Darf ich so mit?

Darf ich so mit? (photocase.de © tora)Meine Liebste und ich sind Ende Februar zu einem abendlichen Galaball eingeladen. So richtig mit schicker seriöser Abendgarderobe, Tanz auf dem Parkett und Gesprächen in gepflegter Atmosphäre.
Naja, sind ja noch 4 Wochen…

„Schatz? Ich muss zwei Sachen mit dir besprechen.“
„So? Was denn, Süße?“

„Also einmal geht es um den Ball und zweitens…“
„Lass mich raten: du weißt nicht, was du anziehen sollst.“

„Woher weißt du, dass es darum geht??“
„Tja… Stand in meinem Horoskop heute morgen…“

„Aber das ist nicht ganz richtig.“
„Aha, und was ist richtig?“

„Ich weiß genau, was ich anziehen werde.“
„Was?? Ich habe mich verhört, glaube ich, sagtest du…“

„…ich weiß GENAU, was ich anziehen werde. Gut, was?“
„Dann habe ich mich wohl doch nicht verhört, aber…“

„Ein schönes schwarzes Kleid bis zu den Knien.“
„Aber normalerweise…“

„…und meine Perlenohrringe.“
„Ähm… Warte, ich muss schnell meinen Kalender holen…“

„…und die kleine Tasche, die rechteckige.“
„Hier stimmt doch was nicht! Kein Rumgejammer? Kein Genöle??“

„…und die schwarzen Schuhe mit vorne offen.“
„Du hast sogar schon die Schuhe ausgesucht??“

„…und vielleicht die Brosche oder die kleine Kette.“
„Schatz! Das hat es ja noch NIE gegeben! Was ist los!!“

„Nichts ist los, was soll denn sein??“
„Normalerweise löcherst du mich doch immer stundenlang!“

„Dieses Mal habe ich alles mit meinen Kolleginnen besprochen.“
„Mit deinen Kolleginnen??“

„Ja, wir haben das alles geplant und jetzt weiß ich schon alles.“
„Das gibt´s doch gar nicht… Ich muss gleich heulen!“

„Und? Gefällt dir die Zusammenstellung? Darf ich so mit?“
„Also, ich kann es noch gar nicht glauben…“

„Jetzt hör doch mal auf und sag mir, ob dir das gefällt!“
„Ja, gefällt mir… Hört sich gut an, aber sag mal…“

„Danke Schatz! Ich freue mich auch schon!“
„Ja, aber sag mal… Du hast doch gar kein halblanges Kleid??“

„Nee, habe ich nicht. Dass du das weißt, überrascht mich!“
„Und, ähm… Woher kriegst du das?“

„Das war die zweite Sache, die ich mit dir besprechen wollte…“

Kopfschüttel…

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Silvester-Checkliste

Silvester-Checkliste (photocase.de © rockabella)Meine Liebste und ich veranstalten dieses Jahr eine kleine Silvester-Party für unsere Freunde. Es wird ein Klassiker, also mit Raclette, Prosecco, Dinner for One, und so weiter.
OK, es ist nicht die Oscar-Verleihung; aber dafür wird ganz bestimmt viel mehr gelacht!

„Du Schatz? Hast du mal eine Minute für mich?“
„Leg los, Süße.“

„Also, ich habe hier meine Silvester-Checkliste und…“
„Oh nein, du immer mit deinen Zetteln und Listen!“

„Lass mich doch, sonst vergesse ich noch die Hälfte!“
„Also schön. Was ist nun mit deiner Liste…“

„Ich lese vor und du sagst, ob wir alles haben, ja?“
„Na gut, aber…“

„Der Raclette-Grill ist in Ordnung?“
„Ähm, ja.“

„Haben wir auch Wunderkerzen gekauft?“
„Ja.“

„Haben wir genug Becks?“
„Ja.“

„Genug Stühle?“
„Ja.“

„Reichen sechs Flaschen Prosecco?“
„Ja.“

„Baguettes holst du am Montag?“
„Ja.“

.
.
.
[…gefühlte zwei Stunden vergehen…]
.
.
.

„Hast du auch an die Berliner gedacht?“
„Jaa.“

„Tischfeuerwerk bringt Andreas mit?“
„Jaaa.“

„Hast du für uns die Knaller schon geholt?“
„Jaaaa.“

„Hast du nachgeschaut, wann Dinner for One läuft?“
„Jaaaaa.“

„Oh, haben wir eigentlich genug Sektgläser??“
„Jaaaaaa.“

„Schenkst du mir das Perlenarmband von Thomas Sabo?“
„Jaaaaaaa… Äh, was??“

„Danke mein Schatz, das neue Jahr fängt ja super an!“

Kopfschüttel…

Guten Rutsch! (photocase.de © onesecondupndown)Ganz in diesem Sinne wünschen wir allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in das Neue Jahr 2008!

Und so geht es dann nächstes Jahr an dieser Stelle munter weiter mit neuen Geschichten von der Liebsten und ihrem Kopfschüttler.

Guten Rutsch!

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Ne blöde Weihnachtskarte

Ne blöde Weihnachtskarte (photocase.de © Janine Wittig)Meine Liebste und ich haben zusammen die letzten Geschenke eingepackt und noch ein paar Weihnachtskarten und Geschenkanhänger geschrieben. So, jetzt haben wir endlich alles! Weihnachten kann kommen und wir fühlen uns gut vorbereitet.
An was man da immer alles denken muss…

„Schatz? Für wen ist denn die Karte da?“
„Die ist übrig geblieben, Süße.“

„Und für wen war die mal gedacht? Die ist ganz schön!“
„Die war für dich gedacht.“

„Für mich??“
„Ja, für dich.“

„Und wieso ist die dann jetzt übrig??“
„Wir schenken uns doch nichts, oder?“

„Nein, aber das gilt doch nicht für Glückwunschkarten!“
„Also ich dachte, wenn…“

„Du willst mir nicht mal eine blöde Karte schreiben??“
„Also Schatz, das…“

„Hättest ja ein schönes Gedicht schreiben können oder so!“
„Ja schon, aber…“

„Oder mal wieder eine Liebeserklärung!“
„So?“

„Oder wenigstens ein Dankeschön.“
„Dankeschön?? Wofür das denn??“

„Dafür, dass ich immer für dich da bin.“
„Danke!“

„Das hättest du in die Karte schreiben sollen!“
„Ach und jetzt zählt das nicht?“

„Nein! Ich hätte so gerne eine Karte gehabt.“
„Schatz, ich…“

„Früher hast du mir Romane geschrieben, und Gedichte, und…“
„Schatz!“

„Ja was! Stimmt doch! Und jetzt kriege ich nicht mal ne Karte!“
„Hör doch mal auf jetzt!“

„Du kannst einem aber auch die ganze Vorfreude versauen!“
„Liebste, jetzt hör doch mal, ich…“

„Sogar deinem Arbeitskollegen hast du eine geschrieben!“
„Aber nur eine ganz kleine…“

„Na toll! Du bist echt doof, weißt du das!?“
„Kannst du jetzt endlich mal still sein, damit ich auch was sagen kann??“

„Na schön! Was willst du denn sagen!“
„Du bekommst auch eine Karte, aber eine andere, eine größere.“

„Oh…“
„Ja. „

„Aber du hast doch gesagt, die Karte da…“
„Die ist übrig, ja. Ich hatte zwei für dich gekauft.“

„Oh…“
„Ja.“

„Ähm… Und ich dache, also wir hatten doch…“
„Ja bitte? Was?“

„Wärst du böse, wenn du von mir keine, also ich meine…“
„Soll das heißen, ich kriege nicht einmal ne blöde Karte von dir??“

„Ähm…“
„Aber mich dafür anmaulen!“

„Du Schatz… Ich habe da eine Idee…“
„So? Was!“

„Kann ich die übrig gebliebene Karte da haben, ich bräuchte die…“

Kopfschüttel…

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Die richtige Weihnachtsstimmung

Die richtige Weihnachtsstimmung (photocase.de © Lulc)Meine Liebste und ich sind auf dem Weg nach Bremerhaven zu einem Adventsbrunch, zu dem wir eingeladen worden sind. Ist ungefähr eine Dreiviertelstunde gemütliche Autofahrt und ich schaue seit einiger Zeit verträumt aus dem Fenster.

„Du Schatz, mir ist da was aufgefallen.“
„So? Dir ist was aufgefallen, Süße?“

„Ja.“
„Das ist schön.“

„Willst du gar nicht wissen, was?“
„Habe ich denn eine Wahl?“

„Nein.“
„Dachte ich mir… Also was. Was ist dir aufgefallen?“

„Ich bin irgendwie noch gar nicht in Weihnachtsstimmung.“
„OK, und weiter?“

„Ja nichts weiter.“
„Ähm… Das war es schon??“

„Reicht das denn noch nicht?“
„Und was willst du damit sagen?“

„Na, dass ich eben noch nicht in Weihnachtsstimmung bin.“
„Ja, das habe ich verstanden, und das bedeutet?“

„Ich sagte, dass ich noch nicht…“
„Jaaa doch, ich weiß, Weihnachtsstimmung. Und jetzt?“

„Wie kommt man denn da rein?“
„Ähm…“

„Was ist denn mit dir?“
„Ich freue mich auf Weihnachten.“

„Und bist du denn schon in der richtigen Weihnachtsstimmung?“
„Schatz! Was ist denn überhaupt eine richtige Weihnachtsstimmung??“

„Hm, vielleicht so mit Lust auf Plätzchen und Glühwein und…“
„Hatten wir doch aber alles schon!“

„Aber nicht selber gemacht.“
„Na und? Muss man das denn unbedingt selber machen??“

„Wenn man Weihnachtsstimmung hat, macht man das gerne.“
„Also schön, wollen wir noch Plätzchen backen diese Woche?“

„Dazu bin ich nicht in der richtigen Stimmung.“
„Aber vielleicht kommst du dann rein?“

„Und Plätzchen machen dick.“
„Aber…“

„Und Zeit haben wir beide nächste Woche ja auch nicht.“
„Aber abends können wir doch wohl mal einen Glühwein kochen?“

„Einfach so? So ohne alles?“
„Wie meinst du das, ohne alles??“

„Dann hätte ich gerne Poffertjes zu meinem Glühwein.“
„Poffertjes?? Diese holländischen kleinen Teigdinger??“

„Ja, die mag ich.“
„Aber wir können doch zu Hause keine Poffertjes…“

„Dann will ich auch keinen Glühwein.“
„Schatz! Warum bist du denn so zickig??“

„Weil ich noch nicht in Weihnachtsstimmung bin, sagte ich ja.“
„Dann wünsch dir doch ein paar Geschenke, wie wäre das?“

„Wir schenken uns ja nichts, was soll ich da denn wünschen?“
„Können wir ja ändern?“

„Nee! Wir wollten eine Städtereise buchen, haben wir gesagt.“
„Aber das war doch deine Idee??“

„Ja schon, aber so richtig weihnachtlich ist das auch nicht.“
„Schatz! Was ist denn für dich RICHTIG WEIHNACHTLICH??“

„Hm…“

[Man glaubt es kaum, aber genau in diesem Moment wechselt Hit Radio Antenne – der Lieblingssender der Liebsten – zum nächsten Lied und was wird gespielt? Genau…]

„Da! Hörst du?? Laaaast Christmaaas, I gave you my heart….“
„Oh nein…“

„…but the very next day you gave it away…“
„Mach das bloß nicht lauter…“

„Warte, ich mache lauter!“

[Das Radio bekommt nun richtig zu tun und George Michaels Last Christmas-Song erfüllt die Fahrerkabine im Nu mit einem Hauch von verschneiter Berghütte, leichtem Tannenbaumduft, romantischem Kaminfeuer, amüsanter Schneeballschlacht und überaus weihnachtlichen Augenblicken…]

„A face on a lover with a fire in his heart… Hmmmhmmmm…“
„Ich kann es nicht mehr hören…“

„I’ll give it to someone special… Hmmhhmhmhmhhmmm…“
„Jedes Jahr der gleiche Sch…“

„Ich liebe Weihnachten! Du nicht auch?“

Kopfschüttel…

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