz gern…

“Du, das ist echt der Knaller!”
“Was? Wer?”

“Na das Buch hier, das ist absolut klasse, ehrlich.”
“Ach so, dein Buch.”

“Kennst du das auch?”
“Welches? Zeig mal eben. – Nee; wohl kaum.”

“Das musst du unbedingt auch lesen!”
“Ist das nicht wieder so ein Frauenroman?”

“Nein, ist es nicht! Das ist sehr lustig.”
“Ja, das ist schön, Schatz.”

“Das handelt von einer Frau, die…”
“Aha, also doch!”

“Was jetzt?”
“Es ist doch so ein Frauenkram.”

“Das stimmt doch gar nicht, dieses Buch kann jeder lesen.”
“Die Frau in dem Buch, trifft die auf einen unerreichbaren Mann?”

“Ja, das stimmt.”
“Und die Frau, hat die eine Freundin, die sie um Rat fragt?”

“Ja, hat sie, aber…”
“Und der Mann, ist das ihr Arzt oder ihr Chef?”

“Woher weißt du denn das??”
“AHA! Es IST ein Frauenbuch!”

“Blödmann! Hier, lies mal selbst diese zehn Seiten…”
“Och Schatz, nee, da hab ich jetzt wirklich keine Lust zu!”

“Das ist die Stelle, wo sie mit ihrer Freundin…”
“Dann schon mal auf gar keinen Fall!”

“Dann lese ich es dir vor, Moment…”
“Schatz, ich lese hier gerade selbst, also ich…”

“Du liest doch da nur Zeitung.”
“Was heißt denn bitte NUR?”

“Die kannst du doch auch später weiterlesen!”
“Also Zeitung lesen ist im Gegensatz zu deiner Girlieschmonzette unwichtig oder was??”

“Was ist denn eine Schmonzette?”
“Schmonzetten sind kitschig und albern.”

“Das trifft dann ja wohl eher auf dein neues Hemd zu!”
“WAS?? Mein Hemd? Das gestreifte??”

“Ich habe dir gleich gesagt, lass mich das aussuchen!”
“Das ist ja wohl… Schatz, lies doch einfach weiter.”

“Du liest ja immer nur so doofe Bücher.”
“Ich?? Ich lese halt gerne Krimis und Thriller.”

“Fürchterlich. Du solltest mal eins von meinen lesen.”
“Naja, vielleicht später, ja? Danke.”

“Ich nehme dir dieses hier mit in den Urlaub.”
“Das ist sehr nett, aber wirklich nicht nötig, danke.”

“Du wirst das ganz bestimmt lustig finden!”
“Darf ich denn vorher wenigstens noch mein eigenes Buch lesen?”

“Willst du den dicken Schinken etwa mitnehmen??”
“Natürlich! Warum denn nicht!?”

“Nein.”
“NEIN??”

“Du musst ein Buch mitnehmen, das ich auch lesen kann, wenn ich mein eigenes zu schnell durch haben sollte!”

Kopfschüttel…

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Kleine Haie

19. September 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Kleine HaieMeine Liebste und ich sind urlaubsreif, eine Fernreise wurde gebucht. Natürlich hat meine Liebste aus den möglichen Angeboten das teuerste ausgewählt… Heiße Sonne, türkisfarbenes Wasser, exotische Fische, stundenlanges Schnorcheln. Naja, also…

“Du, was ist denn jetzt Schnorcheln genau?”
“Ähm… Süße, das hättest du vielleicht VORHER fragen sollen!?”

“Ach, das lernt man doch, oder?”
“Ja schon, aber wenn man einen Schnorchelurlaub…”

“Kannst du denn Schnorcheln?”
“Ja.”

“Und was braucht man da?”
“In erster Linie Wasser.”

“Mann, jetzt erklär mir das doch mal, du Blödmann!”
“Taucherbrille aufsetzen, Schnorchel in den Mund, und los.”

“Ich habe aber gar keine Taucherbrille.”
“Ach so, ja, dann kaufen wir dir am besten eine?”

[Wir setzen uns in die Straßenbahn, fahren in die Bremer City und besuchen die Wassersport-Abteilung von Karstadt.]

“Hier gibt es aber viele Sonnenbrillen!”
“Du meinst: Taucherbrillen.”

“Huch, ja, klar. Taucherbrillen. Früher waren die viel kleiner.”
“Das, was du meinst, sind Schwimmbrillen. Wir wollen tauchen.”

“Und was nimmt man jetzt da?”
“Probier mal diese hier, die ist mittlere Größe.”

[Meine Liebste schnallt sich das Ding um. Das dauert so seine Zeit, da sie zuerst Ihre Haare ordnen, die Handtasche sichern und mich noch dreimal vorher küssen muss.]

“Die geht nicht, da kriege ich keine Luft! Meine Nase!”
“Schatz, die Nase ist halt mit drin. Man atmet durch den Mund.”

“Ich mag aber nicht durch den Mund atmen!”
“Ja Schatz, es geht aber unter Wasser nicht anders!”

“Muss man beim Schnorcheln ganz unter Wasser?”
“Nein, man liegt einfach oben AUF dem Wasser.”

“Und wenn ich dann untergehe??”
“Du gehst nicht unter! Du kannst doch schwimmen, oder?”

“Natürlich kann ich schwimmen. Aber nicht tauchen.”
“Tauchen kommt von ganz alleine…”

“Du bist so doof!”
“Wusstest du, dass die kleinen Fische an deinen Zehen knabbern?”

“WAS?? Niemals! Du willst mich nur ärgern!”
“Ja Schatz. Es sind keine kleinen Fische, sondern die Haie.”

“Pfff, da gibt es ja gar keine Haie…”
“Doch, aber nur ganz kleine, und damit du sie sehen kannst, brauchst du eben diese Sonnenbrille.”

“Du meinst: Taucherbrille!”
“Jaja, du bringst mich aber auch ganz durcheinander!”

“Die hier passt mir nicht, da kommt Wasser rein.”
“Wieso das?”

“Hier, da. Schau! Die hält gar nicht richtig!”
“Unter Wasser wird sie dicht sein.”

“Wieso? Was ist denn da dann anders?”
“Es ist deutlich nasser, als hier? Die saugt sich dann an.”

“Ich frage lieber eine Verkäuferin.”
“Ach, tu traust meinem Rat also nicht??”

“Doch Schatz, aber vielleicht hast du da ja was übersehen.”
“Na toll! Ich reiße mir hier ein Bein aus und du…”

[Meine Liebste streckt sich und sucht einen "kompetenteren" Ansprechpartner. Da die gegenwärtige Personalsituation in dem Geschäft allerdings eher als "knapp" zu bezeichnen ist, geht das nicht gerade erfolgreich vonstatten.]

“Moment, wo ist denn hier ein Spiegel?”
“Spiegel? Wofür jetzt?”

“Na ich muss doch sehen, ob die mir steht.”
“Schatz, das ist eine Taucherbrille. Die steht niemandem.”

“Du meinst, das sieht doof aus, wenn ich die drauf habe?”
“Naja, also, nein… Wie gesagt…”

“Dann will ich die nicht!”
“Schatz, ALLE Schnorchler haben solche Brillen!”

“Du auch?”
“Ja, ich auch.”

“Dann setz du auch mal eine auf. Hier, nimm.”
“Na also gut… Moment… So. Und?”

“SO sehe ich damit auch aus??”
“So ähnlich, ja. Wieso?”

“Au Backe…”
“Was soll denn das jetzt heißen bitte??”

“Also gut, ich trage auch so ein Ding. Um dir beizustehen.”

Kopfschüttel…

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Potpourri am Strand

27. Juli 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Potpourri am StrandErholungszeit am Ostseestrand, 34 Grad, ein laues Lüftchen weht meiner Liebsten und mir um die Nasen. Einfach am Wasser liegen, entspannen, lesen, träumen.

“Du, der Sonnenschirm ist aber ganz schön wackelig?”
“Der hält schon. Und tiefer geht er nicht in den Sand.”

“Toll, und wenn er umkippt, dann genau auf mich!”
“Er kippt nicht um. Und du kannst dich ja auch auf die andere Seite legen.”

“Dann liege ich ja im Schatten!”
“Nein, ich meine da. Hier rechts.”

“Dann liege ich doch total weit weg von dir. Nee.”
“Ja und was soll ich da jetzt machen bitte?”

“Du musst den Schirm festhalten.”
“Schatz! Ich kann doch nicht die ganze Zeit den Schirm festhalten!”

“Wenn der aber jeden Moment umkippt, kann ich nicht schlafen!”
“Der kippt nicht um! Eher wirst du weggeweht.”

“Möchtest du, dass ich weggeweht werde?”
“Nein, Schatz. Natürlich nicht.”

“Willst du nicht mit mir am Strand sein? Weil ich so einen dicken Bauch gekriegt habe?”
“Du hast keinen dicken Bauch, du bist gertenschlank und knallebraun.”

“Ich bin gar nicht braun, schau mal hier.”
“Schatz, ein Brathähnchen hätte schon Probleme, so braun zu sein, wie du.”

“Gar nicht! Hast du mich noch lieb?”
“Ja Schatz. Ich hab dich lieb.”

“Dann küss mich!”
“Ja Schatz.”

[ich stehe auf, gehe um den Schirm herum zu meiner Liebsten und will ihr einen Kuss geben, weil ich sie so lieb hab und weil sie so herzerweichend ist...]

“Manno! Du hast mit deinen Füßen mein Handtuch ganz voll Sand gemacht!”
“Schatz, ich wollte dich doch nur küssen…”

“Jetzt ist alles voll Sand und ich auch und jetzt muss ich wieder ins Wasser!”
“Tut mir leid Schatz, das wollte ich nicht, aber ich meine, wir sind am Strand und…”

“Und mein Handy muss ich jetzt auch wieder ausmachen!”
“Dein Handy??”

“Wenn ich ins Wasser gehe, mache ich immer mein Handy aus.”
“Aha…Wofür brauchst du denn hier überhaupt ein Handy??”

“Naja wenn ich Hilfe rufen muss, wenn zum Beispiel der Schirm umkippt und mich verletzt.”
“Ach und es wäre nicht einfacher, einfach mich zu fragen? Außerdem kippt der Schirm nicht um.”

“Du hilfst mir dann ja nicht.”
“BITTE??”

“Ich geh jetzt, nein ich muss ja jetzt wegen dir, ins Wasser. Mir ist eh so heiß.”
“Ich komme mit.”

[Wir gehen zum Wasser und stehen mit den Füßen drin....]

“Aber nicht nass spritzen! Da kann man einen Schock kriegen!”
“Ich mache doch gar nichts!”

“Du guckst aber schon wieder so.”
“ICH? Ich stehe doch hier nur!”

“Du wolltest mich nass machen!”

[Meine Liebste beugt sich flink zur Wasseroberfläche und schleudert mit ihren Händen eine Riesenfontäne kaltes Wasser auf mich drauf; ich erleide fast einen Herzinfakt...]

“Haha! Jetzt bist du nass!”
“Danke Schatz, sehr erfrischend… du hast doch eben gesagt…”

“Stell dich nicht so an, lass uns lieber schwimmen.”

[Wir schwimmen und kommen auf einer Sandbank wieder zum Stehen...]

“Jetzt ist es aber doch ziemlich kalt, so im Wind…”
“Schatz, es sind über 30 Grad, dir kann doch jetzt nicht kalt sein.”

“Doch, schau mal hier, ich hab schon Gänsehaut.”
“Na dann, ja, dann… schwimmen wir zurück, OK?”

“Aber nicht untertauchen!”
“Ja aber, ich… ich hab doch noch nie, ich wollte doch gar nicht…”

“Dann kriege ich Wasser in die Nase und meine Haare sind dann ganz nass!”
“Ich tauche dich nicht unter, keine Sorge…”

“Du musst lieb zu mir sein!”
“Ich bin ganz lieb zu dir Schatz. So wie immer.”

“Bestimmt ist in der Zwischenzeit der Sonnenschirm weggeflogen.”
“Schatz, du machst mich wahnsinnig mit dem blöden Schirm!”

“Ich kann ihn aber nicht mehr sehen, guck: da!”
“Wir sind doch aber viel weiter rechts, da neben dem Steg.”

“Ach ja. Gut, dass ich da nicht gelegen habe.”
“ABER ES IST DOCH GAR NICHTS PASSIERT!”

“Mir ist kalt. Und ich muss mein Handtuch ausschütteln. Und geküsst hast du mich auch nicht!”

Kopfschüttel…

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In der vierten Reihe

12. Juli 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

In der vierten ReiheMeine Liebste und ich lieben Musicals.
Ab und zu besuchen wir daher eins, und weil es ohnehin recht teuer ist, bemühen wir uns stets um beste Plätze.

“Wir sitzen gut hier in der vierten Reihe, oder?”
“Ja, super Plätze haben wir da erwischt, Schatz.”

“Komisch, das Theater ist halb leer. Dabei ist das Stück doch gut, oder?”
Ja, am Stück liegt es sicher nicht. Schau mal, da vorn sind auch noch Plätze frei.”

“Da in der ersten Reihe?”
“Fast genau in der Mitte. Da setzen wir uns jetzt hin, ja?”

“Wir sollen uns auf die Plätze da setzen? Die gehören uns doch gar nicht!”
“Na und? Es sitzt ja offensichtlich niemand dort.”

“Aber wir haben doch nur Karten für Reihe vier.”
“Ja sicher, aber…”

“Das darf man bestimmt nicht!”
“Ja wen stört denn das?? Los, wir setzen uns in Reihe eins.”

“Ich finde das gut hier.”
“Na gut Schatz.”

[2 Minuten später...]

“Wieso setzt sich die doofe Kuh mit Ihrer Turbanfrisur genau vor mich!? Ich sehe ja jetzt gar nichts mehr!”
“Wir könnten ja in die erste Reihe umziehen, da hast du niemanden vor der Nase?”

“Dann kann die sich doch in die erste Reihe setzen, da sind doch noch Plätze frei!”

Kopfschüttel…

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Urlaubsplanung

1. Juli 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

UrlaubsplanungIm Oktober haben meine Liebste und ich
2 Wochen Urlaub. Natürlich steht die
Frage im Raum, wo wir hinfahren.

“Können wir nicht mal im Internet schauen, was es so gibt?”
“Klar, ich such mal was. Moment…Ah. Wohin solls denn gehen?

“Zeig mal her!”
“Hier: Formentera, Santorin, Malta…”

“Nee.”
“Oder: Teneriffa, Madeira, La Gomera…”

“Nee.”
“Hm, wie wärs mit Kreta zu den Griechen?”

“Nein.”
“Willst du etwa nach Mallorca?? Eimersaufen?”

“Nö.”
“Aha. Und wo willst du nun hin?”

“Wo es schön warm ist.”
“Das ist jetzt nicht dein ernst. Das scheidet alles aus, weil es da nicht warm genug ist??”

“Ich fahr doch nicht in Urlaub und friere dann da!”
“Du meinst also, du würdest auf Santorin frieren??”

“In der Spalte da steht, dass da nur 26 Grad sind.”
“Wo? Ach da. Soll das heißen, du schaust nur nach den Temperaturen?”

“Natürlich! Ich möchte irgendwo hin, wo es schön warm ist.”
“Aber es kann doch überall sehr heiß sein oder man hat Pech mit dem Wetter! Das weiß man doch vorher nicht?”

“-”
“Oder nicht?”

“Wenn das da steht, wird das schon seinen Grund haben.”
“Aber Schatz… Also gut. Wäre Singapur warm genug?”

“Steht Singapur in der Liste?”
“Nein. Aber es ist sicher nicht kalt dort.”

“Ist Singapur teuer?”
“Naja teurer als Kreta auf jedenfall… Aber es ist warm, sehr warm…”

“Ist das da, wo der Tsunami letztes Jahr war?”
“Ich glaube ja.”

“Gibts denn nichts warmes mehr auf den Kanaren?”
“Nein! Ich meine, doch, natürlich. Aber nichts über 26 Grad. Dafür ist es schön dort…”

“Wir müssen doch irgendwas finden, wo es schön warm ist. Such mal eine andere Liste.”
“Ja Schatz.”

Kopfschüttel…

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Peppermint Patty

24. Januar 2007, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Peppermint Patty (photocase.de © knaus)Meine Liebste und ich schlendern an den Wühltischen eines bekannten Elektronikmarktes vorbei. Jede Menge Schnäppchen in DVD-Form lächeln uns da an und neben diversen Spielfilmklassikern gibt es auch einige Innovationen.

“Hast du schon was entdeckt?”
“Nein Süße, irgendwie ist das alles uralt hier.”

“Ich habe auch noch nichts. Oh, hier ist was!”
“Was denn?”

“Hautnah, mit Julia Roberts. Kennst du den?”
“Hautnah? Hm. Nein. Hört sich nach Schnulze an.”

“Na und? Und wenn schon, ich schaue mir gerne Schnulzen an.”
“Dann nimm ihn mit. Kannst du dir nächsten Donnerstag anschauen.”

“Was ist denn am nächsten Donnerstag??”
“Da bin ich nicht da.”

“Blödmann!”
“Wieso??”

“Ich will den doch mit dir zusammen anschauen!”
“Muss das sein?”

“Ja!”
“Und warum?”

“Weil ich dich dabei haben möchte.”
“Gutes Argument…”

“Dann schaue ich mir auch was an, was du sehen möchtest.”
“Ich habe da schon was, hier…”

“Das ist doch wohl nicht dein ernst!”
“Warum denn nicht? Ich finde das lustig!”

“Die große Charly Brown und Snoopy Show??”
“Na hör mal, die Peanuts sind schließlich Kult!”

“Kult ist höchstens Snoopy, der ist sooooo süß!”
“Ich habe früher die Peanuts verschlungen.”

“Ich kann mich noch an Snoopy erinnern und an Charly Brown.”
“Da gibt es noch Woodstock, Lucy, Linus, Schröder…”

“Schröder, ach ja! Der mit der Schmusedecke!”
“Nein, Linus ist der mit der Schmusedecke.”

“Ach ja?”
“Ja, und Linus wartet jedes Jahr zu Halloween auf den großen Kürbis.”

“Wieso?”
“Ähm… Das weiß ich auch nicht mehr, aber bald weiß ich es wieder.”

“Warum bald?”
“Weil ich die DVD jetzt mitnehme.”

“Och Schatz!”
“Wenn du Julia Roberts mitnimmst, will ich Peppermint Patty.”

“Wen??”
“Den Sir.”

“Ich verstehe kein Wort.”
“Eben deswegen solltest du diese bildende DVD mit mir schauen.”

“Oh nein! Geht das denn lange?”
“Ähm… 125 Minuten, um genau zu sein.”

“So lange??”
“Schatz! Ich erinnere dich nur eben schnell daran, dass du das Lied der Schlümpfe als Klingelton hast!”

“Und was heißt das?”
“Dass du dich nicht beschweren kannst, wenn ich die Peanuts gut finde!”

“Kommt Snoopy da denn oft vor?”
“Natürlich.”

“Dann werde ich es wohl überleben…”

[Szenenwechsel: wir haben vor gut 2 Stunden die DVD eingelegt und bereits fast alle Folgen Peanuts in einem Stück durchgelutscht. Meine Liebste liegt unter ihrer Kuscheldecke (um nicht Schmusedecke zu sagen) auf dem Sofa und schmeißt sich regelmäßig weg vor Lachen. Und es kommt, wie es kommen musste: Abspann.]

“Ist es schon vorbei?”
“Ja Süße. Vorbei.”

“Haben wir wirklich schon alle gesehen jetzt?”
“Ja.”

“Waren das alle?”
“Alle auf dieser DVD.”

“Soll das heißen, es gibt noch mehr DVDs davon??”
“Natürlich! Jede Menge, soweit ich weiß.”

“Mann!”
“Was ist?”

“Da hast du MAL ne gute Idee, und dann nimmst du nur eine mit!”

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Der zieht immer mehrere Frauen durch

3. Dezember 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Der zieht immer mehrere Frauen durchMeine Liebste und ich sind im Kino gelandet. Der neue James Bond - Casino Royale – steht auf dem Programm. Womit wir nicht gerechnet haben: es gibt eine Pause in der Mitte des Films. Sowas…

“Hat der denn Überlänge?”
“Eigentlich nicht, voll blöd jetzt!”

“Wollen wir ins Foyer gehen?”
“Grr, das wollen die doch nur! Damit wir fleißig Eis kaufen und so.”

“Wie findest du denn den Film bis jetzt?”
“Naja… Also James Bond ist für mich irgendwie was anderes.”

“Ich verstehe gar nicht, warum die da jetzt gepokert haben.”
“Was?”

“Na das Spiel, mit den 100 Millionen da.”
“Schatz, das ist doch genau das, worum es geht!”

“Und wieso hat der Mann mit den komischen Augen…”
“Du meinst Le Chiffre…”

“Ja, warum hat der Herr Schiffe keine 100 Millionen mehr?”
“Er heißt LE CHIFFRE. Nicht Schiffe!”

“So wie die Anzeigen?”
“Was denn für Anzeigen??”

“Na Chiffre-Anzeigen.”
“Nein, nein, es heißt soviel wie Geldzähler, Umsatz, Zahlen.”

“Blöder Name, klingt so nach Buchhalter.”
“Ach TATSÄCHLICH! Ich breche zusammen…”

“Und warum hat der jetzt die Millionen nicht?”
“Weil er die an der Börse verspielt hat.”

“Und das war nicht sein Geld?”
“Nein, es gehörte den komischen Militärs da aus Uganda.”

“Und wenn der kein Geld hat, warum spielt der dann Poker?”
“Hast du eigentlich IRGENDETWAS von dem Film verstanden??”

“Ich kenne eben die James Bond-Filme nicht so wie du!”
“Ja aber… Naja etwas ungewöhnlich ist der schon, der Film.”

“Und da waren bisher auch gar keine dreckigen Sexszenen.”
“WAS?? DRECKIGE SEXSZENEN??”

“Ja, die sind doch sonst immer in den Bond-Filmen, oder?”
“Schatz! In keinem Film bisher hat es das gegeben!”

“Der zieht doch immer mehrere Frauen durch…”
“Um Gottes Willen, gut dass das Sean Connery nicht gehört hat.”

“Ja hat der Bond nun immer tolle Frauen oder nicht!?”
“Doch schon, aber immer charmant, elegant, leidenschaftlich!”

“Bisher hatte der erst eine und mit der nicht mal richtig.”
“Schatz… Musst du nicht auf Klo oder so?”

“Hoffentlich kommt da noch was, ich will was sehen.”
“Das glaube ich einfach nicht… James Bond steht doch für…”

“Ist dir schonmal aufgefallen, dass die nie aufs Klo gehen?”
“Wer jetzt?”

“Na James und seine… Wie heißt die noch?”
“Vesper. Sie heißt Vesper. Das ist doch der Witz…”

“Ach! DAS ist witzig?”
“Oh Mann… Vesper bedeutet doch Zwischenmahlzeit…”

“Ach und der Bond vernascht die dann also noch?”
“Davon können wir ausgehen, glaube ich…”

“Ja, das ist lustig!”
“Schön Schatz… Dann kriegst du auch noch deine dreckige…”

“Ich meinte das ja gar nicht so! Vernaschen klingt besser.”
“Na gut. Von mir aus. Nie wieder gehe ich mit dir in einen…”

“Ich bin sowieso nur wegen dir in den Film gegangen.”
“Ja nee, iss klar! Nur wegen mir also? Na super!”

“Weißt du, ich mache das jetzt wie James und Vesper.”
“Was jetzt?”

“Ich gehe jetzt auf Klo und zwar so schnell, dass du es gar nicht bemerken wirst!”

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Jetzt bist du dran

7. November 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Jetzt bist du dranMeine Liebste und ich liegen am Strand und lassen es uns mit gar nichts tun so richtig gut gehen. Es ist ziemlich heiß, aber das erwartet man in einem Sonnenurlaub ja schließlich auch. Und es ist so schön ruhig!

“Schatz?”
“Ja?”

“Kannst du mir mal den Rücken eincremen?”
“Ja klar. Wo ist die Sonnencreme?”

“Hier in meiner Tasche.”
“Aha, Moment…”

[Ich suche in der Tasche nach der Sonnencreme und das stellt sich als problematischer heraus, als ich dachte...]

“Hast du sie?”
“Nein, ähm, sag mal, was hast du hier eigentlich alles drin??”

“Wieso?”
“Na wozu brauchst du denn beispielsweise dieses Tuch hier?”

“Zum Umbinden, wozu denn sonst?”
“Du hast doch aber immer die kurze Hose an.”

“Und wenn die mal nass wird?”
“Wieso sollte sie? Du rennst doch nur im Bikini rum!”

“Man weiß ja nie!”
“Und wozu brauchst du die Bürste?”

“zum Kämmen vielleicht??”
“Ja aber du hast doch noch nie…”

“Wenn wir spontan an die Poolbar wollen, zum Beispiel.”
“Da waren wir doch aber schon mehrfach!”

“Ja, aber nie richtig schick!”
“Wozu denn auch, wir sind im Urlaub!”

“Das verstehst du nicht. Was ist jetzt mit meinem Rücken?”
“Ach so, ja. Warte…”

[Ich öffne den Deckel der Flasche und mache einen ersten Klecks der Creme in meine Hand. Dann stelle ich die Flasche neben der Sonnenliege ab.]

“Du kannst doch die Sonnenmilch nicht in den Sand stellen!”
“Wieso denn nicht?”

“Weil die klebt und dann habe ich Sand in meiner Tasche!”
“Jaja, entschuldige!”

“Bitte auch unter den Trägern eincremen, ja?”
“Ja.”

“Hast du auch gut verteilt?”
“Ja doch.”

“Ich will keinen Sonnenbrand kriegen!”
“Warte, ich nehme noch ein bisschen nach…”

[Ein zweiter Klecks landet in meiner Hand und ich stelle die Flasche dieses Mal AUF die Liege.]

“Oh Mann, du bist so ein Schussel!”
“Was ist denn jetzt schon wieder??”

“Hier, du hast den Rand von dem Verschluss vollgekleckert!”
“Na und? Die Flasche ist doch eh leer jetzt, denke ich.”

“Wenn man das richtig macht, kommt da schon noch was!”
“Ist ja gut, kann ich jetzt weitermachen?”

“Ja. Reicht das denn noch nicht?”
“Doch, jetzt schon.”

“Was machst du denn da!?”
“Ich creme Schatz, ich creme.”

“Na gut, so, jetzt bist du dran.”
“Das ist nicht nötig, danke.”

“Ich will aber auch mal deinen Rücken eincremen!”
“Es ist doch aber jetzt nicht notwendig!”

“Warum denn nicht?”
“Schatz, weil ich ein T-Shirt an habe!”

“Dann zieh es doch aus!”
“Nein, es ist mir hier viel zu heiß!”

“Ach und deshalb hast du ein T-Shirt an??”
“Ja, damit ich auf den Schultern keinen Sonnenbrand kriege.”

“Ich kann die doch aber auch eincremen, die Schultern!”
“Ich möchte meine Schultern bitte selbst verwalten, geht das?”

“So bleibst du doch total käsig.”
“Mir ist das auch nicht so wichtig, wie dir.”

“Wenn man im Urlaub ist, muss man auch braun werden.”
“Ja, ein wenig, aber nicht im Holzkohle-Stil, so wie du.”

“Ich bin doch gar nicht braun.”
“Schatz, Nutella ist blasser, als du!”

“Nee und außerdem müssen wir beide braun werden.”
“Wieso?”

“Na wenn wir dann irgendwo hingehen und total unterschiedlich aussehen?”
“Schatz, wir sehen auch so schon ziemlich unterschiedlich aus.”

“Dann denken die Leute doch, dass wir nicht zusammen im Urlaub waren!”
“Na und? Das ist mir doch total egal!”

“Mir aber nicht!”
“Mir aber schon!”

“Zieh dein T-Shirt aus!”
“Nein! Zieh du deins doch an!”

“Ich will braun werden!”
“Ich nicht!”

“Du hast das Sonnenöl verkleckert!”
“Und du findest immer was zu meckern!”

“Nie darf ich dich eincremen!”
“Also gut, in Gottes Namen, meinetwegen!!”

-

“Die Flasche ist leer. Hast du noch was?”

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Dicke Dinger

2. November 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Dicke DingerMeine Liebste und ich sind in Urlaub gefahren. Während wir eigentlich immer am Strand unsere Zeit verbringen, sitzen wir heute am frühen Nachmittag einmal an der Poolbar unseres Hotels, um ein paar kalte Drinks zu uns zu nehmen.

“Schon witzig hier.”
“Witzig? Wie meinst du das?”

“Naja die ganzen Leute, die hier so rumlaufen.”
“Ach so, ja. Schon immer wieder spannend, da hast du recht.”

“Leute beobachten macht richtig Spaß manchmal.”
“Naja, wenn man auf Gruselfilme steht…”

“Hast du die dicke Engländerin da hinten gesehen?”
“Wer? Die da? Woher willst du wissen, dass die Engländerin ist?”

“Na das sieht man doch!”
“So? Und woran?”

“Sie ist kalkweiß, hat einen Sonnenbrand und der Badeanzug ist potthässlich!”
“Ähm… Naja, schon möglich…”

“Ich habe ja eigentlich keine Vorurteile.”
“Nein Schatz, natürlich nicht.”

“Aber die Engländer, die sind schon merkwürdig.”
“Ja Schatz.”

“Die fallen überall sofort auf.”
“Schau mal da: ist das da auch eine Engländerin?”

“Wo?”
“Na die da, die mit der riesigen Oberweite.”

“Um Gottes Willen, die hat aber ein paar Dinger!”
“Also da stehe ich ja gar nicht drauf…”

“Nein?”
“Nein.”

“Fändest du das besser, wenn ich so Riesenbrüste hätte?”
“Nein Schatz, deine sind genau richtig.”

“Das sagst du ja jetzt nur so!”
“Nein, wirklich, es ist alles in bestem Zustand.”

“Alle Männer stehen auf dicke – ZENSIERT – !”
“Das stimmt ja gar nicht! Ich jedenfalls nicht!”

“Also würdest du mich nicht wollen, wenn ich so große…”
“Naja, das ist ja nicht das Einzige, was zählt.”

“Also würde es dir nichts ausmachen?”
“Doch, aber es wäre kein Trennungsgrund, wenn du das meinst.”

“Was wäre denn ein Trennungsgrund? Zu kleine?”
“Nein, das auch nicht.”

“Was denn?”
“Schatz, wir haben derzeit keine Trennungsgründe!”

“Du vielleicht nicht.”
“Bitte?? Wieso? Hast du denn einen??”

“Nö. Aber ich könnte ja einen haben!”
“Was soll denn das jetzt heißen?”

“Dass du das nicht einfach voraussetzen kannst!”
“Schatz, ich habe dich damals erobert, und gut.”

“WAS??”
“War nur ein Witz.”

“Sehr witzig, wirklich sehr witzig!”
“Ich liebe dich, mein Schatz.”

“Weißt du, woran mich die Oberweite da erinnert?”
“Nein? Woran?”

“Ob man die Umschmeißen kann.”
“Ähm… Was?”

“Na Umschubsen. Kennst du das denn nicht??”
“Schatz, du hast heute zu lange in der Sonne gelegen.”

“Das haben wir früher immer gemacht. Kühe umschubsen.”
“Bitte WAS???”

“In Ostfriesland ist das ein Jugendsport.”
“Kühe umschubsen??”

“Ja, man geht nachts hin und schubst die um.”
“Sag mal, du musst mich ja wohl für sehr blöd halten!”

“Nein, wirklich!”
“Man kann doch nicht eine Kuh umwerfen!”

“Doch! Wenn die nachts im Stehen schlafen!”
“Und das hast du gemacht??”

“Nein, ich selbst nicht, aber…”
“Aha! Schatz, so etwas gibt es nicht!”

“Nie glaubst du mir irgendwas!”
“Das ist aber auch zu dämlich!”

“Dann glaube ich dir auch nicht, dass du auf kleine Brüste stehst!”
“Das habe ich doch auch gar nicht gesagt!”

“Also doch die Großen!”
“Nein, nein, ich…”

“Dich sollte auch mal jemand so richtig umschubsen!”

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Dieses kann jeder lesen

26. September 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Dieses kann jeder lesenMeine Liebste liest in ihrer Freizeit gerne Bücher. Um Spaß daran zu haben, ist es eigentlich immer humorvolle Literatur. Hat sie erst einmal angefangen, saugt sie die Zeilen in sich auf wie ein Schwamm den verschütteten Orangensaft. Ich lese manchmal auch ganz gern…

“Du, das ist echt der Knaller!”
“Was? Wer?”

“Na das Buch hier, das ist absolut klasse, ehrlich.”
“Ach so, dein Buch.”

“Kennst du das auch?”
“Welches? Zeig mal eben. – Nee; wohl kaum.”

“Das musst du unbedingt auch lesen!”
“Ist das nicht wieder so ein Frauenroman?”

“Nein, ist es nicht! Das ist sehr lustig.”
“Ja, das ist schön, Schatz.”

“Das handelt von einer Frau, die…”
“Aha, also doch!”

“Was jetzt?”
“Es ist doch so ein Frauenkram.”

“Das stimmt doch gar nicht, dieses Buch kann jeder lesen.”
“Die Frau in dem Buch, trifft die auf einen unerreichbaren Mann?”

“Ja, das stimmt.”
“Und die Frau, hat die eine Freundin, die sie um Rat fragt?”

“Ja, hat sie, aber…”
“Und der Mann, ist das ihr Arzt oder ihr Chef?”

“Woher weißt du denn das??”
“AHA! Es IST ein Frauenbuch!”

“Blödmann! Hier, lies mal selbst diese zehn Seiten…”
“Och Schatz, nee, da hab ich jetzt wirklich keine Lust zu!”

“Das ist die Stelle, wo sie mit ihrer Freundin…”
“Dann schon mal auf gar keinen Fall!”

“Dann lese ich es dir vor, Moment…”
“Schatz, ich lese hier gerade selbst, also ich…”

“Du liest doch da nur Zeitung.”
“Was heißt denn bitte NUR?”

“Die kannst du doch auch später weiterlesen!”
“Also Zeitung lesen ist im Gegensatz zu deiner Girlieschmonzette unwichtig oder was??”

“Was ist denn eine Schmonzette?”
“Schmonzetten sind kitschig und albern.”

“Das trifft dann ja wohl eher auf dein neues Hemd zu!”
“WAS?? Mein Hemd? Das gestreifte??”

“Ich habe dir gleich gesagt, lass mich das aussuchen!”
“Das ist ja wohl… Schatz, lies doch einfach weiter.”

“Du liest ja immer nur so doofe Bücher.”
“Ich?? Ich lese halt gerne Krimis und Thriller.”

“Fürchterlich. Du solltest mal eins von meinen lesen.”
“Naja, vielleicht später, ja? Danke.”

“Ich nehme dir dieses hier mit in den Urlaub.”
“Das ist sehr nett, aber wirklich nicht nötig, danke.”

“Du wirst das ganz bestimmt lustig finden!”
“Darf ich denn vorher wenigstens noch mein eigenes Buch lesen?”

“Willst du den dicken Schinken etwa mitnehmen??”
“Natürlich! Warum denn nicht!?”

“Nein.”
“NEIN??”

“Du musst ein Buch mitnehmen, das ich auch lesen kann, wenn ich mein eigenes zu schnell durch haben sollte!”

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Kleine Haie

19. September 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Kleine HaieMeine Liebste und ich sind urlaubsreif, eine Fernreise wurde gebucht. Natürlich hat meine Liebste aus den möglichen Angeboten das teuerste ausgewählt… Heiße Sonne, türkisfarbenes Wasser, exotische Fische, stundenlanges Schnorcheln. Naja, also…

“Du, was ist denn jetzt Schnorcheln genau?”
“Ähm… Süße, das hättest du vielleicht VORHER fragen sollen!?”

“Ach, das lernt man doch, oder?”
“Ja schon, aber wenn man einen Schnorchelurlaub…”

“Kannst du denn Schnorcheln?”
“Ja.”

“Und was braucht man da?”
“In erster Linie Wasser.”

“Mann, jetzt erklär mir das doch mal, du Blödmann!”
“Taucherbrille aufsetzen, Schnorchel in den Mund, und los.”

“Ich habe aber gar keine Taucherbrille.”
“Ach so, ja, dann kaufen wir dir am besten eine?”

[Wir setzen uns in die Straßenbahn, fahren in die Bremer City und besuchen die Wassersport-Abteilung von Karstadt.]

“Hier gibt es aber viele Sonnenbrillen!”
“Du meinst: Taucherbrillen.”

“Huch, ja, klar. Taucherbrillen. Früher waren die viel kleiner.”
“Das, was du meinst, sind Schwimmbrillen. Wir wollen tauchen.”

“Und was nimmt man jetzt da?”
“Probier mal diese hier, die ist mittlere Größe.”

[Meine Liebste schnallt sich das Ding um. Das dauert so seine Zeit, da sie zuerst Ihre Haare ordnen, die Handtasche sichern und mich noch dreimal vorher küssen muss.]

“Die geht nicht, da kriege ich keine Luft! Meine Nase!”
“Schatz, die Nase ist halt mit drin. Man atmet durch den Mund.”

“Ich mag aber nicht durch den Mund atmen!”
“Ja Schatz, es geht aber unter Wasser nicht anders!”

“Muss man beim Schnorcheln ganz unter Wasser?”
“Nein, man liegt einfach oben AUF dem Wasser.”

“Und wenn ich dann untergehe??”
“Du gehst nicht unter! Du kannst doch schwimmen, oder?”

“Natürlich kann ich schwimmen. Aber nicht tauchen.”
“Tauchen kommt von ganz alleine…”

“Du bist so doof!”
“Wusstest du, dass die kleinen Fische an deinen Zehen knabbern?”

“WAS?? Niemals! Du willst mich nur ärgern!”
“Ja Schatz. Es sind keine kleinen Fische, sondern die Haie.”

“Pfff, da gibt es ja gar keine Haie…”
“Doch, aber nur ganz kleine, und damit du sie sehen kannst, brauchst du eben diese Sonnenbrille.”

“Du meinst: Taucherbrille!”
“Jaja, du bringst mich aber auch ganz durcheinander!”

“Die hier passt mir nicht, da kommt Wasser rein.”
“Wieso das?”

“Hier, da. Schau! Die hält gar nicht richtig!”
“Unter Wasser wird sie dicht sein.”

“Wieso? Was ist denn da dann anders?”
“Es ist deutlich nasser, als hier? Die saugt sich dann an.”

“Ich frage lieber eine Verkäuferin.”
“Ach, tu traust meinem Rat also nicht??”

“Doch Schatz, aber vielleicht hast du da ja was übersehen.”
“Na toll! Ich reiße mir hier ein Bein aus und du…”

[Meine Liebste streckt sich und sucht einen "kompetenteren" Ansprechpartner. Da die gegenwärtige Personalsituation in dem Geschäft allerdings eher als "knapp" zu bezeichnen ist, geht das nicht gerade erfolgreich vonstatten.]

“Moment, wo ist denn hier ein Spiegel?”
“Spiegel? Wofür jetzt?”

“Na ich muss doch sehen, ob die mir steht.”
“Schatz, das ist eine Taucherbrille. Die steht niemandem.”

“Du meinst, das sieht doof aus, wenn ich die drauf habe?”
“Naja, also, nein… Wie gesagt…”

“Dann will ich die nicht!”
“Schatz, ALLE Schnorchler haben solche Brillen!”

“Du auch?”
“Ja, ich auch.”

“Dann setz du auch mal eine auf. Hier, nimm.”
“Na also gut… Moment… So. Und?”

“SO sehe ich damit auch aus??”
“So ähnlich, ja. Wieso?”

“Au Backe…”
“Was soll denn das jetzt heißen bitte??”

“Also gut, ich trage auch so ein Ding. Um dir beizustehen.”

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Potpourri am Strand

27. Juli 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Potpourri am StrandErholungszeit am Ostseestrand, 34 Grad, ein laues Lüftchen weht meiner Liebsten und mir um die Nasen. Einfach am Wasser liegen, entspannen, lesen, träumen.

“Du, der Sonnenschirm ist aber ganz schön wackelig?”
“Der hält schon. Und tiefer geht er nicht in den Sand.”

“Toll, und wenn er umkippt, dann genau auf mich!”
“Er kippt nicht um. Und du kannst dich ja auch auf die andere Seite legen.”

“Dann liege ich ja im Schatten!”
“Nein, ich meine da. Hier rechts.”

“Dann liege ich doch total weit weg von dir. Nee.”
“Ja und was soll ich da jetzt machen bitte?”

“Du musst den Schirm festhalten.”
“Schatz! Ich kann doch nicht die ganze Zeit den Schirm festhalten!”

“Wenn der aber jeden Moment umkippt, kann ich nicht schlafen!”
“Der kippt nicht um! Eher wirst du weggeweht.”

“Möchtest du, dass ich weggeweht werde?”
“Nein, Schatz. Natürlich nicht.”

“Willst du nicht mit mir am Strand sein? Weil ich so einen dicken Bauch gekriegt habe?”
“Du hast keinen dicken Bauch, du bist gertenschlank und knallebraun.”

“Ich bin gar nicht braun, schau mal hier.”
“Schatz, ein Brathähnchen hätte schon Probleme, so braun zu sein, wie du.”

“Gar nicht! Hast du mich noch lieb?”
“Ja Schatz. Ich hab dich lieb.”

“Dann küss mich!”
“Ja Schatz.”

[ich stehe auf, gehe um den Schirm herum zu meiner Liebsten und will ihr einen Kuss geben, weil ich sie so lieb hab und weil sie so herzerweichend ist...]

“Manno! Du hast mit deinen Füßen mein Handtuch ganz voll Sand gemacht!”
“Schatz, ich wollte dich doch nur küssen…”

“Jetzt ist alles voll Sand und ich auch und jetzt muss ich wieder ins Wasser!”
“Tut mir leid Schatz, das wollte ich nicht, aber ich meine, wir sind am Strand und…”

“Und mein Handy muss ich jetzt auch wieder ausmachen!”
“Dein Handy??”

“Wenn ich ins Wasser gehe, mache ich immer mein Handy aus.”
“Aha…Wofür brauchst du denn hier überhaupt ein Handy??”

“Naja wenn ich Hilfe rufen muss, wenn zum Beispiel der Schirm umkippt und mich verletzt.”
“Ach und es wäre nicht einfacher, einfach mich zu fragen? Außerdem kippt der Schirm nicht um.”

“Du hilfst mir dann ja nicht.”
“BITTE??”

“Ich geh jetzt, nein ich muss ja jetzt wegen dir, ins Wasser. Mir ist eh so heiß.”
“Ich komme mit.”

[Wir gehen zum Wasser und stehen mit den Füßen drin....]

“Aber nicht nass spritzen! Da kann man einen Schock kriegen!”
“Ich mache doch gar nichts!”

“Du guckst aber schon wieder so.”
“ICH? Ich stehe doch hier nur!”

“Du wolltest mich nass machen!”

[Meine Liebste beugt sich flink zur Wasseroberfläche und schleudert mit ihren Händen eine Riesenfontäne kaltes Wasser auf mich drauf; ich erleide fast einen Herzinfakt...]

“Haha! Jetzt bist du nass!”
“Danke Schatz, sehr erfrischend… du hast doch eben gesagt…”

“Stell dich nicht so an, lass uns lieber schwimmen.”

[Wir schwimmen und kommen auf einer Sandbank wieder zum Stehen...]

“Jetzt ist es aber doch ziemlich kalt, so im Wind…”
“Schatz, es sind über 30 Grad, dir kann doch jetzt nicht kalt sein.”

“Doch, schau mal hier, ich hab schon Gänsehaut.”
“Na dann, ja, dann… schwimmen wir zurück, OK?”

“Aber nicht untertauchen!”
“Ja aber, ich… ich hab doch noch nie, ich wollte doch gar nicht…”

“Dann kriege ich Wasser in die Nase und meine Haare sind dann ganz nass!”
“Ich tauche dich nicht unter, keine Sorge…”

“Du musst lieb zu mir sein!”
“Ich bin ganz lieb zu dir Schatz. So wie immer.”

“Bestimmt ist in der Zwischenzeit der Sonnenschirm weggeflogen.”
“Schatz, du machst mich wahnsinnig mit dem blöden Schirm!”

“Ich kann ihn aber nicht mehr sehen, guck: da!”
“Wir sind doch aber viel weiter rechts, da neben dem Steg.”

“Ach ja. Gut, dass ich da nicht gelegen habe.”
“ABER ES IST DOCH GAR NICHTS PASSIERT!”

“Mir ist kalt. Und ich muss mein Handtuch ausschütteln. Und geküsst hast du mich auch nicht!”

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In der vierten Reihe

12. Juli 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

In der vierten ReiheMeine Liebste und ich lieben Musicals.
Ab und zu besuchen wir daher eins, und weil es ohnehin recht teuer ist, bemühen wir uns stets um beste Plätze.

“Wir sitzen gut hier in der vierten Reihe, oder?”
“Ja, super Plätze haben wir da erwischt, Schatz.”

“Komisch, das Theater ist halb leer. Dabei ist das Stück doch gut, oder?”
Ja, am Stück liegt es sicher nicht. Schau mal, da vorn sind auch noch Plätze frei.”

“Da in der ersten Reihe?”
“Fast genau in der Mitte. Da setzen wir uns jetzt hin, ja?”

“Wir sollen uns auf die Plätze da setzen? Die gehören uns doch gar nicht!”
“Na und? Es sitzt ja offensichtlich niemand dort.”

“Aber wir haben doch nur Karten für Reihe vier.”
“Ja sicher, aber…”

“Das darf man bestimmt nicht!”
“Ja wen stört denn das?? Los, wir setzen uns in Reihe eins.”

“Ich finde das gut hier.”
“Na gut Schatz.”

[2 Minuten später...]

“Wieso setzt sich die doofe Kuh mit Ihrer Turbanfrisur genau vor mich!? Ich sehe ja jetzt gar nichts mehr!”
“Wir könnten ja in die erste Reihe umziehen, da hast du niemanden vor der Nase?”

“Dann kann die sich doch in die erste Reihe setzen, da sind doch noch Plätze frei!”

Kopfschüttel…

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Urlaubsplanung

1. Juli 2006, aus der Schublade Freizeit und Reisen

UrlaubsplanungIm Oktober haben meine Liebste und ich
2 Wochen Urlaub. Natürlich steht die
Frage im Raum, wo wir hinfahren.

“Können wir nicht mal im Internet schauen, was es so gibt?”
“Klar, ich such mal was. Moment…Ah. Wohin solls denn gehen?

“Zeig mal her!”
“Hier: Formentera, Santorin, Malta…”

“Nee.”
“Oder: Teneriffa, Madeira, La Gomera…”

“Nee.”
“Hm, wie wärs mit Kreta zu den Griechen?”

“Nein.”
“Willst du etwa nach Mallorca?? Eimersaufen?”

“Nö.”
“Aha. Und wo willst du nun hin?”

“Wo es schön warm ist.”
“Das ist jetzt nicht dein ernst. Das scheidet alles aus, weil es da nicht warm genug ist??”

“Ich fahr doch nicht in Urlaub und friere dann da!”
“Du meinst also, du würdest auf Santorin frieren??”

“In der Spalte da steht, dass da nur 26 Grad sind.”
“Wo? Ach da. Soll das heißen, du schaust nur nach den Temperaturen?”

“Natürlich! Ich möchte irgendwo hin, wo es schön warm ist.”
“Aber es kann doch überall sehr heiß sein oder man hat Pech mit dem Wetter! Das weiß man doch vorher nicht?”

“-”
“Oder nicht?”

“Wenn das da steht, wird das schon seinen Grund haben.”
“Aber Schatz… Also gut. Wäre Singapur warm genug?”

“Steht Singapur in der Liste?”
“Nein. Aber es ist sicher nicht kalt dort.”

“Ist Singapur teuer?”
“Naja teurer als Kreta auf jedenfall… Aber es ist warm, sehr warm…”

“Ist das da, wo der Tsunami letztes Jahr war?”
“Ich glaube ja.”

“Gibts denn nichts warmes mehr auf den Kanaren?”
“Nein! Ich meine, doch, natürlich. Aber nichts über 26 Grad. Dafür ist es schön dort…”

“Wir müssen doch irgendwas finden, wo es schön warm ist. Such mal eine andere Liste.”
“Ja Schatz.”

Kopfschüttel…

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