Nachdem meine Liebste und ich unsere Grillparty am Wochenende gut über die Bühne gekriegt haben und alle Gäste zufrieden nach Hause gegangen sind, stehen wir vor dem großen Berg Aufräumarbeiten.
Immerhin: Alle sind satt geworden, und wer nicht, der war selber schuld. ![]()
“So Schatz, und? War doch super unsere Party, oder?”
“Ja, Süße. Hat wirklich Spaß gemacht.”
“Naja, ich hatte aber auch alles sehr gut vorbereitet.”
“Du meinst: wir.”
“Was wir?”
“WIR haben alles sehr gut vorbereitet.”
“Ja, schon. Aber ein bisschen mehr ich.”
“Hallo?? Wer musste denn den ganzen Kram einkaufen??”
“Und wer musste alles planen und bestellen??”
“Pff! Das waren ein paar Telefonate und Zettel, während ich…”
“Na schön, na schön! Ist ja gut! Wir.”
“Ja, wir! Sagst du das jetzt nur so oder meinst du das auch!?”
“Nein, nein, ich meine auch WIR.”
“Dann ist ja alles gut.”
“Also überwiegend wir.”
“Was??”
“Naja, so 80 Prozent wir.”
“80 Prozent?? Und was war dann der Rest??”
“5 Prozent du, 15 Prozent ich.”
“Wie bitte??”
“Naja, die Planung ist ja wohl wichtiger, als Tüten schleppen.”
“Es reicht aber nicht, nur zu planen! Einer muss auch schleppen!”
“Natürlich, das bezweifelt ja auch niemand!?”
“Und wieso ist das jetzt weniger wichtig, bitte??”
“Weil das ja wohl jeder kann, ein paar Sachen schleppen.”
“Ach so! So wie jeder Packesel, oder was??”
“So würde ich das jetzt auch nicht sagen, aber…”
“Deine superwichtige 15-Prozent-Planung lag ja wohl total daneben!”
“Was?? MEINE Planung??”
“Guck dir mal an, was allein an Salat übrig geblieben ist!”
“Was ist denn damit??”
“Oder das Fleisch, was sollen wir denn jetzt damit machen??”
“Das bisschen da??”
“Das bisschen?? Manche Ranch in Texas hat nicht so viel Rindfleisch!”
“Da kann ich doch nichts dafür!?”
“Ich dachte, du hättest alles so supertoll geplant??”
“Kann ich wissen, dass deine Kumpels so wenig essen??”
“Ja, klar! Und was war mit deinem komischen Frauenclub da??”
“Wieso, was war denn??”
“Die eine da, die Dings… Die die Salzstangen wollte??”
“Du meinst Christine?”
“Ja, Christine!”
“Was war denn?? Ich habe ihr doch Salzstangen hingestellt??”
“Ja, und dann hat sie EINE gegessen! EINE!”
“Schön, und was hat das jetzt mit meiner Planung zu tun??”
“Ähm, das hat, ähm… Mist, was wollte ich denn damit sagen!?”
“Keine Ahnung, wovon du da redest.”
“Also ganz allgemein wollte ich sagen, dass wir…”
“…und außerdem hatte ich keine 15-Prozent-Planung.”
“Nicht?? Hast du nicht eben selber gesagt, dass…”
“Nein, ich sagte, dass ich 55 Prozent Vorbereitung hatte.”
“…und wenn du 120 Prozent gehabt hättest, dann wäre trotzdem…”
“Das ist ja jetzt Blödsinn, 120 Prozent geht ja gar nicht!”
“Na schön, dann eben 100 Prozent oder was weiß ich, ist doch egal!”
“Das ist eben NICHT egal!”
“Es geht darum, dass du viel zu viel Essen geplant hast!”
“Lieber zu viel, als zu wenig!”
“ETWAS zu viel ist ja in Ordnung, aber wir haben VIEL zu viel!”
“Wieso, das bisschen da??”
“Ich brech zusammen…”
“Du brichst zusammen?? Wovon denn jetzt?”
“Von der schweren Last, dir mir der Herr aufgeladen hat…”
“Aha, OK, jetzt verstehe ich das erst richtig.”
“Was verstehst du jetzt??”
“Was du mit dem Packesel gemeint hast! IIIAAAHHH!!”
Kopfschüttel…











Meine Liebste und ich stehen im Lebensmittelladen unseres Vertrauens und kaufen ein.
Mein Handy klingelt, während ich gerade im Büro mit einem Kollegen spreche. Ein Blick auf das Display verrät: es ist die Liebste!
Meine Liebste und ich sitzen in unserem Wohnzimmer am Tisch und packen Geschenke für einen Doppelgeburtstag ein, zu dem wir in Kürze eingeladen sind.
Meine Liebste und ich sitzen im Auto und sind auf dem Weg zu einem Kaffeklatsch bei Freunden.
Meine Liebste und ich sind bei Freunden zu einer Silvesterparty eingeladen.
Ganz in diesem Sinne wünschen wir allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in das neue Jahr 2009!
Meine Liebste hält sich seit Stunden im Arbeitszimmer auf und kramt in dutzenden ihrer Schachteln herum; darüber hinaus darf ich diesen Raum zurzeit nicht betreten, und damit ist klar:
Meine Liebste und ich sind gemeinsam in die Bremer Innenstadt gefahren, um ein paar Einkäufe zu erledigen.
Meine Liebste und ich sind am Wochenende auf einer Geburtstagsparty. Zu später Stunde sitzen wir beide im Wohnzimmer der Gastgeber und beobachten das verrückte Treiben der anderen Gäste, denen die Cocktails bereits merklich ins Gemüt gestiegen sind.
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