Ich liege hier gerade so schön

Meine Liebste und ich verbringen den Sonntagabend vor dem Fernseher; das perfekte Promi-Dinner mit Lisa Fitz und Alexander Hold flimmert auf der Mattscheibe.
Eher leichte Unterhaltung für nebenbei, aber daran hat man sich ja in den letzten Jahren gewöhnen müssen.

„Du, Schatz?“
„Ja, Süße?“

„Ich hätte jetzt voll Lust auf was Süßes!“
„So?“

„Ja!“
„Das ist schlecht.“

„Wieso!“
„Weil wir meines Wissens nichts Süßes im Haus haben.“

„Gar nichts?“
„Gar nichts.“

„Nicht einmal ein Bonbon oder einen Keks oder so??“
„Du kannst ja suchen, aber ich glaube nicht, dass du was findest.“

„Wieso haben wir denn nichts mehr!?“
„Weiß ich auch nicht, ist eben alles weg.“

„Warst du nicht Freitag einkaufen??“
„Ja, war ich.“

„Und warum hast du nichts mitgebracht??“
„Habe ich ja! Eine Tüte Schoko-Bons, du erinnerst dich?“

„Ach ja…“
„Und wer hat die gleich aufgegessen??“

„Das war dann wohl ich…“
„Richtig. Also.“

„Aber ich möchte JETZT Schoko-Bons!“
„Wir haben aber JETZT keine.“

„Haben wir auch kein Nutella mehr?“
„Nein.“

„Oder Pudding oder Joghurt oder irgendwas??“
„Haben wir nicht.“

„Och Mann!“
„Fahr doch einfach zur Tankstelle und kauf dir was.“

„Jetzt?? Nee!“
„Und warum nicht?“

„Ich liege hier gerade so schön auf dem Sofa.“
„Dann werden die Schoko-Bons wohl auch schön im Regal liegen bleiben.“

„Kannst du nicht eben schnell zur Tanke fahren?“
„Möchte ich Schoko-Bons?“

„Weiß ich nicht, möchtest du?“
„Nein! Und deswegen muss ich auch nicht zur Tanke.“

„Kannst du das denn nicht EINMAL für deine Liebste machen?“
„Damit meinst du dich, richtig?“

„Wen denn sonst!? Oder hast du noch eine andere Liebste??“
„Im Augenblick nicht.“

„Im Augenblick nicht?? Wann denn??“
„Im Blog sagen ja auch alle, ich soll dich in den Wind schießen!“

„Ich lasse dich aber nicht gehen!“
„Mist…“

„Tja, das ist dann wohl Pech!“
„Jeder muss sein Säcklein tragen…“

„Du bist so doof!“
„Deine Chancen, dass ich zur Tanke fahre, sinken derzeit beachtlich.“

„Wieso! Würdest du denn??“
„Jetzt nicht mehr!“

„Und wenn ich jetzt ganz lieb bin??“
„Pff!“

„Bitte, bitte, bitte!“
„Das nennst du lieb?? Ich nenne das verzweifelt Betteln!“

„Bitte, bitte, bitte, Küsschen, Küsschen, Küsschen!“
„Das reicht nun wirklich ÜBERHAUPT nicht!“

„Was soll ich denn machen??“
„Du könntest die tausend Socken vom Wäscheständer zusammenlegen.“

„Aber ich hasse Socken zusammenlegen!“
„Ich weiß.“

„Ich weiß doch nie, welche da zusammengehören!“
„Das ist mir durchaus bekannt. Und? Ja oder Nein!“

„Das ist gemein!“
„Wieso ist das gemein??“

„Das ist Erpressung!“
„Willst du Schoko-Bons, Joghurette und Balisto?“

„Ja!“
„Dann musst du auch die Socken zusammenlegen.“

„Da habe ich aber jetzt überhaupt gar keine Lust zu!“
„Tja.“

„Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte!“
„Du bist wirklich unmöglich, weißt du das!?“

„Ja, aber bitte, bitte, bitte, bitte!“
„Ich fahre, dann habe ich wenigstens eine Viertelstunde meine Ruhe!“

„Was holst du denn dann?“
„Was willst du denn…“

„Also wenn ich mir das noch einmal überlege, dann…“
„Nein! Bitte nichts überlegen, da kommt doch nur wieder…“

„Ich glaube, ich esse lieber einfach einen Apfel.“
„Das ist doch jetzt nicht dein Ernst, oder??“

„Wieso??“
„Nach diesem ganzen Theater jetzt plötzlich einen Apfel??“

„Ich habe es mir eben anders überlegt, na und??“
„Schatz!“

„So brauchst du auch nicht losfahren, ist doch gut, oder??“
„Aber ich hatte mich so auf die Viertelstunde Pause von dir gefreut!“

„Dann leg doch einfach die Socken zusammen!“

Kopfschüttel…

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Was naschen

Meine Liebste und ich genießen den „veranstaltungsfreien“ Sonntag.
Wir haben uns vorgenommen, uns einfach nichts vorzunehmen! Da das Wetter draußen auch nicht gerade berauschend ist, kommt so ein Tag wie gerufen.

„Wir können heute den ganzen Tag rumschlunzen!“
„Ja, Süße. Herrlich!“

„Ich glaube, ich werde heute nur auf dem Sofa rumliegen.“
„Mach das.“

„Und was naschen.“
„Was denn?“

„Wir hätten da noch die Nusskuchen-Backmischung.“
„Tja… Warum nicht?“

„Ich backe den gleich, geht ja schnell.“
„Prima.“

„Kannst du dann die Glasur machen?“
„Ich?? Nee!“

„Warum denn nicht?“
„Seit wann backen Männer denn Kuchen??“

„Ach nee!“
„Ach ja!“

„So? Seit wann gehen Frauen denn arbeiten??“

Kopfschüttel…

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Dass Männer immer so komisch einkaufen…

Meine Liebste und ich erledigen heute Vormittag mal wieder die lästigen Pflichten des Alltags. Während die Liebste die Betten frisch bezogen hat (was ich nicht wirklich gerne mache), war ich unterwegs, um unsere Lebensmittelvorräte wieder aufzufüllen.

„Hallo Schatz!“
„Hallo Süße, da bin ich wieder.“

„Hast du ein paar leckere Sachen mitgebracht?“
„Ja.“

„Was denn?“
„Zum Beispiel deinen Nordseekrabben-Salat, den du so gerne magst.“

„Den kaufe ich nicht mehr.“
„Aha? Und warum das??“

„Weil der so tierisch teuer geworden ist!“
„So?“

„Hast du natürlich wieder nicht drauf geachtet! Typisch Mann.“
„Entschuldigung, ich dachte…“

„Naja… Und was hast du noch mitgebracht?“
„Für dich ein Schokocroissant vom Bäcker.“

„Für mich??“
„Ja.“

„Ach! Und ich soll das alleine essen, oder was??“
„Ähm, daran hatte ich gedacht, ja…“

„Schokocroissants esse ich nicht mehr.“
„So?? Seit wann das denn??“

„Seit ich weiß, dass EIN Schokocroissant 700 Kalorien hat!“
„Aber du hast doch immer…“

„Das ist VIEL zu viel! Nur für ein blödes Croissant!“
„Also heißt das, dass du es nicht willst, ja?“

„Naja, lass erst mal liegen…“
„Wie Madame wünschen…“

„Hast du auch was Gesundes mitgebracht?“
„Natürlich. Ich habe Paprika mitgebracht, damit wir heute abend…“

„Welche Farbe denn??“
„Grün.“

„Ich mag aber lieber die roten!“
„Die grüne Paprika war aber viel billiger!“

„Pff! Die paar Cent!“
„Aber eben beim Krabbensalat hast du doch noch gesagt, dass…“

„Krabbensalat kann ich ja auch selber machen, Paprika nicht.“
„Ach so? Und wie machst du bitte Krabben selber??“

„Ich meinte doch den Salat, nicht die Krabben!“
„Das ist doch wieder mal ein total blöder Vergleich!“

„Dass Männer immer so komisch einkaufen, verstehe ich nicht…“
„Aber ich habe doch eingekauft, wie immer!“

„Das ist ja das Schlimme!“
„Woher soll ich denn wissen, dass du plötzlich …“

„Du musst einfach nur bewusst einkaufen und nachdenken.“
„Ach so! So einfach ist das??“

„Ja.“
„Soso. Dann wird es dich freuen, dass ich kein Nutella gekauft habe.“

„Was?? Kein Nutella??“
„Nein.“

„Und warum nicht??“
„Nutella essen wir jetzt seit gefühlten 100 Jahren. Es reicht, dachte ich.“

[Ich sollte vielleicht erwähnen, dass sich sehr wohl ein unberührtes Glas Nutella in einer meiner Einkaufstüten befindet…]

„Aber, aber…“
„Was aber? Was ist denn, Schatz?“

„Ohne Nutella kann ich nicht leben, das weißt du doch!“
„Ich kaufe dir einfach einen Sack Nüsse und Milch.“

„Und dann??“
„Dann kannst du das ja einfach selber machen!“

„Aber das Rezept ist doch geheim!“
„Mit ein bisschen Übung kriegst du das schon hin.“

„Schatz, Nutella brauche ich aber!“
„Na gut, also schön. Ich habe doch was mitgebracht.“

„Ehrlich??“
„Ja, aber Nusspli. Das ist viel billiger und schmeckt fast genauso.“

„WAS?? Dann such dir doch gleich auch noch ne neue Freundin!“
„Wie bitte?? Und was hat das jetzt bitte damit zu tun??“

„Die ist dann auch viel billiger und schmeckt fast genauso!“

Kopfschüttel…

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Hilfe! Hilfe!

Hilfe! Hilfe! (photocase.de © sushi)Meine Liebste und ich sind zu Fuß auf dem Weg zu Freunden, die bei uns ganz in der Nähe wohnen.
Wenn wir faul sind, fahren wir da auch schon mal mit dem Auto hin… Aber nicht heute, das Wetter ist einigermaßen akzeptabel.

„Man sollte viel öfter zu Fuß gehen.“
„Ja, Süße. Heute ist es aber auch bes…“

„Äh! Mann!!“
„Was ist denn?? Was hast du denn?“

„Mir schwirrt eine kleine Fliege um die Nase!“
„Ach so.“

„Ach so?? Was heißt den bitte ach so! Mach was!“
„Was soll ich denn machen??“

„Die Fliege wegscheuchen.“
„Husch!“

„Doch nicht so, du sollst sie fangen oder klatschen!“
„Die Fliege?“

„Ja, die Fliege. Siehste, hier! Da ist sie wieder! PFFSHH!!“
„Wenn du deinen Kopf nicht still hältst, kann ich sie nicht fangen.“

„Ah, jetzt ist sie weg. Sehr gut.“
„Gern geschehen.“

„Wie bitte?? Du hast doch gar nichts gemacht!“
„Aber seit ich mich eingemischt habe, ist die Fliege weg.“

Blödmann.“
„Selber.“

„MIST! DA IST SIE SCHON WIEDER! MANN!“
„Ganz schön hartnäckig, die Kleene.“

„Warum ist die denn nur bei mir und nicht bei dir??“
„Diese kleine Fliege mag dich, Schatz.“

„Ach und dich mag sie nicht??“
„Offensichtlich.“

„Wieso mag die dich denn nicht??“
„Vielleicht rieche ich nicht so gut.“

„Riechen??“
„Ich könnte mir vorstellen, dass Fliegen dein Parfum anmacht.“

„Was?? Mein Parfum?? Aber die fliegen doch auch um Kühe rum!“
„Ähm…“

„Sag jetzt besser nichts!“
„Wer hat denn damit angefangen?? Ich doch nicht!“

„Nenn mich bloß nicht Kuh!“
„Mache ich nicht, meine Liebste, wie könnte ich!“

„Ich hasse es, wenn jemand Kuh zu mir sagt!“
„Sagt ja keiner.“

„Aber du hast es gedacht, das ist genau so schlimm!“
„Moment mal, ich…“

„Nur weil EINE Fliege hier ist, bin ich noch lange keine Kuh!“
„Schatz? Darf ich etwas dazu sagen?“

„Was denn…“
„MUH!!“

„Du bist so doof!“
„Die Fliege ist immer noch da.“

„Was will die denn von mir??“
„Vielleicht will sie dich kidnappen, sei vorsichtig!“

„Deine blöden Sprüche kannst du dir in den…“
„Sag es nicht, sowas sagt man nicht!“

„Dann mach die Fliege weg!“
„Sprich doch einfach mal ganz ruhig mit ihr, dann…“

„HILFE! HILFE!! HILFE!!!“

[Die Liebste fängt aus vollem Halse an, um Hilfe zu schreien; was die übrigen Passanten in etwa 3.000 Meter Radius dazu bewegt, stehen zu bleiben und besonders MIR sehr fragende und böse Blicke zuzuwerfen. Es wird nur noch wenige Sekunden dauern, bis sich einige Hilfsbereite mutig auf mich stürzen werden!]

„HILFE!!!“
„SCHATZ! Sag mal, spinnst du!! Lass das!!“

„Wieso denn?“
„Weil alle denken, ich hätte dich getreten oder entführt oder so!!“

„HIIIILLFFEEE!!“
„Hör auf!! Ich fange dir die blöde Fliege ja!“

[Vom Schreien hat die Liebste ein hochrotes Gesicht bekommen und weil sie sich dabei anscheinend völlig verausgabt hat, beginnt sie nun – als endlich wieder Stille eingekehrt ist und die Leute wieder ihrer Wege gehen – ein wenig zu Husten.]

„Öhäähherhaaar, ähhäohh…“
„Ähm, Schatz, ist alles in Ordnung??“

„Ja. Ähööerähäh… Schon gut.“
„Na dann…“

„Du brauchst die Fliege nicht mehr fangen, sie ist weg.“
„Oh, gut! Dein kindisches Geschrei wird sie wohl verscheucht haben.“

„Nein.“
„Nicht? Wieso??“

„Weil ich sie aus Versehen eben verschluckt habe! Öähhahaaö…“

Kopfschüttel…

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