Das dachte ich mir

Das dachte ich mir (photocase.de © careaux mit o.)Meine Liebste und ich erwarten Besuch; und zwar beehrt uns die Schwester der Liebsten am kommenden Wochenende.
Das freut mich übrigens sehr; denn dann können die beiden endlich mal in aller Ruhe shoppen gehen. Und zwar allein. In aller Ruhe…
Und ich habe frei!

„Schatz? Räumst du die Leiter bitte aus dem Gästezimmer?“
„Ach, steht die da noch? Klar, mache ich, Süße.“

„Dann kann ich nämlich schon alles fertig machen.“
„Fertig machen? Was fehlt denn noch?“

„Ich werde meiner Schwester noch ein Ferrero Rocher hinlegen.“
„So? Sind wir hier jetzt schon ein Hotel, oder was?“

„Warum denn nicht? Ist doch nett?“
„Gut, mach das. Dann freut sie sich.“

„Ich freue mich auch immer über solche Kleinigkeiten.“
„Wo sind die denn?“

„Wer?“
„Na die Ferrero Rocher? Habe ich gar nicht gesehen?“

„Ja, die… Also, die…“
„Könnte ich jetzt gut eins von vertragen.“

„Nunja, also, die…“
„Ja?“

„Die sind… Nicht da.“
„Nicht da?? Aber du wolltest doch…“

„Naja, sie sind schon da, aber eben auch nicht.“
„Schatz, du sprichst in Rätseln!“

„Also du willst eins?“
„Ja, bitte.“

„Das dachte ich mir.“
„Was?“

„Ich dachte mir, dass du die essen würdest.“
„Sind Süßigkeiten denn nicht zum essen da??“

„Schon, aber nicht diese.“
„Kriege ich jetzt ein Ferrero Rocher??“

„Wenn du eins findest…“
„Wie bitte??“

„Ich habe die versteckt.“
„Versteckt?? Vor mir etwa??“

„Ja, vor dir! Du hättest die einfach aufgegessen!“
„Ich möchte doch aber nur ein einziges!“

„Das geht nicht.“
„Wieso nicht?“

„Weil ich nicht genug habe.“
„Wie viele hast du denn gekauft?“

„Die langen so gerade…“
„Aber Schatz! Du brauchst doch nur eins, oder?“

„Ich habe drei Stück gekauft.“
„Aha. Für jeden von uns eins?“

„Ähm, nein. Nur für meine Schwester.“
„Drei Stück??“

„Nein, nur eins. Und eins als Reserve.“
„Reserve? Für was?“

„Falls du doch eins durch Zufall findest.“
„Schatz! Das darf doch wohl nicht…“

„Was denn! Ich kenne dich doch!“
„Sagtest du nicht, dass du drei Stück gekauft hast?“

„Ja.“
„Und was ist mit dem Dritten??“

„Das Dritte steht nicht zur Debatte.“
„Ich will jetzt dieses dritte Rocher haben!“

„Ja aber es geht doch nicht!“
„Und wieso nicht??“

„Ich finde es nicht wieder…“

Kopfschüttel…

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Wünsch dir was!

Wünsch dir was! (photocase.de © Jelka)Meine Liebste und ich genießen den wunderschönen Sonntag an der Bremer Schlachte. Wir sitzen am Bodega del Puerto auf der Terrasse und haben uns spanische Tapas bestellt. Kein günstiges Vergnügen, aber sehr lecker.
Dabei beobachten wir die vielen Leute, die an uns vorbeischlendern.

„Was hier so für Leute auf und ab wandern!“
„Ja Süße, da sind schon echte Originale bei…“

„Hast du schon die Datteln im Speckmantel probiert?“
„Nein, die kannst du alle wegfuttern.“

„Magst du die nicht?“
„Doch, aber lass mal, ich kann nicht mehr.“

„Ich kann übrigens auch nicht.“
„Was? Bist du etwa auch schon satt?“

„Nein, ich meine etwas anderes.“
„Und was kannst du nicht?“

„Ich kann dir nichts zum Geburtstag schenken.“
„Was?? Wie kommst du denn jetzt darauf?“

„Du hast doch bald, und ich kann dir nichts schenken.“
„Ähm… Und warum nicht?“

„Weil ich nicht weiß, was.“
„Und was hat das jetzt mit den Datteln zu tun?“

„Ja nichts! Stört dich das denn nicht?“
„Was jetzt genau?“

„Dass du nichts zum Geburtstag kriegst?“
„Ähm…“

„Dann wünsch dir jetzt was.“
„Och Schatz, bitte nicht schon wieder!“

„Doch! Ich habe schon dreimal gefragt und du sagst ja nie was!“
„Mir fällt aber doch auch nie was ein…“

„Das kann ja wohl nicht sein, ich weiß immer was für mich!“
„Hm… Ich weiß auch nicht, was könnte ich denn mal…“

„Jetzt wünsch dir was!“
„Jetzt sofort?“

„Jetzt sofort! Drei Sachen.“
„Auch noch drei??“

„Ja eine ist ja doof, dann ist es ja keine Überraschung mehr!“
„Aha…“

„Also was nun?“
„Einen neuen Rasierer vielleicht?“

„Du hast doch einen?“
„Stimmt, aber ist doch, naja… Hm… Ein Computerspiel?“

„Da kenne ich mich nicht mit aus, das ist nicht so eine gute Idee.“
„Aha, ja… Und einen Kinogutschein?“

„Das ist ja wohl total blöd!“
„Aber wir könnten mal wieder ins Kino gehen?“

„Ich schenke dir keine Gutscheine mehr, die verfallen ja immer!“
„Gar nicht wahr!“

„So? und was war mit Dinner im Dunkeln?“
„Da gehen wir doch bald hin?“

„Ja, aber ein Jahr später! Nee, jetzt wünsch dir was Richtiges.“
„Tja…“

„Das ist doch nicht so schwer! Pass auf: ich zum Beispiel, ich wünsche mir eine Louis Vuitton Tasche, so eine kleine, und dann wünsche ich mir Perlenohrringe, diese kleinen schlichten, und ich wünsche mir ein neues Kleid, wenn wir mal auf eine Party gehen, und dann wünsche ich mir…
.
.
[…]
.
.
…Theaterkarten für eine Komödie, dann bräuchte ich noch ein paar braune Schuhe mit Absatz, und ich könnte mal wieder zur Massage
gehen und dann…
.
.
[…]
.
.
… nach Wien und ich habe gar keine Bücher mehr und…“

„…DAS REICHT JETZT, SCHATZ! DANKE!“

„So, und jetzt du.“
„Also das mit der Komödie fand ich auch gut…“

„Aber das habe ich dir doch vorgesagt!“
„Trotzdem, das hätte ich auch gern.“

„Nee!“
„Warum denn nicht??“

„Weil du dir was eigenes ausdenken sollst!“
„Aber Schatz, ich weiß doch auch nicht, ich…“

„Wenn du nichts sagst, schenke ich dir eine Krawatte!“
„Das tust du nicht!“

„Und tue ich doch!“
„Nein!“

„Dann wünsch dir was anderes!“
„Was denn??“

„Was, worüber du dich freust!“
„Ein Rasierer!“

„Och Mann, wünsch dir doch mal was schönes!“
„Ich wünsche mir einen schönen Rasierer.“

„Schatz!“
„Dann einen Käsekuchen.“

„Gott sei Dank…“
„Gott sei Dank?“

„Gott sei Dank hast du nur einmal im Jahr Geburtstag!“

Kopfschüttel…

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Halt doch mal eben

Halt doch mal eben (photocase.de © dangross)Meine Liebste und ich sind in der Nachbarschaft auf einer Gartenparty. Tolle Sache: das Wetter ist prima, Der Grill läuft auf Hochtouren und unter den Gästen herrscht gute Stimmung.
Soeben wurde ein Tablett mit Gläsern herum gereicht, die mit Erdbeer-Ananas-Bowle gefüllt sind. Da haben wir natürlich zugegriffen! Wir stehen mit einem anderen Pärchen am Gartenteich.

„Voll lecker die Bowle.“
„Ja Süße, da könnte ich mich dran gewöhnen.“

„Mit Ananas drin kenne ich gar nicht.“
„Ich kenne das sonst auch nur mit Erdbeeren.“

„Kannst du mal grade mein Glas halten?“
„Schatz! Du hast dein Glas ja schon leer!“

„Na und?“
„Ganz schönen Zug am Leibe!“

„Nun halt doch mal eben.“
„Warum??“

„Halt doch mal bitte mein Glas!“
„Na schön…“

[Meine Liebste drückt mir ihr leeres Bowle-Glas in die Hand.
Jetzt wird sie gleich anfangen, in ihrer Handtasche rumzukramen; da sie grundsätzlich nie irgendetwas darin auf Anhieb findet, benötigt sie immer beide Hände für die Sucherei.
Dass Frauen selbst auf Gartenpartys stets ihre Handtaschen mitschleppen, ist wahrscheinlich eines dieser Geheimnisse, das sich unsereins nie so wirklich offenbaren wird.
Was soll´s, nehme ich ihr also ihr Glas ab, dann hat sie Bewegungsfreiheit und läuft nicht Gefahr, sich vor den anderen Gästen zu verrenken oder etwas fallen zu lassen, etc. In so einem Fall hilft man seiner Liebsten schließlich gern.
Vor allem, wenn man auch noch von einer Menge fremder Leute umgeben ist, die einen beobachten und mustern.]

„Danke!“
„Gern geschehen. Und jetzt?“

„Jetzt hole ich mir ein neues Glas!“

Kopfschüttel…

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Was denn?

Was denn? (photocase.de © Krissi3012)Der Geburtstag meiner Liebsten steht bevor. Nur noch eine Woche und dann ist es soweit. Natürlich müssen ein paar Dinge organisiert werden, um alle Gäste am Tag der Tage unter einen Hut zu kriegen.
Dabei vergisst man schon mal sich selbst…

„Du Schatz, darf ich dich mal was fragen?“
„Ja sicher Süße, nur raus damit.“

„Was kriege ich überhaupt für ein Geburtstagsgeschenk von dir?“
„Pff! Das sage ich dir doch nicht!“

„Aber ich kriege eins?“
„Natürlich!“

„Was denn?“
„Das sage ich dir nicht.“

„Warum nicht?“
„Weil es doch sonst gar keine Überraschung mehr ist!“

„Ist es groß?“
„Vielleicht.“

„Ist es klein?“
„Etwas größer als klein.“

„Also so mittel?“
„Schatz! Jetzt frag mich nicht und lass dich überraschen!“

„Hast du denn überhaupt schon eins?“
„Wieso? Möchtest du noch einen Wunsch äußern?“

„Hm… Also hast du noch gar nichts für mich!“
„Doch, aber…“

„Du hast gesagt, ich könnte mir noch was wünschen!“
„Ja, das sagte ich, aber…“

„Das würdest du ja nicht sagen, wenn du schon was hättest!“
„Aber ich habe doch schon was gekauft!“

„Was denn?“
„SCHATZ!“

„Dann brauche ich mir doch aber nichts mehr zu wünschen.“
„Im Grunde nicht, aber vielleicht schenke ich dir noch was anderes?“

„Was denn?“
„Hör auf jetzt!“

„Ich will aber nicht, dass du so viele Geschenke kaufst.“
„Das überlass doch einfach mir, ja?“

„Nee, weil du das immer übertreibst mit den Geschenken.“
„Bislang hast du dich aber noch nie beschwert!“

„Ich bin auch mit Kleinigkeiten zufrieden.“
„Du bekommt ja auch nur eine Kleinigkeit.“

„Was denn?“
„HIMMEL! DAS SAGE ICH DIR NICHT!“

„Also es ist eine Kleinigkeit. Mehr nicht?“
„Ich dachte, du wolltest nur eine…“

„Ich meinte, es müssen nicht gleich zwanzig Geschenke sein.“
„Es sind auch keine zwanzig, Schatz.“

„Wie viele denn?“
„Das sage ich dir auch nicht.“

„Ich will aber nicht, dass du da so einen Aufwand machst.“
„Ich schenke dir Geschenke so, wie es mir passt!“

„Aber sie sind doch für mich, warum…“
„Natürlich für dich, aber ob nun zwei oder vier…“

„Du hast vier Geschenke für mich?“
„Ja, ähm, nein! Verdammt!“

„Also vier?“
„Ja, bist du jetzt zufrieden?“

„Zwei hätten auch gereicht.“
„Aber du weißt doch noch gar nicht, was es ist!“

„Nein, du sagst es mir ja auch nicht! Gib mal einen Tipp!“
„Tue ich nicht, da musst du schon noch warten.“

„Einen Anfangsbuchstaben, ja?“
„Na schön, es beginnt mit einem A.“

„Hm… A… Ein Armreif?“
„Nein.“

„Ein… Ein Aquarium?“
„Pff, nein.“

„Ein D-A-lmatiner?“
„Nein! Dalmatiner…“

„Was denn?“
„Boah, du nervst! Das sage ich dir NICHT!“

„Kann ich das gut gebrauchen?“
„Schatz, gib es auf, ich sage es dir sowieso nicht.“

„Ich weiß nie, was ich dir schenken soll.“
„So?“

„Ja, weil du ja schon alles hast.“
„Habe ich nicht!“

„Und was hast du noch nicht?“
„Was ist denn das für eine Frage!?“

„Woher weißt du immer, was du mir schenken kannst?“
„Weil ich dir zuhöre. Deswegen. Und dann merke ich mir das.“

„Was habe ich denn gesagt?“
„Zum Beispiel, dass deine Visitenkarten immer durcheinander fliegen.“

„Du schenkst mir ein Visitenkartenbuch??“
„Nein!“

„Was denn?“
„Schatz! Noch einmal diese Frage und ich schenke dir gar nichts!“

„Man wird doch wohl mal fragen dürfen?“
„Schon, aber nicht so!“

„Wie denn sonst?“
„Wünsch dir doch einfach was, das reicht völlig.“

„Und dann kriege ich das?“
„Vielleicht.“

„Dann wünsche ich mir… Einen Hund.“
„Oh nein, nicht schon wieder! Du kriegst keinen Hund!“

„Du hast aber gesagt, ich soll mir was wünschen!“
„Aber doch keinen Hund!!“

„Wieso nicht?“
„Ein Hund ist doch keine Kleinigkeit!“

„Aber ein Hundchen hätte ich gern.“
„Wünsch dir was anderes!“

„Was denn??“

Kopfschüttel…

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