Grillparty Teil 2

Nachdem meine Liebste und ich unsere Grillparty am Wochenende gut über die Bühne gekriegt haben und alle Gäste zufrieden nach Hause gegangen sind, stehen wir vor dem großen Berg Aufräumarbeiten.
Immerhin: Alle sind satt geworden, und wer nicht, der war selber schuld. 😉

„So Schatz, und? War doch super unsere Party, oder?“
„Ja, Süße. Hat wirklich Spaß gemacht.“

„Naja, ich hatte aber auch alles sehr gut vorbereitet.“

„Du meinst: wir.“

„Was wir?“
„WIR haben alles sehr gut vorbereitet.“

„Ja, schon. Aber ein bisschen mehr ich.“
„Hallo?? Wer musste denn den ganzen Kram einkaufen??“

„Und wer musste alles planen und bestellen??“
„Pff! Das waren ein paar Telefonate und Zettel, während ich…“

„Na schön, na schön! Ist ja gut! Wir.“
„Ja, wir! Sagst du das jetzt nur so oder meinst du das auch!?“

„Nein, nein, ich meine auch WIR.“
„Dann ist ja alles gut.“

„Also überwiegend wir.“
„Was??“

„Naja, so 80 Prozent wir.“
„80 Prozent?? Und was war dann der Rest??“

„5 Prozent du, 15 Prozent ich.“
„Wie bitte??“

„Naja, die Planung ist ja wohl wichtiger, als Tüten schleppen.“

„Es reicht aber nicht, nur zu planen! Einer muss auch schleppen!“

„Natürlich, das bezweifelt ja auch niemand!?“

„Und wieso ist das jetzt weniger wichtig, bitte??“

„Weil das ja wohl jeder kann, ein paar Sachen schleppen.“
„Ach so! So wie jeder Packesel, oder was??“

„So würde ich das jetzt auch nicht sagen, aber…“
„Deine superwichtige 15-Prozent-Planung lag ja wohl total daneben!“

„Was?? MEINE Planung??“
„Guck dir mal an, was allein an Salat übrig geblieben ist!“

„Was ist denn damit??“
„Oder das Fleisch, was sollen wir denn jetzt damit machen??“

„Das bisschen da??“
„Das bisschen?? Manche Ranch in Texas hat nicht so viel Rindfleisch!“

„Da kann ich doch nichts dafür!?“
„Ich dachte, du hättest alles so supertoll geplant??“

„Kann ich wissen, dass deine Kumpels so wenig essen??“

„Ja, klar! Und was war mit deinem komischen Frauenclub da??“

„Wieso, was war denn??“

„Die eine da, die Dings… Die die Salzstangen wollte??“

„Du meinst Christine?“
„Ja, Christine!“

„Was war denn?? Ich habe ihr doch Salzstangen hingestellt??“
„Ja, und dann hat sie EINE gegessen! EINE!“

„Schön, und was hat das jetzt mit meiner Planung zu tun??“

„Ähm, das hat, ähm… Mist, was wollte ich denn damit sagen!?“

„Keine Ahnung, wovon du da redest.“
„Also ganz allgemein wollte ich sagen, dass wir…“

„…und außerdem hatte ich keine 15-Prozent-Planung.“
„Nicht?? Hast du nicht eben selber gesagt, dass…“

„Nein, ich sagte, dass ich 55 Prozent Vorbereitung hatte.“

„…und wenn du 120 Prozent gehabt hättest, dann wäre trotzdem…“

„Das ist ja jetzt Blödsinn, 120 Prozent geht ja gar nicht!“
„Na schön, dann eben 100 Prozent oder was weiß ich, ist doch egal!“

„Das ist eben NICHT egal!“
„Es geht darum, dass du viel zu viel Essen geplant hast!“

„Lieber zu viel, als zu wenig!“
„ETWAS zu viel ist ja in Ordnung, aber wir haben VIEL zu viel!“

„Wieso, das bisschen da??“
„Ich brech zusammen…“

„Du brichst zusammen?? Wovon denn jetzt?“
„Von der schweren Last, dir mir der Herr aufgeladen hat…“

„Aha, OK, jetzt verstehe ich das erst richtig.“

„Was verstehst du jetzt??“

„Was du mit dem Packesel gemeint hast! IIIAAAHHH!!“

Kopfschüttel…

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Grillparty Teil 1

Meine Liebste und ich haben am heutigen Samstag ein paar Freunde zu einer Gartenparty eingeladen.
Das Wetter meint es gut mit uns und eigentlich ist alles schon seit Tagen perfekt vorbereitet.
Nur eine Kleinigkeit gilt es noch zu erledigen…

„Schatz?“
„Ja, Süße?“

„Fährst du jetzt los?“
„Wohin??“

„Na die Grillsachen vom Schlachter abholen??“
„Ach ja, das hätte ich jetzt fast vergessen…“

„SCHATZ!“
„war nur ein Witz, ich fahre gleich los.“

„Gut, dann pass aber auf, dass wir genug Fleisch haben.“

„Ähm… Ich dachte, du hättest alles vorbestellt??“

„Habe ich ja auch, aber ich bin mir nicht sicher.“

„Du bist dir nicht sicher??“

„Ich weiß nicht, ob ich wirklich genug bestellt habe…“
„Was hast du denn bestellt??“

„Das weiß ich jetzt aus dem Kopf nicht mehr.“
„Und wie soll ich dann prüfen, ob alles dabei ist??“

„Deswegen sage ich ja, dass du mehr mitbringen sollst!“
„Mehr als was??“

„Mehr eben, kann ja nicht schaden, oder??“
„Aber…“

„Bring einfach zur Sicherheit noch mehr Würstchen mit.“
„Na schön, wenn du meinst…“

„Und Bier.“
„Bier?? Aber wir haben doch gestern erst…“

„Ja, aber guck doch mal, wie warm das draußen ist!“
„Aber Bier kriege ich doch nicht beim Schlachter??“

„Natürlich nicht, du Blödmann! Du musst zum Getränkemarkt.“

„Och nee, muss das sein? Wir haben doch wirklich genug und…“

„Wir machen so selten eine Party, da will ich nicht, dass…“

„Schon gut, schon gut, ich hole noch ne Kiste Bier extra.“

„Also wenn du zum Getränkemarkt fährst, dann…“
„Dann??“

„…dann kannst du auch eben noch beim Bäcker halten.“
„Beim Bäcker??“

„Wir haben bestimmt nicht genug Weißbrot.“
„Liebste, das hast DU doch heute Morgen schon besorgt, oder??“

„Ja, aber ich fürchte, das reicht nicht…“
„Du meinst, der riesen Berg in der Küche reicht nicht??“

„Ich glaube nicht…“
„Süße, das Brot reicht locker für zwei Schützenfeste!“

„Kannst du nicht EINMAL machen, worum ich dich bitte!?“

„Darum geht es ja gar nicht, ich mach´s ja, aber…“

„Dann bring noch Zwiebelbrot mit oder Fladenbrot!“
„Ja, Schatz…“

„Mann, ist das anstrengend mit dir…“

„Ähm…“

„Haben wir jetzt alles?“

„Also da halte ich mich jetzt raus…“

„Wieso hältst du dich da raus??“
„Nach deiner Ansage hier eben? Nee.“

„Ist das vielleicht auch deine Party, oder was!?“
„Ja, schon, aber ICH hätte nicht mal die Hälfte eingekauft!“

„Und genau deswegen muss ich da ja auch drauf aufpassen!“
„Hier bei uns ist noch nie jemand verhungert!“

„…und genau DAS hast du MIR zu verdanken!“
„Jedes Mal bleiben Berge an Essen übrig!“

„Quatsch!“
„Und ob! Und dann müssen alle immer genervt was mitnehmen!“

„Genervt?? Das ist doch alles immer total lecker!“

„Ja, aber trotzdem nervt das!“

„Gar nicht!“

„Doch!“

„Aber gut, dass du das gesagt hast.“
„Was? Wieso? Wer??“

„Du denkst ja doch ab und zu mit, ich bin überrascht!“
„Wieso, was habe ich denn gesagt??“

„Das hätte ich fast vergessen.“
„Was hättest du fast vergessen??“

„Du musst nach dem Bäcker auch noch schnell am Rewe halten.“
„Und wieso das jetzt?? Was muss ich denn da noch holen??“

„Da holst du noch Alufolie und Frischhalteboxen.“
„Wie bitte??“

„Damit jeder was mitnehmen kann, falls was übrig bleibt.“
„Aber ich dachte, es bleibt nichts übrig??“

„Bleibt ja auch nicht!“

Kopfschüttel…

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Hier bin ich!

Meine Liebste und ich stehen im Lebensmittelladen unseres Vertrauens und kaufen ein.
Dieses Mal ist es allerdings etwas Besonderes:
die Liebste schaufelt den Einkaufswagen voll mit vorweihnachtlichen Dingen: Deko, Getränke, Süßigkeiten, Backzutaten, usw.

„So, ich glaube, jetzt haben wir´s.“
„Süße, mehr passt in den Wagen auch nicht mehr rein…“

„Das brauchen wir aber alles!“
„Nein! DU brauchst das alles!!“

„Jetzt lass mich doch, dir kommt das ja auch zugute!“
„Jaja… Alles klar. Können wir jetzt zur Kasse gehen, ja?“

„Ja.“
„Auch nichts vergessen?“

„Hm…“
„OK, komm, lass uns abhauen jetzt.“

[Während die Liebste an den Weihnachtssternen und den Säcken voller Nüsse vorbeistreift, wende ich meine letzten Kräfte auf, um den Einkaufswagen in Richtung Kasse zu schleppen.
Ich weiß nicht, ob es für Einkaufswagen ein zulässiges Gesamtgewicht gibt; aber wenn, dann wäre dieser Wagen sicherlich weit drüber….]

„Gehst du schon vor? Ich komme gleich zur Kasse.“
„Darum möchte ich aber auch bitten, weil…“

„…jajaja, ich bezahle das, ich bin ja gleich da.“
„Na schön…“

[Einen Augenblick später stehe ich mit dem Einkaufswagen an Kasse 12 und schaufele den Inhalt auf das Kassenband.
Während die Verkäuferin vorne bereits die ersten Artikel einscannt, lade ich hinten immer noch auf… Liebste ist natürlich weit und breit nicht zu sehen.
Nicht, dass ich ein Geizkragen wäre… Aber dieses Mal habe ich mich geweigert, den Einkauf zu bezahlen, weil dreiviertel der Sachen a) überflüssig und b) wahrscheinlich eh nur von und für Frauen gekauft werden.
Wehe, wenn ich das gleich doch bezahlen muss!]

„Schatz, Schatz, hier bin ich!“
„Höchste Eisenbahn, Liebste.“

„Nun mach dir mal nicht ins Hemd. Nur, weil ich bezahlen soll.“
„Musst.“

„Musst?“
„Weil du bezahlen MUSST!“

„Jaja, ist ja gut. So, geh mal durch, ich mach den Rest hier.“

[Ich laufe an dem Kassenband vorbei zum Ende, wo sich bereits Berge von Zeug auftürmen.
Normalerweise packe ich ja alles immer sofort in Tüten; angesichts der Menge ziehe ich es aber doch vor, die ganzen Sachen erst mal wieder zurück in den ächzenden Einkaufswagen zu packen.
Während ich gerade Schokostreusel, Vanillezucker, 24 Duftkerzen und ein Windlicht in Weihnachtsmützenform in der Hand habe, höre ich die Kassiererin den Preis sagen: 101,63 EUR! Es mag sich gemein anhören, aber irgendwie freue ich mich schelmisch, dass ich das jetzt nicht bezahlen muss…]

„Schatz?“
„Ja, Süße?“

„Sag mal, hast du 13 Cent klein?“
„13 Cent??“

„Ja, weil sonst müsste ich meinen 50-er Schein anbrechen und…“
„Kann sein, hier, schau mal nach…“

[Damit ich weiter einpacken kann, gebe ich der Liebsten mein Portmonee rüber.
Schon komisch… Normalerweise hat die Liebste ihr Portmonee voll mit Kleingeld, während ich das hasse und mich immer bemühe, die ganz kleinen Münzen sofort wieder los zu werden.]

„OK, alles klar.“
„Ähm, Schatz… Was machst du denn da??“

„Ich habe der Dame deine EC-Karte gegeben, wieso?“
„Was soll das denn jetzt!?“

„Wieso??“
„Ich dachte, du wolltest 13 Cent??“

„Ja, aber du hattest keine 13 Cent!“
„Ach, und da gibst du ihr gleich meine…“

„Reg dich ab, das verrechnen wir doch alles gleich!“
„Jaja, das kenne ich!“

„Los, unterschreib jetzt hier mal eben.“
„Liebste, gib mir sofort deine 101,50 Euro, die du bar hast!“

„Später.“
„Warum später??“

„Ich muss mir erst noch was einfallen lassen.“
„Einfallen?? Was muss dir denn einfallen, bitte??“

„…womit ich das verrechnen kann, sagte ich doch!“

Kopfschüttel…

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Nur eben ganz kurz…

Mein Handy klingelt, während ich gerade im Büro mit einem Kollegen spreche. Ein Blick auf das Display verrät: es ist die Liebste!
Nach kurzem Nachdenken entscheide ich mich, das Telefonat anzunehmen; denn wenn es was Wichtiges ist, sollte ich das besser nicht verschieben…

„Schatz?? Hallo??“
„Ja, ich bin´s, Süße.“

„Störe ich dich gerade?“
„Ja.“

„Ach so. Naja. Du, ich wollte dich was fragen!“
„Ist was passiert?“

„Nee, wieso?“
„Du, ich bin hier gerade mitten im Gespräch und…“

„Wenn es wichtig wäre, wärst du ja nicht ran gegangen, oder??“
„Ich dachte, wenn, also dass du vielleicht etwas…“

„Also pass auf, geht auch ganz schnell.“
„Na schön, warte mal eben…“

[Ich drehe mich – leicht peinlich berührt – zu meinem Kollegen um und bitte ihn, mir eine Minute zu geben.
Er nickt und fragt leise: „Ist es die Liebste??“
Ich nicke; daraufhin winkt er ab und sagt, er käme dann in einer Stunde nochmal wieder…]

„Schaaatz? Bist du noch da??“
„Jaa doch, jetzt hab ich dann also doch Zeit…“

„Schön, ich aber nicht.“
„Wie bitte??“

„Ich wollte ja auch nur ganz kurz was!“
„Was denn…“

„Was wünschst du dir zu Weihnachten?“
„Was??“

„Ja. Was.“
„Nein, ich meine, DAFÜR rufst du mich jetzt hier an??“

„Ich muss das eben JETZT wissen!“
„Warum denn unbedingt jetzt??“

„Weil ich hier jetzt hier bin, also zufällig hier.“
„Was? Wo bist du??“

„Hier eben. Kann ich dir nicht sagen, wo.“
„Das verstehe ich jetzt nicht, was meinst du denn??“

„Ich bin eben hier und könnte dir ein Geschenk mitnehmen.“
„WO könntest du ein Geschenk mitnehmen??“

„Wenn ich dir das sage, dann weißt du ja, was es hier gibt!“
„Aber ich dachte, du willst von mir wissen, was ich mir wünsche??“

„Will ich ja auch! Also was denn jetzt!?“
„Und alles, was ich mir wünschen könnte, das gibt es da??“

„Nicht alles. Es gibt ja gar keinen Laden, der ALLES hat.“
„Aha, und wenn ich mir jetzt was wünsche, was es da NICHT gibt??“

„…müsste ich woanders hin. Sag mal, was ist denn los mit dir??“
„Mit mir?? Wieso??“

„Du bist doch sonst nicht so begriffsstutzig!“
„Moment, also nur damit ich das richtig verstehe:“

„Ja?“
„Wenn ich mir zufällig wünsche, was es da bei dir gibt, dann…“

„…dann kann ich das hier auch gleich mitnehmen, richtig.“
„Und wenn ich mir was anderes wünsche, dann…“

„…dann kann ich eben hier nichts mitnehmen. Verstanden??“
„Ja, ähm…“

„Also: was wünschst du dir??“
„Weiß nicht, tja, was wünsche ich mir denn…“

„Och Schatz!“
„Was denn??“

„Das ist doch nun wirklich eine ganz einfache Frage!“
„Jaja, aber mir fällt jetzt nichts ein, also…“

„Na schön, macht nichts.“
„Ähm… Macht nichts??“

„Nee.“
„OK, gut? Damit hatte ich jetzt gar nicht gerechnet…“

„Ich nehme das Geschenk jetzt hier mit.“
„Aber ich habe mir doch noch gar nichts gewünscht??“

„Richtig. Ich nehme es aber trotzdem mit, habe ich mir überlegt.“
„Aha, und warum jetzt plötzlich??“

„Weil du dir das sowieso gewünscht hättest.“
„Aha… Und wenn ich jetzt tatsächlich genau das gesagt hätte??“

„Dann hätte ich es vielleicht doch nicht mitgenommen…“
„Ähm, aber…“

„…weil du ja sonst schon gewusst hättest, was du kriegst!“
„Aber…“

„Gut, dass ich dich immer erreichen kann! Bussi!“

Kopfschüttel…

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