Total verfressen

27. Dezember 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

Total verfressenMeine Liebste und ich klappern über die Feiertage unsere Familien und Freunde ab. Insbesondere bei unseren Eltern gibt es natürlich jedesmal reichlich zu essen, das heißt: Kräfte einteilen! Wir haben bereits den ersten Gang hinter uns.

“Gibt es bei euch Weihnachten immer Rouladen?”
“Ja Süße. Seit ich denken kann, macht meine Ma die jedes Jahr.”

“Die sind sehr gut; kriegt jeder nur eine?”
“Da liegen doch noch welche, nimm dir doch noch.”

“Aber wir sind sechs Leute und da liegen nur noch vier.”
“Und? Meine Schwester isst immer nur eine, und meine Ma auch.”

“Was??”
“Wie was? Die beiden essen jedes Jahr eben nur eine.”

“Dann kann ich doch nicht zwei essen!”
“Und warum nicht?”

“Das sieht ja total verfressen aus!”
“Ach was, wenn´s dir schmeckt, dann nimm doch.”

“Nimmst du auch noch eine?”
“Nein, ich hatte schon zwei, es reicht.”

“Na gut, dann gib mir noch eine.”
“Auch Soße?”

“Ja klar, auch Soße.”
“Vielleicht auch noch einen Kloß?”

“Ja, Klöße gehören dazu.”
“Also einen Kloß, bitte sehr…”

“Sollen wir den Kloß nicht teilen?”
“Nein.”

“Warum denn nicht?”
“Schatz, ich bin echt satt, danke.”

“Hier, ich schneide dir die Hälfte ab, ja?”
“Nein, ich möchte deinen halben Kloß nicht, wirklich.”

“Ich schaffe aber keinen ganzen mehr!”
“Du hast ihn dir aufgeladen, also.”

“Aber ich schaffe den doch nicht mehr jetzt.”
“Himmel, dann frag meinen Vater, ob der vielleicht…”

“Ich frage doch nicht deinen Vater!”
“Und warum nicht? Der verdrückt den Kloß schon noch!”

“Den halben.”
“Was?”

“Na einen halben Kloß möchte ich ja selber futtern.”
“Iss doch einfach, was du magst und den Rest…”

“…soll ich dann liegen lassen, nee!”
“Schatz, dein Essen wird kalt.”

“Kann ich auch noch etwas Rotkohl haben?”
“Wie bitte?? Ich denke, du schaffst das sowieso nicht?”

“Rotkohl ist doch etwas völlig anderes!”
“Wieso ist das was anderes??”

“Der flutscht. Und dann sind die Klöße nicht so trocken.”
“Die Klöße sind dir zu trocken?”

“Nicht so laut! Die sind gut, aber zu Klößen gehört Soße.”
“Na schön, hier hast du den Rotkohl. Und nochmal die Soße.”

“Willst du nicht doch noch den halben Kloß?”
“Nein Schatz. Danke.”

“Du könntest das ruhig mal für mich tun.”
“Was? Einen halben Kloß essen??”

“Nein, mich nicht so doof aussehen lassen.”
“Schatz! Du lädtst dir den Teller voll, und ich soll dann…”

“Wenn ich mein Essen nicht schaffe, denken deine Eltern, es würde mir nicht schmecken.”
“Dann sag ihnen doch, dass es dir schmeckt!”

“Oder es sieht gierig aus, wenn ich was über lasse.”
“Quatsch!”

“Die Roulade schaffe ich auch nicht, glaube ich…”
“Och nee, das darf doch wohl nicht wahr sein!”

“Los, hilf mir jetzt, ich kann nicht mehr!”
“Na gut, gib mir den halben Kloß rüber.”

[Erwartet hatte ich, dass meine Liebste den Kloß aufspießt und zu mir verfrachtet. Allerdings greift sie sich flink meinen beinahe sauber geleckten Teller und tauscht ihn mit ihrem, der noch voll beladen ist mit Rotkohl, Klößen, bergeweise Soße und einer halben Roulade.]

“Lass es dir schmecken!”
“Schatz, ich dachte eigentlich…”

“Jetzt sei still und stell dich nicht so an…”
“Ich wollte doch aber nur noch einen halben…”

[Mit großer Mühe versuche ich, denn Teller zu leeren. Jeder Versuch, das Besteck vorzeitig abzulegen, wird gleich mit einem gekonnten Tritt unter dem Tisch von meiner Liebsten vereitelt.]

“Siehste, jetzt hast du es geschafft! War doch nicht schlimm!”
“Nein, es war lecker, aber viel zu viel. Ich platze…”

“Mal sehen, wie der Nachtisch schmeckt; Eis mit Mandarinen!”
“WAS?? Es gibt auch noch Nachtisch?”

“Klar! Hier liegen doch die kleinen Löffel, schau!”
“Und woher weißt du, was es gibt?”

“Ich habe vorhin in der Küche deine Ma gefragt.”
“Das Eis schaffe ich echt nicht mehr, keine Chance!”

“Ich habe extra noch Platz für den Nachtisch gelassen.”
“Aha, aber ich nicht, dummerweise…”

“Warum isst du denn dann auch so viel!?”

Kopfschüttel…

Chat 23 Kommentare »

Bitte, bitte, bitte!

18. Dezember 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

Bitte, bitte, bitte!Meine Liebste und ich schlendern über den schönen Bremer Weihnachtsmarkt. Neben den vielen kleinen Krimskramshäuschen, die selbstverständlich alle ausgiebig begutachtet werden, gibt es natürlich auch jede Menge Imbiss-Buden mit allerlei delikaten Leckereien.
Das macht Appetit!

“Ich habe ein bisschen Hunger, du auch?”
“Ja Süße, ich könnte eine Kleinigkeit vertragen.”

“Was denn?”
“Also ich möchte eigentlich nur eine schlichte Bratwurst essen.”

“Hm. Ja, vielleicht.”
“Komm, der Grill da vorne sieht gut aus, wir schauen mal.”

[Ich ziehe meine Liebste in die Richtung der verführerisch aussehenden Bratwurstbude. 5 Leute stehen in weiß-roten Kochschürzen hinter dem Tresen und servieren Bratwurst, Krakauer, Nürnberger, Pommes und viele Dinge mehr.]

“Möchtest du eine?”
“Ja, also ich schon, und du?”

“Ich weiß nicht…”
“Die sehen ganz gut aus, komm, ich kaufe dir auch eine.”

“Nee, ich weiß nicht so richtig.”
“Keine Bratwurst? Was anderes?”

“Was könnte ich denn noch essen? Hm…”
“Also ich…”

“Jaja, bestell du dir erst einmal eine.”
“Und du nicht? Ganz sicher?”

“Ich finde gleich schon noch was anderes.”
“Na gut, wie du meinst, Schatz.”

[Ich bestelle mir eine Bratwurst im Brötchen. 2,30 EUR. Daraufhin begrabe ich das Würstchen noch unter einen riesigen Berg Senf. Ich weiß, es ist Schweinkram, aber trotzdem superlecker...]

“Guten Appetit!”
“Danke Schatz!”

“Darf ich mal abbeißen?”
“Ähm, darf ich vielleicht selbst erst einmal?”

“Nur ein kleines Stück, bitte, bitte, bitte!”
“Na gut, hier.”

[Meine Liebste pustet zunächst - gefühlte 5 Minuten lang - auf der ihr zugewendeten Seite des Würstchens herum. Dann beißt sie sehr langsam und vorsichtig hinein, um sich nicht die Zunge zu verbrennen.]

“Die schmeckt aber!”
“So? Komm, ich bestell dir auch eine.”

“Nein, nein, ich wollte ja nur mal probieren.”
“Also gut, wie du meinst.”

“Darf ich die andere Seite auch noch?”
“Was?”

“Na von dem Würstchen, die andere Seite.”
“Schatz! Ich dachte, du wolltest nur prob…”

“…ja, nur noch einmal, dann reicht es auch.”
“Also schön, hier. Die andere Seite. Ist es so recht?”

[Meine Liebste ist jetzt mutiger. Mit einem Biss säbelt sie das ganze hervorstehende Bratwurststück an der anderen Kante des Brötchens ab und steht anschließend mit gut gefülltem Mund kauend vor mir. Mit leicht fassungslosem Blick starre ich sie an.]

“Also ich muss sagen, die ist wirklich nicht schlecht.”
“Ja… Ich werde dann jetzt auch mal, SCHATZ!”

“Lass es dir schmecken!”
“Danke…”

“Du?”
“Nein, geh weg!”

“Was denn??”
“Hol dir deine eigene, diese hier esse ICH jetzt! Beziehungsweise, was davon noch übrig ist…”

“Aber ich wollte doch nur…”
“Du wolltest nur noch ein kleines Stück probieren, iss schon klar!”

“Aber ich will dir doch nichts wegessen!?”
“Tust du aber! Du wolltest doch keine Bratwurst!”

“Doch, aber keine ganze.”
“Ach! Jetzt plötzlich??”

“Ja, weil ich doch auch noch andere Sachen probieren will.”
“So eine Bratwurst ist doch nun wirklich nicht viel?”

“Aber das Brötchen, das ist immer so mächtig dann.”
“Dann wirf es doch weg!”

“Nein, das macht man nicht!”
“Himmel… Bestell doch einfach eine Bratwurst OHNE Brötchen.”

“Magst du denn die Brötchen?”
“Ja. Naja meistens.”

“Dann bestelle ich mir jetzt auch eine MIT Brötchen.”
“Was soll denn das jetzt??”

“Und du kriegst dann eben mein Brötchen.”
“Nee! Ich will doch gar kein Brötchen!”

“Na gut, dann bestelle ich eben nicht!”
“und was jetzt?”

“Dann lass mich noch mal bei dir abbeißen, ja?”

Kopfschüttel…

Chat 31 Kommentare »

Von allem einfach reichlich

30. November 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

Von allem einfach reichlichMeine Liebste und ich haben beschlossen: jetzt fängt die Weihnachtszeit an! Nach diversen Überlegungen, wie wir jetzt unsere Wohnung entsprechend mit Weihnachtskram vollhängen, haben wir uns dann doch für die schönste aller Vorbereitungen entschieden: das Kekse backen.

“Wollen wir denn dann jetzt mal?”
“Ja Süße, ich habe in der Küche schon was vorbereitet.”

“Ich freue mich richtig drauf!”
“Ich auch, mal sehen; Backen ist ja nicht so deine Stärke…”

“Naja gut, aber ich halte mich immer streng an die Rezepte.”
“Was hast du dir denn eigentlich ausgesucht?”

“Ja Kekse eben. Die man so mag.”
“Schatz, Kekse sind nicht gleich Kekse!”

“Du hast zu mir gesagt: such dir mal was aus.”
“Das stimmt, und was denn nun?”

“Vanillekipferl.”
“Oh nein! Die sind ganz schön aufwendig.”

“Gar nicht! Und Zimtsterne.”
“Oh, oh… Hast du dir auch irgendetwas Normales ausgesucht?”

“Ja.”
“Und?”

“Nussecken.”
“Nussecken?? Schatz, das sind ja alles total aufwendige Kekse!”

“Aber die mag ich am liebsten.”
“Hast du dafür auch alle Zutaten gekauft gestern?”

“Natürlich! Ich habe extra einen Taschenrechner mitgenommen.”
“Du hast einen Taschenrechner zum Kekse backen gekauft?”

“Nein, ich habe einen zum Einkaufen mitgenommen.”
“Schatz, die haben jetzt schon moderne Kassen, die…”

“Blödmann! Ich habe damit die Mengen berechnet.”
“Was?”

“Naja Mehl, Eier, Nüsse, Zucker und das alles.”
“Dafür hast du einen Taschenrechner gebraucht??”

“Wieso nicht? Jetzt haben wir wenigstens genug von allem.”
“Und wie hast du dann 768 Gramm Mehl gekauft?”

“Habe ich nicht. Ich habe von allem einfach reichlich gekauft.”
“Trotz Taschenrechner??”

“Ich habe extra mehr genommen für den Fall, dass ich mich verrechnet oder verlesen habe.”
“Ja aber… Na gut, was soll´s. Lass uns anfangen.”

[Die Küche steht voll mit Schüsseln, Schälchen, Backblechen, Backpapier und natürlich tausend Zutaten. Zwischen den ganzen Sachen liegt ein großes rotes Weihnachtsbackbuch, das aussieht, als hätte es schon mindestens 50 Jahre auf dem Buckel.]

“Das hat schon meine Oma gehabt, das Backbuch!”
“Ist das denn nach der Euroumstellung überhaupt noch gültig?”

“Ach? Kann das… DU BLÖDMANN, DU BLÖDER!”
“Haha! Reingefallen!”

“Wir fangen jetzt mit den Vanillekipferl an.”
“Gut! Lass uns alle Zutaten in die Küchenmaschine tun.”

“Och nee!”
“Was denn??”

“Nicht die doofe Maschine, die habe ich noch nie benutzt.”
“Na und? Es ist doch viel leichter damit!?”

“Das passt aber nicht zum romantischen Kekse backen.”
“Romant… OK. Dann knetest du eben alles mit den Händen.”

“Wieso denn ich??”
“Ja du willst ja die Maschine nicht!”

“Ich habe gestern gerade meine Nägel gemacht.”
“Schatz, das ist doch wohl…”

“Kannst du das nicht machen? Bitte, bitte, bitte!”
“Ich wollte jetzt eigentlich die Nüsse schälen.”

“Ach, muss man die schälen? – MANN, DU BIST SO DOOF!”
“Haha! Wieder reingefallen!”

“Schatz, bitte, kannst du denn nicht kneten?”
“Was jetzt genau?”

“Nicht, was du denkst! Macho!”
“Machos kneten keinen Kipferl-Teig.”

“Jetzt hör auf, das soll doch hier alles nett und lustig sein!”
“Du meinst nette Zimtsterne und lustige Nussecken?”

“MAAAAAANNNN!!”
“Schon gut, schon gut. Ich knete ja. Gib mal die Mandeln.”

“Gleich, ich muss vorher noch die Tüte falten.”
“Was?”

“Die Mandeltüte. Da sind 300 Gramm drin.”
“Ähm… Wir brauchen 150 Gramm.”

“Eben, darum falte ich sie ja.”
“Um dann was zu tun?”

“Ich schneide sie in der Mitte durch und habe die Hälfte.”
“Ach was, das mache ich nach Gefühl, gib…”

“Nein! Du hast gesagt, Vanillekipferl sind schwer, also!”
“Haben wir eigentlich auch Rum?”

“Rum? Nee, den brauchen wir nicht für die Kekse.”
“Nein, aber für mich, wenn das so weiter geht…”

[Die folgenden Stunden machen großen Spaß! Ich knete und knete und rolle Teig aus und kümmere mich um alle lästigen Sachen. Meine Liebste ist verantwortlich für die genauen Mengen der Zutaten, und sie nimmt es sehr genau. Die Diskussion darüber, dass man ja schließlich mit einem Messbecher nur total ungenau 150 Gramm Zucker abschätzen könne, sowie das Ausstechen der klebrigen Zimtsterne erspare ich Ihnen jetzt hier...]

“La lala laa! Super, jetzt noch die Nussecken, ja?”
“Ich bin schon dabei, wo sind denn die Haselnüsse?”

“Na da! Direkt vor deiner Nase.”
“Nein, ich meine die gemahlenen.”

“Wieso? Im Rezept stand 400 Gramm Haselnüsse.”
“Ja, aber doch GEMAHLENE! Die hier sind ja ganz!”

“Ach so, das wusste ich nicht. Na und?”
“Süße, ich kann doch nicht 400 Gramm GANZE Nüsse in den Teig…”

“Warum denn nicht? Andere haben wir doch nicht.”
“Ja was sollen das denn für Nussecken werden??”

“Wir haben doch das Caipirinha-Set.”
“Was? Wie kommst du denn jetzt darauf?”

“Können wir denn die Nüsse nicht, also so wie die Limetten beim Caipi?”
“Ach! Und dann vielleicht noch Cachaca drüber?”

“Schmeckt denn das??”
“SCHATZ!!”

“Und jetzt?”
“Jetzt schütten wir einfach Mandeln rein, die haben wir noch.”

“Das geht ja wohl nicht!”
“Warum denn nicht?”

“Dann sind es ja keine Nussecken, sondern Mandelecken.”
“Die schmecken dann doch aber auch!”

“Ich wollte aber Nussecken.”
“Und ich wollte einfach nur Kekse und keinen Schnickschnack!”

“Der Schnickschnack hier bist du!”
“Und du bist eine wandelnde Mandelmadame mit Mehl am T-Shirt!”

“Ich will Nussecken!”
“Kriegst du nicht, kriegst du nicht!”

“Mann, du gehst mir echt auf die Nüsse!”

Kopfschüttel…

Chat 15 Kommentare »

Würde ich ja nicht machen!

21. Oktober 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

Würde ich ja nicht machen!Meine Liebste und ich sitzen am liebevoll gedeckten Frühstückstisch. Es ist alles da: Orangensaft, frische Eier, leckere Brötchenbeläge in Hülle und Fülle…
Und das ganz Besondere daran: meine Liebste hat alles alleine gemacht, um mich zu überraschen. Toll! Nur die Brötchen selbst, die hat sie heute aufgebacken.

“Hmm, lecker! Frühstücken ist einfach wunderbar!”
“Ja Schatz, und vor allem so ein toller Frühstückstisch.”

“Habe ich gut gemacht, oder?”
“Ja, ausgezeichnet, dankeschön. Sehr gut.”

“Ich hab dich lieb.”
“Ich dich auch, Maus.”

“Soll ich dir mal ein Brötchen rüberreichen? Sind noch warm!”
“Oh ja, das da links bitte.”

[Meine Liebste reicht mir den Brötchenkorb.]

“Guten Appetit!”
“Danke, dir auch!”

[Ich liebe ja Roggen-Vollkorn. Das Brötchen ist noch lauwarm und dampft ein wenig beim Aufschneiden. Jetzt noch eine Scheibe von dem stinkigen Höhlenkäse drauf...]

“Willst du da jetzt etwa den Stinker drauflegen?”
“Ähm… Ja? Warum denn nicht?”

“Würde ich ja nicht machen.”
“Wieso denn nicht?”

“Also ich finde den Käse für dieses Brötchen zu herb.”
“Aber ich esse doch immer diesen Käse auf Roggen!”

“Nimm doch lieber etwas Süßes. Erdbeermarmelade oder so.”
“Süßes esse ich – wenn überhaupt – nur zum Schluss.”

“Mach es doch heute mal anders!”
“Ich will aber jetzt keine Marmelade!”

“Dann nimm Nutella.”
“Ich will doch aber lieber Käse!”

“Du solltest aber besser Nutella nehmen.”
“Kannst du dich denn nicht um DEIN eigenes Brötchen kümmern?”

“Na gut! Ich wollte dir ja nur etwas Gutes tun!”
“Manchmal bist du wirklich seltsam, Schatz.”

[Ich nehme also den Höhlenkäse, obwohl mich meine Liebste schon etwas verunsichert hat. Auf was für Ideen sie manchmal kommt! Ich sage ihr ja auch nicht, was sie essen soll und was nicht. Sie wird es sicher nur gut gemeint haben, was auch immer da in ihrem hübschen Köpfchen vorgegangen sein mag. Frauen...]

“Willst du jetzt reinbeißen?”
“Das hatte ich vor, ja, aber du lässt mich ja nicht!”

“Ich wollte dich doch nur…”

[Genussvoll beiße ich in das leckere, warme, knusprige Roggenbrötchen mit Höhlenkäse und kaue darauf herum.]

“Also irgendwie schmeckt das anders…”

“Ich habe es dir gesagt!”
“Komisch, irgendwie süßlich, dabei habe ich doch gar nicht…”

“ABER ICH HABE ES DIR GESAGT!”
“Schmeckt nach… SCHOKOLADE! Wie kann denn…”

“Naja, also…”
“HAST DU DAMIT WAS GEMACHT??”

“Die heißen Brötchen habe ich eben aus Versehen auf die Schoko-Croissants gelegt und dann...”

Kopfschüttel…

Chat 14 Kommentare »

Worum es eigentlich geht

11. Oktober 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

Worum es eigentlich gehtMeine Liebste war heute einkaufen. Nachdem der Kühlschrank eine bedenkliche Leere erreicht hatte, war das auch mal wieder notwendig und ich bin froh, dass sie das übernommen hat. Prima, Kühlschrank wieder voll!

“Du, ich habe alles mögliche mitgebracht.”
“So? Fein, dann können wir ja wieder schlemmen.”

“Ich gehe ja nur ungern in diesen extra-Markt.”
“Warum? Ich finde den gut, die haben doch alles.”

“Weil das da immer so teuer ist.”
“Aber es ist ein schöner Laden.”

“Schon, aber woanders spart man Geld und bekommt auch seine Sachen.”
“Warum gehst du denn dann nicht woanders einkaufen?”

“Weil die beim extra die Treuepunkte haben.”
“Was?”

“Na Treuepunkte! Man bekommt da immer diese Aufkleber.”
“Ach ja. Ich lehne die immer ab, das ist sowieso alles Nepp.”

“Findest du? Warum?”
“Was kann man damit schon anfangen! Ein Glas Gurken umsonst?”

“Du Schatz?”
“Ja?”

“Wie viele Pfannen haben wir eigentlich?”
“Drei, soweit ich weiß. Wieso?”

“Haben wir auch eine Spiegelei-Pfanne?”
“Ähm, tja… DREI?”

“Nein, ich meine, NUR für Spiegeleier.”
“Schatz, worauf willst du denn hinaus??”

“Für die Treuepunkte bekommt man eine Spiegelei-Pfanne.”
“ACH! Und wie viele Treuepunkte braucht man da? Zweitausend?”

“Nein, man braucht zwanzig Stück!”
“Toll, wer lässt sich denn von so einem Blödsinn…”

“Ich habe schon zwanzig.”
“BITTE? Du hast diese Dinger gesammelt??”

“Natürlich! Ich wollte die Pfanne haben!”
“SCHATZ! Wir wohnen nicht im Louvre, unsere Schränke sind alle voll und wir haben doch drei Pfannen!”

“Aber nicht für Spiegeleier!”
“Na und?? Die kann man doch auch in jeder anderen…”

“Du versteht mal wieder gar nicht, worum es geht!”
“Ach, na da bin ich jetzt aber mal gespannt!”

“Wir brauchen eigentlich keine Pfanne.”
“Ach was! Und?”

“Ich habe jetzt diese Punkte und nun will ich auch was dafür.”
“Na schön! Gut! Und was gibt es da so zur Auswahl?”

“Pfannen.”
“NUR PFANNEN???”

“Ja ICH kann doch auch nichts dafür!”
“SCHATZ! Das ist doch total blöd jetzt!”

“ICH WILL ABER DIE PUNKTE EINLÖSEN!”
“DANN HOL DIR DOCH DIE OLLE PFANNE!!”

“Da muss ich aber dann noch 8,99 EUR zuzahlen.”
“Das darf doch wohl nicht… Schatz, bitte, mein Blutdruck…”

“Ist das denn ein guter Preis für so eine Pfanne?”

Kopfschüttel…

Chat 13 Kommentare »

Appetit auf was Leckeres

21. Juli 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

Appetit auf was LeckeresFeierabend, endlich. Ich bin schon gespannt, was sich meine Liebste für heute abend ausgedacht hat. Sie fragt mich mit ihrem hinreißenden Lächeln.

“Du, was wollen wir denn jetzt machen?”
“Vielleicht essen wir erstmal was, ich hab riesen Hunger.”

“Ja, das ist eine gute Idee. Was denn?”
“Worauf hast du denn Appetit?”

“Hm. Ich weiß nicht. Wollen wir nicht Einkaufen fahren?”
“Einkaufen?? Wir haben den Kühlschrank doch voll!”

“Ja, aber ich möchte WAS RICHTIGES essen.”
“Was Richtiges, ach so, ja… Und WAS ist richtig?”

“Ich weiß auch nicht.”
“Wir haben Brot, wir können essen gehen, wir können Essen bestellen oder ich koche was.”

“Du willst doch jetzt nicht ernsthaft was kochen!”
“Warum denn nicht?? Warauf hast du denn Hunger?”

“Irgendwas leckeres.”
“Ja Schatz, das habe ich mir schon gedacht; also nicht kochen. Essen gehen?”

“Wohin denn? Außerdem waren wir gestern grade essen.”
“Na und? Du wolltest doch…”

“Wir geben viel zu viel Geld fürs Essen gehen aus!”
“Ja aber…”

“Also wenn, dann hier irgendwas in der Nähe.”
“Ich brech zusammen. Also gut. Wie wärs mit Max Bistro? Oder dem Wirtshaus?”

“Alles außer dem Max und dem Wirtshaus.”
“Nee war klar… also noch ein Versuch: Ambiente?”

“Können wir nicht mal irgendwo hingehen, wo wir noch nicht waren!?”
“Mann Schatz, du machst mich echt wahnsinnig!”

“Du kennst dich doch hier viel besser aus, also was denn nun!”
“Ich.. du… OK. Hier die Straße hoch in den kleinen Eckladen?”

“Stimmt, da waren wir noch nicht. Was gibt´s denn da so?”
“WAS LECKERES!”

“Gut. Oder nein, nicht gut…”
“WAS???”

“Ich kann jetzt nicht, gleich kommt Verliebt in Berlin auf Sat1.”

Kopfschüttel…

Chat 1 Kommentar »

Eis für zwei

20. Juli 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

Eis für zweiEs ist ganz schön warm draußen und drinnen; genau die richtige Zeit für ein kaltes Eis nach Feierabend. Es ist aber schon spät geworden.

“Du, wir wollten doch Eis holen.”
“Ja Schatz, aber das war vor zwei Stunden.”

“Heißt das, dass wir jetzt kein Eis mehr holen wollen?”
“Nein, aber der Simonetti hat jetzt bestimmt schon zu.”

“Du wolltest Eis bei Simonetti holen?”
“Ja, warum denn nicht?”

“Bei dem schmeckt das Eis so komisch.”
“Also meins war bisher immer in Ordnung.”

“Hm. Naja aber der hat ja eh schon zu jetzt.”
“Das sagte ich ja. Trotzdem hätte ich gerne eins gehabt.”

“Wir hätten ja früher losgehen können.”
“DAS ist richtig, Schatz! Aber du konntest ja nicht eher!”

“Wenn du gesagt hättest, dass wir Eis holen wollen, dann hätte ich eine Arbeitspause gemacht.”
“Aber ich habe doch gesagt, dass ich ein Eis möchte!”

“Aber nicht, dass wir zu Simonetti gehen müssen!”
“Versteht sich das denn dann nicht von selbst?”

“Nein.”
“Und das Eis kommt also von ganz alleine von Simonetti zu uns, oder wie?”

“Haha. Wir hätten ja auch Eis von McDonalds holen können. Da ist die Soße so lecker.”
“Ja aber Schatz, wir haben doch eine Eisdiele vor der Tür und zu McDonalds müssen wir fahren…”

“Ja, aber der Simonetti hat doch zu.”
“Hatte er aber vor zwei Stunden noch nicht.”

“Holen wir jetzt Eis von McDonalds?”
“Na gut, warum nicht. Fahren wir also.”

“Ach nee, bis wir von McDonalds wieder hier sind, ist das Eis schon geschmolzen.”

Kopfschüttel…

Chat Kommentare deaktiviert

Krabbensalat

26. Juni 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

KrabbensalatAbends essen wir immer gemeinsam.
Es ist immer eine schöne halbe Stunde, die uns erwartet, wenn der Arbeitstag vorbei ist.

“Schatz, möchtest du noch was von dem Krabbensalat?”
“Nein, iss ruhig.”

“Nie isst du Krabbensalat. Magst du den denn nicht?”
“Doch. Mag ich auch.”

“Dann iss du doch den Rest hier. Komm.”
“Nein, du kannst ihn ruhig auffuttern.”

“Ich will dir aber nichts wegessen!”
“Tust du ja auch nicht. Ich möchte jetzt keinen.”

“Also ich gebe dir die Hälfte ab, ja?”
“Nein. Ich esse hier gerade Käse.”

“Das sagst du jetzt nur, weil du willst, dass ich den Krabbensalat esse!”
“Ja, das stimmt”.

“Also willst du ihn eigentlich doch?”
“Nein! Iss jetzt den Krabbensalat!”

“Dann ist er aber leer!”
“Ja doch. Dann ist er leer. Und wir kaufen einen neuen.”

“Warum? Du kannst doch jetzt welchen haben!”

Kopfschüttel…

Chat 2 Kommentare »

Total verfressen

27. Dezember 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

Total verfressenMeine Liebste und ich klappern über die Feiertage unsere Familien und Freunde ab. Insbesondere bei unseren Eltern gibt es natürlich jedesmal reichlich zu essen, das heißt: Kräfte einteilen! Wir haben bereits den ersten Gang hinter uns.

“Gibt es bei euch Weihnachten immer Rouladen?”
“Ja Süße. Seit ich denken kann, macht meine Ma die jedes Jahr.”

“Die sind sehr gut; kriegt jeder nur eine?”
“Da liegen doch noch welche, nimm dir doch noch.”

“Aber wir sind sechs Leute und da liegen nur noch vier.”
“Und? Meine Schwester isst immer nur eine, und meine Ma auch.”

“Was??”
“Wie was? Die beiden essen jedes Jahr eben nur eine.”

“Dann kann ich doch nicht zwei essen!”
“Und warum nicht?”

“Das sieht ja total verfressen aus!”
“Ach was, wenn´s dir schmeckt, dann nimm doch.”

“Nimmst du auch noch eine?”
“Nein, ich hatte schon zwei, es reicht.”

“Na gut, dann gib mir noch eine.”
“Auch Soße?”

“Ja klar, auch Soße.”
“Vielleicht auch noch einen Kloß?”

“Ja, Klöße gehören dazu.”
“Also einen Kloß, bitte sehr…”

“Sollen wir den Kloß nicht teilen?”
“Nein.”

“Warum denn nicht?”
“Schatz, ich bin echt satt, danke.”

“Hier, ich schneide dir die Hälfte ab, ja?”
“Nein, ich möchte deinen halben Kloß nicht, wirklich.”

“Ich schaffe aber keinen ganzen mehr!”
“Du hast ihn dir aufgeladen, also.”

“Aber ich schaffe den doch nicht mehr jetzt.”
“Himmel, dann frag meinen Vater, ob der vielleicht…”

“Ich frage doch nicht deinen Vater!”
“Und warum nicht? Der verdrückt den Kloß schon noch!”

“Den halben.”
“Was?”

“Na einen halben Kloß möchte ich ja selber futtern.”
“Iss doch einfach, was du magst und den Rest…”

“…soll ich dann liegen lassen, nee!”
“Schatz, dein Essen wird kalt.”

“Kann ich auch noch etwas Rotkohl haben?”
“Wie bitte?? Ich denke, du schaffst das sowieso nicht?”

“Rotkohl ist doch etwas völlig anderes!”
“Wieso ist das was anderes??”

“Der flutscht. Und dann sind die Klöße nicht so trocken.”
“Die Klöße sind dir zu trocken?”

“Nicht so laut! Die sind gut, aber zu Klößen gehört Soße.”
“Na schön, hier hast du den Rotkohl. Und nochmal die Soße.”

“Willst du nicht doch noch den halben Kloß?”
“Nein Schatz. Danke.”

“Du könntest das ruhig mal für mich tun.”
“Was? Einen halben Kloß essen??”

“Nein, mich nicht so doof aussehen lassen.”
“Schatz! Du lädtst dir den Teller voll, und ich soll dann…”

“Wenn ich mein Essen nicht schaffe, denken deine Eltern, es würde mir nicht schmecken.”
“Dann sag ihnen doch, dass es dir schmeckt!”

“Oder es sieht gierig aus, wenn ich was über lasse.”
“Quatsch!”

“Die Roulade schaffe ich auch nicht, glaube ich…”
“Och nee, das darf doch wohl nicht wahr sein!”

“Los, hilf mir jetzt, ich kann nicht mehr!”
“Na gut, gib mir den halben Kloß rüber.”

[Erwartet hatte ich, dass meine Liebste den Kloß aufspießt und zu mir verfrachtet. Allerdings greift sie sich flink meinen beinahe sauber geleckten Teller und tauscht ihn mit ihrem, der noch voll beladen ist mit Rotkohl, Klößen, bergeweise Soße und einer halben Roulade.]

“Lass es dir schmecken!”
“Schatz, ich dachte eigentlich…”

“Jetzt sei still und stell dich nicht so an…”
“Ich wollte doch aber nur noch einen halben…”

[Mit großer Mühe versuche ich, denn Teller zu leeren. Jeder Versuch, das Besteck vorzeitig abzulegen, wird gleich mit einem gekonnten Tritt unter dem Tisch von meiner Liebsten vereitelt.]

“Siehste, jetzt hast du es geschafft! War doch nicht schlimm!”
“Nein, es war lecker, aber viel zu viel. Ich platze…”

“Mal sehen, wie der Nachtisch schmeckt; Eis mit Mandarinen!”
“WAS?? Es gibt auch noch Nachtisch?”

“Klar! Hier liegen doch die kleinen Löffel, schau!”
“Und woher weißt du, was es gibt?”

“Ich habe vorhin in der Küche deine Ma gefragt.”
“Das Eis schaffe ich echt nicht mehr, keine Chance!”

“Ich habe extra noch Platz für den Nachtisch gelassen.”
“Aha, aber ich nicht, dummerweise…”

“Warum isst du denn dann auch so viel!?”

Kopfschüttel…

23 Kommentare »

Bitte, bitte, bitte!

18. Dezember 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

Bitte, bitte, bitte!Meine Liebste und ich schlendern über den schönen Bremer Weihnachtsmarkt. Neben den vielen kleinen Krimskramshäuschen, die selbstverständlich alle ausgiebig begutachtet werden, gibt es natürlich auch jede Menge Imbiss-Buden mit allerlei delikaten Leckereien.
Das macht Appetit!

“Ich habe ein bisschen Hunger, du auch?”
“Ja Süße, ich könnte eine Kleinigkeit vertragen.”

“Was denn?”
“Also ich möchte eigentlich nur eine schlichte Bratwurst essen.”

“Hm. Ja, vielleicht.”
“Komm, der Grill da vorne sieht gut aus, wir schauen mal.”

[Ich ziehe meine Liebste in die Richtung der verführerisch aussehenden Bratwurstbude. 5 Leute stehen in weiß-roten Kochschürzen hinter dem Tresen und servieren Bratwurst, Krakauer, Nürnberger, Pommes und viele Dinge mehr.]

“Möchtest du eine?”
“Ja, also ich schon, und du?”

“Ich weiß nicht…”
“Die sehen ganz gut aus, komm, ich kaufe dir auch eine.”

“Nee, ich weiß nicht so richtig.”
“Keine Bratwurst? Was anderes?”

“Was könnte ich denn noch essen? Hm…”
“Also ich…”

“Jaja, bestell du dir erst einmal eine.”
“Und du nicht? Ganz sicher?”

“Ich finde gleich schon noch was anderes.”
“Na gut, wie du meinst, Schatz.”

[Ich bestelle mir eine Bratwurst im Brötchen. 2,30 EUR. Daraufhin begrabe ich das Würstchen noch unter einen riesigen Berg Senf. Ich weiß, es ist Schweinkram, aber trotzdem superlecker...]

“Guten Appetit!”
“Danke Schatz!”

“Darf ich mal abbeißen?”
“Ähm, darf ich vielleicht selbst erst einmal?”

“Nur ein kleines Stück, bitte, bitte, bitte!”
“Na gut, hier.”

[Meine Liebste pustet zunächst - gefühlte 5 Minuten lang - auf der ihr zugewendeten Seite des Würstchens herum. Dann beißt sie sehr langsam und vorsichtig hinein, um sich nicht die Zunge zu verbrennen.]

“Die schmeckt aber!”
“So? Komm, ich bestell dir auch eine.”

“Nein, nein, ich wollte ja nur mal probieren.”
“Also gut, wie du meinst.”

“Darf ich die andere Seite auch noch?”
“Was?”

“Na von dem Würstchen, die andere Seite.”
“Schatz! Ich dachte, du wolltest nur prob…”

“…ja, nur noch einmal, dann reicht es auch.”
“Also schön, hier. Die andere Seite. Ist es so recht?”

[Meine Liebste ist jetzt mutiger. Mit einem Biss säbelt sie das ganze hervorstehende Bratwurststück an der anderen Kante des Brötchens ab und steht anschließend mit gut gefülltem Mund kauend vor mir. Mit leicht fassungslosem Blick starre ich sie an.]

“Also ich muss sagen, die ist wirklich nicht schlecht.”
“Ja… Ich werde dann jetzt auch mal, SCHATZ!”

“Lass es dir schmecken!”
“Danke…”

“Du?”
“Nein, geh weg!”

“Was denn??”
“Hol dir deine eigene, diese hier esse ICH jetzt! Beziehungsweise, was davon noch übrig ist…”

“Aber ich wollte doch nur…”
“Du wolltest nur noch ein kleines Stück probieren, iss schon klar!”

“Aber ich will dir doch nichts wegessen!?”
“Tust du aber! Du wolltest doch keine Bratwurst!”

“Doch, aber keine ganze.”
“Ach! Jetzt plötzlich??”

“Ja, weil ich doch auch noch andere Sachen probieren will.”
“So eine Bratwurst ist doch nun wirklich nicht viel?”

“Aber das Brötchen, das ist immer so mächtig dann.”
“Dann wirf es doch weg!”

“Nein, das macht man nicht!”
“Himmel… Bestell doch einfach eine Bratwurst OHNE Brötchen.”

“Magst du denn die Brötchen?”
“Ja. Naja meistens.”

“Dann bestelle ich mir jetzt auch eine MIT Brötchen.”
“Was soll denn das jetzt??”

“Und du kriegst dann eben mein Brötchen.”
“Nee! Ich will doch gar kein Brötchen!”

“Na gut, dann bestelle ich eben nicht!”
“und was jetzt?”

“Dann lass mich noch mal bei dir abbeißen, ja?”

Kopfschüttel…

31 Kommentare »

Von allem einfach reichlich

30. November 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

Von allem einfach reichlichMeine Liebste und ich haben beschlossen: jetzt fängt die Weihnachtszeit an! Nach diversen Überlegungen, wie wir jetzt unsere Wohnung entsprechend mit Weihnachtskram vollhängen, haben wir uns dann doch für die schönste aller Vorbereitungen entschieden: das Kekse backen.

“Wollen wir denn dann jetzt mal?”
“Ja Süße, ich habe in der Küche schon was vorbereitet.”

“Ich freue mich richtig drauf!”
“Ich auch, mal sehen; Backen ist ja nicht so deine Stärke…”

“Naja gut, aber ich halte mich immer streng an die Rezepte.”
“Was hast du dir denn eigentlich ausgesucht?”

“Ja Kekse eben. Die man so mag.”
“Schatz, Kekse sind nicht gleich Kekse!”

“Du hast zu mir gesagt: such dir mal was aus.”
“Das stimmt, und was denn nun?”

“Vanillekipferl.”
“Oh nein! Die sind ganz schön aufwendig.”

“Gar nicht! Und Zimtsterne.”
“Oh, oh… Hast du dir auch irgendetwas Normales ausgesucht?”

“Ja.”
“Und?”

“Nussecken.”
“Nussecken?? Schatz, das sind ja alles total aufwendige Kekse!”

“Aber die mag ich am liebsten.”
“Hast du dafür auch alle Zutaten gekauft gestern?”

“Natürlich! Ich habe extra einen Taschenrechner mitgenommen.”
“Du hast einen Taschenrechner zum Kekse backen gekauft?”

“Nein, ich habe einen zum Einkaufen mitgenommen.”
“Schatz, die haben jetzt schon moderne Kassen, die…”

“Blödmann! Ich habe damit die Mengen berechnet.”
“Was?”

“Naja Mehl, Eier, Nüsse, Zucker und das alles.”
“Dafür hast du einen Taschenrechner gebraucht??”

“Wieso nicht? Jetzt haben wir wenigstens genug von allem.”
“Und wie hast du dann 768 Gramm Mehl gekauft?”

“Habe ich nicht. Ich habe von allem einfach reichlich gekauft.”
“Trotz Taschenrechner??”

“Ich habe extra mehr genommen für den Fall, dass ich mich verrechnet oder verlesen habe.”
“Ja aber… Na gut, was soll´s. Lass uns anfangen.”

[Die Küche steht voll mit Schüsseln, Schälchen, Backblechen, Backpapier und natürlich tausend Zutaten. Zwischen den ganzen Sachen liegt ein großes rotes Weihnachtsbackbuch, das aussieht, als hätte es schon mindestens 50 Jahre auf dem Buckel.]

“Das hat schon meine Oma gehabt, das Backbuch!”
“Ist das denn nach der Euroumstellung überhaupt noch gültig?”

“Ach? Kann das… DU BLÖDMANN, DU BLÖDER!”
“Haha! Reingefallen!”

“Wir fangen jetzt mit den Vanillekipferl an.”
“Gut! Lass uns alle Zutaten in die Küchenmaschine tun.”

“Och nee!”
“Was denn??”

“Nicht die doofe Maschine, die habe ich noch nie benutzt.”
“Na und? Es ist doch viel leichter damit!?”

“Das passt aber nicht zum romantischen Kekse backen.”
“Romant… OK. Dann knetest du eben alles mit den Händen.”

“Wieso denn ich??”
“Ja du willst ja die Maschine nicht!”

“Ich habe gestern gerade meine Nägel gemacht.”
“Schatz, das ist doch wohl…”

“Kannst du das nicht machen? Bitte, bitte, bitte!”
“Ich wollte jetzt eigentlich die Nüsse schälen.”

“Ach, muss man die schälen? – MANN, DU BIST SO DOOF!”
“Haha! Wieder reingefallen!”

“Schatz, bitte, kannst du denn nicht kneten?”
“Was jetzt genau?”

“Nicht, was du denkst! Macho!”
“Machos kneten keinen Kipferl-Teig.”

“Jetzt hör auf, das soll doch hier alles nett und lustig sein!”
“Du meinst nette Zimtsterne und lustige Nussecken?”

“MAAAAAANNNN!!”
“Schon gut, schon gut. Ich knete ja. Gib mal die Mandeln.”

“Gleich, ich muss vorher noch die Tüte falten.”
“Was?”

“Die Mandeltüte. Da sind 300 Gramm drin.”
“Ähm… Wir brauchen 150 Gramm.”

“Eben, darum falte ich sie ja.”
“Um dann was zu tun?”

“Ich schneide sie in der Mitte durch und habe die Hälfte.”
“Ach was, das mache ich nach Gefühl, gib…”

“Nein! Du hast gesagt, Vanillekipferl sind schwer, also!”
“Haben wir eigentlich auch Rum?”

“Rum? Nee, den brauchen wir nicht für die Kekse.”
“Nein, aber für mich, wenn das so weiter geht…”

[Die folgenden Stunden machen großen Spaß! Ich knete und knete und rolle Teig aus und kümmere mich um alle lästigen Sachen. Meine Liebste ist verantwortlich für die genauen Mengen der Zutaten, und sie nimmt es sehr genau. Die Diskussion darüber, dass man ja schließlich mit einem Messbecher nur total ungenau 150 Gramm Zucker abschätzen könne, sowie das Ausstechen der klebrigen Zimtsterne erspare ich Ihnen jetzt hier...]

“La lala laa! Super, jetzt noch die Nussecken, ja?”
“Ich bin schon dabei, wo sind denn die Haselnüsse?”

“Na da! Direkt vor deiner Nase.”
“Nein, ich meine die gemahlenen.”

“Wieso? Im Rezept stand 400 Gramm Haselnüsse.”
“Ja, aber doch GEMAHLENE! Die hier sind ja ganz!”

“Ach so, das wusste ich nicht. Na und?”
“Süße, ich kann doch nicht 400 Gramm GANZE Nüsse in den Teig…”

“Warum denn nicht? Andere haben wir doch nicht.”
“Ja was sollen das denn für Nussecken werden??”

“Wir haben doch das Caipirinha-Set.”
“Was? Wie kommst du denn jetzt darauf?”

“Können wir denn die Nüsse nicht, also so wie die Limetten beim Caipi?”
“Ach! Und dann vielleicht noch Cachaca drüber?”

“Schmeckt denn das??”
“SCHATZ!!”

“Und jetzt?”
“Jetzt schütten wir einfach Mandeln rein, die haben wir noch.”

“Das geht ja wohl nicht!”
“Warum denn nicht?”

“Dann sind es ja keine Nussecken, sondern Mandelecken.”
“Die schmecken dann doch aber auch!”

“Ich wollte aber Nussecken.”
“Und ich wollte einfach nur Kekse und keinen Schnickschnack!”

“Der Schnickschnack hier bist du!”
“Und du bist eine wandelnde Mandelmadame mit Mehl am T-Shirt!”

“Ich will Nussecken!”
“Kriegst du nicht, kriegst du nicht!”

“Mann, du gehst mir echt auf die Nüsse!”

Kopfschüttel…

15 Kommentare »

Würde ich ja nicht machen!

21. Oktober 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

Würde ich ja nicht machen!Meine Liebste und ich sitzen am liebevoll gedeckten Frühstückstisch. Es ist alles da: Orangensaft, frische Eier, leckere Brötchenbeläge in Hülle und Fülle…
Und das ganz Besondere daran: meine Liebste hat alles alleine gemacht, um mich zu überraschen. Toll! Nur die Brötchen selbst, die hat sie heute aufgebacken.

“Hmm, lecker! Frühstücken ist einfach wunderbar!”
“Ja Schatz, und vor allem so ein toller Frühstückstisch.”

“Habe ich gut gemacht, oder?”
“Ja, ausgezeichnet, dankeschön. Sehr gut.”

“Ich hab dich lieb.”
“Ich dich auch, Maus.”

“Soll ich dir mal ein Brötchen rüberreichen? Sind noch warm!”
“Oh ja, das da links bitte.”

[Meine Liebste reicht mir den Brötchenkorb.]

“Guten Appetit!”
“Danke, dir auch!”

[Ich liebe ja Roggen-Vollkorn. Das Brötchen ist noch lauwarm und dampft ein wenig beim Aufschneiden. Jetzt noch eine Scheibe von dem stinkigen Höhlenkäse drauf...]

“Willst du da jetzt etwa den Stinker drauflegen?”
“Ähm… Ja? Warum denn nicht?”

“Würde ich ja nicht machen.”
“Wieso denn nicht?”

“Also ich finde den Käse für dieses Brötchen zu herb.”
“Aber ich esse doch immer diesen Käse auf Roggen!”

“Nimm doch lieber etwas Süßes. Erdbeermarmelade oder so.”
“Süßes esse ich – wenn überhaupt – nur zum Schluss.”

“Mach es doch heute mal anders!”
“Ich will aber jetzt keine Marmelade!”

“Dann nimm Nutella.”
“Ich will doch aber lieber Käse!”

“Du solltest aber besser Nutella nehmen.”
“Kannst du dich denn nicht um DEIN eigenes Brötchen kümmern?”

“Na gut! Ich wollte dir ja nur etwas Gutes tun!”
“Manchmal bist du wirklich seltsam, Schatz.”

[Ich nehme also den Höhlenkäse, obwohl mich meine Liebste schon etwas verunsichert hat. Auf was für Ideen sie manchmal kommt! Ich sage ihr ja auch nicht, was sie essen soll und was nicht. Sie wird es sicher nur gut gemeint haben, was auch immer da in ihrem hübschen Köpfchen vorgegangen sein mag. Frauen...]

“Willst du jetzt reinbeißen?”
“Das hatte ich vor, ja, aber du lässt mich ja nicht!”

“Ich wollte dich doch nur…”

[Genussvoll beiße ich in das leckere, warme, knusprige Roggenbrötchen mit Höhlenkäse und kaue darauf herum.]

“Also irgendwie schmeckt das anders…”

“Ich habe es dir gesagt!”
“Komisch, irgendwie süßlich, dabei habe ich doch gar nicht…”

“ABER ICH HABE ES DIR GESAGT!”
“Schmeckt nach… SCHOKOLADE! Wie kann denn…”

“Naja, also…”
“HAST DU DAMIT WAS GEMACHT??”

“Die heißen Brötchen habe ich eben aus Versehen auf die Schoko-Croissants gelegt und dann...”

Kopfschüttel…

14 Kommentare »

Worum es eigentlich geht

11. Oktober 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

Worum es eigentlich gehtMeine Liebste war heute einkaufen. Nachdem der Kühlschrank eine bedenkliche Leere erreicht hatte, war das auch mal wieder notwendig und ich bin froh, dass sie das übernommen hat. Prima, Kühlschrank wieder voll!

“Du, ich habe alles mögliche mitgebracht.”
“So? Fein, dann können wir ja wieder schlemmen.”

“Ich gehe ja nur ungern in diesen extra-Markt.”
“Warum? Ich finde den gut, die haben doch alles.”

“Weil das da immer so teuer ist.”
“Aber es ist ein schöner Laden.”

“Schon, aber woanders spart man Geld und bekommt auch seine Sachen.”
“Warum gehst du denn dann nicht woanders einkaufen?”

“Weil die beim extra die Treuepunkte haben.”
“Was?”

“Na Treuepunkte! Man bekommt da immer diese Aufkleber.”
“Ach ja. Ich lehne die immer ab, das ist sowieso alles Nepp.”

“Findest du? Warum?”
“Was kann man damit schon anfangen! Ein Glas Gurken umsonst?”

“Du Schatz?”
“Ja?”

“Wie viele Pfannen haben wir eigentlich?”
“Drei, soweit ich weiß. Wieso?”

“Haben wir auch eine Spiegelei-Pfanne?”
“Ähm, tja… DREI?”

“Nein, ich meine, NUR für Spiegeleier.”
“Schatz, worauf willst du denn hinaus??”

“Für die Treuepunkte bekommt man eine Spiegelei-Pfanne.”
“ACH! Und wie viele Treuepunkte braucht man da? Zweitausend?”

“Nein, man braucht zwanzig Stück!”
“Toll, wer lässt sich denn von so einem Blödsinn…”

“Ich habe schon zwanzig.”
“BITTE? Du hast diese Dinger gesammelt??”

“Natürlich! Ich wollte die Pfanne haben!”
“SCHATZ! Wir wohnen nicht im Louvre, unsere Schränke sind alle voll und wir haben doch drei Pfannen!”

“Aber nicht für Spiegeleier!”
“Na und?? Die kann man doch auch in jeder anderen…”

“Du versteht mal wieder gar nicht, worum es geht!”
“Ach, na da bin ich jetzt aber mal gespannt!”

“Wir brauchen eigentlich keine Pfanne.”
“Ach was! Und?”

“Ich habe jetzt diese Punkte und nun will ich auch was dafür.”
“Na schön! Gut! Und was gibt es da so zur Auswahl?”

“Pfannen.”
“NUR PFANNEN???”

“Ja ICH kann doch auch nichts dafür!”
“SCHATZ! Das ist doch total blöd jetzt!”

“ICH WILL ABER DIE PUNKTE EINLÖSEN!”
“DANN HOL DIR DOCH DIE OLLE PFANNE!!”

“Da muss ich aber dann noch 8,99 EUR zuzahlen.”
“Das darf doch wohl nicht… Schatz, bitte, mein Blutdruck…”

“Ist das denn ein guter Preis für so eine Pfanne?”

Kopfschüttel…

13 Kommentare »

Appetit auf was Leckeres

21. Juli 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

Appetit auf was LeckeresFeierabend, endlich. Ich bin schon gespannt, was sich meine Liebste für heute abend ausgedacht hat. Sie fragt mich mit ihrem hinreißenden Lächeln.

“Du, was wollen wir denn jetzt machen?”
“Vielleicht essen wir erstmal was, ich hab riesen Hunger.”

“Ja, das ist eine gute Idee. Was denn?”
“Worauf hast du denn Appetit?”

“Hm. Ich weiß nicht. Wollen wir nicht Einkaufen fahren?”
“Einkaufen?? Wir haben den Kühlschrank doch voll!”

“Ja, aber ich möchte WAS RICHTIGES essen.”
“Was Richtiges, ach so, ja… Und WAS ist richtig?”

“Ich weiß auch nicht.”
“Wir haben Brot, wir können essen gehen, wir können Essen bestellen oder ich koche was.”

“Du willst doch jetzt nicht ernsthaft was kochen!”
“Warum denn nicht?? Warauf hast du denn Hunger?”

“Irgendwas leckeres.”
“Ja Schatz, das habe ich mir schon gedacht; also nicht kochen. Essen gehen?”

“Wohin denn? Außerdem waren wir gestern grade essen.”
“Na und? Du wolltest doch…”

“Wir geben viel zu viel Geld fürs Essen gehen aus!”
“Ja aber…”

“Also wenn, dann hier irgendwas in der Nähe.”
“Ich brech zusammen. Also gut. Wie wärs mit Max Bistro? Oder dem Wirtshaus?”

“Alles außer dem Max und dem Wirtshaus.”
“Nee war klar… also noch ein Versuch: Ambiente?”

“Können wir nicht mal irgendwo hingehen, wo wir noch nicht waren!?”
“Mann Schatz, du machst mich echt wahnsinnig!”

“Du kennst dich doch hier viel besser aus, also was denn nun!”
“Ich.. du… OK. Hier die Straße hoch in den kleinen Eckladen?”

“Stimmt, da waren wir noch nicht. Was gibt´s denn da so?”
“WAS LECKERES!”

“Gut. Oder nein, nicht gut…”
“WAS???”

“Ich kann jetzt nicht, gleich kommt Verliebt in Berlin auf Sat1.”

Kopfschüttel…

1 Kommentar »

Eis für zwei

20. Juli 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

Eis für zweiEs ist ganz schön warm draußen und drinnen; genau die richtige Zeit für ein kaltes Eis nach Feierabend. Es ist aber schon spät geworden.

“Du, wir wollten doch Eis holen.”
“Ja Schatz, aber das war vor zwei Stunden.”

“Heißt das, dass wir jetzt kein Eis mehr holen wollen?”
“Nein, aber der Simonetti hat jetzt bestimmt schon zu.”

“Du wolltest Eis bei Simonetti holen?”
“Ja, warum denn nicht?”

“Bei dem schmeckt das Eis so komisch.”
“Also meins war bisher immer in Ordnung.”

“Hm. Naja aber der hat ja eh schon zu jetzt.”
“Das sagte ich ja. Trotzdem hätte ich gerne eins gehabt.”

“Wir hätten ja früher losgehen können.”
“DAS ist richtig, Schatz! Aber du konntest ja nicht eher!”

“Wenn du gesagt hättest, dass wir Eis holen wollen, dann hätte ich eine Arbeitspause gemacht.”
“Aber ich habe doch gesagt, dass ich ein Eis möchte!”

“Aber nicht, dass wir zu Simonetti gehen müssen!”
“Versteht sich das denn dann nicht von selbst?”

“Nein.”
“Und das Eis kommt also von ganz alleine von Simonetti zu uns, oder wie?”

“Haha. Wir hätten ja auch Eis von McDonalds holen können. Da ist die Soße so lecker.”
“Ja aber Schatz, wir haben doch eine Eisdiele vor der Tür und zu McDonalds müssen wir fahren…”

“Ja, aber der Simonetti hat doch zu.”
“Hatte er aber vor zwei Stunden noch nicht.”

“Holen wir jetzt Eis von McDonalds?”
“Na gut, warum nicht. Fahren wir also.”

“Ach nee, bis wir von McDonalds wieder hier sind, ist das Eis schon geschmolzen.”

Kopfschüttel…

Kommentare deaktiviert

Krabbensalat

26. Juni 2006, aus der Schublade Essen und Trinken

KrabbensalatAbends essen wir immer gemeinsam.
Es ist immer eine schöne halbe Stunde, die uns erwartet, wenn der Arbeitstag vorbei ist.

“Schatz, möchtest du noch was von dem Krabbensalat?”
“Nein, iss ruhig.”

“Nie isst du Krabbensalat. Magst du den denn nicht?”
“Doch. Mag ich auch.”

“Dann iss du doch den Rest hier. Komm.”
“Nein, du kannst ihn ruhig auffuttern.”

“Ich will dir aber nichts wegessen!”
“Tust du ja auch nicht. Ich möchte jetzt keinen.”

“Also ich gebe dir die Hälfte ab, ja?”
“Nein. Ich esse hier gerade Käse.”

“Das sagst du jetzt nur, weil du willst, dass ich den Krabbensalat esse!”
“Ja, das stimmt”.

“Also willst du ihn eigentlich doch?”
“Nein! Iss jetzt den Krabbensalat!”

“Dann ist er aber leer!”
“Ja doch. Dann ist er leer. Und wir kaufen einen neuen.”

“Warum? Du kannst doch jetzt welchen haben!”

Kopfschüttel…

2 Kommentare »







Blog der Woche