Der Donners Dings

21. Mai 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen am herrlichen Mittwochabend bei Freunden im Garten, wir sind zum Grillen eingeladen worden.
Die Damen trinken Baileys, die Herren Bier; alles in allem eine entspannte Atmosphäre und viel Spaß haben wir auch!
Aber: da gibt es noch etwas anderes…

“Wo geht ihr denn hin, Schatz?”
“Wir Männer wollen gucken, wie es bei Werder steht, Süße.”

“Fußball??”
“Nee, Topfschlagen und Sackhüpfen.”

“Blödmann!”
“Heute ist UEFA-Cup Finale, läuft schon ne halbe Stunde.”

“Bleib hier!”
“Warum??”

“Wir sind zum Grillen hier und nicht zum Fußball gucken!”
“Aber wir wollen doch nur wissen, wie es steht!?”

“Jetzt??”
“Wann denn sonst, die spielen doch nunmal jetzt!?”

“Aber wir sitzen doch gerade hier alle so schön!”
“Ihr könnt ja auch gerne sitzen bleiben.”

“Nicole, Elli, sagt doch auch mal was!!”

[Nicole und Elli, die auch am Tisch sitzen und bereits seit einer Stunde an ihrem Baileys nuckeln, sagen zwar nichts, nicken aber beide erstaunlich synchron mit den Köpfen...]

“Siehste!”
“Wir sind doch aber in zwei Minuten wieder da!?”

“Das kenne ich, aus zwei Minuten werden dann zwanzig!”
“Wir wollen NUR schnell den Zwischenstand. Stimmt´s, Männer??”

[Ich wende mich fragend an Thomas und Stefan, die wie angewurzelt dastehen und quasi mitten im Lauf eingefroren zu sein scheinen.
Beide nicken - ebenfalls erstaunlich synchron - mit den Köpfen...]

“Ihr seid doch gar keine Fußball-Fans!?”
“Bei so einem Endspiel aber schon.”

“Der Fernseher bleibt aus!”
“Hallo?? Das ist ja wohl nicht deiner, sondern Thomas seiner!”

“Thomas macht das ja nur, weil du ihn angestiftet hast!”

[Bevor Thomas verteidigend etwas dazu sagen kann - was mir sehr recht gewesen wäre - legt die Liebste aber auch schon nach...]

“Thomas, ich weiß! Mach doch einfach das Radio an.”
“Und was soll das bitte??”

“Die sagen doch durch, wenn ein Tor fällt.”
“Das ist doch aber etwas völlig anderes!”

“Quatsch, da weiß man auch, wie es steht, stimmt´s, Mädels?”

[Nicole und Elli nicken erneut erstaunlich synchron mit dem Kopf...]

“Also Radio wäre in Ordnung.”
“Hallo?? Wir wollen aber Fußball GUCKEN! Oder was??”

[Thomas und Stefan nicken beipflichtend erstaunlich synchron...]

“Gegen wen spielt Werder denn eigentlich?”
“Gegen Donezk.”

“Wer ist das denn??”
“Ukraine.”

“Ach so, ja! Ich weiß! Und was soll das dann noch?”
“Was? Was soll was??”

“Naja Ukraine, ich meine, das ist doch dieser Milliardär, oder?”
“Wie bitte??”

“Die verlieren doch eh, was wollt ihr da gucken??”
“Woher willst du wissen, dass Donezk verlieren wird??”

“Donerest doch nicht! Ich meine Werder!”
“Du hast doch davon ÜBERHAUPT keine Ahnung!!”

“Wollen wir wetten, dass Donnelek gewinnt?”
“Donezk, es heißt Donezk!”

“Wie auch immer, die gewinnen. Braucht ihr gar nicht gucken.”

[Nicole und Elli nicken unaufgefordert erstaunlich synchron...]

“So, und jetzt setzt euch wieder hier zu uns.”
“Werder gewinnt, und sonst keiner!”

“Donners Dings gewinnt.”
“Werder!”

“Donners!”
“DONEZK!”

“Sag ich ja.”
“Nein, es heißt DONEZK, so schwer ist das ja wohl nicht!”

“Also wetten wir jetzt, oder was??”
“Um was denn??”

“Wenn ich gewinne, dann kriege ich was von dir.”
“Und was??”

“Eine Woche lang alles, was ich will!”
“Und wenn ich gewinne??”

“Dann kriegst DU eine Woche lang alles, was ich will!”

Kopfschüttel…

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Alle etwas gemeinsam

14. Mai 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen in unserem Wohnzimmer mit einem leckeren Glas Wein; irgendwie war uns heute danach und so haben wir ein erlesenes Fläschchen Rotwein aufgemacht.
Und in dieser angenehmen Atmosphäre lässt es sich natürlich auch gut plaudern.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Weißt du, was Simone neulich gesagt hat?”
“Nein. Aber die redet ja viel, wenn der Tag lang ist…”

“Sie hat gesagt, alle Männer hätten eines gemeinsam.”
“Aha, und was?”

“Sie sind eben alle nur Männer!”
“SEHR witzig. Dieser Kommentar passt absolut zu Simones Niveau…”

“Also ich finde das lustig!”
“Ja… War ja klar…”

“Und weißt du, was ich darauf geantwortet habe?”
“Ähm, das will ich gar nicht wissen, glaube ich…”

“Ich habe gesagt, dass Frauen auch alle was gemeinsam haben!”
“Kann ich dich irgendwie dazu bringen, mir das nicht zu verraten?”

“Nein. Ich will es dir ja sagen!”
“Dachte ich mir…”

“Also soll ich jetzt sagen, was ich gesagt habe?”
“Nein.”

“MANN!”
“Einen Versuch war es wert; also, was hast du gesagt?”

“Dass Frauen auch alle etwas gemeinsam haben.”
“Jaja, und? Was haben sie nun gemeinsam?”

“Sie suchen alle einen Mann, finden aber leider nur Männer!”

Kopfschüttel…

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Die muss mir helfen!

16. April 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich kommen am Abend ins Wohnzimmer und setzen uns; endlich ist der Tag vorbei! Sofort greift sich die Liebste die Fernsehzeitung und schaut nach, was heute geboten wird.
Dabei ist das eigentlich ganz überflüssig…

“Oh, heute Abend kommt eine neue Folge Super Nanny!”
“Das ist schön, Süße.”

“Das gucke ich!”
“Nee, das geht nicht.”

“Und wieso nicht??”
“Weil heute Fußball kommt.”

“Bitte?? Seit wann guckst du denn Fußball??”
“Seit wann guckst du denn Super Nanny??”

“Immer schon!”
“Aber wir haben doch gar keine Kinder!?”

“Na und?? Vielleicht haben wir ja mal welche.”
“Ach und da lernst du jetzt also schon mal auf Vorrat, quasi??”

“Nicht so direkt, aber schaden kann das für uns nicht.”
“Aber bei der Nanny sind doch immer nur Katastrophen-Eltern!”

“Eben.”
“Was heißt denn jetzt eben??”

“Naja, es liegt eben immer alles an den Eltern.”
“Richtig, na und??”

“Die Nanny kümmert sich ja hauptsächlich um die Erwachsenen.”
“Ach und du willst sagen, um uns müsste die sich dann auch…”

“Nur um mich müsste die sich kümmern.”
“Ähm… Nur um dich?? Um mich nicht??”

“Nee. Die muss MIR helfen. “
“Das verstehe ich jetzt wieder mal nicht, wieso nur dir??”

“Weil ich dich einfach nicht in den Griff bekomme!!”
“Bitte?? Du schraubst doch schon seit Jahren an mir rum!!”

“Aber es nutzt ja nichts!”
“Was soll das denn heißen?? Ich mache doch gar nichts!?”

“Wolltest du nicht Fußball gucken, obwohl die Nanny kommt?”
“Ja, das wollte ich! Äh, das WERDE ich, wollte ich sagen!”

“Eben! Unbelehrbarer geht es ja wohl nicht!”

Kopfschüttel…

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Meine Liebste und ich sind begeistert von dem tollen Frühlingswetter, das sich draußen breit gemacht hat! Sonne, Wärme, alles wird Grün…
Außerdem ist Sonntag, wir haben nichts vor, die Welt steht uns offen…
Da muss man einfach raus und was unternehmen!

“Was wollen wir denn unternehmen, Schatz?”
“Wollen wir zum Werdersee, Süße?”

“Oh ja!”
“Gut, dann fahren wir einmal drum herum und…”

“Ich will auch ein Eis haben!”
“Gibt´s da ja auch.”

“Gut, das machen wir! Waren wir lange nicht, am Werdersee!”
“Prima. Also ich würde gerne mit Inlinern fahren.”

“Mit Inlinern??”
“Ja, ist das ein Problem für dich?”

“Nee.”
“Gut.”

“Und ich fahre dann mit dem Fahrrad, oder was?”
“Würde ich doch vorschlagen, oder?”

“Gut.”
“Gut. Dann los.”

“Aber sag mal, wo sind denn eigentlich MEINE Inliner??”
“Ähm…”

“Ich weiß gar nicht, wo ich…”
“Ähm, Süße, du hast doch gar keine Inline-Skates!?”

“Ach ja…”
“Ich dachte, du könntest Inlinern nicht leiden??”

“Stimmt, ja… Kann ich gar nicht leiden.”
“Und gesundheitlich ist ansonsten alles in Ordnung, ja??”

“Jaja, ich hab das nur verwechselt.”
“Verwechselt?? Was hast du denn da verwechselt??”

“Ich musste an meine Schnorchelsachen denken, deswegen.”
“Schnorcheln?? Wieso denn schnorcheln??”

“Ich will ja gar nicht schnorcheln.”
“Aber…”

“Ich weiß bloß nicht, wo meine Schnorchelausrüstung ist.”
“Und was hat das jetzt mit dem Werdersee zu tun??”

“Da kann man doch gar nicht schnorcheln, oder?”
“Ähm, nein…”

“Dann brauche ich doch meine Taucherbrille auch gar nicht.”
“Natürlich nicht! Worüber reden wir denn jetzt eigentlich??”

“Du wolltest doch wissen, was mit meinen Tauchersachen ist!”
“Ich?? Ich wollte was ganz anderes wissen!”

“Was denn??”
“Ob, ob… Ob… Keine Ahnung, was wollte ich wissen?”

“Du weißt nicht mehr, was du wissen wolltest??”
“Wie sind wir denn auf Tauchen gekommen??”

“Weil…”
“Ach ja, jetzt weiß ich es wieder! Inlinern!”

“Nee, nicht Inlinern.”
“Sondern??”

“Schnorcheln.”
“Aber ich habe doch nichts zum Schnorcheln gefragt!?”

“Du redest doch die ganze Zeit von nichts anderem!”
“Ich??”

“Wo sind eigentlich DEINE Schnorchelsachen?”
“Warum willst du das denn JETZT wissen??”

“Weil meine Sachen vielleicht auch da sind, wo deine sind!”
“Aber wir wollen doch jetzt gar nicht schnorcheln!”

“Na und??”
“Wieso musst du denn dann jetzt unbedingt wissen, wo…”

“Weil ich dann einfach entspannter wäre, deswegen.”
“Ich brauche gleich auch unbedingt Entspannung!”

“Also weißt du nun, wo die Tauchersachen sind oder nicht!?”
“Ich weiß es, ja! In der Schublade im Schlafzimmerschrank!”

“Echt?”
“Ja!!!”

“Da gehören die eigentlich gar nicht hin.”
“Himmel! Ich werde gleich wahnsinnig!”

“Hast du die da rein gelegt??”
“Kann sein, was weiß ich, aber da sind sie auf jeden Fall!”

“Wäre mir das aufgefallen, wären die längst woanders.”
“Ich brech zusammen…”

[Meine Liebste schlurft ins Schlafzimmer und macht die unterste Schublade unseres Kleiderschrankes auf. Und siehe da: die Schublade ist fast leer, zumindest sind keine Schnorchelausrüstungen drin!]

“Hier sind ja gar keine Schnorchelsachen!”
“Hm… Also da waren sie auf jeden Fall drin nach unserem Urlaub!”

“Ach, jetzt weiß ich wieder, haha!”
“Ich weiß gar nicht, ob ich jetzt wissen will, was du wieder weißt…”

“Ich habe die Sachen ja doch schon weggeräumt! In den Keller!”
“Es ist nicht zu fassen…”

“Dass ich sowas vergesse, merkwürdig…”
“Merkwürdig ist gar kein Ausdruck…”

“Schön, dann können wir jetzt los. Hast du deine Inliner?”
“Noch nicht, die sind im Schuhschrank.”

“Nee.”
“Was heißt nee??”

“Die Dinger müssen ja wohl nicht im Schuhschrank stehen!”
“Und wieso nicht??”

“Der ist eh schon so klein!”
“Soll das heißen, dass du meine Inliner auch weggeräumt hast??”

“Wahrscheinlich.”
“Schön, und wohin??”

“Das sage ich dir nicht.”
“Wie bitte??”

“Du wolltest ja von meinen Tauchersachen auch nichts wissen!”
“Die Tauchersachen brauchen wir doch jetzt auch gar nicht!!”

“Einen Tipp gebe ich dir aber trotzdem.”
“Oh, das ist aber SEHR nett!”

“Finde meine Schnorchelsachen, dann haste auch deine Inliner!”

Kopfschüttel…

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Das ging wunderbar!

26. Januar 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste ist am Wochenende auf dem Weg zu einer Freundin nach Göttingen. Entgegen ihrer sonstigen Gewohnheiten ist sie mit dem Zug gefahren, aber die Liebste ist ja auch immer für eine Überraschung gut.
Wir hatten vereinbart, dass sie sich kurz meldet, wenn sie angekommen ist. Das Telefon klingelt.

“Hallo Schatz, ich bin jetzt da!”
“Das ist schön Süße, prima. Und? Wie war die Zugfahrt?”

“Super! Ich fahre ja sonst nicht so gerne Zug.”
“Eben. Deswegen frage ich ja.”

“Es hat alles geklappt und langweilig war es auch nicht.”
“So? Hast du ein paar nette Leute im Zug getroffen, oder was?”

“Nee. Aber ich habe fast eine ganze Stunde lang telefoniert.”
“Im Zug??”

“Das ging! Zwischendurch brach die Verbindung nur zweimal ab.”
“Aha. Naja, im ICE kann man mittlerweile ja auch gut telefonieren.”

“Das war so schön, ich konnte alle Leute mal wieder anrufen!”
“Und die hast du alle, ich meine, war das nicht ein bisschen teuer??”

“Schon, aber ich konnte dabei aus dem Fenster sehen und so…”
“Naja, mir egal, wenn´s dir Spaß macht…”

“Wenn ich am Sonntag zurück fahre, rufe ich wieder alle an!”
“Tu das. Freut mich, dass es dir gut geht.”

“Aber ich habe auch mal wieder die Hälfte zuhause vergessen.”
“So? Was denn?”

“Ich habe meine Handschuhe liegen lassen und mein Handy.”
“Ähm…”

Hoffentlich wird es nicht kalt am Wochenende…”
“Ähm, Schatz, sagtest du, dass du dein Handy vergessen hast??”

“Ja, in der Eile heute Morgen habe ich das wohl übersehen.”
“Aber…”

“Ich gehe NIE ohne mein Handy weg, ich fühle mich fast nackt!”
“Das kann ich mir bildlich vorstellen, aber sag mal…”

“Das muss noch auf der Ablage liegen, schau doch mal nach, ja?”

[Ich gehe leicht verwirrt in unseren Flur und schaue nach, was sich auf unserer Ablage neben der Eingangstür befindet.
Und tatsächlich: brav schlummert das hoch-heilige und stets wohl behütete Handy der Liebsten dort vor sich hin.]

“Und? ist es da?”
“Ja, es liegt hier…”

“Gott sei Dank…”
“Aber Liebste, wie hast du denn dann vom Zug aus telefoniert??”

“Mit dem Handy natürlich, womit denn sonst!?”
“Ja schon, aber… Dein Handy liegt doch hier??”

“Blöd, oder?”
“Ja, blöd, und womit hast du nun telefoniert??”

“Naja, ich habe heute Morgen aus Versehen DEINS eingesteckt!”

Kopfschüttel…

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Wir müssen raus

12. Januar 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sind am heutigen Sonntagmorgen bislang noch nicht so richtig aus den Pantoffeln gekommen; aber was soll´s, dafür sind Sonntage ja da, oder nicht?
Draußen scheint ausgesprochen herrliches Wetter zu sein, sonnig und kalt…
Das zehrt eindeutig am eigenen Gewissen.

“Schatz? Wir müssen jetzt raus.”
“Was? Was müssen wir??”

“Wir müssen raus.”
“Och Süße, muss das heute denn unbedingt…”

“Es ist superschönes Wetter draußen!”
“Ja, das stimmt.”

“Lass uns was zusammen unternehmen, ja?”
“Hm… Was denn?”

“Weiß nicht, schlag doch mal was vor?”
“Gut. Wir bleiben hier auf dem Sofa sitzen.”

“Schatz!”
“Aha, also nicht… Naja, hätte ja klappen können…”

“Du willst doch nicht den ganzen Tag hier sitzen, oder??”
“Ähm… Nein, nein. Natürlich nicht…”

“Gut. Also was machen wir jetzt?”
“Wir gehen ins Kino.”

“Och Mann, ich will RAUS, in die Natur! Nicht ins Kino!”
“Na schön, dann machen wir einen Spaziergang die Weser hoch.”

“Das haben wir doch schon tausend Mal gemacht.”
“Na und??”

“Können wir nicht mal woanders hin??”
“Tja… Fahren wir ins Blockland und gehen die Lesum hoch?”

“Im Blockland war ich noch nie.”
“Das ist dann wohl ein Grund mehr, da mal hin zu gehen.”

“Ist das denn weit?”
“Nein.”

“Aber ich will nicht nach 15 Minuten schon am Ziel sein!”
“Sondern??”

“Naja, so 2 Stündchen sollten wir schon laufen.”
“Im Blockland kann man locker 20 Stunden laufen.”

“So weit ist das??”
“So groß, ja. Aber wir können jederzeit umdrehen.”

“Hm, ich weiß nicht…”
“Das ist wunderschön da, was stimmt denn jetzt nicht??”

“Wenn das so auf dem einsamen Land ist, dann geht das nicht.”
“Und wieso nicht??”

“Naja, ich will doch zwischendurch einen heißen Kakao trinken?”
“Kakao??”

“Und zwischendurch mal eine Toilette wäre auch gut.”
“Ich dachte, wir wollen spazieren gehen??”

“Wollen wir ja auch!”
“Frauen… Also da gibt es mehrere kleine Lokale und Cafés.”

“So? Na gut; dann ist das ja geklärt.”
“Schön, dann lass uns los.”

“Moment, Moment! Nicht so schnell!”
“Wieso? Was ist??”

“Was muss ich denn da für Schuhe anziehen?”
“Am besten welche mit Sohle.”

“Sehr witzig! Was sind denn da für Wege?”
“Asphalt.”

“Asphalt?? Straßen?? Ich wollte doch Natur!”
“Ähm… Die Natur ist drum herum, also links und rechts und so…”

“Das hört sich alles sehr merkwürdig an…”
“Quatsch! Zieh jetzt deine Wanderschuhe an und gut iss!”

“Meine Wanderschuhe?? Wieso das denn??”
“Was weiß ich, Hauptsache, du ziehst dir irgendwelche Schuhe an.”

“Ich will doch nicht wandern gehen!”
“Dann zieh deine Flip-Flops an oder was weiß ich!”

“Was ziehst du denn an??”
“Schuhe.”

“Welche denn??”
“Schatz, kümmere dich einfach nicht um mich, ja?!”

“Also schön, dann ziehe ich meine Stiefel an und fertig.”
“Na endlich… Dann komm.”

“Aber die Sonne scheint!”
“Ähm… Und was soll das jetzt bitte wieder heißen??”

“Meine Sonnenbrille ist nicht da!!”
“Doch, die liegt auf deinem Schreibtisch.”

“Die doch nicht, ich meine die andere!”
“Himmel, ist doch egal, nimm doch einfach die, die da liegt!”

“Spinnst du?? Doch nicht zum spazieren gehen!”
“Ich breche zusammen…”

“Ohne meine Sonnenbrille gehe ich nicht raus.”
“Und wo ist die andere??”

“Die liegt bei Nicole.”
“Wie bitte?? Aber Nicole wohnt doch in Hamburg!?”

“Ja. Blöd, nicht?”
“Wieso liegt deine Sonnenbrille denn bei Nicole??”

“Habe ich da letzte Woche vergessen…”
“Na super! Und jetzt??”

“Hm… Dann muss ich wohl doch die andere nehmen, was?”
“Und warum machst du dann jetzt hier so einen Affentanz??”

“Ich habe nur laut gedacht, das wird man ja wohl dürfen!”
“Aber… Egal. Schatz, fehlt jetzt sonst noch irgendetwas?”

“Ich glaube nicht…”
“Dann können wir jetzt also los, ja?”

“Gleich.”
“Was ist denn noch??”

“Jetzt ist es halb eins; wann geht die Sonne unter?”
“Warum willst du das denn jetzt wissen??”

“Nun sag doch mal!”
“Was weiß ich, so gegen halb fünf oder so?”

“Dann haben wir ja noch ein bisschen Zeit, oder?”
“Zeit?? Wofür??”

“Dann kann ich mich ja noch ein Stündchen aufs Sofa kuscheln!”

Kopfschüttel…

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Küss mich!

9. Dezember 2008, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen am Abend vergnügt in der Bar Celona an der Bremer Schlachte und trinken Cocktails. Uns schräg gegenüber sitzt auch ein Pärchen, allerdings kommen die beiden gar nicht zum Trinken, da sie nur mit Händchen halten, Knutschen und sich Anlächeln beschäftigt sind…

“Die sind bestimmt frisch verliebt, guck mal!”
“Ja, sieht so aus, Süße…”

“Die ganze Zeit knutschen die schon rum.”
“Tja, wo die Liebe so hinfällt…”

“Wieso? Die passen doch ganz gut zusammen?”
“Tun sie das?”

“Ja.”
“Und wieso?”

“Findest du nicht, dass die gut zusammen passen?”
“Weiß ich nicht, woran soll man das erkennen??”

“Also erst einmal sind beide ordentlich angezogen.”
“Joah…”

“Und die haben beide eine ähnliche Figur.”
“Joah…”

“Und die sind beide irgendwie niedlich.”
“Niedlich? Naja…”

“Doch, die sind niedlich!”
“Na schön, dann sind sie halt niedlich.”

“Man sieht doch, dass die Chemie da stimmt!”
“Ekelhaft, dass die ihre Chemie so in der Öffentlichkeit…”

“Du bist doof! Die sind verliebt und dann dürfen die das!”
“Von mir aus…”

“Ob wir beide zusammen wohl auch so niedlich aussehen?”
“Wie die?? Wir sind doch ganz andere Typen.”

“Soll das heißen, wir sehen zusammen nicht so niedlich aus?”
“Du vielleicht, ich nicht.”

“Ich will doch aber wissen, wie wir zusammen aussehen!”
“Keine Ahnung, kannst ja mal rumfragen hier…”

“Los, küss mich.”
“Jetzt??”

“Wann denn sonst!? Küss mich.”
“Sehr romantisch…”

“Küsst du mich jetzt, oder nicht?!”
“Küss du mich doch!”

“Die da muss bestimmt nicht betteln, um geküsst zu werden!”
“Die will ich aber nicht küssen.”

“Du sollst MICH küssen, nicht die da!”
“Ach so…”

“Blödmann!”

[Die Liebste steht von ihrer Bank auf, kommt um den kleinen Tisch herum zu mir und setzt sich auf meinen Schoß.]

“Küss mich!”
“Schatz, du sitzt genau auf meinem…”

“Bin ich dir etwa zu schwer??”
“Nein, aber…Arrghh!”

“Jetzt nimm mich doch mal in den Arm!”
“Also schön, ist es so recht?”

“Ja, und jetzt küss mich! Aber verliebt.”
“Wie küsst man denn verliebt??”

“War ja klar, dass du das schon nicht mehr weißt!”

[Nachdem ich kurz darüber nachgedacht habe, wie denn wohl ein verliebter Kuss nun auszusehen hat, küsse ich - wie befohlen - die Liebste einmal heiß und innig und hoffe, dass es ihren Ansprüchen genügt hat...]

“Was! Das war´s jetzt schon??”
“Habe ich dich geküsst, oder nicht?”

“Aber doch nur ein Mal!”
“Wie oft muss man denn?”

“So oft, wie es sein muss eben!”
“Ähm… Und woher weiß man, wie oft das sein muss??”

“Bis die Frau dahin schmilzt und nur noch Sternchen sieht!”
“Und siehst du schon Sternchen?”

“Nein, völlige Finsternis. Los, noch mal!”

[Erneut greife ich mir die Liebste und gebe ihr einen heißen Hollywood-Kuss vom Allerfeinsten. Also wenn sie dabei jetzt vor lauter Sternchen den Mond nicht mehr sehen kann, dann weiß ich auch nicht!]

“-”
“Und?”

“Was und!”
“Alles voller Sternchen?”

“Wohl eher ein Teelicht…”
“Sehr witzig!”

“Guck mal da, der fasst ihr an den Popo!”
“DAS kann ich auch!”

“Nimm deine Hand da weg!”
“Das gehört aber auch zum verliebt sein.”

“Das kommt später, erst musst du mich verliebt anschauen.”
“Och Schatz!”

“Nun mach, du wirst mich ja wohl verliebt anschauen können!”
“Voila!”

“DAS nennst du verliebt anschauen??”
“Wie nennst du das denn??”

“So guckt man höchstens, wenn man an einem Käsestand steht!”
“Da kriegt man wenigstens was für sein Geld!”

“Du kriegst von mir auch was, und zwar einen Tritt in den…”
“Sei jetzt still, die Leute gucken alle schon!”

“Echt?? Super!”
“Was ist denn daran bitte super??”

“Die denken jetzt auch alle, dass wir frisch verliebt sind!”

Kopfschüttel…

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Urlaub, Meer, Strand…

6. November 2008, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich machen am Abend einen kleinen Spaziergang um die Häuser.
Wir hatten Lust, noch ein paar Schritte zu gehen, also sind wir einfach losgegangen ohne bestimmtes Ziel.
Hand in Hand schlendern wir an den vielen kleinen Häusern vorbei.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Wenn man zu Fuß unterwegs ist, das ist schon interessant.”
“So? Was denn?”

“Naja, man sieht plötzlich Dinge, die man sonst hier nicht sieht.”
“Du meinst, weil du sonst mit deinem Auto nur dran vorbei rast, ja?”

“Ich rase ja gar nicht!”
“Natürlich nicht…”

“Hör auf jetzt und schau lieber mal da!”
“Wo? Was? Was ist denn da?”

“Da ist die Inselstraße.”
“Na und??”

“Das ist ein schöner Straßenname, finde ich.”
“Ähm…”

“In der Inselstraße möchte ich auch gerne wohnen.”
“Hier??”

“Nein, nicht unbedingt hier, aber in einer Inselstraße.”
“Was ist denn an der Inselstraße so besonders??”

“Das hört sich so nach Urlaub an, nach Meer, nach Strand…”
“Und deswegen möchtest du gerne in der Inselstraße wohnen??”

“Blumenweg finde ich auch schön, oder Am Wäldchen…”
“Oder im Blonde-Strähnen-Weg, Nimm-3-bezahl-nur-2-Schuhe-Straße, …”

“Quatsch! Solche Straßennamen gibt´s ja gar nicht!”
“Und das hat auch seinen guten Grund!”

“Du willst mich doch nur wieder veräppeln.”
“Können wir denn nicht einfach über was Normales reden??”

“Ich will mich doch nur ein bisschen mit dir unterhalten!”
“Über Straßennamen??”

“Warum nicht!? Was für Straßennamen findest du denn schön?”
“Also ich bevorzuge die Marzipanstraße oder den Bitter-Lemon-Weg…”

“Du bist so doof!”
“Du wolltest dich doch mit mir unterhalten, oder nicht?”

“Kirschgartenstraße, Schlossallee, Mühlental, Rosenweg…”
“Sag mal, wie kommst du denn auf diese ganzen Straßen??”

“Hat man doch alle schon mal gehört, oder?”
“Ach und unser popliger Straßenname reicht dir dann wohl nicht?”

“Hamburger Straße, pff! Voll langweilig.”
“Aber Schatz, du planst jetzt deshalb keinen Umzug, oder?”

“Das würde ich nur für eine einzige Straße in Bremen machen.”
“Ach! Und die wäre??”

“Die Häschenstraße. Ist das nicht süüüß?? Häschenstraße!”
“Das darf doch wohl nicht wahr sein…”

“Das ist eine kleine Straße in der Neustadt, die kenne ich!”
“Da denken wir bitte nicht weiter drüber nach, ja!?”

“Du bist so unromantisch!”
“Ich kenne dich doch! Wenn du dir mal was in den Kopf setzt, dann…”

“Wenn´s nach dir ginge, wüsste ich, wo wir wohnen würden.”
“So?? Und wo bitte schön??”

“In der Altmannstraße oder im Gurkenweg!”

Kopfschüttel…

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Das große Ding da

27. Oktober 2008, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Diesmal: Geschichte in der Maxi-Version!

Meine Liebste und ich statten dem Bremer Freimarkt – auch das Oktoberfest Norddeutschlands genannt – einen Besuch ab. Karussells, Futterbuden, Festzelte, tausend Leute… Na, das kann ja was werden!

“Meine Güte, ist das voll hier!”
“In diesem Gedrängel kann man nicht umfallen, Süße…”

“Vorsicht!”
“Was denn??”

“Drück meine Hand nicht so fest!”
“Aber ich…”

“Ich hab meine Fingernägel eben noch lackiert!”
“Na und??”

“Drück da nicht so drauf!”
“Wieso, sind die noch nicht trocken, oder was??”

“Das gibt Abdrücke!”
“Ach so! Und wie soll ich bitte dann…”

“Los, wir gehen jetzt Spanferkel-Brötchen essen, ja?”
“Also ich möchte kein Spanferkel, glaube ich…”

“Was möchtest du denn?”
“Hm…”

“Oh, schau, da ist ein Fischstand daneben, da gibt´s Backfisch!”
“Backfisch, hm…”

“Du nimmst am besten einen Backfisch.”
“Naja, ich weiß nicht…”

“Dann kann ich den mal bei dir probieren.”
“Ich dachte, du willst Spanferkel??”

“Ja, und das kannst du dann mal bei mir probieren!”
“Aber…”

“Schatz, wenn wir nicht bald mal was essen, verhungere ich!”
“Aber Backfisch…”

“Seit Stunden kannst du dich nicht entscheiden!”
“Ich wollte halt erst einmal gucken…”

“Du kriegst jetzt Backfisch!”
“Ich hätte aber viel lieber eine Currywurst…”

“Die kriegst du, nachdem wir in der Geisterbahn waren.”
“Welche Geisterbahn??”

“Die da, da gehen wir gleich hin!”

[Nachdem sowohl das Spanferkel als auch der Backfisch ihr Leben für uns lassen mussten, steuern wir das "Daemonium" an, eine Geisterbahn mit "lebenden Akteuren".
8 Euro später stehen wir in der Schlange und warten darauf, dass wir in eine der Gondeln einsteigen können.]

“Schatz, sag mal, möchtest du in einer Geisterbahn arbeiten??”
“Nein, es reicht mir schon, in einer zu wohnen…”

“Das soll ja wohl jetzt keine Anspielung auf mich sein, oder??”
“Nein, nein, Schatz… Nein, nein…”

“Und wieso wohnst du dann in einer Geisterbahn??”
“Ich meine, wegen der, ähm… Wegen…”

“Wegen der vielen Spinnweben in der Rumpelkammer?”
“Genau! Die hättest du ja auch schon längst mal wegmachen können.”

“Pff! Gut, dass ich die nicht weggemacht habe.”
“Gut? Was ist daran gut??”

“Weil ich ab heute von dir jeden Tag 4 Euro Eintritt verlange.”
“Bitte?? Dann werde ich…”

[Ich kann meinen Satz nicht beenden, da unsere Gondel kommt und wir von einem grimmigen Mitarbeiter der Geisterbahn in den Wagen hinein geschubst werden. Kaum geht die Fahrt los, senkt die Liebste ihren Kopf auf ihre Oberschenkel und legt die Hände über dem Hinterkopf zusammen...]

“Liebste?? Was machst du denn da??”

“Ich verstecke mich.”
“Wovor??”

“Die greifen einem hier in die Haare oder pieken einen oder so!”
“Aber so siehst du doch gar nichts!”

“Das macht nichts.”
“Komm sofort wieder nach oben!”

“Nein!”

[Die Fahrt ist nach ca. 1 Minute vorbei und tatsächlich wurden andere Leute in den Gondeln vor und nach uns von versteckten Gestalten persönlich erschreckt; nur wir nicht...]

“Die haben ja gar nichts gemacht!?”
“Nee. Du hast dich ja auch versteckt…”

“Aber dich hätten die doch erschrecken können!”
“Haben sie aber nun mal nicht.”

“Die werden sich selbst erschrocken haben, als sie dich sahen…”
“Sehr witzig! Sonst noch was?!”

“Wir gehen jetzt zum Kettenkarussell.”
“Habe ich gar nicht gesehen??”

“Da, das große Ding!”

[Es handelt sich beim "Starflyer" tatsächlich um ein Kettenkarussell, allerdings kreiselt man bei dem Ding nicht gemütlich am Boden mit Schunkelmusik, sondern in 55 Meter Höhe bei Techno und kräftigen Wind! Mir ist nicht ganz wohl bei der Sache und ich wundere mich, dass die Liebste einen solchen Vorschlag macht...]

“Kettenkarussell mag ich sehr.”
“Ähm, Schatz, das ist kein normales Karussell, ich meine…”

“Wieso? Kettenkarussell ist Kettenkarussell, oder nicht?”
“Naja, ich meine, wo dir doch schon auf unserem Balkon schlecht wird…”

“So hoch ist das doch gar nicht!”
“Hallo?? 55 Meter, frei hängend, an rostigen Ketten??”

“Jetzt stell dich nicht so seniorenhaft an und komm!”
“Wollen wir nicht lieber erst mal eine Runde zuschauen??”

“Ach was!”

[Meine Liebste kauft zwei Eintrittskarten und zerrt mich hinter sich her. Wenige Augenblicke später sitzen wir in unserer Doppelschaukel mit angelegten Sicherheitsgurten und fest verriegelten Stangen vor den Händen. Die Maschine beginnt, das Karussell langsam zu drehen und auf 55 Meter Höhe zu ziehen; der Wind ist beachtlich. Ich spüre, wie die Liebste meine Hand kräftig zusammendrückt, kein gutes Zeichen...]

“Uaahhaahaaaa! Ohgottogottogott! Mir wird schlecht!”
“Schatz! Wir sind gerade mal 5 Sekunden oben!”

“Hoffentlich wird das nicht schneller!”
“Glaube ich nicht…”

[Das Karussell wird - nach einer "lustigen" Ansage des Mannes am Mikrofon - heftig schneller...]

“AHAHAAHAHAAAHAHAAAAAHAHAHAAAAA! Schatz! Hilfe!!”
“Bleib ruhig Schatz, ganz ruhig, schneller wird es nicht.”

[Das Karussell beschleunigt - nach einem erneuten "spaßigen" Spruch des Mikromannes - auf gefühlte 20 Umdrehungen pro Sekunde. So schnell, dass sich die Kettensitze beinahe waagerecht nach außen richten! Der steife böige Wind sorgt dafür, dass die Gondeln zusätzlich noch auf ihrer eigenen Achse hin- und her drehen...]

“SCHAAAAAAATTZZZ! ICH WILL HIER RAUS!!!!”
“Jetzt nicht!”

“ARGGHGAAAGAAGAAAHHH BABABABABAAA!!”
“Liebste! Drück meine Hand nicht so stark, dein Nagellack!”

“MEIN NAGELLACK IST MIR TOTAL SCHEISSEGAL!!”
“Aber du bohrst deine Fingernägel in meine Hand!”

“AAAAAAAHHHHHHAAAAAAHHHH! Geht´s schon wieder runter??”
“Ja, aber nur langsam…”

[Das Karussell verharrt in 55 Meter Höhe...]

“OH GOTT IST MIR SCHLECHT! Geht´s auch wirklich runter??”
“Ja, aber eben langsam…”

[Das Karussell verharrt nach wie vor in 55 Meter Höhe bei Vollgas...]

“LÜGST DU MICH AUCH NICHT AN??”
“Nein, nein, gleich hast du es geschafft!”

[Auch mir wäre es mittlerweile lieber, das Karussell würde wieder nach unten gehen, tut es aber nicht... Der "heitere" Mann am Mikro erläutert, dass er uns noch ein paar Extrarunden schenkt, weil wir alle so nette Leute seien. Unerbittlich rüttelt der Wind an den Ketten und die Gesichtszüge der Liebsten sind versteinert, ebenso wie ihre Hand...]

“SCHAAATZ!! ICH MUSS MICH ÜBERGEBEN!!! UUUHHHRRGGHHH!”
“JETZT NICHT! GLEICH!”

[Endlich wird der Starflyer langsamer, die Kettensitze beruhigen sich etwas und es geht wieder nach unten... Als die Liebste aus ihrem Sitz springt, kann sie kaum mehr stehen. Eine junge Frau, die wohl die nächste Fahrt mitmachen wollte, überlegt es sich spontan anders, nachdem sie die Liebste gesehen hat. Ich greife mir die Liebste, halte sie fest und schiebe sie die Treppen hinunter auf den Vorplatz des Starflyers.]

“Boah, ist mir schlecht! Ich muss mich irgendwo hinsetzen!”
“Liebste, setz dich hier auf die Stufen…”

“Hier nicht! Wenn ich mich übergeben muss, dann nicht hier…”

[Die Liebste rennt volles Programm los, während sie allerdings meinen Arm noch festhält und ich aufgrund dessen nur knapp einem Crash auf dem Kopfsteinpflaster entgehe... Ohne Rücksicht auf Verluste steuert die Liebste eine Poffertjes-Bude an und noch bevor ich mich fragen kann, warum sie ausgerechnet dort hin will, zerrt sie mich durch einen kleinen Spalt an der Seite ins Dunkel hinter die Poffertjes-Bude. Hier sieht es ein wenig aus wie nach einem Bombeneinschlag, umringt von Wohnwagen, Paletten, Mülltonnen, Kisten und Werkzeugen.]

“ICH FALLE JETZT GLEICH UM, HILFE!”
“Schatz, setz dich doch erst mal da auf die Kiste…”

[Plötzlich geht die Hintertür der Poffertjes-Bude auf und drei erschrockene Personen in roten Schürzen schauen uns verdutzt an. Dem selbsterklärenden Gesicht der Liebsten sowie ihrer nicht mehr vorhandenen Gesichtsfarbe war es wohl zu verdanken, dass die drei "Holländer" sofort jede nur erdenkliche Hilfevariante anbieten, die ihnen einfällt. Während die Liebste jammernd erläutert, was passiert ist, gehe ich ein Stück zurück um die Bude herum und sehe, wie ca. 20 Leute ungeduldig vor der Theke auf ihre Poffertjes warten, während sich aber niemand mehr hinter den gusseisernen Formpfannen befindet, die bereits anfangen, zu qualmen... Etwas überrumpelt von den Ereignissen gehe ich schnell zurück zu meiner Liebsten, um die Holländer abzulösen, bevor die Poffertjes-Bude abbrennt, dann der gesamte Freimarkt abfackelt und wir als Auslöser morgen in der Zeitung stehen...]

“Schatz, die sagen, ich soll Wasser mit Salz trinken!”
“Ähm, so?”

“Ich glaube, ich möchte jetzt lieber nach Hause…”
“Tja, dann warten wir noch eine Minute und dann gehen wir besser…”

“Lass uns gehen, es tut mir leid…”
“Macht ja nichts, kann passieren…”

“Boah, ist mir schlecht!”
“Also, ich muss sagen, selbst für mich war das Karussell zu heftig…”

“Das Karussell?”
“Ähm… Das Kettenkarussell, ja? Schon vergessen??”

“Mir ist doch nicht von dem Karussell schlecht!”
“Wie bitte?? Wovon denn dann??”

“Das war der Backfisch, den ich bei dir probiert habe.”
“Ja klar, der Backfisch, sicher!”

“Eigentlich wollte ich ja noch ins Riesenrad…”
“WAS?? Bist du jetzt total verrückt geworden!?”

[Noch während ich das sage, beugt sich die Liebste über einen kleinen blauen Eimer und übergibt sich, als gäbe es kein Morgen mehr...]

“Boah, ist mir schlecht…”
“Ähm, das sieht man…”

“Wir müssen nächstes Jahr unbedingt wieder hier hin kommen!”

Kopfschüttel…

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Nirgendwo hin!

11. September 2008, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich wollen am Abend noch einen kleinen Spaziergang machen, das Wetter ist – zumindest für Bremer Verhältnisse – noch wunderschön.
Es soll auch kein ein großer Marsch werden, einfach nur noch ein Stündchen um die Häuser ziehen.

“Schatz? Wollen wir gleich los?”
“Ja, Süße.”

“Bis du fertig?”
“Nur noch Schuhe anziehen, dann bin ich fertig.”

“Keine Jacke??”
“Nee, wieso? Ist doch noch warm draußen?”

“Wie warm ist es denn?”
“Ähm… Keine Ahnung. Aber noch warm genug.”

“Schatz! Mit so einer Antwort kann ich nichts anfangen!”
“Dann geh auf den Balkon und fühl einfach selbst?”

“Nee, das funktioniert nicht, das ist kein guter Vergleich.”
“Und wieso nicht? Ist da vielleicht anderes Wetter, oder was??”

“Zwar das gleiche Wetter, aber Schatten und Wind und so.”
“Zum Fühlen wird es doch aber wohl reichen, oder??”

“Scheint denn die Sonne?”
“Liebste, dreh deinen Kopf doch einfach und schaue aus dem Fenster!”

“Glaubst du, ich bin doof, oder was?? Natürlich ist da Sonne!”
“Was soll denn dann die Frage??”

“Die Frage ist, ob die Sonne auch bleibt.”
“Ich glaube nicht, dass sie plötzlich wegrennen wird!”

“Aber vielleicht eine Wolke oder so?”
“Hör auf jetzt!”

“Ich weiß aber nicht, was ich nun anziehen soll!”
“Schatz, wir wollen nur einen kleinen Spaziergang machen!”

“Na und? Es macht aber keinen Spaß, wenn man frieren muss!”
“Du wirst nicht frieren! Es sind noch 20 Grad draußen.”

“Das kennt man doch, man geht raus und Schwups regnet es!”
“Es wird zwar nicht regnen, aber wenn, dann ist das eben so!”

“Dir ist das ja auch egal mit deinen paar Stoppeln auf dem Kopf!”
“Stoppeln?? Also hör mal, ich…”

“Ich muss meine Haare neu machen, wenn die nass werden!”
“DIE WERDEN NICHT NASS!”

“Ich nehme einen Schirm mit.”
“Gut. Schön. Aber ich trage den nicht, das sage ich jetzt schon!”

“Wieso denn nicht?? Halbe Strecke du, halbe Strecke ich!”
“Nee!”

“Oder willst du etwa nicht mit unter den Schirm?”
“Ich BRAUCHE nicht mit unter den Schirm, weil es nicht regnet!”

“Du könntest mir ruhig mal ein bisschen entgegenkommen.”
“Ich?? Ich will einfach nur mit dir einen Spaziergang machen!”

“Wundert mich sowieso, willst du ja sonst auch nicht.”
“Wie bitte??”

“Naja, zumindest nicht unter der Woche.”
“Gehen wir jetzt oder nicht!”

“Jajaja. Soll ich mir einfach einen Pullover umhängen?”
“Von mir aus, mach.”

“Den weißen?”
“Den weißen.”

“Und warum nicht den blauen?”
“Von mir aus auch den blauen.”

“Du bist so doof!”
“Wieso, was ist denn jetzt schon wieder??”

“Du hörst mir wieder mal nicht zu!”
“Wegen dem Pullover, oder was??”

“Ja, genau!”
“Also schön, dann häng dir den blauen Pullover um.”

“Wieso denn den blauen??”
“Du hast eine schwarze Hose an, also nimm den blauen.”

“Ich gehe mir dir nirgendwo hin!”
“Wieso denn?? Ich habe doch jetzt gesagt, was du anziehen sollst!”

“Ich rede kein Wort mehr mit dir!”
“Sag mal, spinnst du jetzt, was soll denn das!?”

“Du würdest nicht mal merken, ob ich es bin, die neben dir geht!”
“Wer soll denn sonst neben mir spazieren gehen??”

“Ich bin jetzt nicht zu irgendwelchen Späßen aufgelegt!”
“Warum regst du dich denn jetzt plötzlich so auf??”

“Weil du gesagt hast, dass ich den blauen Pullover anziehen soll.”
“Ja, das habe ich gesagt, und? Ist das jetzt schlimm, oder was??”

“Ja, das ist schlimm!”
“Wieso denn??”

“Ich habe gar keinen blauen Pullover!”

Kopfschüttel…

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Der Donners Dings

21. Mai 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen am herrlichen Mittwochabend bei Freunden im Garten, wir sind zum Grillen eingeladen worden.
Die Damen trinken Baileys, die Herren Bier; alles in allem eine entspannte Atmosphäre und viel Spaß haben wir auch!
Aber: da gibt es noch etwas anderes…

“Wo geht ihr denn hin, Schatz?”
“Wir Männer wollen gucken, wie es bei Werder steht, Süße.”

“Fußball??”
“Nee, Topfschlagen und Sackhüpfen.”

“Blödmann!”
“Heute ist UEFA-Cup Finale, läuft schon ne halbe Stunde.”

“Bleib hier!”
“Warum??”

“Wir sind zum Grillen hier und nicht zum Fußball gucken!”
“Aber wir wollen doch nur wissen, wie es steht!?”

“Jetzt??”
“Wann denn sonst, die spielen doch nunmal jetzt!?”

“Aber wir sitzen doch gerade hier alle so schön!”
“Ihr könnt ja auch gerne sitzen bleiben.”

“Nicole, Elli, sagt doch auch mal was!!”

[Nicole und Elli, die auch am Tisch sitzen und bereits seit einer Stunde an ihrem Baileys nuckeln, sagen zwar nichts, nicken aber beide erstaunlich synchron mit den Köpfen...]

“Siehste!”
“Wir sind doch aber in zwei Minuten wieder da!?”

“Das kenne ich, aus zwei Minuten werden dann zwanzig!”
“Wir wollen NUR schnell den Zwischenstand. Stimmt´s, Männer??”

[Ich wende mich fragend an Thomas und Stefan, die wie angewurzelt dastehen und quasi mitten im Lauf eingefroren zu sein scheinen.
Beide nicken - ebenfalls erstaunlich synchron - mit den Köpfen...]

“Ihr seid doch gar keine Fußball-Fans!?”
“Bei so einem Endspiel aber schon.”

“Der Fernseher bleibt aus!”
“Hallo?? Das ist ja wohl nicht deiner, sondern Thomas seiner!”

“Thomas macht das ja nur, weil du ihn angestiftet hast!”

[Bevor Thomas verteidigend etwas dazu sagen kann - was mir sehr recht gewesen wäre - legt die Liebste aber auch schon nach...]

“Thomas, ich weiß! Mach doch einfach das Radio an.”
“Und was soll das bitte??”

“Die sagen doch durch, wenn ein Tor fällt.”
“Das ist doch aber etwas völlig anderes!”

“Quatsch, da weiß man auch, wie es steht, stimmt´s, Mädels?”

[Nicole und Elli nicken erneut erstaunlich synchron mit dem Kopf...]

“Also Radio wäre in Ordnung.”
“Hallo?? Wir wollen aber Fußball GUCKEN! Oder was??”

[Thomas und Stefan nicken beipflichtend erstaunlich synchron...]

“Gegen wen spielt Werder denn eigentlich?”
“Gegen Donezk.”

“Wer ist das denn??”
“Ukraine.”

“Ach so, ja! Ich weiß! Und was soll das dann noch?”
“Was? Was soll was??”

“Naja Ukraine, ich meine, das ist doch dieser Milliardär, oder?”
“Wie bitte??”

“Die verlieren doch eh, was wollt ihr da gucken??”
“Woher willst du wissen, dass Donezk verlieren wird??”

“Donerest doch nicht! Ich meine Werder!”
“Du hast doch davon ÜBERHAUPT keine Ahnung!!”

“Wollen wir wetten, dass Donnelek gewinnt?”
“Donezk, es heißt Donezk!”

“Wie auch immer, die gewinnen. Braucht ihr gar nicht gucken.”

[Nicole und Elli nicken unaufgefordert erstaunlich synchron...]

“So, und jetzt setzt euch wieder hier zu uns.”
“Werder gewinnt, und sonst keiner!”

“Donners Dings gewinnt.”
“Werder!”

“Donners!”
“DONEZK!”

“Sag ich ja.”
“Nein, es heißt DONEZK, so schwer ist das ja wohl nicht!”

“Also wetten wir jetzt, oder was??”
“Um was denn??”

“Wenn ich gewinne, dann kriege ich was von dir.”
“Und was??”

“Eine Woche lang alles, was ich will!”
“Und wenn ich gewinne??”

“Dann kriegst DU eine Woche lang alles, was ich will!”

Kopfschüttel…

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Alle etwas gemeinsam

14. Mai 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen in unserem Wohnzimmer mit einem leckeren Glas Wein; irgendwie war uns heute danach und so haben wir ein erlesenes Fläschchen Rotwein aufgemacht.
Und in dieser angenehmen Atmosphäre lässt es sich natürlich auch gut plaudern.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Weißt du, was Simone neulich gesagt hat?”
“Nein. Aber die redet ja viel, wenn der Tag lang ist…”

“Sie hat gesagt, alle Männer hätten eines gemeinsam.”
“Aha, und was?”

“Sie sind eben alle nur Männer!”
“SEHR witzig. Dieser Kommentar passt absolut zu Simones Niveau…”

“Also ich finde das lustig!”
“Ja… War ja klar…”

“Und weißt du, was ich darauf geantwortet habe?”
“Ähm, das will ich gar nicht wissen, glaube ich…”

“Ich habe gesagt, dass Frauen auch alle was gemeinsam haben!”
“Kann ich dich irgendwie dazu bringen, mir das nicht zu verraten?”

“Nein. Ich will es dir ja sagen!”
“Dachte ich mir…”

“Also soll ich jetzt sagen, was ich gesagt habe?”
“Nein.”

“MANN!”
“Einen Versuch war es wert; also, was hast du gesagt?”

“Dass Frauen auch alle etwas gemeinsam haben.”
“Jaja, und? Was haben sie nun gemeinsam?”

“Sie suchen alle einen Mann, finden aber leider nur Männer!”

Kopfschüttel…

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Die muss mir helfen!

16. April 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich kommen am Abend ins Wohnzimmer und setzen uns; endlich ist der Tag vorbei! Sofort greift sich die Liebste die Fernsehzeitung und schaut nach, was heute geboten wird.
Dabei ist das eigentlich ganz überflüssig…

“Oh, heute Abend kommt eine neue Folge Super Nanny!”
“Das ist schön, Süße.”

“Das gucke ich!”
“Nee, das geht nicht.”

“Und wieso nicht??”
“Weil heute Fußball kommt.”

“Bitte?? Seit wann guckst du denn Fußball??”
“Seit wann guckst du denn Super Nanny??”

“Immer schon!”
“Aber wir haben doch gar keine Kinder!?”

“Na und?? Vielleicht haben wir ja mal welche.”
“Ach und da lernst du jetzt also schon mal auf Vorrat, quasi??”

“Nicht so direkt, aber schaden kann das für uns nicht.”
“Aber bei der Nanny sind doch immer nur Katastrophen-Eltern!”

“Eben.”
“Was heißt denn jetzt eben??”

“Naja, es liegt eben immer alles an den Eltern.”
“Richtig, na und??”

“Die Nanny kümmert sich ja hauptsächlich um die Erwachsenen.”
“Ach und du willst sagen, um uns müsste die sich dann auch…”

“Nur um mich müsste die sich kümmern.”
“Ähm… Nur um dich?? Um mich nicht??”

“Nee. Die muss MIR helfen. “
“Das verstehe ich jetzt wieder mal nicht, wieso nur dir??”

“Weil ich dich einfach nicht in den Griff bekomme!!”
“Bitte?? Du schraubst doch schon seit Jahren an mir rum!!”

“Aber es nutzt ja nichts!”
“Was soll das denn heißen?? Ich mache doch gar nichts!?”

“Wolltest du nicht Fußball gucken, obwohl die Nanny kommt?”
“Ja, das wollte ich! Äh, das WERDE ich, wollte ich sagen!”

“Eben! Unbelehrbarer geht es ja wohl nicht!”

Kopfschüttel…

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Meine Liebste und ich sind begeistert von dem tollen Frühlingswetter, das sich draußen breit gemacht hat! Sonne, Wärme, alles wird Grün…
Außerdem ist Sonntag, wir haben nichts vor, die Welt steht uns offen…
Da muss man einfach raus und was unternehmen!

“Was wollen wir denn unternehmen, Schatz?”
“Wollen wir zum Werdersee, Süße?”

“Oh ja!”
“Gut, dann fahren wir einmal drum herum und…”

“Ich will auch ein Eis haben!”
“Gibt´s da ja auch.”

“Gut, das machen wir! Waren wir lange nicht, am Werdersee!”
“Prima. Also ich würde gerne mit Inlinern fahren.”

“Mit Inlinern??”
“Ja, ist das ein Problem für dich?”

“Nee.”
“Gut.”

“Und ich fahre dann mit dem Fahrrad, oder was?”
“Würde ich doch vorschlagen, oder?”

“Gut.”
“Gut. Dann los.”

“Aber sag mal, wo sind denn eigentlich MEINE Inliner??”
“Ähm…”

“Ich weiß gar nicht, wo ich…”
“Ähm, Süße, du hast doch gar keine Inline-Skates!?”

“Ach ja…”
“Ich dachte, du könntest Inlinern nicht leiden??”

“Stimmt, ja… Kann ich gar nicht leiden.”
“Und gesundheitlich ist ansonsten alles in Ordnung, ja??”

“Jaja, ich hab das nur verwechselt.”
“Verwechselt?? Was hast du denn da verwechselt??”

“Ich musste an meine Schnorchelsachen denken, deswegen.”
“Schnorcheln?? Wieso denn schnorcheln??”

“Ich will ja gar nicht schnorcheln.”
“Aber…”

“Ich weiß bloß nicht, wo meine Schnorchelausrüstung ist.”
“Und was hat das jetzt mit dem Werdersee zu tun??”

“Da kann man doch gar nicht schnorcheln, oder?”
“Ähm, nein…”

“Dann brauche ich doch meine Taucherbrille auch gar nicht.”
“Natürlich nicht! Worüber reden wir denn jetzt eigentlich??”

“Du wolltest doch wissen, was mit meinen Tauchersachen ist!”
“Ich?? Ich wollte was ganz anderes wissen!”

“Was denn??”
“Ob, ob… Ob… Keine Ahnung, was wollte ich wissen?”

“Du weißt nicht mehr, was du wissen wolltest??”
“Wie sind wir denn auf Tauchen gekommen??”

“Weil…”
“Ach ja, jetzt weiß ich es wieder! Inlinern!”

“Nee, nicht Inlinern.”
“Sondern??”

“Schnorcheln.”
“Aber ich habe doch nichts zum Schnorcheln gefragt!?”

“Du redest doch die ganze Zeit von nichts anderem!”
“Ich??”

“Wo sind eigentlich DEINE Schnorchelsachen?”
“Warum willst du das denn JETZT wissen??”

“Weil meine Sachen vielleicht auch da sind, wo deine sind!”
“Aber wir wollen doch jetzt gar nicht schnorcheln!”

“Na und??”
“Wieso musst du denn dann jetzt unbedingt wissen, wo…”

“Weil ich dann einfach entspannter wäre, deswegen.”
“Ich brauche gleich auch unbedingt Entspannung!”

“Also weißt du nun, wo die Tauchersachen sind oder nicht!?”
“Ich weiß es, ja! In der Schublade im Schlafzimmerschrank!”

“Echt?”
“Ja!!!”

“Da gehören die eigentlich gar nicht hin.”
“Himmel! Ich werde gleich wahnsinnig!”

“Hast du die da rein gelegt??”
“Kann sein, was weiß ich, aber da sind sie auf jeden Fall!”

“Wäre mir das aufgefallen, wären die längst woanders.”
“Ich brech zusammen…”

[Meine Liebste schlurft ins Schlafzimmer und macht die unterste Schublade unseres Kleiderschrankes auf. Und siehe da: die Schublade ist fast leer, zumindest sind keine Schnorchelausrüstungen drin!]

“Hier sind ja gar keine Schnorchelsachen!”
“Hm… Also da waren sie auf jeden Fall drin nach unserem Urlaub!”

“Ach, jetzt weiß ich wieder, haha!”
“Ich weiß gar nicht, ob ich jetzt wissen will, was du wieder weißt…”

“Ich habe die Sachen ja doch schon weggeräumt! In den Keller!”
“Es ist nicht zu fassen…”

“Dass ich sowas vergesse, merkwürdig…”
“Merkwürdig ist gar kein Ausdruck…”

“Schön, dann können wir jetzt los. Hast du deine Inliner?”
“Noch nicht, die sind im Schuhschrank.”

“Nee.”
“Was heißt nee??”

“Die Dinger müssen ja wohl nicht im Schuhschrank stehen!”
“Und wieso nicht??”

“Der ist eh schon so klein!”
“Soll das heißen, dass du meine Inliner auch weggeräumt hast??”

“Wahrscheinlich.”
“Schön, und wohin??”

“Das sage ich dir nicht.”
“Wie bitte??”

“Du wolltest ja von meinen Tauchersachen auch nichts wissen!”
“Die Tauchersachen brauchen wir doch jetzt auch gar nicht!!”

“Einen Tipp gebe ich dir aber trotzdem.”
“Oh, das ist aber SEHR nett!”

“Finde meine Schnorchelsachen, dann haste auch deine Inliner!”

Kopfschüttel…

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Das ging wunderbar!

26. Januar 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste ist am Wochenende auf dem Weg zu einer Freundin nach Göttingen. Entgegen ihrer sonstigen Gewohnheiten ist sie mit dem Zug gefahren, aber die Liebste ist ja auch immer für eine Überraschung gut.
Wir hatten vereinbart, dass sie sich kurz meldet, wenn sie angekommen ist. Das Telefon klingelt.

“Hallo Schatz, ich bin jetzt da!”
“Das ist schön Süße, prima. Und? Wie war die Zugfahrt?”

“Super! Ich fahre ja sonst nicht so gerne Zug.”
“Eben. Deswegen frage ich ja.”

“Es hat alles geklappt und langweilig war es auch nicht.”
“So? Hast du ein paar nette Leute im Zug getroffen, oder was?”

“Nee. Aber ich habe fast eine ganze Stunde lang telefoniert.”
“Im Zug??”

“Das ging! Zwischendurch brach die Verbindung nur zweimal ab.”
“Aha. Naja, im ICE kann man mittlerweile ja auch gut telefonieren.”

“Das war so schön, ich konnte alle Leute mal wieder anrufen!”
“Und die hast du alle, ich meine, war das nicht ein bisschen teuer??”

“Schon, aber ich konnte dabei aus dem Fenster sehen und so…”
“Naja, mir egal, wenn´s dir Spaß macht…”

“Wenn ich am Sonntag zurück fahre, rufe ich wieder alle an!”
“Tu das. Freut mich, dass es dir gut geht.”

“Aber ich habe auch mal wieder die Hälfte zuhause vergessen.”
“So? Was denn?”

“Ich habe meine Handschuhe liegen lassen und mein Handy.”
“Ähm…”

Hoffentlich wird es nicht kalt am Wochenende…”
“Ähm, Schatz, sagtest du, dass du dein Handy vergessen hast??”

“Ja, in der Eile heute Morgen habe ich das wohl übersehen.”
“Aber…”

“Ich gehe NIE ohne mein Handy weg, ich fühle mich fast nackt!”
“Das kann ich mir bildlich vorstellen, aber sag mal…”

“Das muss noch auf der Ablage liegen, schau doch mal nach, ja?”

[Ich gehe leicht verwirrt in unseren Flur und schaue nach, was sich auf unserer Ablage neben der Eingangstür befindet.
Und tatsächlich: brav schlummert das hoch-heilige und stets wohl behütete Handy der Liebsten dort vor sich hin.]

“Und? ist es da?”
“Ja, es liegt hier…”

“Gott sei Dank…”
“Aber Liebste, wie hast du denn dann vom Zug aus telefoniert??”

“Mit dem Handy natürlich, womit denn sonst!?”
“Ja schon, aber… Dein Handy liegt doch hier??”

“Blöd, oder?”
“Ja, blöd, und womit hast du nun telefoniert??”

“Naja, ich habe heute Morgen aus Versehen DEINS eingesteckt!”

Kopfschüttel…

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Wir müssen raus

12. Januar 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sind am heutigen Sonntagmorgen bislang noch nicht so richtig aus den Pantoffeln gekommen; aber was soll´s, dafür sind Sonntage ja da, oder nicht?
Draußen scheint ausgesprochen herrliches Wetter zu sein, sonnig und kalt…
Das zehrt eindeutig am eigenen Gewissen.

“Schatz? Wir müssen jetzt raus.”
“Was? Was müssen wir??”

“Wir müssen raus.”
“Och Süße, muss das heute denn unbedingt…”

“Es ist superschönes Wetter draußen!”
“Ja, das stimmt.”

“Lass uns was zusammen unternehmen, ja?”
“Hm… Was denn?”

“Weiß nicht, schlag doch mal was vor?”
“Gut. Wir bleiben hier auf dem Sofa sitzen.”

“Schatz!”
“Aha, also nicht… Naja, hätte ja klappen können…”

“Du willst doch nicht den ganzen Tag hier sitzen, oder??”
“Ähm… Nein, nein. Natürlich nicht…”

“Gut. Also was machen wir jetzt?”
“Wir gehen ins Kino.”

“Och Mann, ich will RAUS, in die Natur! Nicht ins Kino!”
“Na schön, dann machen wir einen Spaziergang die Weser hoch.”

“Das haben wir doch schon tausend Mal gemacht.”
“Na und??”

“Können wir nicht mal woanders hin??”
“Tja… Fahren wir ins Blockland und gehen die Lesum hoch?”

“Im Blockland war ich noch nie.”
“Das ist dann wohl ein Grund mehr, da mal hin zu gehen.”

“Ist das denn weit?”
“Nein.”

“Aber ich will nicht nach 15 Minuten schon am Ziel sein!”
“Sondern??”

“Naja, so 2 Stündchen sollten wir schon laufen.”
“Im Blockland kann man locker 20 Stunden laufen.”

“So weit ist das??”
“So groß, ja. Aber wir können jederzeit umdrehen.”

“Hm, ich weiß nicht…”
“Das ist wunderschön da, was stimmt denn jetzt nicht??”

“Wenn das so auf dem einsamen Land ist, dann geht das nicht.”
“Und wieso nicht??”

“Naja, ich will doch zwischendurch einen heißen Kakao trinken?”
“Kakao??”

“Und zwischendurch mal eine Toilette wäre auch gut.”
“Ich dachte, wir wollen spazieren gehen??”

“Wollen wir ja auch!”
“Frauen… Also da gibt es mehrere kleine Lokale und Cafés.”

“So? Na gut; dann ist das ja geklärt.”
“Schön, dann lass uns los.”

“Moment, Moment! Nicht so schnell!”
“Wieso? Was ist??”

“Was muss ich denn da für Schuhe anziehen?”
“Am besten welche mit Sohle.”

“Sehr witzig! Was sind denn da für Wege?”
“Asphalt.”

“Asphalt?? Straßen?? Ich wollte doch Natur!”
“Ähm… Die Natur ist drum herum, also links und rechts und so…”

“Das hört sich alles sehr merkwürdig an…”
“Quatsch! Zieh jetzt deine Wanderschuhe an und gut iss!”

“Meine Wanderschuhe?? Wieso das denn??”
“Was weiß ich, Hauptsache, du ziehst dir irgendwelche Schuhe an.”

“Ich will doch nicht wandern gehen!”
“Dann zieh deine Flip-Flops an oder was weiß ich!”

“Was ziehst du denn an??”
“Schuhe.”

“Welche denn??”
“Schatz, kümmere dich einfach nicht um mich, ja?!”

“Also schön, dann ziehe ich meine Stiefel an und fertig.”
“Na endlich… Dann komm.”

“Aber die Sonne scheint!”
“Ähm… Und was soll das jetzt bitte wieder heißen??”

“Meine Sonnenbrille ist nicht da!!”
“Doch, die liegt auf deinem Schreibtisch.”

“Die doch nicht, ich meine die andere!”
“Himmel, ist doch egal, nimm doch einfach die, die da liegt!”

“Spinnst du?? Doch nicht zum spazieren gehen!”
“Ich breche zusammen…”

“Ohne meine Sonnenbrille gehe ich nicht raus.”
“Und wo ist die andere??”

“Die liegt bei Nicole.”
“Wie bitte?? Aber Nicole wohnt doch in Hamburg!?”

“Ja. Blöd, nicht?”
“Wieso liegt deine Sonnenbrille denn bei Nicole??”

“Habe ich da letzte Woche vergessen…”
“Na super! Und jetzt??”

“Hm… Dann muss ich wohl doch die andere nehmen, was?”
“Und warum machst du dann jetzt hier so einen Affentanz??”

“Ich habe nur laut gedacht, das wird man ja wohl dürfen!”
“Aber… Egal. Schatz, fehlt jetzt sonst noch irgendetwas?”

“Ich glaube nicht…”
“Dann können wir jetzt also los, ja?”

“Gleich.”
“Was ist denn noch??”

“Jetzt ist es halb eins; wann geht die Sonne unter?”
“Warum willst du das denn jetzt wissen??”

“Nun sag doch mal!”
“Was weiß ich, so gegen halb fünf oder so?”

“Dann haben wir ja noch ein bisschen Zeit, oder?”
“Zeit?? Wofür??”

“Dann kann ich mich ja noch ein Stündchen aufs Sofa kuscheln!”

Kopfschüttel…

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Küss mich!

9. Dezember 2008, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen am Abend vergnügt in der Bar Celona an der Bremer Schlachte und trinken Cocktails. Uns schräg gegenüber sitzt auch ein Pärchen, allerdings kommen die beiden gar nicht zum Trinken, da sie nur mit Händchen halten, Knutschen und sich Anlächeln beschäftigt sind…

“Die sind bestimmt frisch verliebt, guck mal!”
“Ja, sieht so aus, Süße…”

“Die ganze Zeit knutschen die schon rum.”
“Tja, wo die Liebe so hinfällt…”

“Wieso? Die passen doch ganz gut zusammen?”
“Tun sie das?”

“Ja.”
“Und wieso?”

“Findest du nicht, dass die gut zusammen passen?”
“Weiß ich nicht, woran soll man das erkennen??”

“Also erst einmal sind beide ordentlich angezogen.”
“Joah…”

“Und die haben beide eine ähnliche Figur.”
“Joah…”

“Und die sind beide irgendwie niedlich.”
“Niedlich? Naja…”

“Doch, die sind niedlich!”
“Na schön, dann sind sie halt niedlich.”

“Man sieht doch, dass die Chemie da stimmt!”
“Ekelhaft, dass die ihre Chemie so in der Öffentlichkeit…”

“Du bist doof! Die sind verliebt und dann dürfen die das!”
“Von mir aus…”

“Ob wir beide zusammen wohl auch so niedlich aussehen?”
“Wie die?? Wir sind doch ganz andere Typen.”

“Soll das heißen, wir sehen zusammen nicht so niedlich aus?”
“Du vielleicht, ich nicht.”

“Ich will doch aber wissen, wie wir zusammen aussehen!”
“Keine Ahnung, kannst ja mal rumfragen hier…”

“Los, küss mich.”
“Jetzt??”

“Wann denn sonst!? Küss mich.”
“Sehr romantisch…”

“Küsst du mich jetzt, oder nicht?!”
“Küss du mich doch!”

“Die da muss bestimmt nicht betteln, um geküsst zu werden!”
“Die will ich aber nicht küssen.”

“Du sollst MICH küssen, nicht die da!”
“Ach so…”

“Blödmann!”

[Die Liebste steht von ihrer Bank auf, kommt um den kleinen Tisch herum zu mir und setzt sich auf meinen Schoß.]

“Küss mich!”
“Schatz, du sitzt genau auf meinem…”

“Bin ich dir etwa zu schwer??”
“Nein, aber…Arrghh!”

“Jetzt nimm mich doch mal in den Arm!”
“Also schön, ist es so recht?”

“Ja, und jetzt küss mich! Aber verliebt.”
“Wie küsst man denn verliebt??”

“War ja klar, dass du das schon nicht mehr weißt!”

[Nachdem ich kurz darüber nachgedacht habe, wie denn wohl ein verliebter Kuss nun auszusehen hat, küsse ich - wie befohlen - die Liebste einmal heiß und innig und hoffe, dass es ihren Ansprüchen genügt hat...]

“Was! Das war´s jetzt schon??”
“Habe ich dich geküsst, oder nicht?”

“Aber doch nur ein Mal!”
“Wie oft muss man denn?”

“So oft, wie es sein muss eben!”
“Ähm… Und woher weiß man, wie oft das sein muss??”

“Bis die Frau dahin schmilzt und nur noch Sternchen sieht!”
“Und siehst du schon Sternchen?”

“Nein, völlige Finsternis. Los, noch mal!”

[Erneut greife ich mir die Liebste und gebe ihr einen heißen Hollywood-Kuss vom Allerfeinsten. Also wenn sie dabei jetzt vor lauter Sternchen den Mond nicht mehr sehen kann, dann weiß ich auch nicht!]

“-”
“Und?”

“Was und!”
“Alles voller Sternchen?”

“Wohl eher ein Teelicht…”
“Sehr witzig!”

“Guck mal da, der fasst ihr an den Popo!”
“DAS kann ich auch!”

“Nimm deine Hand da weg!”
“Das gehört aber auch zum verliebt sein.”

“Das kommt später, erst musst du mich verliebt anschauen.”
“Och Schatz!”

“Nun mach, du wirst mich ja wohl verliebt anschauen können!”
“Voila!”

“DAS nennst du verliebt anschauen??”
“Wie nennst du das denn??”

“So guckt man höchstens, wenn man an einem Käsestand steht!”
“Da kriegt man wenigstens was für sein Geld!”

“Du kriegst von mir auch was, und zwar einen Tritt in den…”
“Sei jetzt still, die Leute gucken alle schon!”

“Echt?? Super!”
“Was ist denn daran bitte super??”

“Die denken jetzt auch alle, dass wir frisch verliebt sind!”

Kopfschüttel…

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Urlaub, Meer, Strand…

6. November 2008, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich machen am Abend einen kleinen Spaziergang um die Häuser.
Wir hatten Lust, noch ein paar Schritte zu gehen, also sind wir einfach losgegangen ohne bestimmtes Ziel.
Hand in Hand schlendern wir an den vielen kleinen Häusern vorbei.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Wenn man zu Fuß unterwegs ist, das ist schon interessant.”
“So? Was denn?”

“Naja, man sieht plötzlich Dinge, die man sonst hier nicht sieht.”
“Du meinst, weil du sonst mit deinem Auto nur dran vorbei rast, ja?”

“Ich rase ja gar nicht!”
“Natürlich nicht…”

“Hör auf jetzt und schau lieber mal da!”
“Wo? Was? Was ist denn da?”

“Da ist die Inselstraße.”
“Na und??”

“Das ist ein schöner Straßenname, finde ich.”
“Ähm…”

“In der Inselstraße möchte ich auch gerne wohnen.”
“Hier??”

“Nein, nicht unbedingt hier, aber in einer Inselstraße.”
“Was ist denn an der Inselstraße so besonders??”

“Das hört sich so nach Urlaub an, nach Meer, nach Strand…”
“Und deswegen möchtest du gerne in der Inselstraße wohnen??”

“Blumenweg finde ich auch schön, oder Am Wäldchen…”
“Oder im Blonde-Strähnen-Weg, Nimm-3-bezahl-nur-2-Schuhe-Straße, …”

“Quatsch! Solche Straßennamen gibt´s ja gar nicht!”
“Und das hat auch seinen guten Grund!”

“Du willst mich doch nur wieder veräppeln.”
“Können wir denn nicht einfach über was Normales reden??”

“Ich will mich doch nur ein bisschen mit dir unterhalten!”
“Über Straßennamen??”

“Warum nicht!? Was für Straßennamen findest du denn schön?”
“Also ich bevorzuge die Marzipanstraße oder den Bitter-Lemon-Weg…”

“Du bist so doof!”
“Du wolltest dich doch mit mir unterhalten, oder nicht?”

“Kirschgartenstraße, Schlossallee, Mühlental, Rosenweg…”
“Sag mal, wie kommst du denn auf diese ganzen Straßen??”

“Hat man doch alle schon mal gehört, oder?”
“Ach und unser popliger Straßenname reicht dir dann wohl nicht?”

“Hamburger Straße, pff! Voll langweilig.”
“Aber Schatz, du planst jetzt deshalb keinen Umzug, oder?”

“Das würde ich nur für eine einzige Straße in Bremen machen.”
“Ach! Und die wäre??”

“Die Häschenstraße. Ist das nicht süüüß?? Häschenstraße!”
“Das darf doch wohl nicht wahr sein…”

“Das ist eine kleine Straße in der Neustadt, die kenne ich!”
“Da denken wir bitte nicht weiter drüber nach, ja!?”

“Du bist so unromantisch!”
“Ich kenne dich doch! Wenn du dir mal was in den Kopf setzt, dann…”

“Wenn´s nach dir ginge, wüsste ich, wo wir wohnen würden.”
“So?? Und wo bitte schön??”

“In der Altmannstraße oder im Gurkenweg!”

Kopfschüttel…

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Das große Ding da

27. Oktober 2008, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Diesmal: Geschichte in der Maxi-Version!

Meine Liebste und ich statten dem Bremer Freimarkt – auch das Oktoberfest Norddeutschlands genannt – einen Besuch ab. Karussells, Futterbuden, Festzelte, tausend Leute… Na, das kann ja was werden!

“Meine Güte, ist das voll hier!”
“In diesem Gedrängel kann man nicht umfallen, Süße…”

“Vorsicht!”
“Was denn??”

“Drück meine Hand nicht so fest!”
“Aber ich…”

“Ich hab meine Fingernägel eben noch lackiert!”
“Na und??”

“Drück da nicht so drauf!”
“Wieso, sind die noch nicht trocken, oder was??”

“Das gibt Abdrücke!”
“Ach so! Und wie soll ich bitte dann…”

“Los, wir gehen jetzt Spanferkel-Brötchen essen, ja?”
“Also ich möchte kein Spanferkel, glaube ich…”

“Was möchtest du denn?”
“Hm…”

“Oh, schau, da ist ein Fischstand daneben, da gibt´s Backfisch!”
“Backfisch, hm…”

“Du nimmst am besten einen Backfisch.”
“Naja, ich weiß nicht…”

“Dann kann ich den mal bei dir probieren.”
“Ich dachte, du willst Spanferkel??”

“Ja, und das kannst du dann mal bei mir probieren!”
“Aber…”

“Schatz, wenn wir nicht bald mal was essen, verhungere ich!”
“Aber Backfisch…”

“Seit Stunden kannst du dich nicht entscheiden!”
“Ich wollte halt erst einmal gucken…”

“Du kriegst jetzt Backfisch!”
“Ich hätte aber viel lieber eine Currywurst…”

“Die kriegst du, nachdem wir in der Geisterbahn waren.”
“Welche Geisterbahn??”

“Die da, da gehen wir gleich hin!”

[Nachdem sowohl das Spanferkel als auch der Backfisch ihr Leben für uns lassen mussten, steuern wir das "Daemonium" an, eine Geisterbahn mit "lebenden Akteuren".
8 Euro später stehen wir in der Schlange und warten darauf, dass wir in eine der Gondeln einsteigen können.]

“Schatz, sag mal, möchtest du in einer Geisterbahn arbeiten??”
“Nein, es reicht mir schon, in einer zu wohnen…”

“Das soll ja wohl jetzt keine Anspielung auf mich sein, oder??”
“Nein, nein, Schatz… Nein, nein…”

“Und wieso wohnst du dann in einer Geisterbahn??”
“Ich meine, wegen der, ähm… Wegen…”

“Wegen der vielen Spinnweben in der Rumpelkammer?”
“Genau! Die hättest du ja auch schon längst mal wegmachen können.”

“Pff! Gut, dass ich die nicht weggemacht habe.”
“Gut? Was ist daran gut??”

“Weil ich ab heute von dir jeden Tag 4 Euro Eintritt verlange.”
“Bitte?? Dann werde ich…”

[Ich kann meinen Satz nicht beenden, da unsere Gondel kommt und wir von einem grimmigen Mitarbeiter der Geisterbahn in den Wagen hinein geschubst werden. Kaum geht die Fahrt los, senkt die Liebste ihren Kopf auf ihre Oberschenkel und legt die Hände über dem Hinterkopf zusammen...]

“Liebste?? Was machst du denn da??”

“Ich verstecke mich.”
“Wovor??”

“Die greifen einem hier in die Haare oder pieken einen oder so!”
“Aber so siehst du doch gar nichts!”

“Das macht nichts.”
“Komm sofort wieder nach oben!”

“Nein!”

[Die Fahrt ist nach ca. 1 Minute vorbei und tatsächlich wurden andere Leute in den Gondeln vor und nach uns von versteckten Gestalten persönlich erschreckt; nur wir nicht...]

“Die haben ja gar nichts gemacht!?”
“Nee. Du hast dich ja auch versteckt…”

“Aber dich hätten die doch erschrecken können!”
“Haben sie aber nun mal nicht.”

“Die werden sich selbst erschrocken haben, als sie dich sahen…”
“Sehr witzig! Sonst noch was?!”

“Wir gehen jetzt zum Kettenkarussell.”
“Habe ich gar nicht gesehen??”

“Da, das große Ding!”

[Es handelt sich beim "Starflyer" tatsächlich um ein Kettenkarussell, allerdings kreiselt man bei dem Ding nicht gemütlich am Boden mit Schunkelmusik, sondern in 55 Meter Höhe bei Techno und kräftigen Wind! Mir ist nicht ganz wohl bei der Sache und ich wundere mich, dass die Liebste einen solchen Vorschlag macht...]

“Kettenkarussell mag ich sehr.”
“Ähm, Schatz, das ist kein normales Karussell, ich meine…”

“Wieso? Kettenkarussell ist Kettenkarussell, oder nicht?”
“Naja, ich meine, wo dir doch schon auf unserem Balkon schlecht wird…”

“So hoch ist das doch gar nicht!”
“Hallo?? 55 Meter, frei hängend, an rostigen Ketten??”

“Jetzt stell dich nicht so seniorenhaft an und komm!”
“Wollen wir nicht lieber erst mal eine Runde zuschauen??”

“Ach was!”

[Meine Liebste kauft zwei Eintrittskarten und zerrt mich hinter sich her. Wenige Augenblicke später sitzen wir in unserer Doppelschaukel mit angelegten Sicherheitsgurten und fest verriegelten Stangen vor den Händen. Die Maschine beginnt, das Karussell langsam zu drehen und auf 55 Meter Höhe zu ziehen; der Wind ist beachtlich. Ich spüre, wie die Liebste meine Hand kräftig zusammendrückt, kein gutes Zeichen...]

“Uaahhaahaaaa! Ohgottogottogott! Mir wird schlecht!”
“Schatz! Wir sind gerade mal 5 Sekunden oben!”

“Hoffentlich wird das nicht schneller!”
“Glaube ich nicht…”

[Das Karussell wird - nach einer "lustigen" Ansage des Mannes am Mikrofon - heftig schneller...]

“AHAHAAHAHAAAHAHAAAAAHAHAHAAAAA! Schatz! Hilfe!!”
“Bleib ruhig Schatz, ganz ruhig, schneller wird es nicht.”

[Das Karussell beschleunigt - nach einem erneuten "spaßigen" Spruch des Mikromannes - auf gefühlte 20 Umdrehungen pro Sekunde. So schnell, dass sich die Kettensitze beinahe waagerecht nach außen richten! Der steife böige Wind sorgt dafür, dass die Gondeln zusätzlich noch auf ihrer eigenen Achse hin- und her drehen...]

“SCHAAAAAAATTZZZ! ICH WILL HIER RAUS!!!!”
“Jetzt nicht!”

“ARGGHGAAAGAAGAAAHHH BABABABABAAA!!”
“Liebste! Drück meine Hand nicht so stark, dein Nagellack!”

“MEIN NAGELLACK IST MIR TOTAL SCHEISSEGAL!!”
“Aber du bohrst deine Fingernägel in meine Hand!”

“AAAAAAAHHHHHHAAAAAAHHHH! Geht´s schon wieder runter??”
“Ja, aber nur langsam…”

[Das Karussell verharrt in 55 Meter Höhe...]

“OH GOTT IST MIR SCHLECHT! Geht´s auch wirklich runter??”
“Ja, aber eben langsam…”

[Das Karussell verharrt nach wie vor in 55 Meter Höhe bei Vollgas...]

“LÜGST DU MICH AUCH NICHT AN??”
“Nein, nein, gleich hast du es geschafft!”

[Auch mir wäre es mittlerweile lieber, das Karussell würde wieder nach unten gehen, tut es aber nicht... Der "heitere" Mann am Mikro erläutert, dass er uns noch ein paar Extrarunden schenkt, weil wir alle so nette Leute seien. Unerbittlich rüttelt der Wind an den Ketten und die Gesichtszüge der Liebsten sind versteinert, ebenso wie ihre Hand...]

“SCHAAATZ!! ICH MUSS MICH ÜBERGEBEN!!! UUUHHHRRGGHHH!”
“JETZT NICHT! GLEICH!”

[Endlich wird der Starflyer langsamer, die Kettensitze beruhigen sich etwas und es geht wieder nach unten... Als die Liebste aus ihrem Sitz springt, kann sie kaum mehr stehen. Eine junge Frau, die wohl die nächste Fahrt mitmachen wollte, überlegt es sich spontan anders, nachdem sie die Liebste gesehen hat. Ich greife mir die Liebste, halte sie fest und schiebe sie die Treppen hinunter auf den Vorplatz des Starflyers.]

“Boah, ist mir schlecht! Ich muss mich irgendwo hinsetzen!”
“Liebste, setz dich hier auf die Stufen…”

“Hier nicht! Wenn ich mich übergeben muss, dann nicht hier…”

[Die Liebste rennt volles Programm los, während sie allerdings meinen Arm noch festhält und ich aufgrund dessen nur knapp einem Crash auf dem Kopfsteinpflaster entgehe... Ohne Rücksicht auf Verluste steuert die Liebste eine Poffertjes-Bude an und noch bevor ich mich fragen kann, warum sie ausgerechnet dort hin will, zerrt sie mich durch einen kleinen Spalt an der Seite ins Dunkel hinter die Poffertjes-Bude. Hier sieht es ein wenig aus wie nach einem Bombeneinschlag, umringt von Wohnwagen, Paletten, Mülltonnen, Kisten und Werkzeugen.]

“ICH FALLE JETZT GLEICH UM, HILFE!”
“Schatz, setz dich doch erst mal da auf die Kiste…”

[Plötzlich geht die Hintertür der Poffertjes-Bude auf und drei erschrockene Personen in roten Schürzen schauen uns verdutzt an. Dem selbsterklärenden Gesicht der Liebsten sowie ihrer nicht mehr vorhandenen Gesichtsfarbe war es wohl zu verdanken, dass die drei "Holländer" sofort jede nur erdenkliche Hilfevariante anbieten, die ihnen einfällt. Während die Liebste jammernd erläutert, was passiert ist, gehe ich ein Stück zurück um die Bude herum und sehe, wie ca. 20 Leute ungeduldig vor der Theke auf ihre Poffertjes warten, während sich aber niemand mehr hinter den gusseisernen Formpfannen befindet, die bereits anfangen, zu qualmen... Etwas überrumpelt von den Ereignissen gehe ich schnell zurück zu meiner Liebsten, um die Holländer abzulösen, bevor die Poffertjes-Bude abbrennt, dann der gesamte Freimarkt abfackelt und wir als Auslöser morgen in der Zeitung stehen...]

“Schatz, die sagen, ich soll Wasser mit Salz trinken!”
“Ähm, so?”

“Ich glaube, ich möchte jetzt lieber nach Hause…”
“Tja, dann warten wir noch eine Minute und dann gehen wir besser…”

“Lass uns gehen, es tut mir leid…”
“Macht ja nichts, kann passieren…”

“Boah, ist mir schlecht!”
“Also, ich muss sagen, selbst für mich war das Karussell zu heftig…”

“Das Karussell?”
“Ähm… Das Kettenkarussell, ja? Schon vergessen??”

“Mir ist doch nicht von dem Karussell schlecht!”
“Wie bitte?? Wovon denn dann??”

“Das war der Backfisch, den ich bei dir probiert habe.”
“Ja klar, der Backfisch, sicher!”

“Eigentlich wollte ich ja noch ins Riesenrad…”
“WAS?? Bist du jetzt total verrückt geworden!?”

[Noch während ich das sage, beugt sich die Liebste über einen kleinen blauen Eimer und übergibt sich, als gäbe es kein Morgen mehr...]

“Boah, ist mir schlecht…”
“Ähm, das sieht man…”

“Wir müssen nächstes Jahr unbedingt wieder hier hin kommen!”

Kopfschüttel…

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Nirgendwo hin!

11. September 2008, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich wollen am Abend noch einen kleinen Spaziergang machen, das Wetter ist – zumindest für Bremer Verhältnisse – noch wunderschön.
Es soll auch kein ein großer Marsch werden, einfach nur noch ein Stündchen um die Häuser ziehen.

“Schatz? Wollen wir gleich los?”
“Ja, Süße.”

“Bis du fertig?”
“Nur noch Schuhe anziehen, dann bin ich fertig.”

“Keine Jacke??”
“Nee, wieso? Ist doch noch warm draußen?”

“Wie warm ist es denn?”
“Ähm… Keine Ahnung. Aber noch warm genug.”

“Schatz! Mit so einer Antwort kann ich nichts anfangen!”
“Dann geh auf den Balkon und fühl einfach selbst?”

“Nee, das funktioniert nicht, das ist kein guter Vergleich.”
“Und wieso nicht? Ist da vielleicht anderes Wetter, oder was??”

“Zwar das gleiche Wetter, aber Schatten und Wind und so.”
“Zum Fühlen wird es doch aber wohl reichen, oder??”

“Scheint denn die Sonne?”
“Liebste, dreh deinen Kopf doch einfach und schaue aus dem Fenster!”

“Glaubst du, ich bin doof, oder was?? Natürlich ist da Sonne!”
“Was soll denn dann die Frage??”

“Die Frage ist, ob die Sonne auch bleibt.”
“Ich glaube nicht, dass sie plötzlich wegrennen wird!”

“Aber vielleicht eine Wolke oder so?”
“Hör auf jetzt!”

“Ich weiß aber nicht, was ich nun anziehen soll!”
“Schatz, wir wollen nur einen kleinen Spaziergang machen!”

“Na und? Es macht aber keinen Spaß, wenn man frieren muss!”
“Du wirst nicht frieren! Es sind noch 20 Grad draußen.”

“Das kennt man doch, man geht raus und Schwups regnet es!”
“Es wird zwar nicht regnen, aber wenn, dann ist das eben so!”

“Dir ist das ja auch egal mit deinen paar Stoppeln auf dem Kopf!”
“Stoppeln?? Also hör mal, ich…”

“Ich muss meine Haare neu machen, wenn die nass werden!”
“DIE WERDEN NICHT NASS!”

“Ich nehme einen Schirm mit.”
“Gut. Schön. Aber ich trage den nicht, das sage ich jetzt schon!”

“Wieso denn nicht?? Halbe Strecke du, halbe Strecke ich!”
“Nee!”

“Oder willst du etwa nicht mit unter den Schirm?”
“Ich BRAUCHE nicht mit unter den Schirm, weil es nicht regnet!”

“Du könntest mir ruhig mal ein bisschen entgegenkommen.”
“Ich?? Ich will einfach nur mit dir einen Spaziergang machen!”

“Wundert mich sowieso, willst du ja sonst auch nicht.”
“Wie bitte??”

“Naja, zumindest nicht unter der Woche.”
“Gehen wir jetzt oder nicht!”

“Jajaja. Soll ich mir einfach einen Pullover umhängen?”
“Von mir aus, mach.”

“Den weißen?”
“Den weißen.”

“Und warum nicht den blauen?”
“Von mir aus auch den blauen.”

“Du bist so doof!”
“Wieso, was ist denn jetzt schon wieder??”

“Du hörst mir wieder mal nicht zu!”
“Wegen dem Pullover, oder was??”

“Ja, genau!”
“Also schön, dann häng dir den blauen Pullover um.”

“Wieso denn den blauen??”
“Du hast eine schwarze Hose an, also nimm den blauen.”

“Ich gehe mir dir nirgendwo hin!”
“Wieso denn?? Ich habe doch jetzt gesagt, was du anziehen sollst!”

“Ich rede kein Wort mehr mit dir!”
“Sag mal, spinnst du jetzt, was soll denn das!?”

“Du würdest nicht mal merken, ob ich es bin, die neben dir geht!”
“Wer soll denn sonst neben mir spazieren gehen??”

“Ich bin jetzt nicht zu irgendwelchen Späßen aufgelegt!”
“Warum regst du dich denn jetzt plötzlich so auf??”

“Weil du gesagt hast, dass ich den blauen Pullover anziehen soll.”
“Ja, das habe ich gesagt, und? Ist das jetzt schlimm, oder was??”

“Ja, das ist schlimm!”
“Wieso denn??”

“Ich habe gar keinen blauen Pullover!”

Kopfschüttel…

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