Nach Susanne

18. Dezember 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich liegen gegen Mitternacht endlich im Bett, nach dem wir den Abend zusammen bei Susanne verbracht haben…
Susanne ist (eigentlich) ganz nett und sie ist eine gute Freundin der Liebsten; aber irgendwie gibt sie mir immer das unterschwellige Gefühl, ich sei ein Kindskopf.
Wie kommt sie bloß darauf??

“Endlich im Bett, da freue ich mich!”
“Ja, Süße. Der Tag ist rum.”

“Du, ich wollte mich noch bei dir bedanken.”
“Bedanken? Wofür denn?”

“Dass du mit zu Susanne gekommen bist.”
“Geschenkt…”

“Nein, nein, ich weiß ja, dass du eigentlich nicht wolltest.”
“Liebste, was ist denn los mit dir??”

“Wieso?”
“Warum plötzlich so verständnisvoll und einfühlsam??”

“Danke Schatz, aber so bin ich doch immer?”
“Bist du immer, ja…”

“Wie hat es dir denn nun heute Abend eigentlich gefallen?”
“Tja, also, ähm, wenn ich ehrlich bin, dann muss ich…”

“Ja, ich fand es auch superlustig!”
“Ähm…”

“Das müssen wir unbedingt bald wiederholen!”
“Also das muss nun wirklich nicht…”

“Bist du dabei?”
“Nein.”

“Prima! Dann fahren wir über die Feiertage noch mal hin!”

Kopfschüttel…

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Susanne

17. Dezember 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sind am heutigen Tag einmal beide etwas früher nach Hause gekommen; das haben wir uns aber auch verdient, die Vorweihnachtszeit ist immer so stressig…
Das könnte also endlich mal wieder ein richtig schöner und entspannter Abend zu weit werden und da freue ich mich drauf!

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Wollen wir uns heute Abend mit Susanne treffen?”
“Nein.”

“Gut. Wir müssen dann so gegen halb acht los.”

Kopfschüttel…

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Das ist schön…

15. Dezember 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste hat es sich im Wohnzimmer vor dem Fernseher gemütlich gemacht, als ich am Abend nach Hause komme.
Nachdem ich sie begrüßt habe, werfe ich einen flüchtigen Blick auf die Flimmerkiste, dort läuft scheinbar irgendeine deutsche Komödie und angesichts der Uhrzeit wohl schon gut eine Stunde.
Bestimmt wieder so eine Schnulze…

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, na?”

“Alles klar bei dir, du bist spät heute?”
“Ja, wir haben so viel zu tun im Augenblick und Frank hat…”

“Das ist schön, Schatz.”
“Ja, ähm… Danke für das Gespräch…”

“Ich gucke doch gerade den Film da, siehst du doch!”
“Aha, und was für ein Film ist das?”

“Keine Ahnung, wie der heißt…”
“Aha, und, ähm… Worum geht es da?”

“Das ist schwierig, so richtig verstehe ich das auch nicht…”
“Nicht, aha… Und, äh…”

“Jetzt frag mir doch keine Löcher in den Bauch!”
“Hallo?? Du guckst dir einen Film an und weißt nichts darüber??”

“Na und??”
“Naja, ich meine…”

“Ist doch egal, ich kenne den eh schon.”

Kopfschüttel…

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Das Plakat

7. Dezember 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich besuchen am Nikolaus-Sonntag den (sehr kleinen) Sulinger Weihnachtsmarkt; irgendwie hatten wir uns das hier ein bisschen anders vorgestellt…
Aber egal, für eine Bratwurst und eine Tüte gebrannte Mandeln war´s OK.
Wir schlendern zum Auto zurück.

“Schatz! Schau mal da, das Plakat!”
“Welches, Süße?”

“Das da an der Wand neben dem Schaufenster.”
“Das da?? Ü35-Party an Silvester??”

“Ist doch ungewöhnlich, Ü35! Oder??”
“Wieso ungewöhnlich??”

“Ü30 kenne ich, aber Ü35??”
“Na und??”

“Da darf ich ja dann noch gar nicht hin!”
“Das stimmt. Du Küken darfst da nicht rein.”

“Echt nicht??”
“Nein. Und dabei geht da bestimmt voll die Post ab!”

“Mag sein, aber Du darfst ja auch nicht hin.”
“Ich?? Natürlich dürfte ich da hin!?”

“Nein.”
“Und wieso nicht? Ich bin schließlich Ü35!”

“Das schon. Aber du vergisst den alles entscheidenden Punkt.”
“Aha, und welchen, bitte??”

“MICH!!”

Kopfschüttel…

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Feuer und Flamme

9. November 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sind an diesem November-Sonntag auch am frühen Nachmittag noch nicht so richtig wach; dennoch: eigentlich ist es ein ganz schöner Tag.
Trotzdem ist das Sofa für mich heute der ideale Platz, um den Rest des Tages zu verbringen.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich dachte mir, wir machen einen Spaziergang.”
“Aha.”

“Draußen ist schönes Wetter.”
“Naja, geht so…”

“Wollen wir los?”
“Ich weiß nicht…”

“Du sitzt schon den ganzen Tag da rum!”
“Ja, und ich bin hier sehr zufrieden.”

“Hast du denn keine Lust, nach draußen zu gehen?”
“Naja, wenn ich es mir recht überlege, also…”

“Schön! Dann lass uns gehen!”
“Nein, nein, ich meinte das eigentlich anders, also…”

“Du gehst doch gerne mit mir spazieren, oder?”
“Ja, schon, aber…”

“Prima. Ich nehme mir einen Schal mit.”
“Och Schatz, muss denn das wirklich sein, ich meine…”

“Sag doch einfach, wenn du keine Lust hast!”
“Ich habe keine Lust.”

“Ach was, wenn wir erst mal unterwegs sind, kommt das schon!”
“Warum fragst du mich denn dann überhaupt??”

“Ich dachte, dass du was anderes antwortest.”
“Also nochmal: ich möchte hier heute einfach sitzen bleiben.”

“Kannst du ja auch.”
“Danke.”

“Wir sind ja in einer Stunde wieder da.”
“Liebste, kannst du nicht eine deiner Freundinnen, ich meine…”

“Soll das heißen, du willst nicht mit MIR spazieren gehen??”
“Nein, das soll nur heißen, dass du HEUTE jemand anderes…”

“Das finde ich ja jetzt total doof!”
“Ich wollte ja bloß einen Vorschlag machen!?”

“Als wir uns kennengelernt haben, war das nicht so!”
“Was!”

“Da hast du nicht einfach nur auf dem Sofa rumgesessen!”
“Wie bitte??”

“Wenn ich spazieren gehen wollte, warst du Feuer und Flamme!”
“Schatz, es geht doch NUR um heute, eine Ausnahme sozusagen!”

“Mir geht es ja auch nur um heute!”
“Man kann doch mal unterschiedlicher Meinung sein, oder??”

“Was hat denn das jetzt mit Meinungen zu tun??”
“Naja, ich meine, so Lust, Laune, Motivation und so!”

“Willst du damit sagen, dass ich dich demotiviere??”
“Nein, ich will heute einfach auf dem Sofa rumlümmeln, sonst nichts!”

“Blödmann!”
“Nervensäge!”

“Spielverderber!”
“Geh doch spazieren, wer hindert dich denn!?”

“Du!”
“Ich?? Da! Da ist die Tür, geh!”

“Aber du willst ja nicht, dass wir spazieren gehen!”
“Richtig! Das sagte ich bereits mehrfach!”

“Gut, dann bleib eben da sitzen.”
“DANKE!!”

“Mir ist aber langweilig…”
“Himmel, Schatz, du machst mich echt wahnsinnig…”

“OK, schön. Dann rufe ich jetzt Tine und Birgit an.”
“Genau. Braves Mädchen.”

“Bei Susi habe ich mich auch schon lange nicht mehr gemeldet…”
“Ruf sie alle an, sehr gute Idee.”

“Meinst du das ernst??”
“Ja, warum denn nicht?”

“Ich hätte gedacht, dass dir das nicht passt…”
“Nee, nee, ich halte das für eine sehr gute Idee.”

“Prima.”
“Gut.”

“Haben wir denn genug zu trinken?”
“Was? Wofür??”

“Na, wenn ich die alle zu uns einlade jetzt?”
“Was?? HIER HIN?? Du willst die ganzen Weiber alle HIER HIN…”

“Du hast doch gesagt, dass sei eine gute Idee!”
“Moment mal, ich dachte dass du mit denen spazieren gehen willst??”

“Nee, wieso?”
“Weil, weil…”

“Gib mal das Telefon bitte…”
“Aber Schatz, warte, Moment…”

“Gut, dass du nicht spazieren gehen wolltest! Danke!”

Kopfschüttel…

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Liebstes Kausalkette

21. September 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen während eines Sonntagsausfluges auf einer kleinen Bank am Steinhuder Meer; hier erholen wir uns nach einem langen Spaziergang und lassen die Blicke über das seichte Wasser gleiten.
Während ich meine Beine lang mache, kramt die Liebste in ihrer Handtasche herum.

“Ach Schatz, ich wollte dir noch was erzählen.”
“So? Was denn, Süße?”

“Ich weiß jetzt, was eine Kausalkette ist.”
“Ähm… Was bitte?”

“Eine Kausalkette.”
“Gehört habe ich dich wohl, aber verstanden nicht!?”

“Eine Kausalkette ist…”
“Ursache und Wirkung, ich weiß, danke.”

“…ist eine Kette von zusammenhängenden Ereignissen.”
“Schön, und was soll mir das jetzt sagen??”

“Ich kannte das bisher nur in der Theorie.”
“Aha, und jetzt?”

“Jetzt kenne ich das auch aus der Praxis.”
“Liebste, du sprichst schon wieder in Rätseln!”

“Ich meine, Sachen gibt´s…”
“Jetzt machst du mich aber neugierig, was ist denn!?”

“Gestern habe ich mit Birgit telefoniert.”
“Ja, und?”

“…und da musste ich plötzlich tierisch lachen!”
“”Schön, und?”

“…und dabei ist mir das Telefon runtergefallen.”
“Unser Telefon zuhause??”

“Ja, und dabei sind dann die Batterien raus gekullert.”
“Die Batterien??”

“Ich musste dann mit meinem Handy weitertelefonieren.”
“Wieso?? Ging das Telefon nicht mehr??”

“Weiß ich nicht, habe ich gar nicht ausprobiert.”
“Schatz!”

“Jetzt lass mich doch mal weitererzählen!”
“Aber…”

“Auf jeden Fall habe ich die Batterien dann weiterverwendet.”
“Was?? Wofür??”

“Die habe ich in meinen alten Walkman gesteckt.”
“Du hast einen Walkman??”

“Ja, so einen noch mit Kassetten.”
“Ähm…”

“Und da war tatsächlich noch eine drin!”
“Aha…”

“Da war mein Lieblingslied von Chesney Hawkes drauf!”
“Wer??”

“Na Chesney Hawkes, damals, habe ich dir doch erzählt!”
“Kann sein, allerdings verstehe ich immer noch nicht, was…”

“Und dabei bin ich dann durch die Wohnung getanzt!”
“Liebste, um nochmal auf das Telefon zurückzukommen, ähm…”

“Jetzt lass doch mal das doofe Telefon!”
“Aber…”

“…und dann habe ich leider auf die Fernbedienung getreten.”
“Auf welche Fernbedienung??”

“Vom Fernseher.”
“Aber die liegt doch normalerweise nicht auf dem Boden rum??”

“Nee, aber auf dem Sofa.”
“Soll das heißen, dass du…”

“Ich bin auf dem Soja rumgehopst, ja.”
“Zu Cheesy Hakes??”

“Er heißt Chesney Hawkes, nicht Cheesy!”
“Von mir aus kann der heißen, wie er will!”

“Naja, auf jeden Fall ging dann der Fernseher an.”
“Sag mal, geht das jetzt noch lange so weiter??”

“Nein, nein, bin gleich fertig.”
“Passiert noch irgendwas Schlimmes??”

“Nein, wieso?”
“Ach, nur so…”

“Also der Fernseher ging an und rate mal, was da lief!”
“Ein Bericht über Männer, die von ihren Frauen tyrannisiert werden??”

“Nein.”
“Was denn??”

“So ein Gewinnspiel, wo Tiernamen in Texten versteckt sind.”
“Auf 9Live??”

“Ja, genau!”
“Schatz, würdest du jetzt bitte endlich zum Punkt kommen…”

“Wieso, hast du es eilig?”
“Nein, aber…”

“Jetzt lass mich doch mal erzählen, das ist doch echt witzig!”
“Also Tiernamen im Text versteckt, und dann?”

“Dann habe ich die Ente entdeckt!”
“Aha, du hast also eine Ente entdeckt. Mein Puls geht auf 180.”

“Und dann habe ich da schnell angerufen.”
“Aber das Telefon war doch…”

“Mit meinem Handy, mit meinem Handy habe ich angerufen!”
“Ach so, aha… Hast du etwa was gewonnen??”

“Nee.”
“Schatz! Warum erzählst du mir diesen ganzen Kram??”

“Jetzt warte doch mal ab!”
“Also gut, eine Minute halte ich es noch ohne Tabletten aus…”

“Auf jeden Fall hatte ich eine Glückssträhne.”
“Aber ich dachte, du wärst gar nicht durchgekommen??”

“Nein, aber trotzdem.”
“Aha…”

“Deswegen bin ich dann gleich zum Kiosk gerannt.”
“Zum Kiosk??”

“Ja, um noch schnell Lotto zu spielen, wegen dem Jackpot.”
“Du hast Lotto gespielt?? Willst du etwa sagen, dass du…”

“Dass ich gewonnen habe?”
“Hast du etwa??”

“Nein.”
“Himmel, ich breche zusammen…”

“Aber im Kiosk habe ich auch einen Negerkuss für dich gekauft.”
“Für mich??”

“Ja, so einen großen, die magst du doch?”
“Die mag ich, ja, und wo ist er jetzt??”

“In meiner Handtasche.”
“In deiner Tasche?? In der da??”

“Ja.”
“Und, ähm…”

“Ich habe ihn vergessen gestern.”
“Na schön, das ist ja sehr lieb von dir, aber was…”

“Also das tut mir wirklich sehr leid jetzt…”
“Was! Was tut dir leid??”

“Dass er da immer noch drin ist.”
“Wieso tut dir das leid??”

“Weil ich deinen Autoschlüssel wohl darin versenkt habe…”
“Was??”

“Ich sollte den Schlüssel doch nehmen, hast du gesagt!”
“Du solltest ihn in deine Tasche tun, ja! Und??”

“Naja, es sind 26 Grad und Sonne und da ist dann wohl…”
“Sag jetzt nicht, dass der Negerkuss geschmolzen ist…”

“Doch, in der Tüte. Und dein Schlüssel ist leider unter dem…”
“Schatz, ich werde noch wahnsinnig!!”

“Das ist aber noch nicht das Schlimmste…”
“Hallo?? So ein blöder Autoschlüssel kostet 300 Euro!”

“Den kriegst du schon wieder sauber.”
“Hoffentlich! Wir sind nämlich 70 Kilometer von zuhause weg!”

“Ich helfe dir ja dabei.”
“Na toll! Und überhaupt! Was ist denn noch schlimmer, als das??”

“Das Ende der Kausalkette.”
“Wieso?? War das etwa noch nicht das Ende??”

“Nein.”
“Nicht?? Was kann denn jetzt noch kommen??”

“Das ist eben Ursache und Wirkung, ich kann nichts dafür!”
“Schatz! WAS ist noch!?”

“Der Negerkuss war für einen ganz bestimmten Zweck…”
“Für welchen Zweck denn??”

“Um dich zu beruhigen, wenn ich es dir sage.”
“Mir sagen?? Was willst du mir denn sagen??”

“Dass auf dem Sofa nicht nur die Fernbedienung lag…”
“Nicht?? Und was lag da noch, bitte??”

“Da lag noch eine von deinen geliebten James Bond DVDs…”
“Und??”

“Sorry, aber das kam nur wegen der blöden Kausalkette!”

Kopfschüttel…

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Ich will eben sicher sein

3. September 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen am heutigen Abend im Café del Sol nahe dem Weserpark auf der Sonnenterasse und trinken Cocktails.
Eigentlich wollten wir ja ins Kino gehen, aber wir haben spontan beschlossen, das auf ein anderes Mal zu verschieben und lieber noch ein paar letzte Sonnenstrahlen zu genießen.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich glaube, ich muss mal aufs Klo eben schnell.”
“Das ist schön, dann wünsche ich dir viel Spaß…”

“Nein, jetzt mal ehrlich!”
“Ja, und? Geh doch einfach?”

“Passt du dann bitte auf meine Tasche auf so lange?”
“Ja.”

“Nee, jetzt mal wirklich!”
“Ja, ich passe auf deine Tasche auf!”

“Da ist viel Geld im Portmonee und ich möchte nicht, dass…”
“Liebste! Geh einfach aufs Klo, hier kommt nichts weg.”

“Na schön, aber dann nimm meine Tasche bitte.”
“Was??”

“Hier, nimm die in die Hand, ja?”
“Och nee!”

“Doch, hinterher nimmt die einfach einer von der Bank weg!”
“Hallo?? Ich sitze doch hier daneben!”

“Aber wenn der Dieb weg läuft, kommst du ja nicht hinterher.”
“Was soll das denn jetzt heißen??”

“Naja, ich meine, schnell rennen kannst du doch nicht, oder?”
“Woher willst du denn das wissen??”

“Och, würde ich jetzt mal so annehmen, weil…”
“Sag es nicht!”

“Na schön…”
“Geh jetzt endlich aufs Klo.”

“Nimm aber erst meine Tasche bitte.”
“Weißt du was, nimm sie doch einfach selber mit!?”

“Ich werde dich ja wohl mal um einen Gefallen bitten dürfen?!”
“Klar darfst du das, ich mache es ja auch!”

“Aber nicht richtig.”
“Deine Tasche kommt hier nicht weg! Reicht das nicht??”

“Ich will eben sicher sein, dass sie nicht weg kommt.”
“Dann bleibt dir aber nur, sie selbst mitzunehmen. Basta!”

“Also schön, dann lasse ich sie eben hier bei dir.”
“Dass sowas immer so schwierig sein muss!”

“Wieso, was ist denn hier schwierig??”
“Du könntest schon längst wieder da sein.”

“Geht dem Herren das hier wieder nicht schnell genug??”
“Ich meine nur, dass wir immer alles diskutieren müssen!”

“Weil ich dich EINMAL bitte, auf meine Tasche aufzupassen??”
“Es geht ja nicht um die Tasche, es geht um…”

“Nein, es geht um dich, das habe ich schon verstanden!”
“Um mich?? Um DICH geht es!”

“Wieso um mich denn??”
“Weil DU kein Vertrauen zu mir hast!”

“Habe ich doch, sonst würde ich dir nicht meine Tasche geben!”
“Und warum hat das dann irgendwie so einen faden Beigeschmack??”

“Das kann ich dir sagen, das liegt aber nicht an mir!”
“So?? Und woran dann, bitte??”

“An deinem Cocktail, woran sonst??”

Kopfschüttel…

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Ein richtiges Schnäppchen

24. August 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich besuchen am Sonntagnachmittag den Brokser Heiratsmarkt, ein Kirmes-artiges Volksfest in Bruchhausen-Vilsen.
Unter anderem kann man dort für einen Tag heiraten, deswegen heißt die Veranstaltung wohl auch so.
Nachdem wir einmal über das Gelände geschlendert sind und eine Bratwurst gegessen haben, setzen wir uns an einen Getränkestand und bestellen Cola.

“Eigentlich hätten wir ja Dienstag hier hinfahren müssen…”
“So? Warum denn das, Süße?”

“Dienstags ist immer die beliebte Junggesellenversteigerung.”
“Wie bitte??”

“Ja, da können Frauen ein paar Junggesellen ersteigern.”
“Ähm…”

“Da kann man richtige Schnäppchen machen!”
 Aha… Willst du damit andeuten, dass du Bedarf hast??”

“Für einen anderen Mann??”
“Naja, wenn du auf eine Junggesellenversteigerung willst??”

“Ich will doch keinen anderen Kerl, bist du verrückt!?”
“Aber du hast doch eben gesagt, dass du…”

“Ich habe mit dir schon genug zu tun, vielen Dank.”
“Das nehme ich jetzt einfach mal als missglücktes Kompliment…”

“Ich will doch keinen Typ ersteigern, der sonst keine ab kriegt!”
“Dann willst du also nur zuschauen, oder was?”

“Nee.”
“Sondern?”

“Ich dachte mir, dass ich DICH da irgendwie versteigern kann!”

Kopfschüttel…

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Es ist halb

20. August 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sind heute Abend bei Freunden zum Uno spielen eingeladen; ein Mau-Mau für Erwachsene. Das ist immer sehr lustig und schon seit Tagen freuen wir uns da drauf.
Um 20.00 Uhr sollen wir da sein und es ist schon 19.30 Uhr; aber die Liebste sitzt immer noch entspannt an ihrem Notebook…

“Schatz, wie spät ist es denn?”
“Es ist halb, Süße.”

“Halb?”
“Ja.”

“Sehr gut, dann habe ich ja noch Zeit.”
“Ähm… Schatz, es ist SCHON halb.”

“Na und?”
“Naja, willst du dich nicht noch umziehen?”

“Na klar, glaubst du, ich gehe so??”
“Naja, weiß ich ja nicht, also…”

“Und duschen will ich auch noch.”
“Wie bitte??”

“Wir fahren doch nur 10 Minuten höchstens, oder?”
“Ja schon, das ist richtig, aber das schaffst du doch niemals!?”

“Doch, doch, das schaffe ich; Haare wasche ich heute nicht.”
“Aha… Und ähm, du weißt, dass wir pünktlich sein sollen, ja?”

“Wieso eigentlich?”
“Was? Wieso wir pünktlich sein sollen??”

“Ja?”
“Sowas kann wirklich nur eine Frau fragen…”

“Wir wollen doch aber nur spielen, oder?”
“Naja, aber es soll ja auch was zu essen geben und…”

“Ach so, das ist auch gut, ich habe nämlich Hunger!”
“Wusstest du das nicht?”

“Nee, ich hätte mir gleich noch was zu essen gemacht.”
“Jetzt noch??”

“Wieso nicht?”
“Du willst noch duschen, dich umziehen und hättest noch gekocht??”

“Warum fragst du das denn so doof??”
“Weil du das nie im Leben pünktlich schaffst!”

“Quatsch!”
“Liebste, könntest du jetzt mal so langsam, also ich meine…”

“Schatz, ich weiß, dass du ungern zu spät kommst.”
“Und könntest du dich heute ausnahmsweise mal dran halten??”

“Jaaa doch, gleich. Jetzt drängel mich nicht so!”
“Ich sage es ja nur.”

“Ich rufe jetzt noch meine Schwester an und dann stehe ich auf.”
“Deine Schwester?? Oh Himmel, bitte nicht!!”

“Wieso nicht?”
“Weil ihr immer stundenlang quatscht und kein Ende findet!!”

“Ich hab doch aber noch Zeit?”
“Schatz, es ist HALB! In Buchstaben: H-A-L-B!”

“Ich bin ja nicht taub!”
“Ruf deine Schwester morgen an und komm jetzt endlich!”

“Ich verstehe echt nicht, warum du so einen Aufstand machst!?”
“Liebste, es ist schon nach halb acht und eigentlich müssen wir los!”

“Es ist schon nach halb acht?”
“Ja, das sagte ich doch schon mehrmals!?”

“Das kann aber nicht sein.”
“Was! Dass die Uhr eine annähernd richtige Zeit anzeigt??”

“Das kann nicht sein, das fühlt sich ganz anders an.”
“WAS fühlt sich anders an??”

“Ich habe das Gefühl, es ist erst halb sieben!”
“Schatz, demnach geht deine innere Uhr FALSCH!”

“OK, OK. Tschuldigung, ich dachte, es sei erst halb sieben.”
“Na schön, jetzt verstehe ich auch deine Gelassenheit.”

“Da ist mir die Zeit aber ganz schön davon gelaufen…”
“Kann ja passieren, so, und jetzt komm in den Quark, ja?”

“Jajaja, ich regel das schon, gib mir mal das Telefon rüber.”
“Willst du anrufen, dass wir uns verspäten?”

“Nee.”
“Sondern?”

“Ich rufe meine Schwester an, wieso??”

Kopfschüttel…

Chat 62 Kommentare »

Meine Liebste und ich sitzen im Wohnzimmer und überlegen, was wir mit dem angebrochenen Abend nun machen.
Natürlich könnten wir das schöne Wetter nutzen, allerdings hat die Liebste eine kleine Erkältung und sie möchte lieber zuhause bleiben.
OK! Da wird sich doch was finden lassen…

“Schatz, was wollen wir denn jetzt machen?”
“Hm, keine Ahnung, Süße, aber uns fällt schon was ein…”

“Wollen wir mal wieder was spielen?”
“Spielen? Ähm, ja… Was denn?”

“Was haben wir denn alles?”
“Tja, also… Mensch ärgere dich nicht?”

“Nee.”
“Warum denn nicht? Das spielen wir doch gern?”

“Ja, aber wir spielen ja immer Mensch ärgere dich nicht.”
“Aha…”

“Das ist doch langweilig, immer dasselbe zu spielen!”
“Aber…”

“Ich möchte jetzt mal was anderes spielen.”
“OK, schön, also wie wäre es mit Monopoly?”

“Nee, bloß nicht Monopoly.”
“Spiel des Lebens?”

“Nee.”
“Vier gewinnt?”

“Doof.”
“Hexentanz?”

“Ist das das, wo man nicht weiß, wer man ist?”
“Genau, sehr lustig.”

“Nee.”
“Aha, auch nicht, tja… Kniffel?”

“Nö.”
“Scotland Yard vielleicht?”

“Das mit dem Spion jagen?”
“Ja.”

“Nee.”
“Och Schatz!”

“Mehr haben wir nicht??”
“Doch, wir hätten noch Trivial Pursuit.”

“Auf keinen Fall.”
“Und wie wäre es mit Scrabble, das haben wir auch noch?”

“Nee.”
“Sag mal, was soll denn das??”

“Was denn??”
“Du wolltest doch mal was anderes spielen!”

“Ja, aber die gefallen mir jetzt alle nicht irgendwie…”
“Wir hätten noch Kartenspiele, zum Beispiel Uno, Mau Mau…”

“Och nee.”
“Warum stellst du dich denn jetzt so an??”

“Ich stelle mich nicht an und außerdem bin ich krank!”
“Gute Besserung!”

“Blödmann!”
“Doofmarie!”

“Wir müssen unbedingt mal ein neues Spiel kaufen.”
“Bitte?? Wir haben doch den ganzen Schrank voll??”

“Da ist aber nichts dabei, worauf ich jetzt Lust hätte!”
“Da fällt mir ein, Wer wird Millionär haben wir noch am PC?”

“Vorm PC sitzen?? Bei dem Wetter??”
“Aber wir sind doch sowieso hier drin??”

“Ja, aber nee. Kein Wer wird Millionär. Nee.”
“Himmel! Also dann weiß ich auch nicht…”

“Da hat man so viele Spiele und keins passt…”
“Da hat man EINE FRAU und nie passt was, so muss es heißen!”

“Blödmann!”
“Doofmarie!”

“OK, also ich habe mich entschieden.”
“Entschieden? Wofür??”

“Was wir spielen.”
“Und zwar?”

“Mensch ärgere dich nicht. Und ich darf anfangen!”

Kopfschüttel…

Chat 44 Kommentare »

Nach Susanne

18. Dezember 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich liegen gegen Mitternacht endlich im Bett, nach dem wir den Abend zusammen bei Susanne verbracht haben…
Susanne ist (eigentlich) ganz nett und sie ist eine gute Freundin der Liebsten; aber irgendwie gibt sie mir immer das unterschwellige Gefühl, ich sei ein Kindskopf.
Wie kommt sie bloß darauf??

“Endlich im Bett, da freue ich mich!”
“Ja, Süße. Der Tag ist rum.”

“Du, ich wollte mich noch bei dir bedanken.”
“Bedanken? Wofür denn?”

“Dass du mit zu Susanne gekommen bist.”
“Geschenkt…”

“Nein, nein, ich weiß ja, dass du eigentlich nicht wolltest.”
“Liebste, was ist denn los mit dir??”

“Wieso?”
“Warum plötzlich so verständnisvoll und einfühlsam??”

“Danke Schatz, aber so bin ich doch immer?”
“Bist du immer, ja…”

“Wie hat es dir denn nun heute Abend eigentlich gefallen?”
“Tja, also, ähm, wenn ich ehrlich bin, dann muss ich…”

“Ja, ich fand es auch superlustig!”
“Ähm…”

“Das müssen wir unbedingt bald wiederholen!”
“Also das muss nun wirklich nicht…”

“Bist du dabei?”
“Nein.”

“Prima! Dann fahren wir über die Feiertage noch mal hin!”

Kopfschüttel…

38 Kommentare »

Susanne

17. Dezember 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sind am heutigen Tag einmal beide etwas früher nach Hause gekommen; das haben wir uns aber auch verdient, die Vorweihnachtszeit ist immer so stressig…
Das könnte also endlich mal wieder ein richtig schöner und entspannter Abend zu weit werden und da freue ich mich drauf!

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Wollen wir uns heute Abend mit Susanne treffen?”
“Nein.”

“Gut. Wir müssen dann so gegen halb acht los.”

Kopfschüttel…

50 Kommentare »

Das ist schön…

15. Dezember 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste hat es sich im Wohnzimmer vor dem Fernseher gemütlich gemacht, als ich am Abend nach Hause komme.
Nachdem ich sie begrüßt habe, werfe ich einen flüchtigen Blick auf die Flimmerkiste, dort läuft scheinbar irgendeine deutsche Komödie und angesichts der Uhrzeit wohl schon gut eine Stunde.
Bestimmt wieder so eine Schnulze…

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, na?”

“Alles klar bei dir, du bist spät heute?”
“Ja, wir haben so viel zu tun im Augenblick und Frank hat…”

“Das ist schön, Schatz.”
“Ja, ähm… Danke für das Gespräch…”

“Ich gucke doch gerade den Film da, siehst du doch!”
“Aha, und was für ein Film ist das?”

“Keine Ahnung, wie der heißt…”
“Aha, und, ähm… Worum geht es da?”

“Das ist schwierig, so richtig verstehe ich das auch nicht…”
“Nicht, aha… Und, äh…”

“Jetzt frag mir doch keine Löcher in den Bauch!”
“Hallo?? Du guckst dir einen Film an und weißt nichts darüber??”

“Na und??”
“Naja, ich meine…”

“Ist doch egal, ich kenne den eh schon.”

Kopfschüttel…

15 Kommentare »

Das Plakat

7. Dezember 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich besuchen am Nikolaus-Sonntag den (sehr kleinen) Sulinger Weihnachtsmarkt; irgendwie hatten wir uns das hier ein bisschen anders vorgestellt…
Aber egal, für eine Bratwurst und eine Tüte gebrannte Mandeln war´s OK.
Wir schlendern zum Auto zurück.

“Schatz! Schau mal da, das Plakat!”
“Welches, Süße?”

“Das da an der Wand neben dem Schaufenster.”
“Das da?? Ü35-Party an Silvester??”

“Ist doch ungewöhnlich, Ü35! Oder??”
“Wieso ungewöhnlich??”

“Ü30 kenne ich, aber Ü35??”
“Na und??”

“Da darf ich ja dann noch gar nicht hin!”
“Das stimmt. Du Küken darfst da nicht rein.”

“Echt nicht??”
“Nein. Und dabei geht da bestimmt voll die Post ab!”

“Mag sein, aber Du darfst ja auch nicht hin.”
“Ich?? Natürlich dürfte ich da hin!?”

“Nein.”
“Und wieso nicht? Ich bin schließlich Ü35!”

“Das schon. Aber du vergisst den alles entscheidenden Punkt.”
“Aha, und welchen, bitte??”

“MICH!!”

Kopfschüttel…

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Feuer und Flamme

9. November 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sind an diesem November-Sonntag auch am frühen Nachmittag noch nicht so richtig wach; dennoch: eigentlich ist es ein ganz schöner Tag.
Trotzdem ist das Sofa für mich heute der ideale Platz, um den Rest des Tages zu verbringen.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich dachte mir, wir machen einen Spaziergang.”
“Aha.”

“Draußen ist schönes Wetter.”
“Naja, geht so…”

“Wollen wir los?”
“Ich weiß nicht…”

“Du sitzt schon den ganzen Tag da rum!”
“Ja, und ich bin hier sehr zufrieden.”

“Hast du denn keine Lust, nach draußen zu gehen?”
“Naja, wenn ich es mir recht überlege, also…”

“Schön! Dann lass uns gehen!”
“Nein, nein, ich meinte das eigentlich anders, also…”

“Du gehst doch gerne mit mir spazieren, oder?”
“Ja, schon, aber…”

“Prima. Ich nehme mir einen Schal mit.”
“Och Schatz, muss denn das wirklich sein, ich meine…”

“Sag doch einfach, wenn du keine Lust hast!”
“Ich habe keine Lust.”

“Ach was, wenn wir erst mal unterwegs sind, kommt das schon!”
“Warum fragst du mich denn dann überhaupt??”

“Ich dachte, dass du was anderes antwortest.”
“Also nochmal: ich möchte hier heute einfach sitzen bleiben.”

“Kannst du ja auch.”
“Danke.”

“Wir sind ja in einer Stunde wieder da.”
“Liebste, kannst du nicht eine deiner Freundinnen, ich meine…”

“Soll das heißen, du willst nicht mit MIR spazieren gehen??”
“Nein, das soll nur heißen, dass du HEUTE jemand anderes…”

“Das finde ich ja jetzt total doof!”
“Ich wollte ja bloß einen Vorschlag machen!?”

“Als wir uns kennengelernt haben, war das nicht so!”
“Was!”

“Da hast du nicht einfach nur auf dem Sofa rumgesessen!”
“Wie bitte??”

“Wenn ich spazieren gehen wollte, warst du Feuer und Flamme!”
“Schatz, es geht doch NUR um heute, eine Ausnahme sozusagen!”

“Mir geht es ja auch nur um heute!”
“Man kann doch mal unterschiedlicher Meinung sein, oder??”

“Was hat denn das jetzt mit Meinungen zu tun??”
“Naja, ich meine, so Lust, Laune, Motivation und so!”

“Willst du damit sagen, dass ich dich demotiviere??”
“Nein, ich will heute einfach auf dem Sofa rumlümmeln, sonst nichts!”

“Blödmann!”
“Nervensäge!”

“Spielverderber!”
“Geh doch spazieren, wer hindert dich denn!?”

“Du!”
“Ich?? Da! Da ist die Tür, geh!”

“Aber du willst ja nicht, dass wir spazieren gehen!”
“Richtig! Das sagte ich bereits mehrfach!”

“Gut, dann bleib eben da sitzen.”
“DANKE!!”

“Mir ist aber langweilig…”
“Himmel, Schatz, du machst mich echt wahnsinnig…”

“OK, schön. Dann rufe ich jetzt Tine und Birgit an.”
“Genau. Braves Mädchen.”

“Bei Susi habe ich mich auch schon lange nicht mehr gemeldet…”
“Ruf sie alle an, sehr gute Idee.”

“Meinst du das ernst??”
“Ja, warum denn nicht?”

“Ich hätte gedacht, dass dir das nicht passt…”
“Nee, nee, ich halte das für eine sehr gute Idee.”

“Prima.”
“Gut.”

“Haben wir denn genug zu trinken?”
“Was? Wofür??”

“Na, wenn ich die alle zu uns einlade jetzt?”
“Was?? HIER HIN?? Du willst die ganzen Weiber alle HIER HIN…”

“Du hast doch gesagt, dass sei eine gute Idee!”
“Moment mal, ich dachte dass du mit denen spazieren gehen willst??”

“Nee, wieso?”
“Weil, weil…”

“Gib mal das Telefon bitte…”
“Aber Schatz, warte, Moment…”

“Gut, dass du nicht spazieren gehen wolltest! Danke!”

Kopfschüttel…

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Liebstes Kausalkette

21. September 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen während eines Sonntagsausfluges auf einer kleinen Bank am Steinhuder Meer; hier erholen wir uns nach einem langen Spaziergang und lassen die Blicke über das seichte Wasser gleiten.
Während ich meine Beine lang mache, kramt die Liebste in ihrer Handtasche herum.

“Ach Schatz, ich wollte dir noch was erzählen.”
“So? Was denn, Süße?”

“Ich weiß jetzt, was eine Kausalkette ist.”
“Ähm… Was bitte?”

“Eine Kausalkette.”
“Gehört habe ich dich wohl, aber verstanden nicht!?”

“Eine Kausalkette ist…”
“Ursache und Wirkung, ich weiß, danke.”

“…ist eine Kette von zusammenhängenden Ereignissen.”
“Schön, und was soll mir das jetzt sagen??”

“Ich kannte das bisher nur in der Theorie.”
“Aha, und jetzt?”

“Jetzt kenne ich das auch aus der Praxis.”
“Liebste, du sprichst schon wieder in Rätseln!”

“Ich meine, Sachen gibt´s…”
“Jetzt machst du mich aber neugierig, was ist denn!?”

“Gestern habe ich mit Birgit telefoniert.”
“Ja, und?”

“…und da musste ich plötzlich tierisch lachen!”
“”Schön, und?”

“…und dabei ist mir das Telefon runtergefallen.”
“Unser Telefon zuhause??”

“Ja, und dabei sind dann die Batterien raus gekullert.”
“Die Batterien??”

“Ich musste dann mit meinem Handy weitertelefonieren.”
“Wieso?? Ging das Telefon nicht mehr??”

“Weiß ich nicht, habe ich gar nicht ausprobiert.”
“Schatz!”

“Jetzt lass mich doch mal weitererzählen!”
“Aber…”

“Auf jeden Fall habe ich die Batterien dann weiterverwendet.”
“Was?? Wofür??”

“Die habe ich in meinen alten Walkman gesteckt.”
“Du hast einen Walkman??”

“Ja, so einen noch mit Kassetten.”
“Ähm…”

“Und da war tatsächlich noch eine drin!”
“Aha…”

“Da war mein Lieblingslied von Chesney Hawkes drauf!”
“Wer??”

“Na Chesney Hawkes, damals, habe ich dir doch erzählt!”
“Kann sein, allerdings verstehe ich immer noch nicht, was…”

“Und dabei bin ich dann durch die Wohnung getanzt!”
“Liebste, um nochmal auf das Telefon zurückzukommen, ähm…”

“Jetzt lass doch mal das doofe Telefon!”
“Aber…”

“…und dann habe ich leider auf die Fernbedienung getreten.”
“Auf welche Fernbedienung??”

“Vom Fernseher.”
“Aber die liegt doch normalerweise nicht auf dem Boden rum??”

“Nee, aber auf dem Sofa.”
“Soll das heißen, dass du…”

“Ich bin auf dem Soja rumgehopst, ja.”
“Zu Cheesy Hakes??”

“Er heißt Chesney Hawkes, nicht Cheesy!”
“Von mir aus kann der heißen, wie er will!”

“Naja, auf jeden Fall ging dann der Fernseher an.”
“Sag mal, geht das jetzt noch lange so weiter??”

“Nein, nein, bin gleich fertig.”
“Passiert noch irgendwas Schlimmes??”

“Nein, wieso?”
“Ach, nur so…”

“Also der Fernseher ging an und rate mal, was da lief!”
“Ein Bericht über Männer, die von ihren Frauen tyrannisiert werden??”

“Nein.”
“Was denn??”

“So ein Gewinnspiel, wo Tiernamen in Texten versteckt sind.”
“Auf 9Live??”

“Ja, genau!”
“Schatz, würdest du jetzt bitte endlich zum Punkt kommen…”

“Wieso, hast du es eilig?”
“Nein, aber…”

“Jetzt lass mich doch mal erzählen, das ist doch echt witzig!”
“Also Tiernamen im Text versteckt, und dann?”

“Dann habe ich die Ente entdeckt!”
“Aha, du hast also eine Ente entdeckt. Mein Puls geht auf 180.”

“Und dann habe ich da schnell angerufen.”
“Aber das Telefon war doch…”

“Mit meinem Handy, mit meinem Handy habe ich angerufen!”
“Ach so, aha… Hast du etwa was gewonnen??”

“Nee.”
“Schatz! Warum erzählst du mir diesen ganzen Kram??”

“Jetzt warte doch mal ab!”
“Also gut, eine Minute halte ich es noch ohne Tabletten aus…”

“Auf jeden Fall hatte ich eine Glückssträhne.”
“Aber ich dachte, du wärst gar nicht durchgekommen??”

“Nein, aber trotzdem.”
“Aha…”

“Deswegen bin ich dann gleich zum Kiosk gerannt.”
“Zum Kiosk??”

“Ja, um noch schnell Lotto zu spielen, wegen dem Jackpot.”
“Du hast Lotto gespielt?? Willst du etwa sagen, dass du…”

“Dass ich gewonnen habe?”
“Hast du etwa??”

“Nein.”
“Himmel, ich breche zusammen…”

“Aber im Kiosk habe ich auch einen Negerkuss für dich gekauft.”
“Für mich??”

“Ja, so einen großen, die magst du doch?”
“Die mag ich, ja, und wo ist er jetzt??”

“In meiner Handtasche.”
“In deiner Tasche?? In der da??”

“Ja.”
“Und, ähm…”

“Ich habe ihn vergessen gestern.”
“Na schön, das ist ja sehr lieb von dir, aber was…”

“Also das tut mir wirklich sehr leid jetzt…”
“Was! Was tut dir leid??”

“Dass er da immer noch drin ist.”
“Wieso tut dir das leid??”

“Weil ich deinen Autoschlüssel wohl darin versenkt habe…”
“Was??”

“Ich sollte den Schlüssel doch nehmen, hast du gesagt!”
“Du solltest ihn in deine Tasche tun, ja! Und??”

“Naja, es sind 26 Grad und Sonne und da ist dann wohl…”
“Sag jetzt nicht, dass der Negerkuss geschmolzen ist…”

“Doch, in der Tüte. Und dein Schlüssel ist leider unter dem…”
“Schatz, ich werde noch wahnsinnig!!”

“Das ist aber noch nicht das Schlimmste…”
“Hallo?? So ein blöder Autoschlüssel kostet 300 Euro!”

“Den kriegst du schon wieder sauber.”
“Hoffentlich! Wir sind nämlich 70 Kilometer von zuhause weg!”

“Ich helfe dir ja dabei.”
“Na toll! Und überhaupt! Was ist denn noch schlimmer, als das??”

“Das Ende der Kausalkette.”
“Wieso?? War das etwa noch nicht das Ende??”

“Nein.”
“Nicht?? Was kann denn jetzt noch kommen??”

“Das ist eben Ursache und Wirkung, ich kann nichts dafür!”
“Schatz! WAS ist noch!?”

“Der Negerkuss war für einen ganz bestimmten Zweck…”
“Für welchen Zweck denn??”

“Um dich zu beruhigen, wenn ich es dir sage.”
“Mir sagen?? Was willst du mir denn sagen??”

“Dass auf dem Sofa nicht nur die Fernbedienung lag…”
“Nicht?? Und was lag da noch, bitte??”

“Da lag noch eine von deinen geliebten James Bond DVDs…”
“Und??”

“Sorry, aber das kam nur wegen der blöden Kausalkette!”

Kopfschüttel…

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Ich will eben sicher sein

3. September 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sitzen am heutigen Abend im Café del Sol nahe dem Weserpark auf der Sonnenterasse und trinken Cocktails.
Eigentlich wollten wir ja ins Kino gehen, aber wir haben spontan beschlossen, das auf ein anderes Mal zu verschieben und lieber noch ein paar letzte Sonnenstrahlen zu genießen.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich glaube, ich muss mal aufs Klo eben schnell.”
“Das ist schön, dann wünsche ich dir viel Spaß…”

“Nein, jetzt mal ehrlich!”
“Ja, und? Geh doch einfach?”

“Passt du dann bitte auf meine Tasche auf so lange?”
“Ja.”

“Nee, jetzt mal wirklich!”
“Ja, ich passe auf deine Tasche auf!”

“Da ist viel Geld im Portmonee und ich möchte nicht, dass…”
“Liebste! Geh einfach aufs Klo, hier kommt nichts weg.”

“Na schön, aber dann nimm meine Tasche bitte.”
“Was??”

“Hier, nimm die in die Hand, ja?”
“Och nee!”

“Doch, hinterher nimmt die einfach einer von der Bank weg!”
“Hallo?? Ich sitze doch hier daneben!”

“Aber wenn der Dieb weg läuft, kommst du ja nicht hinterher.”
“Was soll das denn jetzt heißen??”

“Naja, ich meine, schnell rennen kannst du doch nicht, oder?”
“Woher willst du denn das wissen??”

“Och, würde ich jetzt mal so annehmen, weil…”
“Sag es nicht!”

“Na schön…”
“Geh jetzt endlich aufs Klo.”

“Nimm aber erst meine Tasche bitte.”
“Weißt du was, nimm sie doch einfach selber mit!?”

“Ich werde dich ja wohl mal um einen Gefallen bitten dürfen?!”
“Klar darfst du das, ich mache es ja auch!”

“Aber nicht richtig.”
“Deine Tasche kommt hier nicht weg! Reicht das nicht??”

“Ich will eben sicher sein, dass sie nicht weg kommt.”
“Dann bleibt dir aber nur, sie selbst mitzunehmen. Basta!”

“Also schön, dann lasse ich sie eben hier bei dir.”
“Dass sowas immer so schwierig sein muss!”

“Wieso, was ist denn hier schwierig??”
“Du könntest schon längst wieder da sein.”

“Geht dem Herren das hier wieder nicht schnell genug??”
“Ich meine nur, dass wir immer alles diskutieren müssen!”

“Weil ich dich EINMAL bitte, auf meine Tasche aufzupassen??”
“Es geht ja nicht um die Tasche, es geht um…”

“Nein, es geht um dich, das habe ich schon verstanden!”
“Um mich?? Um DICH geht es!”

“Wieso um mich denn??”
“Weil DU kein Vertrauen zu mir hast!”

“Habe ich doch, sonst würde ich dir nicht meine Tasche geben!”
“Und warum hat das dann irgendwie so einen faden Beigeschmack??”

“Das kann ich dir sagen, das liegt aber nicht an mir!”
“So?? Und woran dann, bitte??”

“An deinem Cocktail, woran sonst??”

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Ein richtiges Schnäppchen

24. August 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich besuchen am Sonntagnachmittag den Brokser Heiratsmarkt, ein Kirmes-artiges Volksfest in Bruchhausen-Vilsen.
Unter anderem kann man dort für einen Tag heiraten, deswegen heißt die Veranstaltung wohl auch so.
Nachdem wir einmal über das Gelände geschlendert sind und eine Bratwurst gegessen haben, setzen wir uns an einen Getränkestand und bestellen Cola.

“Eigentlich hätten wir ja Dienstag hier hinfahren müssen…”
“So? Warum denn das, Süße?”

“Dienstags ist immer die beliebte Junggesellenversteigerung.”
“Wie bitte??”

“Ja, da können Frauen ein paar Junggesellen ersteigern.”
“Ähm…”

“Da kann man richtige Schnäppchen machen!”
 Aha… Willst du damit andeuten, dass du Bedarf hast??”

“Für einen anderen Mann??”
“Naja, wenn du auf eine Junggesellenversteigerung willst??”

“Ich will doch keinen anderen Kerl, bist du verrückt!?”
“Aber du hast doch eben gesagt, dass du…”

“Ich habe mit dir schon genug zu tun, vielen Dank.”
“Das nehme ich jetzt einfach mal als missglücktes Kompliment…”

“Ich will doch keinen Typ ersteigern, der sonst keine ab kriegt!”
“Dann willst du also nur zuschauen, oder was?”

“Nee.”
“Sondern?”

“Ich dachte mir, dass ich DICH da irgendwie versteigern kann!”

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Es ist halb

20. August 2009, aus der Schublade Freizeit und Reisen

Meine Liebste und ich sind heute Abend bei Freunden zum Uno spielen eingeladen; ein Mau-Mau für Erwachsene. Das ist immer sehr lustig und schon seit Tagen freuen wir uns da drauf.
Um 20.00 Uhr sollen wir da sein und es ist schon 19.30 Uhr; aber die Liebste sitzt immer noch entspannt an ihrem Notebook…

“Schatz, wie spät ist es denn?”
“Es ist halb, Süße.”

“Halb?”
“Ja.”

“Sehr gut, dann habe ich ja noch Zeit.”
“Ähm… Schatz, es ist SCHON halb.”

“Na und?”
“Naja, willst du dich nicht noch umziehen?”

“Na klar, glaubst du, ich gehe so??”
“Naja, weiß ich ja nicht, also…”

“Und duschen will ich auch noch.”
“Wie bitte??”

“Wir fahren doch nur 10 Minuten höchstens, oder?”
“Ja schon, das ist richtig, aber das schaffst du doch niemals!?”

“Doch, doch, das schaffe ich; Haare wasche ich heute nicht.”
“Aha… Und ähm, du weißt, dass wir pünktlich sein sollen, ja?”

“Wieso eigentlich?”
“Was? Wieso wir pünktlich sein sollen??”

“Ja?”
“Sowas kann wirklich nur eine Frau fragen…”

“Wir wollen doch aber nur spielen, oder?”
“Naja, aber es soll ja auch was zu essen geben und…”

“Ach so, das ist auch gut, ich habe nämlich Hunger!”
“Wusstest du das nicht?”

“Nee, ich hätte mir gleich noch was zu essen gemacht.”
“Jetzt noch??”

“Wieso nicht?”
“Du willst noch duschen, dich umziehen und hättest noch gekocht??”

“Warum fragst du das denn so doof??”
“Weil du das nie im Leben pünktlich schaffst!”

“Quatsch!”
“Liebste, könntest du jetzt mal so langsam, also ich meine…”

“Schatz, ich weiß, dass du ungern zu spät kommst.”
“Und könntest du dich heute ausnahmsweise mal dran halten??”

“Jaaa doch, gleich. Jetzt drängel mich nicht so!”
“Ich sage es ja nur.”

“Ich rufe jetzt noch meine Schwester an und dann stehe ich auf.”
“Deine Schwester?? Oh Himmel, bitte nicht!!”

“Wieso nicht?”
“Weil ihr immer stundenlang quatscht und kein Ende findet!!”

“Ich hab doch aber noch Zeit?”
“Schatz, es ist HALB! In Buchstaben: H-A-L-B!”

“Ich bin ja nicht taub!”
“Ruf deine Schwester morgen an und komm jetzt endlich!”

“Ich verstehe echt nicht, warum du so einen Aufstand machst!?”
“Liebste, es ist schon nach halb acht und eigentlich müssen wir los!”

“Es ist schon nach halb acht?”
“Ja, das sagte ich doch schon mehrmals!?”

“Das kann aber nicht sein.”
“Was! Dass die Uhr eine annähernd richtige Zeit anzeigt??”

“Das kann nicht sein, das fühlt sich ganz anders an.”
“WAS fühlt sich anders an??”

“Ich habe das Gefühl, es ist erst halb sieben!”
“Schatz, demnach geht deine innere Uhr FALSCH!”

“OK, OK. Tschuldigung, ich dachte, es sei erst halb sieben.”
“Na schön, jetzt verstehe ich auch deine Gelassenheit.”

“Da ist mir die Zeit aber ganz schön davon gelaufen…”
“Kann ja passieren, so, und jetzt komm in den Quark, ja?”

“Jajaja, ich regel das schon, gib mir mal das Telefon rüber.”
“Willst du anrufen, dass wir uns verspäten?”

“Nee.”
“Sondern?”

“Ich rufe meine Schwester an, wieso??”

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Meine Liebste und ich sitzen im Wohnzimmer und überlegen, was wir mit dem angebrochenen Abend nun machen.
Natürlich könnten wir das schöne Wetter nutzen, allerdings hat die Liebste eine kleine Erkältung und sie möchte lieber zuhause bleiben.
OK! Da wird sich doch was finden lassen…

“Schatz, was wollen wir denn jetzt machen?”
“Hm, keine Ahnung, Süße, aber uns fällt schon was ein…”

“Wollen wir mal wieder was spielen?”
“Spielen? Ähm, ja… Was denn?”

“Was haben wir denn alles?”
“Tja, also… Mensch ärgere dich nicht?”

“Nee.”
“Warum denn nicht? Das spielen wir doch gern?”

“Ja, aber wir spielen ja immer Mensch ärgere dich nicht.”
“Aha…”

“Das ist doch langweilig, immer dasselbe zu spielen!”
“Aber…”

“Ich möchte jetzt mal was anderes spielen.”
“OK, schön, also wie wäre es mit Monopoly?”

“Nee, bloß nicht Monopoly.”
“Spiel des Lebens?”

“Nee.”
“Vier gewinnt?”

“Doof.”
“Hexentanz?”

“Ist das das, wo man nicht weiß, wer man ist?”
“Genau, sehr lustig.”

“Nee.”
“Aha, auch nicht, tja… Kniffel?”

“Nö.”
“Scotland Yard vielleicht?”

“Das mit dem Spion jagen?”
“Ja.”

“Nee.”
“Och Schatz!”

“Mehr haben wir nicht??”
“Doch, wir hätten noch Trivial Pursuit.”

“Auf keinen Fall.”
“Und wie wäre es mit Scrabble, das haben wir auch noch?”

“Nee.”
“Sag mal, was soll denn das??”

“Was denn??”
“Du wolltest doch mal was anderes spielen!”

“Ja, aber die gefallen mir jetzt alle nicht irgendwie…”
“Wir hätten noch Kartenspiele, zum Beispiel Uno, Mau Mau…”

“Och nee.”
“Warum stellst du dich denn jetzt so an??”

“Ich stelle mich nicht an und außerdem bin ich krank!”
“Gute Besserung!”

“Blödmann!”
“Doofmarie!”

“Wir müssen unbedingt mal ein neues Spiel kaufen.”
“Bitte?? Wir haben doch den ganzen Schrank voll??”

“Da ist aber nichts dabei, worauf ich jetzt Lust hätte!”
“Da fällt mir ein, Wer wird Millionär haben wir noch am PC?”

“Vorm PC sitzen?? Bei dem Wetter??”
“Aber wir sind doch sowieso hier drin??”

“Ja, aber nee. Kein Wer wird Millionär. Nee.”
“Himmel! Also dann weiß ich auch nicht…”

“Da hat man so viele Spiele und keins passt…”
“Da hat man EINE FRAU und nie passt was, so muss es heißen!”

“Blödmann!”
“Doofmarie!”

“OK, also ich habe mich entschieden.”
“Entschieden? Wofür??”

“Was wir spielen.”
“Und zwar?”

“Mensch ärgere dich nicht. Und ich darf anfangen!”

Kopfschüttel…

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