Meine Liebste und ich sitzen gemeinsam mit einem befreundeten Pärchen in der Camarillo-Bar an der Schlachte und trinken Cocktails.
Es ist schon unsere dritte Runde, die der Kellner da gerade auftischt…
“Was hast du denn da?”
“Einen Mai Tai, Süße.”
“Ich habe einen Caipi.”
“Das sehen wir.”
“Aber damit stimmt was nicht.”
“So? Und was? Sieht doch gut aus?”
“Die Limetten, guck mal hier!”
“Ja, das sind Limetten. Richtig.”
“Aber die sind ja gar nicht zerstampft!”
“Naja, also die hätten schon etwas mehr…”
“Der hat die gar nicht zermatscht!”
“Schmeckt der Caipi denn nicht?”
“Doch, aber so ist das nicht richtig!”
“Und jetzt? Willst du ihn zurückgehen lassen?”
“Nee, aber ich hätte gerne so einen Stampfer.”
“Einen Stampfer?? Du willst selbst…”
“Ja, wink mal den Kellner ran, wenn du ihn siehst.”
“Schatz! Du kannst doch jetzt hier nicht selbst…”
“Warum denn nicht??”
“Lass dir doch einfach einen neuen bringen?”
“Nee, das mache ich nicht.”
“Und wieso nicht??”
“Weil der Typ dann denkt, ich sei unzufrieden.”
“Ähm… Aber das bist du doch auch??”
“Ja, aber das darf der nicht merken.”
“Und wieso nicht?? Ich meine…”
“Weil der dann da vielleicht was reintut.”
“Reintut?? In deinen Caipirinha??”
“Wie soll ich wissen, ob der da nicht reinspuckt??”
“Schatz!”
[Die beiden Freunde, mit denen wir am Tisch sitzen, staunen nicht schlecht und folgen mit offenen Mündern unserer Diskussion...]
“Oder der tut da eine Limette rein, die auf dem Boden lag!”
“Warum sollte er denn!”
“Weil er sich rächen will, wenn ich den zurückgebe!”
“So ein Quatsch! Es geht doch nur um ein paar Limetten!”
“NICHT gequetschte! Eben gerade NICHT gequetschte Limetten!”
“Jaja, das weiß ich! Also dann sag dem Kellner das selber.”
“Das mit den Limetten?”
“Nee, dass du befürchtest, er könne reinspucken.”
“Bin ich verrückt!?”
“Dann bestell dir einen Stampfer, das möchte ich sehen.”
[Unsere beiden Begleiter haben sich offenbar ein Bild von der Situation gemacht und unternehmen einen zaghaften Versuch, einen Einwand zu äußern; doch bevor ein vollständiges Wort fallen kann, setzt die Liebste schon zum nächsten Akt an...]
“Und du gibst dem gleich kein Trinkgeld!”
“Wer? Ich??”
“Keinen Cent! Der kümmert sich auch gar nicht um uns!”
“Und wenn er dir einen Stampfer bringt, dann auch nicht?”
“Ich setze mich doch hier nicht mit einem Stampfer hin!”
“Moment, aber eben wolltest du doch…”
“Den Stampfer, den kann er sich hinten…”
“Schatz!”
“Ist doch wahr! Ich bestelle einen Caipi und soll selber?? Nee!”
“Ähm…”
“Ich bezahle jetzt.”
“Du?? Jetzt?? Aber wir sind doch noch gar nicht…”
“Keinen Cent!”
“Liebste, nun beruhige dich doch m…”
“Hallo! Hier!”
[Die Liebste winkt mit ausgestrecktem Arm den Kellner an unseren Tisch, während sie dabei Daumen und Zeigefinger aneinander reibt. Das versteht der junge Mann auch sofort und macht sich zunächst auf den Weg zur Kasse.
Jetzt ergreifen unsere Freunde nochmals die Gelegenheit und schlagen vor, man könne ja die Limetten auch mit dem Strohhalm zerdrücken; was die Liebste mit einem "Klar kann man!" quittiert und dabei schon mal ihr Portmonee aus der Handtasche zieht.]
“So, jetzt kommt er!”
“Schatz, willst du ihm wirklich kein Trinkgeld…”
“Nö! Wofür? Dafür, dass der sich an mir rächen will?”
“Aber…”
“Lass mich das machen!”
[Der Kellner kommt freundlich und lächelnd mit dem Kassenzettel in der Hand auf uns zu und fragt "Zusammen? Getrennt?" Die Liebste greift sich den Zettel und ruft noch vor dem versiegen seiner letzten Silbe "Zusammen!".
Sie bezahlt, der Kellner wünscht uns noch einen schönen Abend und die Liebste lächelt von einem Ohr bis zum anderen.]
“So, fertig! Super, worauf stoßen wir jetzt an?”
“Ähm… Liebste, wieso hast du jetzt plötzlich so gute Laune??”
“So wollte ich das haben! Gut, dass ich bezahlt habe!”
“Nur, weil du ihm kein Trinkgeld gegeben hast?”
“Nee.”
“Sondern?”
“Er hat mir 20 Cent zu viel rausgegeben! Das hat er nun davon!”
Kopfschüttel…


Meine Liebste und ich sind ins Bremer Cafe del Sol gefahren, um eine Kleinigkeit zu essen. Wobei die Liebste eher ein halbes Schwein auf Toast verdrücken könnte, denn sie hat seit mehr als zwei Stunden Hunger.
Meine Liebste sitzt im Wohnzimmer vor dem Fernseher, als ich heute etwas spät nach Hause komme.
Meine Liebste und ich sitzen bei McDonalds.
Meine Liebste und ich wollen ins Kino, um Halle Berry und Bruce Willis bei der “Verführung einer Fremden” zu beobachten.
Meine Liebste und ich sitzen am Abend in einer kleinen Bremer Pizzeria, um es uns ein wenig gut gehen zu lassen. Die Karte gibt allerlei italienische Leckereien her, die allerdings ausschließlich von Indern in der Küche zubereitet werden.
Meine Liebste und ich haben heute wieder etwas ganz besonderes gemeinsam: Wochenende!
Meine Liebste und ich nehmen Platz in einem Café um die Ecke. Die Liebste möchte sich gerne eine Eisschokolade genehmigen, während ich mich schon sehr auf den Käsekuchen freue. Neben den Leckereien bietet das Café Ambiente auch eine Sonnenterasse mit Blick auf die Weser; genau das richtige für die erste Frühlingssonne.
Meine Liebste und ich machen einen kleinen Spaziergang auf dem Osterdeich entlang der Weser.
Meine Liebste und ich stehen in der Küche. Während ich einen skeptischen Blick auf unseren kleinen Balkon werfe und überlege, ob man den nicht mal wieder gründlich säubern müsste, steht meine Liebste vor der geöffneten Kühlschranktür.
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