Dieses kann jeder lesen

Dieses kann jeder lesenMeine Liebste liest in ihrer Freizeit gerne Bücher. Um Spaß daran zu haben, ist es eigentlich immer humorvolle Literatur. Hat sie erst einmal angefangen, saugt sie die Zeilen in sich auf wie ein Schwamm den verschütteten Orangensaft. Ich lese manchmal auch ganz gern…

„Du, das ist echt der Knaller!“
„Was? Wer?“

„Na das Buch hier, das ist absolut klasse, ehrlich.“
„Ach so, dein Buch.“

„Kennst du das auch?“
„Welches? Zeig mal eben. – Nee; wohl kaum.“

„Das musst du unbedingt auch lesen!“
„Ist das nicht wieder so ein Frauenroman?“

„Nein, ist es nicht! Das ist sehr lustig.“
„Ja, das ist schön, Schatz.“

„Das handelt von einer Frau, die…“
„Aha, also doch!“

„Was jetzt?“
„Es ist doch so ein Frauenkram.“

„Das stimmt doch gar nicht, dieses Buch kann jeder lesen.“
„Die Frau in dem Buch, trifft die auf einen unerreichbaren Mann?“

„Ja, das stimmt.“
„Und die Frau, hat die eine Freundin, die sie um Rat fragt?“

„Ja, hat sie, aber…“
„Und der Mann, ist das ihr Arzt oder ihr Chef?“

„Woher weißt du denn das??“
„AHA! Es IST ein Frauenbuch!“

Blödmann! Hier, lies mal selbst diese zehn Seiten…“
„Och Schatz, nee, da hab ich jetzt wirklich keine Lust zu!“

„Das ist die Stelle, wo sie mit ihrer Freundin…“
„Dann schon mal auf gar keinen Fall!“

„Dann lese ich es dir vor, Moment…“
„Schatz, ich lese hier gerade selbst, also ich…“

„Du liest doch da nur Zeitung.“
„Was heißt denn bitte NUR?“

„Die kannst du doch auch später weiterlesen!“
„Also Zeitung lesen ist im Gegensatz zu deiner Girlieschmonzette unwichtig oder was??“

„Was ist denn eine Schmonzette?“
„Schmonzetten sind kitschig und albern.“

„Das trifft dann ja wohl eher auf dein neues Hemd zu!“
„WAS?? Mein Hemd? Das gestreifte??“

„Ich habe dir gleich gesagt, lass mich das aussuchen!“
„Das ist ja wohl… Schatz, lies doch einfach weiter.“

„Du liest ja immer nur so doofe Bücher.“
„Ich?? Ich lese halt gerne Krimis und Thriller.“

„Fürchterlich. Du solltest mal eins von meinen lesen.“
„Naja, vielleicht später, ja? Danke.“

„Ich nehme dir dieses hier mit in den Urlaub.“
„Das ist sehr nett, aber wirklich nicht nötig, danke.“

„Du wirst das ganz bestimmt lustig finden!“
„Darf ich denn vorher wenigstens noch mein eigenes Buch lesen?“

„Willst du den dicken Schinken etwa mitnehmen??“
„Natürlich! Warum denn nicht!?“

„Nein.“
„NEIN??“

„Du musst ein Buch mitnehmen, das ich auch lesen kann, wenn ich mein eigenes zu schnell durch haben sollte!“

Kopfschüttel…

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Kleine Haie

Kleine HaieMeine Liebste und ich sind urlaubsreif, eine Fernreise wurde gebucht. Natürlich hat meine Liebste aus den möglichen Angeboten das teuerste ausgewählt… Heiße Sonne, türkisfarbenes Wasser, exotische Fische, stundenlanges Schnorcheln. Naja, also…

„Du, was ist denn jetzt Schnorcheln genau?“
„Ähm… Süße, das hättest du vielleicht VORHER fragen sollen!?“

„Ach, das lernt man doch, oder?“
„Ja schon, aber wenn man einen Schnorchelurlaub…“

„Kannst du denn Schnorcheln?“
„Ja.“

„Und was braucht man da?“
„In erster Linie Wasser.“

„Mann, jetzt erklär mir das doch mal, du Blödmann!“
„Taucherbrille aufsetzen, Schnorchel in den Mund, und los.“

„Ich habe aber gar keine Taucherbrille.“
„Ach so, ja, dann kaufen wir dir am besten eine?“

[Wir setzen uns in die Straßenbahn, fahren in die Bremer City und besuchen die Wassersport-Abteilung von Karstadt.]

„Hier gibt es aber viele Sonnenbrillen!“
„Du meinst: Taucherbrillen.“

„Huch, ja, klar. Taucherbrillen. Früher waren die viel kleiner.“
„Das, was du meinst, sind Schwimmbrillen. Wir wollen tauchen.“

„Und was nimmt man jetzt da?“
„Probier mal diese hier, die ist mittlere Größe.“

[Meine Liebste schnallt sich das Ding um. Das dauert so seine Zeit, da sie zuerst Ihre Haare ordnen, die Handtasche sichern und mich noch dreimal vorher küssen muss.]

„Die geht nicht, da kriege ich keine Luft! Meine Nase!“
„Schatz, die Nase ist halt mit drin. Man atmet durch den Mund.“

„Ich mag aber nicht durch den Mund atmen!“
„Ja Schatz, es geht aber unter Wasser nicht anders!“

„Muss man beim Schnorcheln ganz unter Wasser?“
„Nein, man liegt einfach oben AUF dem Wasser.“

„Und wenn ich dann untergehe??“
„Du gehst nicht unter! Du kannst doch schwimmen, oder?“

„Natürlich kann ich schwimmen. Aber nicht tauchen.“
„Tauchen kommt von ganz alleine…“

„Du bist so doof!“
„Wusstest du, dass die kleinen Fische an deinen Zehen knabbern?“

„WAS?? Niemals! Du willst mich nur ärgern!“
„Ja Schatz. Es sind keine kleinen Fische, sondern die Haie.“

„Pfff, da gibt es ja gar keine Haie…“
„Doch, aber nur ganz kleine, und damit du sie sehen kannst, brauchst du eben diese Sonnenbrille.“

„Du meinst: Taucherbrille!“
„Jaja, du bringst mich aber auch ganz durcheinander!“

„Die hier passt mir nicht, da kommt Wasser rein.“
„Wieso das?“

„Hier, da. Schau! Die hält gar nicht richtig!“
„Unter Wasser wird sie dicht sein.“

„Wieso? Was ist denn da dann anders?“
„Es ist deutlich nasser, als hier? Die saugt sich dann an.“

„Ich frage lieber eine Verkäuferin.“
„Ach, tu traust meinem Rat also nicht??“

„Doch Schatz, aber vielleicht hast du da ja was übersehen.“
„Na toll! Ich reiße mir hier ein Bein aus und du…“

[Meine Liebste streckt sich und sucht einen „kompetenteren“ Ansprechpartner. Da die gegenwärtige Personalsituation in dem Geschäft allerdings eher als „knapp“ zu bezeichnen ist, geht das nicht gerade erfolgreich vonstatten.]

„Moment, wo ist denn hier ein Spiegel?“
„Spiegel? Wofür jetzt?“

„Na ich muss doch sehen, ob die mir steht.“
„Schatz, das ist eine Taucherbrille. Die steht niemandem.“

„Du meinst, das sieht doof aus, wenn ich die drauf habe?“
„Naja, also, nein… Wie gesagt…“

„Dann will ich die nicht!“
„Schatz, ALLE Schnorchler haben solche Brillen!“

„Du auch?“
„Ja, ich auch.“

„Dann setz du auch mal eine auf. Hier, nimm.“
„Na also gut… Moment… So. Und?“

„SO sehe ich damit auch aus??“
„So ähnlich, ja. Wieso?“

„Au Backe…“
„Was soll denn das jetzt heißen bitte??“

„Also gut, ich trage auch so ein Ding. Um dir beizustehen.“

Kopfschüttel…

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Potpourri am Strand

Potpourri am StrandErholungszeit am Ostseestrand, 34 Grad, ein laues Lüftchen weht meiner Liebsten und mir um die Nasen. Einfach am Wasser liegen, entspannen, lesen, träumen.

„Du, der Sonnenschirm ist aber ganz schön wackelig?“
„Der hält schon. Und tiefer geht er nicht in den Sand.“

„Toll, und wenn er umkippt, dann genau auf mich!“
„Er kippt nicht um. Und du kannst dich ja auch auf die andere Seite legen.“

„Dann liege ich ja im Schatten!“
„Nein, ich meine da. Hier rechts.“

„Dann liege ich doch total weit weg von dir. Nee.“
„Ja und was soll ich da jetzt machen bitte?“

„Du musst den Schirm festhalten.“
„Schatz! Ich kann doch nicht die ganze Zeit den Schirm festhalten!“

„Wenn der aber jeden Moment umkippt, kann ich nicht schlafen!“
„Der kippt nicht um! Eher wirst du weggeweht.“

„Möchtest du, dass ich weggeweht werde?“
„Nein, Schatz. Natürlich nicht.“

„Willst du nicht mit mir am Strand sein? Weil ich so einen dicken Bauch gekriegt habe?“
„Du hast keinen dicken Bauch, du bist gertenschlank und knallebraun.“

„Ich bin gar nicht braun, schau mal hier.“
„Schatz, ein Brathähnchen hätte schon Probleme, so braun zu sein, wie du.“

„Gar nicht! Hast du mich noch lieb?“
„Ja Schatz. Ich hab dich lieb.“

„Dann küss mich!“
„Ja Schatz.“

[ich stehe auf, gehe um den Schirm herum zu meiner Liebsten und will ihr einen Kuss geben, weil ich sie so lieb hab und weil sie so herzerweichend ist…]

„Manno! Du hast mit deinen Füßen mein Handtuch ganz voll Sand gemacht!“
„Schatz, ich wollte dich doch nur küssen…“

„Jetzt ist alles voll Sand und ich auch und jetzt muss ich wieder ins Wasser!“
„Tut mir leid Schatz, das wollte ich nicht, aber ich meine, wir sind am Strand und…“

„Und mein Handy muss ich jetzt auch wieder ausmachen!“
„Dein Handy??“

„Wenn ich ins Wasser gehe, mache ich immer mein Handy aus.“
„Aha…Wofür brauchst du denn hier überhaupt ein Handy??“

„Naja wenn ich Hilfe rufen muss, wenn zum Beispiel der Schirm umkippt und mich verletzt.“
„Ach und es wäre nicht einfacher, einfach mich zu fragen? Außerdem kippt der Schirm nicht um.“

„Du hilfst mir dann ja nicht.“
„BITTE??“

„Ich geh jetzt, nein ich muss ja jetzt wegen dir, ins Wasser. Mir ist eh so heiß.“
„Ich komme mit.“

[Wir gehen zum Wasser und stehen mit den Füßen drin….]

„Aber nicht nass spritzen! Da kann man einen Schock kriegen!“
„Ich mache doch gar nichts!“

„Du guckst aber schon wieder so.“
„ICH? Ich stehe doch hier nur!“

„Du wolltest mich nass machen!“

[Meine Liebste beugt sich flink zur Wasseroberfläche und schleudert mit ihren Händen eine Riesenfontäne kaltes Wasser auf mich drauf; ich erleide fast einen Herzinfakt…]

„Haha! Jetzt bist du nass!“
„Danke Schatz, sehr erfrischend… du hast doch eben gesagt…“

„Stell dich nicht so an, lass uns lieber schwimmen.“

[Wir schwimmen und kommen auf einer Sandbank wieder zum Stehen…]

„Jetzt ist es aber doch ziemlich kalt, so im Wind…“
„Schatz, es sind über 30 Grad, dir kann doch jetzt nicht kalt sein.“

„Doch, schau mal hier, ich hab schon Gänsehaut.“
„Na dann, ja, dann… schwimmen wir zurück, OK?“

„Aber nicht untertauchen!“
„Ja aber, ich… ich hab doch noch nie, ich wollte doch gar nicht…“

„Dann kriege ich Wasser in die Nase und meine Haare sind dann ganz nass!“
„Ich tauche dich nicht unter, keine Sorge…“

„Du musst lieb zu mir sein!“
„Ich bin ganz lieb zu dir Schatz. So wie immer.“

„Bestimmt ist in der Zwischenzeit der Sonnenschirm weggeflogen.“
„Schatz, du machst mich wahnsinnig mit dem blöden Schirm!“

„Ich kann ihn aber nicht mehr sehen, guck: da!“
„Wir sind doch aber viel weiter rechts, da neben dem Steg.“

„Ach ja. Gut, dass ich da nicht gelegen habe.“
„ABER ES IST DOCH GAR NICHTS PASSIERT!“

„Mir ist kalt. Und ich muss mein Handtuch ausschütteln. Und geküsst hast du mich auch nicht!“

Kopfschüttel…

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In der vierten Reihe

In der vierten ReiheMeine Liebste und ich lieben Musicals.
Ab und zu besuchen wir daher eins, und weil es ohnehin recht teuer ist, bemühen wir uns stets um beste Plätze.

„Wir sitzen gut hier in der vierten Reihe, oder?“
„Ja, super Plätze haben wir da erwischt, Schatz.“

„Komisch, das Theater ist halb leer. Dabei ist das Stück doch gut, oder?“
Ja, am Stück liegt es sicher nicht. Schau mal, da vorn sind auch noch Plätze frei.“

„Da in der ersten Reihe?“
„Fast genau in der Mitte. Da setzen wir uns jetzt hin, ja?“

„Wir sollen uns auf die Plätze da setzen? Die gehören uns doch gar nicht!“
„Na und? Es sitzt ja offensichtlich niemand dort.“

„Aber wir haben doch nur Karten für Reihe vier.“
„Ja sicher, aber…“

„Das darf man bestimmt nicht!“
„Ja wen stört denn das?? Los, wir setzen uns in Reihe eins.“

„Ich finde das gut hier.“
„Na gut Schatz.“

[2 Minuten später…]

„Wieso setzt sich die doofe Kuh mit Ihrer Turbanfrisur genau vor mich!? Ich sehe ja jetzt gar nichts mehr!“
„Wir könnten ja in die erste Reihe umziehen, da hast du niemanden vor der Nase?“

„Dann kann die sich doch in die erste Reihe setzen, da sind doch noch Plätze frei!“

Kopfschüttel…

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