Mit nur einem gezielten Schwinger

Mit nur einem gezielten SchwingerMeine Liebste und ich tanzen in den Mai! Gemeinsam mit guten Freunden stehen wir zwischendurch zum Luft schnappen vor der Tür des Tanzsaales in geselliger Runde mit zahlreichen anderen Gästen.
Und: meine Liebste sieht so gut aus!

„Du Schatz?“
„Ja Süße?“

„Du hast aber einen ganz schönen Bauch bekommen!“
„Ähm…“

[Es ist einer dieser Momente, in denen man selbst bei klirrender Kälte keine Heizdecke benötigt. War die Umgebung noch vor einer Sekunde mit Gemurmel und Gelächter erfüllt, herrscht nun plötzlich eine Art Todesstille und ich spüre, wie sich geschätzte 42 Augen auf meine Körpermitte ausrichten.
Meine gefühlte Körpergröße beträgt schlagartig nur noch ca. 40cm und alle Gäste schauen entsetzt auf mich herab.]

„Also…“

[Ally McBeal müsste man jetzt sein. Dann könnte man einen drei Meter großen Hammer wie aus dem Nichts aus der Tasche ziehen und die Liebste mit nur einem gezielten Schwinger platt machen.
Nun bin ich dummerweise nicht Ally McBeal.
Deswegen werde ich sie wohl mit meinen bloßen Händen erwürgen müssen. Bestimmt bekomme ich mildernde Umstände und wenn ich einen verständnisvollen (männlichen) Richter finde, könnte ich in ein paar Jahren wieder draußen sein.]

„Ach nee, ist ja nur die Beule in deinem Hemd! Haha!“

Kopfschüttel…

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Vom Guten nur das Allerbeste!

Vom Guten nur das Allerbeste!Meine Liebste und ich feiern jetzt Weihnachten. So mit allem Drum und Dran. Die aufwendige Planung der nun kommenden Tage ist abgeschlossen, alle Familienbesuche minutiös geplant und wir überlegen noch, ob wir auch nichts vergessen haben.

„Du, sollen wir im Blog nicht auch was schreiben?“
„Zu was denn Süße?“

„So mit Fröhliche Weihnachten an alle Leser und so.“
„Klar! Das finde ich gut! Hast du schon eine Idee?“

„Fröhliche Weihnachten an alle!“
„Ähm… Geht´s nicht vielleicht etwas origineller??“

„Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen und zaubern Freude in all eure Herzen.“
„Also, ich…“

„Wir wollen euch wünschen zum heiligen Feste: Vom Schönsten das Allerschönste, vom Guten nur das Allerbeste!“
„Naja das klingt toll, tja, also ich weiß ja nicht…“

„Was passt dir denn daran nun wieder nicht??“
„Ist das nicht wieder viel zu schnulzig? Typisch Frauen…“

„Jetzt komm mir nicht wieder auf die Tour!“
„Welche Tour denn? Stimmt doch wohl!“

„Weißt du, was der Unterschied zwischen dir und einem dummen Esel ist?“
„Ähm… Nein?“

„Der Esel würde es wissen!“

Kopfschüttel…

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Wir schenken uns ja nichts

Wir schenken uns ja nichtsMeine Liebste und ich kehren von einem netten Abend mit Freunden zurück. Wir hatten mexikanisches Essen, prickelnde Cocktails und nette Gespräche. Natürlich auch die Planung der Feiertage sowie die jährliche Diskussion darüber, was man Sinnvolles verschenken könnte.

„Du, schenken wir den beiden denn was zu Weihnachten?“
„Ja Süße, natürlich.“

„Und was?“
„Ich habe schon was besorgt, lief mir so über den Weg.“

„Ah, gut! Was denn?“
„Das hier, schau.“

„Super Idee! Da freuen sie sich sicher drüber!“
„Bestimmt.“

„Wir schenken uns ja nichts.“
„Nein.“

„Oder doch?“
„Nein, wir wollten uns doch nichts schenken.“

„Aber wir wollten zusammen was unternehmen.“
„Ja, wir gehen ja auch in Dirty Dancing…“

[Ich muss „Dirty Dancing“ wohl etwas überbetont haben…]

„Was denn?? Nicht gut?“
„Doch, klar, das ist gut. Ich freue mich schon.“

„Das hört sich aber nicht so an…“
„Doch, ich freue mich. Hamburg mag ich sowieso.“

„Aber das Musical nicht, oder was?“
„Doch! Das auch! Also hoffe ich…“

„Das war teuer, für ein bisschen Hoffnung etwas ZU TEUER!“
„Es ist doch nicht nur das Musical, auch unser Wochenende.“

„Ja, aber das Musical ist das Highlight.“
„Das Highlight bist stets du… Es wird schon schön werden.“

„Da bin ich mir sicher. Auch wenn das erst im März ist…“
„Es gab vorher keine vernünftigen Plätze mehr, weißt du doch.“

„Blöd bloß, dass dann ja so irgendwie gar nichts unterm Weihnachtsbaum…“
„Schatz, wir haben gar keinen Weihnachtsbaum.“

„So in übertragenem Sinne eben.“
„Ich kann ja eine schöne Tanne kaufen gehen.“

„Nein, lass mal, wir haben ja gar keinen Schmuck dafür.“
„Kaufe ich dann auch.“

„Nein, lass. Wo sollten wir den denn auch hinstellen.“
„Da, neben der Schiebetür im Wohnzimmer zum Beispiel?“

„Da steht doch die kleine Palme!“
„Na und? Die können wir auch ins Schlafzimmer stellen.“

„Was kostet so ein Baum eigentlich?“
„Hm, 15 bis 20 Euro vielleicht?“

„Das geht ja noch. Hätte ich mehr geschätzt.“
„Ich denke, der Schmuck wird teurer…“

„Und was kostet das dann?“
„Was weiß ich! Vielleicht 50 Euro?“

„So viel??“
„Wenn du ihn aussuchst ganz sicher noch mehr!“

„ICH?? Willst du damit sagen, ich sei teuer??“
„Nein, ich will sagen, dass du bei Deko nie ein Ende findest!“

„Das stimmt ja überhaupt nicht!“
„Und wohl stimmt das! Ich erinnere an unseren IKEA-Besuch…“

„Dafür würdest du aber den teuersten Weihnachtsbaum kaufen, wie ich dich kenne.“
„Und du den teuersten Schmuck dafür, sage ich doch.“

„Und wenn wir es anders herum machen?“
„Was?“

„Na ich kaufe den Baum, du den Schmuck.“
„Hm. Könnte klappen…“

„Du musst die Tanne dann nur aufstellen, ich schmücke.“
„Wer weiß, was du da für ein armseliges Gerippe kaufst…“

„Und wer weiß, was du für einen Kitsch mitbringst!“
„Na gut! Dann kauf den Weihnachtsschmuck doch selber!“

„Dann kaufst du aber auch die Tanne!“
„Womit wir wieder am Anfang wären…“

„Jetzt weiß ich, wie wir es machen!“
„Ach ja? Und?“

„Ich kaufe eine kleine Tanne UND ein Dekoset auf dem Weihnachtsmarkt.“
„Aha. Schön, und ich?“

„Na das, was du am besten kannst.“
„Und das wäre bitte sehr??“

„Du kaufst die Geschenke zum drunter legen!“

Kopfschüttel…

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Teufelchen

TeufelchenMeine Liebste und ich sind zum Geburtstag einer Freundin eingeladen. Es sind ausdrücklich keine Geschenke erwünscht; aber eine nette Geburtstagskarte wird ja wohl erlaubt sein.
Also stehen wir bei Karstadt vor dem riesigen Regal mit Millionen an Glückwunschkarten und für alles und jedes müsste etwas dabei sein.

„Was nehmen wir denn jetzt?“
„Hm. Also ich denke, irgendetwas zum Lachen.“

„Warum?“
„Warum?? Na weil es ein Geburtstag ist und keine Beerdigung.“

„Schau mal, es gibt  doch so schöne Karten.“
„Ja sicher, aber ich würde zum Beispiel diese hier nehmen…“

„Schatz! Sie wird 29, nicht 12!“
„Ja, aber schau doch mal, den Hund kann man rausklappen!“

„Du kannst die ja für dich selber kaufen.“
„Das ist ja langweilig. Na gut, dann nicht.“

„Du hast immer so einen komischen Geschmack…“
„Bitte? Nur weil ich was Lustiges schenken würde?“

„Nein, ich meine, ganz anders, als meiner.“
„Na und? Ist das schlecht?“

„Du kannst ja deinen eigenen Geschmack haben, aber…“
„Aber?“

„Aber es wäre auch schön, wenn wir den gleichen hätten.“
„Schatz, wir sind uns doch in 99% aller Fragen einig.“

„Ja, bei den Kleinigkeiten vielleicht.“
„Und bei den großen Dingen nicht? Zum Beispiel?“

„Ich erinnere nur an die Urlaubsplanung.“
„Was war denn da??“

„Ich wollte ins Warme und du ins Billige.“
„Das ist ja jetzt wohl ein starkes Stück!“

„Ja war es denn nicht so??“
„Erstens wollte ich nicht billig, sondern günstig.“

„Pff, wo ist da schon der Unterschied…“
„Und zweitens wollte ich auch ins Warme, aber eben günstig.“

„Du hast immer eine Ausrede!“
„Nee, aber du drehst immer alles so, wie es dir passt.“

„Und bei den Urlaubspostkarten konntest du dich auch nicht entscheiden.“
„Haben wir welche verschickt?“

„Ja.“
„Also. Eben. Und jetzt finden wir auch eine Geburtstagskarte.“

[Bei Karstadt in Bremen gibt es 5 lange Regale und etliche Ständer, die beidseitig mit Karten bepflastert sind. Natürlich in Kategorien sortiert, wie man das ja gewohnt ist. Nur was nutzt es einem, wenn allein zwei der riesigen Regale voll mit Geburtstagskarten sind. Warum gibt es hier keine Unterteilungen? Runder Geburtstag, lustiger Geburtstag, spannender Geburtstag, Pflichtgeburtstag, verpasster Geburtstag, Schwiegermuttergeburtstag, usw. Also schlappen wir von links nach rechts und um die Ecke und wieder von vorn und noch einmal das Ganze. Gefühlte drei Tage lang…]

„Ich glaube, ich habe was gefunden!“
„So, zeig mal.“

„Ist die nicht schön?“
„Ähm…“

„Was denn? Nicht?“
„Doch, aber so ein Gedicht vorne drauf, ich weiß ja nicht…“

„Ich finde das schön, lies doch mal.“
„So mit Engelchen und so, das passt ja gar nicht.“

„Ja sorry, ist halt kein Hund zum Aufklappen!“
„Grr, ich meine, ein Engel ist das Geburtstagskind ja nicht gerade.“

„So? Was ist sie denn deiner Meinung nach?“
„Eher ein… Ein Teufelchen.“

„Und was bin ich??“
„Oh nein, ich hätte es wissen müssen…“

„Wieso ist die ein Teufelchen?? Klingt, als gefiele dir das!“
„Du bist ein Engel, mein Schatz. Meine Liebste.“

„Ich wäre aber auch lieber ein Teufelchen!“
„Na gut, schön, dann bist du eben auch ein Teufelchen.“

„Nee, jetzt will ich kein Teufelchen mehr sein.“
„Was denn dann?“

„Ja das wüsste ich ja gerne von dir!“
„Dann bist du mein… Das Schnuffel.“

„DAS Schnuffel??“
„Mein Schnutz.“

„Was ist denn ein Schnutz?“
„Das ist die Mischung aus Schnuffel und Schatz. Schnutz.“

„Dann bist du mein Schnatz!“
„Schnatz??“

„Das ist die Mischung aus Schatz und…“
„Schatz und? Und was?“

„Schn… Schn… Schn…“
„Was?“

„Schnarchnase!“

Kopfschüttel…

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