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Auf die Größe kommt es an

22. Juni 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich haben am Abend noch ein wenig Hunger; also raffe ich mich mal auf und koche eine simple, aber leckere Reispfanne mit asiatischem Gemüse, scharfer Soße und Pute.
OK, obwohl es nur eine Kleinigkeit werden sollte, ist die Pfanne nun doch recht voll geworden…

“Schatz, was soll denn das??”
“Was denn, Süße?”

“Du hast ja für eine ganze Kompanie gekocht!”
“Das ging irgendwie nicht anders, ich weiß auch nicht, also…”

“Wir wollten doch Diät machen!”
“Ach ja?? Wollten wir??”

“Ja.”
“Wofür willst du Bohnenstange denn eine Diät machen??”

“Ich dachte dabei weniger an mich.”
“Ähm…”

“Außerdem bin ich keine Bohnenstange!”
“Das heißt also, dass eher ich…”

“Genau, an dich habe ich dabei eigentlich gedacht.”
“Aber…”

“Ich würde dann eben aus Solidarität mitmachen.”
“Aha, das ist aber sehr nett…”

“Ja. So bin ich, kannste mal sehen!”
“Aber das ist doch ein relativ fettarmes Gericht, so eine Reispfanne?”

“Ja, das stimmt.”
“Nur ein bisschen viel vielleicht…”

“Es geht ja eigentlich nicht um die Menge.”
“Nicht?”

“Nein. Und um den Fettgehalt auch nicht.”
“Aha… Sondern??”

“Es geht um die Größe.”
“Die Größe?? Schatz, ich habe die Reiskörner nicht selber gemacht!”

“Ich meine doch nicht den Reis!”
“Was denn??”

“Ich meine die Teller.”
“Die Teller?? Was ist denn damit??”

“Die sind zu groß.”
“Aber die benutzen wir doch immer??”

“Ja, aber die sind eben zu groß.”
“Zu groß wofür??”

“Für deine Diät.”
“Also eben war es noch UNSERE Diät!?”

“Unsere, von mir aus. Aber eben doch mehr deine.”
“Und WER nölt immer rum, dass er nirgendwo mehr rein passt??”

“Ich ja wohl nicht!”
“NEEEEIIINN, DU natürlich nicht!!”

“Tue ich auch nicht.”
“Dann muss ich das wohl geträumt haben die letzten Jahre!”

“Das kommt nur, weil du mir nie richtig zuhörst.”
“Also schön, dann höre ich jetzt noch einmal ganz genau zu.”

“Bei was??”
“WARUM sind jetzt die Teller plötzlich nicht geeignet??”

“Die sind zu groß.”
“Das sagtest du bereits.”

“Und was gibt´s da jetzt nicht zu verstehen??”
“Ich wollte eigentlich nicht den Teller essen, sondern was drauf ist!”

“Aber große Teller macht man sich immer viel voller, als kleine.”
“Aha.”

“Und deshalb nimmt man kleine Teller, wenn man Diät macht.”
“Hier muss aber niemand eine Diät machen!”

“Doch, du!”
“Ich gar nicht!”

“Zumindest mehr, als ich.”
“In Gottes Namen, von mir aus. Darf ich jetzt essen??”

“Von dem Teller da??”
“Von diesem Teller, ja.”

“Du nimmst deine Diät ja gar nicht ernst.”
“Ich weiß ja auch erst seit 5 Minuten davon!!”

“Soll ich dir einen kleinen Teller holen?”
“Nein.”

“Aber das hilft!”
“Ich tue einfach weniger auf DIESEN Teller, ist das in Ordnung?”

“Das ist aber nicht konsequent.”
“Schön, damit werde ich heute leben können. Und du?”

“Was und ich?”
“Kannst auch DU damit leben, dass ich von DIESEM Teller esse??”

“Ja.”
“Na Gott sei Dank.”

“Aber ich hole mir einen kleinen Teller. Als Vorbild sozusagen.”
“Schön. Ich bin begeistert.”

“Und einen großen Löffel bringe ich dann auch noch mit.”
“Löffel?? Da ist doch einer drin??”

“Das kleine Ding?? Da kriegt man ja nichts mit auf den Teller!”

Kopfschüttel…

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Na schön, dann backe ich

4. Juni 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich schauen am Abend so nebenbei im Fernsehen N24 Wissen; es wird eine Reportage geboten, wie man einen perfekten Schokoladenkuchen backt.
Es treten eine junge Dame und ein französischer Chocoladier an, um zu zeigen, wie man es (nicht) macht…

“Schokoladenkuchen, so was Einfaches…”
“Kannst du denn Schokokuchen backen, Süße?”

“Natürlich.”
“Und warum backst du dann nie einen?”

“Weil ich den nicht so gerne esse.”
“Aber ich!”

“Du??”
“Na klar mag ich Schokoladenkuchen!”

“Ich dachte, du magst nur Käsekuchen??”
“Mag ich auch.”

“Na schön, dann backe ich dir eben mal einen.”
“Echt?? Super! Da freue ich mich aber!”

“Aber ich mache das nicht so, wie die da im Fernsehen!”
“Nicht?”

“Nein! Und außerdem mag ich die Tusse da nicht.”
“Wieso? Was ist denn mit der?”

“Die ist doof.”
“Ah… Verstehe. Weil sie gut aussieht, oder warum?”

“Die sieht gut aus??”
“Naja, also…”

“DIE da? Du findest, dass DIE gut aussieht??”
“Gut ist vielleicht übertrieben formuliert, also ich meine…”

“Außerdem meine ich nicht ihr Aussehen, sondern die Stimme.”
“Ähm…”

“Dieses Gepiepse, schrecklich!”

[Meine Liebste greift sich kurzentschlossen die Fernbedienung und stellt den Fernseher auf stumm; folglich hört man nun nichts mehr von der Reportage...]

“So ist´s besser.”
“Schatz, ähm… Jetzt hören wir doch aber nichts mehr!?”

“Na und?”
“Ich würde aber eigentlich schon ganz gerne hören, was die da…”

“Da braucht man nichts hören, vor allem die Piepsstimme nicht.”
“Und der Chocoladier? Ich meine, er ist doch der Fachmann und…”

“Den kann ich auch nicht leiden.”
“Den auch nicht?? Was stimmt denn mit dem jetzt nicht??”

“Der macht so ein komisches Gesicht.”
“Und was ist da jetzt so komisch, bitte??”

“Der hat so ein Langhannes-Bohnen-Gesicht.”
“Der hat was??”

“Na guck ihn dir doch mal an!”
“Ich habe bisher eigentlich mehr auf seine Backkünste geachtet…”

“Und ich dachte, du hättest mehr auf die Piepserine geachtet!”
“Nein, habe ich NICHT! Ich finde es interessant, wie man Schokoku…”

“Das brauchst du nicht wissen, ich backe den ja.”
“Aber…”

“Nichts aber! Boah, ich kann den Typen nicht mehr sehen, echt!”

[Meine Liebste greift sich erneut die Fernbedienung und drückt den Aus-Knopf. Wie zu erwarten war, verdunkelt sich das ohnehin schon stumme Bild und man sieht: nichts mehr.]

“Was für eine Erleichterung…”
“Ähm… Schatz, du hast den Fernseher ausgemacht?”

“Ja.”
“Heißt das, dass wir die Reportage jetzt NICHT weiter anschauen?”

“Das heißt es.”
“Aber ICH würde das schon gerne sehen!?”

“Wozu denn??”
“Weil es mich interessiert!”

“Du willst das ja nur sehen, damit du mich kritisieren kannst!”
“Ich würde niemals deine Backkünste kritisieren!”

“Ich backe doch aber so gut wie nie!”
“Das ist ein Grund mehr, möglichst wenig daran zu kritisieren.”

“Also du kritisierst mich nicht, nur damit ich weiterhin backe??”
“Nein, ich meine das eher, also, ich wollte sagen, dass…”

Blödmann!”
“Aber…”

“…und weißt du, was?!”
“Ähm, was denn?”

“Du kannst dir deinen blöden Schokokuchen selber backen!”
“Aber ich kann doch gar keinen Schokoladenkuchen backen??”

“Dann lernste das eben!”
“Wollte ich ja, aber du hast ja den Fernseher ausgemacht!?”

“Na und??”
“Wie soll ich das denn dann jetzt lernen??”

“Kannst mich ja fragen!?”
“Und DU würdest mir das erklären?”

“Nein. Aber fragen darfst du ruhig!”

Kopfschüttel…

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Mit Stückchen

19. Mai 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen am Abend an unserem Esstisch im Wohnzimmer und essen gemeinsam Abendbrot; vielmehr: sind wir damit gerade fertig geworden.
Entspannt lehne ich mich zurück und warte auf die Vorschläge der Liebsten…

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Wollen wir noch ein Eis essen gehen?”
“Hm, ja, warum nicht? Gute Idee!”

“Ich habe jetzt noch voll Lust auf Schokoladeneis!”
“Prima, dann lass uns die Sachen wegräumen und dann los.”

“Aber nicht zur Eisdiele.”
“Ähm…”

“Ich meine, nicht zu DER Eisdiele.”
“Du meinst die vor unserer Tür?”

“Genau.”
“Und warum nicht zu Simonetti??”

“Da schmeckt das Schokoladeneis nicht.”
“Aha. Und wieso schmeckt das da plötzlich nicht mehr??”

“Es schmeckt schon, aber da sind ja keine Stücke drin.”
“Stücke??”

“Naja so Schokoladenstückchen eben, die will ich jetzt!”
“Aber wir haben da doch schon 1.000-mal Eis gegessen??”

“Aber nicht mit Schokostückchen.”
“OK, schön, und was heißt das jetzt?”

“Dass ich zu einer anderen Eisdiele will.”
“Na toll! Da haben wir eine Eisdiele vor der Tür und…”

“…wir können doch aber mal woanders hingehen?”
“Das können wir, ja, und wohin?”

“Weiß ich nicht.”
“Das sind nicht gerade gute Voraussetzungen, Liebste…”

“In Oldenburg wüsste ich eine Eisdiele, wo es das gibt!”
“Schatz! Oldenburg ist 50 Kilometer weit weg!?”

“Ich will ja auch gar nicht nach Oldenburg.”
“Da bin ich aber froh, bei dir weiß man ja nie…”

“Was soll das denn heißen??”
“Dass es gut hätte sein können, dass du jetzt da hin willst!”

“Stimmt ja gar nicht!”
“Sondern?”

“Hier wird es ja in Bremen wohl noch andere Eisdielen geben!”
“Gibt es, ja, zum Beispiel an der Schlachte.”

“Haben die Schokoeis mit Stückchen??”
“Ähm, das weiß ich nicht…”

“Dann ruf da an.”
“Wie bitte?? Ich weiß weder die Adresse noch den Namen!?”

“Das wird die Auskunft ja wohl wissen??”
“Dann ruf DU doch da an, wenn das so einfach ist!”

“Du kannst sowas aber besser.”
“Was! Die Auskunft nach einer Telefonnummer fragen??”

“Nein, das mit den Schokostückchen.”
“DAS wird mir die Auskunft NICHT sagen können!”

“Aber der nette Mann in der Eisdiele.”
“Und warum fragst du denn NETTEN Mann nicht selber??”

“Aber wenn der italienisch spricht?”
“Das ist keine italienische Eisdiele, soweit ich weiß…”

“Dann will ich da auch nicht hin.”
“Aber Schokoladeneis werden die wohl auch haben!”

“Mit Stückchen?”
“Himmel!!”

“Wir können ja auch in die Gelben Seiten gucken, oder?”
“Oh nein, bitte nicht!”

“Warum nicht??”
“Weil das nur wieder eine Katastrophe wird!”

“Verstehe ich nicht…”
“Bevor ich mir DAS antue, fahre ich dich lieber nach Oldenburg!”

“Ehrlich? Dann los.”
“Schatz, das sollte eigentlich nur ein Witz sein…”

“Ich finde das auch echt witzig!”
“Das ist schön…”

“Fährst du?”
“Liebste, ein Witz, du verstehst…”

“So spontane Sachen finde ich total aufregend!”
“Ich brech zusammen…”

“Dann fahren wir aber vorher noch bei Simonetti vorbei.”
“Ähm… Jetzt DOCH zu unserer Eisdiele??”

“Klar!”
“Aber du wolltest doch da nicht hin??”

“Richtig, aber bis Oldenburg sind wir ja ewig unterwegs.”
“Den Zusammenhang verstehe ich jetzt nicht??”

“Dann können wir uns für die Fahrt da noch ein Eis mitnehmen!”
“Schokolade??”

“Nee, Vanille!”

Kopfschüttel…

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4.000 Tage Pech

16. Februar 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste kommt aufgeregt zu mir in die Küche gerannt und tippt mir auf die Schulter, während ich gerade dabei bin, noch schnell ein wenig Rührei fürs Abendbrot zu braten.
Übrigens: Ich hasse auf die Schulter tippen!
Naja, mal sehen, was die Liebste auf dem Herzen hat, muss ja dringend sein…

“Schatz? Du musst gleich deine Emails abrufen!”
“Süße, darf ich denn vorher noch eben unser Rührei fertig machen?”

“Ja, aber dann musst du gleich deine Emails lesen.”
“Wieso? Was ist denn??”

“Und du musst auch sofort antworten!”
“Woher weißt du denn, was ich für Emails kriege??”

“Weil ich dir eben gerade eine geschickt habe.”
“Ähm… Du hast MIR eine Email geschrieben?”

“Ja.”
“Während wir hier zu Hause sind?”

“Ja.”
“Ach und es mir einfach sagen ging nicht, oder was??”

“Nein, es handelt sich ja sonst um 4.000 Tage Pech.”
“Was??”

“Wenn du meine Mail ignorierst, hast du 4.000 Tage Pech!”
“Die habe ich schon hinter mir, daher…”

“Nein, jetzt mal ehrlich, machst du das?”
“Ich verstehe immer noch nicht, was ich überhaupt machen soll!”

“Ich habe dir eine Umarmung per Mail geschickt.”
“Ähm…”

“Und du musst die jetzt an alle deine Freunde weiterleiten.”
“Und wenn nicht??”

“Das sagte ich doch, dann hast du 4.000 Tage Pech!”
“Ach, jetzt verstehe ich: du hast einen Kettenbrief gekriegt!”

“Nein, das ist ein Umarmungszertifikat. Von Simone.”
“Liebste, diese Dinger sind doch alle Schwachsinn.”

“Ich habe das an alle weitergeschickt, die ich kenne!”
“Schatz, das ist doch jetzt nicht dein Ernst!?”

“Doch, aber das ist noch nicht alles.”
“Was denn noch??”

“Ich warte jetzt auf Antworten.”
“Antworten muss man da auch noch??”

“Ich brauche 5 Antworten, dann wachen die Engel über mich!”
“Aha… Die Alternative sind übrigens 5 Ramazotti.”

“Was? Wieso?”
“Dann hörst du die Englein singen! Haha!!”

“Du bist so doof!”
“Und du fällst auf jeden Blödsinn rein! Da mache ich nicht mit!”

“Ich finde das aber toll, Umarmungen zu verschicken!”
“Per Mail??”

“Na, ich kann ja nicht mal eben zu allen hingehen?”
“Aber mich könntest du doch jetzt auch so umarmen??”

“Darum geht es doch gar nicht!”
“Nicht?? Aber du hast doch eben gesagt, dass…”

“Ich will 5 Antworten kriegen!”
“Jaja, ist ja gut, ich antworte dir ja gleich…”

“Gut.”
“Bist du dann jetzt endlich zufrieden, ja?”

“Ich schon, aber du wirst dich ärgern.”
“Mir ist das nicht so wichtig, dass die Engel über mich wachen.”

“Ich meine, deine 4.000 Tage Pech haben schon angefangen.”
“Wieso??”

“Weil du das ganze Rührei verbrannt hast!”
“Was?? Oh nein, so ein Mist!!”

“Siehste! Aber du hörst ja auch nie auf mich!”

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Die schaffe ich nicht

3. Dezember 2008, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sind heute schon früh aufgestanden, da wir für einen geschäftlichen Termin bereits um 9.30 Uhr in Hamburg sein müssen; und die A1 von Bremen nach Hamburg ist morgens wahrlich kein Zuckerschlecken…
Schnell noch ein kleines Frühstück genießen und dann müssen wir auch schon los, um nicht zu spät zu kommen.

“Irgendwie muss ich noch was essen, glaube ich…”
“OK, was möchtest du denn haben, Süße?”

“Hm…”
“Ich schmiere dir schnell noch ein Brot, ja?”

“Nee.”
“Dann vielleicht einen Apfel?”

“Nee.”
“Einen Joghurt? Wir haben noch Blaubeere.”

“Nee.”
“Och Schatz! Dann weiß ich auch nicht!”

“Irgendwas, nur eine Kleinigkeit…”
“Wir haben noch Milchschnitte, fällt mir gerade ein!”

“Oh ja, Milchschnitte ist gut!”
“Also schön. Warte…”

“Ich nehme eine halbe Milchschnitte.”
“Wie bitte??”

“Eine halbe.”
“Ich soll dir die Milchschnitte noch teilen??”

“Du kannst die andere Hälfte haben.”
“Ich hasse Milchschnitte!”

“Ich will aber doch nicht so viel jetzt!?”
“Schatz! EINE Milchschnitte, das sind zwei Bissen!”

“Die schaffe ich nicht.”
“Du wirst ja wohl lächerliche 30 Gramm Milchschnitte schaffen!”

“Sind das nur 30 Gramm??”
“28 Gramm, um genau zu sein…”

“Dass 14 Gramm so satt machen können, erstaunlich!”
“Eine halbe Milchschnitte bleibt ja alleine schon im Hals kleben!”

“Bleibt sie nicht!”
“Natürlich! Da kommt im Magen gar nix von an!”

“Dann trinke ich eben noch was. Zum Runterspülen.”
“Auf so eine Idee kann auch wirklich nur eine Frau kommen!”

“Kannst du mir noch den Multivitaminsaft geben, bitte?”
“Gerne! Und wie viel? Ein viertel Glas vielleicht??”

“Nee, ein halbes.”
“Schatz!”

“Warum regst du dich denn so auf, ich will doch nur frühstücken!”
“Aber das ist doch kein Frühstück! Eine HALBE Milchschnitte!”

“Gib mir jetzt die Milchschnitte und sei still, ja?”
“Gott, mein Blutdruck, und das am frühen Morgen schon…”

“Haben wir gleich noch 5 Minuten Zeit?”
“Nein.”

“Oder 3 Minuten?”
“Wofür denn… Willst du vielleicht noch deinen Mantel teilen?”

“Nein, das geht ja gar nicht!”
“Bei dir kann man nie wissen…”

“Ist doch alles in Ordnung, ich sage doch gar nichts!”
“Jaja… Also wofür brauchst du noch 3 Minuten…”

“Ich muss noch schnell zum Bäcker unten, was erledigen.”
“Zum Bäcker?? Was willst du da denn noch??”

“Mir ein Brötchen für die Fahrt kaufen natürlich!”

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Marktlücke

25. November 2008, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich kommen gemeinsam am Abend im Anschluss an einen langen Arbeitstag nach Hause und werfen unsere Jacken in die Ecke. Jeder erledigt noch schnell seine zwei, drei Heimkehrrituale und dann setzen wir uns beide im Wohnzimmer erst einmal auf unser Sofa…

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was essen wir denn jetzt?”
“Keine Ahnung…”

“Ich habe aber Hunger.”
“Ich auch.”

“Und was essen wir dann jetzt?”
“Weiß nicht, was haben wir denn in der Küche noch?”

“Nichts.”
“Nichts??”

“Nichts.”
“Das ist nicht viel…”

“Hm…”
“Tja…”

“Und was essen wir jetzt?”
“Da werden wir wohl was bestellen müssen.”

“Wo denn?”
“Beim Italiener oder beim Chinesen?”

“Nee.”
“Ähm, tja, damit wären wir bereits am Ende unserer Möglichkeiten.”

“Wie bitte??”
“Wir haben nur Speisekarten von diesen beiden.”

“Aber ich will was anderes!”
“Und was?”

“Ich hätte jetzt Lust auf was richtig Schmieriges, Ungesundes!”
“Aha. Und?”

“Zum Beispiel eine schmierige Currywurst mit Pommes Majo!”
“Sowas liefert aber keiner.”

“Warum nicht?”
“Ähm…”

“Das ist eine Marktlücke, Schatz!”
“Schön, aber diese Marktlücke können wir jetzt nicht essen.”

“Hätte ich eine Pommesbude, dann….”
“Du und eine Pommesbude?? Haha!”

“Was ist daran so witzig??”
“Ich stelle mir gerade vor, wie du die Würstchen wendest…”

“Bei mir gäbe es holländische Pommes in Tüten, doppelt frittiert.”
“Klingt gut…”

“Und Bratwurst mit scharfer Soße, Curry und Peperonistückchen.”
“Hm… Hört sich sehr lecker an…”

“Und wer will, kriegt Zwiebeln und eingelegte Jalapenos dazu!”
“Also ich muss sagen, das ließe sich tatsächlich gut verkaufen…”

“Sag ich doch, dafür würden die Leute mir die Bude einrennen!”
“Hm…”

“Und das Gericht nenne ich dann Curry México con Patatas.”
“Gute Idee, aber… Das hört sich irgendwie so Spanisch an??”

“Na und? Merkt doch keiner…”
“Ähm…”

“Also du findest meine Idee gut, ja?”
“Ich bin erstaunt, absolut…”

“Und hättest du jetzt gerne einmal Curry México con Patatas?”
“Das wäre nicht schlecht, also…”

“Prima. Hier hast du 10 Euro.”
“10 Euro?? Und was soll ich damit jetzt??”

“Damit gehst du zum Grilleck und holst 2-mal die Bochumplatte.”
“Ähm, aber…”

“Und geh jetzt gleich, bevor die dicht machen, ja?”
“Aber…”

“Was ist denn??”
“…das ist doch dann gar nicht dieses leckere México Patatas Dingens??”

“Natürlich nicht, das gibt´s ja auch nur in meiner Pommesbude!”
“Ach so!? Und wo ist denn DEINE Pommesbude, bitteschön??”

“Das ist geheim. Wegen der Exklusivität, verstehste?”
“Eine geheime Pommesbude?? Das ist ja völliger Schwachsinn!”

“Das ist kein Schwachsinn! Ich will eben nur exklusive Gäste!”
“Ach so! Und was mache ich??”

“Du gehst jetzt zum Grilleck!”

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Sonst nichts?

30. Oktober 2008, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sind auf dem Weg zum Auto der Liebsten, denn wir müssen heute noch unseren 2-wöchigen Großeinkauf erledigen. Da sie beim Schnick Schnack Schnuck gegen mich verloren hat, muss sie nun fahren und ich freue mich.

“Du Schatz, hast du einen Euro klein?”
“Habe ich, Süße.”

“Das ist gut, dann kannst du gleich den Einkaufswagen holen.”
“OK, ich hole ihn, aber du musst ihn natürlich schieben.”

“Ich?? Wieso ich?”
“Weil du verloren hast und heute fahren musst.”

“Aber doch nur das Auto, nicht den Einkaufswagen!”
“Der Einkaufswagen gehört natürlich auch dazu.”

“Wer sagt das!”
“Das versteht sich ja wohl von selbst!”

“Grr… Na gut.”
“Oh! Du stimmst heute mal ohne Riesenaufstand zu??”

“Ja. Ausnahmsweise.”
“Ich bin begeistert! Schatz, aus uns kann doch noch was werden!”

“Aber sonst muss ich nichts machen, oder?”
“Was denn sonst?”

“Naja, Getränkekisten schleppen, oder so?”
“Nein. Musst du nicht. Das mache ich.”

“Auch keine Tüten tragen?”
“Nein.”

“Prima!”
“Sollte es tatsächlich heute passieren, dass wir uns mal einig sind??”

“Ja. Ich fahre und ich schiebe auch brav den Einkaufswagen.”
“Dass ich das noch erleben darf…”

“Ich laufe einfach nur hinter dir her und mache sonst nichts.”
“Sehr gut, das ist mal Einkaufen nach meinem Geschmack!”

“Das freut mich und ich erinnere dich dann daran.”
“Mich erinnern? Wann?”

“Wenn wir an der Kasse stehen und du bezahlen musst!”

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Ich liege hier gerade so schön

29. September 2008, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich verbringen den Sonntagabend vor dem Fernseher; das perfekte Promi-Dinner mit Lisa Fitz und Alexander Hold flimmert auf der Mattscheibe.
Eher leichte Unterhaltung für nebenbei, aber daran hat man sich ja in den letzten Jahren gewöhnen müssen.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich hätte jetzt voll Lust auf was Süßes!”
“So?”

“Ja!”
“Das ist schlecht.”

“Wieso!”
“Weil wir meines Wissens nichts Süßes im Haus haben.”

“Gar nichts?”
“Gar nichts.”

“Nicht einmal ein Bonbon oder einen Keks oder so??”
“Du kannst ja suchen, aber ich glaube nicht, dass du was findest.”

“Wieso haben wir denn nichts mehr!?”
“Weiß ich auch nicht, ist eben alles weg.”

“Warst du nicht Freitag einkaufen??”
“Ja, war ich.”

“Und warum hast du nichts mitgebracht??”
“Habe ich ja! Eine Tüte Schoko-Bons, du erinnerst dich?”

“Ach ja…”
“Und wer hat die gleich aufgegessen??”

“Das war dann wohl ich…”
“Richtig. Also.”

“Aber ich möchte JETZT Schoko-Bons!”
“Wir haben aber JETZT keine.”

“Haben wir auch kein Nutella mehr?”
“Nein.”

“Oder Pudding oder Joghurt oder irgendwas??”
“Haben wir nicht.”

“Och Mann!”
“Fahr doch einfach zur Tankstelle und kauf dir was.”

“Jetzt?? Nee!”
“Und warum nicht?”

“Ich liege hier gerade so schön auf dem Sofa.”
“Dann werden die Schoko-Bons wohl auch schön im Regal liegen bleiben.”

“Kannst du nicht eben schnell zur Tanke fahren?”
“Möchte ich Schoko-Bons?”

“Weiß ich nicht, möchtest du?”
“Nein! Und deswegen muss ich auch nicht zur Tanke.”

“Kannst du das denn nicht EINMAL für deine Liebste machen?”
“Damit meinst du dich, richtig?”

“Wen denn sonst!? Oder hast du noch eine andere Liebste??”
“Im Augenblick nicht.”

“Im Augenblick nicht?? Wann denn??”
“Im Blog sagen ja auch alle, ich soll dich in den Wind schießen!”

“Ich lasse dich aber nicht gehen!”
“Mist…”

“Tja, das ist dann wohl Pech!”
“Jeder muss sein Säcklein tragen…”

“Du bist so doof!”
“Deine Chancen, dass ich zur Tanke fahre, sinken derzeit beachtlich.”

“Wieso! Würdest du denn??”
“Jetzt nicht mehr!”

“Und wenn ich jetzt ganz lieb bin??”
“Pff!”

“Bitte, bitte, bitte!”
“Das nennst du lieb?? Ich nenne das verzweifelt Betteln!”

“Bitte, bitte, bitte, Küsschen, Küsschen, Küsschen!”
“Das reicht nun wirklich ÜBERHAUPT nicht!”

“Was soll ich denn machen??”
“Du könntest die tausend Socken vom Wäscheständer zusammenlegen.”

“Aber ich hasse Socken zusammenlegen!”
“Ich weiß.”

“Ich weiß doch nie, welche da zusammengehören!”
“Das ist mir durchaus bekannt. Und? Ja oder Nein!”

“Das ist gemein!”
“Wieso ist das gemein??”

“Das ist Erpressung!”
“Willst du Schoko-Bons, Joghurette und Balisto?”

“Ja!”
“Dann musst du auch die Socken zusammenlegen.”

“Da habe ich aber jetzt überhaupt gar keine Lust zu!”
“Tja.”

“Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte!”
“Du bist wirklich unmöglich, weißt du das!?”

“Ja, aber bitte, bitte, bitte, bitte!”
“Ich fahre, dann habe ich wenigstens eine Viertelstunde meine Ruhe!”

“Was holst du denn dann?”
“Was willst du denn…”

“Also wenn ich mir das noch einmal überlege, dann…”
“Nein! Bitte nichts überlegen, da kommt doch nur wieder…”

“Ich glaube, ich esse lieber einfach einen Apfel.”
“Das ist doch jetzt nicht dein Ernst, oder??”

“Wieso??”
“Nach diesem ganzen Theater jetzt plötzlich einen Apfel??”

“Ich habe es mir eben anders überlegt, na und??”
“Schatz!”

“So brauchst du auch nicht losfahren, ist doch gut, oder??”
“Aber ich hatte mich so auf die Viertelstunde Pause von dir gefreut!”

“Dann leg doch einfach die Socken zusammen!”

Kopfschüttel…

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Was naschen

10. August 2008, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich genießen den “veranstaltungsfreien” Sonntag.
Wir haben uns vorgenommen, uns einfach nichts vorzunehmen! Da das Wetter draußen auch nicht gerade berauschend ist, kommt so ein Tag wie gerufen.

“Wir können heute den ganzen Tag rumschlunzen!”
“Ja, Süße. Herrlich!”

“Ich glaube, ich werde heute nur auf dem Sofa rumliegen.”
“Mach das.”

“Und was naschen.”
“Was denn?”

“Wir hätten da noch die Nusskuchen-Backmischung.”
“Tja… Warum nicht?”

“Ich backe den gleich, geht ja schnell.”
“Prima.”

“Kannst du dann die Glasur machen?”
“Ich?? Nee!”

“Warum denn nicht?”
“Seit wann backen Männer denn Kuchen??”

“Ach nee!”
“Ach ja!”

“So? Seit wann gehen Frauen denn arbeiten??”

Kopfschüttel…

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Meine Liebste und ich erledigen heute Vormittag mal wieder die lästigen Pflichten des Alltags. Während die Liebste die Betten frisch bezogen hat (was ich nicht wirklich gerne mache), war ich unterwegs, um unsere Lebensmittelvorräte wieder aufzufüllen.

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, da bin ich wieder.”

“Hast du ein paar leckere Sachen mitgebracht?”
“Ja.”

“Was denn?”
“Zum Beispiel deinen Nordseekrabben-Salat, den du so gerne magst.”

“Den kaufe ich nicht mehr.”
“Aha? Und warum das??”

“Weil der so tierisch teuer geworden ist!”
“So?”

“Hast du natürlich wieder nicht drauf geachtet! Typisch Mann.”
“Entschuldigung, ich dachte…”

“Naja… Und was hast du noch mitgebracht?”
“Für dich ein Schokocroissant vom Bäcker.”

“Für mich??”
“Ja.”

“Ach! Und ich soll das alleine essen, oder was??”
“Ähm, daran hatte ich gedacht, ja…”

“Schokocroissants esse ich nicht mehr.”
“So?? Seit wann das denn??”

“Seit ich weiß, dass EIN Schokocroissant 700 Kalorien hat!”
“Aber du hast doch immer…”

“Das ist VIEL zu viel! Nur für ein blödes Croissant!”
“Also heißt das, dass du es nicht willst, ja?”

“Naja, lass erst mal liegen…”
“Wie Madame wünschen…”

“Hast du auch was Gesundes mitgebracht?”
“Natürlich. Ich habe Paprika mitgebracht, damit wir heute abend…”

“Welche Farbe denn??”
“Grün.”

“Ich mag aber lieber die roten!”
“Die grüne Paprika war aber viel billiger!”

“Pff! Die paar Cent!”
“Aber eben beim Krabbensalat hast du doch noch gesagt, dass…”

“Krabbensalat kann ich ja auch selber machen, Paprika nicht.”
“Ach so? Und wie machst du bitte Krabben selber??”

“Ich meinte doch den Salat, nicht die Krabben!”
“Das ist doch wieder mal ein total blöder Vergleich!”

“Dass Männer immer so komisch einkaufen, verstehe ich nicht…”
“Aber ich habe doch eingekauft, wie immer!”

“Das ist ja das Schlimme!”
“Woher soll ich denn wissen, dass du plötzlich …”

“Du musst einfach nur bewusst einkaufen und nachdenken.”
“Ach so! So einfach ist das??”

“Ja.”
“Soso. Dann wird es dich freuen, dass ich kein Nutella gekauft habe.”

“Was?? Kein Nutella??”
“Nein.”

“Und warum nicht??”
“Nutella essen wir jetzt seit gefühlten 100 Jahren. Es reicht, dachte ich.”

[Ich sollte vielleicht erwähnen, dass sich sehr wohl ein unberührtes Glas Nutella in einer meiner Einkaufstüten befindet...]

“Aber, aber…”
“Was aber? Was ist denn, Schatz?”

“Ohne Nutella kann ich nicht leben, das weißt du doch!”
“Ich kaufe dir einfach einen Sack Nüsse und Milch.”

“Und dann??”
“Dann kannst du das ja einfach selber machen!”

“Aber das Rezept ist doch geheim!”
“Mit ein bisschen Übung kriegst du das schon hin.”

“Schatz, Nutella brauche ich aber!”
“Na gut, also schön. Ich habe doch was mitgebracht.”

“Ehrlich??”
“Ja, aber Nusspli. Das ist viel billiger und schmeckt fast genauso.”

“WAS?? Dann such dir doch gleich auch noch ne neue Freundin!”
“Wie bitte?? Und was hat das jetzt bitte damit zu tun??”

“Die ist dann auch viel billiger und schmeckt fast genauso!”

Kopfschüttel…

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Auf die Größe kommt es an

22. Juni 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich haben am Abend noch ein wenig Hunger; also raffe ich mich mal auf und koche eine simple, aber leckere Reispfanne mit asiatischem Gemüse, scharfer Soße und Pute.
OK, obwohl es nur eine Kleinigkeit werden sollte, ist die Pfanne nun doch recht voll geworden…

“Schatz, was soll denn das??”
“Was denn, Süße?”

“Du hast ja für eine ganze Kompanie gekocht!”
“Das ging irgendwie nicht anders, ich weiß auch nicht, also…”

“Wir wollten doch Diät machen!”
“Ach ja?? Wollten wir??”

“Ja.”
“Wofür willst du Bohnenstange denn eine Diät machen??”

“Ich dachte dabei weniger an mich.”
“Ähm…”

“Außerdem bin ich keine Bohnenstange!”
“Das heißt also, dass eher ich…”

“Genau, an dich habe ich dabei eigentlich gedacht.”
“Aber…”

“Ich würde dann eben aus Solidarität mitmachen.”
“Aha, das ist aber sehr nett…”

“Ja. So bin ich, kannste mal sehen!”
“Aber das ist doch ein relativ fettarmes Gericht, so eine Reispfanne?”

“Ja, das stimmt.”
“Nur ein bisschen viel vielleicht…”

“Es geht ja eigentlich nicht um die Menge.”
“Nicht?”

“Nein. Und um den Fettgehalt auch nicht.”
“Aha… Sondern??”

“Es geht um die Größe.”
“Die Größe?? Schatz, ich habe die Reiskörner nicht selber gemacht!”

“Ich meine doch nicht den Reis!”
“Was denn??”

“Ich meine die Teller.”
“Die Teller?? Was ist denn damit??”

“Die sind zu groß.”
“Aber die benutzen wir doch immer??”

“Ja, aber die sind eben zu groß.”
“Zu groß wofür??”

“Für deine Diät.”
“Also eben war es noch UNSERE Diät!?”

“Unsere, von mir aus. Aber eben doch mehr deine.”
“Und WER nölt immer rum, dass er nirgendwo mehr rein passt??”

“Ich ja wohl nicht!”
“NEEEEIIINN, DU natürlich nicht!!”

“Tue ich auch nicht.”
“Dann muss ich das wohl geträumt haben die letzten Jahre!”

“Das kommt nur, weil du mir nie richtig zuhörst.”
“Also schön, dann höre ich jetzt noch einmal ganz genau zu.”

“Bei was??”
“WARUM sind jetzt die Teller plötzlich nicht geeignet??”

“Die sind zu groß.”
“Das sagtest du bereits.”

“Und was gibt´s da jetzt nicht zu verstehen??”
“Ich wollte eigentlich nicht den Teller essen, sondern was drauf ist!”

“Aber große Teller macht man sich immer viel voller, als kleine.”
“Aha.”

“Und deshalb nimmt man kleine Teller, wenn man Diät macht.”
“Hier muss aber niemand eine Diät machen!”

“Doch, du!”
“Ich gar nicht!”

“Zumindest mehr, als ich.”
“In Gottes Namen, von mir aus. Darf ich jetzt essen??”

“Von dem Teller da??”
“Von diesem Teller, ja.”

“Du nimmst deine Diät ja gar nicht ernst.”
“Ich weiß ja auch erst seit 5 Minuten davon!!”

“Soll ich dir einen kleinen Teller holen?”
“Nein.”

“Aber das hilft!”
“Ich tue einfach weniger auf DIESEN Teller, ist das in Ordnung?”

“Das ist aber nicht konsequent.”
“Schön, damit werde ich heute leben können. Und du?”

“Was und ich?”
“Kannst auch DU damit leben, dass ich von DIESEM Teller esse??”

“Ja.”
“Na Gott sei Dank.”

“Aber ich hole mir einen kleinen Teller. Als Vorbild sozusagen.”
“Schön. Ich bin begeistert.”

“Und einen großen Löffel bringe ich dann auch noch mit.”
“Löffel?? Da ist doch einer drin??”

“Das kleine Ding?? Da kriegt man ja nichts mit auf den Teller!”

Kopfschüttel…

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Na schön, dann backe ich

4. Juni 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich schauen am Abend so nebenbei im Fernsehen N24 Wissen; es wird eine Reportage geboten, wie man einen perfekten Schokoladenkuchen backt.
Es treten eine junge Dame und ein französischer Chocoladier an, um zu zeigen, wie man es (nicht) macht…

“Schokoladenkuchen, so was Einfaches…”
“Kannst du denn Schokokuchen backen, Süße?”

“Natürlich.”
“Und warum backst du dann nie einen?”

“Weil ich den nicht so gerne esse.”
“Aber ich!”

“Du??”
“Na klar mag ich Schokoladenkuchen!”

“Ich dachte, du magst nur Käsekuchen??”
“Mag ich auch.”

“Na schön, dann backe ich dir eben mal einen.”
“Echt?? Super! Da freue ich mich aber!”

“Aber ich mache das nicht so, wie die da im Fernsehen!”
“Nicht?”

“Nein! Und außerdem mag ich die Tusse da nicht.”
“Wieso? Was ist denn mit der?”

“Die ist doof.”
“Ah… Verstehe. Weil sie gut aussieht, oder warum?”

“Die sieht gut aus??”
“Naja, also…”

“DIE da? Du findest, dass DIE gut aussieht??”
“Gut ist vielleicht übertrieben formuliert, also ich meine…”

“Außerdem meine ich nicht ihr Aussehen, sondern die Stimme.”
“Ähm…”

“Dieses Gepiepse, schrecklich!”

[Meine Liebste greift sich kurzentschlossen die Fernbedienung und stellt den Fernseher auf stumm; folglich hört man nun nichts mehr von der Reportage...]

“So ist´s besser.”
“Schatz, ähm… Jetzt hören wir doch aber nichts mehr!?”

“Na und?”
“Ich würde aber eigentlich schon ganz gerne hören, was die da…”

“Da braucht man nichts hören, vor allem die Piepsstimme nicht.”
“Und der Chocoladier? Ich meine, er ist doch der Fachmann und…”

“Den kann ich auch nicht leiden.”
“Den auch nicht?? Was stimmt denn mit dem jetzt nicht??”

“Der macht so ein komisches Gesicht.”
“Und was ist da jetzt so komisch, bitte??”

“Der hat so ein Langhannes-Bohnen-Gesicht.”
“Der hat was??”

“Na guck ihn dir doch mal an!”
“Ich habe bisher eigentlich mehr auf seine Backkünste geachtet…”

“Und ich dachte, du hättest mehr auf die Piepserine geachtet!”
“Nein, habe ich NICHT! Ich finde es interessant, wie man Schokoku…”

“Das brauchst du nicht wissen, ich backe den ja.”
“Aber…”

“Nichts aber! Boah, ich kann den Typen nicht mehr sehen, echt!”

[Meine Liebste greift sich erneut die Fernbedienung und drückt den Aus-Knopf. Wie zu erwarten war, verdunkelt sich das ohnehin schon stumme Bild und man sieht: nichts mehr.]

“Was für eine Erleichterung…”
“Ähm… Schatz, du hast den Fernseher ausgemacht?”

“Ja.”
“Heißt das, dass wir die Reportage jetzt NICHT weiter anschauen?”

“Das heißt es.”
“Aber ICH würde das schon gerne sehen!?”

“Wozu denn??”
“Weil es mich interessiert!”

“Du willst das ja nur sehen, damit du mich kritisieren kannst!”
“Ich würde niemals deine Backkünste kritisieren!”

“Ich backe doch aber so gut wie nie!”
“Das ist ein Grund mehr, möglichst wenig daran zu kritisieren.”

“Also du kritisierst mich nicht, nur damit ich weiterhin backe??”
“Nein, ich meine das eher, also, ich wollte sagen, dass…”

Blödmann!”
“Aber…”

“…und weißt du, was?!”
“Ähm, was denn?”

“Du kannst dir deinen blöden Schokokuchen selber backen!”
“Aber ich kann doch gar keinen Schokoladenkuchen backen??”

“Dann lernste das eben!”
“Wollte ich ja, aber du hast ja den Fernseher ausgemacht!?”

“Na und??”
“Wie soll ich das denn dann jetzt lernen??”

“Kannst mich ja fragen!?”
“Und DU würdest mir das erklären?”

“Nein. Aber fragen darfst du ruhig!”

Kopfschüttel…

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Mit Stückchen

19. Mai 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sitzen am Abend an unserem Esstisch im Wohnzimmer und essen gemeinsam Abendbrot; vielmehr: sind wir damit gerade fertig geworden.
Entspannt lehne ich mich zurück und warte auf die Vorschläge der Liebsten…

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Wollen wir noch ein Eis essen gehen?”
“Hm, ja, warum nicht? Gute Idee!”

“Ich habe jetzt noch voll Lust auf Schokoladeneis!”
“Prima, dann lass uns die Sachen wegräumen und dann los.”

“Aber nicht zur Eisdiele.”
“Ähm…”

“Ich meine, nicht zu DER Eisdiele.”
“Du meinst die vor unserer Tür?”

“Genau.”
“Und warum nicht zu Simonetti??”

“Da schmeckt das Schokoladeneis nicht.”
“Aha. Und wieso schmeckt das da plötzlich nicht mehr??”

“Es schmeckt schon, aber da sind ja keine Stücke drin.”
“Stücke??”

“Naja so Schokoladenstückchen eben, die will ich jetzt!”
“Aber wir haben da doch schon 1.000-mal Eis gegessen??”

“Aber nicht mit Schokostückchen.”
“OK, schön, und was heißt das jetzt?”

“Dass ich zu einer anderen Eisdiele will.”
“Na toll! Da haben wir eine Eisdiele vor der Tür und…”

“…wir können doch aber mal woanders hingehen?”
“Das können wir, ja, und wohin?”

“Weiß ich nicht.”
“Das sind nicht gerade gute Voraussetzungen, Liebste…”

“In Oldenburg wüsste ich eine Eisdiele, wo es das gibt!”
“Schatz! Oldenburg ist 50 Kilometer weit weg!?”

“Ich will ja auch gar nicht nach Oldenburg.”
“Da bin ich aber froh, bei dir weiß man ja nie…”

“Was soll das denn heißen??”
“Dass es gut hätte sein können, dass du jetzt da hin willst!”

“Stimmt ja gar nicht!”
“Sondern?”

“Hier wird es ja in Bremen wohl noch andere Eisdielen geben!”
“Gibt es, ja, zum Beispiel an der Schlachte.”

“Haben die Schokoeis mit Stückchen??”
“Ähm, das weiß ich nicht…”

“Dann ruf da an.”
“Wie bitte?? Ich weiß weder die Adresse noch den Namen!?”

“Das wird die Auskunft ja wohl wissen??”
“Dann ruf DU doch da an, wenn das so einfach ist!”

“Du kannst sowas aber besser.”
“Was! Die Auskunft nach einer Telefonnummer fragen??”

“Nein, das mit den Schokostückchen.”
“DAS wird mir die Auskunft NICHT sagen können!”

“Aber der nette Mann in der Eisdiele.”
“Und warum fragst du denn NETTEN Mann nicht selber??”

“Aber wenn der italienisch spricht?”
“Das ist keine italienische Eisdiele, soweit ich weiß…”

“Dann will ich da auch nicht hin.”
“Aber Schokoladeneis werden die wohl auch haben!”

“Mit Stückchen?”
“Himmel!!”

“Wir können ja auch in die Gelben Seiten gucken, oder?”
“Oh nein, bitte nicht!”

“Warum nicht??”
“Weil das nur wieder eine Katastrophe wird!”

“Verstehe ich nicht…”
“Bevor ich mir DAS antue, fahre ich dich lieber nach Oldenburg!”

“Ehrlich? Dann los.”
“Schatz, das sollte eigentlich nur ein Witz sein…”

“Ich finde das auch echt witzig!”
“Das ist schön…”

“Fährst du?”
“Liebste, ein Witz, du verstehst…”

“So spontane Sachen finde ich total aufregend!”
“Ich brech zusammen…”

“Dann fahren wir aber vorher noch bei Simonetti vorbei.”
“Ähm… Jetzt DOCH zu unserer Eisdiele??”

“Klar!”
“Aber du wolltest doch da nicht hin??”

“Richtig, aber bis Oldenburg sind wir ja ewig unterwegs.”
“Den Zusammenhang verstehe ich jetzt nicht??”

“Dann können wir uns für die Fahrt da noch ein Eis mitnehmen!”
“Schokolade??”

“Nee, Vanille!”

Kopfschüttel…

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4.000 Tage Pech

16. Februar 2009, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste kommt aufgeregt zu mir in die Küche gerannt und tippt mir auf die Schulter, während ich gerade dabei bin, noch schnell ein wenig Rührei fürs Abendbrot zu braten.
Übrigens: Ich hasse auf die Schulter tippen!
Naja, mal sehen, was die Liebste auf dem Herzen hat, muss ja dringend sein…

“Schatz? Du musst gleich deine Emails abrufen!”
“Süße, darf ich denn vorher noch eben unser Rührei fertig machen?”

“Ja, aber dann musst du gleich deine Emails lesen.”
“Wieso? Was ist denn??”

“Und du musst auch sofort antworten!”
“Woher weißt du denn, was ich für Emails kriege??”

“Weil ich dir eben gerade eine geschickt habe.”
“Ähm… Du hast MIR eine Email geschrieben?”

“Ja.”
“Während wir hier zu Hause sind?”

“Ja.”
“Ach und es mir einfach sagen ging nicht, oder was??”

“Nein, es handelt sich ja sonst um 4.000 Tage Pech.”
“Was??”

“Wenn du meine Mail ignorierst, hast du 4.000 Tage Pech!”
“Die habe ich schon hinter mir, daher…”

“Nein, jetzt mal ehrlich, machst du das?”
“Ich verstehe immer noch nicht, was ich überhaupt machen soll!”

“Ich habe dir eine Umarmung per Mail geschickt.”
“Ähm…”

“Und du musst die jetzt an alle deine Freunde weiterleiten.”
“Und wenn nicht??”

“Das sagte ich doch, dann hast du 4.000 Tage Pech!”
“Ach, jetzt verstehe ich: du hast einen Kettenbrief gekriegt!”

“Nein, das ist ein Umarmungszertifikat. Von Simone.”
“Liebste, diese Dinger sind doch alle Schwachsinn.”

“Ich habe das an alle weitergeschickt, die ich kenne!”
“Schatz, das ist doch jetzt nicht dein Ernst!?”

“Doch, aber das ist noch nicht alles.”
“Was denn noch??”

“Ich warte jetzt auf Antworten.”
“Antworten muss man da auch noch??”

“Ich brauche 5 Antworten, dann wachen die Engel über mich!”
“Aha… Die Alternative sind übrigens 5 Ramazotti.”

“Was? Wieso?”
“Dann hörst du die Englein singen! Haha!!”

“Du bist so doof!”
“Und du fällst auf jeden Blödsinn rein! Da mache ich nicht mit!”

“Ich finde das aber toll, Umarmungen zu verschicken!”
“Per Mail??”

“Na, ich kann ja nicht mal eben zu allen hingehen?”
“Aber mich könntest du doch jetzt auch so umarmen??”

“Darum geht es doch gar nicht!”
“Nicht?? Aber du hast doch eben gesagt, dass…”

“Ich will 5 Antworten kriegen!”
“Jaja, ist ja gut, ich antworte dir ja gleich…”

“Gut.”
“Bist du dann jetzt endlich zufrieden, ja?”

“Ich schon, aber du wirst dich ärgern.”
“Mir ist das nicht so wichtig, dass die Engel über mich wachen.”

“Ich meine, deine 4.000 Tage Pech haben schon angefangen.”
“Wieso??”

“Weil du das ganze Rührei verbrannt hast!”
“Was?? Oh nein, so ein Mist!!”

“Siehste! Aber du hörst ja auch nie auf mich!”

Kopfschüttel…

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Die schaffe ich nicht

3. Dezember 2008, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sind heute schon früh aufgestanden, da wir für einen geschäftlichen Termin bereits um 9.30 Uhr in Hamburg sein müssen; und die A1 von Bremen nach Hamburg ist morgens wahrlich kein Zuckerschlecken…
Schnell noch ein kleines Frühstück genießen und dann müssen wir auch schon los, um nicht zu spät zu kommen.

“Irgendwie muss ich noch was essen, glaube ich…”
“OK, was möchtest du denn haben, Süße?”

“Hm…”
“Ich schmiere dir schnell noch ein Brot, ja?”

“Nee.”
“Dann vielleicht einen Apfel?”

“Nee.”
“Einen Joghurt? Wir haben noch Blaubeere.”

“Nee.”
“Och Schatz! Dann weiß ich auch nicht!”

“Irgendwas, nur eine Kleinigkeit…”
“Wir haben noch Milchschnitte, fällt mir gerade ein!”

“Oh ja, Milchschnitte ist gut!”
“Also schön. Warte…”

“Ich nehme eine halbe Milchschnitte.”
“Wie bitte??”

“Eine halbe.”
“Ich soll dir die Milchschnitte noch teilen??”

“Du kannst die andere Hälfte haben.”
“Ich hasse Milchschnitte!”

“Ich will aber doch nicht so viel jetzt!?”
“Schatz! EINE Milchschnitte, das sind zwei Bissen!”

“Die schaffe ich nicht.”
“Du wirst ja wohl lächerliche 30 Gramm Milchschnitte schaffen!”

“Sind das nur 30 Gramm??”
“28 Gramm, um genau zu sein…”

“Dass 14 Gramm so satt machen können, erstaunlich!”
“Eine halbe Milchschnitte bleibt ja alleine schon im Hals kleben!”

“Bleibt sie nicht!”
“Natürlich! Da kommt im Magen gar nix von an!”

“Dann trinke ich eben noch was. Zum Runterspülen.”
“Auf so eine Idee kann auch wirklich nur eine Frau kommen!”

“Kannst du mir noch den Multivitaminsaft geben, bitte?”
“Gerne! Und wie viel? Ein viertel Glas vielleicht??”

“Nee, ein halbes.”
“Schatz!”

“Warum regst du dich denn so auf, ich will doch nur frühstücken!”
“Aber das ist doch kein Frühstück! Eine HALBE Milchschnitte!”

“Gib mir jetzt die Milchschnitte und sei still, ja?”
“Gott, mein Blutdruck, und das am frühen Morgen schon…”

“Haben wir gleich noch 5 Minuten Zeit?”
“Nein.”

“Oder 3 Minuten?”
“Wofür denn… Willst du vielleicht noch deinen Mantel teilen?”

“Nein, das geht ja gar nicht!”
“Bei dir kann man nie wissen…”

“Ist doch alles in Ordnung, ich sage doch gar nichts!”
“Jaja… Also wofür brauchst du noch 3 Minuten…”

“Ich muss noch schnell zum Bäcker unten, was erledigen.”
“Zum Bäcker?? Was willst du da denn noch??”

“Mir ein Brötchen für die Fahrt kaufen natürlich!”

Kopfschüttel…

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Marktlücke

25. November 2008, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich kommen gemeinsam am Abend im Anschluss an einen langen Arbeitstag nach Hause und werfen unsere Jacken in die Ecke. Jeder erledigt noch schnell seine zwei, drei Heimkehrrituale und dann setzen wir uns beide im Wohnzimmer erst einmal auf unser Sofa…

“Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Was essen wir denn jetzt?”
“Keine Ahnung…”

“Ich habe aber Hunger.”
“Ich auch.”

“Und was essen wir dann jetzt?”
“Weiß nicht, was haben wir denn in der Küche noch?”

“Nichts.”
“Nichts??”

“Nichts.”
“Das ist nicht viel…”

“Hm…”
“Tja…”

“Und was essen wir jetzt?”
“Da werden wir wohl was bestellen müssen.”

“Wo denn?”
“Beim Italiener oder beim Chinesen?”

“Nee.”
“Ähm, tja, damit wären wir bereits am Ende unserer Möglichkeiten.”

“Wie bitte??”
“Wir haben nur Speisekarten von diesen beiden.”

“Aber ich will was anderes!”
“Und was?”

“Ich hätte jetzt Lust auf was richtig Schmieriges, Ungesundes!”
“Aha. Und?”

“Zum Beispiel eine schmierige Currywurst mit Pommes Majo!”
“Sowas liefert aber keiner.”

“Warum nicht?”
“Ähm…”

“Das ist eine Marktlücke, Schatz!”
“Schön, aber diese Marktlücke können wir jetzt nicht essen.”

“Hätte ich eine Pommesbude, dann….”
“Du und eine Pommesbude?? Haha!”

“Was ist daran so witzig??”
“Ich stelle mir gerade vor, wie du die Würstchen wendest…”

“Bei mir gäbe es holländische Pommes in Tüten, doppelt frittiert.”
“Klingt gut…”

“Und Bratwurst mit scharfer Soße, Curry und Peperonistückchen.”
“Hm… Hört sich sehr lecker an…”

“Und wer will, kriegt Zwiebeln und eingelegte Jalapenos dazu!”
“Also ich muss sagen, das ließe sich tatsächlich gut verkaufen…”

“Sag ich doch, dafür würden die Leute mir die Bude einrennen!”
“Hm…”

“Und das Gericht nenne ich dann Curry México con Patatas.”
“Gute Idee, aber… Das hört sich irgendwie so Spanisch an??”

“Na und? Merkt doch keiner…”
“Ähm…”

“Also du findest meine Idee gut, ja?”
“Ich bin erstaunt, absolut…”

“Und hättest du jetzt gerne einmal Curry México con Patatas?”
“Das wäre nicht schlecht, also…”

“Prima. Hier hast du 10 Euro.”
“10 Euro?? Und was soll ich damit jetzt??”

“Damit gehst du zum Grilleck und holst 2-mal die Bochumplatte.”
“Ähm, aber…”

“Und geh jetzt gleich, bevor die dicht machen, ja?”
“Aber…”

“Was ist denn??”
“…das ist doch dann gar nicht dieses leckere México Patatas Dingens??”

“Natürlich nicht, das gibt´s ja auch nur in meiner Pommesbude!”
“Ach so!? Und wo ist denn DEINE Pommesbude, bitteschön??”

“Das ist geheim. Wegen der Exklusivität, verstehste?”
“Eine geheime Pommesbude?? Das ist ja völliger Schwachsinn!”

“Das ist kein Schwachsinn! Ich will eben nur exklusive Gäste!”
“Ach so! Und was mache ich??”

“Du gehst jetzt zum Grilleck!”

Kopfschüttel…

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Sonst nichts?

30. Oktober 2008, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich sind auf dem Weg zum Auto der Liebsten, denn wir müssen heute noch unseren 2-wöchigen Großeinkauf erledigen. Da sie beim Schnick Schnack Schnuck gegen mich verloren hat, muss sie nun fahren und ich freue mich.

“Du Schatz, hast du einen Euro klein?”
“Habe ich, Süße.”

“Das ist gut, dann kannst du gleich den Einkaufswagen holen.”
“OK, ich hole ihn, aber du musst ihn natürlich schieben.”

“Ich?? Wieso ich?”
“Weil du verloren hast und heute fahren musst.”

“Aber doch nur das Auto, nicht den Einkaufswagen!”
“Der Einkaufswagen gehört natürlich auch dazu.”

“Wer sagt das!”
“Das versteht sich ja wohl von selbst!”

“Grr… Na gut.”
“Oh! Du stimmst heute mal ohne Riesenaufstand zu??”

“Ja. Ausnahmsweise.”
“Ich bin begeistert! Schatz, aus uns kann doch noch was werden!”

“Aber sonst muss ich nichts machen, oder?”
“Was denn sonst?”

“Naja, Getränkekisten schleppen, oder so?”
“Nein. Musst du nicht. Das mache ich.”

“Auch keine Tüten tragen?”
“Nein.”

“Prima!”
“Sollte es tatsächlich heute passieren, dass wir uns mal einig sind??”

“Ja. Ich fahre und ich schiebe auch brav den Einkaufswagen.”
“Dass ich das noch erleben darf…”

“Ich laufe einfach nur hinter dir her und mache sonst nichts.”
“Sehr gut, das ist mal Einkaufen nach meinem Geschmack!”

“Das freut mich und ich erinnere dich dann daran.”
“Mich erinnern? Wann?”

“Wenn wir an der Kasse stehen und du bezahlen musst!”

Kopfschüttel…

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Ich liege hier gerade so schön

29. September 2008, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich verbringen den Sonntagabend vor dem Fernseher; das perfekte Promi-Dinner mit Lisa Fitz und Alexander Hold flimmert auf der Mattscheibe.
Eher leichte Unterhaltung für nebenbei, aber daran hat man sich ja in den letzten Jahren gewöhnen müssen.

“Du, Schatz?”
“Ja, Süße?”

“Ich hätte jetzt voll Lust auf was Süßes!”
“So?”

“Ja!”
“Das ist schlecht.”

“Wieso!”
“Weil wir meines Wissens nichts Süßes im Haus haben.”

“Gar nichts?”
“Gar nichts.”

“Nicht einmal ein Bonbon oder einen Keks oder so??”
“Du kannst ja suchen, aber ich glaube nicht, dass du was findest.”

“Wieso haben wir denn nichts mehr!?”
“Weiß ich auch nicht, ist eben alles weg.”

“Warst du nicht Freitag einkaufen??”
“Ja, war ich.”

“Und warum hast du nichts mitgebracht??”
“Habe ich ja! Eine Tüte Schoko-Bons, du erinnerst dich?”

“Ach ja…”
“Und wer hat die gleich aufgegessen??”

“Das war dann wohl ich…”
“Richtig. Also.”

“Aber ich möchte JETZT Schoko-Bons!”
“Wir haben aber JETZT keine.”

“Haben wir auch kein Nutella mehr?”
“Nein.”

“Oder Pudding oder Joghurt oder irgendwas??”
“Haben wir nicht.”

“Och Mann!”
“Fahr doch einfach zur Tankstelle und kauf dir was.”

“Jetzt?? Nee!”
“Und warum nicht?”

“Ich liege hier gerade so schön auf dem Sofa.”
“Dann werden die Schoko-Bons wohl auch schön im Regal liegen bleiben.”

“Kannst du nicht eben schnell zur Tanke fahren?”
“Möchte ich Schoko-Bons?”

“Weiß ich nicht, möchtest du?”
“Nein! Und deswegen muss ich auch nicht zur Tanke.”

“Kannst du das denn nicht EINMAL für deine Liebste machen?”
“Damit meinst du dich, richtig?”

“Wen denn sonst!? Oder hast du noch eine andere Liebste??”
“Im Augenblick nicht.”

“Im Augenblick nicht?? Wann denn??”
“Im Blog sagen ja auch alle, ich soll dich in den Wind schießen!”

“Ich lasse dich aber nicht gehen!”
“Mist…”

“Tja, das ist dann wohl Pech!”
“Jeder muss sein Säcklein tragen…”

“Du bist so doof!”
“Deine Chancen, dass ich zur Tanke fahre, sinken derzeit beachtlich.”

“Wieso! Würdest du denn??”
“Jetzt nicht mehr!”

“Und wenn ich jetzt ganz lieb bin??”
“Pff!”

“Bitte, bitte, bitte!”
“Das nennst du lieb?? Ich nenne das verzweifelt Betteln!”

“Bitte, bitte, bitte, Küsschen, Küsschen, Küsschen!”
“Das reicht nun wirklich ÜBERHAUPT nicht!”

“Was soll ich denn machen??”
“Du könntest die tausend Socken vom Wäscheständer zusammenlegen.”

“Aber ich hasse Socken zusammenlegen!”
“Ich weiß.”

“Ich weiß doch nie, welche da zusammengehören!”
“Das ist mir durchaus bekannt. Und? Ja oder Nein!”

“Das ist gemein!”
“Wieso ist das gemein??”

“Das ist Erpressung!”
“Willst du Schoko-Bons, Joghurette und Balisto?”

“Ja!”
“Dann musst du auch die Socken zusammenlegen.”

“Da habe ich aber jetzt überhaupt gar keine Lust zu!”
“Tja.”

“Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte!”
“Du bist wirklich unmöglich, weißt du das!?”

“Ja, aber bitte, bitte, bitte, bitte!”
“Ich fahre, dann habe ich wenigstens eine Viertelstunde meine Ruhe!”

“Was holst du denn dann?”
“Was willst du denn…”

“Also wenn ich mir das noch einmal überlege, dann…”
“Nein! Bitte nichts überlegen, da kommt doch nur wieder…”

“Ich glaube, ich esse lieber einfach einen Apfel.”
“Das ist doch jetzt nicht dein Ernst, oder??”

“Wieso??”
“Nach diesem ganzen Theater jetzt plötzlich einen Apfel??”

“Ich habe es mir eben anders überlegt, na und??”
“Schatz!”

“So brauchst du auch nicht losfahren, ist doch gut, oder??”
“Aber ich hatte mich so auf die Viertelstunde Pause von dir gefreut!”

“Dann leg doch einfach die Socken zusammen!”

Kopfschüttel…

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Was naschen

10. August 2008, aus der Schublade Essen und Trinken

Meine Liebste und ich genießen den “veranstaltungsfreien” Sonntag.
Wir haben uns vorgenommen, uns einfach nichts vorzunehmen! Da das Wetter draußen auch nicht gerade berauschend ist, kommt so ein Tag wie gerufen.

“Wir können heute den ganzen Tag rumschlunzen!”
“Ja, Süße. Herrlich!”

“Ich glaube, ich werde heute nur auf dem Sofa rumliegen.”
“Mach das.”

“Und was naschen.”
“Was denn?”

“Wir hätten da noch die Nusskuchen-Backmischung.”
“Tja… Warum nicht?”

“Ich backe den gleich, geht ja schnell.”
“Prima.”

“Kannst du dann die Glasur machen?”
“Ich?? Nee!”

“Warum denn nicht?”
“Seit wann backen Männer denn Kuchen??”

“Ach nee!”
“Ach ja!”

“So? Seit wann gehen Frauen denn arbeiten??”

Kopfschüttel…

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Meine Liebste und ich erledigen heute Vormittag mal wieder die lästigen Pflichten des Alltags. Während die Liebste die Betten frisch bezogen hat (was ich nicht wirklich gerne mache), war ich unterwegs, um unsere Lebensmittelvorräte wieder aufzufüllen.

“Hallo Schatz!”
“Hallo Süße, da bin ich wieder.”

“Hast du ein paar leckere Sachen mitgebracht?”
“Ja.”

“Was denn?”
“Zum Beispiel deinen Nordseekrabben-Salat, den du so gerne magst.”

“Den kaufe ich nicht mehr.”
“Aha? Und warum das??”

“Weil der so tierisch teuer geworden ist!”
“So?”

“Hast du natürlich wieder nicht drauf geachtet! Typisch Mann.”
“Entschuldigung, ich dachte…”

“Naja… Und was hast du noch mitgebracht?”
“Für dich ein Schokocroissant vom Bäcker.”

“Für mich??”
“Ja.”

“Ach! Und ich soll das alleine essen, oder was??”
“Ähm, daran hatte ich gedacht, ja…”

“Schokocroissants esse ich nicht mehr.”
“So?? Seit wann das denn??”

“Seit ich weiß, dass EIN Schokocroissant 700 Kalorien hat!”
“Aber du hast doch immer…”

“Das ist VIEL zu viel! Nur für ein blödes Croissant!”
“Also heißt das, dass du es nicht willst, ja?”

“Naja, lass erst mal liegen…”
“Wie Madame wünschen…”

“Hast du auch was Gesundes mitgebracht?”
“Natürlich. Ich habe Paprika mitgebracht, damit wir heute abend…”

“Welche Farbe denn??”
“Grün.”

“Ich mag aber lieber die roten!”
“Die grüne Paprika war aber viel billiger!”

“Pff! Die paar Cent!”
“Aber eben beim Krabbensalat hast du doch noch gesagt, dass…”

“Krabbensalat kann ich ja auch selber machen, Paprika nicht.”
“Ach so? Und wie machst du bitte Krabben selber??”

“Ich meinte doch den Salat, nicht die Krabben!”
“Das ist doch wieder mal ein total blöder Vergleich!”

“Dass Männer immer so komisch einkaufen, verstehe ich nicht…”
“Aber ich habe doch eingekauft, wie immer!”

“Das ist ja das Schlimme!”
“Woher soll ich denn wissen, dass du plötzlich …”

“Du musst einfach nur bewusst einkaufen und nachdenken.”
“Ach so! So einfach ist das??”

“Ja.”
“Soso. Dann wird es dich freuen, dass ich kein Nutella gekauft habe.”

“Was?? Kein Nutella??”
“Nein.”

“Und warum nicht??”
“Nutella essen wir jetzt seit gefühlten 100 Jahren. Es reicht, dachte ich.”

[Ich sollte vielleicht erwähnen, dass sich sehr wohl ein unberührtes Glas Nutella in einer meiner Einkaufstüten befindet...]

“Aber, aber…”
“Was aber? Was ist denn, Schatz?”

“Ohne Nutella kann ich nicht leben, das weißt du doch!”
“Ich kaufe dir einfach einen Sack Nüsse und Milch.”

“Und dann??”
“Dann kannst du das ja einfach selber machen!”

“Aber das Rezept ist doch geheim!”
“Mit ein bisschen Übung kriegst du das schon hin.”

“Schatz, Nutella brauche ich aber!”
“Na gut, also schön. Ich habe doch was mitgebracht.”

“Ehrlich??”
“Ja, aber Nusspli. Das ist viel billiger und schmeckt fast genauso.”

“WAS?? Dann such dir doch gleich auch noch ne neue Freundin!”
“Wie bitte?? Und was hat das jetzt bitte damit zu tun??”

“Die ist dann auch viel billiger und schmeckt fast genauso!”

Kopfschüttel…

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