Wetten, das zischt?

Wetten, das zischt? (photocase.de © *paprika*)Meine Liebste und ich haben Urlaub.
Und wir liegen entspannt an einem Pool mit 30 Grad Wassertemperatur, der dennoch beim Hineinspringen eine Erfrischung darstellt; was unschwer auf die Umgebungstemperatur schließen lässt…

„Wollen wir mal?“
„Was? Ins Wasser, Süße?“

„Ja. Ich wette, das zischt, wenn ich rein springe!“
„Du bist ja auch verrückt, da stundenlang in der Sonne zu schmoren…“

„Das muss ich doch ausnutzen, die Sonne und alles.“
„Ein Brathähnchen ist nichts gegen dich.“

„Sehr witzig! Gehen wir jetzt?“
„Ich komme ja schon…“

[Meine Liebste lässt sich am Poolrand hinab ins Wasser und stößt dabei einen lauten und langen Genießerseufzer aus. Während ich sie so beobachte, formiert sich vor meinem geistigen Auge das Bild eines heißen Tauchsieders, den man zischend in einen Wassertopf stellt…]

„Ist das nicht herrlich, Schatz?“
„Ja. Das hat schon was. Trotzdem ein bisschen warm das Wasser…“

„Warm? Das Wasser? Nee!“
„Wie bitte?“

„Ich finde es ganz schön kalt.“
„Den Pool?? Schatz, der hat 30 Grad!“

„Na und? Hier, ich habe schon Gänsehaut, siehste?“
„Das kann doch jetzt nicht sein!“

„Habe ich Gänsehaut oder nicht!?“
„Doch, jaja… Das glaubt mir wieder keiner…“

„Was?“
„Dass dir hier in dieser Badewanne kalt ist!“

„Doch, du musst mich wärmen.“
„Ich??“

„Ja, du musst mich in den Arm nehmen.“
„Och Schatz! Lass uns lieber schwimmen, da wird dir auch warm.“

„Nein, Arm nehmen!“
„Schwimmen!“

„Arm nehmen!“
„Aber du bist glitschig!“

„Arm nehmen! Arm nehmen! ARM NEHMEN!“
„Himmel… Dann komm her.“

„Das mag ich, du nicht auch?“
„Ja.“

„Schau mal, ich kann hier ganz leicht auf deinem Schoß sitzen!“
„Das ist toll…“

„Magst du das denn nicht?“
„Doch, aber eigentlich wollte ich lieber…“

„…du wolltest mich lieber küssen, stimmt´s?“
„Nein, ich…“

„Du willst mich nicht küssen??“
„Doch, aber…“

„Du kannst einem aber auch die ganze Stimmung versauen!“
„So war das doch gar nicht gemeint!“

„Blasskäse!“
„Brathähnchen!“

„Kalkleiste!“
„Schokomarie!“

„Ich bin gar nicht braun!“
„Stimmt, du wirst schon langsam schwarz!“

„Guck mal die da an der Bar, DIE ist braun!“
„Aber Liebste, das ist doch eine Afrikanerin oder so!“

„Na und?“
„Das ist doch was völlig anderes!“

„So braun will ich aber auch sein!“
„Hör auf zu spinnen!“

„Nur einmal.“
„So ein Quatsch!“

„Wenn ich das doch aber will?“
„Aber wofür denn??“

„Weil es gut aussieht.“
„Du siehst doch auch so gut aus!“

„So blass meinst du?“
„Du bist nicht blass und jetzt hör auf damit! Himmel!“

„Mein Arm ist viel brauner als deiner, hier.“
„Ja…“

„Und deine Nase ist schon ganz rot.“
„Was?? Warum sagst du mir das denn nicht früher??“

„Weil du dich dann ja sofort eincremst.“
„Das werde ich jetzt auch gleich tun!“

„Du sollst aber auch braun werden.“
„Schatz! Ich werde auch mit Sonnencreme braun!“

„Aber nicht so braun wie ich!“

Kopfschüttel…

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Kann man die essen?

Kann man die essen? (photocase.de © onesecondupndown)Meine Liebste und ich nutzen den wunderschönen Sonntag, um einen langen Waldspaziergang durch die pure Natur zu machen. Das geht besonders gut am Bremer Behlingsee, ein echter Geheimtipp; selbst für Bremer.
Was man so alles entdeckt, wenn man sich seine Umgebung mal wieder aufmerksam anschaut…

„Schau mal, da sind ja Pferde!“
„Ja Liebste, die sind hier überall.“

„Ich möchte auch mal wieder reiten gehen.“
„Kannst ja mal auf einem der Höfe da fragen.“

„Und schau mal: hier sind ganz viele Pilze!“
„Ja.“

„Kann man die essen?“
„Es sind Champignons, Schatz…“

„Die hier?? Das sind Champignons?“
„Wusstest du das nicht?“

„Nö. Also ich würde die nicht essen.“
„Und warum nicht?“

„Wer weiß, ob es wirklich Champignons sind.“
„Was denn sonst??“

„Vielleicht sehen die nur so aus?“
„Dann darfst du auch keine Erdbeeren mehr essen.“

„Wieso denn Erdbeeren?“
„Naja vielleicht sehen die ja nur so aus wie Erdbeeren?“

„Ich weiß doch wohl, wie Erdbeeren aussehen!“
„Und ich weiß, wie Champignons aussehen!“

„Dann pflück dir doch welche!“
„Nee.“

„Siehst du, du traust dich auch nicht.“
„Was heißt denn hier nicht trauen??“

„Ich dachte, das sind Champignons?“
„Sind es ja auch!“

„Und warum nimmst du die dann nicht mit?“
„Was soll ich denn jetzt damit??“

„Naja für heute Abend?“
„Nein, ach was!“

„Du traust dich nicht!“
„Hör auf jetzt!“

„Feigling! Feigling!“
„Schatz!“

„Hämämäämämäää Häääääää!“
„Ich stelle dich gleich in das Maisfeld da!“

„Wieso in das Maisfeld??“
„Da pflanze ich dich ein.“

„Und warum das?“
„Da kannst du dann in aller Ruhe groß werden!“

„Ich soll wachsen?“
„Ich meinte eher…“

„Aber dann bin ich ja größer als du!“
„Ähm…“

„Nee, nee, nee! Ich will keinen kleinen Bubi!“
„Bubi?? Du nennst mich einen…“

„Obwohl, das hätte auch einen Vorteil.“
„Was! Wenn ich ein Bubi wäre??“

„Nee, wenn du kleiner wärst, als ich.“
„So? Und welchen Vorteil hätte das bitte?“

„Dann kannst du viel leichter für mich Erdbeeren pflücken!“

Kopfschüttel…

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Da ist alles schief gelaufen

Da ist alles schief gelaufen (photocase.de © Pdapapada)Meine Liebste und ich fallen uns in die Arme und freuen uns sehr: denn wir waren zwei Tage wegen einer Geschäftsreise der Liebsten nach Prag voneinander getrennt.
Und wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen!

„Endlich wieder zuhause, puh…“
„Ja Süße, stell doch die Tasche ab.“

„Ich muss erst einmal was trinken.“
„Wie war es denn? Alles gut gelaufen?“

„Die Veranstaltung schon, die war gut…“
„Aber?“

„Was aber?“
„Ja was war nicht gut?“

„Ach so! Der Flug.“
„So? Was war denn?“

„Ich bin zu spät am Flughafen gewesen zum Rückflug.“
„Aber verpasst hast du den Flieger doch nicht?“

„Natürlich nicht, sonst wäre ich ja jetzt nicht hier!“
„Und was ist passiert?“

„Ich war erst 45 Minuten vor Abflug da.“
„Ähm… Ist der Flughafen in Prag so groß?“

„Nö, wieso?“
„Naja eine Dreiviertelstunde??“

„Viel zu spät.“
„War der Check-in so voll?“

„Check-in? Nö. Musste ich gar nicht hin.“
„Wie jetzt! Du musstest nicht einchecken??“

„Hatte ich doch schon in Hamburg gemacht!“
„Ach so… Ja, und wo war jetzt das Problem?“

„Da ist alles schief gelaufen.“
„Aber… Das verstehe ich jetzt nicht!?“

„Genau, das verstehst du nicht.“
„Wie bitte?? Ich wollte doch nur wissen, warum du…“

„Jaaa, aber dann regst du dich nur wieder auf.“
„Also warum war es denn nun zu spät?“

„Weil ich noch was erledigen musste.“
„Auf dem Prager Flughafen??“

„Ja.“
„Und was??“

„Ich wollte noch mein Parfum kaufen.“
„Am Flughafen?“

„Im Duty-free, ja.“
„Ach und da hast du dann deine Zeit vertrödelt?“

„Ich habe sie nicht vertrödelt sondern ich war gezwungen.“
„Gezwungen? Von wem??“

„Von dir.“
„VON MIR??“

„Ja, weil du mir ja keins gekauft hast!“
„Ach und wo steht, dass ich das kaufen sollte??“

„Das hättest du ja wohl merken können!“
„Ich prüfe doch nicht täglich deine zwanzig Parfumflaschen!“

„Wenn es nur das wäre…“
„Was soll denn das jetzt wieder heißen??“

„Was für ein Parfum trage ich denn meistens?“
„Ähm…“

[Ich hätte es wissen müssen… Aus diesem Grund werde ich wohl auch niemals Schachgroßmeister werden; mir unterlaufen einfach zu viele Flüchtigkeitsfehler. Einmal nicht aufgepasst, und schon schnappt die Falle zu. Manchmal beneide ich meine Liebste: gnadenlos nutzt sie jede Chance, um mir meine Türme und Läufer abzunehmen und mich von jetzt auf gleich Schachmatt zu setzen…]

„Also?“
„Tja… Meinst du das teure?“

„Ja, das. Und wie heißt es?“
„Ist das nicht dieser französische Name?“

Blödmann!“
„Es liegt mir auf der Zunge…“

„Da wird es wohl nicht mehr lange zu leben haben!“
„Also schön, ich habe es vergessen! Darf ich jetzt weiterleben?“

„Und deswegen musste ich in den Duty-free.“
„Ja, ähm… Verstehe. Und das hat so lange gedauert?“

„Nein.“
„Nein?“

„Nein. Aber ich hatte dann kein Kleingeld.“
„Da bezahlt man doch aber nicht mit Kleingeld!?“

„Im Duty-free nicht, aber aufm Klo.“
„Ach so, da warst du auch noch?“

„Klar! Im Flugzeug gehe ich nicht auf Klo.“
„Aha… Ja, hätte ich auch selbst drauf kommen können…“

„Und woher soll ich wissen, wie viele Kronen man da gibt…“
„Also das hat dann auch noch gedauert und dann war es zu spät, ja?“

„Zu spät? Nee.“
„Schatz. WAS WAR DENN NUN EIGENTLICH!“

„Am Gate war ich nicht die erste, die einsteigen konnte.“
„Na und?“

„Da waren schon bestimmt, ähm, hundert Leute vor mir.“
„Und mit denen bist du dann eingestiegen?“

„Ja, fast als letzte, ist das nicht schrecklich?“
„Aber du hattest doch einen festen Sitzplatz, oder?“

„Natürlich, wieso?“
„WAS WAR DENN DANN JETZT SO SCHLIMM??“

„Das sagte ich doch schon!“
„Aber du bist doch pünktlich im Flieger gewesen??“

„Ja, aber da waren ganz viele andere vor mir.“
„NA UND!? IST DAS NICHT TOTAL EGAL??“

„Nein.“
„Himmel!! Warum denn??“

„Weil da waren dann schon alle Frauenzeitschriften weg!“

Kopfschüttel…

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Nee, so nicht!

Nee, so nicht! (photocase.de © Alex-)Meine Liebste und ich nutzen das schöne Wetter und liegen an einem kleinen und wenig bekannten Bremer Deichsee im Gras.
Ein echter Geheimtipp; schon verwunderlich, dass dieses schöne Fleckchen Erde noch nicht von Sonnenanbetern und Badefreudigen überrannt wird…

„Dass hier nie Leute sind, verstehst du das?“
„Nein Süße. Das wundert mich auch.“

„Vielleicht ist der See vergiftet?“
„Glaube ich nicht; das ist ein Regenüberlaufbecken.“

„Es regnet doch gar nicht?“
„Sehr gut beobachtet Schatz, jetzt wo du es sagst…“

„Kein Mensch hier.“
„Außer uns.“

„Ja.“
„Gut, was?“

„Hast du Hunger?“
„Nein.“

„Ich habe uns Brote gemacht.“
„Sehr gut, vielleicht später, danke.“

„Da ist Käse bei.“
„Sehr gut, aber jetzt will ich nicht.“

„Aber die Sachen werden doch warm in der Sonne!“
„Gleich, Schatz, gleich.“

„Die müssen wir jetzt essen.“
„Herrgott ja, dann gib schon her.“

„Du musst ja nicht, ich meine ja nur!“
„Ich möchte Salami.“

„Ich habe aber nur eins mit Salami gemacht.“
„Und? Darf ich das nicht essen?“

„Für dich hatte ich eigentlich Käse vorgesehen.“
„Na gut, dann gib mir das mit Käse.“

„Naja, ich könnte auch Käse essen, dann kriegst du Salami.“
„Nein, egal, gib mir einfach das Käsebrot.“

„Hmhhmmhmmm…“
„Was ist?“

„Du freust dich ja gar nicht.“
„Was??“

„Na ich schmiere Brote für uns und alles und…“
„Das ist auch eine tolle Sache, ich freue mich.“

„Sonst isst du doch auch immer Käse.“
„Wenn ich es mir recht überlege, wäre mir Käse auch lieber.“

„Eben aber nicht!“
„Schon, aber da hatte ich nicht darüber nachgedacht.“

„Worüber?“
„Was ich eigentlich am liebsten hätte.“

„Eben, und du hast einfach irgendwas gesagt. Salami nämlich.“
„Schatz, ich möchte gerne dein leckeres Käsebrot.“

„Aber nur mit Tomate.“
„Tomate?“

„Ja, die habe ich nicht draufgelegt, damit die nicht so wässern.“
„Na schön, dann nehme ich auch eine Tomate dazu.“

„Möchtest du auch Salz?“
„Ja. Gerne.“

„Ach, das ist ja blöd jetzt…“
„Blöd? Wieso blöd??“

„Salz habe ich nicht eingepackt…“
„Warum fragst du mich denn dann danach??“

„Das frage ich doch immer, wenn wir Tomaten essen?“
„Aber wenn du doch gar kein… Egal, ganz ruhig bleiben…“

„Zuviel Salz ist sowieso ungesund.“
„Ja. Sicher. Kriege ich jetzt mein Brot? Bitte?“

„Und die Tomate?“
„Ja doch, gib mir auch eine Tomate.“

„Welche denn?“
„Herrgott, irgendeine!“

„Nee, so nicht!“
„Was??“

„Ich stehe in der Küche und muss mich hier anmaulen lassen!“
„Inzwischen hätte ich längst selbst Tomaten anbauen können!“

„Und das Salz? Wie hättest du das selber gemacht?“
„Einfach nach drei Stunden Schwitzen den Arm ablecken.“

„Das ist ja ekelig!“
„Aber es funktioniert.“

„Bäh! Da kann einem ja der ganze Appetit vergehen!“
„Aha. Also möchtest du das Salamibrot nicht mehr?“

„Doch!“
„Können wir dann jetzt essen?“

„Ja. Obwohl du doof bist.“
„Ich werde es in meinen Memoiren erwähnen…“

„Sehr witzig. Hier, dein Käsebrot. Und die Tomate.“
„Danke Schatz.“

„Sag mal, reicht dir ein Käsebrot überhaupt?“
„Nö.“

„Immer hast du was zu meckern!“

Kopfschüttel…

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