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Baguette, fromage, finito!

30. September 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich machen einen Kurzurlaub in Annecy, einer kleinen schönen Stadt im Südosten Frankreichs nahe den Alpen.
Nachdem wir unser Hotel direkt am wundervollen See von Annecy bezogen haben, machen wir erst einmal einen ausgedehnten Spaziergang bei schönstem Sonnenwetter.

“Du Schatz, das ist richtig schön hier!”
“Ja, Süße. Deswegen sind wir ja auch hier.”

“Ich war eben noch nicht so oft in Frankreich.”
“Du magst ja auch kein Baguette, also warum auch…”

“Ja wohl mag ich Baguette!”
“Ja, aber nur mit Kräuterbutter, das ist was anderes.”

“Essen die hier nur Baguette?”
“Und Madeleines zum Frühstück.”

“Madeleines?? Was ist das denn??”
“Das sind, naja, so kleine Kuchen eigentlich.”

“Kuchen zum Frühstück??”
“Und Baguette, nicht zu vergessen.”

“Schon komisch… Und die Sprache erst…”
“Wieso? Was ist damit?”

“Sprichst du eigentlich gut Französisch, Schatz?”
“Ähm… Naja, ich hatte damals in der Schule, also…”

“Sag mal was, ja?”
“Och nee.”

“Och bitte!”
“Was soll ich denn sagen??”

“Was heißt denn zum Beispiel Liebste auf Französisch?”
“Mon chéri.”

“Nein, jetzt mal in echt!”
“Mon chéri, das heißt Liebste auf Französisch!”

“Echt??”
“Oui.”

“Du sprichst ja doch Französisch!”
“Quatsch. Nur so das Nötigste eben…”

“Was heißt denn Fahrrad?”
“La bicyclette.”

“Und was heißt Hund?”
“Le chien.”

“Und was heißt kleiner Hund?”
“Liebste, du fängst doch nicht schon wieder damit an!?”

“Nein, nein, ich will nur wissen, wie das heißt!”
“Le petit chien.”

“Wie süüüß!”
“Ja…”

“Schon toll, die französische Sprache, oder nicht?”
“Ja, aber schwer, finde ich.”

“Kannst du auch ganze Sätze sagen?”
“Nein.”

“Och bitte! Ich will das mal hören!”
“Dann mach im Hotel den Fernseher an.”

“Nein, von dir!”
“Was soll ich denn sagen…”

“Sag: Ich möchte Pizza essen.”
“Je veux manger de la pizza.”

“Mit Salami!”
“…avec salami.”

“Salami und Pizza sind ja doof…”
“Was? Wieso?”

“Naja das heißt ja wie bei uns auch!”
“Tja… Weil das vielleicht italienische Worte sind??”

“Na schön, dann sag was typisches Französisches.”
“Ähm… Keine Ahnung??”

“Sag: Hier ist es wunderschön und toll.”
“Ici, il est très magnifique et… ähm… Et formidable.”

“Formi was??”
“Formidable. Glaube ich…”

“Klingt eher nach Weichkäse…”
“Du bist auch so ein Weichkäse!”

“Was heißt denn Weichkäse auf Französisch?”
“Camembert wahrscheinlich…”

“So ein Blödsinn!”
“Vous avez seulement de fromage dans votre tête.”

“Was heiß denn das?? Irgendwas mit Käse??”
“Ja. Sehr viel Käse…”

“Du sprichst ja super Französisch!”
“Wohl kaum, das waren ja alles ganz einfache Sachen.”

“OK, dann sag…”
“…können wir das jetzt bitte lassen, ja?”

“Wieso, ich finde das toll, dass du das kannst!”
“Ich kann es ja gar nicht…”

“…ich wäre hier total aufgeschmissen ohne dich!”
“Die sprechen hier auch alle Englisch, keine Sorge…”

“Gut, aber ein letzter Satz noch, ja?”
“Muss das sein?”

“Ich will nur testen, ob du wirklich die Grundlagen kannst.”
“Na schön, also einen noch, aber dann ist Schluss!”

“Jajaja, also, ähm…”
“Was ist denn?”

“Ich muss überlegen…”
“Il me faut penser à quelque chose.”

“Was??”
“Sollte ich doch sagen??”

“Was solltest du sagen??”
“Il me faut penser à quelque chose!”

“Was heißt denn das??”
“Ich muss über etwas nachdenken! Hoffe ich zumindest…”

“Das solltest du NICHT sagen!”
“Du hast es aber gesagt!”

“Aber das solltest du nicht übersetzen!”
“Habe ich aber, und deshalb ist jetzt Schluss!”

“Das habe ich aber nur so für mich gesagt, nicht für dich!”
“Das ist egal.”

“Bitte, bitte, den einen noch, ja Schatz?”
“Aber dann ist Schluss! Finito!”

“Finito ist ja gar nicht Französisch…”
“Frag jetzt deinen Satz!”

“OK, dann sag: Meine Liebste ist die Allerbeste auf der ganzen Welt und wenn ich nicht so ein alter Sack wäre, dann würde ich sie jetzt auf Händen einmal rund um den See tragen und anschließend würde ich mit ihr noch in die Altstadt gehen und ihr fünf Paar neue Schuhe kaufen!”
“Ähm…”

“Na?”
“Kannst du das mit dem alten Sack noch einmal wiederholen, bitte!?”

“Meine Liebste ist die aller aller Allerbeste von der ganzen Welt und wenn ich nicht so ein Französisch-Angeber wäre, dann würde ich sie jetzt einmal rund um den See auf Händen tragen und dann noch mit ihr in die Altstadt gehen und ihr fünf Paar neue Schuhe kaufen! Und ein Eis, versteht sich!”
“Tja, tut mir wirklich sehr leid!!”

“Was tut dir sehr leid?”
“Das kann ich LEIDER nicht für dich übersetzen!”

“Wusste ich´s doch.”
“Was wusstest du!?”

“Dass du die wirklich wichtigen Sachen doch nicht drauf hast!”

Kopfschüttel…

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143-mal, 576-mal, 289-mal…

17. August 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sind am Abend im Auto auf dem Weg zu Freunden von uns, die wir anlässlich deren Urlaubsdia-Event (ja, so etwas gibt es tatsächlich noch) besuchen wollen.
Während der Fahrt unterhalten wir uns noch über diverse letzte Details…

“Wo waren die noch gleich in Urlaub, Schatz?”
“Neuseeland, Süße.”

“Ach ja, richtig. Warst du schon mal in Neuseeland?”
“Nein.”

“Ich auch nicht.”
“Ich weiß.”

“Woher weißt du denn das??”
“Weil du es mir bestimmt schon mal erzählt hättest.”

“Wieso sollte ich??”
“Weil du mir ALLES schon einmal erzählt hast, und das mehrfach.”

“Ich?? Mehrfach??”
“Richtig.”

“Was habe ich davon denn mehrfach erzählt??”
“Zum Beispiel den Teneriffa-Urlaub, wo du mit deiner Freundin warst.”

“Das war ja auch ein ganz besonderer Urlaub!”
“Ja, weiß ich.”

“Und das habe ich schon öfter erzählt??”
“Gefühlte 143-mal, würde ich sagen.”

“Quatsch!”
“Na gut, sagen wir 57-mal.”

“Das wüsste ich doch, wenn ich das schon mehrfach…”
“Liebste, ich weiß ALLES über deinen Teneriffa-Urlaub, glaub mir.”

“Von mir??”
“Ja, von wem denn wohl sonst??”

“Sag mal ein Detail!”
“Och nee, wir kriegen gleich noch genug Urlaubsthemen…”

“Jetzt sag doch mal was von dem, was ich dir erzählt haben soll!”
“Naja, ähm, also da war doch das mit dem Taxi, oder?”

“Was für ein Taxi denn?? Auf Teneriffa??”
“Seid ihr da nicht Taxi gefahren, obwohl ihr kein Geld hattet?”

“Wie kommst du denn auf die Idee??”
“…und dann musstet ihr dem Taxifahrer zur Strafe was vorsingen?”

“Was für ein Quatsch ist das denn??”
“Das hast DU mir doch erzählt, und zwar schon mehrmals!?”

“Ich weiß überhaupt gar nicht, wovon du sprichst??”

“Soll das heißen, dass du auf Teneriffa NICHT Taxi gefahren bist??”

“Doch, natürlich bin ich da Taxi gefahren.”

“Sag ich doch!?”

“Aber das war alles ganz anders!”
“Die Details vielleicht, aber im Kern stimmt es doch, oder??”

“Die Details sind aber das Entscheidende.”
“An die Details kann ich mich nicht mehr so genau erinnern.”

“Ich dachte, ich hätte dir das schon 576-mal erzählt??”
“Ja, aber so um 178 habe ich dann irgendwann abgeschaltet.”

“Du bist so doof!!”
“Aber richtig bleibt, dass du es mir schon mehrmals erzählt hast!”

“Aber du weißt ja gar nichts mehr davon!?”
“Das Nötigste weiß ich noch, keine Sorge.”

“Ich muss dir ja auch alles 289-mal erzählen!”
“34-mal reicht für normale Sachen völlig…”

“…sieht man ja, dass du dir selbst dann nichts merken kannst!”
“Warst du nun auf Teneriffa oder nicht??”

“Ja, aber das ist ja bloß ein Name, die GESCHICHTE macht´s!”

“Schön, heute Abend hören wir uns die Neuseeland-Geschichte an.”

“Dann pass aber wenigstens da ein bisschen auf.”
“Zum Glück gibt es ja schöne Bilder dazu.”

“Hoffentlich sind die auch schön…”

“Wieso? Letztes Jahr die Thailand-Bilder, die waren doch toll?”

“Ja, aber viele von den Portraits waren hässlich.”
“Nicht überall können die Menschen so schön sein wie auf Teneriffa.”

“Was soll das denn jetzt bitte heißen??”

“Menschen sehen in echt eben anders aus als in deinen Zeitschriften!”

“Und was hat das mit meinem Teneriffa-Urlaub zu tun??”
“Nichts, vergiss es, ja?”

“Apropos hässliche Fotos:”
“Ja?”

“Mir fällt ein, dass ich noch gar kein Kinderfoto von dir habe.”

Kopfschüttel…

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Können die etwa fliegen?

13. Juli 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich machen am Abend, nachdem es sich draußen etwas abgekühlt hat, eine kleine Radtour durch unser Umland.
Ich finde, es gibt nichts Entspannenderes nach einem stressigen Arbeitstag, als bei einem lauen Lüftchen gemächlich durch Land und Wiesen zu gleiten…

“Schatz, halt doch mal eben, halt doch mal an!”
“Was ist denn, Süße?”

“Mich hat was gestochen am Bein!”
“Was war es denn? Ein Elefant?”

“Nein, kein Elefant, du Blödmann!”
“Ich wollte nur höflich mal nachfragen.”

“Ein Elefant, pff! Du bist so doof!”
“Ja, ich hätte sicher bemerkt, wenn es ein Elefant gewesen wäre.”

“Sich über andere lustig machen ist NICHT lustig!”
“Man wird ja wohl mal ganz höflich fragen dürfen, oder??”

“Das war ja wohl eine total blöde Frage!”
“Tut mir sehr leid, Liebste.”
[Mit gekreuzten Fingern...]

“Wie soll das denn bitte ein Elefant gewesen sein??”
“OK, es war keiner.”

“Als wenn es hier Elefanten gäbe, pff!”
“Ist ja gut, können wir jetzt weiterfahren?”

“Und selbst wenn, können die etwa fliegen??”
“Ähm, nein, ich glaube nicht…”

“Eben! Deswegen kann das kein Elefant gewesen sein!”
“Liebste, ich wollte dich nur ärgern, ich weiß doch, dass…”

“…und Elefanten fressen Gras und Blätter, und nicht mein Blut!”
“Jaaaa doch…”

“Ja nee, das musst du dir jetzt schon mal anhören!”
“OK, ich habe es verstanden, danke.”

“Außerdem gibt´s Elefanten nur in Afrika und Asien.”
“Ich weiß.”

“Weißt du nicht, sonst hättest du ja nicht gefragt!”
“Es war doch nur ein Witz, sonst nichts!?”

“Nichts von Elefanten verstehen, aber hier doof rumquatschen.”
“Also was kann ich tun, damit du mit dem Elefantenkram aufhörst?”

“Du hast damit angefangen.”
“Ja, aber jetzt würde ich das gerne wieder beenden.”

“Pff.”
“Können wir dann jetzt weiterfahren, ja?”

“Nee.”
“Und warum nicht?”

“Vielleicht fliegen hier ja noch mehr Elefanten rum?”
“Och Süße, jetzt hör doch mal mit den blöden Elefanten auf!”

“Du hast angefangen, du, du, du und du!”
“Na schön, also es tut mir SEHR LEID!”

“Hm.”
“Können wir vielleicht noch einmal von vorne anfangen?”

“Na schön, ausnahmeweise.”
“Gut, also: was ist denn los, warum halten wir an?”

“Mich hat irgendwas gestochen, hier am Bein.”
“War es vielleicht eine – MÜCKE??”

“Kann gut sein, scheiß Mücken!”
“Dass du aber auch immer so ein Pech hast, du Arme…”

“Du bist so doof!”
“Ähm, habe ich schon wieder was Falsches gesagt??”

“Ist doch nur ein Mückenstich, kein Grund, so rumzuschleimen!”
“Aber ich wollte doch nur…”

“Dass du aber auch immer aus einer Mücke einen Elefanten machen musst!”

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Ich bin erstaunt!

1. Juli 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste sitzt auf dem Sofa und liest eine dieser Zeitschriften, die Männer niemals kaufen (und verstehen) würden.
Allerdings hat sich die Liebste in Schale geworfen; ich erinnere mich dunkel daran, dass sie heute noch irgendetwas vor hat…

“Warum guckst du mich so fragend an, Schatz?”
“Süße, ich überlege gerade, ob du heute noch weg wolltest…”

“Oh, ich bin erstaunt, dass du das noch weißt??”
“Erstaunt? Worüber jetzt?”

“Dass du mir anscheinend doch mal zugehört hast!”
“Naja, kommt schon mal vor, muss mich wohl vertan haben…”

“Ich bin heute noch mit Sylvia verabredet.”

“Ach ja, genau! Hast du mir ja erzählt.”

“Wir treffen uns bei ihr und dann mal sehen.”
“Aha…”

“Könnte später werden.”
“Gut, aber sag mal, wann wolltest du nochmal bei Sylvia sein?”

“Um 19.00 Uhr, wieso?”
“Ähm… Liebste, es IST jetzt bereits 19.00 Uhr!?”

“Ja, und?”
“Ähm…”

“So in 10 Minuten muss ich los.”

Kopfschüttel…

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Guck mal!

27. Juni 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen zuhause auf unserem Sofa.
Während ich mir im Fernsehen die sensationellen Bilder vom Sieg gegen England im Achtelfinale anschaue und das anschließende Interview mit Thomas Müller verfolge, feilt die Liebste – leicht ignorant – an ihren Fingernägeln herum.

“Ist das Spiel jetzt endlich vorbei?”
“Süße, das sieht man wohl doch! Natürlich ist es vorbei.”

“Schön, dass wir gewonnen haben. Ole. Ole. Ole.”
“Deine Begeisterung ist wirklich überwältigend…”

“Oh, da ist Poldi, guck mal!”
“Ich sehe ihn auch, Liebste.”

“Der hätte sich ja mal rasieren können, finde ich…”
“Der soll Fußball spielen, wen interessieren da ein paar Stoppeln…”

“Und Schweini! Guck, der Schweini ist da!”
“Liebste, ich sehe ihn auch, danke.”

“Oh, der hat sich ja richtig schick gemacht, guck mal!”

“Sei still, sonst kann ja keiner hören, was er sagt!”

“Interessiert dich das denn??”
“Natürlich interessiert mich das!”

“Echt?”
“Dich denn nicht??”

“Nö.”
“Und warum schreist du dann Poldi, Schweini, Poldi, Schweini??”

“Weil ich froh bin, dass die da mitspielen.”

“Da bist – DU – froh drüber??”

“Natürlich, du nicht?”

“Ähm, doch; ich freue mich darüber auch, aber warum denn du??”

“Weil die den Fußball auch für Frauen interessant machen.”
“Poldi und Schweini??”

“Natürlich!”
“Diesen Zusammenhang erklärst du mir aber jetzt bitte mal, ja??”

“Liegt das nicht auf der Hand??”
“Also Poldi und Schweini sind interessant für Frauen??”

“Ja, weil das so süße Namen sind, die kann ich mir merken!”

Kopfschüttel…

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Arche Noah

10. Mai 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich haben uns für den Sonntag einen Film aus der Videothek ausgeliehen, und zwar “Evan Allmächtig”.
Wer den Film schon kennt, der weiß: der Abgeordnete Evan trifft zufällig Gott in seinem Vorgarten und wird von ihm gebeten, eine Arche zu bauen. Der Film scheint der Liebsten großen Spaß zu machen…

“Haha, guck mal, die Waschbären da, haha!”
“Ja, das ist schön, Süße…”

“Ach übrigens, was ich dir noch sagen wollte…”
“Was?”

“Das kann ja mit der Arche gar nicht so gewesen sein damals.”
“So? Und wieso nicht?”

“Naja, Noah sollte doch alle Tiere mitnehmen, oder?”
“Von jedem zwei, richtig.”

“Und der hat die Arche doch aus Tannenholz gebaut, richtig??”
“So steht es zumindest in der Bibel, ja.”

“Na also! Das kann ja gar nicht funktioniert haben!”
“Aha, und warum nicht?”

“Dann hätte er ja auch zwei Holzwürmer mitnehmen müssen!”

Kopfschüttel…

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Meine Liebste und ich haben mitten in der Woche einen Tag frei, das kommt selten vor!
Also sitzen wir nun am späten Mittag in der Küche und überlegen, was wir mit dem restlichen Tag anfangen.
Heute könnten wir mal Sachen machen, zu denen wir an anderen Tagen nie kommen!
Mal sehen, ob die Liebste einen Wunsch hat…

“Schatz, was unternehmen wir denn nun heute Schönes?”
“Hm, keine Ahnung, Süße; hast du eine Idee?”

“Habe ich, aber zuerst einmal habe ich Hunger!”
“Aha, ja. Gut. Wollen wir vielleicht mal was ZUSAMMEN kochen?”

“Gute Idee, aber ich glaube, ich brauche heute was Schmieriges.”
“Was Schmieriges??”

“Ja, irgendetwas Ungesundes, Schmieriges, Böses!”
“Ähm… Und was schwebt dir da so vor?”

“Ich habe schon ewig keinen Hot Dog mehr gegessen!”
“Hot Dog? So ein Ding mit Würstchen drin und Zwiebeln und so?”

“Jaaaaa, SOWAS könnte ich jetzt gut verdrücken!”
“Das, ähm… Ist für deinen Geschmack eher etwas ungewöhnlich…”

“Ja, normalerweise esse ich ja solche Sachen auch gar nicht.”
“Aber heute schon?”

“Heute würde ich einen Hot Dog essen wollen, ja!”
“Naja, warum nicht… Allerdings wüsste ich gar nicht, wo…”

“Ich schon, ich schon! Lass uns los, ist nicht weit.”
“Du weißt, wo man Hot Dogs kriegt?”

“JEPP!”
“Na gut, dann… Willst du fahren oder soll ich?”

“Ich fahre, kein Problem.”
“Schön, na dann los!”

“Warte, ich muss noch die große Tasche holen.”
“Tasche? Was für eine Tasche??”

“Die liegt irgendwo im Haushaltsraum.”
“Ähm, Liebste, wie viele Hot Dogs willst du denn kaufen??”

“Öhm, maximal zwei, würde ich mal sagen.”
“Und wofür brauchst du dann eine Tasche??”

“Ja für die Hot Dogs natürlich nicht, du Dummerchen!”
“Wofür denn dann??”

“Weil wir dann doch keine kaufen brauchen?”
“Eine Tasche??”

“Ja, wir nehmen einfach unsere mit, das geht doch, oder?”
“Ähm…”

“Oder sagen die was, wenn man seine eigene Tasche mitbringt?”
“Wer sagst was? Wie? Was??”

“Schatz, wir wollen doch Hot Dogs essen oder nicht?”
“Ja, eben gerade das verwirrt mich ja!?”

“Du meinst, dass eine Tasche vielleicht gar nicht ausreicht?”
“Also Moment mal, zunächst…”

“Stimmt, du hast da sicher Recht.”
“Womit??”

“Wir sollten zusätzlich noch einen Wagen nehmen.”
“Für die Hot Dogs??”

“Nee, für IKEA! So, und jetzt mach den Mund zu und komm.”

Kopfschüttel…

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Das klingt ja so ernst?

12. April 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich machen am Wochenende einen kleinen Spaziergang durch den Wald rund um den Bremer Behlingsee.
Während die Liebste Ausschau nach Eichhörnchen hält, überlege ich mir, wie ich ein etwas ernsteres Gespräch mit ihr anfange…

“Wieso sind hier denn keine Eichhörnchen??”
“Die schlafen noch, Süße.”

“Quatsch!”
“Vielleicht hättest du einen Sack Nüsse mitnehmen sollen…”

“Nee, ich hab keinen Hunger.”
“Doch nicht für dich, für die Eichhörnchen!”

“Ach so!”
“Du, ich wollte da mal was mit dir besprechen.”

“Ich finde Eichhörnchen soooo niedlich!”
“Ja, ich weiß. Liebste, ich möchte etwas mit dir besprechen.”

“Ich habe im Gefühl, dass wir heute welche hier finden!”
“SCHATZ!”

“Was denn??”
“Ich möchte etwas mit dir besprechen!”

“Ist ja gut, alles gut! Was denn?”
“Schön, also:”

“Das klingt ja so ernst?”
“Ab und zu kann ich auch mal ernst sein, richtig.”

“Ist es was Schlimmes??”
“Nein, also schlimm jetzt nicht, aber…”

“Hat es was mit mir zu tun??”
“Ja.”

“Mit mir??”
“Ja, mit dir.”

“Was denn??”
“Ich wollte mit dir reden, wie du dich mir gegenüber verhältst.”

“Was??”
“Also, ich finde, du könntest mir manchmal etwas mehr…”

“Halt, warte, hast du gesehen?? Da!”
“Was?”

“Ich glaube, da sitzt ein Eichhörnchen im Baum! Da!”
“Liebste, könntest du mir jetzt mal 5 Minuten zuhören, bitte??”

“Tue ich ja, also was war?”
“Ich möchte, dass du mir mehr Respekt entgegen bringst.”

“Respekt?? Ich??”
“Ja. Ich meine, wir kennen uns ja schon sehr lange, aber…”

“Willst du damit sagen, ich würde dich nicht respektieren??”
“So extrem meine ich das nun auch nicht, aber…”

“Ich habe den allerhöchsten Respekt vor dir!”
“Manchmal aber nicht.”

“Nenn mir doch mal ein konkretes Beispiel?”
“Ähm, habe ich jetzt nicht, aber…”

“Also du musst mir schon ein Beispiel nennen!”
“Ich möchte aber lieber ganz allgemein mit dir reden!”

“Ich verstehe aber nicht, was du damit meinst??”
“Was war zum Beispiel neulich mit den Schaftsandaletten?”

“Was war denn da??”
“Ich wusste nicht, was das ist!”

“Musst du doch auch gar nicht wissen??”
“Richtig, aber du hast mich ausgelacht.”

“Weil du gesagt hast, das sei wahrscheinlich eine Kondomsorte!”
“Ja, aber das hättest du nicht gleich deinen ganzen Freundinnen per SMS schicken müssen, und schon gar nicht mit der Bitte, dass die mir das alle einmal ausführlich erklären sollten!”

“Die fanden das aber sehr lustig und haben sich alle bemüht!?”
“Eben! Und bis heute darf ich mir das von denen anhören!”

“Und das war respektlos, meinst du?”
“Ja. Das kränkt meinen Stolz und meine Ehre.”

“Quatsch! Außerdem machst du das mit mir auch dauernd!”
“Mache ich nicht!”

“Und was ist das da im Kopfschüttel-Blog jeden Tag??”
“Das ist etwas ganz anderes!”

“Jetzt sei nicht so einen Momise, äh, Mimose! Haha!”
“Liebste, ich meine es wirklich ernst!”

“Na schön.”
“Ja. Ich möchte mehr Respekt von dir!”

“Also, jetzt mal ernsthaft: ich liebe dich.”
“Hm.”

“Und ich bin immer wieder fasziniert, was du alles kannst.”
“Hm.”

“Du bist so vielseitig und kreativ, viel mehr, als ich.”
“Hm.”

“Ich und alle Leute, die wir kennen, schätzen dich sehr.”
“Hm.”

“Du hast klare Ziele und kennst immer eine Lösung.”
“Naja…”

“Niemandem bringe ich mehr Respekt entgegen, als dir!”
“Hm… Das ist schön, dass du das sagst.”

“Ich sage es nicht nur, ich meine es auch so!”
“Danke.”

“Ich stehe wirklich 150% hinter dir!”
“Ich auch hinter dir, Liebste.”

“Ich sehe dich jeden Tag wieder gerne an, entdecke was an dir.”
“Tatsächlich??”

“Ja, heute, jetzt gerade zum Beispiel ist mir was aufgefallen.”
“So? Was denn??”

“Dass du da einen Fleck auf deinem Hemd da unten hast.”
“Fleck? Wo??”

“Ätschibäsch, reingefallen!!”

Kopfschüttel…

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Ich suche nichts

9. April 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste sitzt an ihrem Laptop, als ich am Abend nach Hause komme.
Schon bei Betreten des Arbeitszimmers sehe ich sofort, dass die Liebste zwar konzentriert, aber mit einem Lächeln im Gesicht vor dem Bildschirm sitzt; was sie da wohl wieder macht!?

“Hallo Schatz!”
“Nabend Süße, na? Alles klar bei dir?”

“Alles klar, ja.”
“Und? Was machst du da Schönes?”

“Ich bin hier bei eBay.”
“Ach ja?? Wonach suchst du denn?”

“Ich suche nichts.”
“Aha, nichts. Das ist, ähm… Also guckst du nur mal so, ja?”

“Nee, nee, ich suche nichts!”
“Ähm… Also kaufst du auch nichts?”

“Das weiß ich noch nicht, so toll sind die Ergebnisse nicht.”
“Liebste, entschuldige, ich verstehe kein Wort!?”

“Weil ich doch mit Tina gesprochen habe.”
“Mit Tina??”

“Sie sagt, man könne bei eBay die verrücktesten Sachen finden.”
“Da muss ich ihr ausnahmsweise mal Recht geben…”

“…und man soll mal nach komischen Wörtern suchen, sagt sie.”
“DAS hört sich allerdings sehr nach typisch Tina an!”

“Sie hätte da schon tolle Schnäppchen machen können, sagt sie.”
“Ja…”

“Und das mache ich jetzt auch.”
“Ja, aber… Ich dachte, du suchst gar nichts??”

“Doch, ich suche NICHTS! Hier!”

[Jetzt erst verstehe ich, was die Liebste meint; sie sucht bei eBay nach dem Wort "nichts"... Die Ergebnisliste enthält tatsächlich sehr unterschiedliche Gegenstände, angefangen bei String Tangas (ein Hauch von Nichts) über Kishon-Bücher (Abraham kann nichts dafür) bis hin zu Bremsenreiniger (nichts reinigt besser) ist allerhand vertreten...]

“Ist das nicht toll??”
“Ähm… Willst du meine ehrliche Meinung dazu hören?”

“Eigentlich nicht, kenne ich sowieso schon.”
“Tja, dann, ähm, viel Spaß beim, ähm…”

“Spaß, ja, Spaß! Moment…”

[Die Liebste sucht bei eBay nach "Spaß"... Die Ergebnisliste überrascht mich, denn ich hätte jetzt nicht unbedingt Strickhefte und Gummipuppen für die Frau erwartet...]

“Haha, ist das nicht lustig??”
“Liebste, ich glaube, du verbringst zu viel Zeit mit Tina…”

“Wonach möchtest du denn mal suchen?”
“Das muss jetzt wirklich nicht sein, danke…”

Wirklich! Sehr gutes Stichwort, Moment…”

[Die Liebste tippt "wirklich" ein... Chilischoten, Küchenmesser, Einmachgläser, ein Buch (Titel: ist mein Hintern wirklich so dick?) sowie mehr als 7.000 weitere Ergebnisse... Und die Liebste hüpft freudig auf ihrem Stuhl herum und klatscht in die Hände... Gott, warum bleibt mir eigentlich nichts erspart!?]

“Guck, ein WIRKLICH schickes Hemd, möchtest du das haben?”
“Nein, aber danke, dass du gefragt hast…”

“Macht nichts, für dich habe ich schon was anderes gefunden.”
“Was anderes??”

“Ja. Ich suche ja schon länger.”
“Und was hast du für mich gefunden??”

“Das soll eine Überraschung werden.”
“Ich HASSE Überraschungen, vor allem, wenn sie was mit Tina zu t…”

“Quatsch, ich habe das passende Stichwort eingeben, und zack!”
“Was denn für ein Stichwort??”

[Klick]

“So, und jetzt darfst du raten, was ich für dich ausgesucht habe!”

Kopfschüttel…

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Nichts als Kirschen

5. April 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich genießen das lange Wochenende und haben ausnahmsweise nichts vor… Herrlich!
Und zur Überraschung des Tages habe ich etwas vorbereitet; mal sehen, ob ich die Liebste noch überraschen kann!

“Schatz, wo gehst du hin?”
“Ich gehe in die Küche, Süße.”

“…um dort WAS zu tun?”
“Ich will uns, ähm, dir einen Kuchen backen.”

“Was?? Einen Kuchen??”
“Einen Kuchen.”

“DU??”
“Ich, ja.”

“FÜR MICH??”
“Ja, für dich. Ich wollte dich damit überraschen.”

“Was denn für ein Kuchen??”
“Ähm, naja, also nichts Weltbewegendes…”

“Sag doch mal?”
“Es soll ein Kirschli-Kuchen werden.”

“Kirschli??”
“Ja, so mit Schokostückchen und Kirschen.”

“Tja, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll!”
“Du musst ja gar nichts sagen, nur essen.”

“Ich bin wirklich überrascht!”
“Das freut mich, denn das hatte ich vor.”

“Du kannst doch aber gar nicht backen!?”
“Natürlich kann ich backen!”

“Das wäre mir aber neu…”
“Nun ja, also so eine Backmischung kriege ich wohl noch hin.”

“Soll ich das nicht lieber machen?”
“Nein, nun lass mich doch mal!”

“Komm, ich mache das eben schnell.”
“Nein!”

“Warum denn nicht??”
“Weil ICH DIR einen Kuchen backen will, darum!”

“Ok, schön, dann helfe ich dir.”
“Nein.”

“Also ich darf dir nicht mal helfen??”
“Nein.”

“Du willst was für mich tun und sagst immer nur Nein!”
“Lass mich doch einfach den Kuchen backen!?”

“Ich finde das aber doof, dass ich nicht mitmachen darf!”
“Aber…”

“So habe ich mir unser Wochenende aber nicht vorgestellt!”
“Aber ich wollte dir doch nur eine Überraschung…”

“…und immer musst du das letzte Wort haben!!”
“Also Moment mal, du…”

“Ich kann nämlich sehr gut Kuchen backen, weißt du??”
“Ja, das weiß ich.”

“Gut, dann lass mich das machen.”
“Och Schatz, ich…”

“Da kann man viel verkehrt machen, glaub mir!”
“Quatsch, was soll man denn da verkehrt machen??”

“Außerdem wüsste ich gerne, was du da alles rein tust.”
“Bitte?? Nur das, was in der Backmischung ist, was sonst??”

“Siehst du, weil man das SO eben NICHT macht!”
“Was macht man denn nicht so??”

“Man verfeinert so einen Fertigkuchen immer noch.”
“Aha, und womit??”

“Mit diesem und jenem.”
“Na schön, dann tue ich noch Vanillezucker extra rein.”

“Um Gottes Willen, bloß nicht.”
“Warum nicht??”

“Ich dachte mir das schon, dass du da Unsinn machst!”
“Aber Vanille passt doch dazu, oder??”

“Ja, aber der Vanillezucker im Schrank ist längst abgelaufen.”
“Ähm…”

“Du kannst doch keine abgelaufenen Zutaten da rein tun!?”
“Sag mal, warum wirfst du ihn nicht weg, wenn du weißt, dass…”

“Weil der mich daran erinnern soll, dass wir neuen brauchen.”
“Das ist ja mal wieder totaler Humbug!?”

“Was willst du noch in den Kuchen machen!?”
“Nichts! Nur noch Kirschen!”

“Kirschen??”
“Die sind logischerweise nicht in der Backmischung…”

“Wir haben keine Kirschen.”
“Doch, haben wir.”

“Hast du welche gekauft??”
“Nein, wir hatten noch welche.”

“Kann nicht sein.”
“Och Liebste, jetzt hör doch mal auf, die Kirschen waren…”

“Unmöglich, wir haben schon ewig keine Kirschen mehr gekauft!”
“Aber da war noch ein Glas, glaub mir!”

“Die sind bestimmt schon längst abgelaufen!”
“Sind sie nicht!”

“Das glaube ich aber doch!”
“Los, komm, wir gehen in die Küche und sehen nach.”

[Ich gehe zügig in die Küche und die Liebste schlappt hinter mir her.
Das Glas Kirschen steht im Schrank hinter ein paar Erbsendosen und schnell habe ich es dort herausgefischt...]

“Und??”
“Hier, ähm… Die sind haltbar bis… 09.07.2012!”

“Siehste!”
“Was heißt denn siehste??”

“Na, aber das musst du jetzt schon zugeben!”
“Was denn zugeben??”

“Das ist schon ziemlich knapp!”

Kopfschüttel…

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Baguette, fromage, finito!

30. September 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich machen einen Kurzurlaub in Annecy, einer kleinen schönen Stadt im Südosten Frankreichs nahe den Alpen.
Nachdem wir unser Hotel direkt am wundervollen See von Annecy bezogen haben, machen wir erst einmal einen ausgedehnten Spaziergang bei schönstem Sonnenwetter.

“Du Schatz, das ist richtig schön hier!”
“Ja, Süße. Deswegen sind wir ja auch hier.”

“Ich war eben noch nicht so oft in Frankreich.”
“Du magst ja auch kein Baguette, also warum auch…”

“Ja wohl mag ich Baguette!”
“Ja, aber nur mit Kräuterbutter, das ist was anderes.”

“Essen die hier nur Baguette?”
“Und Madeleines zum Frühstück.”

“Madeleines?? Was ist das denn??”
“Das sind, naja, so kleine Kuchen eigentlich.”

“Kuchen zum Frühstück??”
“Und Baguette, nicht zu vergessen.”

“Schon komisch… Und die Sprache erst…”
“Wieso? Was ist damit?”

“Sprichst du eigentlich gut Französisch, Schatz?”
“Ähm… Naja, ich hatte damals in der Schule, also…”

“Sag mal was, ja?”
“Och nee.”

“Och bitte!”
“Was soll ich denn sagen??”

“Was heißt denn zum Beispiel Liebste auf Französisch?”
“Mon chéri.”

“Nein, jetzt mal in echt!”
“Mon chéri, das heißt Liebste auf Französisch!”

“Echt??”
“Oui.”

“Du sprichst ja doch Französisch!”
“Quatsch. Nur so das Nötigste eben…”

“Was heißt denn Fahrrad?”
“La bicyclette.”

“Und was heißt Hund?”
“Le chien.”

“Und was heißt kleiner Hund?”
“Liebste, du fängst doch nicht schon wieder damit an!?”

“Nein, nein, ich will nur wissen, wie das heißt!”
“Le petit chien.”

“Wie süüüß!”
“Ja…”

“Schon toll, die französische Sprache, oder nicht?”
“Ja, aber schwer, finde ich.”

“Kannst du auch ganze Sätze sagen?”
“Nein.”

“Och bitte! Ich will das mal hören!”
“Dann mach im Hotel den Fernseher an.”

“Nein, von dir!”
“Was soll ich denn sagen…”

“Sag: Ich möchte Pizza essen.”
“Je veux manger de la pizza.”

“Mit Salami!”
“…avec salami.”

“Salami und Pizza sind ja doof…”
“Was? Wieso?”

“Naja das heißt ja wie bei uns auch!”
“Tja… Weil das vielleicht italienische Worte sind??”

“Na schön, dann sag was typisches Französisches.”
“Ähm… Keine Ahnung??”

“Sag: Hier ist es wunderschön und toll.”
“Ici, il est très magnifique et… ähm… Et formidable.”

“Formi was??”
“Formidable. Glaube ich…”

“Klingt eher nach Weichkäse…”
“Du bist auch so ein Weichkäse!”

“Was heißt denn Weichkäse auf Französisch?”
“Camembert wahrscheinlich…”

“So ein Blödsinn!”
“Vous avez seulement de fromage dans votre tête.”

“Was heiß denn das?? Irgendwas mit Käse??”
“Ja. Sehr viel Käse…”

“Du sprichst ja super Französisch!”
“Wohl kaum, das waren ja alles ganz einfache Sachen.”

“OK, dann sag…”
“…können wir das jetzt bitte lassen, ja?”

“Wieso, ich finde das toll, dass du das kannst!”
“Ich kann es ja gar nicht…”

“…ich wäre hier total aufgeschmissen ohne dich!”
“Die sprechen hier auch alle Englisch, keine Sorge…”

“Gut, aber ein letzter Satz noch, ja?”
“Muss das sein?”

“Ich will nur testen, ob du wirklich die Grundlagen kannst.”
“Na schön, also einen noch, aber dann ist Schluss!”

“Jajaja, also, ähm…”
“Was ist denn?”

“Ich muss überlegen…”
“Il me faut penser à quelque chose.”

“Was??”
“Sollte ich doch sagen??”

“Was solltest du sagen??”
“Il me faut penser à quelque chose!”

“Was heißt denn das??”
“Ich muss über etwas nachdenken! Hoffe ich zumindest…”

“Das solltest du NICHT sagen!”
“Du hast es aber gesagt!”

“Aber das solltest du nicht übersetzen!”
“Habe ich aber, und deshalb ist jetzt Schluss!”

“Das habe ich aber nur so für mich gesagt, nicht für dich!”
“Das ist egal.”

“Bitte, bitte, den einen noch, ja Schatz?”
“Aber dann ist Schluss! Finito!”

“Finito ist ja gar nicht Französisch…”
“Frag jetzt deinen Satz!”

“OK, dann sag: Meine Liebste ist die Allerbeste auf der ganzen Welt und wenn ich nicht so ein alter Sack wäre, dann würde ich sie jetzt auf Händen einmal rund um den See tragen und anschließend würde ich mit ihr noch in die Altstadt gehen und ihr fünf Paar neue Schuhe kaufen!”
“Ähm…”

“Na?”
“Kannst du das mit dem alten Sack noch einmal wiederholen, bitte!?”

“Meine Liebste ist die aller aller Allerbeste von der ganzen Welt und wenn ich nicht so ein Französisch-Angeber wäre, dann würde ich sie jetzt einmal rund um den See auf Händen tragen und dann noch mit ihr in die Altstadt gehen und ihr fünf Paar neue Schuhe kaufen! Und ein Eis, versteht sich!”
“Tja, tut mir wirklich sehr leid!!”

“Was tut dir sehr leid?”
“Das kann ich LEIDER nicht für dich übersetzen!”

“Wusste ich´s doch.”
“Was wusstest du!?”

“Dass du die wirklich wichtigen Sachen doch nicht drauf hast!”

Kopfschüttel…

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143-mal, 576-mal, 289-mal…

17. August 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sind am Abend im Auto auf dem Weg zu Freunden von uns, die wir anlässlich deren Urlaubsdia-Event (ja, so etwas gibt es tatsächlich noch) besuchen wollen.
Während der Fahrt unterhalten wir uns noch über diverse letzte Details…

“Wo waren die noch gleich in Urlaub, Schatz?”
“Neuseeland, Süße.”

“Ach ja, richtig. Warst du schon mal in Neuseeland?”
“Nein.”

“Ich auch nicht.”
“Ich weiß.”

“Woher weißt du denn das??”
“Weil du es mir bestimmt schon mal erzählt hättest.”

“Wieso sollte ich??”
“Weil du mir ALLES schon einmal erzählt hast, und das mehrfach.”

“Ich?? Mehrfach??”
“Richtig.”

“Was habe ich davon denn mehrfach erzählt??”
“Zum Beispiel den Teneriffa-Urlaub, wo du mit deiner Freundin warst.”

“Das war ja auch ein ganz besonderer Urlaub!”
“Ja, weiß ich.”

“Und das habe ich schon öfter erzählt??”
“Gefühlte 143-mal, würde ich sagen.”

“Quatsch!”
“Na gut, sagen wir 57-mal.”

“Das wüsste ich doch, wenn ich das schon mehrfach…”
“Liebste, ich weiß ALLES über deinen Teneriffa-Urlaub, glaub mir.”

“Von mir??”
“Ja, von wem denn wohl sonst??”

“Sag mal ein Detail!”
“Och nee, wir kriegen gleich noch genug Urlaubsthemen…”

“Jetzt sag doch mal was von dem, was ich dir erzählt haben soll!”
“Naja, ähm, also da war doch das mit dem Taxi, oder?”

“Was für ein Taxi denn?? Auf Teneriffa??”
“Seid ihr da nicht Taxi gefahren, obwohl ihr kein Geld hattet?”

“Wie kommst du denn auf die Idee??”
“…und dann musstet ihr dem Taxifahrer zur Strafe was vorsingen?”

“Was für ein Quatsch ist das denn??”
“Das hast DU mir doch erzählt, und zwar schon mehrmals!?”

“Ich weiß überhaupt gar nicht, wovon du sprichst??”

“Soll das heißen, dass du auf Teneriffa NICHT Taxi gefahren bist??”

“Doch, natürlich bin ich da Taxi gefahren.”

“Sag ich doch!?”

“Aber das war alles ganz anders!”
“Die Details vielleicht, aber im Kern stimmt es doch, oder??”

“Die Details sind aber das Entscheidende.”
“An die Details kann ich mich nicht mehr so genau erinnern.”

“Ich dachte, ich hätte dir das schon 576-mal erzählt??”
“Ja, aber so um 178 habe ich dann irgendwann abgeschaltet.”

“Du bist so doof!!”
“Aber richtig bleibt, dass du es mir schon mehrmals erzählt hast!”

“Aber du weißt ja gar nichts mehr davon!?”
“Das Nötigste weiß ich noch, keine Sorge.”

“Ich muss dir ja auch alles 289-mal erzählen!”
“34-mal reicht für normale Sachen völlig…”

“…sieht man ja, dass du dir selbst dann nichts merken kannst!”
“Warst du nun auf Teneriffa oder nicht??”

“Ja, aber das ist ja bloß ein Name, die GESCHICHTE macht´s!”

“Schön, heute Abend hören wir uns die Neuseeland-Geschichte an.”

“Dann pass aber wenigstens da ein bisschen auf.”
“Zum Glück gibt es ja schöne Bilder dazu.”

“Hoffentlich sind die auch schön…”

“Wieso? Letztes Jahr die Thailand-Bilder, die waren doch toll?”

“Ja, aber viele von den Portraits waren hässlich.”
“Nicht überall können die Menschen so schön sein wie auf Teneriffa.”

“Was soll das denn jetzt bitte heißen??”

“Menschen sehen in echt eben anders aus als in deinen Zeitschriften!”

“Und was hat das mit meinem Teneriffa-Urlaub zu tun??”
“Nichts, vergiss es, ja?”

“Apropos hässliche Fotos:”
“Ja?”

“Mir fällt ein, dass ich noch gar kein Kinderfoto von dir habe.”

Kopfschüttel…

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Können die etwa fliegen?

13. Juli 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich machen am Abend, nachdem es sich draußen etwas abgekühlt hat, eine kleine Radtour durch unser Umland.
Ich finde, es gibt nichts Entspannenderes nach einem stressigen Arbeitstag, als bei einem lauen Lüftchen gemächlich durch Land und Wiesen zu gleiten…

“Schatz, halt doch mal eben, halt doch mal an!”
“Was ist denn, Süße?”

“Mich hat was gestochen am Bein!”
“Was war es denn? Ein Elefant?”

“Nein, kein Elefant, du Blödmann!”
“Ich wollte nur höflich mal nachfragen.”

“Ein Elefant, pff! Du bist so doof!”
“Ja, ich hätte sicher bemerkt, wenn es ein Elefant gewesen wäre.”

“Sich über andere lustig machen ist NICHT lustig!”
“Man wird ja wohl mal ganz höflich fragen dürfen, oder??”

“Das war ja wohl eine total blöde Frage!”
“Tut mir sehr leid, Liebste.”
[Mit gekreuzten Fingern...]

“Wie soll das denn bitte ein Elefant gewesen sein??”
“OK, es war keiner.”

“Als wenn es hier Elefanten gäbe, pff!”
“Ist ja gut, können wir jetzt weiterfahren?”

“Und selbst wenn, können die etwa fliegen??”
“Ähm, nein, ich glaube nicht…”

“Eben! Deswegen kann das kein Elefant gewesen sein!”
“Liebste, ich wollte dich nur ärgern, ich weiß doch, dass…”

“…und Elefanten fressen Gras und Blätter, und nicht mein Blut!”
“Jaaaa doch…”

“Ja nee, das musst du dir jetzt schon mal anhören!”
“OK, ich habe es verstanden, danke.”

“Außerdem gibt´s Elefanten nur in Afrika und Asien.”
“Ich weiß.”

“Weißt du nicht, sonst hättest du ja nicht gefragt!”
“Es war doch nur ein Witz, sonst nichts!?”

“Nichts von Elefanten verstehen, aber hier doof rumquatschen.”
“Also was kann ich tun, damit du mit dem Elefantenkram aufhörst?”

“Du hast damit angefangen.”
“Ja, aber jetzt würde ich das gerne wieder beenden.”

“Pff.”
“Können wir dann jetzt weiterfahren, ja?”

“Nee.”
“Und warum nicht?”

“Vielleicht fliegen hier ja noch mehr Elefanten rum?”
“Och Süße, jetzt hör doch mal mit den blöden Elefanten auf!”

“Du hast angefangen, du, du, du und du!”
“Na schön, also es tut mir SEHR LEID!”

“Hm.”
“Können wir vielleicht noch einmal von vorne anfangen?”

“Na schön, ausnahmeweise.”
“Gut, also: was ist denn los, warum halten wir an?”

“Mich hat irgendwas gestochen, hier am Bein.”
“War es vielleicht eine – MÜCKE??”

“Kann gut sein, scheiß Mücken!”
“Dass du aber auch immer so ein Pech hast, du Arme…”

“Du bist so doof!”
“Ähm, habe ich schon wieder was Falsches gesagt??”

“Ist doch nur ein Mückenstich, kein Grund, so rumzuschleimen!”
“Aber ich wollte doch nur…”

“Dass du aber auch immer aus einer Mücke einen Elefanten machen musst!”

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Ich bin erstaunt!

1. Juli 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste sitzt auf dem Sofa und liest eine dieser Zeitschriften, die Männer niemals kaufen (und verstehen) würden.
Allerdings hat sich die Liebste in Schale geworfen; ich erinnere mich dunkel daran, dass sie heute noch irgendetwas vor hat…

“Warum guckst du mich so fragend an, Schatz?”
“Süße, ich überlege gerade, ob du heute noch weg wolltest…”

“Oh, ich bin erstaunt, dass du das noch weißt??”
“Erstaunt? Worüber jetzt?”

“Dass du mir anscheinend doch mal zugehört hast!”
“Naja, kommt schon mal vor, muss mich wohl vertan haben…”

“Ich bin heute noch mit Sylvia verabredet.”

“Ach ja, genau! Hast du mir ja erzählt.”

“Wir treffen uns bei ihr und dann mal sehen.”
“Aha…”

“Könnte später werden.”
“Gut, aber sag mal, wann wolltest du nochmal bei Sylvia sein?”

“Um 19.00 Uhr, wieso?”
“Ähm… Liebste, es IST jetzt bereits 19.00 Uhr!?”

“Ja, und?”
“Ähm…”

“So in 10 Minuten muss ich los.”

Kopfschüttel…

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Guck mal!

27. Juni 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen zuhause auf unserem Sofa.
Während ich mir im Fernsehen die sensationellen Bilder vom Sieg gegen England im Achtelfinale anschaue und das anschließende Interview mit Thomas Müller verfolge, feilt die Liebste – leicht ignorant – an ihren Fingernägeln herum.

“Ist das Spiel jetzt endlich vorbei?”
“Süße, das sieht man wohl doch! Natürlich ist es vorbei.”

“Schön, dass wir gewonnen haben. Ole. Ole. Ole.”
“Deine Begeisterung ist wirklich überwältigend…”

“Oh, da ist Poldi, guck mal!”
“Ich sehe ihn auch, Liebste.”

“Der hätte sich ja mal rasieren können, finde ich…”
“Der soll Fußball spielen, wen interessieren da ein paar Stoppeln…”

“Und Schweini! Guck, der Schweini ist da!”
“Liebste, ich sehe ihn auch, danke.”

“Oh, der hat sich ja richtig schick gemacht, guck mal!”

“Sei still, sonst kann ja keiner hören, was er sagt!”

“Interessiert dich das denn??”
“Natürlich interessiert mich das!”

“Echt?”
“Dich denn nicht??”

“Nö.”
“Und warum schreist du dann Poldi, Schweini, Poldi, Schweini??”

“Weil ich froh bin, dass die da mitspielen.”

“Da bist – DU – froh drüber??”

“Natürlich, du nicht?”

“Ähm, doch; ich freue mich darüber auch, aber warum denn du??”

“Weil die den Fußball auch für Frauen interessant machen.”
“Poldi und Schweini??”

“Natürlich!”
“Diesen Zusammenhang erklärst du mir aber jetzt bitte mal, ja??”

“Liegt das nicht auf der Hand??”
“Also Poldi und Schweini sind interessant für Frauen??”

“Ja, weil das so süße Namen sind, die kann ich mir merken!”

Kopfschüttel…

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Arche Noah

10. Mai 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich haben uns für den Sonntag einen Film aus der Videothek ausgeliehen, und zwar “Evan Allmächtig”.
Wer den Film schon kennt, der weiß: der Abgeordnete Evan trifft zufällig Gott in seinem Vorgarten und wird von ihm gebeten, eine Arche zu bauen. Der Film scheint der Liebsten großen Spaß zu machen…

“Haha, guck mal, die Waschbären da, haha!”
“Ja, das ist schön, Süße…”

“Ach übrigens, was ich dir noch sagen wollte…”
“Was?”

“Das kann ja mit der Arche gar nicht so gewesen sein damals.”
“So? Und wieso nicht?”

“Naja, Noah sollte doch alle Tiere mitnehmen, oder?”
“Von jedem zwei, richtig.”

“Und der hat die Arche doch aus Tannenholz gebaut, richtig??”
“So steht es zumindest in der Bibel, ja.”

“Na also! Das kann ja gar nicht funktioniert haben!”
“Aha, und warum nicht?”

“Dann hätte er ja auch zwei Holzwürmer mitnehmen müssen!”

Kopfschüttel…

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Meine Liebste und ich haben mitten in der Woche einen Tag frei, das kommt selten vor!
Also sitzen wir nun am späten Mittag in der Küche und überlegen, was wir mit dem restlichen Tag anfangen.
Heute könnten wir mal Sachen machen, zu denen wir an anderen Tagen nie kommen!
Mal sehen, ob die Liebste einen Wunsch hat…

“Schatz, was unternehmen wir denn nun heute Schönes?”
“Hm, keine Ahnung, Süße; hast du eine Idee?”

“Habe ich, aber zuerst einmal habe ich Hunger!”
“Aha, ja. Gut. Wollen wir vielleicht mal was ZUSAMMEN kochen?”

“Gute Idee, aber ich glaube, ich brauche heute was Schmieriges.”
“Was Schmieriges??”

“Ja, irgendetwas Ungesundes, Schmieriges, Böses!”
“Ähm… Und was schwebt dir da so vor?”

“Ich habe schon ewig keinen Hot Dog mehr gegessen!”
“Hot Dog? So ein Ding mit Würstchen drin und Zwiebeln und so?”

“Jaaaaa, SOWAS könnte ich jetzt gut verdrücken!”
“Das, ähm… Ist für deinen Geschmack eher etwas ungewöhnlich…”

“Ja, normalerweise esse ich ja solche Sachen auch gar nicht.”
“Aber heute schon?”

“Heute würde ich einen Hot Dog essen wollen, ja!”
“Naja, warum nicht… Allerdings wüsste ich gar nicht, wo…”

“Ich schon, ich schon! Lass uns los, ist nicht weit.”
“Du weißt, wo man Hot Dogs kriegt?”

“JEPP!”
“Na gut, dann… Willst du fahren oder soll ich?”

“Ich fahre, kein Problem.”
“Schön, na dann los!”

“Warte, ich muss noch die große Tasche holen.”
“Tasche? Was für eine Tasche??”

“Die liegt irgendwo im Haushaltsraum.”
“Ähm, Liebste, wie viele Hot Dogs willst du denn kaufen??”

“Öhm, maximal zwei, würde ich mal sagen.”
“Und wofür brauchst du dann eine Tasche??”

“Ja für die Hot Dogs natürlich nicht, du Dummerchen!”
“Wofür denn dann??”

“Weil wir dann doch keine kaufen brauchen?”
“Eine Tasche??”

“Ja, wir nehmen einfach unsere mit, das geht doch, oder?”
“Ähm…”

“Oder sagen die was, wenn man seine eigene Tasche mitbringt?”
“Wer sagst was? Wie? Was??”

“Schatz, wir wollen doch Hot Dogs essen oder nicht?”
“Ja, eben gerade das verwirrt mich ja!?”

“Du meinst, dass eine Tasche vielleicht gar nicht ausreicht?”
“Also Moment mal, zunächst…”

“Stimmt, du hast da sicher Recht.”
“Womit??”

“Wir sollten zusätzlich noch einen Wagen nehmen.”
“Für die Hot Dogs??”

“Nee, für IKEA! So, und jetzt mach den Mund zu und komm.”

Kopfschüttel…

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Das klingt ja so ernst?

12. April 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich machen am Wochenende einen kleinen Spaziergang durch den Wald rund um den Bremer Behlingsee.
Während die Liebste Ausschau nach Eichhörnchen hält, überlege ich mir, wie ich ein etwas ernsteres Gespräch mit ihr anfange…

“Wieso sind hier denn keine Eichhörnchen??”
“Die schlafen noch, Süße.”

“Quatsch!”
“Vielleicht hättest du einen Sack Nüsse mitnehmen sollen…”

“Nee, ich hab keinen Hunger.”
“Doch nicht für dich, für die Eichhörnchen!”

“Ach so!”
“Du, ich wollte da mal was mit dir besprechen.”

“Ich finde Eichhörnchen soooo niedlich!”
“Ja, ich weiß. Liebste, ich möchte etwas mit dir besprechen.”

“Ich habe im Gefühl, dass wir heute welche hier finden!”
“SCHATZ!”

“Was denn??”
“Ich möchte etwas mit dir besprechen!”

“Ist ja gut, alles gut! Was denn?”
“Schön, also:”

“Das klingt ja so ernst?”
“Ab und zu kann ich auch mal ernst sein, richtig.”

“Ist es was Schlimmes??”
“Nein, also schlimm jetzt nicht, aber…”

“Hat es was mit mir zu tun??”
“Ja.”

“Mit mir??”
“Ja, mit dir.”

“Was denn??”
“Ich wollte mit dir reden, wie du dich mir gegenüber verhältst.”

“Was??”
“Also, ich finde, du könntest mir manchmal etwas mehr…”

“Halt, warte, hast du gesehen?? Da!”
“Was?”

“Ich glaube, da sitzt ein Eichhörnchen im Baum! Da!”
“Liebste, könntest du mir jetzt mal 5 Minuten zuhören, bitte??”

“Tue ich ja, also was war?”
“Ich möchte, dass du mir mehr Respekt entgegen bringst.”

“Respekt?? Ich??”
“Ja. Ich meine, wir kennen uns ja schon sehr lange, aber…”

“Willst du damit sagen, ich würde dich nicht respektieren??”
“So extrem meine ich das nun auch nicht, aber…”

“Ich habe den allerhöchsten Respekt vor dir!”
“Manchmal aber nicht.”

“Nenn mir doch mal ein konkretes Beispiel?”
“Ähm, habe ich jetzt nicht, aber…”

“Also du musst mir schon ein Beispiel nennen!”
“Ich möchte aber lieber ganz allgemein mit dir reden!”

“Ich verstehe aber nicht, was du damit meinst??”
“Was war zum Beispiel neulich mit den Schaftsandaletten?”

“Was war denn da??”
“Ich wusste nicht, was das ist!”

“Musst du doch auch gar nicht wissen??”
“Richtig, aber du hast mich ausgelacht.”

“Weil du gesagt hast, das sei wahrscheinlich eine Kondomsorte!”
“Ja, aber das hättest du nicht gleich deinen ganzen Freundinnen per SMS schicken müssen, und schon gar nicht mit der Bitte, dass die mir das alle einmal ausführlich erklären sollten!”

“Die fanden das aber sehr lustig und haben sich alle bemüht!?”
“Eben! Und bis heute darf ich mir das von denen anhören!”

“Und das war respektlos, meinst du?”
“Ja. Das kränkt meinen Stolz und meine Ehre.”

“Quatsch! Außerdem machst du das mit mir auch dauernd!”
“Mache ich nicht!”

“Und was ist das da im Kopfschüttel-Blog jeden Tag??”
“Das ist etwas ganz anderes!”

“Jetzt sei nicht so einen Momise, äh, Mimose! Haha!”
“Liebste, ich meine es wirklich ernst!”

“Na schön.”
“Ja. Ich möchte mehr Respekt von dir!”

“Also, jetzt mal ernsthaft: ich liebe dich.”
“Hm.”

“Und ich bin immer wieder fasziniert, was du alles kannst.”
“Hm.”

“Du bist so vielseitig und kreativ, viel mehr, als ich.”
“Hm.”

“Ich und alle Leute, die wir kennen, schätzen dich sehr.”
“Hm.”

“Du hast klare Ziele und kennst immer eine Lösung.”
“Naja…”

“Niemandem bringe ich mehr Respekt entgegen, als dir!”
“Hm… Das ist schön, dass du das sagst.”

“Ich sage es nicht nur, ich meine es auch so!”
“Danke.”

“Ich stehe wirklich 150% hinter dir!”
“Ich auch hinter dir, Liebste.”

“Ich sehe dich jeden Tag wieder gerne an, entdecke was an dir.”
“Tatsächlich??”

“Ja, heute, jetzt gerade zum Beispiel ist mir was aufgefallen.”
“So? Was denn??”

“Dass du da einen Fleck auf deinem Hemd da unten hast.”
“Fleck? Wo??”

“Ätschibäsch, reingefallen!!”

Kopfschüttel…

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Ich suche nichts

9. April 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste sitzt an ihrem Laptop, als ich am Abend nach Hause komme.
Schon bei Betreten des Arbeitszimmers sehe ich sofort, dass die Liebste zwar konzentriert, aber mit einem Lächeln im Gesicht vor dem Bildschirm sitzt; was sie da wohl wieder macht!?

“Hallo Schatz!”
“Nabend Süße, na? Alles klar bei dir?”

“Alles klar, ja.”
“Und? Was machst du da Schönes?”

“Ich bin hier bei eBay.”
“Ach ja?? Wonach suchst du denn?”

“Ich suche nichts.”
“Aha, nichts. Das ist, ähm… Also guckst du nur mal so, ja?”

“Nee, nee, ich suche nichts!”
“Ähm… Also kaufst du auch nichts?”

“Das weiß ich noch nicht, so toll sind die Ergebnisse nicht.”
“Liebste, entschuldige, ich verstehe kein Wort!?”

“Weil ich doch mit Tina gesprochen habe.”
“Mit Tina??”

“Sie sagt, man könne bei eBay die verrücktesten Sachen finden.”
“Da muss ich ihr ausnahmsweise mal Recht geben…”

“…und man soll mal nach komischen Wörtern suchen, sagt sie.”
“DAS hört sich allerdings sehr nach typisch Tina an!”

“Sie hätte da schon tolle Schnäppchen machen können, sagt sie.”
“Ja…”

“Und das mache ich jetzt auch.”
“Ja, aber… Ich dachte, du suchst gar nichts??”

“Doch, ich suche NICHTS! Hier!”

[Jetzt erst verstehe ich, was die Liebste meint; sie sucht bei eBay nach dem Wort "nichts"... Die Ergebnisliste enthält tatsächlich sehr unterschiedliche Gegenstände, angefangen bei String Tangas (ein Hauch von Nichts) über Kishon-Bücher (Abraham kann nichts dafür) bis hin zu Bremsenreiniger (nichts reinigt besser) ist allerhand vertreten...]

“Ist das nicht toll??”
“Ähm… Willst du meine ehrliche Meinung dazu hören?”

“Eigentlich nicht, kenne ich sowieso schon.”
“Tja, dann, ähm, viel Spaß beim, ähm…”

“Spaß, ja, Spaß! Moment…”

[Die Liebste sucht bei eBay nach "Spaß"... Die Ergebnisliste überrascht mich, denn ich hätte jetzt nicht unbedingt Strickhefte und Gummipuppen für die Frau erwartet...]

“Haha, ist das nicht lustig??”
“Liebste, ich glaube, du verbringst zu viel Zeit mit Tina…”

“Wonach möchtest du denn mal suchen?”
“Das muss jetzt wirklich nicht sein, danke…”

Wirklich! Sehr gutes Stichwort, Moment…”

[Die Liebste tippt "wirklich" ein... Chilischoten, Küchenmesser, Einmachgläser, ein Buch (Titel: ist mein Hintern wirklich so dick?) sowie mehr als 7.000 weitere Ergebnisse... Und die Liebste hüpft freudig auf ihrem Stuhl herum und klatscht in die Hände... Gott, warum bleibt mir eigentlich nichts erspart!?]

“Guck, ein WIRKLICH schickes Hemd, möchtest du das haben?”
“Nein, aber danke, dass du gefragt hast…”

“Macht nichts, für dich habe ich schon was anderes gefunden.”
“Was anderes??”

“Ja. Ich suche ja schon länger.”
“Und was hast du für mich gefunden??”

“Das soll eine Überraschung werden.”
“Ich HASSE Überraschungen, vor allem, wenn sie was mit Tina zu t…”

“Quatsch, ich habe das passende Stichwort eingeben, und zack!”
“Was denn für ein Stichwort??”

[Klick]

“So, und jetzt darfst du raten, was ich für dich ausgesucht habe!”

Kopfschüttel…

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Nichts als Kirschen

5. April 2010, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich genießen das lange Wochenende und haben ausnahmsweise nichts vor… Herrlich!
Und zur Überraschung des Tages habe ich etwas vorbereitet; mal sehen, ob ich die Liebste noch überraschen kann!

“Schatz, wo gehst du hin?”
“Ich gehe in die Küche, Süße.”

“…um dort WAS zu tun?”
“Ich will uns, ähm, dir einen Kuchen backen.”

“Was?? Einen Kuchen??”
“Einen Kuchen.”

“DU??”
“Ich, ja.”

“FÜR MICH??”
“Ja, für dich. Ich wollte dich damit überraschen.”

“Was denn für ein Kuchen??”
“Ähm, naja, also nichts Weltbewegendes…”

“Sag doch mal?”
“Es soll ein Kirschli-Kuchen werden.”

“Kirschli??”
“Ja, so mit Schokostückchen und Kirschen.”

“Tja, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll!”
“Du musst ja gar nichts sagen, nur essen.”

“Ich bin wirklich überrascht!”
“Das freut mich, denn das hatte ich vor.”

“Du kannst doch aber gar nicht backen!?”
“Natürlich kann ich backen!”

“Das wäre mir aber neu…”
“Nun ja, also so eine Backmischung kriege ich wohl noch hin.”

“Soll ich das nicht lieber machen?”
“Nein, nun lass mich doch mal!”

“Komm, ich mache das eben schnell.”
“Nein!”

“Warum denn nicht??”
“Weil ICH DIR einen Kuchen backen will, darum!”

“Ok, schön, dann helfe ich dir.”
“Nein.”

“Also ich darf dir nicht mal helfen??”
“Nein.”

“Du willst was für mich tun und sagst immer nur Nein!”
“Lass mich doch einfach den Kuchen backen!?”

“Ich finde das aber doof, dass ich nicht mitmachen darf!”
“Aber…”

“So habe ich mir unser Wochenende aber nicht vorgestellt!”
“Aber ich wollte dir doch nur eine Überraschung…”

“…und immer musst du das letzte Wort haben!!”
“Also Moment mal, du…”

“Ich kann nämlich sehr gut Kuchen backen, weißt du??”
“Ja, das weiß ich.”

“Gut, dann lass mich das machen.”
“Och Schatz, ich…”

“Da kann man viel verkehrt machen, glaub mir!”
“Quatsch, was soll man denn da verkehrt machen??”

“Außerdem wüsste ich gerne, was du da alles rein tust.”
“Bitte?? Nur das, was in der Backmischung ist, was sonst??”

“Siehst du, weil man das SO eben NICHT macht!”
“Was macht man denn nicht so??”

“Man verfeinert so einen Fertigkuchen immer noch.”
“Aha, und womit??”

“Mit diesem und jenem.”
“Na schön, dann tue ich noch Vanillezucker extra rein.”

“Um Gottes Willen, bloß nicht.”
“Warum nicht??”

“Ich dachte mir das schon, dass du da Unsinn machst!”
“Aber Vanille passt doch dazu, oder??”

“Ja, aber der Vanillezucker im Schrank ist längst abgelaufen.”
“Ähm…”

“Du kannst doch keine abgelaufenen Zutaten da rein tun!?”
“Sag mal, warum wirfst du ihn nicht weg, wenn du weißt, dass…”

“Weil der mich daran erinnern soll, dass wir neuen brauchen.”
“Das ist ja mal wieder totaler Humbug!?”

“Was willst du noch in den Kuchen machen!?”
“Nichts! Nur noch Kirschen!”

“Kirschen??”
“Die sind logischerweise nicht in der Backmischung…”

“Wir haben keine Kirschen.”
“Doch, haben wir.”

“Hast du welche gekauft??”
“Nein, wir hatten noch welche.”

“Kann nicht sein.”
“Och Liebste, jetzt hör doch mal auf, die Kirschen waren…”

“Unmöglich, wir haben schon ewig keine Kirschen mehr gekauft!”
“Aber da war noch ein Glas, glaub mir!”

“Die sind bestimmt schon längst abgelaufen!”
“Sind sie nicht!”

“Das glaube ich aber doch!”
“Los, komm, wir gehen in die Küche und sehen nach.”

[Ich gehe zügig in die Küche und die Liebste schlappt hinter mir her.
Das Glas Kirschen steht im Schrank hinter ein paar Erbsendosen und schnell habe ich es dort herausgefischt...]

“Und??”
“Hier, ähm… Die sind haltbar bis… 09.07.2012!”

“Siehste!”
“Was heißt denn siehste??”

“Na, aber das musst du jetzt schon zugeben!”
“Was denn zugeben??”

“Das ist schon ziemlich knapp!”

Kopfschüttel…

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